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September 03 2013

Gesellschaft für Informatik mit FAQ zu „Sicherheit und Unsicherheit im Internet”

Der Berufsverband Gesellschaft für Informatik (GI) hat eine empfehlenswerte „FAQ-Liste zu Sicherheit und Unsicherheit im Internet” veröffentlicht. In Form von 40 Fragen und Antworten beschäftigt sie sich mit den aktuellen Enthüllungen und Diskussionen über die Überwachungs- und Spähprogramme im Netz.

Die Frageliste geht auf technische Möglichkeiten, rechtliche Grundlagen, die politische Diskussion und die Möglichkeiten zum Selbstschutz ein. Im Vorwort schreiben die Autorinnen und Autoren:

Die politische Bedeutung des Themas erschwert eine sachliche Diskussion, berührt sie doch die Grundlagen unseres Lebens im digitalen Zeitalter. Daher sehen sich Mitglieder der Gesellschaft für Informatik veranlasst, dem interessierten Bürger und verantwortungsbewussten Informatiker Hintergrundinformationen zum Kontext der IT-gestützten Ausspähung bereitzustellen.

Die Antworten der FAQ-Liste sind nüchtern gehalten. Die GI macht zugleich deutlich, dass nicht überall eine definitive Antwort möglich ist und Kommentare erwünscht sind. Gesammelt gibt es die FAQ auch als PDF.

US spied on presidents of Brazil, Mexico, documents from Snowden reveal - World Socialist Web Site

US spied on presidents of Brazil, Mexico, documents from Snowden reveal - World Socialist Web Site

http://www.wsws.org/en/articles/2013/09/03/snow-s03.html

US spied on presidents of Brazil, Mexico, documents from Snowden reveal
By Tom Eley
3 September 2013

The US National Security Agency eavesdropped on the communications of the presidents of Brazil and Mexico, according to documents gathered by whistleblower Edward Snowden and revealed by journalist Glenn Greenwald to the Brazilian television news program Fantastico.

#prism #snowden #états-unis #mxique #brésil #espionnage

September 02 2013

Vous avez effacé un mail ? Appelez la NSA

Vous avez effacé un mail ? Appelez la NSA
http://www.youtube.com/watch?v=-qrlDGhoI1Q
Juste pour rigoler, et c’est peut-être un fake...
#NSA #PRISM #Snowden #Google

Neue Facebook-Terms, Netzneutralitäts-Entwurf, FISA-Anfragen

Facebook ändert die Datenschutzregeln, ein neuer Entwurf der EU-Kommission zur Netzneutralität wird bekannt, Google und Microsoft klagen für mehr Transparenz bei staatlicher Überwachung. Außerdem im Wochenrückblick, SAP-Lizenzen und Domainrechte.

„Sponsored Stories”: Neue Datenschutzregeln bei Facebook

Facebook hat vergangene Woche damit begonnen, neue Nutzungsbedingungen einzuführen. Neu sind vor allem Regeln zu sogenannten „Sponsored Stories”. Bereits seit 2011 verwendet Facebook diese Werbeform. Mit den neuen Nutzungsbedingungen sollen Nutzer Facebook nun explizit erlauben, unter ihrem Namen und Profilbild Werbung zu schalten. Darüber hinaus soll Facebook berechtigt werden, in bestimmter Werbung „Informationen” über Nutzer zu verwenden. Eine Kennzeichnung von Sponsored Stories ist nicht vorgesehen. In den USA hat sich Facebook erst vergangene Woche in einem Sammelklageverfahren von Nutzern gegen Sponsored Stories auf die Zahlung von 20 Millionen US-Dollar geeinigt.
Die Meldung bei heise.de.
Alle Änderungen im Überblick bei delegedata.de.
iRights.info: Wem gehören meine Daten? (Stand Mai 2013)

Verordnungsentwurf für gemeinsamen Telekommunikationsmarkt geleakt

Die Bürgerrechtsorganisation La Quadrature du Net hat einen Entwurf für die Verordnung für einen gemeinsamen Telekommunikationsmarkt der EU veröffentlicht. Dieser enthält unter anderem Regelungen zu einer europaweiten Netzneutralität. Danach sollen Managed Services für spezialisierte Dienste zwar zulässig sein, diese sollen jedoch klar vom regulären Internet getrennt angeboten werden. Der Entwurf enthält auch erstmals eine Definition für den Begriff der Netzneutralität. Darunter sei die Verpflichtung für Provider zu verstehen, eine uneingeschränkte Verbindung zu allen von Endnutzern in Anspruch genommenen Inhalten, Applikationen oder Diensten herzustellen.
Ausführlich bei Heise online.
La Quadrature du Net: Verordnungsentwurf (PDF)

Google und Microsoft klagen für mehr Transparenz bei Überwachung

Wie oft verlangen US-Behörden Zugriff auf Daten von Internet-Diensten? Diese Information wollen Google und Microsoft ihren Nutzern mitteilen. Nach dem Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) dürfen sie dazu jedoch keine Auskunft geben und wehren sich dagegen. Nachdem beide Unternehmen zunächst versucht hatten, eine Einigung mit dem US-Justizministerium zu erzielen, haben sie vergangene Woche bekanntgegeben, nun vor ein US-Bundesgericht zu ziehen.
Bericht bei futurezone.at.
Ausführlich zu den Befugnissen amerikanischer Behörden bei Telemedicus.

Mündliche Verhandlung zum Weiterverkauf gebrauchter SAP-Lizenzen

Nachdem der Europäische Gerichtshof im Sommer 2012 im Fall Usedsoft den Weg für den Weiterverkauf von Softwarelizenzen frei gemacht hat, stellen sich nun vielfältige Detailfragen. Einige davon hat derzeit das Landgericht Hamburg zu beantworten. Vergangene Woche fand in einem Verfahren der Firma Susensoftware gegen SAP die mündliche Verhandlung statt. Wichtigste Frage: Darf SAP den Weiterverkauf von Lizenzen vertraglich von seiner Einwilligung abhängig machen? Das Landgericht Hamburg sah dies kritisch. Eine endgültige Entscheidung steht allerdings noch aus.
Bericht bei Telemedicus.
iRights.info: Analyse zum EuGH-Urteil pro Weiterverkauf von Gebrauchtsoftware.

Gericht: Domain aserbaidschan.de verletzt Namensrechte

Die Verwendung des Namens eines Staates als Domainname stellt eine Namensanmaßung (im Sinne von Paragraaf 12 BGB) dar und ist unzulässig. Das hat das Kammergericht Berlin im Juni entschieden, wie vergangene Woche bekannt wurde. In dem Streit ging es um die Domain aserbaidschan.de, die eine Privatperson registriert hatte. Dagegen klagte die Republik Aserbaidschan und bekam vor Langericht Berlin und Kammergericht recht: Auch wenn in dem Domainnamen der Zusatz „Republik” fehle, entstehe durch die Registrierung der Domain eine Namensverwirrung. Im allgeinenen Sprachgebrauch werde der Name „Aserbaidschan” nämlich mit der „Republik Aserbaidschan” gleichgesetzt.
Urteilsbesprechung bei internet-law.de.
Lizenz dieses Artikels: CC BY-NC-SA.

September 01 2013

La cryptographie nous protège t-elle vraiment de l'espionnage par la NSA ou la DGSE ? Cet article…

La cryptographie nous protège t-elle vraiment de l’espionnage par la NSA ou la DGSE ?

Cet article est une exploration, essentiellement théorique, d’un problème technique intéressant : l’utilisation de la cryptographie est-elle utile lorsqu’on veut protéger sa vie privée contre l’espionnage massif auquel se livrent des agences gouvernementales comme la #NSA ou la #DGSE ? Je vous le dis tout de suite, il n’y a pas de réponse simple.

http://www.bortzmeyer.org/crypto-protection.html

#Snowden #PRISM #cryptographie #sécurité

August 28 2013

Comment Edward Snowden a récupéré les documents de la nsa - PC INpact

Comment Edward Snowden a récupéré les documents de la #nsa - PC INpact
http://www.pcinpact.com/news/81997-comment-edward-snowden-a-recupere-documents-nsa.htm

Tandis que les échos de l’affaire #prism continuent d’influer sur la politique et la diplomatie internationales, Edward Snowden continue de vivre en Russie. Mais alors que les révélations n’en finissent plus de pleuvoir sur les activités de la NSA, on en sait désormais plus sur la manière dont le lanceur d’alertes s’est procuré les documents qui ont eu tant de répercussions.(Permalink)

#snwoden

August 25 2013

The Real, Terrifying Reason Why British Authorities Detained David Miranda - Bruce Schneier - The…

The Real, Terrifying Reason Why British Authorities Detained David Miranda - Bruce Schneier - The Atlantic
http://www.theatlantic.com/international/archive/2013/08/the-real-terrifying-reason-why-british-authorities-detained-david-miranda/278952

This leaves one last possible explanation — those in power were angry and impulsively acted on that anger. They’re lashing out: sending a message and demonstrating that they’re not to be messed with — that the normal rules of polite conduct don’t apply to people who screw with them. That’s probably the scariest explanation of all. Both the U.S. and U.K. intelligence apparatuses have enormous money and power, and they have already demonstrated that they are willing to ignore their own laws. Once they start wielding that power unthinkingly, it could get really bad for everyone.

#prism #snowden #miranda #poitras #greenwald #groklaw #gchq

August 24 2013

*GMAIL : « GOOGLE A FINALEMENT ADMIS NE PAS RESPECTER LA VIE PRIVÉE »* Toutefois, la loi est de son…

GMAIL : « GOOGLE A FINALEMENT ADMIS NE PAS RESPECTER LA VIE PRIVÉE » Toutefois, la loi est de son côté

http://www.developpez.com/actu/59830/Gmail-Google-a-finalement-admis-ne-pas-respecter-la-vie-privee-toutefois

Depuis les révélations autour de PRISM, le marché européen du Cloud est de moins en moins favorables aux entreprises américaines. Pour ne pas arranger les affaires du concepteur de l’OS Android, un différent juridique auquel était confronté Google a mis en lumière quelques citations des plus intéressantes sur la politique de la confidentialité de l’entreprise.

« Au même titre qu’un expéditeur ne devrait pas être surpris que la lettre qu’il a envoyée à son collègue de travail pourrait être ouverte par l’assistant du destinataire, les personnes faisant usage des courriels ne devraient pas être surprise si leurs courriels sont traités par le fournisseur de service du destinataire dans le cadre de la livraison. » peut-on lire sur la motion de Google.

Et l’entreprise de rajouter « en effet, une personne ne saurait avoir aucune attente à la protection des informations privées si elle se tourne volontairement vers une tierce partie. »

Un collectif avait porté plainte à Google face à son nouveau Gmail qui scanne les courriels et les redistribuent dans des catégories adaptées dont une pour des publicités qui rapporteraient de l’argent à la firme. Pour eux, cela constituait une violation de la Loi fédérale sur l’écoute électronique et de confidentialité des lois de la Californie.

« Google a finalement admis ne pas respecter la vie privée. Les gens devraient les prendre au mot ; si vous tenez au caractère privé de vos correspondances, n’utilisez pas Gmail » explique John Simpson, Directeur du projet à la vie privée de Consumer Watchdog.

Notons que l’assertion de Google est légalement correcte. En 1979, dans l’affaire Smith contre le Maryland, la Cour Suprême a établi que « puisque le défendant a révélé les numéros composés à la compagnie de téléphone afin qu’elle puisse joindre son correspondant, il n’avait pas une attente raisonnable dans le caractère privé des numéros qu’il a composé. »

Google utilise le même argument quant à la recherche avec des mots clés pour sa publicité ciblée. La loi l’y autorise doublement puisqu’il est couvert par l’ Electronic Communications Privacy Act qui permet une telle indexation ainsi que les termes et conditions de l’utilisation de Gmail qui l’inclus.

#Google #PRISM #vie_privée

Ecoutes : Le « Guardian » s'associe au « New York Times » contre les « pressions » de Londres ❝Le journal…

Ecoutes : Le « Guardian » s’associe au « New York Times » contre les « pressions » de Londres

Le journal britannique The Guardian a annoncé vendredi 23 août avoir autorisé le New York Times à accéder à une partie des documents transmis par Edward Snowden sur les programmes de surveillance des Etats-Unis. Dans un court article publié sur son site, le titre explique s’être tourné vers le journal américain, à la suite d’intimidations du gouvernement britannique.

http://www.lemonde.fr/technologies/article/2013/08/24/le-guardian-s-associe-au-new-york-times-contre-les-pressions-de-londres_3465

#guardian #prism #presse

August 22 2013

Edito du NYT qui juge la sentence de Bradley_Manning « excessive ». Il pourra faire appel dans 8 ans.…

Edito du NYT qui juge la sentence de #Bradley_Manning "excessive".
Il pourra faire appel dans 8 ans. Il est incarcéré depuis 3.

Bradley Manning’s Excessive Sentence - NYTimes.com
http://www.nytimes.com/2013/08/22/opinion/bradley-mannings-sentence-is-excessive.html?nl=todaysheadlines

But the larger issue, which is not resolved by Private Manning’s sentencing, is the federal government’s addiction to secrecy and what it will do when faced with future leaks, an inevitability when 92 million documents are classified in a year and more than 4 million Americans have security clearance.

Quelle autre sentence eut été possible ? Exercice de #droit international comparé :
http://seenthis.net/messages/166825

Une autre réaction, celle de Birgitta Jónsdóttir, qui souligne les errements d’Obama, prof de droit constitutionnel, qui a pesé de tout son poids dans cette affaire :

When the president says that the Ellsberg’s material was classified in a different way, he seems to be unaware that there was a higher classification on the documents Ellsberg leaked.
http://www.theguardian.com/commentisfree/2013/aug/21/bradley-manning-sentence-birgitta-jonsdottir

Affaire Snowden : Obama n’a pas su réformer les politiques sécuritaires
http://www.mediapart.fr/journal/international/140813/affaire-snowden-obama-na-pas-su-reformer-les-politiques-securitaires?ongle

En examinant l’entourage du président américain, il est frappant de constater le nombre d’anciens de l’administration Bush qui continuent d’occuper des postes-clés en matière de surveillance et d’espionnage.

Fin d’un procès devant une cour martiale qui aura vu, quelques jours après son ouverture, éclater l’affaire #Snowden #Prism #surveillance ; et que les #journalistes (dont le destin se confond de plus en plus avec celui des #whistleblowers) auront eu toutes les peines du monde à couvrir.

Qu’est-ce qui fait le succès du #lanceur_d'alerte ?
http://www.mediapart.fr/journal/culture-idees/260713/quest-ce-qui-fait-le-succes-du-lanceur-dalerte?onglet=full
Un entretien avec le sociologue Francis Chateauraynaud qui a importé en France le terme de « lanceur d’alerte », tout en le distinguant de sa matrice anglo-saxonne de whistleblower.

Au même moment, on apprend que la surveillance domestique de la #NSA a été jugé illégale (contraire au 4e amendement) dès 2011 :

#Secret Court Rebuked N.S.A. on Surveillance
http://www.nytimes.com/2013/08/22/us/2011-ruling-found-an-nsa-program-unconstitutional.html?pagewanted=all
http://www.lemonde.fr/technologies/article/2013/08/21/la-nsa-est-en-mesure-de-surveiller-75-du-trafic-internet-aux-etats-unis_3464

Reposted bywikileaks wikileaks

August 21 2013

L'e-mail est-il mort ? La surveillance inévitable ? Voici le Projet caliop

L’e-mail est-il mort ? La surveillance inévitable ? Voici le Projet #caliop
http://www.caliop.net/lemail-est-mort-la-surveillance-inevitable-presentation-du-projet-caliop

Le projet Caliop a pour objectif de fournir des outils et une plate-forme de courrier électronique dans lesquels l’utilisateur pourra avoir confiance, la confidentialité des communication étant garantie dès la conception. Les révélations autour de #prism ayant montré que l’utilisateur ne peut avoir confiance dans les services tels que #gmail dont le modèle économique repose sur la publicité, et suite à l’arrêt récent de différents services de courrier électronique sécurisés, Caliop veut repenser (...)

#email

Reposted bycheg00 cheg00

August 19 2013

Empört Euch!

Die USA setzen Drohnen seit fast 10 Jahren ein, um gezielt Menschen, vorgeblich Terroristen, zu töten. Durch derartige Drohnenangriffe sind nach unterschiedlichen Untersuchungen und Berichten bislang ca. 3.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Daten durch die die Zielpersonen dieser Drohnenangriffe ermittelt und lokalisiert werden, stammen regelmäßig von Geheimdiensten, z.T. auch aus der Telekommunikationsüberwachung. Auch der BND liefert offenbar entsprechende Daten an US-Dienste.

In der Berichterstattung liest man dann häufiger, dass auch Unbeteiligte oder Unschuldige betroffen seien. Dieser Ansatz überspringt allerdings den wesentlichen rechtsstaatlichen Aspekt. Jeder Straftäter hat einen Anspruch auf ein faires gerichtliches Verfahren und er hat hierbei solange als unschuldig zu gelten, bis er von einem Gericht verurteilt worden ist. Drohnenangriffe zu dem Zweck Menschen gezielt zu töten, stellen also nichts anderes dar, als eine Umgehung des rechtsstaatlich gebotenen Strafverfahrens und die Abschaffung der Unschuldsvermutung.

Diejenigen, die Opfer eines Drohnenangriffs werden, gleichgültig ob Terroristen, Zivilisten oder nicht selten sogar Kinder, haben nie einen (fairen) Prozess bekommen. Sie wurden von Geheimdiensten in einem intransparenten und rechtsstaatswidrigen Verfahren als Terroristen ermittelt. Nach rechtsstaatlichen Gesichtspunkten haben die USA also 3.000 Unschuldige getötet. Es ist nämlich von vornherein nicht statthaft zwischen (mutmaßlichen) Terroristen und Unbeteiligten zu differenzieren. Wenn man die Unschuldsvermutung ernst nimmt, haben ausnahmslos alle Getöteten als unschuldig zu gelten.

Das den US-Drohnenangriffen zugrundeliegende Prinzip, wonach Ankläger, Richter und Vollstrecker ein und dieselbe Institution sind, kennt man aus der Geschichte des Mittelalters als Inquisition. Exakt nach diesem archaischen Prinzip funktionieren die US-Drohnenagriffe beispielsweise in Pakistan, einem Land, mit dem sich die USA keineswegs im Kriegszustand befinden. Der Inquisitor heißt heute Barack Obama. Er genehmigt diese Drohnenangriffe persönlich.

Zur mittelalterlichen Inquisition gehörte ein weiteres wesentliches Instrument, nämlich die Unterdrückung von Wissen. Und daraus ergibt sich eine weitere Parallele zur Logik moderner Geheimdiensttätigkeit. Die Ansammlung von geheimem Herrschaftswissen dient auch noch heute, vermutlich mehr denn je, der Machtausübung und der Machterhaltung. Und vermutlich ist tatsächlich Macht der zentrale Grund und die zentrale Antriebsfeder für die weltweite Datensammelwut der Geheimdienste.

Unsere Demokratien haben in den letzten zehn bis zwölf Jahren einen gewaltigen Rückschritt erlebt, was nicht zuletzt willfährigen Politikern zu verdanken ist, die dieses mittelalterliche Gedankengut, nur notdürftig kaschiert, erneut zu Markte tragen. Mir kommt an dieser Stelle immer wieder die Sentenz aus Juli Zehs Roman Corpus Delicti in den Sinn: “Das Mittelalter ist keine Epoche, sondern der Name der menschlichen Natur”. Zeh gehört auch zu den wenigen Intellektuellen, die erkannt haben, welche politische Entwicklung gerade im Gange ist. Es ist nicht länger übertrieben, von einem Überwachungsstaat zu sprechen und davon, dass unsere Demokratie akut gefährdet ist. Zu dieser Entwicklung postdemokratischer Strukturen schweigen fast alle Intellektuellen national und international, obwohl man eigentlich erwarten müsste, dass sie auf die Barrikaden gehen. Es ist der Aufklärung bereits einmal gelungen, mittelalterliches Gedankengut zurückzudrängen und einzuhegen. Wir erleben jetzt erneut die Ausbreitung einer auf Desinformation basierenden Politik, die ich in einem früheren Blogbeitrag als lichtscheu und hinterlistig bezeichnet habe. Deshalb erscheint mir eine weitere Aufklärung nötig, um den aktuellen Entwicklungen entgegenzutreten und den Menschen erneut den Ausgang aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit aufzuzeigen. Bislang haben die meisten Bürger diesen Zustand aber noch nicht erkannt, weil die unsichtbare Tätigkeit der Geheimdienste schwer greifbar ist und das Gefühl unmittelbarer Betroffenheit fehlt. Wenn Google Vorgärten und Häuserfassaden fotografiert, fühlt man sich direkt betroffen, während sich die meisten Bürger die massive Überwachung der Telekommunikation schwer vorstellen können.

Es muss deshalb unter Einbeziehung von Beispielen wie denen der Drohnenangriffe deutlich gemacht werden, was auf dem Spiel steht, wenn freiheitsfeindliche Kräfte Mechanismen installieren und nutzen, die unsere Demokratie in Frage stellen. Dieser Entwicklung müssen wir uns entgegenstellen, aber dafür sind deutlich mehr Mahner erforderlich und mehr Leute, die sich aufregen und laut werden. Um es mit Stéphane Hessel zu sagen: Empört Euch!

C3S mit Förderung, BGH bestätigt Rapidshare-Urteil, NSA-Affäre „beendet”

Nordrhein-Westfalen fördert die entstehende Verwertungsgesellschaft C3S bei genügend Eigenkapital, der Bundesgerichtshof bestätigt die Rapidshare-Rechtsprechung, Innenminister Friedrich und Kanzeramtsminister Pofalla erklären die NSA-Affäre für beendet. Das und mehr im Wochenrückblick:

NRW fördert GEMA-Alternative C3S

Die Initiative Cultural Commons Collecting Society (C3S) hat bei einem Inovationswettbewerb des Landes Nordrhein-Westfalen gewonnen. Nun hat die sich in Gründung befindende Verwertungsgesellschaft Anspruch auf 200.000 € Fördergelder – vorausgesetzt, C3S stockt bis Ende September sein Eigenkapital auf. Die Verwertungsgesellschaft will vor allem Werke lizenzieren, die unter nicht-kommerziellen CC-Lizenzen veröffentlicht wurden.
Mehr dazu auf heise.de.
Sven Scholz: Creative Commons und C3S – Die Widersprüche der GEMA.

Bundesgerichtshof bestätigt Rapidshare-Urteil

Der Bundesgerichtshof hat die Revision gegen das Rapidshare-Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg am Donnerstag zurückgewiesen. Damit bestätigte er das vorinstanzliche Urteil. Laut dem Oberlandesgericht Hamburg berge das Geschäftsmodell von Rapidshare strukturell zwar die Gefahr massenhafter Urheberrechtsverletzungen. Allerdings hafte auch Rapidshare grundsätzlich erst ab Kenntnis als Störer – mit der Folge weitreichender Überprüfungspflichten.
Zum Bericht bei heise.de.
Adrian Schneider mit einer ausführlichen Besprechung des Rapidshare-Urteils des OLG Hamburg.

Friedrich und Pofalla erklären Überwachungsskandal für beendet

Sowohl Bundesinnenminister Friedrich als auch Kanzleramtsminister Pofalla haben diese Woche den NSA-Überwachungsskandal für beendet erklärt. Friedrich behauptete in einem Interview mit der Rheinischen Post, es habe keine massenhaften Grundrechtsverletzungen durch ausländische Geheimdienste auf deutschem Boden gegeben. Ebenso erklärte Pofalla, die NSA halte sich in Deutschland an Recht und Gesetz – die Kritik folgte sofort. Ausgerechnet der für Verfassungsschutz zuständige Innenminister Friedrich hat diesen Sommer bereits mit mehreren zweifelhaften Aussagen zu seinem Grundrechtsverständnis Aufmerksamkeit erregt.
Nachricht auf heise.de.
heise.de: Von PRISM, Tempora, XKeyScore und dem Supergrundrecht – was bisher geschah.

Syrien: Raketenwarnung über App

Ein syrischer Aktivist bietet eine App an, mit deren Hilfe sich die zivile Bevölkerung vor Rakenteneinschlägen schützen können. Dies geht aus einem Bericht auf Spiegel Online hervor. Demnach sollen Hinweisgeber startende Scud-Raketen und deren Richtung vermerken können. Die App errechnet dann, wann und wo der Einschlag bevorsteht.
Bericht auf Spiegel Online.

Rundfunkbeitrag: Erneute Popularklage vor bayerischem Verfassungsgerichtshof

Der Steuerrechtler Thomas Koblenzer hat angekündigt, für eine Mandantin Popularklage vor dem bayerischen Verfassungsgerichtshof gegen den neuen Rundfunkbeitrag einreichen zu wollen. Dies geht aus einer Meldung auf dwdl.de hevor. Koblenzer sieht in dem Rundfunkbeitrag eine Verletzung der allgemeinen Handlungsfreiheit. Außerdem sei der Rundfunkbeitrag als Steuer zu qualifizieren, sodass die Länder für die Einführung nicht zuständig waren. Zu diesem Ergebnis war Koblenzer auch bereits in einem Gutachten gekommen.
Meldung auf dwdl.de.

OLG Düsseldorf beendet Fusion der Kabelnetzbetreiber

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat am Mittwoch die Entscheidung des Bundeskartellamts aufgehoben, mit dem dieses die Übernahme von Kabel BW durch den Breitbandanbieter Liberty Global genehmigt hatte. Der Grund sind verschiedene Nebenbestimmungen. Diese sind nach Ansicht des Gerichts nicht geeignet, die wettbewerblichen Nachteile zu kompensieren, die durch die Übernahme entstehen. Diese Entscheidung könnte noch vom BGH im Rahmen einer Beschwerde aufgehoben werden. Anderenfalls müsste das Bundeskartellamt den Zusammenschluss erneut bewerten und genehmigen – oder die Unternehmen müssten ihre Fusion rückabwickeln.
Meldung auf telemedicus.info.

Lizenz dieses Artikels: CC BY-NC-SA.

August 18 2013

Glenn Greenwald's partner detained at Heathrow airport for nine hours | World news | The Guardian

Glenn Greenwald’s partner detained at Heathrow airport for nine hours | World news | The Guardian

http://www.theguardian.com/world/2013/aug/18/glenn-greenwald-guardian-partner-detained-heathrow

Cet événement a l’air d’être passé inaperçu dans la presse française, où j’ai mal regardé en ce dimanche pluvieux ?

Ah non, quand même, bien que ce soit discret

http://www.lemonde.fr/technologies/article/2013/08/18/nsa-le-compagnon-de-glenn-greenwald-interroge-a-heathrow_3463038_651865.html

http://static.guim.co.uk/sys-images/Guardian/About/General/2013/8/18/1376849780476/Glenn-Greenwald-and-his-p-010.jpg

The 28-year-old was held for nine hours, the maximum the law allows before officers must release or formally arrest the individual. According to official figures, most examinations under schedule 7 – over 97% – last under an hour, and only one in 2,000 people detained are kept for more than six hours.

#snowden #prism #greenwald
Miranda was released, but officials confiscated electronics equipment including his mobile phone, laptop, camera, memory sticks, DVDs and games consoles.

August 16 2013

Die Öffentlichkeit hält nicht Schritt

Der NSA-Skandal und die flächendeckende Überwachung der Internetkommunikation durch Geheimdienste werden in europäischen Medien unterschiedlich aufgegriffen. Gemeinsam scheint bei den Bürgern ein Gefühl der Unausweichlichkeit im Angesicht der technischen Möglichkeiten. Wenn wir unsere Bürgerrechte schützen wollen, braucht es mehr als nationale Öffentlichkeiten, kommentiert Anja Seeliger.

Als Anfang Juni diesen Jahres die ersten Informationen über die umfassende Bespitzelung durch die NSA aus den Snowden-Papieren an die Öffentlichkeit gelangten, herrschte erst einmal Schweigen in deutschen Zeitungen. Den Schock musste man erst mal verdauen. Das änderte sich dann schnell: Der „Spiegel” brachte neue Informationen von Snowden. Die FAZ startete in ihrem Feuilleton eine sehr lesenswerte Debatte über die modernen Überwachungstechniken.

In der SZ verteidigte Heribert Prantl fast täglich die Souveränität der Bundesrepublik. Zeit- und Spiegel Online lieferten aktuelle Zusammenfassungen der Berichte im Guardian. Alles in allem kann man nicht sagen, die Zeitungen hätten ihre Pflicht nicht erfüllt oder sich nicht engagiert. Doch fehlen der Furor und der verbissene Recherchewille, die die Jagd auf Christian Wulff so erfolgreich gemacht hatte.

Guardian bleibt allein auf weiter Flur

In anderen europäischen Ländern sieht es viel schlechter aus. In England steht der Guardian mit seiner Maßstäbe setzenden Berichterstattung praktisch allein da. Die anderen britischen Zeitungen brachten meist nur kurze Meldungen, einige hämische Kommentare und schwiegen das Thema ansonsten tot. Vielleicht sind sie auch nur sauer, dass dies nach Wikileaks und dem Abhörskandal bei der News of the World der dritte große Coup des Guardian ist. Auch die BBC schwieg.

In Frankreich berichtete Le Monde am 4. Juli, dass „Paris bereits Bescheid wusste und genau dasselbe tut”. Wie Jacques Follorou und Franck Johannès schrieben, überwacht der französische Auslandsgeheimdienst DGSE die gesamte Telekommunikation im Inland und die Kommunikation mit dem Ausland. Allein die Nutzung dieser Datenbank von der DGSE wäre „bereits illegal”, so der Bericht weiter.

Tatsächlich „greifen jedoch alle französischen Geheimdienste auf diese Daten zu”, ohne dass Politik oder Justiz dagegen einschreiten. Nach dieser Enthüllung verendete das Thema im französischen Sommerloch. Vielleicht waren die Franzosen auch seit dem Abhörskandal von François Mitterand ohnehin auf alles gefasst.

Das mag ebenso für Italien gelten, wo sich kaum jemand über Prism oder Tempora aufregte. Der Skandal von 2006, bei dem der italienische Geheimdienste führende Politiker und Unternehmer ausspioniert und erpresst hatten, ist den Italienern sicher noch zu gut im Gedächtnis. Was ist dagegen das Speichern von Verbindungsdaten?

Der Bürger bleibt machtlos

Und was sagen die Bespitzelten? Wenn man die Leserkommentare in britischen oder deutschen Medien liest, spürt man eine große Wut, in die sehr viel Resignation gemischt ist. Auch die Teilnehmerzahl bei verschiedenen Demonstrationen gegen die Überwachung blieb überschaubar.

Woran liegt das? Zum einen vielleicht an einem Gefühl der Unausweichlichkeit: Was technisch möglich ist, wird eben auch gemacht. Laut einer heutigen Meldung auf Spiegel Online betreibt sogar die Polizei von Schleswig-Holstein im großen Stil Funkzellenabfragen: Statistisch sei nach Rechnung der Piraten seit 2009 jeder Bürger von Schleswig-Holstein mehrfach erfasst worden. Verurteilungen aufgrund dieser Daten in Zahlen: 36.

Zum anderen: Wenn alle schnüffeln, warum dann nicht auch wir? Schließlich setzt sogar die Europäische Union auf die Vorratsdatenspeicherung: Bis auf Deutschland haben alle EU-Länder die entsprechende Richtlinie umgesetzt. Der Verrat am Bürger ist so so groß und die Information darüber gleichzeitig so gering, dass man sich als Bürger vollkommen machtlos fühlt. Da hilft selbst Wählen nichts mehr.

Globalisierte Geheimdienste, nationale Öfffentlichkeiten

Verstärkt wird dieses Gefühl noch durch die Tatsache, dass sich die Geheimdienste gewissermaßen globalisiert haben. Nach allem was man weiß, arbeiten sie alle sehr gut zusammen, und auch der Austausch der Daten – falls man doch zu auffällig gegen eigene Gesetze verstoßen müsste – klappt offenbar hervorragend.

Bisher können die Bürger jedoch nur national diskutieren und sind damit einer Debatte eigentlich gar nicht mehr gewachsen. Was fehlt, ist ein europäisches Forum, eine Plattform im Netz, auf der die Bürger Europas Informationen austauschen und gemeinsame Widerstandsmöglichkeiten diskutieren können: Können wir unsere Bürgerrechte noch schützen oder ist es dafür zu spät? Können wir nur noch auf Waffengleichheit drängen? Wie Harry Cheadle im US-Magazin Vice erklärte: Wenn wir transparent sind, muss es die Regierung auch sein.

Darüber auf europäischer Ebene diskutieren zu können, wäre schon ein Fortschritt. Denn eines steht fest: Nationale Öffentlichkeiten werden globalisierte Geheimdienste nicht mehr aufhalten.

August 12 2013

Surveillance d'Internet : fermeture subite de deux services de courriels sécurisés - LeMonde.fr

Surveillance d’Internet : fermeture subite de deux services de courriels sécurisés - LeMonde.fr
http://abonnes.lemonde.fr/technologies/article/2013/08/09/un-service-de-courriels-securise-lie-a-snowden-ferme_3459334_651865.

Deux services de messagerie chiffrées ferment. Lavabit visiblement sur demande de la #nsa et Silent Circle par précaution. Tags : internetactu2net fing internetactu nsa #prism securité (...)

#securité #vieprivée

NSA : un problème de décision - Edge.org

NSA : un problème de décision - Edge.org
http://www.edge.org/conversation/nsa-the-decision-problem

Pour l’historien des sciences George Dyson, il demeure presque impossible de distinguer une idée dangereuse d’une bonne idée. L’espionnage illégal doit demeurer dans des limites raisonnables, et ce n’est pas le cas du programme #prism. Notre obsession du cyberterrorisme pause question. Nous devrions délibérément abandonner l’armement des codes et le développement des armes autonomes, comme nous avons décider d’abandonner l’usage des armes chimiques. Nous prenons là une mauvaise approche basée sur le (...)

#politiquespubliques

August 10 2013

Deux groupes de télécommunications indiens collaborent à la surveillance des Américains

Deux groupes de télécommunications indiens collaborent à la surveillance des Américains
http://abonnes.lemonde.fr/technologies/article/2013/08/09/deux-groupes-de-telecommunications-indiens-collaborent-a-la-surveill

Deux des principaux opérateurs de télécommunications indiens, Tata Communications et Reliance Communications, participent à la surveillance des citoyens américains.

#Internet #Etats_Unis #surveillance #Prism

August 09 2013

Cloud, Lavabit, Vertrauen: Wie Überwachung das Internet verändert

Während der Überwachungsskandal um Prism, XKeyscore & Co. noch nicht abgeklungen ist, wird bereits deutlich, dass er auch die Internetwirtschaft, das Angebot an Diensten und die Architektur des Internets deutlich verändern könnte. Einige Links zu den jüngsten Entwicklungen:

US-Cloudanbieter befürchten Verluste

Eine Studie des Thinktanks Information Technology & Innovation Foundation (ITIF) prognostiziert für US-Cloudanbieter – etwa Microsoft, Google oder Amazon – Umsatzverluste von 21,5 Milliarden Dollar in den nächsten drei Jahren. Im Ausland könnten die US-Anbieter Marktanteile zwischen 10 und 20 Prozent einbüßen, folgert die Untersuchung, die unter anderem auf Umfragen des Branchenverbands Cloud Security Alliance basiert.

Besonders europäische Konkurrenten für US-Dienste hätten „die Chance erkannt und werden versuchen, sie zu nutzen”, hält der Bericht fest. Die ITIF fordert von nun von der amerikanischen Regierung, Informationen über das Prism-Programm offenzulegen und Unternehmen zu erlauben, ihre Nutzer stärker über Anfragen staatlicher Stellen zu informieren. Auch im derzeit verhandelten transatlantischen Freihandelsabkommen sollten „Transparenzerfordernisse” für US- und EU-Unternehmen verankert werden.

Maildienst Lavabit schließt demonstrativ

Für kleinere Anbieter, die besonderen Wert auf Datensicherheit und Verschlüsselung legen, ist der Überwachungsskandal eine unerwartete Chance. Zugleich zeigt sich, dass gerade sie nur wenig Gewicht einbringen können: Der verschlüsselte E-Mail-Dienst Lavabit hat am Donnerstag seinen Betrieb eingestellt. Über die Hintergründe lässt sich nur spekulieren, denn bis auf eine Erklärung auf der Website des Dienstes ist bislang nichts Genaueres bekannt.

Lavabit-Gründer Ladar Levison schreibt in drastischen Worten, er habe vor der Wahl gestanden, sich an „Verbrechen gegen das amerikanische Volk zu beteiligen” oder den Dienst zu schließen – Details dürfe er nicht bekannt geben. Edward Snowden soll den Dienst während seines Aufenthalts im Moskauer Flughafen genutzt haben, US-Behörden könnten sich seitdem besonders für Lavabit interessiert haben.

Levison rät schließlich sogar ganz von US-Diensten ab:

This experience has taught me one very important lesson: without congressional action or a strong judicial precedent, I would strongly recommend against anyone trusting their private data to a company with physical ties to the United States.

Auch „Silent Circle” macht E-Mail dicht

Als Folge der Lavabit-Schließung hat der Anbieter Silent Circle heute ebenfalls seinen E-Mail-Dienst eingestellt. Cheftechniker Jon Callas, ehemals Mitentwickler der PGP-Verschlüsselung, erläutert die Entscheidung in einem Blogbeitrag. Wegen der starken Nachfrage habe man bislang auch einen E-Mail-Dienst angeboten, das aber müsse man nun revidieren.

Im Vergleich sei E-Mail grundsätzlich kein sicherer Kommunikationsweg mehr:

Email that uses standard Internet protocols cannot have the same security guarantees that real-time communications has. There are far too many leaks of information and metadata intrinsically in the email protocols themselves. Email as we know it with SMTP, POP3, and IMAP cannot be secure.

Callas verweist in seinem Posting auf Lavabit, stellt jedoch fest, man habe keine Datenforderungen von staatlichen Stellen erhalten.

Vertrauenskrise für Diensteanbieter

Eine bemerkenswerte Antwort auf die Frage, welchen Anbietern Nutzer noch vertrauen können, hat der Sicherheitsforscher Bruce Schneier in einem Beitrag für CNN gegeben:

The truth is, I have no idea. No one outside the classified government world does. I tell people that they have no choice but to decide whom they trust and to then trust them as a matter of faith.

Keine guten Aussichten für Nutzer. Immerhin: Die Internet-Vordenker und -Pioniere sind noch überwiegend optimistisch. „Der Kampf um die Kontrolle – und die Seele – des Internets hat gerade erst begonnen”, schreibt etwa Jeff Jarvis.

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