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November 07 2009

02mydafsoup-01
Hans Wallow: Der stille Held (via Nachdenkseiten)

"... Die Schergen des Regimes, SS und Gestapo, hielten Elser für einen primitiven Wichtigtuer ohne weltanschauliche Basis. Hitler aber hatte – wie häufig bei Bossen von Gangstersyndikaten – ein gut entwickeltes Gespür für Charaktere. Nach den Erinnerungen seines Kammerdieners Heinz Linge deutete er gegenüber Himmler ein Foto des Attentäters: 'Sehen Sie sich einmal die Physiognomie an, die Augen, die intelligenten Gesichtszüge, das ist kein Blender, kein Schwätzer. Der weiß, was er will. Stellen Sie fest, welche politischen Kreise hinter ihm stehen. Er ist vielleicht ein Einzelgänger; aber ohne Weltanschauung ist er nicht.' ....

.... Der mit dem militärischen Widerstand um Admiral Canaris verbundene Konservative Hans-Bernd Gesevius zitiert Dr. Arthur Nebe, der zwar ein Kriegsverbrecher war, aber lose Verbindungen zum Widerstand unterhielt: 'Nimm diesen Elser – das ist ein Kerl. Das ist der Einzige unter uns, der es erfaßt hatte und dem gemäß handelte. Das ist ein Held unserer Zeit und deswegen werden die Nazis, nein, gerade deine feinen Leute alles tun, um jede Erinnerung an ihn auszulöschen… Dieser Mann aus dem Volke liebte das einfache Volk. Er legte mit leidenschaftlich und in simplen Sätzen dar, Krieg bedeute für die Massen aller Länder Hunger, Elend und millionenfachen Tod.' ....

....Auch in der Nachkriegszeit blieb dem stillen Helden die Anerkennung für seine Tat bis heute versagt. Darum schlug der Dramatiker Rolf Hochhuth dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, vor, zum 70. Jahrestag des Attentats im Regierungsviertel ein Denkmal für Georg Elser zu errichten. Obwohl der Zigarettenerbe Philipp Reemtsma sofort anbot, das Projekt zu finanzieren, wurde Hochhuths Vorschlag bis jetzt ignoriert."

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