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January 25 2010

January 21 2010

January 18 2010

02mydafsoup-01
[...]

Es ist absurd, wie entscheidend Werbung für die neue digitale Schwarm- oder Bienenstockökonomie ist, und noch absurder, dass von diesem Umstand nicht mehr Aufhebens gemacht wird. Die ermüdende Behauptung der offiziellen digitalen Lehre lautet, dass Gruppen von Leuten, die umsonst arbeiten, manche Dinge besser können als altmodische Experten, die bezahlt werden. Wikipedia gilt als das Paradebeispiel. Wenn das so ist – und wenn die Umstände stimmen, kann es manchmal so sein –, warum untergräbt dieses Prinzip dann nicht die Werbewirtschaft? Ein funktionierendes, auf ehrlicher Schwarmintelligenz aufbauendes System müsste der bezahlten Überredung überlegen sein. Wenn der Schwarm so viel weiß, sollte er jedem einzelnen von uns zu optimalen Entscheidungen verhelfen können, ob es um häusliche Finanzen, weiße Zähne oder unser Liebesleben geht. Die ganze bezahlte Überredung sollte zur Disposition stehen. Jeder Penny, den Google verdient, und das sind eine Menge, spricht dafür, dass der Schwarm versagt hat.

[...]

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// Wiewohl der Artikel im analytischen Teil höchst lesenswert und aufschlussreich ist, erscheint er mir dem Ende zu in seinen umrissenen Schlussfolgerungen ungenau und kleinlaut rückwärtsgerichtet.

Die digitale Welt befindet sich einem Konflikt zwischen Formfindung und inhaltlichem Anspruch, wobei für alle Beteiligte gilt, sich den vollkommen neuartigen Herausforderungen zu stellen: Just diesem Konflikt trägt der Artikel aber in keinster Weise Rechnung und sucht deshalb notgedrungen, wie ich denke, in unzureichend dargelegten Schlussfolgerungen sein Heil.

Nicht uninteressant ist hierbei zu beobachten, wie uns der Autor über angestellte Beobachtungen zu Werbung, Informationswolken und dem m.E. zurecht kritisch beleuchteten Phänomen der Schwarmintelligenz, seinen Standpunkt nahezubringen versucht.

Er verfügt offensichtlich über nur unzureichenden analytischen Scharfblick, wo und wie digitlisierte Information unser Verhalten und unsere Ansprüche an den Informationsfluss radikal veränderte, und welche diesbezüglich unumgängliche Konsequenzen man bisher bestenfalls an den Rändern der traditionellen Medien-Landschaft zu ziehen bereit ist.

Das nicht Reagieren Wollen oder Können hat mit einigen unzulänglichen Entwicklungen, die dem Netz mittlerweile erheblich zu schaffen machen, weit mehr zu tun, als es diejenigen, die für die Durchsetzung anachronistischer Bestimmungen Sorge tragen, naturgemäß gerne hören möchten.

Insofern sollte sich der Autor gerade auch aufgrund der durchaus relevanten Erkenntnisse, die er im Artikel zum Besten gibt, hüten, voreilige Schlüsse bezüglich mangelnder Qualitätstandards zu ziehen.

Es gibt nicht wenige, die es sich nicht nehmen lassen werden, dergleichen Schlussfolgerungen auf ihre Fahnen zu schreiben, wobei es Besagten aber nicht im geringsten um eine adäquate Korrektur nach eingehender Analyse vorliegender Fehlentwicklungen geht, sondern einzig und allein um die Verhinderung eines drohenden Einfluss- und Machtverlustes angesichts der Vielfalt digitalisierter Distributionswege.

- by oanth - Muc_20100118 //
— zum Faz.net Feuilleton-Artikel 20100117 - "Warum die Zukunft uns noch braucht" - Von Jaron Lanier
Reposted by02mysoup-aa 02mysoup-aa

January 09 2010

02mydafsoup-01
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Warum ist Erika Steinbach für Polen ein rotes Tuch?

Es handelt sich dabei nicht um eine fixe Idee, wie man uns heute oft glauben machen will. Erika Steinbach hat eine ganze Reihe von politischen Positionen vertreten, die viele in Polen aufgebracht haben. Zentral ist ihre geschichtspolitische Absicht, Polen und Deutsche in Sachen Zweiter Weltkrieg und Vertreibung praktisch auf dieselbe Ebene zu stellen: als Opfer. Für Erika Steinbach ist nicht der Nationalsozialismus die Ursache der Vertreibung, sondern nur der Anlass für Polen gewesen, den lange gehegten Wunsch zu verwirklichen, die Deutschen aus dem Land zu vertreiben. Diese unhaltbare geschichtspolitische Umdeutung gipfelt in dem Vorwurf, die Polen müssten sich endlich ihrer Schuld stellen – dabei haben sie damit früher begonnen als die Deutschen.

Woraus leitet Erika Steinbach ihre Macht ab, selbst der Kanzlerin und Parteifreundin Merkel die Stirn zu bieten?

Angela Merkel fürchtet offensichtlich innerparteilich in Schwierigkeiten zu geraten und scheut deshalb den Machtkampf. Außerhalb der Union möchte doch niemand Frau Steinbach ernsthaft im Stiftungsrat sitzen sehen. Und selbst in den Reihen von CDU/CSU kenne ich genügend Leute, die erhebliche Vorbehalte gegen sie haben. Aber Frau Steinbach verfügt in der Union....

[...]
Interview mit Gesine Schwan in der Frankfurter Rundschau, 2010-01-07 - Causa Steinbach: "Merkel fürchtet den Machtkampf"

January 03 2010

02mydafsoup-01
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