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Von der bildungsbeflissenen Arroganz der besseren Kreise - TAZ 20100718

Das Ergebnis des Volksentscheids spiegelt lediglich die standardisierte Chancenungleichheit auf dem Bildungsweg in Deutschland wieder - von der selbstverständlichen Einforderungen gleichverteilter Bildungschancen sind wir Lichtjahre entfernt und bewegen uns mittlerweile kontinuierlich im internationalen Maßstab demokratischer Sozialisierungspädagogik zu den Zeiten vor Ende des 1. Weltkrieges zurück.

   
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Volksentscheid in Hamburg

Die Primarschule ist gescheitert

Anhängerinnen der Initiative «Wir wollen lernen» jubeln nach ihrem Sieg. Foto: dpa

Insgesamt beteiligten sich rund 491.600 Hamburger - knapp 40 Prozent der Wahlberechtigten - an der Abstimmung. 427.000 wählten per Brief, rund 64.600 gaben ihr Votum am Sonntag in den Wahlstellen ab. Von ihnen stimmten 35.000 den Reformgegnern zu und 31.000 den Reformplänen des schwarz-grünen Senats.

Entscheidend für das Ergebnis war, dass in den Hochburgen der Reformgegner, den Wohnorten der Besserverdienenden in Hamburgs Norden und Westen, die Beteiligung per Briefwahl eminent hoch war. Nienstedten (54,7 Prozent), Blankenese (54,0%) und Othmarschen (53,8%) erreichten eine Rekordwahlbeteiligung und auch Stadtteile wie Wellingsbüttel, Volksdorf und Wohldorf-Ohlstedt knackten die 50-Prozent-Hürde. Auch in den innerstädtischen Villenvierteln Harvestehude, Rotherbaum und der neu gebauten Hafencity lag die Beteiligung weit über dem Hamburger Durchschnitt.

Dagegen pendelte die Wahlbeteiligung der Quartiere mit einer niedrigen Sozialstruktur um die 25-Prozent-Marke. In Hammerbrook (17,7%), Dulsberg (22,2%), Steilshoop (26 %) oder St. Pauli (27,3%) machten die meisten Bewohner zumindest von der Briefwahl-Möglichkeit keinen Gebrauch.

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