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Verstrahltes Wasser fließt direkt in den Pazifik


 In einer Reaktorwand des havarierten Atomkraftwerks Fukushima klafft ein 20 Zentimeter langer Riss, aus dem radioaktives Wasser direkt ins Meer sickert. Das Leck befindet sich den Angaben des AKW-Betreibers Tepco zufolge in der Wand einer zwei Meter tiefen Grube für Stromkabel unter Block 2. Darin stand das Wasser laut Tepco bis zu 20 Zentimeter hoch. Jetzt versuchen Experten, die undichte Stelle mit Zement abzudichten.

Der Sprecher der Atomsicherheitsbehörde, Hidehiko Nishiyama, bestätigte die Angaben. In der Luft über dem Leck seien Strahlungswerte von 1000 Millisievert pro Stunde gemessen worden. Nishiyama meinte, der Schacht "könnte eine der Quellen für die Kontaminierung des Meerwassers sein". "Es könnte andere, ähnliche Risse in dem Gebiet geben, und wir müssen sie so schnell wie möglich finden." Die Strahlenwerte im Wasser in der Nähe des Reaktors und in einem Umkreis von 15 Kilometern würden ständig überprüft, versicherte er.

Japanische Fischer entsetzt und wütend

Das Wissenschaftsministerium veröffentlichte Jod-Werte, die im Meer rund 40 Kilometer von der Atomruine entfernt doppelt so hoch waren wie der zulässige Grenzwert. Es war das erste Mal, dass Radioaktivität über den gesetzlich zugelassenen Werten so weit vor der Küste gemessen wurde, wie NHK weiter meldete. Experten erklärten, das verstrahlte Wasser werde in den Weiten des Pazifiks rasch verdünnt, sodass auch größere Mengen kaum Auswirkungen auf die Umwelt hätten.

Japanische Fischer reagierten mit Entsetzen und Wut auf die Nachricht von hochgradiger Radioaktivität im Meerwasser. "Was soll nur aus unserem Leben nun werden", zitierte die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press einen Fischer in der angrenzenden Katastrophenprovinz Ibaraki.

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Schweinderl