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Pest tötet in Madagaskar 60 Menschen

 
Seuche grassiert in Inselstaat
 
In Madagaskar steigen die Opferzahlen durch die grassierende Pest. Offiziellen Angaben zufolge starben seit Jahresbeginn bereits 60 Menschen an der hochgradig ansteckenden Infektionskrankheit. Etwa 200 Menschen seien zudem mit der Pest infiziert, teilte die Gesundheitsbehörde in Antananarivo.  "Wir sind sehr besorgt", sagte Bruno Maes vom UN-Kinderhilfswerk UNICEF in der Hauptstadt Madagaskars über die rasche Ausbreitung der Pest. "Vielfach kommen die infizierten Menschen zu spät zum Arzt - aus Furcht, die - grundsätzlich kostenlosen - Medikamente nicht zahlen zu können", erklärten Ärzte.  

Übertragung durch Rattenflöhe

Ratte (foto: picture alliance / dpa) Großansicht des bildes

[Bildunterschrift: Ratte und Rattenflöhe verbreiten die Pest in Madagaskar. ]
Mittlerweile sind fast alle Regionen des Inselstaats im Südosten Afrikas von der Krankheit betroffen. Die Pest wird vor allem durch den Biss von Rattenflöhen auf Menschen übertragen. Viele Ratten flüchten sich in der Regenzeit und bei den regelmäßigen Überschwemmungen zwischen November und April in die Dörfer und Städte. Bisher wurde davon ausgegangen, dass sich die Krankheit in der Regel wirkungsvoll mit Antibiotika behandeln lasse. Inzwischen gibt es aber erste Berichte, dass die vermeintlich einfache medikamentöse Behandlung der Seuche nicht mehr wirkt.

Die Gesundheitsversorgung in Madagaskar verschlechtert sich seit dem Militärputsch zusehends. Die Bewohner leben unter sehr ärmlichen Bedingungen. Nur jeder zweite hat nach UN-Berechnungen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jährlich sterben der UNESCO zufolge mehr als 70.000 Kinder vor dem fünften Geburtstag an vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall, Atemwegsentzündungen und Malaria.

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