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February 20 2013

Documentaire: Dérives

De 1990 à 2010, le mouvement étudiant a fait l'objet de plus de 1000 arrestations.


En 2012, en 6 mois seulement, ce nombre a été multiplié par 3.
Nous dédions ce film aux arrêtéEs et aux blesséEs du conflit.

"Dérives" a pour but premier de remettre certaines pendules à l'heure quant aux dérives policières et médiatiques qui ont marqué le Printemps érable.

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=9iZdAdczrGk



Reposted from02mysoup-aa 02mysoup-aa

September 06 2011

02mydafsoup-01
[...]

The state debt crisis became visible in the Dubai crisis in November 2009, but it has unfolded since 2010 in the European periphery. The huge imbalances within the Euro zone, which have been working well for the German export economy, are pushing the states of the periphery into bankruptcy. The 'Euro crisis', which returns in short intervals, is not a currency crisis – in comparison, the Euro is to date more stable than the Deutsche Mark used to be, in relation to the US Dollar the Euro is overrated, and it becomes increasingly important as a global reserve currency. The 'Euro crisis' is a crisis of the European banks, of political governance and of the EU itself. In particular, it is the structure of the EU itself which aggravates the crisis. It is not designed for a common European welfare and fiscal policy; the ECB independently decides about monetary policy, and is focused exclusively upon the stability of the Euro. Therefore the crisis has so far been managed by 'shadow governments in Brussels' and a 'state of permanent emergency to rescue the Euro'. The main burden is on the ECB, which rescued the banks by buying their junk assets. It bought the state bonds of the over-indebted states (for what it's worth breaking a cherished taboo by this), and at the same time putting pressure on these states to cut their public expenditure. But first of all, by its interest rate policies, the ECB tries to prevent workers from struggling and obtaining higher wages.

[...]
Wildcat.english – Movement in Spain – .... and all of a sudden everything became real - 2011-07-08

„Märkte“, „Anleger“, „Schuldenkrise“, „Schuldensünder“, „Schuldenstaaten“, „Herdentrieb“ und andere Irreführungen

Gestern waren die Tagesthemen mal wieder finsterstes Mittelalter – wie viele andere Einlassungen von Wissenschaftlern, Politikern und Medien ein Ausbund an Gegenaufklärung. Die in der Überschrift genannten Begriffe werden besonders gerne benutzt. Sie führen in die Irre oder sie sind nur die halbe Wahrheit. Albrecht Müller.

Der Erfolg des Begriffs „Schuldenkrise“ ist einer der neueren Belege für die Möglichkeit, die Menschen einschließlich der Medien umfassend zu betrügen. Die Krise ist eine Krise der Banken und der gesamten Finanzwirtschaft. Wie wir jetzt den Einlassungen von Herrn Ackermann zu den faulen Forderungen in den Bilanzen vieler Banken entnehmen können, hat die Finanzkrise ursprünglich wenig mit Staatsverschuldung zu tun. Die Banken und anderen Finanzinstitute haben sich gründlich verspekuliert. Und dies nicht erst jetzt.

Schon im Jahr 2003 war zum Beispiel offenbar geworden, dass sich einige Banken und Versicherungen in Deutschland maßlos vergaloppiert und verspekuliert hatten. Sie klopften im Februar 2003 bei Schröder und seinen Ministern Clement und Eichel an die Tür, um die Unterstützung des Bundes für die Gründung einer oder mehrerer Bad Banks zu erreichen. Die HypoVereinsbank gründete, nachdem der begehrte Deal mit der Bundesregierung bekannt geworden und nicht zustande gekommen war, die HypoRealEstate und lagerte dort ihren Schrott ab. Andere Banken bedienten sich der Unterstützung des Bundes über die KfW, um ihren Schrott bei der IKB abzuladen. Das war alles lang vor dem Scheitern von Lehman Brothers.

Wie im NDS-Beitrag „Die Eurokrise in Zahlen (I) – Wie Musterschüler zu Problemkindern wurden“ beschrieben, war die Staatsverschuldung weder hier noch bei den meisten Mittelmeerländern ein erkennbar großes Problem. Dennoch wird mit den Begriffen „Schuldenkrise“ und „Schuldensünder“ heute massiv und folgenschwer Meinung gemacht.

In den erwähnten Tagesthemen gab es gleich eine Serie von einschlägigen Sprüchen, die auf der falschen Analyse aufbauen, wörtlich:

  • Die Märkte zweifeln an der Reformfähigkeit der Schuldenstaaten.
  • Euro-Schuldensünder
  • Die Märkte glauben immer weniger, dass Europa seine Schuldenprobleme überhaupt lösen kann.
  • Griechenland spart nicht wie versprochen
  • Das Verhalten Griechenlands ist an der Grenze der Provokation (Brüderle)
  • Die Schuldenkrise der Mittelmeerländer ist auch eine Ursache für den Dax-Absturz.

Mit dem Gebrauch der Begriffe „Märkte“ und „Anleger“ wird der Eindruck erweckt, dort seien vernünftig handelnde einzelne Menschen tätig und die Hauptakteure seien solche, die Geld anlegen, investieren, als etwas nützliches und Werte schaffendes tun. Das ist nicht einmal eine Halbwahrheit. Damit wird verdeckt, dass das Geschehen auf den Finanzmärkten und auch auf den Rohstoffmärkten weit gehend von Spekulation und Spekulanten geprägt ist – auch von dem Gebrauch neuer Finanzprodukte, von Wetten und abenteuerlichen Verbriefungen.

Das müssten wir eigentlich wissen: angefangen bei den Übernahmeschlachten um Mannesmann und die Deutsche Börse oder VW/Porsche, über die Spekulationen und Machenschaften um die HypoAlpeAdria bis hin zu den gezielten Spekulationen um die einzelnen Euro-Länder – immer waren einzelne Akteure, Spekulanten, tätig, die das Marktgeschehen, also die Entwicklung der Kurse, der Zinsen und der Währungen wesentlich beeinflussten.

Ein neues sehr gutes Beispiel kommt gerade auf den Tisch: „Goldman Sachs empfiehlt Wetten gegen Europa“ titeln die Mittelstandsnachrichten mit Berufung auf das Wall Street Journal vom 1. September 2011 . (Einstieg siehe Anlage)

Die Menschen, die Aktien, Devisen oder Rohstoffe bzw. entsprechende Fonds kaufen, haben, wenn sie sich gleichgerichtet verhalten, sicher einen gewissen Einfluss auf die Preis- und Kursentwicklung. Insofern kann man von Herden und Herdentrieb sprechen. Aber dies ist wirklich auch nur die halbe Wahrheit. Denn für das Herdenverhalten mit und oft maßgeblich entscheidend sind die Strategien und Empfehlungen einzelner Großspekulanten einschließlich der einschlägigen Investmentbanken wie Goldman Sachs.

Noch eine Anmerkung zu die Folgen des Gebrauchs der oben erwähnten Begriffe zum Umgang mit Griechenland und zu den Tagesthemen:
Offenbar führt der Gebrauch der Worte „Schuldensünder“, „Schuldenstaat“ etc. dazu, dass unsere Kommentatoren in Politik, Wissenschaft und Medien auf das Mitdenken verzichten:

  • Der Kommentator des Bayerischen Rundfunks Gottlieb erweckt den Eindruck, als würden die Griechen gemütlich unter dem Euro-Rettungsschirm liegen. Er hat keine Ahnung vom Geschehen in Griechenland und schon gar nicht von der sozialen und finanziellen Lage der Mehrheit der Menschen.
  • In den Tagesthemen wird eine Diskussion in einem griechischen Privatsender dokumentiert und dabei auch zu vermitteln versucht, dass die griechische Regierung ihrer Verpflichtung zur Privatisierung von Staatsvermögen nicht zügig genug nachkommt. Die dort interviewte Abgeordnete der Regierungspartei versucht zu erläutern, dass die Privatisierung auch deshalb stockt, weil die Preise so schlecht sind. – Für dieses Argument müsste jeder vernünftige Mensch ein offenes Ohr haben. Denn es ist einem Volk wirklich nicht zuzumuten, seine Vermögenswerte weit unter Preis not-zu verkaufen. Wer das nicht nachvollziehen kann, versteht dieses nicht oder er vertritt die Interessen jener, die mit der ablaufenden Schockstrategie wieder einmal ein Schnäppchen machen wollen. Wie schon bei der Plünderung der Vermögenswerte in der DDR und in anderen Ländern Osteuropas und heute in Afrika. Rund um.
  • Auch die schon erwähnte Anmerkung Brüderles, die mangelnde Sparbereitschaft der Griechen sei eine Provokation, zeigt nur, wie eingelullt und vernebelt bei uns maßgebliche Personen sind, wenn es um gravierende Entscheidungen für die Zukunft eines gemeinsamen Wirtschafts- und Währungsraum. Beim Fraktionsvorsitzenden der FDP ist noch nicht einmal angekommen, dass wie von den NachDenkSeiten und einigen anderen Beobachtern immer wieder vorhergesagt, die den Griechen aufgedrückten Sparbeschlüsse gar nicht zum Sparerfolg führen werden, weil damit die Konjunktur kaputt gespart wird. Das alles wusste man. Das alles kann man begreifen, wenn das Gehirn nicht von Schlagworten wie den eingangs erwähnten vernebelt ist.

Es fiel übrigens in dieser Tagesthemensendung auf, dass der Unverstand in der Redaktion der Tagesthemen in Hamburg und beim dortigen Moderator Tom Buhrow um einiges ausgeprägter zu sein scheint als beim Börsenbeobachter Michael Best vom Hessischen Rundfunk.

Anlage:

SEPTEMBER 1, 2011 Uhr
Goldman Takes a Dark View
A Private Note to Hedge-Fund Clients Gives a Strategist’s View; Ways to Gain From Global Pain
BY SUSAN PULLIAM AND LIZ RAPPAPORT
A top Goldman Sachs Group Inc. strategist has provided the firm’s hedge-fund clients with a particularly gloomy economic outlook and suggestions for how these traders can take advantage of the financial crisis in Europe.
In a 54-page report sent to hundreds of Goldman’s institutional clients dated Aug. 16, Alan Brazil—a Goldman strategist who sits on the firm’s trading desk—argued that as much as $1 trillion in capital may be needed to shore up European banks; that small businesses in the U.S., a past driver of job production, are still languishing; and that China’s growth may not be sustainable.
Among Mr. …
Quelle: Wall Street Journal

Schwache US-Volkswirtschaft – Eisiger Herbst
Die USA strahlen derzeit wenig Zuversicht im Kampf gegen die Schuldenkrise aus. Zu dieser kommt noch eine schwache Konjunktur, weil die Menschen wenig einkaufen. Die Arbeitslosenquote verharrt, anders als von vielen Experten erwartet, bei hohen 9,1 Prozent, hieß es am Freitag. Zudem korrigierte das Land offiziell die Erwartungen für das Jahr 2011 – und senkte die Wachstumsprognose drastisch um fast einen Punkt auf nur noch 1,7 Prozent. In Folge sausten die Aktienkurse nach unten. Für die Weltwirtschaft ist die amerikanische Leistungsschwäche ein herber Ausfall. Noch immer handelt es sich um die größte Volkswirtschaft der Welt. Je schneller sie sich berappelt, umso besser für andere Länder. Woher soll Hoffnung kommen?
Quelle: Süddeutsche Zeitung

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UBS Declares "The Euro Should Not Exist" In A Monster Report On The Odds Of An EU Breakup


Euro europe

This is going to get a lot of buzz...

UBS' Stephane Deo, Paul Donovan, and Larry Hatheway have released a monster report (posted over at ZeroHedge) examining the consequences of a Euro breakup, a once unlikely-seeming outcome that now grows more likely by the day.

The first line basically nails it:

The Euro should not exist (like this)
Under the current structure and with the current membership, the Euro does not work. Either the current structure will have to change, or the current membership will have to change.  

The report argues that basically the whole system, right from the start, was basically a lie:

Why consider break-up at all? Break-up occurs because the Euro does not work. Member states would be economically better off if they had never joined. European monetary union was generally mis-sold to the population of the Europe. In the 1990s the Euro was often characterised as an instance of foreign exchange rate integration – the Exchange Rate Mechanism without the crises. The advantages of no foreign exchange rate uncertainties or costs for trade and tourists were emphasised. Of course the exchange rate integration was probably the least of the consequences of the Euro. The most important consequence was the integration of monetary policy. The hint was in the name “European Monetary Union”. However, politicians sought to ignore that hint. A Euro that had been promoted on the idea of monetary union rather than exchange rate integration would have been far more difficult to sell to the electorate.

A monetary union is, economically speaking, a “good” idea if the membership constitutes an optimal currency area. This occurs under one of two conditions. Either the area is so homogenous that the component economies all move in the same direction at roughly the same speed, at the same time. Alternatively, the economies are sufficiently flexible that any differences in economic performance can be relatively swiftly corrected.

Ultimately, even at this dire moment, UBS still has a hard time seeing a breakup, calling some kind of fiscal union more likely. The major reason: It would just be too economically costly for anyone to depart.

The economic cost (part 1)
The cost of a weak country leaving the Euro is significant. Consequences include sovereign default, corporate default, collapse of the banking system and collapse of international trade. There is little prospect of devaluation offering much assistance. We estimate that a weak Euro country leaving the Euro would incur a cost of around EUR9,500 to EUR11,500 per person in the exiting country during the first year. That cost would then probably amount to EUR3,000 to EUR4,000 per person
per year over subsequent years. That equates to a range of 40% to 50% of GDP in
the first year.

The economic cost (part 2)
Were a stronger country such as Germany to leave the Euro, the consequences would include corporate default, recapitalisation of the banking system and collapse of international trade.  If Germany were to leave, we believe the cost to be around EUR6,000 to EUR8,000 for every German adult and child in the first year, and a range of EUR3,500 to EUR4,500 per person per year thereafter. That is the equivalent of 20% to 25% of GDP in the first year. In comparison, the cost of bailing out Greece, Ireland and Portugal entirely in the wake of the default of those countries would be a little over EUR1,000 per person, in a single hit.

Read more, including a discussion of breakup mechanics, at ZeroHedge >

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Eurokrise in Zahlen (II) – Krisengewinnler Neoliberalismus

Während die Welt unter dem Joch der Spekulation an den Finanzmärkten leidet, konnte Deutschland seine finanzpolitische Situation in den letzten beiden Jahren merklich verbessern. Beleg dafür sind die deutlich gesunkenen Zinsen für Staatsanleihen, von denen nicht nur Deutschland, sondern auch andere Länder profitieren, die in den Turbulenzen der Finanzkrise als sicherer Hafen gelten. Anstatt diesen positiven Effekt dazu zu nutzen, zumindest im eigenen Lande die Krisenfolgen zu mildern, nutzt Deutschland die Gunst der Stunde, um ganz Europa auf den neoliberalen Kurs deutscher Schule zu zwingen. Die Folgen dieser Politik sind verheerend – auch für Deutschland. Von Jens Berger

Krisengewinner deutschland

Wenn Politiker und Journalisten den Eindruck vermitteln wollen, dass die Folgen der Finanzkrise zu einem „fundamentalen Vertrauensverlust“ in den Staat geführt hätten, dann ist dies fundamentaler Unsinn. Wie etwa aus den Daten der OECD hervorgeht, hat die Finanzkrise entgegen allem Krisengerede dazu geführt, dass die Zinssätze und damit die Renditen für die Staatsanleihen der großen OECD-Staaten signifikant gesunken sind. Aktuell liegt der Zinssatz zehnjähriger Bundesanleihen erstmals unter 2,0% – die von den USA aufgelegten inflationsindexierten Staatsanleihen (TIPS) erzielen sogar negative Renditen. Die Anleger misstrauen den Staaten demnach nicht, sondern vertrauen ihnen so stark, dass sie ihnen ihr Geld zu einem Zinssatz leihen, der oft niedriger als die Inflationsrate liegt. Wenn irgendwo ein „fundamentaler Vertrauensverlust“ auszumachen ist, dann gilt er gegenüber den Banken, die sich noch nicht einmal selbst vertrauen und ihre liquiden Mittel lieber zum Einlagezinssatz von nur 0,75% bei der EZB parken, als sie anderen Banken zu einem höheren Zinssatz zu leihen.

Dass und warum einige Staaten, wie beispielsweise Italien oder Spanien, aufgrund einer grotesken Spekulationssituation nicht gleichfalls von diesem Vertrauensgewinn profitieren können, zeigten wir bereits im ersten Teil dieser Analyse.

Zinslast im Sinkflug

Bereits im Jahre 2002 entzogen die Ratingagenturen Moodys und Standard and Poors Japan das heißbegehrte AAA und ordneten die Bonität somit zwischen der Botswanas und der Estlands ein. Neun Jahre später kann sich Japan immer noch zu einem Zinssatz refinanzieren, der weltweit seinesgleichen sucht. Nach Herabstufung der Bonität stiegen die Zinsen für japanische Staatsanleihen nicht etwa an, sondern sanken auf das bis dato historische Minimum von 1,0%. Heute liegt der Zinssatz für japanische Staatsanleihen bei 0,9%. Japan zahlt für jeden Yen Schulden also weniger als ein Drittel dessen, was Frankreich für jeden geliehenen Euro zahlt. Damit relativiert sich auch die Auswirkung der im Verhältnis zu allen anderen vergleichbaren Ländern gigantischen japanischen Verschuldung auf den Haushalt der tokyoter Zentralregierung.

Zinssatz für 10jährige bundesanleihen

Auch Deutschland profitiert bei der Betrachtung der Zinslast von der Krise. Im Jahre 2007 betrug die Gesamtverschuldung des Bundes 962 Mrd. Euro. Dies entsprach 39,55% des Bruttoinlandsproduktes. Für die Zinslasten musste der Bundeshaushalt damals 38,8 Mrd. Euro bereitstellen – dies entspricht rechnerisch einem durchschnittlichen Zinssatz von 4,0% und einem Anteil von rund 1,7% gemessen am Bruttoinlandsprodukt.

Im Jahre 2010 betrug die Gesamtverschuldung des Bundes 1.110 Mrd. Euro. Dies entsprach 44,40% des Bruttoinlandsproduktes. Die Schulden sind sowohl absolut als auch relativ gestiegen, die Zinslast ist jedoch merklich gesunken. Für die Zinslasten musste der Bundeshaushalt im letzten Jahr nur noch 33,1 Mrd. Euro bereitstellen – dies entspricht einem durchschnittlichen Zinssatz von 2,98% und einem Anteil von rund 1,5% des Bruttoinlandsproduktes. Bei der letzten Auktion für Bundesanleihen [PDF - 20 KB] erzielten die 10jährigen Papiere sogar nur eine Rendite von 2,15%. Die Finanzkrise hat somit nicht nur zu einer nur geringfügig höheren Gesamtverschuldung, sondern sogar zu einer signifikanten Reduzierung der relativen und absoluten Kosten für die Verschuldung geführt.

Meinungsmache im Sinne der Schock-Strategie

Das populärere Vorurteil, nach dem Deutschland aufgrund der Schuldenproblematik keinen Spielraum, hätte um haushaltspolitisch gegen die massiven Folgen der Finanzkrise anzukämpfen, ist bei näherer Betrachtung nicht mehr haltbar. Doch statt mittels antizyklischer Finanz- und Wirtschaftspolitik die Krisenfolgen einzudämmen, die Binnennachfrage zu stärken und damit als stärkste europäische Volkswirtschaft die dringend benötigte Rolle einer Wachstumslokomotive zu übernehmen, verfolgt die deutsche Regierung eine prozyklische Sparpolitik und nutzt ihren gewonnen Einfluss darüber hinaus auch noch dazu, ihre neoliberale Schock-Strategie auf die gesamte Eurozone auszudehnen.

Wie leider kaum anders zu erwarten, klären die Medien nicht etwa über diesen offensichtlichen Widerspruch auf, sondern leisten der Regierung stattdessen propagandistische Schützenhilfe. Aus einer spekulationsbedingten Refinanzierungskrise einiger europäischer Staaten wird eine „Schuldenkrise“ gemacht. Jeder politische (und ökonomische) Gedanke, der der neoliberalen Schock-Strategie zuwider läuft, wird als „falsches Signal an die Märkte“ denunziert – gerade so, als seien die Spekulanten ein legitimer und legitimierter Schiedsrichter für volkswirtschaftliche Fragen. Anstatt Aufklärung zu betreiben, wird Meinungsmache betrieben.

Doch diese Strategie ist keinesfalls risikolos und zudem volkswirtschaftlich grotesk. Wer soll dem Vize-Export-Weltmeister Deutschland denn seine Waren abkaufen, wenn die gesamte industrialisierte Welt sich zu Tode spart? Schon heute lahmt die Wirtschaft vor allem deshalb, weil die Nachfrage aufgrund sinkender Reallöhne stagniert. Wie sollen Länder wie Griechenland, Spanien oder Portugal ihre Defizite abbauen, wenn Deutschland seine Überschüsse nicht verringern will? Wer soll überhaupt Defizite machen, wenn alle europäischen Staaten Überschüsse erzielen sollen? Die Überschüsse einiger Staaten müssen immer auch zwingend die Defizite anderer Staaten sein.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die deutsche Hegemonialpolitik nicht nur die europäische Währungsunion, sondern auch die europäische Integration und sogar den europäischen Gedanken an die Wand fahren wird. Wenn Angela Merkel denkt, ganz Europa und vielleicht sogar die ganze Welt würde sich von Deutschland einen selbstzerstörerischen Sparkurs aufzwingen lassen und dessen katastrophalen Auswirkungen folgenlos hinnehmen, dann könnte sie sehr bald von ihrem hohen Ross gestoßen werden. Sie sägt nicht nur der extrem exportlastigen deutschen Wirtschaft den Ast ab, sondern sie isoliert Deutschland auch politisch von seinen Nachbarn und zerstört das über Jahrzehnte mühselig aufgebaute Vertrauen in das europäische Einigungswerk. Wir wären wieder in den Zeiten vor 1914 angekommen und damit um hundert Jahre zurückgeworfen.

Deutsche Bank CEO Just Gave A Terrifying Speech In Frankfurt (DB)


ackermann

Josef Ackermann just gave a terrifying speech about the fragility of the Euro banking sector right now.

We have translated the speech based on Handelsbatt's, the organizer of the event where Ackermann spoke, account of it.

At a conference in Frankfurt he said, "It is an open secret that numerous European banks would not survive having to revalue sovereign debt held on the banking book at market levels."

"In recent weeks, the distrust of the financial markets has spread to the banks because they are now suffering from the debt crisis in Europe and have a lot of exposure to, for example, Greek bonds."

"Since the financial crisis, some European banks have lost a third or more of their market capitalization," he said, according to Google Translate.

"Most institutions have a rating of "below the book value or at best."

There are three major stress factors crushing Euro banks right now, he says: the debt crisis, structural factors and financial regulation. With them together, it will be hard for the European banks to increase their revenues.

The implication is that not just Eurozone countries are buckling under the pressure of Greece's, France's, and Italy's debts, but banks are too. It sounds like a desperate call for a bailout. Now.

The situation looks dire. He says, "Many countries and households would have to reduce their debt. The mortgage business and consumer loans were [the few things] driving growth. In addition, there's the problem of shrinking populations in several European countries, which negatively affects the growth of credit markets."

"The costs of supporting weak member states, particularly from the German perspective, are less than the costs of disintegration."

"It is a dangerous illusion to believe that a country could do better should it reclaim the sovereignty it has delegated to the EU."

"All this reminds one of the autumn of 2008," said Ackermann. "We should resign ourselves to the fact that the 'new normality' is characterized by volatility and uncertainty."

Some hedge funds, like in 2007 and 2008, saw the enormity of the Eurozone debt crisis and began betting against Euro banks and other companies that have exposure to the crisis earlier this year. Their profits have already started to pay off.

As for the rest of the financial industry, things don't look good.

Here's what Ackermann sees: "Prospects for the financial sector overall... are rather limited." 

"We have a financial industry is still not really providing convincing answers to the questions about the meaningfulness of many modern financial products and trading in securities. The questions are getting louder and require new responses."

"The outlook for the future growth of revenues is limited by both the current situation and structurally."

"We must in my opinion, check all our work in all areas thoroughly again to ascertain whether we prioritize our genuine tasks as servants of the real economic needs."

But immediately, the Euro banking sector must prepare for what happens if solutions to the Eurozone crisis and corresponding Euro banking crisis remain unsupported or nonexistent. 

However recapitalization is not the answer. Ackermann duly shot down the measure suggested by IMF head Christine Lagarde at Jackson Hole.

He said recapitalizing the banks urgently, as Lagarde suggested, would be "counterproductive."

"A forced recapitalization would give the signal that politicians do not themselves believe in the measures" they are negotiating.

As a result, it could exacerbate the debt situation in individual countries. Also, faced with a threat of dilution (a result of recapitalization), private investments in banks would be even less likely.

Sounds like Ackermann just sounded the alarm. There is now a full-on Euro banking crisis.

The conference he's at continues tomorrow. It's entitled "Banks in Transition," and it's organized by the German business daily Handelsblatt.

Here's a couple of videos of him giving the speech. Warning: they are in German.

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February 26 2011

The Economist Women’s Economic Opportunity Index

In hopes of going beyond the traditionally static, and oftentimes boring, PowerPoint

presentation, The Economist tapped JESS3 to help bring an important data set to life

through a powerful graphic animation. (via poptech)

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May 31 2010

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May 21 2010

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TheWeekInGreen | 20100514 | Episode 23: Interview with Reza Aslan

In the 23rd episode of The Week in Green, author and journalist Reza Aslan discusses nuclear politics in the Middle East and the way in which the Green Movement has changed perceptions of Iran among young Americans.
در بیست‌وسومین برنامه هفته سبز با حمید دباشی آقای رضا اصلان نویسنده و روزنامه‌نگار، درباره جنبه‌گیری‌ها و سیاست‌های هسته‌ای ایران و هم اینکه چگونه جنبش سبز چهره ایران را در مجامع جهانی عوض کرده گفتگو می‌کنند.
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February 26 2010

Obesity Going Global

(Global Pulse: February 26, 2010) The U.S. isn't the only country with an obesity problem. This week's Global Pulse looks at the tactics being deployed worldwide by nations facing an epidemic of obesity. Looking to combat unwanted effects of our modern era's sedentary lifestyle, countries are harkening back to the salad days with campaigns encouraging exercise for adults and children, and the avoidance of fatty foods. As these broadcasters make clear, tackling the problem of childhood obesity requires parental involvement and better access to healthy food.

SOURCES: ABC, U.S.; Once Noticias, Mexico; RT, Russia; France 24, France; Al Jazeera English, Qatar; KBS, South Korea

March 06 2009

Eine Epochale Systemkrise - Teil 2 - Blogbeitrag Michael Schneider - Der Freitag 2009-03-03

".... In Berlin und Brüssel wird bereits über einen Europäischen Währungsfonds nachgedacht, der nach Art des IWF operieren und zahlungsunfähige Mitgliedsstaaten, die ihre Lehrer, Busfahrer und Polizisten nicht mehr bezahlen können, mit Krediten unterstützen soll, unter strengen Auflagen, versteht sich. Dass diese Auflagen in erster Linie den Zweck verfolgen werden, die Interessen der Gläubiger zu befriedigen, wissen wir von den sog. „Strukturanpassungsprogrammen“, mittels derer der IWF Jahrzehntelang bedürftige Dritte-Welt-Staaten zu einem rigorosen Sparkurs, zur Streichung sämtlicher Sozial- Gesundheits- Bildungs- und Infrastrukturprogramme sowie zur Privatisierung und zum Verkauf der letzten, noch halbwegs rentablen Staatsbetriebe gezwungen hat. Eine makabre Vorstellung, die aber demnächst Realität werden könnte: [....] chronischer Schuldknechtschaft ausgeliefert sein werden wie so viele Länder des Trikonts gegenüber den Gläubigerstaaten- und Banken des Pariser Clubs..."

Eine Epochale Systemkrise - Teil 1 - Blogbeitrag Michael Schneider - Der Freitag 2009-03-03

".... Inzwischen sind sich die Experten und die Parteien (fast)aller Couleur darin einig, dass der Ursprung der Krise in den deregulierten Finanzmärkten zu suchen ist, die jene Spekulationsblasen erzeugt haben, die jetzt geplatzt sind. Diese Diagnose, so unstrittig sie sein mag, hat insofern etwas Tröstliches, als sich aus ihr ein ebenso einfaches wie plausibles Rezept ableiten lässt: Man muss die außer Rand und Band geratenen Finanzmärkte nur vernünftig regulieren und wieder unter Kontrolle bringen - dann wird sich die Wirtschaft, ist die jetzige Krise erst überstanden, schon wieder erholen, und alles wird wieder gut! Was aber, wenn die Krise ihren Ursprung primär gar nicht in den Finanzmärkten, sondern in der von dieser dominierten Realwirtschaft hat? Wenn also die globale Bankenkrise erst die Folge eine fundamentalen Krise der Kapitalverwertung in der warenproduzierenden Wirtschaft ist?..."

March 05 2009

Sündenböcke gesucht - Telepolis - 2009-03-05

Die immer weiter an Dynamik gewinnende Krise beeinflusst bereits jetzt die europäischen Migrationsströme nachhaltig. Mit Großbritannien, Irland und Spanien befinden sich gerade die Staaten im Epizentrum dieses Weltmarktbebens, die zu den bevorzugten Zielländern der osteuropäischen Wanderarbeiter gehörten. Millionen Menschen aus den - im Zuge der Systemtransformation nach 1989 nahezu deindustrialisierten - Ländern Mittelosteuropas machten sich auf der Suche nach Lohn und Brot gen Westen auf, nachdem ihre Staaten 2004 und 2007 der Europäischen Union beitraten. Die wichtigsten Ursprungsregionen dieser Auswanderungswelle bilden im Norden Polen und das Baltikum, im Süden Rumänien und Bulgarien. Dabei etablierten sich zwei von Ost nach West verlaufende Migrationsströme: den nördlichen bildeten die polnischen Arbeitsmigranten, die meist nach England und Irland auswanderten; den südlichen die Bulgaren und Rumänen, deren Zielländer hauptsächlich Spanien und Italien waren. 
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January 24 2009

George Mitchell: The Role of the U.S. in a Changing World - 2008-10-22 - FORA.tv





On 22nd of January 2009 the special envoy for the Middle East George Mitchell was named in the State Department - This speech on the role of the US under changing international and national conditions was held in October 2008 - The Commonwealth Club of California, San Francisco, CA, Oct 22nd, 2008, George Mitchell shares his thoughts on the direction our nation should be taking. Mitchell's mission is to ensure the U.S. remains a leader in brokering peace and ensuring the safety and viability of populations. As congressman, Mitchell was named most respected member six times. He helped broker peace in Northern Ireland and worked to discover a path to peace in the Middle East. Most recently, he led an investigation into the illegal use of performance-enhancing drugs in Major League Baseball.

October 23 2008

Chomsky on the economy, therealnews 21.10.2008

In part two of their interview, Paul Jay asks Prof. Noam Chomsky to weigh-in on the dominant subject of the day, the economic crisis. While Prof. Chomsky agrees that the current crisis is a very serious one that will have broad implications for the broader society, he points out that the foreseeable Medicare-induced economic crisis will "dwarf" the current one in magnitude. Furthermore, Prof. Chomsky develops his contention that democracy is hindered by unrestrained free markets. While on the other hand, state-restricted markets are democratic by design in that they allow people take control--through their government--of financial institutions to force them to include externalities and risks to the broader population in their decision-making. These factors are such that profit-seeking enterprises will not accommodate them when left to their own volition, given that free markets do not put a price on these externalities.
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