Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

September 29 2014

02mydafsoup-01
Um es klar zu sagen: Für mich beruht die Macht des Westens auf Raub, Diebstahl, Mord und Totschlag an und gegenüber dem Rest der Welt. Nur weil er so viel zusammenraubt, kann sich der Westen im Inneren eine gewisse Liberalität leisten sowie das, was er Demokratie und Menschenrechte nennt. Er lässt jeden – zum Beispiel auch den Hartz IV-Empfänger – wenigstens ein wenig an dem zusammengeraubten Reichtum partizipieren. Deshalb hält nicht nur der Hartz IV-Empfänger nicht nur still, er ist auch so etwas wie ein Komplize. Das vorrangige Ziel der Aussen- bzw. Machtpolitik des Westens ist die Perpetuierung dieses Raub- und Totschlag-Regimes. Die Demokratie- und Menschenrechtsrhetorik dient ihm dabei als Hebel. Wenn es seinem Vorteil dient, dann hat der Westen auch keine Skrupel, sich völkischer Banden und sonstiger Mordbrennern zu bedienen. Die westliche Propaganda hat dann die vornehmliche Aufgabe, diese Tatsachen zu leugnen. Das haben wir gerade in beispielhafter Weise einmal mehr in der Ukraine gesehen.
— Christian Y. Schmidt // oAnth: https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Y._Schmidt
Reposted frome-gruppe e-gruppe

September 22 2014

02mydafsoup-01

Wenn man dieser Tage mit progressiven älteren Philosophen und Politikern diskutiert – von denen gibt es tatsächlich einige –, wird man immer wieder mit einer schwer zu widerlegenden und zutiefst pessimistischen Sicht der Welt konfrontiert. Sie sagen, Aufklärung ist im Grunde sinnlos, weil man gegen die Macht des Geldes, die zudem Tag für Tag größer wird, sowieso nicht ankommt. Alles können die Mächtigen kaufen, um ihre Interessen durchzusetzen: Die Politik traut sich nicht, ihnen entgegenzutreten, die Medien besitzen sie ohnehin schon, und die Öffentlichkeit ist, wie an den Wahlbeteiligungen zu sehen, abgestumpft und lässt sich nicht mehr in einer Weise mobilisieren, die ein Gegengewicht schaffen würde.

Wie gesagt, das ist schwer zu widerlegen, weil man Tag für Tag Beispiele dafür finden kann, die genau diese Sicht bestätigen. Und dennoch gibt es global und andauernd Phänomene, die diesem Pessimismus diametral entgegenstehen und die es zu verfolgen gilt, weil sie ein Zeichen dafür sind, dass noch lange nicht alles verloren ist.

Was ist das mit Abstand stärkste Instrument, das die Geldmächtigen haben, um immer noch mächtiger zu werden? Einfache Antwort: Der Zins. Wer zehn Millionen hat, bekommt bei einem Zins von zehn Prozent jedes Jahr eine Million dazu, ohne dass er (oder sie) dafür auch nur einen Finger krumm macht. Wer hundert Millionen Euro hat, braucht dafür nur Anleihen mit einer Rendite von zehn Prozent zu kaufen, und die Bank überweist ihm jeden Monat einen Betrag, der bei normalen Menschen für ein ganzes Erwerbsleben reicht.

Es ist aber „leider“ so, dass es Anleihen mit einer Rendite von zehn Prozent nur noch im Hochrisikosegment gibt, wo man auch leicht einmal seine ganze Anlage verlieren kann. Konnte man sich als reicher Erbe vor zwanzig Jahren noch ohne jede weitere Überlegung allein mit dem Kauf von Staatsanleihen eine sichere Rente in Millionenhöhe sichern, ist das heute so einfach nicht mehr.

Ja, das wichtigste Instrument, das die Reichen haben, um ihre Macht in die Unendlichkeit auszudehnen, zerfließt ihnen gerade unter den Händen. Der Zins verschwindet! Wie kann es sein, dass die Mächtigen dieser Welt praktisch alles im Griff haben, nur ihr Reichtums-Perpetuum-Mobile wird von den Notenbankern rund um den Globus gerade zerstört und sie müssen zähneknirschend zusehen?

Die Macht der Mächtigen, der Zins und der Lohn | flassbeck-economics
Reposted frome-gruppe e-gruppe
02mydafsoup-01

Klar, im Moment können sich die Reichen noch damit trösten, das die Aktienkurse boomen und auch die meisten Unternehmen, an denen sie beteiligt sind, noch gute Gewinne machen. Doch der Weltwirtschaft droht gerade eine neue Talfahrt, die dritte in den letzten fünf Jahren, und mehr und mehr beginnt man sich in aufgeklärten und in konservativen Kreisen zu fragen, was los ist mit einer Wirtschaft, wo die Unternehmen bombige Gewinne machen, aber offenkundig nicht genug investieren, um hohe Renditen auch für die Zukunft zu sichern.

Da kommt das zweite Moment ins Spiel, das nicht in das Bild der allmächtigen Superreichen passt. Weltweit diskutiert man plötzlich über Löhne. Aber nicht darüber, wie die Löhne der Arbeitnehmer noch weiter gedrückt werden können, sondern darüber, wie man das vor langer Zeit verstorbene Lohnwachstum wiederbeleben kann. Die Financial Times, sicher kein linkes Kampfblatt, brachte vergangene Woche einen ellenlangen Artikel zum Thema „pay pressure“, meinte aber erstaunlicherweise damit einen Anstieg der Löhne und nicht weiteren Druck auf die Löhne. Vielen in der internationalen Diskussion zumindest dämmert, was wir hier vom ersten Tage an gesagt haben, dass man nämlich ohne ein vernünftiges Lohnwachstum auch das ganze übrige Wachstum und positive Renditen bei den Unternehmen vergessen kann.

Es ist paradox, aber wahr: Die Macht der Geldmächtigen wird am Ende – und genau da sind wir heute – dadurch begrenzt, dass sie unfähig sind, alles selbst zu kaufen, was sie produzieren könnten. Weil sie ihre Macht über Jahrzehnte dazu genutzt haben, den Schwachen die Teilhabe am Erfolg zu verwehren, verwehrt ihnen das Marktsystem jetzt den finalen Erfolg. Kapital, das sich nicht rentiert, ist nicht viel wert in dieser Welt. Wenn es liquide ist, kann man es einmal verzehren, wenn es in Produktionskapital gebunden ist, verliert es mit dem Ende zunehmender Produktionsmöglichkeiten unheimlich schnell an Wert – auch deswegen, weil die Kapitalbesitzer alles tun werden, um sich gegenseitig die letzten Renditechancen abzujagen.

Die Macht der Mächtigen, der Zins und der Lohn | flassbeck-economics
Reposted frome-gruppe e-gruppe
02mydafsoup-01

August 15 2011

02mydafsoup-01
[...]


It was Pico who first made explicit the connection between displacement and the Humanist project. His touchstone was the phrase, “Man is his own Maker,” which appeared in his brief essay “Oration on the Dignity of Man,” written, it is now thought, while Pico was in prison. Pico imagines God as “the master-builder [who] by the laws of his secret wisdom fabricated this house, this world which we see.”2 But God, whom Pico calls the “Master Artisan,” then created mankind as a “work of indeterminate form.” Pico imagines God the Master Artisan speaking to Adam, his unfinished creation, as follows, “in conformity with thy free judgement, in whose hands I have placed thee, thou art confined by no bounds; and thou wilt fix limits of nature for thyself.”3 These words had the personal meaning to Pico that, as a displaced person, he would have to make up a life for himself.

Freedom, then, to do anything and to become anyone? Informality and spontaneity as the ends of life? Pico emphatically rejected this. Born indeterminate, he says, human beings have to find unity in their lives; a person must make him or herself coherent. In Renaissance Humanism, this quest meant uniting conflicting ancient ideals by bridging the Hellenic and the Christian mindset; in Pico’s own philosophy, it meant making the one and the many cohere, or as philosophers would put it today, discovering unity in the midst of difference. Spinoza, two centuries later, was grounded in just this Humanist project.

[...]

In Burckhardt’s own time, the nationalism nascent in the nineteenth century seemed to the historian to usher in the “age of brutal simplifiers,” nationalism denying the mixture of peoples and the multiple identities of individuals in each nation. The paradox appears because the nineteenth century was also the great age of industrial development, of productive technology. His paradox connected these two developments, technology and nationalism, with industrial technology tending to the complex and nationalism tending to the brutally simple.

If radios had existed in Burckhardt’s time, the stark us-against-them language on right-wing American talk shows would have served him to define “crude”; if Burckhardt could have web-surfed, he would have found similar evidence in blogs of all political persuasions all over the world. We could use another value-soaked word to understand what Burckhardt was getting at: society becomes more primitive, the more people see themselves categorically, in terms of fixed identities.

Whether social relations were once more complex is a question we should set aside; it is an exercise in nostalgia. We should refocus this paradox just as a proposition in itself; refocused, it suggests most simply that technical innovations run ahead of people’s ability to use the innovations well. This simple version has been true through the history of technology: human beings have invented new tools before they knew what to do with them. There is, though, a sharper version of the paradox: the first impulse in using a new tool is to simplify the social relations that existed before.

[...]



Several entries concerning Sennet's essay also with Pico della Mirandola's complete text "De Hominis Dignitate" in translations from Latin to English and Italian

http://www.brown.edu/Departments/Italian_Studies/pico/


via link compilation
http://www.pearltrees.com/02myprltr01/dignitate-02myitrenhum/id3233436

—   Humanism  by Richard Bennet | Institute for Advanced Studies In Culture: Publications - The Hedgehog Review - www.iasc-culture.org - Summer 2011
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl