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February 13 2013

Destins d’exilés. Fremd bin ich den Menschen dort

En 2013, la Maison des Buddenbrooks de Lübeck consacre deux grandes expositions au thème de l’exil. L’une d’entre elles, intitulée « Traumland und Zuflucht. Heinrich Mann und Frankreich » (« Pays de rêve et refuge. Heinrich Mann et la France »), le rapport de l’écrivain Heinrich Mann à la France. Elle sera présentée du 14 juin au 3 novembre 2013, et s’inscrira dans le cadre des célébrations du 50e anniversaire du traité franco-allemand de l’Élysée.

 

Éminente figure de la littérature allemande du début du XXe siècle et frère aîné du Prix Nobel de littérature, Thomas Mann, Heinrich Mann aimait profondément la France. Artistiquement, politiquement, intellectuellement. Avant la Première Guerre mondiale, il y voyait ainsi l’antithèse démocratique du régime autoritaire de l’Allemagne impériale.

 

Heinrich Mann et la France

Lorsqu’Hitler devint chancelier, en 1933, Heinrich Mann prit immédiatement le chemin de l’exil en traversant le Rhin. Il devint l’une des figures de l’émigration allemande en France dans les années 1930. La situation perdura jusqu’en 1940. Heinrich Mann dut alors quitter la France occupée pour rejoindre sa famille et son frère Thomas, installés depuis 1938 aux États-Unis. Jamais cependant, il ne devint comme ce dernier une figure de l’émigration allemande outre-Atlantique. Son intégration fut plus difficile.

Comme Heinrich et Thomas Mann, beaucoup d’Allemands de cette époque virent leur destin basculer à l’arrivée au pouvoir des nazis. Juifs, opposants communistes ou socialistes, artistes « dégénérés » : l’exil fut leur seul refuge. France, États-Unis, mais aussi Suisse, Brésil, Grande-Bretagne, Palestine, Turquie : leurs destinations furent multiples. Mais tous, firent l’expérience existentielle de l’exil, marquée par les difficultés à s’intégrer, par la nécessité de se fondre dans une autre culture, une autre langue, de refaire sa vie…

 

Expérience existentielle

Ces destins d’exilés sont le sujet d’une autre exposition de la Maison des Buddenbrooks. Jusqu’au 26 mai, celle-ci retrace 16 destins d’artistes, de chercheurs, de juristes ou encore d’artisans contraints de quitter l’Allemagne entre 1933 et 1945. L’exposition est parrainée par l’écrivain germanophone d’origine roumaine et Prix Nobel de littérature, Hertha Müller, elle-même figure de l’exil imposé par la dictature communiste.

 

Rund eine halbe Million Menschen verloren nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ihre bisherige Heimat. Sie wurden verfolgt und entrechtet, weil sie Juden waren, politisch oder kulturell unliebsam oder als »Volks- und Reichsfeinde« betrachtet wurden. Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Deutschen Nationalbibliothek wurden von dem dort angesiedelten Exilarchiv Biografien von 16 Persönlichkeiten zu einer inszenierten Ausstellung zusammengestellt, die exklusiv im Buddenbrookhaus zu Gast ist. Vorgestellt werden nicht die prominenten Exilanten, zu denen auch Familie Mann gehörte, sondern weniger bekannte Künstler, Wissenschaftler, Juristen oder Handwerker, denen allen gemein ist, dass ihr weiterer Lebensweg durch die erzwungene Flucht aus dem deutschen Machtbereich geprägt wurde.



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February 01 2013

Rezension: Joke und Petra Frerichs, Literarische Entdeckungen. Vergessene und neu gelesene Texte

In ihrem Buch Literarische Entdeckungen. Vergessene und neu gelesene Texte stellen Joke und Petra Frerichs eine Reihe von Schriftstellern vor, die der Literaturbetrieb weitgehend ignoriert oder schlichtweg vergessen hat (Schreyer; Mickel; Hilbig; Némirovsky; Reimann; Steffens; Wilms). Sie wieder stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken, ist eines der Anliegen des Buches.
Andere Werke haben die Autoren nach erneuter Lektüre neu interpretiert; das gilt für Die Wellen von Virginia Woolf; Rot und Schwarz von Stendhal und die Lyrik Rolf Dieter Brinkmanns. Und schließlich wurde die Erzählung Die Augen von Dieter Wellershoff analysiert, deren subtile Konstruktion sie zur Auseinandersetzung mit dem Text reizte.

Als ein Beispiel für „vergessene“ Autoren kann Wolfgang Schreyer gelten.
Wolfgang Schreyer gehörte zu den Erfolgsautoren der früheren DDR. Er schrieb zahlreiche gesellschaftskritische Kriminal-, Abenteuer- und Science-Fiction-Romane, die eine Gesamtauflage von ca. 6 Millionen erreichten; hinzu kommen Film- und Fernsehdrehbücher. Er erhielt u.a. den Heinrich-Mann-Preis.
Die Werke Schreyers werden überwiegend der Unterhaltungs-Literatur zugerechnet. Dass diese „Zurechnung“ immer auch einen negativen Unterton enthält, mag einer der Gründe dafür sein, dass Schreyer nach der Wende nahezu in Vergessenheit geriet. Das erstaunt umso mehr, als Schreyer mit seinen Romanen Unabwendbar (1988), Nebel (1991) und Das Quartett (1994) eine Wende-Trilogie von beachtlicher literarischer Qualität vorgelegt hat.

In seinem Roman Das Quartett schildert Schleyer, wie sich die Profiteure der Deutschen Einheit die Filetstücke des Kunst- und Immobilienmarktes gegenseitig zuschanzen. Er zeigt, wie ein schier undurchdringlicher Sumpf aus Wirtschaft, Politik und Justiz entsteht; ein fein geknüpftes Netzwerk, an dessen Knotenpunkten meist westdeutsche Investoren sitzen, die sich mit Hilfe willfähriger und zuweilen auch korrupter Politiker sog. Schnäppchen unter den Nagel reißen. Dass dabei immer wieder auch Recht und Gesetz gebeugt und wenn es sein muss auch gebrochen werden, liegt in der Natur der Sache. Es wird gezeigt, wie die geballte Kapitalmacht das Land wie eine Naturgewalt überrollt und umkrempelt.
Prototyp dieser Entwicklung ist ein gewisser Prill; ein Wendehals, wie er im Buche steht. Von ihm heißt es an einer Stelle des Romans:

Er stinkt nach Geld. Immobilien, Seehandel, Tourismus, Investoren. Sein Team schiebt für ihn die Millionen hin und her, ganz legal. Wenig Strafsachen, außer vielleicht den eigenen!

Überall haben die Aasgeier des Kapitalismus ihre Finger drin. Und stets stellen sie ihr Tun so dar, als diente es dem Wohl der Allgemeinheit, der Erhaltung von Arbeitsplätzen usw.

Hauptmann Wendt, ein zunächst überzeugter und aufrichtiger Repräsentant des alten Sicherheitsapparats der DDR, steckt irgendwann selbst mittendrin in dem ganzen Schlamassel. Er hat von den illegalen Machenschaften im Zusammenhang mit verschwundenen Kunstwerken Wind bekommen. Aber wie sehr er sich auch bemüht, eine lückenlose Beweiskette zu liefern und noch andere Verstrickungen der Täter in illegale Geschäftspraktiken nachzuweisen – er steht vor einer Mauer des Schweigens. Die Ergebnisse seiner Ermittlungen will keiner hören. Sie sind politisch nicht erwünscht, stören das Image des erfolgreichen Aufbaus Ost.

Wendt erlebt – wie zur Zeit der Wende – noch einmal die ganze Machtlosigkeit des Sicherheitsapparates. In das unentwirrbare Gespinst aus Wirtschaft, Recht und Politik sieht er auch den Polizeiapparat eingebunden; denn auch der spielt mit. Eine Hand wäscht die andere und alle versuchen, davon zu profitieren. Das ist nicht mehr die Welt von Wendt; er ist zum Störfaktor geworden und wird schließlich mit fadenscheinigen Begründungen suspendiert.

Schreyer hat seine drei Wenderomane so konzipiert, dass man sie auch einzeln und für sich lesen kann. In Unabwendbar entwickelt er die Charaktere Wendt und Jenny, die zu Protagonisten der auseinander strebenden DDR-Gesellschaft mutieren. Der eigentliche Wenderoman aber ist Nebel. Hier zeigt Schreyer, wie der historische Veränderungsprozess sich in den subjektiven Wahrnehmungen und Erfahrungen der Akteure niederschlägt; wie er an Fahrt gewinnt und irgendwann unumkehrbar wird. Schreyer schildert die Entwicklung zur sog. Wende überaus anschaulich und stets spannend; durch seine Schilderungen wird sie auf einmal greifbar und begreifbar. Es ist das große Verdienst Schreyers, den geschichtlichen Verlauf einerseits bis ins Detail dokumentiert, aber darüber hinaus auch gezeigt zu haben, welche emotionalen Wirkungen sie auf Seiten der Beteiligten ausgelöst hat. Beide Ebenen aufeinander bezogen und in Einklang gebracht zu haben – das ist eine schriftstellerische Leistung, die Beachtung verdient. Umso unbegreiflicher ist es, dass Schreyers Romane nach der Wende kaum noch rezipiert wurden. Der interessengesteuerte, schnelllebige Literaturmarkt hatte für einen derart sensiblen Stoff offenbar keinen Sensor.
Die Romane von Wolfgang Schreyer sind im Verlag Das Neue Berlin erschienen.

Eine ausführliche Besprechung der Romane Schreyers und der o.g. Autoren findet sich in:
Literarische Entdeckungen. Vergessene und neu gelesene Texte von Joke und Petra Frerichs, erschienen 2012 bei BoD.

May 13 2011

02mydafsoup-01

+ Buchkritik im Hörfunk
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(dra) - Nelly Sachs: "Szenische Dichtungen"
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(dra) - Hans Fallada: "Jeder stirbt für sich allein"

Kulturtipps
(dra-audio) - 13.05.2011

Mehr Literatur zum Jetzt-Hören
siehe Radio-Kultur-Programm
www.perlentaucher.de | 2011-05-13

April 11 2011

9552 ac07 500

well, enough about the f.b.i. dis-info-files about notorious b.i.g. and u.f.o.

there are also 4 files about bertolt brecht. woohoo!

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