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July 10 2015

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// mit bester Empfehlung - oAnth

Vortrag "Die Eurokrise - Warum versagt die Wissenschaft?" von Prof Heiner Flassbeck am 01.07.2015 an der FU Berlin im Rahmen des Kurses "Finanzkrisen und Geldsystem".
Im Vortrag wird insbesondere auf die Währungsunion, Handelsungleichgewichte und Lohnstückkosten eingegangen.
Der Kurs wird mitorganisiert von den Kritischen Wirtschaftswissenschaftlern Berlin unter Kursleitung von Prof. Klaus Peter Kisker. Weitere Infos zum Kurs hier:

http://www.kriwis-berlin.org/finanzkrisen-u-geldsystem/

June 26 2015

02mydafsoup-01
[...]

Die formale Demütigung des Schuldners in den „Verhandlungen“ (man sollte statt Verhandlungen eher davon sprechen, dass hier übermächtige Gläubiger einen Schuldner fünf Monate lang am ausgestreckten Arm haben verhungern lassen) wird nur noch überboten von der materiellen Demütigung. Inhaltlich hat die Athener Regierung das genau nicht erreicht, was der Kern der Forderungen von SYRIZA war, nämlich die Möglichkeit, dem Land und der Wirtschaft neue Impulse zu geben. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es werden Steuern erhöht, Ausgaben gekürzt und die „Flexibilisierung“ des Arbeitsmarktes wird weiter vorangetrieben. In einer Situation, wo der Einzelhandel eines Landes so am Boden liegt wie in Griechenland (siehe die unten stehende Abbildung aus unserem Konjunkturbericht von dieser Woche), ist schon der Gedanke an eine Mehrwertsteuererhöhung absurd.

Picture4

[...]

Insgesamt gibt es wiederum – wie schon von 2010 bis heute – keinen Hauch einer Vorstellung davon, wie man die griechische Wirtschaft so anregen könnte, dass sie in der Lage wäre, ohne weitere Katastrophe bei den sozialen Bedingungen im Land die Primärüberschüsse (also Überschüsse der staatlichen Ausgaben über die Einnahmen ohne Zins- und Tilgungszahlungen), die jetzt angestrebt werden (von ein Prozent 2015 bis zu vier Prozent in vier Jahren), zu erreichen. Nicht eine Maßnahme in dem Papier kann eine depressionsgeschüttelte Wirtschaft wieder zu einem normalen Leben erwecken.

Damit haben sich, jenseits aller kleinteiligen Kompromisse, die Gläubiger und vorneweg Deutschland vollständig durchgesetzt. Sie haben ihre Ideologie von der Flexibilisierung, der Privatisierung und dem Rückzug des Staates ohne Rücksicht auf die konkrete Lage und die schlimmen Folgen der seit 2010 verschriebenen Flexibilisierungsmaßnahmen durchgedrückt. Das ist ein Ausmaß an Borniertheit, Ignoranz und Arroganz, das seinesgleichen sucht. Es ist das Ende des Europas, das einsichtige Politiker einst suchten, als sie nach den Wirren des Krieges den Menschen Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Welt machen wollten. Die Folgen werden verheerend sein, und das ganz sicher nicht nur für Griechenland.

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http://www.flassbeck-economics.de/das-katastrophale-ende-des-griechisch-europaeischen-trauerspiels/
— Das katastrophale Ende des griechisch-europäischen Trauerspiels | Heiner Flassbeck - 2015-06-26
Reposted byiggy iggy
02mydafsoup-01
[...]

Es ist ein hartes Erwachen, wie nach einer durchwachten Nacht. "Die Isolierung von Tsipras auf dem Gipfel" titelt die konservative griechische Zeitung Kathimerini am Freitag. Auch die linken Blätter sehen den griechischen Premier mehr denn je in der Enge. Noch am Donnerstagabend hatte der griechische Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis gehofft, die EU-Regierungschefs würden den Knoten in Brüssel durchschlagen. Nun wissen Alexis Tsipras und seine Mitstreiter: Angela Merkel und die anderen EU-Chefs werden es nicht richten. Der Ball ist zurück bei den Finanzministern. Das ist bitter für Tsipras.

Was der Premier auf dem nächtlichen Gipfel in Brüssel erlebt hat, das lässt sich nach griechischen Quellen nun in etwa so rekonstruieren: Heftige Kritik an Athen kam ausgerechnet von den Iren und den Portugiesen. Die mussten selbst schon harte Sparauflagen erfüllen, ohne dass es überhaupt ausführliche Debatten auf EU-Gipfeln gab, wie der irische Regierungschef Enda Kenny anmerkte. Früher habe Tsipras beklagt, Athen sei nie dieselbe Flexibilität bei den Reformen gewährt worden wie Irland und Portugal. Aber, so fragte Kenny den Griechen: Wo sind eure Strukturreformen?

Auch mit EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte Tsipras einen Zusammenstoß. Als Tusk auf Englisch sagte: "The Game is over" (das Spiel ist aus), explodierte Tsipras, wie die Zeitung Ta Nea schreibt. "Das ist kein Spiel", sagte Tsipras und betonte, hinter ihm stünden "1,5 Millionen Arbeitslose, drei Millionen Arme und Tausende Familien ohne Einkommen, die von der Rente ihrer Großeltern leben". Tusk, so drohte Tsipras, sollte nicht unterschätzen, zu was ein "gedemütigtes Volk" fähig sei. "Künftige Historiker" würden nicht verstehen, "dass wir mit unserem Vorschlag zu keiner Einigung kamen".

Besonders hart ging der bulgarische Premier Bojko Borissow mit Tsipras ins Gericht. In seinem Land betrage die Durchschnittsrente nur 180 Euro, weil man sich nicht mehr leisten könne. Borissow zeigte sich auch verärgert, dass Griechenland es schon seit Jahren nicht schaffe, eine gemeinsame Zollfahnder-Einheit mit Bulgarien aufzustellen, um den Grenzschmuggel zu bekämpfen.

[...]

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/griechenland-bittere-stunden-fuer-tsipras-1.2539155
— Bittere Stunden für Tsipras | SZ - 2015-06-26
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[...]

STANDARD: Was braucht es neben einer kräftigen Lohnentwicklung in Deutschland noch, damit Europa wieder aus der Rezession kommt?

Flassbeck: Es braucht wieder einen makroökonomischen Dialog, bei dem die Lohnentwicklung in Europa koordiniert wird. Da muss entschieden werden, wie sich Länder an ihre Produktivität anzupassen haben – und sie müssen sich anpassen, das ist das entscheidende.

STANDARD: Politisch schwer machbar.

Flassbeck: Tja, dann gibt's halt keine Währungsunion mehr. Eine Währungsunion bedeutet, dass ich entsprechend meinen Verhältnissen lebe. Ich kann weder systematisch über noch unter meinen Verhältnissen leben, und beides ist aber der Fall. Griechenland hat über seinen Verhältnissen gelebt und Deutschland unter seinen Verhältnissen. Österreich ist auch ein wenig darunter.

STANDARD: Ist Deutschland zu mächtig für diese EU?

Flassbeck: Das Problem ist, dass in einer Finanzkrise Gläubiger unheimlich mächtig werden und Deutschland ist der größte Gläubiger. Und die Sache ist, dass Deutschland nicht begreift, dass diese Macht des Gläubigers nicht eine gottgegebene Macht ist, sondern ein reiner Finanzmarkteffekt. Kluge Politiker würden mit dieser Macht sehr behutsam umgehen, aber kluge Politiker sind in Deutschland weit und breit nicht zu sehen.


http://derstandard.at/2000018011161/Oekonom-Flassbeck-Ich-halte-es-fuer-eine-Absurditaet

— Ökonom Flassbeck: "Es ist nicht nur Griechenland" | derstandard.at - 2015-06-26
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[...]

Sollte Griechenland aus der Eurozone ausscheiden, wäre ein Domino-Effekt zu befürchten: Griechische Banken drohten bei einem Bankrott ihre Tochtergesellschaften in den südosteuropäischen Staaten mit in den Abgrund zu reißen. "Wir schließen die Möglichkeit staatlicher Unterstützung für Banken nicht aus", erklärte die Agentur. Sollten diese Hilfen dann die Staatsfinanzen deutlich schwächen, könnte das negative Folgen für die Kreditwürdigkeit der Länder haben.

Der Marktanteil von Ablegern griechischer Geldhäuser wie der Alpha Bank, der Piraeus Bank und Eurobank Ergasias reicht laut S&P von 15 Prozent in Rumänien und Serbien bis hin zu mehr als 20 Prozent in Bulgarien und Mazedonien. S&P hatte zuvor erklärt, die Agentur gehe weiterhin davon aus, dass Griechenland in der Eurozone bleibt. Der langsame Fortschritt der Gespräche sei dennoch ein Zeichen, dass ein Ausscheiden des Landes aus der Währungsgemeinschaft möglich ist.
Angst um Zypern

Innerhalb der EU werden auf politischer Ebene und innerhalb den Notenbanken bereits seit Wochen Notfallpläne für den Fall diskutiert, dass Griechenland aus dem Euro ausscheidet. Bisher im Fokus standen dabei Bulgarien und Zypern. Für beide Länder gibt es nach Angaben von Euronotenbankern bereits konkrete Überlegungen, um eine Ausbreitung der Schockwellen bei einem Grexit zu verhindern.

[...]

http://derstandard.at/2000017981501/SP-warnt-vor-Dominoeffekt-in-Suedosteuropa
— S&P warnt vor Dominoeffekt in Südosteuropa | derstandard.at - 2015-06-24

June 25 2015

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Erfrischend präzise moderiertes Interview im ORF (24.06.2015) von Johanna Jaufer mit Heiner Flassbeck

Euro, Griechenland, Deutschland, Europa
Itlien, Frankreich, Spanien

Merkantilismus, Monetarismus, Austerität,

Einkommen, Inlandsnachfrage, Ausfuhren,
Wohlstand, Lohndumping, Neuverschuldung,

Rechtsruck, Populismus

June 23 2015

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[Heiner Flassbeck, Wirtschaftsprofessor in Hamburg, öffentliche Vorlesung in Wien]

Ich halte [(...) heute, am Dienstag, den 23.06.2015] Nachmittag an der Universität Wien eine Vorlesung zum Thema Europäische Wirtschaftspolitik.

Die öffentliche Vorlesung findet im Hörsaal 8 am Oskar-Morgenstern-Platz 1 von 16.45-18.15  statt.

http://www.flassbeck-economics.de/veranstaltungshinweis-wien/
— flassbeck-economics.de - 2015-06-22

June 21 2015

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Eine ehrliche Politik hätte Angela Merkel womöglich das Amt gekostet. (...)

Der «Spiegel»-Kolumnist Wolfgang Münchau hatte völlig recht, als er nach dem Wahlsieg der Syriza im Januar 2015 schrieb: «In den vergangenen fünf Tagen ist das Ausmass von Angela Merkels katastrophaler Antikrisenpolitik so deutlich geworden wie nie zuvor. Die von ihr erzwungene Sparpolitik führte zu Deflation im Euroraum und zu Dauerrezession in Südeuropa.»

Gescheitert ist vor allem Merkels Idee, dass man die Krise aussitzen könne. Bei vielen politischen Themen mag das möglich sein. Skandale kommen und gehen, Konflikte lassen sich eindämmen, wenn man sich mehr Zeit zur Kompromissfindung lässt. Aber bei der Europäischen Währungsunion ist dies genau der falsche Ansatz. Die Probleme werden grösser, nicht kleiner, wenn man zuwartet.

Wie schlimm die Situation in Griechenland geworden ist, zeigt ein Blick auf die Gesundheitsversorgung. Die Ausgaben wurden seit Ausbruch der Krise um 50 Prozent gekürzt. In den ersten vier Monaten dieses Jahres erhielten die 140 Staatsspitäler mehr als 90 Prozent weniger als letztes Jahr, weil der Staat kein Geld mehr hat. Griechenland steckt seit längerem in einer humanitären Krise. Ein griechischer Arzt, der ein Gratisspital betreibt, gab kürzlich ein erschütterndes Interview mit dem Berliner «Tagesspiegel». Das Fazit: «Wer kein Geld hat, stirbt.»

Die verheerende Wirtschaftspolitik wäre nicht nötig gewesen, wenn die Weichen beim Ausbruch der Krise 2010 richtig gestellt worden wären. Jeder einigermassen gut informierte Beobachter wusste, dass das Austeritätsprogramm die Schulden nicht reduzieren, sondern erhöhen würde. Das ganze Programm war ökonomisch sinnlos. Griechenland war bereits bankrott, es hätte einen schnellen Schuldenschnitt gebraucht, nicht eine Verschiebung der Probleme.

Als Joe Ackermann 2010 öffentlich zu bezweifeln wagte, «ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen», reagierte die Bundeskanzlerin unwirsch. Sie liess über ihre Sprecherin ausrichten: «Es ist nicht an der Bundesregierung, die Meinungsäusserung von Herrn Ackermann zu kommentieren oder zu bewerten.» Es gebe «keinen Anlass und keinen Nutzen, darüber zu spekulieren, ob Griechenland fähig sein werde, seine Schulden zurückzuzahlen». Die Bundesregierung halte das Anpassungsprogramm von Griechenland «für realistisch» und habe «keinen Zweifel an der Entschlossenheit der griechischen Regierung, das in den nächsten Jahren umzusetzen».

Als der Bundestag im Mai 2010 die erste Kredithilfe an Griechenland verabschiedete, erklärte Merkel:

   "... Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der jetzt vorgeschlagene Lösungsweg einschliesslich der vierteljährlichen Überprüfungen der Umsetzung des griechischen Programms bietet mehr Chancen als jede andere Alternative. Er bietet die bestmögliche Gewähr dafür, dass der deutsche Steuerzahler, der über den Bund für die Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau bürgt, von einer Inanspruchnahme verschont bleibt. ..."

Möglicherweise hätte sie eine ehrliche Politik bald das Amt gekostet. Dann hätte sie aber wenigstens für sich in Anspruch nehmen können, dass sie das Richtige tun wollte. Ein Ehrenplatz in der Geschichte wäre ihr sicher gewesen. Nun wird die Nachwelt eher ungnädig urteilen: Machterhalt statt Problemlösung.

Zudem gibt es Vorbilder, die eine politische Kehrtwende vorgenommen haben, ohne dass sie aus dem Amt gedrängt worden sind. Ein Beispiel ist Charles de Gaulle. Am 1. Juni 1958 wurde er zum Ministerpräsidenten Frankreichs gewählt und machte sich sogleich auf nach Algerien, um den dort lebenden Franzosen seine Unterstützung im Algerienkrieg zu versichern. Auf dem Balkon des Regierungssitzes in Algier sprach er den berühmt gewordenen Satz: «Je vous ai compris.» Die Algerien-Franzosen jubelten und hofften, er werde die Aufständischen besiegen (hier ein kurzes Video).

Wenige Jahre später beendete de Gaulle den Krieg, weil er sah, wie sinnlos es war, sich der Unabhängigkeit Algeriens zu widersetzen.

[...]

http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/37350/ausgemerkelt/

— Ausgemerkelt | tagesanzeiger.ch 2015-06-17
Reposted byschaafdarksideofthemoonSirenensang

February 24 2015

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September 29 2014

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Um es klar zu sagen: Für mich beruht die Macht des Westens auf Raub, Diebstahl, Mord und Totschlag an und gegenüber dem Rest der Welt. Nur weil er so viel zusammenraubt, kann sich der Westen im Inneren eine gewisse Liberalität leisten sowie das, was er Demokratie und Menschenrechte nennt. Er lässt jeden – zum Beispiel auch den Hartz IV-Empfänger – wenigstens ein wenig an dem zusammengeraubten Reichtum partizipieren. Deshalb hält nicht nur der Hartz IV-Empfänger nicht nur still, er ist auch so etwas wie ein Komplize. Das vorrangige Ziel der Aussen- bzw. Machtpolitik des Westens ist die Perpetuierung dieses Raub- und Totschlag-Regimes. Die Demokratie- und Menschenrechtsrhetorik dient ihm dabei als Hebel. Wenn es seinem Vorteil dient, dann hat der Westen auch keine Skrupel, sich völkischer Banden und sonstiger Mordbrennern zu bedienen. Die westliche Propaganda hat dann die vornehmliche Aufgabe, diese Tatsachen zu leugnen. Das haben wir gerade in beispielhafter Weise einmal mehr in der Ukraine gesehen.
— Christian Y. Schmidt // oAnth: https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Y._Schmidt
Reposted frome-gruppe e-gruppe
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Blick in die Zukunft

Nun haben wir also den GroKo-Salat.

Die EU-Freihandelsabkommen werden wohl - dank der Bundesregierung - nun den Part mit den anonymen Schiedsgerichten beinhalten. Jeder Versuch einer Fraktion, diese auszuklammern, schlug fehl. Das bedeutet, dass es in Zukunft jedem Unternehmen möglich ist, einen Staat wegen entgangener Profite zu verklagen.
Fast zeitgleich wird im Bundestag das Konstrukt einer Bankenunion auf den Weg gebracht. Hier gibt es also noch Verhandlungsspielraum, aber, wie sich bei den Freihandelsabkommen bereits zeigte, wird sich das Modell der Haftungskaskade, auf die Herr Schäuble so stolz ist, wohl unverändert durchsetzen. Diese Haftungskaskade sieht anscheinend vor, dass zunächst die Eigentümer, Anleger und Gläubiger, dann ein mit 55 Mrd. € ausgestatteter Bankenfonds und am Ende der Staat haftet, in dem sich eine Bank befindet, die pleite geht. Nun ist es allerdings so, dass in "Notfällen" diese hinfällig ist und der Staat (bzw. Steuerzahler) sofort haften. Die Bank selbst haftet nur mit einem Eigenkapitalanteil von 8% und der Bankenfond, der von den Banken (auch den Sparkassen und Genossenschaftsbanken) auf freiwilliger Basis aufgefüllt werden soll, muss erst in 8 Jahren seinen vollen Umfang erreicht haben und auch dann erst zum Einsatz kommen - also frühestens 2023.

Was bedeutet das?

Bei dem von der EZB angekündigten Banken-Stresstest, der komischerweise die Banken aus der City of London und andere Global Player ausklammert, soll die ein oder andere Bank rekapitalisiert oder abgewickelt werden. Bei ersterem scheint der ESM einzuspringen, für den die Euro-Länder und damit Deutschland (zu 27%) das Geld bereitstellen. Bei letzterem greift die Haftungskaskade. Das heißt: zunächst die Bank mit 8%, dann die Gläubiger mit Einlagen über 100.000€. Der Bankenfonds erst wenn "die Zeit reif ist". Und dann trifft es eh schon den Staat und somit die Steuerzahler. Gesetz dem Fall, das Finanzsystem ist in seiner Stabilität nicht bedroht.

Wenn nun der Staat haften muss, dann muss er das Geld bei den Steuerzahlern holen, denn wir haben ja eine Schuldenbremse, die uns die Aufnahme von Krediten zur Abzahlung verbietet - es sei denn irgendeine Katastrophe bricht über uns herein. Der Staat hat kaum bis keine Steuergelder zur Verfügung, weil er ja eh schon nur eine "schwarze 0" oder Schulden hat. Was wird dann die Folge sein? Genau. Steuererhöhungen. Denn eine Vermögensabgabe oder eine Millionärssteuer ist ja nicht gewollt.

Und dann lass mal ein Unternehmen den Staat verklagen, weil durch die hohen Steuern die Abgaben und Lohnnebenkosten "viel zu hoch" sind und es damit zu Gewinneinbußen kommt.


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// oAnth:

@schwa, es wäre trotzdem schön, wenn die Autorschaft klarer kenntlich gemacht würde - an den eingebetten Verlinkungen lässt sie sich zwar ablesen, was aber nur soup-intern eine mögliche Zuordenbarkeit nachvollziehbar macht.
Reposted fromschwa schwa

September 28 2014

double sérénité

“We can see the application of economic valuation in the real world and the damage that application has in far too many cases already done to communities who depend on and defend their territories against outside decisions that will destroy the land that provides them with a livelihood.”

I remember in the late 1970s how the corporate world essentially invented the use of cost-benefit analysis in health, safety and environmental regulation. It was a brazen attempt to redefine the terms for understanding social ethics and policy in terms favorable to capital and markets.  Instead of seeing the prevention of death, disease and ecological harm as a matter of social justice, period, American industry succeeded in recasting these issues aseconomic matters.  And of course, such arcane issues must be overseen by a credentialed priesthod of economists, not ordinary mortals whose concerns were snubbed as selfish NIMBYism (Not in My Backyard).

And so it came to be that, with the full sanction of law, a dollar sum could be assigned to our health, or to the cost of getting cancer, or to a statistical baby born with birth defects. Regulation was transformed into a pseudo-market transaction.  That mindset has become so pervasive three decades later that people can barely remember when ethical priorities actually trumped big money.

It is therefore a joy to see Barbara Unmüssig’s essay,“Monetizing Nature:  Taking Precaution on a Slippery Slope,”which recently appeared on the Great Transition Initiative website.  Unmüssig is President of the Heinrich Boell Foundation in Germany and a stalwart supporter of the commons, especially in her backing of the 2010 and 2013 conferences in Berlin.

Striking a note that is note heard much these days, Unmüssig points out the serious dangers of seeing the natural world through the scrim of money.  Here is the abstract for her piece:

In the wake of declining political will for environmental protection, many in the environmental community are advocating for the monetization of nature. Some argue that monetization, by revealing the economic contribution of nature and its services, can heighten public awareness and bolster conservation efforts. Others go beyond such broad conceptual calculations and seek to establish tradable prices for ecosystem services, claiming that markets can achieve what politics has not.

However, such an approach collapses nature’s complex functions into a set of commodities stripped from their social, cultural, and ecological context and can pose a threat to the poor and indigenous communities who depend on the land for their livelihood. Although the path from valuation to commodification is not inevitable, it is indeed a slippery slope. Avoiding this pitfall requires a reaffirmation of the precautionary principle and a commitment to democratic decision-making and social justice as the foundations of a sound environmental policy for the twenty-first century.

Unmüssig’s essay is followed by comments by some fantastic commentary by nine ecological economists and environmental policy experts, among others, who take issue with parts of the essay and elaborate on points of agreement.  Among the commentators are the noted ecological economists Herman Daly and Bob Costanza, but there are also some insightful comments by Neera Singh, Jutta Kill and Neil Glazer.

I especially liked biologist Jutta Kill’s comments:

We can see the application of economic valuation in the real world and the damage that application has in far too many cases already done to communities who depend on and defend their territories against outside decisions that will destroy the land that provides them with a livelihood.

And finally, adopting someone else’s frame—the frame that sees “nature” in a way that capital does—by default requires devaluing and undermining the values we (used to) consider worth fighting for. That would likely entail losing moral authority and legitimacy, at least over time. Adopting the concept of economic valuation means adopting the values of actors whose business model is built on limitless growth and the associated wrecking of “nature”—and many people’s livelihoods.

Forestry scholar Neera Singh also has a nice response to the perversity that sees ecological conservation as a sacrifice for which market payment should be paid:

“How can we honor the gift of conservation care labor that goes into the production of ecosystem services in ways that it is seen as a gift rather than as production of a service whose exchange can be sealed with a payment? And can we see these gifts—gifts by nature, by people who live in ecologically sensitive landscapes, gifts emerging from human-nature relations—as invitation for long-term exchanges in sharing the burden and joy of environmental care?”

Read the essay and then the comments.  Some terrific insights into the pathological monetization of nature.

Originally posted in Bollier.org

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The post On the Dangers of Monetizing Nature appeared first on P2P Foundation.

Reposted from02myEcon-01 02myEcon-01

September 24 2014

„Philosophische Unterschiede“ in den G 20 und die deutsche Schuldenphobie

Offensichtlich hat es beim Treffen der G 20 Finanzminister in Australien am vergangenen Wochenende heftigen Streit gegeben (vgl. dazu den Bericht der Financial Times hier und den Text des Kommuniqués hier). Anders kann man es nicht interpretieren, wenn der amerikanische Finanzminister in aller Öffentlichkeit von „philosophischen Unterschieden“ spricht. Die USA und andere haben zum wiederholten […]
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Germany’s Economic Mirage

For 60 years, successive German governments sought a more European Germany; but now, Chancellor Angela Merkel’s administration wants to reshape Europe's economies in Germany’s image. This would be a disaster: Far from being Europe’s most successful economy – as German officials boast – Germany’s economy is dysfunctional.

Reposted from02myEcon-01 02myEcon-01

September 23 2014

Pourquoi continuer avec un éditeur ?

Pourquoi continuer avec un éditeur ?

http:// blog.tcrouzet.com/ 2014/ 09/ 23/ pourquoi-continuer-avec- un-editeur

signalé par @rumor sur twitter, cette réflexion pas inintéressante sur l’édition (j’ai quelques réserves de taille, car la relation avec un éditeur n’est réduite uniquement à le relation que cet auteur décrit dans son billet)

Est-il temps de tourner définitivement le dos à l’édition traditionnelle ? Je n’ai pour le moment que des bribes de réponses, mais déjà quelques enseignements.

http://blog.tcrouzet.com/images_tc//2014/09/tr1-600x355.png

Si j’en crois mes stats Analytics via Cloudflare, 42 000 visiteurs uniques sont passés sur mon blog durant les 30 derniers jours, c’est-à-dire depuis la sortie d’Ératosthène.

Zügelloses Scoring – Kaum Kontrolle über Bewertung der Kreditwürdigkeit

Christiane Schulzki-Haddouti berichtet in der ct’ über “Zügelloses Scoring – Kaum Kontrolle über Bewertung der Kreditwürdigkeit.” Aufsichtsbehörden sind weitgehend machtlos gegenüber Auskunfteien, die die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern per Scoring bewerten. Der Gesetzgeber gibt den Kontrolleuren nur wenige Werkzeuge an die Hand. Verbraucherschützer sehen dringenden Handlungsbedarf für eine gesetzliche Neuregelung.
Reposted fromnetzpolitik netzpolitik

The UK : latest front line in the European shale_gas battles

The UK : latest front line in the European #shale_gas battles
http://multinationales.org/The-UK-latest-front-line-in-the

The #United_Kingdom is full of strong opinions when it comes to shale gas, which requires hydraulic fracturing (or ‘fracking’) – the controversial technique where a mixture of water, sand and chemicals is injected at high pressure into rock followed by depressurisation – to extract it. David Cameron’s conservative coalition government is pushing harder than ever on both a domestic and European level to promote the practice (and the lucrative rewards assumed to go with it). Meanwhile, thousands of (...)

#Investigations

/ #Extractive_Industries, #Energy, United Kingdom, #Total, #GDF_Suez, #Cuadrilla, #Extractive_Industries, #Fossil_fuels, #Lobbying, #local_communities, shale gas, #greenhouse_gas, #social_impact, #environmental_impact, #extractive_industries, #energy, regulations and (...)

#regulations_and_norms #influence
« http://www.newscientist.com/article/dn21120-how-fracking-caused-earthquakes-in-the-uk.html »
« http://www.theguardian.com/environment/2014/jul/28/fracking-office-single-unit-shale-gas-produced »
« http://blogs.telegraph.co.uk/news/geoffreylean/100282976/want-to-know-how-fracking-will-affect-you-sorry-thats-a-state-sec »
« http://www.ukoog.org.uk/about-ukoog/press-releases/131-new-survey-shows-57-of-britons-support-natural-gas-from-shale »
« http://www.leparisien.fr/environnement/exclusif-environnement-72-des-francais-contre-l-exploitation-du-gaz-de-sc »
« http://www.renewablesinternational.net/german-government-wants-shale-gas/150/537/79666 »
« http://www.northernenergy.co.uk/mainnews/fracking-supported-by-majority-of-uk »
« http://www.nodashforgas.org.uk/campinfo »
« http://www.nodashforgas.org.uk/uncategorized/breaking-operation-mums-and-grandmas-omg-occupy-proposed-drilling-s »
« http://www.theguardian.com/environment/2014/aug/18/fracking-protesters-occupy-blackpool-office-cuadrilla »
« http://www.foodandwaterwatch.org/europe »
« http://www.independent.co.uk/news/uk/politics/david-cameron-promises-fracking-tax-boost-for-councils-willing-to-app »
« http://www.huffingtonpost.co.uk/2014/01/13/fracking-councils_n_4587143.html »
« http://www.carbonbrief.org/blog/2013/04/decc-energy-statistics,-march-2013 »
« http://www.ipsos-mori.com/researchpublications/researcharchive/3284/British-public-split-on-nuclear-power.aspx »
« http://www.theguardian.com/politics/2014/aug/25/labour-regulation-uk-fracking-industry »
« http://corporate.exxonmobil.com/en/company/news-and-updates/speeches/shale-gas-american-success-story »
« https://www.chathamhouse.org/media/comment/view/187991 »
« http://www.bbc.com/news/business-26735000 »
« http://www.theguardian.com/environment/earth-insight/2014/jun/06/shale-oil-boom-over-energy-revolution-blackouts »
« http://www.theguardian.com/environment/2014/jan/31/uk-shale-gas-fracking-cuadrilla »
« http://blogs.telegraph.co.uk/news/geoffreylean/100222841/drilling-set-back-regulator-caught-out-as-fracking-opponents-draw »
« https://www.gov.uk/government/organisations/environment-agency »
« http://www.theguardian.com/environment/2014/may/06/fracking-trespass-law-changes-opposed-by-74-of-britons »
« http://www.theguardian.com/environment/2014/sep/04/ban-fracking-from-national-parks-say-majority-of-uk-public »
« http://www.bbc.com/news/uk-25695813 »
« http://www.wwf.gr/crisis-watch/issues/21-issue-21-december-2013/shale-gas-lobby-wins-war-against-strict-environmental-rules/28-shale-gas-lobby-wins-war-against-strict-environmental-rules »
« http://yougov.co.uk/news/2013/08/05/support-fracking-not-my-backyard »
« https://www.gov.uk/government/publications/economics-of-shale-gas »
« http://www.bgs.ac.uk/research/energy/shaleGas/home.html »
« https://www.gov.uk/government/publications/potential-greenhouse-gas-emissions-associated-with-shale-gas-production-and-use »
« http://www.foe.co.uk/resource/press_releases/fracking-regs-tarnished-new-report_05062014 »
« http://www.foeeurope.org/fracking-brussels-240714 »

HFT in my backyard – Part I

HFT in my backyard – Part I
http://sniperinmahwah.wordpress.com/2014/09/22/hft-in-my-backyard-part-i

The only tour I did was in Veurne, a small typical Flemish city where I tasted some local beers. A week later I was back in Brussels, and on July 16, 2014, Bloomberg released this story about a prop trading firm from Chicago purchasing an old tower for €5.000.000 in…Veurne. What a coincidence! I’ve researched and written about high-frequency trading (HFT) since 2012, and am quite aware of the microwave networks used by some fast players, but I did not know that as of January 2013 Jump Trading owned a tall tower in Belgium – in my backyard.

#trading #hf #economie #data #5 #6 #belgique

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