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February 26 2013

Four short links: 26 Feb 2013

  1. School of Data — free online courses around data science and visualization.
  2. libshorttext — classify and analyse short-text of things like titles, questions, sentences, and short messages. MIT-style open source license, Python and C++ source.
  3. Letterboxd — a site for movie lovers from Kiwi Foo alums. I love people who build experiences to help people express their love of things.
  4. RadioBlocks and SimpleMesh — mesh networking for Arduino.

January 14 2013

Iran: ‘Tehran Has More Than 1 million Facebook Users'

The deputy parliament speaker says Tehran has ‘more than 1 million Facebook users' and there are more than 200,000 in other big cities of Iran like Shiraz and Rasht. Hasan Aboutorabi regrets that 'such a potential space is in the hands of our enemy and they deploy all of its capacities against us.'

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January 04 2013

Iran: Police Looks For ‘Smart Control' over Social Networking Sites

Iran's police Commander in Chief, Esmaeil Ahmadi Moghaddam says police is looking for 'smart control' over social networking websites. He believes this 'smart control' is better than a full blocking and people may use their 'useful parts'.

Reposted byiranelection iranelection

January 25 2012

Einkaufen auf Facebook noch unattraktiv

»F-Commerce«, das Einkaufen via Facebook, hat bei den Social Networkern noch nicht Fuß gefasst. Lediglich 2 % der Facebook-Nutzer haben bis dato via Facebook etwas eingekauft. Nur 15 % äußern Interesse am F-Commerce. Die übrigen 83 % zeigen sich desinteressiert – oder sogar ablehnend. Die große Mehrheit (88 %) zieht den Online-Kauf im klassischen Webshop einem Einkauf via Facebook ganz klar vor.

Über drei Viertel der Facebook-Nutzer sagen aus, dass sie in »ihrem« Netzwerk ausschließlich kommunizieren möchten. Die Verwandlung ihres »digitalen Wohnzimmers« Facebook ist offensichtlich nicht in ihrem Sinne.

Die W3B-Studienergebnisse zeigen somit deutlich, dass Facebook-Commerce kein »Selbstgänger« sein wird. Wer die Potentiale des neuen Vertriebskanals nutzen möchte und die Social Networker für F-Commerce begeistern will, hat Überzeugungsarbeit zu leisten. Zielgruppenorientierte und überzeugende Angebote sind gefragt. Dafür sollten angehende »Facebook-Verkäufer« die Einstellungen und Anforderungen potentiellen Käufer genau kennen.

So honorieren manche Networker durchaus konkrete Vorteile des F-Commerce — wie die Möglichkeit, dort »Angebote mit Freunden teilen« zu können (19 %) oder die Bequemlichkeit, weil man »sowieso häufig auf Facebook« sei (11 %). Und während bestimmte Networker-Nutzergruppen in Facebook-Shops vor allem Exklusiv-Angebote und Fan-Artikel erwarten, sind andere vornehmlich an Preisvorteilen interessiert. Auch auf die Datenschutzbedenken vieler Networker sollte gezielt eingegangen werden.

Die Ergebnisse der Befragung belegen, dass F-Commerce bei den Networkern zumeist noch auf Zurückhaltung und Ablehnung stößt. Es wird aber auch deutlich, dass sich ein Großteil der Facebook-User mit dem Thema noch gar nicht auseinandergesetzt hat. Die Chance, potentielle Facebook-Käufer mit Hilfe attraktiver, zielgruppenorientierter Facebook-Shops zu überzeugen, ist somit durchaus gegeben.

Der W3B-Report »Shopping via Facebook: Akzeptanz und Anforderungen der Nutzer« mit weiteren Auswertungen ist im Januar 2012 erschienen. Die Report zeigt, dass die Mehrheit der Facebook-Nutzer von den Vorteilen des »F-Commerce« noch überzeugt werden muss und unterstützt bei der Analyse.

December 07 2011

Ist Google+ besser als Facebook?

Google+ startet durch. Innerhalb kürzester Zeit hat sich das soziale Netzwerk auf Platz zwei hinter den Marktführer Facebook manövriert – wenn auch (noch) mit einigem Abstand. Während Google+ heute von jedem vierten deutschsprachigen Onliner mindestens einmal pro Woche genutzt wird, zählen zum wöchentlichen Nutzerkreis von Facebook mehr als 45 %.

Beachtlich ist dabei: Fast jeder dritte der wöchentlichen Facebook-Networker (31 %) gibt an, auch Google+ zu nutzen – und das ebenfalls mindestens einmal pro Woche! Insgesamt besucht fast die Hälfte der wöchentlichen Facebook-Nutzer (44 %) das Konkurrenz-Netzwerk.

Wird Google+ eine ernste Bedrohung für Facebook? W3B befragte 3.200 Internet-Nutzer, die es wissen müssen. Personen, die sowohl Facebook als auch Google+ mindestens einmal pro Woche nutzen, verglichen die beiden Netzwerke miteinander und gaben Auskunft über ihr Nutzungsverhalten. (18 % der Social Networker zählen zu dieser Gruppe der »Doppelnutzer«.)

Die Ergebnisse sind so eindeutig wie interessant. Google+ sammelt bei den Nutzern zahlreiche entscheidende Pluspunkte, und zwar insbesondere im Hinblick auf »handfeste« Vorteile. So wird honoriert, dass man bei Google+ seine Kontakte besser kategorisieren kann, und dass es geeigneter für die geschäftliche Kontaktpflege ist. Auch in punkto Übersichtlichkeit und Benutzerführung halten deutlich mehr Nutzer Google+ für führend. Den allergrößten Vorsprung aus Sicht der Nutzer hat Google+ gegenüber Facebook, wenn es um Einstellungsmöglichkeiten bzgl. der Privatsphäre geht.

Facebook dagegen steht in den Augen der Nutzer vor allem für eines: den Fun-Faktor. Facebook wird als trendiger empfunden; die Nutzung macht vielen einfach mehr Spaß. Am eindeutigsten siegt Facebook über Google+ bei der Bewertung der Chat-Funktion.

So verschieden die Bewertungen für Facebook und Google+ ausfallen, so unentschieden sind die Nutzer, wenn es um die Wahl des »besten Networks« geht. Befragt, welches Netzwerk sie insgesamt für besser halten, nennt ein Drittel der Befragten »Google+« und ein weiteres Drittel »Facebook«. Das letzte Drittel zeigt sich unentschlossen und gibt keinem der beiden Networks den Vorzug.

Die W3B-Umfrageergebnisse zeigen: Google+ hat Features und Vorteile proklamiert, die von den Nutzern wahrgenommen und auch honoriert werden. Doch was bedeutet dies für die Zukunft der Networks? Werden künftig zwei große Netzwerke parallel existieren? Kann Google+ sogar Facebook an der Spitze ablösen? Über diese Fragen werden die Networker durch ihr Nutzungsverhalten entscheiden.

W3B befragte die Networker, wie sie ihre zukünftige Nutzung von Social Networks einschätzen. Die Antwort: Jeder zweite der aktuellen Doppelnutzer geht davon aus, in Zukunft beide Netzwerke parallel nutzen zu wollen. Ungefähr jeder vierte wird eher nur Facebook regelmäßig besuchen. Und lediglich jeder Dreizehnte glaubt, dass er zukünftig Google+ den Vorzug geben wird.

Fazit: Google+ hat rasant aufgeholt, nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. In das Ranking der meistgenutzten Social Networks ist wieder Bewegung gekommen.

W3B-Reports zur Nutzung von Social Networks mit weiteren Auswertungen sind im Dezember 2011 erschienen.
Der W3B-Report »Facebook, Google+ & Co.« profiliert die Nutzer der führenden Networks und liefert aktuelle Daten über Bewertungen und Nutzerverhalten aus der Perspektive der Networker. Der Report bietet Entscheidern aus dem Bereich Social Media und Social Commerce damit eine wichtige Orientierungshilfe in der neu gestalteten Landschaft der sozialen Netzwerke.

Facebook hat einen neuen Follower: Google+

Social Networks wie Facebook haben eine wichtige Rolle im täglichen Leben von über der Hälfte aller Internet-Nutzer gefunden. Es überwiegt die private Kommunikation zwischen den Nutzern, dennoch vergeht kaum eine Woche, in der nicht Neuigkeiten oder politische Themen über das Social Web ihren Weg in die Nachrichten finden. Lange Zeit sah es so aus, als verdränge Facebook alle anderen Konkurrenten – wie es eBay oder Google gemacht haben – und könne nicht mehr gebremst oder gar eingeholt werden.

Doch nun ist mit Google+ ein potenter Konkurrent angetreten. Innerhalb von weniger als sechs Monaten erreicht Google+ über ein Drittel der Internet-Nutzer. Alle eher privat ausgerichteten Netzwerke verlieren weiter an Nutzern, die geschäftlichen Anbieter LinkedIn und XING profitieren jahreszeitlich bedingt.

Die Nutzungshäufigkeit von Google+ in der gesamten Internet-Nutzerschaft hat einen beachtlichen Umfang angenommen. Während Facebook gut ein Drittel der Internet-Nutzer fast täglich anzieht, sind es bei Google+ schon ein Sechstel. Rund 60 % aller Facebook-Nutzer schauen fast täglich bei Facebook vorbei, bei Google+ sind es 49 %.

Werfen wir nun einen Blick auf die mindestens wöchentlich aktiven Social Networker, denn dort ist das Wachstum von Google+ noch höher: Mit 45 % liegt Google+ schon bei der Hälfte der Nutzung von Facebook. Im Gegenzug sinkt bei Facebook das Wachstum leicht.

Für Google ist Google+ ein großer Erfolg bei den deutschsprachigen Internet-Nutzern. Jeder Google+-Nutzer legt sich eine Google ID zu, welche alle anderen Google Angebote mit wenigen Klicks nutzbar macht.

W3B-Reports zur Nutzung von Social Networks mit weiteren Auswertungen sind im Dezember 2011 erschienen.
Der W3B-Report »Facebook, Google+ & Co.« profiliert die Nutzer der führenden Networks und liefert aktuelle Daten über Bewertungen und Nutzerverhalten aus der Perspektive der Networker. Der Report bietet Entscheidern aus dem Bereich Social Media und Social Commerce damit eine wichtige Orientierungshilfe in der neu gestalteten Landschaft der sozialen Netzwerke.

November 26 2011

Iran: Social networks blamed for terror plots

Commander-in-Chief of the Iranian Police says social networks have been used for terror plots in Iran. Esmaeil Ahmadi Moghadam has urged ECO countries to establish a unified intelligence system to thwart these crimes.

November 16 2011

Das Internet als Spieleplattform:Online-Games erfreuen sich großer Beliebtheit

Die Einsatzbereiche des Internet sind groß. Es dient seinen Nutzern vor allem zur Informationssuche, zum Online-Einkauf, zur Kontaktpflege – und auch zur Unterhaltung.
So spielt jeder dritte Internet-Nutzer bereits Online-Games (34 %). Im Alterssegment der unter 30-Jährigen liegt der Anteil an Online-Gamern sogar bei fast 50 %. Und immerhin: Fast jeder fünfte (17 %) Internet-Nutzer im Alter von 60 plus nutzt das Internet zum Spielen. Interessant ist die Tatsache, dass ein höherer Anteil der Frauen das Internet zum Spielen nutzt (37 %) als dies bei den männlichen Internet-Nutzern (32 %) der Fall ist.

Die beliebtesten Online-Games sind Unterhaltungsspiele, gefolgt von Denksportspielen und klassischen Spielen wie Karten-, Brett-, Würfelspielen. Und auch zum vernetzten Spielen wird das Internet genutzt: Jeder vierte Online-Gamer spielt mit anderen Internet-Nutzern gemeinsam.

Eine differenzierte Betrachtung des Spielverhaltens im Geschlechtervergleich zeigt, dass weibliche Internet-Nutzer eher Denksport-Spiele und klassische Spiele spielen und auch vergleichsweise häufig an Online-Gewinnspielen teilnehmen. Männliche Internet-Nutzer bevorzugen hingegen häufiger Unterhaltungsspiele und Multiplayer-Spiele und sind auch eher bei Glücks- und Casinospielen aktiv.

Auch in Social Networks wie Facebook gehen viele Spiele-Freunde ihrem Hobby nach. Der Spiele-Markt auf Facebook boomt. Insgesamt gibt jeder zehnte Social-Networker an, auf Social Networks zu spielen, was in Anbetracht der großen Zahl der Social Networker ein enormes Marktpotential darstellt. Interessant ist auch hier ein Geschlechtervergleich: So liegt der Frauenanteil unter den Gamern in Social Networks bei 61 % (Frauenanteil in Social Networks insgesamt liegt bei 45 %). Hierauf müssen sich Spiele-Entwickler und Marketer einstellen, wenn es um die Konzeption von Spielen und Marketingmaßnahmen in Social Networks geht.

Der W3B-Report »Spieler und Spiele im Internet« mit weiteren Auswertungen ist im Juni 2011 erschienen.

August 24 2011

Die Meinung Anderer beeinflusst die Kaufentscheidung online sehr oft

Für Online-Nutzer ist das Internet eine unverzichtbare Informationsquelle für die Vorbereitung einer Kaufentscheidung, so viel ist längst bekannt. Doch woher bezieht ein Online-Käufer seine Informationen? Wer oder was bewegt sie letztendlich zum Kauf oder Vertragsabschluss? Und führt heute noch ein Weg am Internet und dem Social Web vorbei?

Die W3B-Studie ging diesen Fragen nach und befragte deutschsprachige Internet-Nutzer zu ihrem letzten Online-Einkauf. Die Ergebnisse sind deutlich: Sie belegen die enorme Bedeutung von Meinungen, Bewertungen und Empfehlungen anderer Personen für die eigene Kaufentscheidung.

Zwar liegen im Ranking der genutzten Informationsquellen Testberichte – sei es aus dem Netz oder aus Zeitschriften – mit rund 29 % auf Platz eins der Nennungen. Doch den Meinungen und Empfehlungen Anderer kommt eine mindestens ebenso wichtige Rolle zu: Fast jeder fünfte Befragte gibt an, dass er sich vor seinem letzten Online-Kauf von Freunden bzw. Bekannten beraten ließ. Und jeder Vierte hat sich auf Produktbewertungen von anderen – zumeist nicht persönlich bekannten – Internet-Nutzern verlassen.

Zwei viel beachtete Informationsquellen erreichen hingegen (noch) keinen Platz unter den »Top 10«: Sowohl Social Network-Sites wie Facebook als auch Weblogs von Unternehmen/Marken wurden von weniger als 2 % der Befragten im Rahmen der Vorbereitung ihres letzten Online-Kaufs aufgesucht.

Auffällig ist, dass Web-Kunden ihre Informationskanäle je nach Produktgattung sehr gezielt auswählen und nutzen. Und dabei sind nicht immer Online-Informationsquellen die allererste Wahl.

Zur Vorbereitung von Computer- und PC-Käufen beispielsweise sind Testberichte mit Abstand am wichtigsten, gefolgt von Produktbewertungen anderer Nutzer. Bei Spielwaren sehen die Präferenzen der Nutzer in Sachen Informationsbeschaffung vor dem Kauf ähnlich aus, wobei hier das Informationsbedürfnis insgesamt nicht so stark ausgeprägt ist. Bei Online-Modekäufen kann der gedruckte Katalog durchaus noch mit dem Webshop mithalten; auch Meinungen anderer Online-Nutzer finden oft Beachtung. Vor dem Buchkauf via Internet wird der größte Wert auf Empfehlungen Anderer gelegt. Dabei fließen Meinungen von Bekannten und Freunden häufiger in die Kaufentscheidung ein als die von anderen (unbekannten) Internet-Nutzern.

Fazit: Das Interesse kaufwilliger Onliner an Meinungen, Bewertungen und Empfehlungen Anderer ist sehr hoch. Dies gilt jedoch längst nicht für jeden Kauf, jedes Produkt bzw. jeden Käufer. Und auch der Absender der Meinung spielt eine große Rolle: Manchmal sind persönlich bekannte Empfehler gefragt – manchmal eher ein Online-Bewertungsportal. Für Informationsquellen aus dem Social Web konnte für die Kaufentscheidung noch kein nennenswerter Stellenwert ermittelt werden.

Der W3B-Report »Kaufentscheidung im Internet« sowie »Social Web: Nutzung und Potentiale« mit weiteren Auswertungen ist im Juni 2011 erschienen.
Diese W3B-Reports geben detaillierte Einblicke in das Informationsverhalten von (potentiellen)
Online-Käufern sowie Social Media-Nutzern.

July 08 2011

02mydafsoup-01

A
commentary by the Diaspora* community in respond to the ongoing Google+ hype

(in case you would like to have a look in it - meanwhile the registration is unlimited - https://joindiaspora.com/  -  oAnth)

June 29 2011

An Facebook führt kein Weg mehr vorbei

Die Nutzung von Social Networks steigt rasant, doch nicht nur sie: Mit ihr nimmt die Konzentration im Segment der sozialen Netzwerke immer mehr zu. Der Ausgang scheint absehbar. Schon bald könnte an Facebook kaum noch ein Weg vorbei führen.

Aktuell ist bereits jeder zweite deutschsprachigen Internet-Nutzer wöchentlich in Social Networks unterwegs. Damit hat sich das Segment der sozialen Netzwerke im Ranking der Web 2.0-Angebote des Mitmach-Internet auf Platz eins vorgearbeitet: Es liegt mit 50 % wöchentlichen Nutzern nun vor Wikis mit 47 % und Social Shopping-Websites mit 22 % .
Dabei ist es kein Geheimnis, dass Facebook in seinem Netzwerk mit Abstand die meisten Nutzer vereint: 54 % der von W3B befragten deutschsprachigen Internet-Nutzer besuchen das bekannte Network. Es folgen auf Platz zwei und drei Xing mit 25 % und Wer-kenn-wen.de mit rund 20 %.

Doch Facebook kann nicht allein mit dem größten Nutzeranteil, sondern auch mit den aktivsten Nutzern aufwarten: Die W3B-Trendbetrachtung zeigt, dass Facebook seine Führungsposition in punkto Aktivitätsgrad weiter ausbaut: Mehr als drei Viertel der Facebook-Nutzer sind mindestens wöchentlich in »ihrem« Network anzutreffen. Kein anderes soziales Netzwerk kann hierbei vergleichbare regelmäßige Nutzerzahlen aufweisen: Das Business-Network von Xing wird von 14 % seiner Nutzer mindestens wöchentlich besucht, bei Wer-kennt-wen.de liegt dieser Wert bei 12 %.

Bei Betrachtung der Nutzer werden die »Facebook-Potentiale« schnell erkennbar: So zeigt sich beispielsweise, dass viele Facebook-Nutzer überdurchschnittlich häufig online einkaufen. Während in der Internet-Gesamtnutzerschaft jeder Zweite innerhalb der letzten Woche online eingekauft hat, sind es unter den Facebook-Networkern über 58 %. Vor allem trendbewusste Facebook-Nutzer gehören zu den aktiven Webshoppern, aber auch 30- bis 40-jährige Nutzer und markenorientierte Facebooker. Relativ gering hingegen fällt das E-Commerce-Potential in der Zielgruppe der sehr jungen Facebook-User aus: Hier zählen nur 33 % zu den Webshopping-Affinen.

Ein weiteres interessantes Resultat ist, dass ein hoher Anteil der Facebook-Nutzer für das nächste Halbjahr die Anschaffung eines eigenen Smartphones plant. Während im Internet-Durchschnitt immerhin 15 % ein Smartphone auf ihrer Kaufliste notiert haben, sind es bei den Facebook-Nutzern sogar 5 Prozentpunkte mehr, nämlich 20 %! Als besonders smartphone-affin erweisen sich dabei die markenorientierten Facebook-Nutzer. Unter ihnen haben 25 % vor, sich innerhalb der nächsten sechs Monate ein Smartphone zuzulegen.

Fazit: Die Facebook-Nutzer gelten aus Sicht von Unternehmen durchaus zu Recht als attraktive Zielgruppe. Angesicht der Dominanz von Facebook bedeutet ein Social Media-Engagement eines Unternehmens damit immer häufiger eine Fokussierung auf Facebook und seine Nutzer.

Der W3B-Report »Social Web: Nutzung und Potentiale« mit weiteren Auswertungen ist im Juni 2011 erschienen.
Für das Facebook-Engagement liefert der W3B-Report wertvolle Einblicke: Die Daten reichen tief in die Profile, Stukturen und Präferenzen der Facebook-Nutzerschaft. Einzelne Facebook-Zielgruppen werden dabei detailliert profiliert: Von der Facebook-Nutzerin im Teenie-Alter über den markenorientierten Facebooker bis hin zum aktiven Fan und Follower.

June 15 2011

Warum Internet-Nutzer zu »Fans« werden

Die Social Network-Nutzerschaft wächst stetig (drei von vier Internet-Nutzern zählen heute bereits dazu) – und damit ihre Attraktivität für Online-Marketing und -Vertrieb. Doch bleibt dieser vielbeachteten Zielgruppe noch Zeit, das Werben von Marken und Unternehmen im Social Web um ihre Aufmerksamkeit zu bemerken? Gibt es überhaupt Platz für Social Media-Präsenzen in Social Networks?

Ja, es gibt ihn – wenn auch nicht in der ersten Reihe. Zwar geben rund 40 % der Social Network-Nutzer an, sich nie mit Unternehmenspräsenzen oder Werbung im Social Web zu befassen. Dennoch: Immerhin jeder Fünfte besucht zumindest gelegentlich Fan-Seiten von Marken oder Unternehmen in Social Networks. Jede Achte tut dies sogar häufig.
Auch die Kerngruppe »Fans« und »Follower« weist mittlerweile eine beachtliche Größe auf: 46 % der Social Networker geben an, sich schon als »Fans« bzw. »Follower« von Marken, Produkten oder Unternehmen eingetragen zu haben.

Die meisten Fans und Follower (55 %) sind bis dato jedoch mit maximal einer Handvoll Marken bzw. Unternehmen verbunden. Nur wenige (15 %) sind auf Social Network-Websites und/oder Twitter bei mehr als 20 Marken oder Firmen Fan, Follower oder Freund. Diese Personen weisen gegenüber dem durchschnittlichen Social Networker keine demographischen Besonderheiten auf. Die Fans fallen jedoch durch ihre insgesamt sehr aktive Online-Nutzung auf – im Social Web und vor allem auch im Bereich Online-Shopping.

Doch warum wird ein Social Networker ein Fan oder Follower? Tut er dies »einfach so,« oder, was Unternehmen sich erhoffen, aus konkreten Beweggründen? Die allermeisten Nutzer werden nicht grundlos Fan bzw. Follower: Lediglich 3 % der befragten Fans gaben an, ohne bestimmten Grund mit Unternehmen oder Marken verbunden zu sein. Die übrigen nannten hierfür ein oder mehrere handfeste Motive.

Die meisten (rund 60 %) sind Fans bzw. Follower, weil sie auf diese Weise Neuigkeiten und Events von den Marken bzw. Unternehmen erfahren möchten. Fast ebenso wichtig ist es für die Fans und Follower, diese Verbundenheit auch zu bekunden: Immerhin 44 % möchten durch ihren Fan-Status ihren Freunden bzw. Kontakten zeigen, dass ihnen die Marke bzw. das Unternehmen gefällt. 38 % erhoffen, durch das Fan-Sein Vergünstigungen oder besondere Angebote zu bekommen – und fast genau so viele möchten einfach dem Anbieter ihre Sympathie bzw. Verbundenheit zeigen.

Fazit: Fan oder Follower werden die meisten aus ganz konkreten Beweggründen. Diesen Aktivierungsgrad zu erhalten und zu fördern, ist die Aufgabe und die Herausforderung für alle im Social Web aktiven Unternehmen. Gelingen kann dies, wenn die Anforderungen und Vorstellungen der (potentiellen) Fans und Follower bekannt sind – und ihnen mit zielgruppenadäquaten Social Web-Aktivitäten begegnet wird.

March 08 2011

Reise-Websites und das Social Web

Das Social Media-Engagement ist auch für Reiseunternehmen eine wichtige Herausforderung. Doch während für bestimmte Reise-Websites die Präsenz in Social Networks durchaus vielversprechend erscheint, spielt es für andere eine deutlich untergeordnete Rolle. Während unter den Nutzern von ryanair.com fast jeder zweite mindestens einmal pro Woche »sein« Social Network aufsucht, sind bei sehr vielen Reise-Websites im Vergleich zum Internet-Durchschnitt nur verhältnismäßig wenige aktive Networker zu finden. Ein Großteil der Reise-Website-Besuchern zeigt sich eher unterdurchschnittlich Social Web-affin.

Ingesamt befindet sich die Nutzerzufriedenheit der führenden deutschen Reise-Websites auf einem ausgesprochen hohen Niveau. Doch ein Blick auf die Details ist sehr aufschlussreich. So fällt beispielsweise der Anteil der Nutzer, die besuchte Reise-Websites an Freunde oder Bekannte weiterempfehlen würden, je nach Website sehr unterschiedlich aus. Mit 64 % erzielt hier holidaycheck.de den mit Abstand höchsten Wert. Es folgen condor.com und hrs.de, die eine Weiterempfehlungsquote von 51 % bzw. 50 % erreichen. Der niedrigste Weiterempfehlungswert liegt bei nur 28 %.

Insgesamt honorieren die Nutzer von holidaycheck.de das Konzept, die Bewertungen der Reisenden in den Mittelpunkt zu stellen. Die Social Network-Aktivität der Besucher von holidaycheck.de liegt mit 31 % unter dem Durchschnitt.

Der W3B-Report »Benchmarking Reise-Websites« mit weiteren Auswertungen ist im März 2011 erschienen.

February 14 2011

Facebook wächst und wächst und wächst

Eine deutsche Ministerin rät von der Nutzung ab, die Verbraucherschützer fordern einen Boykott – aber die Mitglieder lieben Facebook und täglich werden es mehr.
Der virtuelle Börsenwert von Facebook wird mittlerweile auf 50 Milliarden Dollar (50.000.000.000) taxiert, die Zahl der Mitglieder ist in sechs Monaten um weitere 100 Millionen auf 600 Millionen angewachsen. Facebook hat etwas Magisches, was jeden Nutzer über Warnungen oder Kritik hinwegsehen lässt – und die werbetreibenden Unternehmen anlockt.

Die Ergebnisse der W3B-Studie dokumentieren das ungebrochene Wachstum bei den regelmäßigen (wöchentlichen) Networkern bei Facebook: 64,4 %! XING, das nun das mit 18,4 % Nutzungsanteil zweitgrößte Netzwerk, kann sich mit der Positionierung auf berufliche Kontakte derzeit noch glücklich schätzen. Alle anderen Social Networks scheinen Nutzer an facebook zu verlieren.

Über 40 % aller Internet-Nutzer sind bei Facebook

Facebook ist das dominante deutschsprachige Social Network, die StudiVZ-Gruppe ist mit 32,7 % vor XING der zweitgrößte Anbieter. Linkedin, ein Mitbewerber von XING, wächst weiterhin langsam.

Insgesamt steigt die Anzahl der Nutzer von Social Networks wieder an. Nach einer Stagnation vor einem Jahr beobachten wir nun auch eine leichte Steigerung der Nutzung: die mindestens einmal wöchentliche Nutzung steigt um 3,9 % auf 39,2 %.

Und was wurde eigentlich aus Google Me? Facebook-Killer und dann doch nicht? Gerüchten nach sei die Entwicklung nicht vor dem Frühjahr 2011 reif – wir bleiben gespannt!

Der W3B-Report »Nutzer von Social Networks: Zielgruppen für Marketing und Vertrieb« mit weiteren Auswertungen ist im Februar 2011 erschienen.

July 20 2010

Kontinent Facebook: Wieviel Platz ist für weitere Social Networks?

Facebook ist mit 500 Millionen Nutzern ungefähr so »bewohnt«, wie Nordamerika. Gut, nur 200 Millionen nutzen Facebook täglich und ungefähr 10 Millionen Nutzer aus Deutschland mindestens monatlich. Allein diese Zahlen sind schon sehr beeindruckend. Facebook kann auch vieles – besonders hiesigen Managern von anderen Social Networks Angst machen. Und die haben sie auch zu Recht.

Vor zwei Jahren ging die deutschsprachige Version von Facebook online, die Aufholjagd auf studiVZ & Co. war also eröffnet. Im Herbst 2008 war das Erstaunen groß, als Wer-kennt-wen? schneller wuchs als Facebook. Grund genug, um aktuell zu schauen, wie sich die Marktanteile entwickelt haben.

Ein Drittel aller Internet-Nutzer sind schon bei Facebook

Facebook hat es geschafft und ist 2010 das dominante deutschsprachige Social Network, mit Abstand folgen Xing und Wer-kennt-wen?, dann studiVZ.

Ja, aber: Richtig, interessant sind die regelmäßigen Networker. Hier wird das Wachstum und die Position von Facebook erst recht deutlich – studiVZ ist gerade einmal halb so groß, wie das amerikanische Vorbild. Deutlich zu sehen ist auch, wie das Kriesenjahr 2009 bei Xing zu einem temporären Anstieg der Nutzung geführt hat.

Und jetzt sehen wir auch, weshalb alle Manager Angst bekommen haben: Facebook wächst auf Kosten der anderen Networks. Der Gesamtmarkt stagniert zwar, der Netzwerkeffekt arbeitet für kräftig Facebook, die Mitbewerber werden verdrängt. Wieviel Platz bleibt für Xing, studiVZ oder gar ein Google Me?

June 24 2010

Social Networks im »Reality Check«: Mehr passive als aktive Networker

Die Zugriffszahlen auf Facebook, MySpace & Co. sind auf Wachstumskurs – ebenso das Interesse der Fachwelt an Marketing- und Werbemaßnahmen in Social Networks. Viele Marketing- und Kommunikationsspezialisten sind der Meinung, dass moderne Kommunikationsstrategien ohne soziale Netzwerke nicht mehr auskommen. Grund genug Nutzer und Nutzung von Social Networks aus der Nachfragerperspektive näher zu betrachten – über 7.500 deutschsprachige Besucher von sozialen Netzwerken wurden zu diesem Zweck befragt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Bedeutung von sozialen Netzwerken im deutschsprachigen Internet in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist – und dass nun offensichtlich ein Sättigungspunkt erreicht ist. Im Vergleich zum Herbst 2009 konnten sich die Nutzeranteile nicht steigern. Insgesamt besuchen heute 62% der Nutzer Social Networks; der Anteil der regelmäßigen Besucher (Nutzung mindestens einmal pro Woche) stagniert bei 35%.

Ein Drittel der Internet-Nutzer besucht Social Networks wöchentlich

Fittkau & Maaß Consulting nahm die regelmäßigen Network-Besucher, die mit 35% immerhin gut ein Drittel der Internet-Gesamtnutzerschaft ausmachen, genauer unter die Lupe – und fand zweierlei heraus:
Zum einen geht unter den regelmäßigen Network-Besuchern nicht einmal jeder Dritte (28%) davon aus, dass er seine Network-Nutzung zukünftig noch intensivieren wird.
Zum anderen ist längst nicht jeder regelmäßige Network-Besucher auch tatsächlich aktiv: d.h. dass er in »seinem« Network vorwiegend kommuniziert, Inhalte selbst verfasst oder kommentiert. Zum Kreis dieser aktiven Social Networker zählen lediglich 40% der regelmäßigen Network-Besucher. Der größere Teil (55%) verhält sich nach eigenen Angaben vorwiegend passiv bzw. beobachtend.

Kommunizierende und gestaltende Nutzer sind in der Minderheit

Hochgerechnet auf die Gesamtnutzerschaft bedeuten diese Daten: Nur 14% aller Internet-Nutzer sind aktiv kommunizierende, gestaltende Social Networker.

Wo findet man sie nun, die wirklich aktiven Social Networker? Die W3B-Resultate zeigen, dass hinsichtlich des Aktivitätsgrades nicht der Marktführer Facebook, sondern MySpace an erster Stelle steht: In diesem Netzwerk findet sich mit 56% mit Abstand der höchste Anteil der wirklich aktiven Networker.

Höchster Anteil aktiver Social Networker bei MySpace

Nicht nur der Aktivitätsgrad, auch Nutzerprofile und Nutzungsmotive, Nutzungsverhalten und -ziele der User der führenden Network-Sites unterscheiden sich zum Teil sehr deutlich voneinander. Die Ergebnisse hierzu sind in der neuen W3B-Studie »Nutzer von Social Networks: Zielgruppen für Marketing und Vertrieb« dokumentiert.

Der W3B-Report »Nutzer von Social Networks: Zielgruppen für Marketing und Vertrieb« mit weiteren Auswertungen ist im Juni 2010 erschienen.

May 17 2010

Privacy is not dead

Privacy is not dead. Privacy – and control over various options more generally – is only becoming more important.
It seems Web 3.0 will emphasize the facilitation of Choice (which includes the possibility to easily control privacy settings).

It looks like Facebook has gone the opposite way, missing the opportunity to become the Universal Platform for the three big C’s: Control, Choice and Customization. Facebook succeeds in doing all kinds of 2.0 things, but these don’t seem to be enough for the next round, which is expected to revolve around the key 3.0 components: Control, Choice and Customization.

The real nature of Twitter is its Free Advertising Business Model. There is nothing “social” about Twitter following. Following in Twitter is a Consumers’ subscription to receive information from Advertisers, using Twitter’s Free Advertising Engine.

And of course, Buzz is simply Google’s implementation of the idea of Twitter. By focusing on asymmetrical following, Twitter and Buzz are the facilitators of Choice. Their more mature versions, including Twitter Annotations and Buzz API, is the beginning of Web 3.0 – the Web of Choice.


February 09 2010

Neuer Klicksafe-Text: Datenschutz in sozialen Netzwerken

Facebook, XING, StudiVZ und Co. werden immer beliebter: In Deutschland nutzen Millionen von Nutzern soziale Netzwerke. Dabei sammeln die Anbieter jede Menge Daten. Was dürfen sie damit machen? Worauf sollten Nutzer von sozialen Netzwerken achten? Wie können sie ihre Daten am besten vor Missbrauch schützen? Neuer Text vonValie Djordjevic jetzt online bei Klicksafe und iRights.info.

February 07 2010

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Neda Soltan (to the left) vs. Neda Soltani (to the right)


"... This story is not just about a fiasco by the media in the artificial hectic they create when news gathering. This story also describes a cock-up created by the social media. The masses have the power in internet not only to expose lies, the masses can also create their own “truth” and defend it no matter how wrong. Few blogs bother to report the mistake. None of them had profile enough to be taken seriously...."

"... Die Geschichte ist nicht nur die Geschichte des Versagens der traditionellen Redaktionen in hektischen Nachrichtenzeiten. Diese Geschichte beschreibt auch das Versagen der sozialen Medien. Die Masse hat im Netz nicht nur die Macht, Lügen zu entlarven. Die Masse kann auch eigene Wahrheiten erschaffen und verteidigen. Egal wie falsch die sind. Nur sehr wenige Blogs berichteten über den Fehler. Keiner wurde so ernst genommen, dass er die Macht gehabt hätte, den Irrtum zu korrigieren. ..."





















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The story of Neda Soltani - A story of what media can do to an innocent person
Ruhrbarone, 2010-02-05


She who was presumed dead sat opposite me. She talked, she laughed, but sometimes I could feel her fear. Neda Soltani had to flee, she had to leave her homeland. Everything seems so different here at this obscure address near Frankfurt am Main - the snow, the frost, the rain, the inclement streets. It is a foreign country for this young woman.

Almost everyone in the world knows Neda Soltani’s picture. It appeared on TV and the Internet and in the newspapers in almost every house as the picture of someone who had died. This well-known portrait shows a young brown-eyed woman carefully made-up. The veil, obligatory in Iran, is pushed back slightly. One can see the beginnings of luxuriant hair. She smiles, gently, a bit innocent but friendly.

[...]

The story of her photo began on June 20th 2009. That day a young woman was shot down near Kargar Avenue in Teheran at 7 p.m. local time. She fell on her back and blood ran out of her mouth. On doing so she stared into a mobile camara, wounded, terrified and helpless. She died shortly afterwards on the way to hospital. The pictures of the dying woman appeared on Youtube.

The big TV stations soon got wind of the dying woman from Bloggers and Twitter. Editors tried to identify the woman. Pressed for time, they looked for pictures. Neda, her first name could be heard on Video. The internet quickly turned up a surname: Soltan, student at the Azad University in Teheran. Sombody used these data to search in Facebook.

Neda Soltani also had a profile there. There is not much accessible to the public in it. Only Neda’s friends had free access to the contents. But her photo was accessible at that time to every body.

It is not possible, anymore, to reconstruct who it was exactly who first gained access to the international portal for students, managers and housewives. It is also impossible to identify who it was who mistook the photo of Neda Soltani (below on the right) for that of the murdered Neda Soltan(below on the left).

But the fact is that on the night of June 21st 2009 someone copied the photo of the living Neda Soltani from her Facebook profile. It was sent to all the social networks, blogs and portals. Soon it was being used by CNN, BBC, CBS, ZDF, ARD and every other conceivable station. It was printed in the newspapers and magazines of dozens of countries. It all happened simultaneously world wide.

The photo of this young woman became the symbol of the freedom fight in the Persian Gulf. Furious people carried the picture of this alleged martyr before them in demonstrations. They carried it on their T-shirts and built alters to her. “The Angel of Iran” they called her.

How could it come to this photo swap? Soltani is a common name in Iran. Something like Miller probably. Neda is also not unusual. ...

[...]

She wrote to the ‘Voice of America’, a popular broadcasting station in Iran. She told them that there had been a mistake, they had the wrong photo. She sent them her real photo as proof and asked the editors to make a comparison. Her photo was her. Neda Soltani never expected what then happened.

“Voice of America” broadcasted this new picture as a new picture of the dead Neda and CBS took it up. Neda Soltani got frightened. Everything she did to get back her true picture seemed useless.

She took her photo out of her Facebook profile so that nobody could make more copies of it. The next stone began to roll. Suspecting a censure her photo was copied in dozens and hundreds of Facebook pages all over the world. Blogs fixed it and Twitter sent it.

It was as if her own identity was subtracted from the photo and replaced by the longings of thousands of people. The smiling face of one presumed dead became the icon for an innocent victim in the freedom fight.

[...]

This story is not just about a fiasco by the media in the artificial hectic they create when news gathering. This story also describes a cock-up created by the social media. The masses have the power in internet not only to expose lies, the masses can also create their own “truth” and defend it no matter how wrong. Few blogs bother to report the mistake. None of them had profile enough to be taken seriously.

[...]

She couldn’t stay any longer. She had to disappear out of Iran. She fled to the west on July 2nd 2009 without saying farewell to her parents. She had to use her savings to pay her helpers. She fled with nothing in her hands except a rucksack, a small rucksack. She fled via Greece to Germany. She had a cousin here in Bochum. That is now her family.

Eventually the BBC Online reported the false identity on 3rd July 2009 in a weekly column about social networks. It was published directly after a report on the conspiracy theories about Michael Jackson’s death. The BBC commented, that this case was an excellent example of the danger involved when the mass media use pictures taken from the social networks.

One would have thought that that was the end of it. “My friends said, wait a day and all will be well. But days passed and nothing was good,” said Neda Soltani.

[...]

Although the photo of the dead Neda has been known for months the wrong picture still appears in Spiegel-Online, in the New York Times and in the Online edition of the Süddeutschen Zeitung. Even the AFP news agency used a version of the picture.

Almost all of these pictures have one thing in common: often they are photos taken by photographers. They show people inserting an icon into a camera. They are photos of a wrong picture.

[...]

In November CNN made a report on Iran; they used Neda Soltani’s picture again. She wrote to CNN and asked them to erase her picture.

The answer she got was an automatic Email asking for her understanding that not all enquiries could be personally answered. The Email was signed “CNN, The Most Trusted Name In News.”

Her picture doesn’t belong to her anymore. It belongs to CNN and all the others.


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Die unglaubliche Geschichte der Neda Soltani - vom Versagen der Medien und der “Social Networks”
Ruhrbarone, 2010-02-05

[....]

Mir gegenüber sitzt die Todgesagte. Sie redet, sie lacht, manchmal merke ich, dass sie Angst hat. Neda Soltani musste flüchten, sie hat ihre Heimat verlassen. Sie sagt, hier in diesem Kaff bei Frankfurt am Main sei alles anders. Schnee, Frost, Regen und kalte Straßen mit kalten Gesichtern. Ein fremdes Land für die jungen Frau.

Das Bild von Neda Soltani kennt fast jeder auf dieser Welt. Es kam über die Sender, das Internet und die Zeitung in so gut wie jedes Haus als das Bild einer Toten. Dieses bekannte Portrait zeigt eine junge, vorsichtig geschminkte Frau mit braunen Augen. Der im Iran gesetzlich vorgeschriebenen Schleier ist eine Handbreit zurückgeschoben. Man sieht den Ansatz ihres kräftigen Haares. Sie lächelt, ein wenig weich, ein wenig unschuldig, freundlich.

[...]

Die Geschichte ihres Fotos beginnt am 20. Juni 2009. Damals wurde in der Nähe der Kargar Avenue in Teheran gegen 19:00 Uhr Ortszeit eine junge Frau niedergeschossen. Sie fiel auf den Rücken, aus ihrem Mund lief Blut. Dabei starrte sie in eine Handykamera, verletzt, voller Angst, wehrlos. Sie starb wenig später auf dem Weg ins Hospital. Die Bilder der sterbenden Frau wurden auf Youtube hochgeladen.

Alarmiert durch Blogger und Twitter stoßen bald große Sender auf das Sterben der Frau. Redakteure versuchen sie zu identifizieren. In Zeitnot suchen sie Bilder der Toten. Ihr Vorname, Neda, war im Video zu hören. Schnell kommt über das Netz ein Nachname: Soltan, Studentin der Islamic Azad Universität in Teheran. Irgendwer sucht mit diesen Daten bei Facebook.

Hier unterhält auch Neda Soltani eine Seite. Öffentlich zugänglich ist hier nicht viel. Neda Soltani hat ihre Inhalte allein für Freunde freigegeben. In ihrem Profil stand allerdings ein Foto, das damals jeder sehen konnte.

Wer als erster auf ihre Seite im internationalen Portal für Studenten, Manager und Hausfrauen stieß, ist nicht mehr zu rekonstruieren. Genauso wenig ist klar, wer den Fehler machte und die ermordete Neda Soltan (auf dem Foto links) mit Neda Soltani (auf dem Foto rechts) verwechselte.


Auf jeden Fall kopiert irgendwer das Foto der Lebenden in der Nacht auf den 21. Juni 2009 aus deren Facebook-Profil. Es wird über die sozialen Netzwerke, über Blogs und Portale gestreut. Dann wird es über CNN, BBC, CBS, ZDF, ARD und fast jeden anderen denkbaren Sender gesendet. Es wird gedruckt in den Zeitungen und Magazinen dutzender Länder. Es passiert gleichzeitig, es passiert weltweit.

Das Foto der jungen Frau wurde so zum Symbol des Freiheitskampfes am persischen Golf. Auf Demonstrationen trugen die wütenden Menschen das Abbild der vermeidlichen Märtyrerin vor sich her. Sie trugen es auf ihren T-Shirts und bauten ihm Altäre. Sie riefen: „Engel des Iran“.

Wie konnte es zu dem verwechselten Foto kommen? Soltani ist ein gewöhnlicher Name im Iran. Wie Meyer oder Müller vielleicht. Auch Neda ist nicht ungewöhnlich.

[...]

Sie schrieb an den im Iran populären Sender Voice of America. Sie schrieb, dass es ein Irrtum sei. Dass sie das falsche Foto hätten. Als Beweis schickte Neda Soltani ein weiteres Foto von sich. Und schrieb: Die Redaktion könne ja vergleichen. Das sei auch sie. Neda Soltani hat nicht damit gerechnet, was dann passierte.

Voice of America verbreitete nun dieses zweite Foto als neues Bild der verstorbenen Neda und CBS griff es auf. Neda Soltani bekam Angst. Alles was sie tat, um ihr Bild zurück zu gewinnen, schien nutzlos.

Sie löschte das Foto auf ihrer Facebook-Seite. Damit es niemand mehr runterladen kann. Der nächste Stein kam ins Rollen. Zensur wähnend, wurde ihr Foto kopiert, dutzende, hunderte Facebook-Seiten auf aller Welt spiegelten ihr Bild. Es wurde in Blogs fixiert und bei Twitter versandt.

Es war, als sei ihre eigene Identität aus dem Foto gelöscht und stattdessen mit den Sehnsüchten tausender Menschen aufgeladen. Das lächelnde Gesicht der Tod Geglaubten gerann zur Ikone eines unschuldigen Opfers im Freiheitskampf.

[...]

Die Geschichte ist nicht nur die Geschichte des Versagens der traditionellen Redaktionen in hektischen Nachrichtenzeiten. Diese Geschichte beschreibt auch das Versagen der sozialen Medien. Die Masse hat im Netz nicht nur die Macht, Lügen zu entlarven. Die Masse kann auch eigene Wahrheiten erschaffen und verteidigen. Egal wie falsch die sind. Nur sehr wenige Blogs berichteten über den Fehler. Keiner wurde so ernst genommen, dass er die Macht gehabt hätte, den Irrtum zu korrigieren.

[...]

Sie konnte nicht mehr bleiben. Sie musste aus dem Iran verschwinden. Ohne von ihren Eltern Abschied zu nehmen, floh sie am 2. Juli 2009 in den Westen. Ihre Ersparnisse bekamen Fluchthelfer. Mit nichts in den Händen als einem Rucksack, einem kleinen Rucksack, ging sie los. Sie floh über Griechenland nach Deutschland. Hier hat sie einen Cousin. In Bochum. Der ist jetzt Ihre Familie.

Am 3. Juli 2009 brachte endlich BBC Online eine Nachricht über die falsche Identität in einer Internet-Wochenschau über soziale Netzwerke. Direkt hinter den Verschwörungstheorien zum Tod von Michael Jackson. BBC Online kommentierte: „Dieser Fall ist ein herausragendes Beispiel für die Gefahren, wenn Massenmedien Bilder aus sozialen Netzwerken im Internet verbreiten.“

Man hätte nun erwarten können, dass es damit ein Ende findet. „Meine Freunde haben mir gesagt, warte noch einen Tag. Dann wird alles gut. Doch es vergingen die Tage und nichts wurde gut“, sagt Neda Soltani.

[...]

Obwohl das Foto der toten Neda seit Monaten bekannt ist, taucht noch immer das Bild der falschen bei Spiegel-Online auf, in der New York Times oder in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung. Selbst ein Bild der Nachrichtenagentur AFP zirkuliert noch durch die Archive.

Eines ist allen diesen Bildern gemein: Es sind meist Aufnahmen von Fotos. Sie zeigen Menschen, die eine Ikone in die Kamera strecken. Bilder eines falschen Bildes.

[...]

Als CNN im November einen Bericht zum Iran brachte, war der wieder mit dem Foto von Neda Soltani illustriert. Sie schrieb den Sender an und bat darum, ihr Bild zu löschen.

Als Antwort erhielt sie eine automatische Email, die um Verständnis bat, dass nicht alle Hinweise persönlich beantwortet werden könnten. Unterzeichnet war das Schreiben mit „CNN, The Most Trusted Name In News”.

Das Bild gehört nicht mehr ihr. Es gehört CNN und den anderen.

Diese Geschichte erschien auch im SZ-Magazin.

Reposted bymhariclaireiranelectionfinkregh

Die unglaubliche Geschichte der Neda Soltani

Bei den Ruhrbaronen gibt es “Die unglaubliche Geschichte der Neda Soltani” zu lesen, ein Lehrstück über das Versagen der Medien und der “Social Networks” in der Iran-Berichterstattung, wodurch eine unschuldige Frau unfreiwillig politisches Asyl in Deutschland beantragen musste.

Mir gegenüber sitzt die Todgesagte. Sie redet, sie lacht, manchmal merke ich, dass sie Angst hat. Neda Soltani musste flüchten, sie hat ihre Heimat verlassen. Sie sagt, hier in diesem Kaff bei Frankfurt am Main sei alles anders. Schnee, Frost, Regen und kalte Straßen mit kalten Gesichtern. Ein fremdes Land für die jungen Frau.

Toll geschrieben und sehr traurig.

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