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November 06 2013

Die zynischsten, räuberischsten, raffgierigsten Copyright-Regelungen des Universums

Im Interview erzählt Science-Fiction-Autor und Listen.com-Gründer Rob Reid, wie er auf die Idee kam, einen Roman über Copyright und Aliens zu schreiben. Was ist das Problem mit den Urheberrechten auf der Erde, und wie können Kreative Geld verdienen? 

Rob Reids Roman „Galaxy Tunes“ ist letztes Jahr in den USA unter dem Titel „Year Zero“ erschienen, in diesem Herbst jetzt auf Deutsch. Es geht um Aliens, die die Erde zerstören wollen – soweit nicht außergewöhnlich für einen Science-Fiction-Roman. Und es geht um Urheberrechte, Anwälte und Musik. Der Roman befindet sich in der Tradition von Douglas Adams’ „Per Anhalter durch die Galaxis“ und ist ein wilder Ritt durch Alien-Kulturen, die auf Reality-TV und Popmusik stehen. iRights.info hat ein E-Mail-Interview mit dem Autor geführt.

Rob Reid

Rob Reid ist Autor, Unternehmer und „Urheberrechtsmathematiker”. Seine Firma listen.com baute den Streamingdienst Rhapsody mit auf. Als Autor schreibt er unter anderem für Wired und veröffentlichte die Bücher „Architects of the Web” und „Year One”. Foto: (c) Jeff Lorch

iRights.info: Was war der Ausgangspunkt für das Buch? Wie kamen Sie darauf über Copyright und Lizenzen zu schreiben? Das ist nicht unbedingt ein naheliegendes Thema für einen Roman.

Rob Reid: Ich habe einen etwas ungewöhnlichen Hintergrund für einen Science-Fiction-Autor. In meiner Freizeit bin ich High-Tech-Unternehmer. Im Laufe der Jahre gründete ich eine Reihe von High-Tech-Firmen, in andere investierte ich Geld. Eine davon war Listen.com. Die habe ich 1999 in San Francisco gegründet und einige Jahre geleitet.

Wir brachten damals einen Dienst namens Rhapsody an den Start. Das war der erste Online-Service, der den gesamten Musikkatalog der großen Labels lizenziert hatte – zusätzlich zu hunderten von Independent-Labeln. In den USA ist Rhapsody neben Spotify einer der größeren Anbieter. Wir haben zehn Jahre vor Spotify angefangen – Spotify ist aber inzwischen mehr als zehn Mal so groß.

Durch meine Arbeit bei Listen.com kam ich in Kontakt mit der Welt der Plattenfirmen, und dadurch zum Thema Copyright und Lizenzen, und dem ganzen wahnsinnigen Lobbyismus, der auf den unterschiedlichen Regierungsebenen passiert.

iRights.info: Wieso haben Sie entschieden über dieses Thema einen Science-Fiction-Roman zu schreiben und nicht zum Beispiel eine Reihe von journalistischen Essays?

Rob Reid: Ich war als Kind ein großer Science-Fiction-Fan, und wie die meisten Kinder fand ich Außerirdische ziemlich cool. Aber in jeder Geschichte, die ich las, waren die Außerirdischen uns Menschen technisch und moralisch unendlich überlegen – sie benahmen sich uns gegenüber geringschätzig und waren nicht besonders an unserer Kultur interessiert. Entweder machten sie uns Vorhaltungen, wie grässlich zurückgeblieben wir waren oder sie kamen, um ihre schleimigen Tentakel auf unsere Bodenschätze oder ähnliches zu legen.

Ich dachte immer, wäre es nicht toll, wenn die Außerirdischen auch mal uns großartig finden würden? Aber womit könnten wir die Außerirdischen beeindrucken? Technik fällt aus, weil sie ja das Universum überquert hätten, um uns zu besuchen, während wir kaum über den Mond hinauskommen. Mode könnte es auch nicht sein – schauen Sie sich an, wie wir uns anziehen.

Schließlich – so vor zehn Jahren – kam es mir: Vernunftbegabte Außerirdische müssten unsere Musik lieben. Aber wozu Außerirdische in einem Roman auftauchen lassen, wenn sie nicht die Erde zerstören wollen? Ich war in einem Dilemma: Auf der einen Seite Außerirdische, die unsere Musik liebten, aber auf der anderen Seite über irgendetwas so sauer waren, dass sie unsere Zivilisation vernichten wollten.

Irgendwann fiel es mir ein: Unsere Urheberrechtsgesetze! Genauer gesagt, ich ließ die Außerirdischen beschließen, dass wir die „zynischsten, räuberischsten, raffgierigsten Copyright-Regelungen, die je eine Gesellschaft sich gegeben hatte, im ganzen Universum seit Beginn unserer Zeit“ besaßen. Wenn Sie sich das so überlegen, ist es eigentlich schwer zu glauben, dass es nicht mehr Science-Fiction-Geschichten über die Copyright-Gesetze gibt, oder?

iRights.info: Copyright ist im Augenblick eine ziemlich umkämpfte Angelegenheit. Zugespitzt gibt es ja zwei Lager: Auf der einen Seite die Rechteinhaber, die alles urheberrechtlich schützen wollen, und auf der anderen Seite eine Netzcommunity, die alles frei im Netz zugänglich haben wollen. Auf welcher Seite stehen Sie?

Rob Reid: Ich wurde von Leuten auf beiden Seiten der Debatte als irre bezeichnet, was ein ziemlich gutes Zeichen dafür ist, dass ich zu den Gemäßigten gehöre. Ich glaube daran, dass Kreative für ihre Arbeit bezahlt werden sollten, und dass Künstler – egal in welchem Genre – Musik, Theater, bildende Kunst und so weiter – in eine wirtschaftliche Beziehung mit ihrem Publikum treten sollten, damit sie ihr Leben der kreativen Arbeit widmen können.

Aber ich glaube auch, dass die Rechteinhaber den Gesetzgebungsprozess in einem nicht mehr vertretbaren Ausmaß übernommen haben, was zu unhaltbaren gesetzlichen Regelungen und Urteilen geführt hat. Zum Beispiel: in den USA kann man, wenn man eine einzige Kopie eines Songs illegal ins Internet stellt, haftbar gemacht werden und zwar mit bis zu 150.000 US-Dollar. Das entsprechende Gesetz wurde vom US-Kongress einstimmig angenommen. Zum Vergleich: Im Bundesstaat Kalifornien, wo ich lebe, ist die Höchststrafe für Autofahren unter Alkoholeinfluss 1.000 Dollar. Das steht in keinem Verhältnis.

iRights.info: Viele Künstler sind – zu Recht, schaut man sich die Statistiken an – besorgt, wie sie in der digitalen Welt noch Geld verdienen können. Was würden Sie ihnen raten?

Rob Reid: Der beste Weg, um mit illegalen Angeboten zu konkurrieren, ist es ein tolles Produkt zu einem fairen Preis anzubieten und es in einer Umgebung anzubieten, die illegalen Angeboten überlegen ist. Das war unser Vorgehen bei Rhapsody. Wir geben Dir alle Musik der Welt, wann Du willst und wo du willst, für 10 Dollar im Monat. Man muss schon komplett pleite sein oder aus ideologischen Gründen illegal downloaden wollen, um unlizenzierte MP3 einzeln im offenen Internet zusammenklauben zu wollen.

Ich glaube, E-Book-Shops bieten einen ähnlichen Nutzwert an. Es ist unglaublich einfach, ein E-Book zu kaufen und auf einen Kindle, ein iPad oder ein anderes Gerät herunterzuladen. Der Preis beträgt normalerweise nur einen Bruchteil des physischen Buchs. Die meisten Leute haben gar keine Zeit und Lust, unautorisierte Dateien im Netz zu suchen und dann mit der schrecklichen Formatierung klar zu kommen. Was diejenigen angeht, die es sich wirklich nicht leisten können, E-Books zu kaufen oder Streaming-Dienste wie Rhapsody zu abonnieren – sie würden diese Inhalte auch sonst nicht kaufen. Das heißt, wenn sie weiterhin illegal downloaden, hat das meiner Meinung nach keinerlei Auswirkungen auf den Umsatz.

iRights.info: Die Musikindustrie war als erste von den Veränderungen der Digitalisierung betroffen. Können die anderen Kreativindustrien – also etwa Verlagswesen oder Filmindustrie – etwas von ihr lernen?

Rob Reid: Auf jeden Fall – und in vielen Fällen ist das auch passiert. Der größte Fehler, den die Musikindustrie gemacht hat, war dass sich die Labels geweigert haben, ihre Musik überhaupt online zu lizenzieren – nachdem es schon jahrelang illegale Angebote gab. Das heißt, dass die Leute, die die Vorteile digitaler Musik nutzen wollten, gar keine Alternative zu Raubkopien hatten. Fast vier Jahre lang haben Millionen von Nutzern gelernt, wie man schnell und einfach Raubkopien machen kann – und im Laufe dieser vier Jahre hat sich auch das schlechte Gewissen verflüchtigt. Man gewöhnt sich leichter dran, das Gesetz zu brechen, wenn das Produkt legal nicht erhältlich ist – und genau diese Situation hat die Musikindustrie selbst erzeugt.

Die Buchverlage und die Fernseh- und Filmindustrie haben daraus eine wichtige Lektion gelernt. Als die digitale Infrastruktur robust genug wurde, um E-Books und Video-on-Demand zu erlauben, sind sie auf den Markt gegangen – mit guten Produkten und zu fairen Preisen. In den meisten Fällen sind die Nutzungsumgebungen der legalen Shops sehr viel angenehmer als die illegalen Alternativen, so dass anspruchsvolle Kunden raubkopierte Angebote größtenteils ignorieren.

iRights.info: Was sind Ihre nächsten Pläne? Was wird das Thema Ihres nächsten Romans? Ein Spionagethriller über Abhörskandale vielleicht?

Galaxy Tunes von Rob ReidRob Reid: Ob Sie es glauben oder nicht, ich habe vor kurzem einen Filmvertrag für „Galaxy Tunes“ unterzeichnet. Ich erwarte, dass das die nächsten Monate meines Lebens dominieren wird. Ich kann noch keine Einzelheiten erzählen, außer dass ich am Drehbuch mitschreiben werde, worüber ich mich sehr freue.

Rob Reid, Galaxy Tunes ist bei Random House/Heyne erschienen. Aus dem Englischen von Bernhard Kempen. Taschenbuch: 9,99 Euro, E-Book: 8,99 Euro.

February 25 2013

Four short links: 25 February 2013

  1. Xenotext — Sci Foo Camper Christian Bök is closer to his goal of “living poetry”: A short stanza enciphered into a string of DNA and injected into an “unkillable” bacterium, Bök’s poem is designed to trigger the micro-organism to create a corresponding protein that, when decoded, is a verse created by the organism. In other words, the harmless bacterium, Deinococcus radiodurans (known as an extremophile because of its ability to survive freezing, scorching, or the vacuum of outer space), will be a poetic bug.
  2. Notes on Distributed Systems for Young Bloods — why distributed systems are different. Coordination is very hard. Avoid coordinating machines wherever possible. This is often described as “horizontal scalability”. The real trick of horizontal scalability is independence – being able to get data to machines such that communication and consensus between those machines is kept to a minimum. Every time two machines have to agree on something, the service is harder to implement. Information has an upper limit to the speed it can travel, and networked communication is flakier than you think, and your idea of what constitutes consensus is probably wrong.
  3. Lemnos Labs — hardware incubator in SF. (via Jim Stogdill)
  4. OLPC Built the Young Lady’s Illustrated Primer — Neil Stephenson imagined it, OLPC built it. Science fiction is a hugely powerful focusing device for creativity and imagination. (via Matt Jones)

August 08 2012

Curiosity rover: why does sci-fi always look more marvellous than reality? | Jonathan Jones

These ordinary looking views of Mars sent by Nasa's rover are beautiful and moving precisely because they are so ordinary

The landscape of Mars glows in a dust-rich sunset. The sky is yellow. The rocks are red. It is a place of – literally – unearthly beauty. But have we already ruined it? In the week that Nasa landed its latest robot explorer Curiosity on the surface of Mars, this picture reveals the wreckage of earlier landers cluttering up the Martian desert, reducing its pristine strangeness to a dumping ground of human space dreams. How typical of the earthlings to make a wasteland of Mars.

No, wait, I misread the caption. This is not a picture taken by Curiosity in its first week on Mars. It is a digitally created image by artist Kelly Richardson. It imagines what Mars might look like in 200 years if we keep sending probes there. It is, in other words, science fiction.

Why does science fiction always look more marvellous than the real landscapes of alien worlds? The pictures that have so far come from Curiosity are nothing like as grabbing as this fantastic image. The first photograph it sent showed a skewed vista of dust and heat with just the misty outline of a horizon. Nasa had to patch it into previous images of the planet to make sense of it. It's all very well scientists saying these first pictures from Curiosity are the most beautiful things they have ever seen – the red planet is far more spectacular in art and other fantastic images.

Richardson is in a very long line of artists who have pictured Mars. Long, long ago, Mars was a god. Botticelli's painting Venus and Mars depicts the god of war lulled to sleep and invokes the magical influence of his planet.

This might seem like ancient baloney but it is no more far fetched than the Mars of sci-fi. A lurid painting of Martians disporting themselves under the planet's glorious sky in a landscape of pyramids, towers and blue canals epitomises the image of Mars that was dreamed up in 20th science fiction before Viking, the first unmanned Nasa lander, started to reveal Martian realities in 1976. Mars was for a long time the favourite planet for imagined alien life. It seemed utterly alien and the "canals" visible on its surface from Earth were held to be the work of some grand civilisation. Even today, science fiction images of Mars outdo mere reality. A 2008 Doctor Who special pictured Mars as the home of a base where the first human explorers are attacked by watery beings from below. A base – there's always a base. Bases are so much more glamorous than unmanned computerised buggies with cameras on front.

Enough. The scientists are right of course. The comparative dullness of Curiosity's first pictures from Mars is the point (and their vagueness will be forgotten when it starts sending back high-definition images). These ordinary looking views of Mars are beautiful and moving precisely because they are so ordinary.

The ordinariness of Mars is its magic. It looks like a red desert on Earth because it is the mirror of Earth – as are all planets everywhere. Everything in the universe is made of the same elements, according to the same physical laws. The discovery that nothing in space is truly "alien" and every object out there (or rather out here – we're just another thing in space) started when Galileo aimed his telescope at the moon. From one point of view the history of astronomy and space exploration is the story of how the universe became banal. But this banality is more glorious than any imaginary spectacle of an alien world where little green men drive motorboats up and down their glittering canals.


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August 08 2011

London burning: history just went sci-fi

Images of the city's looted, burnt-out streets conjure not so much the 1980s Brixton riots as a new, dystopian reality

In HG Wells's novel The War of the Worlds, an attack by overwhelmingly superior Martians drives Londoners to flee their city. Mad columns of panicking people fight for space on roads out of the capital. When the narrator enters the abandoned metropolis he finds an eerie wasteland, where only a few derelicts and drunks remain on the deadly streets.

There was something a bit Wellsian about photographs of riots and looting across London this weekend. Pictures of burning shops and broken windows, and young men confronting uniformed police, included crowdsourced images snatched by witnesses in the rapid, unexpected diffusion of trouble. The most dramatic, of Tottenham on fire and the blackened aftermath, are positively apocalyptic. To me, it all seems uncanny and reminiscent of late Victorian science fiction. Even the place names have that quality of ordinariness that Wells exploits in his fantasy of a London apocalypse: Tottenham in flames, insurrection in Enfield, anarchy in Leyton and Islington ...

This sounds melodramatic – it was not the end of the world – but it is important to recognise the surreal and eerie sci-fi image of London in these pictures of the rioting and looting. It might even be a corrective to the mis-application of history.

For many observers, especially in Tottenham and Brixton, the weekend conjured echoes of the 1980s, when accusations of racist policing combined with the Thatcher government's economic harshness to bring communal protest and violence to British streets. At a time when a Tory-led government once again stands accused of treating young people as economic cannon fodder, the echoes are there in the underlying context. But do the events themselves summon up such history? The mostly teenage protagonists in pictures and eyewitness accounts suggest that, for these rioters, the 1980s are an extremely remote historical period. You may as well compare this weekend with the Gordon riots in the 18th century.

History always repeats itself, said Hegel. But he forgot to add, commented Karl Marx, the first time as tragedy, the second as farce. What Marx meant in his essay The Eighteenth Brumaire of Louis Bonaparte is that history does not repeat itself at all. It only appears to, because human imaginations cannot keep up with the speed of change, so they dress it in costumes borrowed from the past. It is not the 2011 rioters who are dressing in history's robes – they appear to have modelled themselves more on recent zombie movies – but commentators, who are reaching for analogies of 1980s socialists to attribute these troubles to familiar causes.

It is worth looking at images of London's violent weekend and asking how they make you feel. Far from fitting into any historical model, they seem to me to come from an imagined London, a horror scenario of the city as a blazing wilderness. Sci-fi nightmares of urban catastrophe resonate with these pictures because this is a city made strange. Whatever is going on here, it is not familiar, and will not be easy to put right.

• Walking out in my neighbourhood after writing this, I found that Gay's the Word bookshop on Marchmont Street, one of central London's best-known gay landmarks, had its window smashed last night. A substance seems to have been thrown at the window before it was broken. This was the only business attacked on the street. So much for any attempt to see radicalism (at least of a cuddly leftwing variety) in these events.


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July 08 2011

Hardware: The Definitive SF Works Of Chris Foss – in pictures

Ahead of his book Hardware, view selected images by the definitive 70s sci-fi book jacket illustrator



May 12 2011

Science fiction: Images from other worlds – in pictures

A new exhibition at the British Library presents the rich history of SF down the ages, from Lucian of Samosata in the 2nd century to the Russian novel that inspired 1984. Take a look



April 01 2011

Out of this world

A new sci-fi exhibition at the British Library in London brings together some otherworldly materials to show how our vision of the future was formed



August 18 2010

Cosplay: the sincerest form of flattery

Dressing as one's favourite character is not mere imitation – cosplayers often subvert the artwork's gender and add meaning

Walking down the hallways of conventions such as San Diego Comic-Con, fans can admire their favourite characters from video games, anime, TV shows or comic books come to life. Cosplayers, who dress up as various characters, concepts, or even inanimate objects are a huge draw to these conventions. They show off their handiwork, have their photos taken and do roleplay. What motivates these fans to don costumes, wigs and makeup varies from person to person, but one trend emerges: cosplay offers a uniquely public way to respond to published artwork and fan communities simultaneously.

For the uninitiated, the term cosplay is a combination of costuming and roleplay, a practice that originated in Japanese fan cultures. In the UK and US, however, the roleplay aspect has become less vital. What does seem to matter is where a cosplayer gets their inspiration. Many of the cosplayers I have spoken with define it similarly to Abby, from the US: "The important thing about cosplay is that it is derived from a specific work already in publication. A steampunk [Victorian sci-fi] outfit, for example, would be cosplay if it was based on a specific outfit in a Jules Verne novel, but not if you randomly throw steampunk accessories together."

Cosplay is never a purely original creative enterprise, but a reaction to an already published oeuvre. However, this does not mean that it is a brainless copy of other authors' creations. Quite the opposite. Every well-done cosplay is an individual work of art.

While most cosplayers do not usually believe their creations directly affect published texts, they do expect reactions to their character interpretations by fellow fans. Allison, an American cosplayer from Georgia, enjoys crossplaying (dressing as a character of the opposite gender), in part because "it's really satisfying when you play your part so well that an observer doesn't realise you're a crossplayer until you speak". Fans such as Allison challenge gender presentation in their fan communities, illustrating the fluidity of gender in the context of their subcultures.

Female cosplayers are often challenged by source texts that don't offer interesting, independent, or strong female characters, or make these characters minor. One solution is to crossplay, but some are unsatisfied by this option, preferring to change the gender of the source character. For female cosplayers, this activity is often referred to as "femme-ing" a character. Women who go this route choose a male character and interpret it as female. By doing so, they directly address and correct gender inequity in their chosen works of art.

A popular example of femme cosplay is the femme Doctor: female cosplayers choose a doctor from the Doctor Who series and interpret him as a woman (in contrast, female crossplayers would costume as the Doctor as a man.) This cosplay of a femme fourth Doctor (originally played by Tom Baker) and this one of a femme fifth Doctor (originally played by Peter Davison) both include skirts, but some femme cosplayers, like this femme ninth Doctor (Christopher Eccleston), opt for trousers, while still maintaining the "femme" feel of the costume.

The blogger Nightsky in Doctors with dalek bumps: femme doctors, argues that the femme Doctor trend is a way for geek women to reclaim their femininity as legitimate, in a subculture that often denigrates all things "girly". She is absolutely right, but cosplaying as a femme Doctor also allows female fans to portray and play the role of the main protagonist: they remind us that female characters in Doctor Who are perpetually sidekicks.

That femme-ing is so popular in geek fan cultures marks the fact that, as a whole, these subcultures' original inspirations overwhelmingly favour hero-men over hero-women, and frequently cast women only in the limited roles of mother, lover or trusty friend. But not all cosplay is subversive: it mainly offers a space in which fans can appreciate, criticise and deconstruct what they love (some times all with the same costume).

• This article was requested by reader gembird in a You tell us thread


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