Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

February 18 2014

Mini-Cloud im Selbstbau: Mac-Adressbuch und Kalender mit dem Raspberry Pi und Owncloud synchronisieren

Die freie Software Owncloud kann nicht nur Dateien, sondern auch Adressbücher und Kalender über mehrere Geräte hinweg synchronisieren. Ob sie damit als Alternative zu iCloud, Google-Kalendern & Co. dienen kann, haben wir auf dem Mikrocomputer Raspberry Pi ausprobiert und erklären den Weg zur eigenen Mini-Cloud in sieben Schritten.

Private Daten wie Kalender oder Adressbücher in den Clouds von Google, Apple & Co. zu speichern, kann in letzter Zeit ein ungutes Gefühl hinterlassen. Nicht nur lagern immer mehr unserer Daten bei wenigen Anbietern; die NSA und ihre Freunde können sie offenbar auch nach Belieben wieder abzapfen. Für Apple-Nutzer wurde die Cloud allerdings kürzlich zum Standard erklärt – bei Adressbüchern und Kalendern ist es seit der letzten OS-Version Mavericks nicht mehr möglich, sie lokal zu sychronisieren.

Grund genug, es einmal mit einer Do-it-yourself-Lösung zu probieren: Mit dem Mikrorechner Raspberry Pi und der freien Software Owncloud lässt sich eine eigene Mini-Cloud einrichten, die mobile und stationäre Geräte aktuell hält. Owncloud hat noch weitere Funktionen: So lassen sich etwa Dokumente im Browser erstellen und bearbeiten oder Dateien und Ordner à la Dropbox speichern. In punkto Performance kann das Ergebnis hier sehr unterschiedlich ausfallen. Um Adressbücher und Kalender abzugleichen, ist das aber nebensächlich.

Speziell zum Abgleich von Kalendern und Kontakten gibt es auch andere Programme wie etwa Baikal oder Radicale, die ebenfalls einen eigenen CalDAV- und CardDAV-Server zur Verfügung stellen. Auch diese Programme sind einen Blick wert. Wer will, kann Owncloud natürlich auch auf anderen Rechnern installieren, die aber dauerhaft laufen müssen.

Das wird für die Mini-Cloud benötigt:

Raspberry Pi mit Zubehör: SD-Karte, Ethernet-Kabel und Netzteil

Raspberry Pi mit Zubehör: SD-Karte, Ethernet-Kabel und Netzteil

Neben einem konfigurierbaren Router und – natürlich – einem Internetanschluss sowie den abzugleichenden Geräten gehören vier Dinge zur Mini-Cloud:

  • 1 Raspberry Pi, Modell B mit Internetanschluss. Im Versand oder manchen Elektronikmärkten ist er für 35 bis 40 Euro (ohne Gehäuse und Zubehör) erhältlich.
  • 1 Netzteil (Mikro-USB, 5 Volt). Wer ein passendes Netzteil zum Laden eines Android-Smartphones hat, kann es auch für den Raspberry Pi verwenden. Kostenpunkt für ein Modell mit 1200mAh Leistung, die hier ausreichen: 5–10 Euro.
  • 1 Ethernet-Kabel für die Verbindung mit dem Router. Kostenpunkt: ab 3 Euro.
  • 1 SD-Karte, die beim Raspberry Pi statt einer Festplatte zum Einsatz kommt. Eine 4-GB-Karte empfiehlt sich als Minimum. Bei manchen Modellen soll es Kompatibilitätsprobleme geben, das Embedded Linux Wiki hat dazu eine ausführliche Liste. Kostenpunkt: ab 5 Euro.

Zusätzlich haben wir den Raspberry Pi mit einem stabilen Gehäuse ausgerüstet (im Bild das Modell „Rainbow” von Pibow); das ist aber nicht zwingend nötig. Da der Mini-Rechner komplett über eine Netzwerkverbindung eingerichtet werden kann, kann man auf einen zusätzlichen Bildschirm und Tastatur verzichten.

Um den Raspberry Pi hat sich mittlerweile eine große Community gebildet, die ihn als Grundbaustein für alle nur denkbaren Projekte einsetzt. So finden sich im Netz reichlich Anleitungen und Tipps, auf die wir auch hier zurückgreifen. Wer weiteren Rat braucht, kann zum Beispiel die Seiten der Raspberry Pi Foundation oder das deutschsprachige Raspberry-Pi-Forum besuchen. Dort finden sich auch Anleitungen für Windows- und Linux-Nutzer – die grundlegenden Schritte sind aber dieselben.

Der Weg zur Mini-Cloud in 7 Schritten

1. SD-Karte mit Raspbian erstellen

2. Den Raspberry Pi einrichten

3. Owncloud und weitere Software installieren

4. Owncloud-Einrichtung abschließen

5. Dauerhafte Adresse und Freigabe im Router einrichten

6. Adressbücher und Kalender importieren

7. Owncloud-Account auf anderen Geräten einrichten

1. SD-Karte mit Raspbian erstellen

Raspbian ist eine speziell für den Raspberry Pi angepasste Variante des freien Betriebssystems Debian. Den jeweils aktuellen Download gibt es direkt bei der Raspberry Foundation. Um Raspbian korrekt auf die SD-Karte zu übertragen, lassen sich alle notwendigen Befehle auf dem Terminal eingeben, der Kommandozeile von Mac OS. Einfacher geht es mit Programmen wie Pi Writer oder dem RPi SD Card Builder, die durch die Schritte führen.

Befüllt man die SD-Karte per Kommandozeile, sollte man ganz besonders auf die richtigen Pfadangaben achten, um nicht versehentlich Laufwerke zu löschen. Hier im Beispiel ist die SD-Karte unter “/dev/disk2” erreichbar.

Befüllt man die SD-Karte per Terminal, sollte man auf die richtigen Pfadangaben achten, um nicht versehentlich ganze Laufwerke zu löschen. Hier im Beispiel ist die SD-Karte unter “/dev/disk2” erreichbar.

Das Aufspielen des Raspbian-Betriebssystems auf die SD-Karte kann je nach Modell zwischen ein paar Minuten und etwa einer halben Stunde dauern. Hat alles geklappt, besitzt die SD-Karte anschließend zwei Partitionen:

03-sd-karte-partitionen

Ein Blick mit dem „Festplattendienstprogramm“ zeigt zwei Partitionen. Der restliche, ungenutzte Speicherplatz lässt sich später wieder hinzufügen.

2. Den Raspberry Pi einrichten

Der Aufbau beschränkt sich darauf, den Raspberry mit einer freien LAN-Buchse im Router zu verbinden und die bespielte SD-Karte einzustecken. Mit dem Anschluss des Netzteils bootet der Raspberry Pi zum ersten Mal. Ob alles läuft, lässt sich an den LEDs überprüfen.

Jetzt gilt es herauszufinden, unter welcher IP-Adresse im lokalen Netzwerk der Raspberry Pi erreichbar ist. Wer eine Fritzbox einsetzt, findet alle verbundenen Geräte im Routermenü unter „Heimnetz”, „Netzwerk” im Menüpunkt „Geräte und Benutzer”. Alternativ lässt sich das lokale Netzwerk mit Programmen wie zum Beispiel IP Scanner oder dem Pi Finder durchsuchen, um die IP-Adresse zu erhalten.

Unter dem Punkt „Bearbeiten” lässt sich im Menü der Fritzbox ein Netzwerkname für den Raspberry Pi vergeben. Hier sollte man auch das Häkchen bei „Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen” setzen.

Mit dieser Einstellung bleibt die lokale IP-Adresse des Raspberry Pi konstant.

Mit dieser Einstellung bleibt die lokale IP-Adresse des Raspberry Pi konstant.

Dann lässt sich eine SSH-Verbindung mit dem Raspberry aufbauen, um die weitere Einrichtung über das Netzwerk vorzunehmen. Der Terminalbefehl lautet:

ssh pi@IP-Adresse

Das „pi” gibt den Nutzernamen an, der Teil „IP-Adresse“ ist durch diejenige des Raspberry Pi zu ersetzen. Beim ersten Boot lautet das dann einzugebende Passwort für den Nutzer „pi” immer „raspberry”.

Mit dem Befehl

sudo raspi-config

gelangt man ins Konfigurationsmenü.

05-raspi-config

Das Konfigurationsmenü des Raspberry Pi

Es empfiehlt sich, hier zuerst einige grundlegende Einstellungen vorzunehmen, mindestens diese beiden:

  • „Expand Filesystem”: Aktiviert man diese Option, nutzt Raspbian den gesamten verfügbaren Speicherplatz der SD-Karte, auch wenn das Betriebssystem selbst weniger Platz braucht
  • „Change User Password“: Das Standard-Passwort sollte natürlich durch ein selbstgewähltes sicheres Passwort ersetzt werden.

Will man später auch die grafische Oberfläche von Raspbian übers Netzwerk steuern, installiert man zusätzlich das Programm TightVNC Server auf dem Raspberry.

3. Owncloud und weitere Software installieren

Damit Owncloud läuft, benötigt es noch zusätzliche Software: Eine Webserver-Anwendung, die Skriptsprache PHP5 und eine Datenbank. Wir entscheiden uns für die vergleichsweise schlanke Variante mit dem Webserver Nginx und SQLite als Datenbank. Man kann aber auch Apache und MySQL verwenden.

Von den vielen Anleitungen, die im Netz kursieren, funktionierte das Tutorial „Owncloud 5 Server installieren“ im deutschen Raspberry-Pi-Forum bei uns auf Anhieb, so dass wir lediglich darauf verweisen. Alle nötigen Befehle, um Owncloud und die weitere Software zu installieren, sind dort aufgeführt – nur die lokale IP-Adresse des Raspberry Pi muss angepasst werden.

06-owncloud-installation

Die Installation von Owncloud und aller zusätzlich nötigen Pakete dauert etwa 10 Minuten. Hier und da sind Warnmeldungen möglich, die aber nicht gleich Fehler nach sich ziehen müssen.

4. Owncloud-Einrichtung abschließen

Nach der Installation der Owncloud-Software muss noch ein Administratorkonto und gegebenenfalls weitere Benutzerkonten angelegt werden. Das geschieht über das Webinterface, welches im lokalen Netzwerk jetzt per Browser erreichbar ist – typischerweise mit einer Adresse nach dem Schema „192.168.x.y/owncloud/”

Nach dem Abschluss der Installation ist Owncloud über die lokale IP-Adresse des Raspberry Pi und den Pfad “/owncloud/” im Browser erreichbar.

Nach der Installation ist Owncloud über die lokale IP-Adresse des Raspberry Pi und den Pfad “/owncloud/” im Browser erreichbar.

5. Dauerhafte Adresse und Freigabe im Router einrichten

Um nicht nur vom lokalen Netzwerk, sondern dauerhaft von außerhalb auf Owncloud zugreifen zu können, benötigt der Raspberry Pi noch eine feste Webadresse. Internetprovider vergeben in der Regel aber nur „dynamische” IP-Adressen, die sich nach gewisser Zeit ändern. Abhilfe schaftt zum Beispiel die Fritzbox: Neuere Modelle stellen unter dem Namen „MyFritz” einen Dienst bereit, der eine feste Adresse für den Router vergibt. Der Router leitet den Datenverkehr dann an den Raspberry Pi weiter.

Um den Internetzugriff mit dauerhafter Adresse zu benutzen, lässt sich über das Routermenü ein zusätzliches „MyFritz“-Konto anlegen. Unter „Internet“ – „MyFritz“ – „MyFritz!-Freigaben“ lässt sich dann die Freigabe im Router einrichten. Standardmäßig nutzt Owncloud Port 443 für HTTPS-Verbindungen.

Nach Einrichtung der Freigabe wird die URL angzeigt, unter der Owncloud nun von überall zu erreichen ist – die lange, kryptische Buchstaben- und Zahlenfolge in der Mitte lässt sich leider nicht ändern, man kann sich aber etwa mit einem URL-Verkürzer behelfen.

Nach Einrichtung der Freigabe wird die URL angzeigt, unter der die Owncloud-Weboberfläche extern zu erreichen ist – die lange Buchstaben- und Zahlenfolge in der Mitte wird automatisch generiert.

Wer einen anderen Router verwendet, kann sich mit einem DynDNS-Dienst ebenfalls eine dauerhafte Webadresse einrichten. DynDNS-Dienste gibt es mit einigen Einschränkungen kostenlos oder gegen eine geringe monatliche Gebühr. Im Router muss dann noch eine Portweiterleitung eingerichtet werden.

6. Adressbücher und Kalender importieren

Der schnellste Weg, Adressbücher und Kalender in die eigene Wolke zu laden, führt über die Webanwendung von Owncloud, die Dateien im VCF- und ICS-Format importieren kann.

Kalenderdateien (.ics) werden dann über den Menüpunkt „Dateien” hochgeladen. Beim Klick auf die Datei fragt Owncloud dann, ob es diesen als Kalender importieren soll.

Kalenderdateien (.ics) werden über den Menüpunkt „Dateien” hochgeladen. Beim Klick auf die Datei fragt Owncloud, ob es diese als Kalender importieren soll.

Bei Adressbüchern (.vcf) klappte der Import in unserem Versucht allerdings nicht immer reibungslos: Bei einem Adressbuch, in dessen Feldern Doppelpunkte vorkamen, brach der Import sang- und klanglos ab. Im Zweifel muss man vor dem Import noch an den Daten feilen. Auch Gruppen ließen sich nicht importieren, da Owncloud sie als regulären Adressbuch-Eintrag interpretierte – ein Fehler, der hoffentlich bald behoben wird.

7. Owncloud-Account auf anderen Geräten einrichten

Im letzten Schritt müssen die Owncloud-Daten noch auf allen abzugleichenden Geräten eingegeben werden – in diesem Beispiel im Kalender und der Kontaktverwaltung für iOS und Mac OS X. Owncloud bietet zwar Clients für alle gängigen Betriebssysteme an, zum Abgleich von Adressbüchern und Kalendern sind sie aber nicht notwendig.

In Mac OS X lassen sich die Owncloud-Daten für Kalender über „Systemeinstellungen“, „Internetaccounts“ eingeben (beziehungsweise „Mail, Kontakte und Kalender“). Unter „Anderen Account hinzufügen“ gibt es die Optionen „CalDAV-Account“ für Kalender und „CardDAV-Account“ für Adressbücher. Hier muss man den Owncloud-Benutzernamen, das Passwort und die Serveradresse eingeben.

Die Serveradresse für Kalender hat das Schema:

https://Server:Port/owncloud/remote.php/caldav/principals/Name/

Für Adressbücher:

https://Server/owncloud/remote.php/carddav/principals/Name/

Server ist in diesem Fall durch den Gerätenamen des Raspberry Pi und die „myfritz.net“-Adresse zu ersetzen – bei anderen DynDNS-Diensten durch die dort vergebene Webadresse, Port durch den im Router freigebenen Port, Name durch den Owncloud-Benutzernamen.

Die Owncloud-Zugangsdaten werden in den Account-Einstellungen unter „CalDAV-“ und „CardDAV-Account eingegeben. Startet man anschließend die Programme, kann das erste Synchronisieren einige Minuten dauern.

Die Owncloud-Zugangsdaten werden in den Account-Einstellungen unter „CalDAV-“ und „CardDAV-Account eingegeben. Das erste Synchronisieren kann einige Minuten dauern.

Für iOS-Geräte ist das Vorgehen nahezu identisch, allerdings kam es in unserem Versuch zu Meldungen, dass eine Verbindung über SSL nicht möglich sei. Statt mit der Einrichtung ohne SSL fortzufahren, sollte man die eingebenen Daten trotzdem speichern. Stimmen alle Daten, stellen Kalender und Adressbuch später dennoch eine sichere Verbindung her, wenn man das bei der Owncloud-Installation selbst erzeugte Zertifikat akzeptiert hat.

iOS meckert zwar bei der Eingabe der Owncloud-Daten mehrfach, ignoriert man die Fehlermeldungen, funktioniert der Abgleich aber anschließend trotzdem.

iOS beschwert sich zwar bei der Eingabe der Owncloud-Daten mehrfach, der Abgleich funktioniert anschließend aber trotzdem.

Fazit

Die eigene Mini-Cloud für Adressbücher und Kalender einzurichten, bringt zwar zunächst etwas Aufwand mit sich – läuft das System erst einmal rund, war im Alltag bei unserem Versuch kaum ein Unterschied zu bemerken. Dennoch lässt sich etwa bei der Owncloud-Installation noch viel vereinfachen. Ob die eigene Mini-Cloud als Alternative zu den großen Diensteanbietern taugt, hängt von den eigenen Präferenzen ab. Bedenken sollte man:

  • Wer nicht mehr als ein paar Klicks investieren will und auf größtmöglichen Komfort setzt, ist bei der Cloud im Selbstbau an der falschen Adresse; auch der Funktionsumfang ist etwas geringer. Bei der dauerhaften Verfügbarkeit etwa kann die Mini-Cloud natürlich nicht mit „echten“ Cloud-Infrastrukturen mithalten. Fällt ein Teil aus oder ist das System fehlerhaft eingerichtet, zeigen sich die Nachteile schnell.
  • Für die Datensicherheit ist man selbst verantworlich: Es liegt in der Hand des Nutzers, die richtigen Einstellungen vorzunehmen und alle Komponenten aktuell zu halten – nicht zu vergessen den Router. Auch Owncloud ist keine Wunderwaffe, sondern ein Programm mit Lücken und Schwächen wie andere auch.

Dennoch: Wer bereit ist, etwas Zeit und Einrichtungs-Arbeit in die eigene Mini-Cloud zu investieren, liegt mit dem Raspberry Pi nicht verkehrt; mit Owncloud gibt es zudem eine freie und kostenlose Software, die mittlerweile beachtliche Dienste leistet. Wer sie installiert, kann dabei nicht nur eine Menge lernen – Owncloud & Co. zeigen auch, dass es Alternativen zur Zentralisierung der Daten bei wenigen Anbietern gibt. Die Ansätze jedenfalls sind vorhanden.

February 04 2014

Four short links: 4 February 2014

  1. UX Fundamentals, Crash Course — 31 posts introducing the fundamental practices and mindsets of UX.
  2. Why We Love Persona And You Should Too — Mozilla’s identity system is an interesting offering. Fancy that, you might have single-sign on without Single Pwn-On.
  3. Raspberry Pi As Test Harness — Pi accessory maker uses Pis to automate the testing of his … it’s Pis all the way down.
  4. The Holodeck Begins to Take Shape — displays, computation, and interesting input devices, are coming together in various guises.

November 01 2013

Four short links: 1 November 2013

  1. Analogy as the Core of Cognition (YouTube) — a Douglas Hofstadter lecture at Stanford.
  2. Why Isn’t Programming Futuristic? (Ian Bicking) — delicious provocations for the future of programming languages.
  3. Border Check — visualisation of where your packet go, and the laws they pass through to get there.
  4. Pi Noir — infrared Raspberry Pi camera board. (via DIY Drones)

October 11 2013

Safe-Harbour-Verstöße, Tracking bei Mailprovidern, Cloudspeicher im Selbstbau

Datenschutzverstöße bei „Safe Harbour“, Tracking bei Mailprovidern, Streaming aus Musikerperspektive, Gauck zum Datenschutz, Datenleck bei Adobe und Cloudspeicher im Selbstbau. Die Cloud-Links der Woche:

Safe Harbour: Viele Verstöße gegen Datenschutz-Selbstregulierung

Viele US-Unternehmen verstoßen gegen die selbstauferlegten Verpflichtungen der Safe-Harbour-Vereinbarung, die den Export von Nutzerdaten aus Europa in die USA regelt. Das ist das Fazit eines Berichts (PDF) von Christopher Connoly, Chef der Datenschutzberatung Galexia, im Rahmen einer Anhörung im Innenausschuss des EU-Parlaments. So nennt der Bericht unter anderem 427 Verstöße im laufenden Jahr bei den US-Unternehmen, ein knappes Drittel mehr als 2010. Gänzlich neu ist der Befund Connolys nicht, die Safe-Harbour-Vereinbarung geriet zuletzt jedoch verstärkt in die Kritik. Worum es bei „Safe Harbour” geht, erläutert Jan Schallaböck bei iRights hier genauer.

Deutsche Mail-Provider lassen Tracking zu

Das Magazin c’t hat untersucht, bei welchen Mailprovidern Nutzer vom Absender beim Lesen beobachtet werden können. Technisch gesprochen: welche Anbieter Trackingpixel zulassen. Mit den vor allem von gewerblichen Absendern eingesetzten kleinen Bilddateien können diese nachprüfen, wann, womit und wo eine Mail gelesen wird. Demnach ist die Option bei T-Online, GMX, Web.de, Freenet und 1und1 standardmäßig aktiviert, zumindest beim Webmailer von 1und1 lässt sie sich aber abstellen. Positiv kommen in diesem Fall Yahoo und Google weg, bei denen die Option als Standard abgeschaltet ist. Ebenfalls untersucht wurden gängige Mailprogramme. Heise Security fasst die Ergebnisse zusammen.

Streamingdienste und die Künstler: Anbieter bleiben auf Daten sitzen

Der Musikwirtschaftsforscher Peter Tschmuck hat Streamingdienste wie Spotify, Amazon Cloud Drive oder Rhapsody als Einnahmequelle für Künstler untersucht und Statistiken ausgewertet. Sein Fazit: „Realistischerweise können Musikschaffende Streaming nicht als relevante Einkommensquelle ansehen. Nichtsdestotrotz sollten diese Plattformen als wichtiges Promotionstool für die Verbreitung der eigenen Werke angesehen werden.” Perspektivisch würden aber vor allem die von Streamingdiensten gesammelten Daten für Musikschaffende wichtig. Diese behalten jedoch in aller Regel die Plattformen.

Bundespräsident Gauck: Datenschutz so wichtig wie Umweltschutz

In einer Rede zum Tag der deutschen Einheit hat Bundespräsident Joachim Gauck auch das Thema Datenschutz behandelt. „So sollte der Datenschutz für den Erhalt der Privatsphäre so wichtig werden wie der Umweltschutz für den Erhalt der Lebensgrundlagen”, sagte Gauck. Dabei bezog sich der ehemalige Beauftragte für die Stasi-Unterlagen auch auf die Überwachungs- und Spionageaffäre und forderte „Gesetze, Konventionen und gesellschaftliche Verabredungen”, die dem digitalen Wandel Rechnung tragen.

Adobe: Datenleck bei Kundendaten und Sourcecode

Wie zuerst vom Sicherheitsforscher Brian Krebs berichtet, haben sich Angreifer bei einem Einbruch in das Unternehmensnetzwerk von Adobe Nutzerdaten wie Login-Information, Kreditkartendaten, verschlüsselte Passwörter und Programmcode beschafft. Betroffen sind offenbar Nutzer des Programms Coldfusion sowie Konten für Revel und Creative Cloud. Adobe erklärte, für Nutzer bestehe kein erhöhtes Risiko, betroffene Anwender würden benachrichtigt.

Podcast: Wozu Cloud im Selbstbau?

Marcus Richter hat sich mit dem Mikrorechner Raspberry Pi und der Owncloud-Software einen Cloudspeicher im Selbstbau-Modus zugelegt und eine Anleitung kompiliert. Mit erdgeist vom Chaos Computer Club unterhält er sich gut eine Stunde im Monoxyd-Podcast über die Gründe und Erfahrungen dabei. Hintergründe zum Cloud-im-Selbstbau-Trend auch hier bei iRights.

September 19 2013

Four short links: 20 September 2013

  1. Researchers Can Slip an Undetectable Trojan into Intel’s Ivy Bridge CPUs (Ars Technica) — The exploit works by severely reducing the amount of entropy the RNG normally uses, from 128 bits to 32 bits. The hack is similar to stacking a deck of cards during a game of Bridge. Keys generated with an altered chip would be so predictable an adversary could guess them with little time or effort required. The severely weakened RNG isn’t detected by any of the “Built-In Self-Tests” required for the P800-90 and FIPS 140-2 compliance certifications mandated by the National Institute of Standards and Technology.
  2. rethinkdbopen-source distributed JSON document database with a pleasant and powerful query language.
  3. Teach Kids Programming — a collection of resources. I start on Scratch much sooner, and 12+ definitely need the Arduino, but generally I agree with the things I recognise, and have a few to research …
  4. Raspberry Pi as Ad-Blocking Access Point (AdaFruit) — functionality sadly lacking from my off-the-shelf AP.

September 13 2013

Four short links: 13 September 2013

  1. Fog Creek’s Remote Work PolicyIn the absence of new information, the assumption is that you’re producing. When you step outside the HQ work environment, you should flip that burden of proof. The burden is on you to show that you’re being productive. Is that because we don’t trust you? No. It’s because a few normal ways of staying involved (face time, informal chats, lunch) have been removed.
  2. Coder (GitHub) — a free, open source project that turns a Raspberry Pi into a simple platform that educators and parents can use to teach the basics of building for the web. New coders can craft small projects in HTML, CSS, and Javascript, right from the web browser.
  3. MillWheel (PDF) — a framework for building low-latency data-processing applications that is widely used at Google. Users specify a directed computation graph and application code for individual nodes, and the system manages persistent state and the continuous ���ow of records, all within the envelope of the framework’s fault-tolerance guarantees. From Google Research.
  4. Probabilistic Scraping of Plain Text Tablesthe method leverages topological understanding of tables, encodes it declaratively into a mixed integer/linear program, and integrates weak probabilistic signals to classify the whole table in one go (at sub second speeds). This method can be used for any kind of classification where you have strong logical constraints but noisy data.

June 18 2013

„Onion Pi”: Anonymes Internet zum Mitnehmen

Man nehme: Einen Raspberry-Pi-Mikrocomputer, ein paar Adapter, Stecker und Kabel, eine Antenne und die Software Tor. Das Ergebnis: ein tragbarer WLAN-Router, der anonymen Internetzugang für alle Teilnehmer verspricht, die sich darüber einwählen.

Eine Anleitung zum Selberbauen hat jetzt das Lernportal der Open-Source-Firma Adafruit veröffentlicht:

Who is this good for? If you want to browse anonymously on a netbook, tablet, phone, or other mobile or console device that cannot run Tor and does not have an Ethernet connection. If you do not want to or cannot install Tor on your work laptop or loan computer. If you have a guest or friend who wants to use Tor but doesn’t have the ability or time to run Tor on their computer, this gift will make the first step much easier.

Sicherheit gegen Abhörprogramme wie Prism kann die Tor-Software allerdings nicht versprechen – sie anonymisiert nur die Internetverbindungen. Die Entwickler schreiben in einem Beitrag zum Thema im Tor-Blog:

By itself, Tor does not protect the actual communications content once it leaves the Tor network. This can make it useful against some forms of metadata analysis, but this also means Tor is best used in combination with other tools.

Allerdings: Wer den Onion Pi oder ähnliches nachbaut, kann viel über deren Funktionsweise lernen – das beste Mittel gegen digitale Unmündigkeit.

June 13 2013

Four short links: 13 June 2013

  1. The Unengageables (Dan Meyer) — They signed their “didactic contract” years and years ago. They signed it. Their math teachers signed it. The agreement says that the teacher comes into class, tells them what they’re going to learn, and shows them three examples of it. In return, the students take what their teacher showed them and reproduce it twenty times before leaving class. Then they go home with an assignment to reproduce it twenty more times. Then here you come, Ms. I-Just-Got-Back-From-A-Workshop, and you want to change the agreement? Yeah, you’ll hear from their attorney. Applies to management as much as to teaching.
  2. Fixing SigninThe general principle can be stated simply, in two parts: first, give users a trust-worthy way to identify themselves. Second, do so with as little information as possible, because users don’t want to (and simply can’t) remember things like passwords in a secure way. (via Tim Bray)
  3. Retro Gaming with Raspberry Pi (Adafruit) — finally, a clear incentive for kids to work through the frustration of setting up their own Linux box.
  4. Mieko Haire — Apple’s fictious demo lady. Or is she fictitious? This is a new aesthetic-esque glitch, but while most glitches are glitches because you see something that doesn’t exist, this is glitchy because the fictions are actual people. Ok, maybe I need to lay off the peyote.

May 28 2013

Four short links: 28 May 2013

  1. My Little Geek — children’s primer with a geeky bent. A is for Android, B is for Binary, C is for Caffeine …. They have a Kickstarter for two sequels: numbers and shapes.
  2. Visible CSS RulesEnter a url to see how the css rules interact with that page.
  3. How to Work Remotely — none of this is rocket science, it’s all true and things we had to learn the hard way.
  4. Raspberry Pi Twitter Sentiment Server — step-by-step guide, and github repo for the lazy. (via Jason Bell)

May 07 2013

Four Short Links: 7 May 2013

  1. Raspberry Pi Wireless Attack ToolkitA collection of pre-configured or automatically-configured tools that automate and ease the process of creating robust Man-in-the-middle attacks. The toolkit allows your to easily select between several attack modes and is specifically designed to be easily extendable with custom payloads, tools, and attacks. The cornerstone of this project is the ability to inject Browser Exploitation Framework Hooks into a web browser without any warnings, alarms, or alerts to the user. We accomplish this objective mainly through wireless attacks, but also have a limpet mine mode with ettercap and a few other tricks.
  2. Industrial Robot with SDK For Researchers (IEEE Spectrum) — $22,000 industrial robot with 7 degrees-of-freedom arms, integrated cameras, sonar, and torque sensors on every joint. [...] The Baxter research version is still running a core software system that is proprietary, not open. But on top of that the company built the SDK layer, based on ROS (Robot Operation System), and this layer is open source. In addition, there are also some libraries of low level tasks (such as joint control and positioning) that Rethink made open.
  3. OtherMill (Kickstarter) — An easy to use, affordable, computer controlled mill. Take all your DIY projects further with custom circuits and precision machining. (via Mike Loukides)
  4. go-raft (GitHub) — open source implementation of the Raft distributed consensus protocol, in Go. (via Ian Davis)

April 16 2013

Four short links: 16 April 2013

  1. Triage — iPhone app to quickly triage your email in your downtime. See also the backstory. Awesome UI.
  2. Webcam Pulse Detector — I was wondering how long it would take someone to do the Eulerian video magnification in real code. Now I’m wondering how long it will take the patent-inspired takedown…
  3. How Microsoft Quietly Built the City of the FutureThe team now collects 500 million data transactions every 24 hours, and the smart buildings software presents engineers with prioritized lists of misbehaving equipment. Algorithms can balance out the cost of a fix in terms of money and energy being wasted with other factors such as how much impact fixing it will have on employees who work in that building. Because of that kind of analysis, a lower-cost problem in a research lab with critical operations may rank higher priority-wise than a higher-cost fix that directly affects few. Almost half of the issues the system identifies can be corrected in under a minute, Smith says.
  4. UDOO (Kickstarter) — mini PC that could run either Android or Linux, with an Arduino-compatible board embedded. Like faster Raspberry Pi but with Arduino Due-compatible I/O.

January 17 2013

Four short links: 17 January 2013

  1. Free Book Sifter — lists all the free books on Amazon, has RSS feeds and newsletters. (via BoingBoing)
  2. Whom the Gods Would Destroy, They First Give Realtime Analytics — a few key reasons why truly real-time analytics can open the door to a new type of (realtime!) bad decision making. [U]ser demographics could be different day over day. Or very likely, you could see a major difference in user behavior immediately upon releasing a change, only to watch it evaporate as users learn to use new functionality. Given all of these concerns, the conservative and reasonable stance is to only consider tests that last a few days or more.
  3. Web Book Boilerplate (Github) — uses plain old markdown and generates a well structured HTML version of your written words. Since it’s sitting on top of Pandoc and Grunt, you can easily make your books available for every platform. MIT-style license.
  4. Raspberry Pi Education Manual (PDF) — from Scratch to Python and HCI all via the Raspberry Pi. Intended to be informative and a series of lessons for teachers and students learning coding with the Raspberry Pi as their first device.
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl