Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

January 20 2013

02mydafsoup-01
[...]

The protests were triggered by an appar­ently insig­ni­fic­ant and mar­ginal issue in local polit­ics. In Mari­bor, the second largest city of Slov­e­nia, the city mayor com­mit­ted a private com­pany to install cam­eras across the city, in order to con­trol the traffic and pen­al­ize the viol­a­tions of speed lim­its. The main prob­lem was that the pen­al­ties would be paid to the same private com­pany. This then added fuel to the already foun­ded accus­a­tions of cor­rup­tion in the city coun­cil and not­ably in the mayor’s office. The occa­sional protests cul­min­ated in what became known as the “Mari­bor upris­ing”, where, for the first time in the short his­tory of Slov­e­nian inde­pend­ency, the police used excess­ive viol­ence, water can­nons, heli­copters etc. The com­bin­a­tion of local issues and cyn­ical polit­ical reac­tions from the gov­ern­ing parties lead to the situ­ation in which a vast major­ity could recog­nize their own dis­sat­is­fac­tion and frus­tra­tion with the gov­ern­ing polit­ics, and more broadly with the prob­lem­atic polit­ical tra­di­tion in Slov­e­nia. The ini­ti­at­ives for protests spread across the coun­try and the major­ity of organ­ising was con­duc­ted through the social networks.

[...]
The People Returns: A footnote to protests in Slovenia | Critical Legal Thinking 2013-01-16

December 14 2012

02mydafsoup-01

December 02 2012

02mydafsoup-01

[...]

Der Innsbrucker Wissenschaftler, der den Skandal um die Tiroler Kinderheime aufdeckte, spricht gegenüber dem KURIER nicht nur von einer „ökonomisch völlig unvernünftigen Privatisierung, die die Republik Österreich, das Unternehmen und die Mitarbeiter schädigte“. Sondern auch über Missachtung des Aktienrechts, politische Interessen, Ideologie, Budgetnöte und „extrem viele Ungereimtheiten“. Nachzulesen im dieser Tage erschienenen Buch „Ohne Filter“ (StudienVerlag).

Der Anfang vom Ende begann in den 90er-Jahren, als die Austria Tabak (AT) den Sportartikelkonzern HTM, einen Sanierungsfall, übernahm. Dem Vorstand unter Beppo Mauhart war klar, dass das Tabakmonopol auf Dauer nicht zu halten war, man suchte wie die Big Player der Branche nach Diversifizierungen. Als die AT aufgrund hoher Wertberichtigungen für HTM erstmals vorübergehend in die roten Zahlen rutschte, überschlugen sich die Ereignisse. Innerhalb von nur sechs Wochen, nachdem der AT-Aufsichtsrat das Sanierungskonzept beschloss, wurden Mauhart und der gesamte Vorstand zum Rückzug gezwungen und HTM an den schwedischen Investor Johan Eliasch verschenkt. Der zahlte einen symbolischen Kaufpreis von 727.000 Euro und erhielt als Draufgabe das Sanierungskonzept sowie 87 Mio. Euro, die von der AT für die HTM vorgesehen waren. Rechnungshof und EU-Kommission attestierten, dass dieser Deal „nicht die kostengünstigste Alternative“ war.

„Stark auffällig, da darf man sich was denken“, kommentiert Schreiber dabei die Rolle des Investmentbankers Michael Treichl. Der Bruder von Erste-Group-Chef Andreas Treichl war für Warburg als Berater beim Kauf der HTM tätig. Dann arbeitete er am Sanierungskonzept mit, fädelte den Verkauf an seinen Freund Eliasch ein und zog schlussendlich in den Aufsichtsrat von HTM ein.

[...]

Austria Tabak – in Rauch aufgelöst | KURIER.AT 2012-12-01

January 27 2012

02mydafsoup-01
[...]

Mathew D. Rose: Mit der R rot-grünen Regierung wurde der Korporatismus in der Bundesrepublik aufgegeben. Diesen Korporatismus will ich keinesfalls verklären, doch mit ihm wurde nach einem gesellschaftlichen Konsens gesucht, auch wenn die Interessen der Wirtschaft meist bevorzugt wurden. Mit der Kommerzialisierung der Demokratie unter Rot-Grün bekam der Höchstbietende den politischen Vorrang - und zwar er allein. Dann gab es zum Beispiel die Liberalisierung der Finanzmärkte, die Riester-Rente und Hartz IV ohne Mindestlohn. Unter der gegenwärtigen Bundesregierung kamen der zeitweise Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg und die Reduzierung der Mehrwertsteuer für das Hotelgewerbe dazu. Alle Parteien wandelten Partikularinteressen in Gesetze um und behaupteten, dass das alternativlos war

[...]
"Die Parteien sind Konzerne geworden" | Telepolis 2012-01-27
Reposted byeat-slowkissalonecomplexFrauJulepowerToThePoeplegregoaregenmaedchen

October 27 2011

02mydafsoup-01
Play fullscreen
satirical and subversive one-man anti-corporativism activism in UK

via oAnth at Diaspora*
Reposted by99percentkrekkdombi

October 06 2011

02mydafsoup-01

September 13 2011

02mydafsoup-01

Swedes oppose profits in free schools | Social-Europe.eu - Fredrik Jansson - 2011-09-13


According to a report by The National Union of Teachers in Sweden (Lärarnas riksförbund), there is  solid opposition among Swedes regarding profits being taken out of the private so-called free schools. Eight out of ten Swedes want to see this limited. Even among centre-right voters 73 percent want to see such restrictions. Among centre-left voters 88 percent oppose profits.

Moreover, every other Swede does not think that there is equivalence in the schools in their own municipality.

The President of The National Union of Teachers in Sweden, Metta Fjelkner comments:

“The National Union of Teachers in Sweden wants all surplus reinvested in the school, into everything that improve the quality of teaching, as smaller classes, better facilities and equipment, qualified and well-paid teachers. There is something wrong with the school if it is on its knees with a lack of equivalence and declining academic achievement, while private owners can bring home millions in profits.”

September 10 2011

Gesellschaftstheorie - Zukunft Eigentum.



--------------------------------
quotation added by oAnth

[...]

Als 1989 der osteuropäische Staatssozialismus implodierte und die gesellschaftliche Transformation zur Restauration des Kapitalismus begann, wurde mit größter Selbstverständlichkeit als Erstes die Eigentumsfrage geklärt. Viel Federlesens wurde nicht gemacht; das Staatseigentum, bestehend aus Betrieben, Banken, Immobilien usw. wurde zwar nicht vollständig, aber weitgehend zerschlagen. Zumeist wurde es privatisiert, ein Teil landete bei den verschiedenen Gebietskörperschaften, ein anderer Teil wurde liquidiert. Die in den führenden kapitalistischen Ländern mit dem neoliberalen Umbau der Gesellschaft Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre in Gang gesetzte Privatisierung öffentlichen Eigentums erhielt einen gewaltigen Schub. »Alles muss raus!« lautete der ironische Titel einer kritischen Analyse dieser Vorgänge.
Wieder einmal wurde dem Publikum die Relevanz der Eigentumsfrage als einer Grundfrage der sozialen und institutionellen Ordnung und Struktur der Gesellschaft praktisch eingehämmert. Was die Bürger im privaten Leben täglich erfahren, den Unterschied von Mein und Dein, gewann mit einem Mal auf einem Feld an Bedeutung, über das sie sich lange Zeit wenig Gedanken gemacht zu haben schienen, das dennoch ihr Alltagsleben fundamental prägt: Kommt der Strom von einem privaten oder einem kommunalen Anbieter? Soll der Kindergarten städtisch bleiben, oder soll er privatisiert werden? Was bedeutet das für die Gebühren und die Bildungs- und Erziehungsinhalte? Sollen profitorientierte Unternehmer über die Wohnungsmiete entscheiden oder haben Kommunalpolitiker ein Wörtchen mitzureden? Sollen Leistungen der Daseinsvorsorge, z. B. des Gesundheitswesens, öffentlich oder privat erbracht werden? Auch die wissenschaftlichtechnische Entwicklung erfordert regelmäßig aufs Neue eigentumspolitische Entscheidungen: Wem gehören wissenschaftliche Entdeckungen, der Meeresboden, die Arktis, das Erbgut von Pflanzen und Tieren, die Rundfunkfrequenzen? Wem sollten sie gehören? Musikkonzerne und Pharma-Riesen senden »Scouts« aus; die einen, um in den musikalischen, die anderen, um in den medizinischen Überlieferungen naturnaher Völker nach Verwertbarem zu forschen, den natürlichen und kulturellen Besitz dieser Völker also faktisch zu enteignen. Hier wird auf ganz praktische Weise klargemacht, dass Fragen der Umweltpolitik, der Kultur, der Nutzung des Internets oder des Zugangs zum geistigen Reichtum der Gesellschaft mit der Frage nach dem Eigentum eng verknüpft sind. Die enorme Ausdehnung des menschlichen Wissens gleicht der Schaffung neuer, virtueller Räume. Aber auch die wirtschaftlich nutzbaren stofflichen Räume erweitern sich; der Mensch dringt tiefer in die Erdkruste vor, er erschließt sich die Tiefen des Ozeans, die Arktis und die Antarktis, das All und andere Himmelskörper. Die Eigentumsfrage stellt sich heute auch in Bezug auf diese neuen Räume, die scheinbar Niemandsland sind. Den Erstzugriff realisiert aber oft nicht die menschliche Gemeinschaft, vielmehr sichern sich private, profitorientierte Verwerter diesen Zugriff.

Gegen diese »Akkumulation durch Enteignung«, wie David Harvey das nennt,1 treten jedoch auch Gegenkräfte auf den Plan.

[...]

Reposted fromnunatak nunatak

September 08 2011

02mydafsoup-01

[...]

The Neoliberal Education System in Chile

For the last 30 years, the principal function of the Chilean educational system has been to expand the accumulation of capital. This has been done through the deepening of the educational model first developed by the dictatorial regime of Augusto Pinochet, a task the post-Pinochet governments of La Concertacion were happy to carry out. Central to this model was the transfer of fiscal responsibility for elementary and secondary education to the municipal level, while providing subsidies to private schools. Recognizing the unpopularity of this model, the current neoliberal right wing government led by the billionaire, Sebastián Piñera, sought to reform the system by increasing the privatization of elementary and secondary education.

At the post-secondary level, the government has allowed a steady increase in tuitions. Currently, students in Chile pay an average tuition of 300,000 pesos ($630) per month, making this one of the most expensive post-secondary education in the world (particularly relative to income levels). Not surprisingly, privatization has opened the door to transnational capitalists, particularly banks who have been more than happy to provide students with ample debt loads to finance their studies. In addition, the post-secondary system is highly class divided. Working-class students receive a second-rate education at the elementary and secondary level and at underfunded public universities where they are taught to be followers and prepared for a routine life of unskilled, low-wage and precarious employment, if not unemployment. In contrast, upper-class students attend private schools and universities where they are socialized to internalize the prevailing values of free markets and individual success with the hope of one day obtaining a management position at a large corporation.

[...]

‘Our future is not for sale’: The Chilean Student Movement Against Neoliberalism | Solidarity 2011-09-06
Reposted bydatenwolfdatenwolf

September 02 2011

Play fullscreen
Student Movement Rocks Chile
Students campaign against privatized educational system, demand education as a right


November 09 2010

02mydafsoup-01

Die Privatisierung der Politik – Markt und Wettbewerb steuern die Bildung (link zu den NDS)

Vortrag im Rahmen der 66. Pädagogischen Woche des GEW-Bezirksverbandes Lüneburg in Cuxhaven-Duhnen, am 5. November 2010. Von Wolfgang Lieb

Ich möchte das mir gestellten Thema „Privatisierung“ unter zwei Aspekten behandeln:

Zuerst werde ich einen kritischen Blick auf die markt- und wettbewerbsgesteuerte „unternehmerische Hochschule“ werfen (I.).
Danach will ich in der gebotenen Knappheit versuchen, die Triebkräfte für den Paradigmenwechsel von der staatlich verantworteten, sich selbst verwaltenden Hochschule zur wettbewerbsgesteuerten „unternehmerischen“ Hochschule aufzuzeigen (II.) und dabei schließlich den Einfluss des bertelsmannschen Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) beleuchten . (III.)

[...]
Die Privatisierung der Politik – Markt und Wettbewerb steuern die Bildung - Vortrag Wolfgang Lieb | Offene Ablage: nothing to hide 20101108

October 30 2010

02mydafsoup-01

Download: Die Wasserverträge als PDF (7,3 MB)

Von Sebastian Heiser

Die Verträge dokumentieren, wie das Land Berlin den privaten Anteilseignern eine Gewinngarantie eingeräumt hat, die selbst das Landesverfassungsgericht nicht aushebeln konnte. Die ganze Geschichte über die Verträge steht an diesem Wochenende in der sonntaz: Wie es in den Neunzigerjahren zur Vereinbarung solcher Konditionen kam, wie hoch die Gewinne für die privaten Anteilseigner gestiegen sind und was die damals verantwortliche Finanzsenatorin heute über das Geschäft sagt. Die sonntaz gibt es an jedem gut sortierten Kiosk oder per Wochenendabo. Und die Sache mit der Gewinngarantie funktionierte so:

Warum sind hohe Gewinne mit Wasser eigentlich nicht erlaubt?

Die Berliner Wasserbetriebe haben ein Monopol sowohl auf die Versorgung der Hauptstadt mit Leitungswasser als auch auf die Reinigung des Abwassers. Haushalte sind gesetzlich gezwungen, sich ans Netz anzuschließen. Die Wasserbetriebe sind, trotz der Beteiligung privater Anteilseigner, formal weiter eine Anstalt öffentlichen Rechts. Für ihre Tarife gelten der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und das Grundrecht auf Gleichbehandlung aus Artikel 3 des Grundgesetzes. Die Richter des Berliner Verfassungsgerichtshofes leiteten daraus ab, es müsse bei den Tarifen “eine sachgerechte Verknüpfung zwischen den Kosten und der Höhe des zu erhebenden Entgelts” geben. Zwar gebe dies “dem Gesetzgeber innerhalb gewisser Grenzen einen Entscheidungs- und Gestaltungsspielraum”. Auch Gewinne seien möglich. Man dürfe die Tarife aber nicht “völlig unabhängig von den tatsächlichen Kosten” ansetzen.

Auf welchem Wege sollten die Wasserbetriebe dennoch Gewinne machen?

Als das Land Berlin Ende der Neunzigerjahre nach einem Käufer für die Wasserbetriebe suchte, griff es zu einem Trick, der bei öffentlichen Unternehmen bundesweit üblich ist: In die Tarife sollten auch fiktive Kosten einberechnet werden. Die Wasserbetriebe sollten für das Kapital, das für die Anlagen zur Wasserver- und -entsorgung notwendig ist, fiktive Zinsen berechnen. Diese Zinsen sollten dann den Kunden über die Wassertarife in Rechnung gestellt werden. Da tatsächlich gar keine Zinskosten in dieser Höhe anfallen, sollte dann ein Gewinn übrig bleiben. Und je höher die fiktiven Zinsen, desto höher der Gewinn.

Wie hoch sollten die fiktiven Zinsen ursprünglich sein?

Die Zinsen sollten sich nach der Rendite von Bundesanleihen richten, zusätzlich war noch ein fester Extrazuschlag vorgesehen. In Paragraf 3 Absatz 2 des 1999 beschlossenen Gesetzes zur Teilprivatisierung der Wasserbetriebe hieß es: “Als angemessene Verzinsung des betriebsnotwendigen Kapitals gilt die durchschnittliche Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen in einem Zeitraum von 20 Jahren, die der jeweiligen Kalkulationsperiode vorausgehen, zuzüglich 2 Prozentpunkte.”

Warum wurden die Zinsen in dieser Höhe zunächst gekippt?

Der Berliner Verfassungsgerichtshof urteilte im Oktober 1999, dass im Prinzip nichts gegen fiktive Zinsen einzuwenden sei. Die seien ein Ausgleich dafür, dass Kapital in den Wasserbetrieben steckt, das man ansonsten gegen Zinsen anlegen könnte. Es sei auch rechtmäßig, den Zinssatz für Bundesanleihen als Maßstab zu nehmen. Der Zuschlag von zwei Prozentpunkten unabhängig von der tatsächlichen Teilprivatisierung sei aber verfassungswidrig: “Die Einbeziehung des in Rede stehenden Zuschlags in die durch Benutzungsentgelte zu deckenden Kosten einer öffentlichen Einrichtung, die – wie hier – eine lebensnotwendige Staatsaufgabe im Bereich der Daseinsvorsorge erfüllt, muss sich der Höhe nach durch eine Betrachtungsweise rechtfertigen lassen, die die spezifisch erwerbswirtschaftlichen Kalkulationsmaximen der Privatwirtschaft nicht unbesehen übernimmt, sondern dem öffentlichen Auftrag der Gemeinwirtschaft Rechnung trägt.” Das Gericht erklärte den Zweiprozentzuschlag daher für verfassungswidrig.

[...]

Und wie wurden die Gewinne trotzdem garantiert?

In den Geheimverträgen ist festgelegt: Wenn der Paragraf des Gesetzes, in dem die Höhe der fiktiven Zinsen vorgegeben wird, für verfassungswidrig erklärt wird, muss das Land für die Folgen aufkommen: Es muss den privaten Anteilseignern der Wasserbetriebe (die sich in der BB-AG zusammengeschlossen hatten) die entgangenen Gewinne ersetzen. In Paragraf 23 Absatz 7 des bislang geheimen Konsortialvertrages heißt es: “Wird § 3 des Teilprivatisierungsgesetzes ganz oder teilweise für nichtig oder aufgrund einer Entscheidung eines Verfassungsgerichts mit höherrangigem Recht für unvereinbar erklärt und führt die Nichtigerklärung zu wirtschaftlichen Nachteilen der Berliner Wasserbetriebe, so ist das Land Berlin verpflichtet, unverzüglich gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben, der Holding und der BB-AG zu prüfen, welche rechtlichen und/oder tatsächlichen Maßnahmen geeignet sind, die Nachteile der Berliner Wasserbetriebe in vollem Umfang auszugleichen. Der Senat von Berlin wird insbesondere prüfen, ob die Nachteile durch eine Novellierung des Teilprivatisierungsgesetzes ausgeglichen werden können. […] Soweit die Nachteile der Berliner Wasserbetriebe durch die in Satz 2 oder Satz 3 genannten Maßnahmen nicht ausgeglichen werden […], verpflichtet sich das Land Berlin, der BB-AG die geringeren Gewinne oder höheren Verluste der BB-AG aus dem Vertrag über die Gründung einer stillen Gesellschaft, die auf der Nichtigerklärung beruhen, in vollem Umfang auszugleichen. […] Der Ausgleich nach Satz 4 und Satz 5 erfolgt durch eine teilweise oder vollständige Abtretung des Gewinnanspruchs des Landes Berlin gegen die Berliner Wasserbetriebe für das jeweilige Geschäftsjahr.” (Siehe Seite 47-48 in der PDF-Datei mit den Wasserverträgen)

[...]

Die ganze Geschichte dieser räuberischen Privatisierung – an diesem Wochenende in der sonntaz.

Siehe auch:
Beitrag der Abendschau im RBB


at Rechercheblog

May 14 2010

02mydafsoup-01
Der große Ausverkauf - The Great Sellout
(Germany 2006 - mostly in English, with German subtitles)

Youtube Playlist in 10 pts - permalink

"Diese Dokumentation ist ein absolutes Muß. Florian Opitz offenbart in seinem schockierenden Dokumentarfilm die zum Teil dramatischen Folgen von Privatisierung zur Steigerung des Wirtschaftswachstums. An konkreten Beispielen wie Soweto, wo die Einwohner sich den Strom des neuen Anbieters nicht mehr leisten können, oder England, wo sich nach der privaten Übernahme von British Rail die tödlichen Unfälle häufen, zeigt er, dass das so genannte Allheilmittel zur Sanierung öffentlicher Kassen alles andere als gut funktioniert und vor allem die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt."

Citation form the youtube sidebar
yt-account: Sitanok

April 23 2010

Öffnung oder Zensur?

Von Toni Keppeler | Latinomedia |– Langsam, ganz langsam werden die Kubaner zu Kapitalisten. Noch nicht mir Haut, aber immerhin schon mit Haaren. Ohne öffentliche Ankündigung oder gar Erklärung werden seit Anfang diesen Monats die bislang durchweg staatlichen Friseur- salons privatisiert.

Die Barbiere und Friseusen auf Castros Insel bekommen nicht mehr den kargen kubanischen Einheitslohn ihrer Branche, sondern arbeiten nun in die eigene Tasche. Und sie bezahlen Miete für ihre Etablissements, die weiterhin in Staatshand bleiben.

Steuern natürlich auch. Was auf den ersten Blick aussieht wie eine Fortsetzung der vorsichtigen marktliberalen Öffnung der Regierung des kleinen Castro, wirft auf den zweiten Blick eine fast unbeantwortbare Frage auf: Warum gerade die Friseure?

Wer schon einmal in Havanna in einem Friseursalon war, der weiß, dass dort lange Reihen von mit Kunstleder überzogenen Sesseln aufgestellt sind, auf denen die Kunden zum Einheitspreis abgefertigt werden. Und es gibt weitere Reihen von mit Plastik bezogenen Stühlen, auf denen andere Kunden schwitzend festkleben und darauf warten, an die Reihe zu kommen. Nun ist in Kuba das Verbot, auf privater Basis Menschen auszubeuten, noch immer nicht gefallen. Ausbeuten darf weiterhin nur der Staat.

Wie aber soll Privatwirtschaft in solchen kollektiven Haarschneidehallen funktionieren, wenn jeder nur aus der eigenen Arbeit Gewinn erzielen darf. Muss dann jeder, der dort Geld verdienen will, seinen eigenen Friseursessel anmieten? Und seinen eigenen Stuhl, auf dem sein nächster Kunde warten darf? Und was ist, wenn ein Figaro zwei wartende Kunden hat?

Muss dann einer stehen, obwohl der vom nächsten Friseur angemietete Wartestuhl gerade frei ist? Oder kann ihn ein Haarschneider mit weniger Andrang kurzfristig an einen Kollegen mit mehr Zulauf untervermieten? Sind private Untervermietungen von staatlichem Eigentum mit dem karibischen Sozialismus zu vereinbaren oder lauert da nicht die Konterrevolution? Raúl Castro schweigt zu diesen Fragen.

Vielleicht ist die Privatisierung des Haarschneidewesens am Ende nur ein Falle: Vordergründig gibt man sich marktliberal, lockt aber die neuen Unternehmer in antisozialistisches Verhalten, was dann ein Vorwand wäre, die Friseursalons zu schließen. Innenarchitektonisch wäre das kein Verlust. Ich zumindest kenne keinen äußerlich attraktiven Friseursalon in Kuba. Für den Austausch von Nachrichten und Gerüchten aber wäre das Verschwinden dieser kollektiven Einrichtung ein schwerer Verlust. Wo sonst können 50 Menschen und mehr ungestört zusammenkommen und einfach plaudern.

„Radio Bemba“ nennen die Kubaner diese Art des Nachrichtenaustauschs, der viel interessanter ist als die Parteizeitung „Granma“ und zudem staatlich nicht kontrolliert werden kann. Wenn Friseursalons demnächst wegen antisozialistischer Untervermietung staatlicher Wartestühle geschlossen werden und private Friseure nur noch bei sich zu Hause einzelne Kunden bedienen dürfen, ist klar: Es ging bei der Privatisierung des Friseurhandwerks nicht um eine Öffnung zur Marktwirtschaft, es ging um die Zensur von Radio Bemba.

Toni Keppeler, 14.4.2010

 

Quelle: – Latinomedia – Mit freundlicher Genehmigung durch Herrn Toni Keppeler, zur Wiedergabe hier auf dem womblog.de.Besten Dank und Grüße nach San Salvador!

YIGG.de | Twitter | Radio Utopie | Partnernetzwerk | Info


Lopez Suarez vom Womblog [Worte oder mehr]

Reposted fromZaphod Zaphod

April 17 2010

Katastrophe Zugverkehr: Wetter bezwingt kaputtgesparte Bahn | Frankfurter Rundschau - Top-News | 20100410 - Thomas Wüpper

[...] Im Schnitt fielen [...] jeden Tag 114 Züge der 27.000 täglichen Fern- und Regionalzüge teilweise oder ganz aus. Als Ursache wird die strenge Witterung genannt. [...] So ändern sich die Zeiten. In den 70er Jahren warb die Bundesbahn sogar mit ihrer Wetterresistenz. Ihr Werbeslogan: "Alle reden vom Winter - nur wir nicht!" [....] Als die Bahn Kurs auf die Börse nahm, wurde [...] bei der teuren Wartung massiv und fahrlässig gespart. Mit fatalen Folgen, wie sich bei der ICE- Flotte und der Berliner S-Bahn zeigte. Die Bahnaufsicht zog Hunderte Züge wegen massiver Sicherheitsrisiken zeitweise aus dem Verkehr. [...] Die Reparaturwerke, die jahrelang ebenfalls "verschlankt" oder gleich geschlossen wurden, sind [...] völlig überlastet. [...] Das Management spart die Deutsche Bahn kaputt. [...] im Schnitt [mussten] 30 Fernzüge pro Tag teils oder ganz gestrichen werden - dreimal so viel wie im Winter davor und [...] sechsmal so viel wie im Winter 2007/2008. [...]

Katastrophe Zugverkehr: Wetter bezwingt kaputtgesparte Bahn | Frankfurter Rundschau - Top-News | 20100410 - Thomas Wüpper

[...] Im Schnitt fielen [...] jeden Tag 114 Züge der 27.000 täglichen Fern- und Regionalzüge teilweise oder ganz aus. Als Ursache wird die strenge Witterung genannt. [...] So ändern sich die Zeiten. In den 70er Jahren warb die Bundesbahn sogar mit ihrer Wetterresistenz. Ihr Werbeslogan: "Alle reden vom Winter - nur wir nicht!" [....] Als die Bahn Kurs auf die Börse nahm, wurde [...] bei der teuren Wartung massiv und fahrlässig gespart. Mit fatalen Folgen, wie sich bei der ICE- Flotte und der Berliner S-Bahn zeigte. Die Bahnaufsicht zog Hunderte Züge wegen massiver Sicherheitsrisiken zeitweise aus dem Verkehr. [...] Die Reparaturwerke, die jahrelang ebenfalls "verschlankt" oder gleich geschlossen wurden, sind [...] völlig überlastet. [...] Das Management spart die Deutsche Bahn kaputt. [...] im Schnitt [mussten] 30 Fernzüge pro Tag teils oder ganz gestrichen werden - dreimal so viel wie im Winter davor und [...] sechsmal so viel wie im Winter 2007/2008. [...]
Reposted bykrekk krekk

April 15 2010

Die Bertelsmann Stiftung und die Ökonomisierung der Politik - TP 20091010 - Frank Böckelmann

[...] Was sich heute in den Staaten mit repräsentativem Regierungssystem auf beiden Seiten des Nordatlantiks vollzieht, ist die Privatisierung, genauer, die Ökonomisierung der Politik. Sie hat zwei Dimensionen: zum einen die Ablösung kollektiver und territorial gebundener Identitäten durch austauschbare Standorte, zum anderen die Neutralisierung demokratischer Verfahrensweisen und staatlicher Institutionen durch Absprachen in elitären Netzwerken. Politisches Handeln und Staatstätigkeit rechtfertigen sich in letzter Instanz als Garanten überlegener wirtschaftlicher Ratio. [...]
Reposted bykrekkkellerabteil
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl