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November 28 2010

02mydafsoup-01

Staatsbürgerlicher Unterricht


In nicht allzu ferner Zukunft wird im Rahmen von parteienunterstützten  "Ausflügen" ganz im Geiste von Frau Minister Schröders "Gefährlichen Dreiklang" diese Art willkürlich assoziativ geprägter Verdächtigungs-Gesinnung institutionell bei unseren Kindern ankommen, und dann gilt es die elterliche Unterschrift und das nötige zusätzliche Kleingeld für ähnliche staatsbürgerlich bildende Exkursionen widerstandslos zu berappen: einige von uns mögen sich irritiert an islamistisch erziehende Eltern erinnern, die ihre Kinder nicht zu Wandertagen, Schwimmunterricht und kulturbeflissenen Ausflügen aufgrund ihrer fundamentalistischen Ablehnung gegenüber westlichen Verhaltensnormen und ihrer Vorstellung von der strikten Trennung der Geschlechter teilnehmen ließen; diejenigen Bedenkenträger unter den Eltern, die sich mitunter nicht  rechtzeitig an besagten renitenten Teil der Elternschaft erinnern wollen, werden, so steht es allerdings zu befürchten, ganz unsanft spätestens durch Klass- und Schulleitung auf letzteren hingewiesen, indem sie sich unversehens im Verdächtigungskreis der unliebsamen bis potentiell staatsbürgerlich unzuverlässigen Erziehungsberechtigten wiederfinden; sollten unsere Kinder dann weinend nach Hause kommen, weil ein Reihe von Mitschülern nicht (mehr) neben ihnen die Schulbank drücken möchte, wird das die elterliche Erklärungsnot den Kindern und sich selbst gegenüber nicht eben mindern.

Die Aus- und Weiterbildung der Lehrerschaft zu besagter Thematik lässt Schlimmes vermuten: was da an Universitäten, so steht es jedenfalls bis dato noch zu hoffen, mitunter durchaus differenzierter vorgetragen wird, kommt spätestens mit dem Schulreferendariat unter die Räder, wenn Fachvorgesetzte, ministeriale Anordnungen, zeitliche und personelle Einschränkungen den schulischen Alltag diktieren.

Schlimmer noch, und langfristig von verheerend tiefgreifender Wirkung: die akademische Klinkenputzermentalität an unseren mit der Droge "Drittmittel" abhängig gemachten Fakultäten, Forschungseinrichtungen und Denkfabriken scheint strukturbedingt jede Art von Studie zu Tage fördern, die politisch in die Landschaft passt. Der soziale Flurschaden, den Sarrazins Machwerk  und unterfütternde akademische Veröffentlichungen mit willfähriger Beihilfe der üblichen Medien-Ndrangheta anricht(et)en, ist sozialpsychologisch desaströs: in zunehmendem Maße behauptet der sich institutionell festigende Diskurs seinen destruktiven Einfluss im alltäglichen Miteinander, und zwar, weit über die Belange der Integrationsproblematik und weltanschaulich-politischer Gesinnung hinaus, in jegliches familiäre und nachbarschaftliche Verhältnis, richtet sich gegen Diskussionsbereitschaft und zwischenmenschliche Konfliktbewältigung, sowie fortschreitend gegen private erzieherische Autoritäten, seien diese nun die Eltern, oder diejenigen eines wie auch immer gearteten  persönlichen Umkreises, der differenzierteren Meinungsbildern anhängt.

(ergänzender Kommentar zu @fefe auf soup.io - Das Präventionsprogramm gegen Islamismus und Linksextremismus)

oanth - muc - 20101128

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