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July 10 2015

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// mit bester Empfehlung - oAnth

Vortrag "Die Eurokrise - Warum versagt die Wissenschaft?" von Prof Heiner Flassbeck am 01.07.2015 an der FU Berlin im Rahmen des Kurses "Finanzkrisen und Geldsystem".
Im Vortrag wird insbesondere auf die Währungsunion, Handelsungleichgewichte und Lohnstückkosten eingegangen.
Der Kurs wird mitorganisiert von den Kritischen Wirtschaftswissenschaftlern Berlin unter Kursleitung von Prof. Klaus Peter Kisker. Weitere Infos zum Kurs hier:

http://www.kriwis-berlin.org/finanzkrisen-u-geldsystem/

June 26 2015

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[...]

Die formale Demütigung des Schuldners in den „Verhandlungen“ (man sollte statt Verhandlungen eher davon sprechen, dass hier übermächtige Gläubiger einen Schuldner fünf Monate lang am ausgestreckten Arm haben verhungern lassen) wird nur noch überboten von der materiellen Demütigung. Inhaltlich hat die Athener Regierung das genau nicht erreicht, was der Kern der Forderungen von SYRIZA war, nämlich die Möglichkeit, dem Land und der Wirtschaft neue Impulse zu geben. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es werden Steuern erhöht, Ausgaben gekürzt und die „Flexibilisierung“ des Arbeitsmarktes wird weiter vorangetrieben. In einer Situation, wo der Einzelhandel eines Landes so am Boden liegt wie in Griechenland (siehe die unten stehende Abbildung aus unserem Konjunkturbericht von dieser Woche), ist schon der Gedanke an eine Mehrwertsteuererhöhung absurd.

Picture4

[...]

Insgesamt gibt es wiederum – wie schon von 2010 bis heute – keinen Hauch einer Vorstellung davon, wie man die griechische Wirtschaft so anregen könnte, dass sie in der Lage wäre, ohne weitere Katastrophe bei den sozialen Bedingungen im Land die Primärüberschüsse (also Überschüsse der staatlichen Ausgaben über die Einnahmen ohne Zins- und Tilgungszahlungen), die jetzt angestrebt werden (von ein Prozent 2015 bis zu vier Prozent in vier Jahren), zu erreichen. Nicht eine Maßnahme in dem Papier kann eine depressionsgeschüttelte Wirtschaft wieder zu einem normalen Leben erwecken.

Damit haben sich, jenseits aller kleinteiligen Kompromisse, die Gläubiger und vorneweg Deutschland vollständig durchgesetzt. Sie haben ihre Ideologie von der Flexibilisierung, der Privatisierung und dem Rückzug des Staates ohne Rücksicht auf die konkrete Lage und die schlimmen Folgen der seit 2010 verschriebenen Flexibilisierungsmaßnahmen durchgedrückt. Das ist ein Ausmaß an Borniertheit, Ignoranz und Arroganz, das seinesgleichen sucht. Es ist das Ende des Europas, das einsichtige Politiker einst suchten, als sie nach den Wirren des Krieges den Menschen Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Welt machen wollten. Die Folgen werden verheerend sein, und das ganz sicher nicht nur für Griechenland.

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http://www.flassbeck-economics.de/das-katastrophale-ende-des-griechisch-europaeischen-trauerspiels/
— Das katastrophale Ende des griechisch-europäischen Trauerspiels | Heiner Flassbeck - 2015-06-26
Reposted byiggy iggy
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[...]

Es ist ein hartes Erwachen, wie nach einer durchwachten Nacht. "Die Isolierung von Tsipras auf dem Gipfel" titelt die konservative griechische Zeitung Kathimerini am Freitag. Auch die linken Blätter sehen den griechischen Premier mehr denn je in der Enge. Noch am Donnerstagabend hatte der griechische Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis gehofft, die EU-Regierungschefs würden den Knoten in Brüssel durchschlagen. Nun wissen Alexis Tsipras und seine Mitstreiter: Angela Merkel und die anderen EU-Chefs werden es nicht richten. Der Ball ist zurück bei den Finanzministern. Das ist bitter für Tsipras.

Was der Premier auf dem nächtlichen Gipfel in Brüssel erlebt hat, das lässt sich nach griechischen Quellen nun in etwa so rekonstruieren: Heftige Kritik an Athen kam ausgerechnet von den Iren und den Portugiesen. Die mussten selbst schon harte Sparauflagen erfüllen, ohne dass es überhaupt ausführliche Debatten auf EU-Gipfeln gab, wie der irische Regierungschef Enda Kenny anmerkte. Früher habe Tsipras beklagt, Athen sei nie dieselbe Flexibilität bei den Reformen gewährt worden wie Irland und Portugal. Aber, so fragte Kenny den Griechen: Wo sind eure Strukturreformen?

Auch mit EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte Tsipras einen Zusammenstoß. Als Tusk auf Englisch sagte: "The Game is over" (das Spiel ist aus), explodierte Tsipras, wie die Zeitung Ta Nea schreibt. "Das ist kein Spiel", sagte Tsipras und betonte, hinter ihm stünden "1,5 Millionen Arbeitslose, drei Millionen Arme und Tausende Familien ohne Einkommen, die von der Rente ihrer Großeltern leben". Tusk, so drohte Tsipras, sollte nicht unterschätzen, zu was ein "gedemütigtes Volk" fähig sei. "Künftige Historiker" würden nicht verstehen, "dass wir mit unserem Vorschlag zu keiner Einigung kamen".

Besonders hart ging der bulgarische Premier Bojko Borissow mit Tsipras ins Gericht. In seinem Land betrage die Durchschnittsrente nur 180 Euro, weil man sich nicht mehr leisten könne. Borissow zeigte sich auch verärgert, dass Griechenland es schon seit Jahren nicht schaffe, eine gemeinsame Zollfahnder-Einheit mit Bulgarien aufzustellen, um den Grenzschmuggel zu bekämpfen.

[...]

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/griechenland-bittere-stunden-fuer-tsipras-1.2539155
— Bittere Stunden für Tsipras | SZ - 2015-06-26
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STANDARD: Was braucht es neben einer kräftigen Lohnentwicklung in Deutschland noch, damit Europa wieder aus der Rezession kommt?

Flassbeck: Es braucht wieder einen makroökonomischen Dialog, bei dem die Lohnentwicklung in Europa koordiniert wird. Da muss entschieden werden, wie sich Länder an ihre Produktivität anzupassen haben – und sie müssen sich anpassen, das ist das entscheidende.

STANDARD: Politisch schwer machbar.

Flassbeck: Tja, dann gibt's halt keine Währungsunion mehr. Eine Währungsunion bedeutet, dass ich entsprechend meinen Verhältnissen lebe. Ich kann weder systematisch über noch unter meinen Verhältnissen leben, und beides ist aber der Fall. Griechenland hat über seinen Verhältnissen gelebt und Deutschland unter seinen Verhältnissen. Österreich ist auch ein wenig darunter.

STANDARD: Ist Deutschland zu mächtig für diese EU?

Flassbeck: Das Problem ist, dass in einer Finanzkrise Gläubiger unheimlich mächtig werden und Deutschland ist der größte Gläubiger. Und die Sache ist, dass Deutschland nicht begreift, dass diese Macht des Gläubigers nicht eine gottgegebene Macht ist, sondern ein reiner Finanzmarkteffekt. Kluge Politiker würden mit dieser Macht sehr behutsam umgehen, aber kluge Politiker sind in Deutschland weit und breit nicht zu sehen.


http://derstandard.at/2000018011161/Oekonom-Flassbeck-Ich-halte-es-fuer-eine-Absurditaet

— Ökonom Flassbeck: "Es ist nicht nur Griechenland" | derstandard.at - 2015-06-26
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Sollte Griechenland aus der Eurozone ausscheiden, wäre ein Domino-Effekt zu befürchten: Griechische Banken drohten bei einem Bankrott ihre Tochtergesellschaften in den südosteuropäischen Staaten mit in den Abgrund zu reißen. "Wir schließen die Möglichkeit staatlicher Unterstützung für Banken nicht aus", erklärte die Agentur. Sollten diese Hilfen dann die Staatsfinanzen deutlich schwächen, könnte das negative Folgen für die Kreditwürdigkeit der Länder haben.

Der Marktanteil von Ablegern griechischer Geldhäuser wie der Alpha Bank, der Piraeus Bank und Eurobank Ergasias reicht laut S&P von 15 Prozent in Rumänien und Serbien bis hin zu mehr als 20 Prozent in Bulgarien und Mazedonien. S&P hatte zuvor erklärt, die Agentur gehe weiterhin davon aus, dass Griechenland in der Eurozone bleibt. Der langsame Fortschritt der Gespräche sei dennoch ein Zeichen, dass ein Ausscheiden des Landes aus der Währungsgemeinschaft möglich ist.
Angst um Zypern

Innerhalb der EU werden auf politischer Ebene und innerhalb den Notenbanken bereits seit Wochen Notfallpläne für den Fall diskutiert, dass Griechenland aus dem Euro ausscheidet. Bisher im Fokus standen dabei Bulgarien und Zypern. Für beide Länder gibt es nach Angaben von Euronotenbankern bereits konkrete Überlegungen, um eine Ausbreitung der Schockwellen bei einem Grexit zu verhindern.

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http://derstandard.at/2000017981501/SP-warnt-vor-Dominoeffekt-in-Suedosteuropa
— S&P warnt vor Dominoeffekt in Südosteuropa | derstandard.at - 2015-06-24

June 25 2015

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Erfrischend präzise moderiertes Interview im ORF (24.06.2015) von Johanna Jaufer mit Heiner Flassbeck

Euro, Griechenland, Deutschland, Europa
Itlien, Frankreich, Spanien

Merkantilismus, Monetarismus, Austerität,

Einkommen, Inlandsnachfrage, Ausfuhren,
Wohlstand, Lohndumping, Neuverschuldung,

Rechtsruck, Populismus

June 23 2015

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[Heiner Flassbeck, Wirtschaftsprofessor in Hamburg, öffentliche Vorlesung in Wien]

Ich halte [(...) heute, am Dienstag, den 23.06.2015] Nachmittag an der Universität Wien eine Vorlesung zum Thema Europäische Wirtschaftspolitik.

Die öffentliche Vorlesung findet im Hörsaal 8 am Oskar-Morgenstern-Platz 1 von 16.45-18.15  statt.

http://www.flassbeck-economics.de/veranstaltungshinweis-wien/
— flassbeck-economics.de - 2015-06-22

June 21 2015

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Eine ehrliche Politik hätte Angela Merkel womöglich das Amt gekostet. (...)

Der «Spiegel»-Kolumnist Wolfgang Münchau hatte völlig recht, als er nach dem Wahlsieg der Syriza im Januar 2015 schrieb: «In den vergangenen fünf Tagen ist das Ausmass von Angela Merkels katastrophaler Antikrisenpolitik so deutlich geworden wie nie zuvor. Die von ihr erzwungene Sparpolitik führte zu Deflation im Euroraum und zu Dauerrezession in Südeuropa.»

Gescheitert ist vor allem Merkels Idee, dass man die Krise aussitzen könne. Bei vielen politischen Themen mag das möglich sein. Skandale kommen und gehen, Konflikte lassen sich eindämmen, wenn man sich mehr Zeit zur Kompromissfindung lässt. Aber bei der Europäischen Währungsunion ist dies genau der falsche Ansatz. Die Probleme werden grösser, nicht kleiner, wenn man zuwartet.

Wie schlimm die Situation in Griechenland geworden ist, zeigt ein Blick auf die Gesundheitsversorgung. Die Ausgaben wurden seit Ausbruch der Krise um 50 Prozent gekürzt. In den ersten vier Monaten dieses Jahres erhielten die 140 Staatsspitäler mehr als 90 Prozent weniger als letztes Jahr, weil der Staat kein Geld mehr hat. Griechenland steckt seit längerem in einer humanitären Krise. Ein griechischer Arzt, der ein Gratisspital betreibt, gab kürzlich ein erschütterndes Interview mit dem Berliner «Tagesspiegel». Das Fazit: «Wer kein Geld hat, stirbt.»

Die verheerende Wirtschaftspolitik wäre nicht nötig gewesen, wenn die Weichen beim Ausbruch der Krise 2010 richtig gestellt worden wären. Jeder einigermassen gut informierte Beobachter wusste, dass das Austeritätsprogramm die Schulden nicht reduzieren, sondern erhöhen würde. Das ganze Programm war ökonomisch sinnlos. Griechenland war bereits bankrott, es hätte einen schnellen Schuldenschnitt gebraucht, nicht eine Verschiebung der Probleme.

Als Joe Ackermann 2010 öffentlich zu bezweifeln wagte, «ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen», reagierte die Bundeskanzlerin unwirsch. Sie liess über ihre Sprecherin ausrichten: «Es ist nicht an der Bundesregierung, die Meinungsäusserung von Herrn Ackermann zu kommentieren oder zu bewerten.» Es gebe «keinen Anlass und keinen Nutzen, darüber zu spekulieren, ob Griechenland fähig sein werde, seine Schulden zurückzuzahlen». Die Bundesregierung halte das Anpassungsprogramm von Griechenland «für realistisch» und habe «keinen Zweifel an der Entschlossenheit der griechischen Regierung, das in den nächsten Jahren umzusetzen».

Als der Bundestag im Mai 2010 die erste Kredithilfe an Griechenland verabschiedete, erklärte Merkel:

   "... Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der jetzt vorgeschlagene Lösungsweg einschliesslich der vierteljährlichen Überprüfungen der Umsetzung des griechischen Programms bietet mehr Chancen als jede andere Alternative. Er bietet die bestmögliche Gewähr dafür, dass der deutsche Steuerzahler, der über den Bund für die Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau bürgt, von einer Inanspruchnahme verschont bleibt. ..."

Möglicherweise hätte sie eine ehrliche Politik bald das Amt gekostet. Dann hätte sie aber wenigstens für sich in Anspruch nehmen können, dass sie das Richtige tun wollte. Ein Ehrenplatz in der Geschichte wäre ihr sicher gewesen. Nun wird die Nachwelt eher ungnädig urteilen: Machterhalt statt Problemlösung.

Zudem gibt es Vorbilder, die eine politische Kehrtwende vorgenommen haben, ohne dass sie aus dem Amt gedrängt worden sind. Ein Beispiel ist Charles de Gaulle. Am 1. Juni 1958 wurde er zum Ministerpräsidenten Frankreichs gewählt und machte sich sogleich auf nach Algerien, um den dort lebenden Franzosen seine Unterstützung im Algerienkrieg zu versichern. Auf dem Balkon des Regierungssitzes in Algier sprach er den berühmt gewordenen Satz: «Je vous ai compris.» Die Algerien-Franzosen jubelten und hofften, er werde die Aufständischen besiegen (hier ein kurzes Video).

Wenige Jahre später beendete de Gaulle den Krieg, weil er sah, wie sinnlos es war, sich der Unabhängigkeit Algeriens zu widersetzen.

[...]

http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/37350/ausgemerkelt/

— Ausgemerkelt | tagesanzeiger.ch 2015-06-17
Reposted bydarksideofthemoonSirenensangschaaf

June 01 2015

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@clifford vielen Dank für die kompetent gehandhabte Notbremse!

Bei Forschung-und-Wissen.de ist leider keine für's Nachhaken unumgängliche Kommentarspalte vorgesehen, und die launische Einlassung, aka "Rücknahme" bzw. "Update", auf blog.fefe.de trägt herzlich wenig zur Erhellung der offenbar unzureichenden Kenntnisse des für die journalistische Aufarbeitung Verantwortlichen bei.


February 24 2015

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September 17 2014

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September 09 2014

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August 20 2014

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July 23 2014

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4351 649d 500

Einen aussagekräftigeren Nachweis über seine meinungsbildende Nachhaltigkeit hätte sich der hochklassige deutschsprachige Qualitätsjounalismus nicht wünschen können.

Spiegel-online link via fefe
Reposted bydarksideofthemoon darksideofthemoon

July 21 2014

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Every black child in grade school is taught Adolph Hitler killed six million Jews and is the worst human being that ever lived. On the other hand our children are taught “The Right Honorable” Cecil Rhodes the founder of the De Beer diamond company in South Africa who killed ten times that number of Africans is a hero and a statesman and if they study hard and do well in school they may be eligible to win Rhodes Scholarships the oldest and most celebrated international fellowship awards in the world. They don’t mention the scholarships are paid for with the blood of their ancestors.

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// oAnth 2014-07-21

IMHO it depends too much on the context, by which you might feel yourself compelled to use those comparisons of atrocities, whether such a confrontation of disgusting characters is insightful or just horribly misleading - be aware, for it would most likely end as a rhetoric gate opener to revanchism.
Reposted fromevilmel evilmel

July 10 2014

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Growing Up Privileged in Apartheid, Colonial Israel - Shir Hever on Reality Asserts Itself (1/5) | TRNN 2014-07-09




Shir Hever is an economic researcher in the Alternative Information Center, a Palestinian-Israeli organization active in Jerusalem and Beit-Sahour. Hever researches the economic aspect of the Israeli occupation of the Palestinian territory, some of his research topics include the international aid to the Palestinians and to Israel, the effects of the Israeli occupation of the Palestinian territories on the Israeli economy, and the boycott, divestment and sanctions campaigns against Israel. His work also includes giving lectures and presentations on the economy of the occupation. He is a graduate student at the Freie Universitat in Berlin, and researches the privatization of security in Israel. His first book: Political Economy of Israel’s Occupation: Repression Beyond Exploitation, was published by Pluto Press.

[...]

HEVER: I was born in Jerusalem, and I was born into a lefty household, a critical household. And the most important thing that I think my parents taught me and raised me with is this idea that I have to be aware of my own privileges and to take responsibility for them, because Israeli society is extremely divided and extremely hierarchical, and I am lucky to have been born male, white, Jewish, Ashkenazi, so in all of these categories in which I had an advantage, and my parents told me this is an unfair advantage.

[...]

JAY: Now, just because it’s an interesting kind of historical note, there’s kind of two types of Zionist fascists. There are Zionists who are simply very aggressive against Palestinians and people called them fascists, and then there are Zionists who loved Mussolini.

HEVER: Yeah, I’m talking about the second kind. I’m talking about real—people who really adopt this kind of Zionist—or this kind of fascist ideology that the state is above everything, and that we all have to conform to a certain idea, and that we should find our great leader. So that kind of Zionism is not mainstream, actually, and it’s not in power. In many demonstrations that I had the chance to go to, people tend to shout that fascism will not pass.But, of course, when you look at it from a more academic point of view, there’s a difference between fascism and other kinds of repressive regimes, and I would say Israel is a colonial regime, a colonialist regime, in which there’s apartheid, there’s very deep entrenched repression.

But in a colonialist system there’s always fear. And you grow up with this fear also. You always know—.

JAY: Did you?

HEVER: Yeah, yeah. I mean, when I would go to certain areas or when I took a taxi with a Palestinian driver, then even my closest family would get nervous about it. And then it made me wonder: how come you taught me that everybody’s equal but you’re still afraid of Palestinians?

[...]

(M)y close family, my immediate family, they were very supportive of my opinions. And we had many political debates at home—sometimes arguments, but in the end I think for the outsider it doesn’t seem like we’re that much far apart. When you go a little bit further to the extended family, then that’s a whole different story. And most of the family on my mother’s side stopped speaking with me after I decided not to go to the army. And so, yeah, my mother’s parents, who were fighters in the Palmach, they had a completely different worldview and a very Zionist right-wing perspective in which they believe that all of these policies against Palestinians were completely justified.

JAY: And your grandparents, were any of them—when did they come to Israel? Did you have direct family that were killed during World War II?

HEVER: Yeah. So this is actually the exact—the interesting intersection of two stories, because my mother’s side of the family came to Palestine before the Holocaust, before the Second World War, and participated in the Nakba against Palestinians. And my father’s family—.

JAY: So they came during the ’30s or ’20s?

HEVER: Yeah, over some time, but yeah. And my father’s family came right after the war. They escaped from the Nazis in Poland. And the vast majority of the family in Poland was exterminated by the Nazis. So they escaped to the Soviet Union, where they lived pretty harsh years during the war. And then the family scattered again, and that part of the family that chose to go to Palestine, to Israel, happened to be my side of the family.

[...]

HEVER: That is a concept called Hebrew labor, and it was done very openly and without shame because there was at that point of time no concept that such structural and comprehensive racism against a particular group of people is something that Jews should also be worried about. I mean, it wasn’t something that was even in people’s minds so much, because Palestinians were part of the scenery, part of the background, and not treated as the native inhabitants of Palestine. But it has to be said also that during those fights it wasn’t—even though it was a colonial situation, in which Zionists were supported by foreign powers in coming and colonizing Palestine, it wasn’t clear if they were going to succeed or not, and it wasn’t clear until 1948 whether they would succeed or not. So from the personal stories of these people, they saw themselves as heroes or as overcoming a great adversity, and not as people who had all their options and decided that here’s a little piece of land that we want to add to our collection. From their point of view, this was their chance to have their own piece of land, and when looking at the colonial powers, the European colonial powers operating all of the world, they didn’t think that what they were doing was so strange or peculiar.

[...]

HEVER: And during the ’90s there was—the Oslo process began. There was a coalition between Yitzhak Rabin from the Labor Party and Meretz, which was the part that they supported. Meretz was the liberal party for human rights, but still a Zionist party. And this coalition started to negotiate with Yasser Arafat and to start the Oslo process. But at the same time, they would implement these policies that were just completely undemocratic and—for example, to take 400 people who were suspected of being members of the Hamas Party without a trial and just deport them. And at that point my parents had a kind of crisis of faith and they decided not to support his party anymore. And I would say this is the moment where Zionism was no longer accepted.

[...]

HEVER: I think the moment that I made that choice is actually much later, because it’s possible to have all these opinions but still play the game and go to any regular career path. But after I decided not to go into the army and after I decided to go to university, in the university I experienced something that changed my mind.

JAY: But back up one moment. You decide not to go into the army. (...) That’s a big decision in Israel.

HEVER: Well, I was again lucky to be in this very interesting time period where Netanyahu just became prime minister, and he was being very bombastic about his announcements, and a lot of people started doubting the good sense of going into the army. So it was a time where it was relatively easy to get out. At first I thought, I will go into the army, because I went to a very militaristic school. My school was very proud of all the intelligence officers that used to come out of it. So I thought, okay, I don’t want to be an occupier, I don’t want to be a combat soldier in the occupied territory, but if I’ll find some some kind of loophole that I can be a teacher or do some kind of noncombat work for the army, I’ll do that.

[...]

And I used to support the Oslo process, because I used to read the Israeli newspapers, and it seemed like Israel is being very generous and willing to negotiate, when in fact—. But my mother, I said that she was working for the government. She would bring me some documents about the Oslo process, and there I would be able to read about the water allocation and about land allocation and say, well, this is certainly not a fair kind of negotiation. But then, when the Second Intifada started, it was repressed with extreme violence by the Israeli military, by the Israeli police. And that was also a moment in which I felt that even living in Israel is becoming unbearable for me. But there’s always kind of the worry, is it going to get to the next step? I think this immediate tendency to compare it with the ’30s in Germany is because it’s a Jewish society.

[...]

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oAnth :

Palmach

https://en.wikipedia.org/wiki/Palmach

The Palmach (Hebrew: פלמ"ח, acronym for Plugot Maḥatz (Hebrew: פלוגות מחץ), lit. “strike forces”) was the elite fighting force of the Haganah, the underground army of the Yishuv (Jewish community) during the period of the British Mandate for Palestine. The Palmach was established on 15 May 1941. By the outbreak of the Israeli War for Independence in 1948 it consisted of over 2,000 men and women in three fighting brigades and auxiliary aerial, naval and intelligence units. With the creation of Israel’s army, the three Palmach Brigades were disbanded. This and political reasons led to many of the senior Palmach officers resigning in 1950.


Meretz

https://en.wikipedia.org/wiki/Meretz#Ideology

Meretz defines itself as a Zionist, left-wing, social-democratic party. The party is a member of the Socialist International and an observer member of the Party of European Socialists. It sees itself as the political representative of the Israeli Peace movement in the Knesset – as well as municipal councils and other local political bodies.
In the international media it has been described as left-wing, social-democratic, dovish, secular, civil libertarian, and anti-occupation.

Hebrew Labor

https://en.wikipedia.org/wiki/Hebrew_labor#Terminology


"Hebrew labor" is often also referred to as “Jewish labor” although the former is the literal translation of “avoda ivrit”. According to Even-Zohar the immigrants of the Second Aliyah preferred to use the word “Hebrew” because they wanted to emphasize the difference between their “new Hebrew” identity and the “old Diaspora Jewish” identity. For them the word “Hebrew” had romantic connotations with the “purity” and “authenticity” of the existence of the “Hebrew nation in its land”, like it had been in the past.

    Related to the concept of “Hebrew labor” was the concept of “alien labor”. Ben-Gurion wrote about the settlers of the First Aliyah: “They introduced the idol of exile to the temple of national rebirth, and the creation of the new homeland was desecrated by avodah zara”. According to Shapira avodah zara means both “alien labor” and, in a religious sense, “idol worship”. Along with bloodshed and incest this is one of the three worst sins in Judaism. Application of this concept to the employment of Arab workers by Jews depicted this as a taboo.



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via http://seenthis.net/messages/274764

June 18 2014

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repost button - soup support aka @kitchen

Um.... where is the repost button, soup?

Reposted fromJoschIsAGeek JoschIsAGeek

May 16 2014

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Heino Jaeger - Look Before you Kuck


Bergung eines Verschütteten: Mit dem Dokumentarfilm "Heino Jaeger - Look before you Kuck" begibt sich Gerd Kroske auf Spurensuche nach Heino Jaeger, einem Künstler, Satiriker und Radiokabarettisten, der sich in den Siebzigerjahren Kultstatus erarbeitete und dann in Vergessenheit geriet. Komikern wie Olli Dittrich, Rocko Schamoni oder Helge Schneider ist er heute ein Vorbild. Unsere Filmkritikerin Elena Meilicke schrieb zum Kinostart: "Verdient hat Jaeger die Wiederentdeckung auf jeden Fall: seine improvisierten Stegreifgeschichten fürs Radio - erkennbares Vorbild etwa für die Telefonstreiche von Studio Braun - haben ein feines Gespür für deutsches Obrigkeitsdenken und Behördenjargon, sind dabei auf interessante Weise oft seltsam pointenarm und vor-sich-hin-mäandernd." Hier kann man den Film bei 3sat online sehen (120 Minuten).

May 04 2014

Bas-Rhin : une fillette de 11 ans échappe à ses ravisseurs après un viol

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// to your attention:

From this post, (which I didn't repost actively from my friends' timeline), was caused a posting loop of 165 reposts to my account. This happened to me already some time ago (see the entry - in DE - from 2013-01-05) on soup.io. I apologize the inconveniences.


@kitchen


oAnth, 2014-04-04 - 03.30 p.m. CEST
Reposted fromsigalonfrance sigalonfrance
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