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October 21 2013

« Toxic Somalia », documentaire vidéo de Paul_Moreira

"Toxic Somalia", #documentaire #vidéo de #Paul_Moreira
http://www.arte.tv/fr/la-somalie-d-un-chaos-a-l-autre-toxic-somalia/3905174,CmC=3905312.html

Déverser une tonne de déchets toxiques le long des côtes somaliennes ne coûte que 2,50 dollars. C’est la décharge la moins chère du monde, et une source de bénéfices confortables pour les Occidentaux. Mais ces polluants anéantissent les ressources maritimes, provoquent des malformations génétiques et des cancers chez les enfants... Afin de protéger leurs côtes et tout simplement de survivre, les Somaliens ont abandonné la pêche et se sont tournés vers la #piraterie. Parallèlement, les réseaux mafieux responsables des trafics d’armes et de déchets prospèrent...

Qui déverse ces déchets ? Qui en tire profit ? Deux journalistes italiens ont déjà perdu la vie en 1994 pour avoir posé ces questions. Ce documentaire ouvre à nouveau l’enquête, qui nous emmène du côté de la mafia italienne, des #pirates somaliens et des #trafics entourant la gestion des #déchets nucléaires. Paul Moreira s’est notamment rendu à Hobyo, une ville contrôlée par les pirates, et à Mogadiscio, où kidnappings et attentats sont fréquents. Les témoignages qu’il a recueillis sont exceptionnels.

« Toxic Somalia : l’autre piraterie », documentaire sur le trafic des déchets toxiques en Somalie
http://www.rfi.fr/afrique/20110507-toxic-somalia-autre-piraterie

« Il y a deux types de pirates : ceux qui attaquent les navires et ceux qui vident nos mers du poisson et déversent des déchets toxiques ». Les propos d’Ali, membre du conseil d’Hobbyo, la « capitale de la piraterie » somalienne, en conclusion du documentaire de Paul Moreira, donne la clé du titre : Toxic Somalia : l’autre piraterie.

Le documentaire
https://www.youtube.com/watch?v=Jd-KdAi7QXg

#Somalie #Afrique

August 26 2013

Internet-Piraterie : Bücher stehlen als Geschäftsmodell - Kultur - Tagesspiegel

Internet-Piraterie: Bücher stehlen als Geschäftsmodell - Kultur - Tagesspiegel
http://www.tagesspiegel.de/kultur/internet-piraterie-buecher-stehlen-als-geschaeftsmodell/8690178.html

„Wir sind Verleger, keine Ladendiebe“, sagt ein Betreiber der illegalen Plattform http://boox.to, der größten Plattform im deutschsprachigen Raum für Gratis-Downloads von Literatur. „Shared Reading“, das klingt gut. Aber Raubkopien von E-Books im Internet ruinieren das Buchgeschäft.

Boox.to, gegründet Ende 2012, ist nach eigenen Angaben die größte Plattform für den illegalen Download von E-Books im deutschsprachigen Raum. Bis zu 1,5 Millionen Bücher werden auf dieser Website in Form von Raubkopien angeblich jeden Monat heruntergeladen. Beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels geht man davon aus, dass die Zahl realistisch ist. Die Branchenvertretung hat deshalb die „Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen“ (GVU) damit beauftragt, Ermittlungen im Fall von Boox.to anzustellen. Die Betreiber der illegalen E-Book-Plattform haben angekündigt, ab Oktober ihr „Geschäftsmodell“ umzustellen und eine Nutzungsgebühr einzuführen.

#auf_deutsch #edition #ebook #pirates

March 09 2012

Piracy is not a pricing signal

The comments to yesterday's Four Short Links threw up a predictable response from "Frankster":

So why don't you put your money where your mouth is. Why don't you put torrent links next to all of your books here at oreilly.com. Put a big "free" button next to the button that let's you pay. Show us how it's done. Show us how cool you can be. Show us that it works. Don't just give us a "great takedown". Lead by doing!

This is such a well-worn canard that I am reposting my response.

@frankster: actually, you'll find all O'Reilly books in shop.oreilly.com have links to ebooks that are cheaper than the print version. The purchasing system is simple (not one-click, alas, but pretty close) and--most importantly--you can have the ebook in whatever format you want, without DRM. Oh, and there's Safari, our subscription service for ebooks. We try to make it as convenient as possible for you: all our books, all the formats, no DRM inconvenience. What kind of an idiot builds roadblocks to a sale?

Also, as an author of a technical book, I'm well aware that it is readily pirated from around the Internet. Go knock yourself out if price is that much of a barrier to you. I'd rather see you educated than bankrupt for the price of a lousy technical book.

You seem to have me painted as some kind of creator-hating anarchist. You don't understand that I want to pay for movies and TV. There's a huge pool of middle-class downloaders who would gladly buy if it were available: iTunes and Amazon's MP3 sales show this for music, and Hulu and Netflix are the signs of this for movies and TV. (I want downloads, not streams, because of the pricing structure of broadband in my part of the world)

Whatever lost sales there are from illegal downloads are lost because of convenience, not price. The inconvenience of current downloads and streams are not a technology problem, they're a business problem. And rights holders (aka existing distribution companies) perpetuate the piracy "problem" by not giving consumers the convenience that piracy does.

The experience of piracy is actually pretty good compared to that of existing TV and movies online. And, once you get outside the USA, it's pretty much the ONLY way to get digital media--iTunes and Amazon and Google don't carry much digital media for us; they offer a dismal few items to international customers versus the munificent excess of their domestic catalogue.

Downloading isn't a sign of the rise of technoanarchist capitalist-hating communist punks. It's not even a pricing signal. It's a market signal to the distributors that convenience matters. While they ignore that signal, piracy will win. It's that simple.

Related:

January 23 2012

May 21 2011

02mydafsoup-01

Rechtshilfe in der Wolke | Berlin 2011 - 2011-05-21


Die Berufung auf ein „angekündigtes Rechtshilfeersuchen“ belegt, dass die Ermittler mit der Beschlagnahme der Piraten-Daten einen Eingriff vorweggenommen haben, der der vorherigen sachlichen, juristischen und politischen Prüfung auf Ebene zumindest der Justizministerien bedurft hätte. Es gibt keine verfassungsgemäße „internationale Rechtshilfe to go“.

Gestern ließen französische Strafverfolger über das BKA durch das Amtsgericht Darmstadt 12 Kilo Internet beschlagnahmen. 12 kg wogen jene Rechner, auf denen die Piratenpartei neben eigenen auch Dokumente aus aller Welt verwahrt, die Internetnutzer zumeist verschlüsselt – aber stets ungefragt – auf der „Wolke“ der Piraten hinterlegen konnten. Bis gestern.

Cloud-Computing“ war das zentrale Thema der diesjährigen CeBIT in Hannover. Die Datenspeicherung in der „Wolke“ eignet sich vor allem für Dokumente, auf die eine Vielzahl von Nutzern zugreifen können sollen. Die Frage nach der Verantwortung der Bereitstellung eines solchen Dienstes ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, aber auch Google tut es, und unzählige weitere Dienste-Anbieter. Keineswegs nur die Piraten.

Einem Cloud-Dokument galt die gestrige Polizeiaktion. Laut der Süddeutschen Zeitung ging es um einen Angriff auf die IT-Infrastruktur des französischen Stromkonzerns Électricité de France SA (EdF) durch die Hackergruppe Anonymous. Das Dokument enthielt angeblich einen geheimen Authentifikationsalgorithmus (SSH-Key), und die französischen Ermittler wollten wissen, wer ihn unzweifelhaft kriminell ins Internet gestellt hat.

Datenklau oder Sabotage

EdF betreibt zwar über überwiegend Kernkraftwerke. Deren Steuerung ist aber durch das Internet nicht angreifbar. Ein Hackerangriff könnte also nur dem Versorgungsnetz gegolten haben, oder aber dem Klau anerkannt schutzwürdiger, oder nur politisch sensibler Daten der EdF (z.B. solchen zur Störfallstatistik).

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat im Antrag auf Erlass des fraglichen Durchsuchungsbeschlusses (ehrlicher – juristisch aber auch idiotischer Weise) argumentiert, es ginge um die Vorwegnahme eines förmlichen Rechtshilfeersuchens des französischen Justizministeriums, das zwar noch nicht ergangen, aber angekündigt sei. Damit ist klar: Es ging nicht um die Versorgungssicherheit, sondern allein um die Verfolgung von Angreiferen eines bereits abgewehrten Hacks. Der Zugriff galt also nicht der Gefahrenabwehr, und schon gar nicht der Abwehr eines Kraftwerkzwischenfalls.

Eine willfähriges Ermittlungsgericht

Vor allem aber bedarf die Weiterleitung eines ausländischen Rechtshilfeersuchens der justizministeriellen Prüfung. Die beantragte Maßnahme muss nämlich nicht nur dem Recht des ersuchenden Staates und dem des ausführenden Staates, sondern auch den zu diesem Zweck eingegangenen völkerrechtlichen Vereinbarungen der beteiligten Staaten entsprechen. Vor diesem Hintergrund ist die eine vorweggenommene Beschlagnahme der Dateninfrastruktur einer politischen Partei verfassungsrechtlich in gleich mehrfacher Hinsicht problematisch. Dem Rechtsstaat hat das BKA und vor allem das sichtlich überforderte Amtsgericht in Darmstadt einen Bärendienst erwiesen, dafür aber der dem Kernanliegen der Piratenpartei, dem verstärkten Augenmerk auf die notleidenden digitalen Bürgerrechte, einen nicht mehr zu übertreffenden Gefallen.

So schrieb ein Twitter-Nutzer gestern Abend:

Verschwörungstheorie mal umgedreht: Wie erregt man maximale Aufmerksamkeit kurz vor einer Wahl?

Es fällt in der Tat schwer, Krokodilen (pardon) den Piraten beim Weinen zuzusehen. Aber wer sich in ihre Lage zwei Tage vor einer Landtagswahl versetzt, kann nicht anders, als sich mit ihnen auf die Schenkel zu klopfen.

Wurde gestern ein Stück Rechtsgeschichte geschrieben?

Der Beschluss des Amtsgerichts Darmstadt, soviel ist klar, hat gute Chancen, einen ganze Reihe von Gesetzgebungsverfahren zur Kontrolle der Informationen in der „Cloud“ auszulösen. Allen voran dürften sich die Juristen der Europäischen Kommission sich über den Fall beugen, zum Ausbau der dritten Säule der EU („Justiz und Inneres“). Aber auch im Bundesministerium der Justiz in Berlin (BMJ) dürften am Montagfrüh die Faxgeräte heißlaufen, um den Beschluss eines Amtsgerichts an Land zu ziehen, das eine notgedrungen einsame Entscheidung zu treffen hatte (Amtsrichter, man mag es bedauern, haben keine Fachvorgesetzten, denen sie berichten müssten oder dürften, was sie so alles zur Entscheidung auf dem Tisch haben). Zweifelhaft ist, ob das Amtsgericht Darmstadt aus dem von dem BKA ausgearbeiteten und von der Staatsanwaltschaft verantworteten Antrag überhaupt absehen konnte, dass im Falle der Beschlagnahme der fraglichen Festplatten der Internetauftritt einer ganzen Partei mitsamt ihrer internen Kommunikation aus dem Verkehr gezogen werden würde.

Polizisten ohne externe Ausbildung

Das konnten nur die Polizisten ermessen, die gestern in Offenbach, ich nehme einmal an – nach telefonischer Rücksprache mit einem resoluten Staatsanwalt – gegen neun Uhr dann den Stecker gezogen haben. Der hessische Staatsanwalt, ein Beamter in einer weisungsgebundenen Behörde, wird angesichts der vielen Liegestützen, zu denen er verdonnert werden dürfte, einer wahren Herausforderung seiner Fitness entgegensehen. Zu Recht.

Das ganze Verfahren wurde aber nicht auf der Justiz-, sondern der Polizeischiene angezettelt. Beamte mit unzureichender Ausbildung. Auf ihrer gestrigen Pressekonferenz hat die Piratenpartei in Berlin angekündigt, sollte sie in die Bremische Bürgerschaft gewählt werden, wolle sie sich künftig für eine bessere Ausbildung (wörtlich:) der Berliner Polizei verwenden.

Auch auf die Gefahr hin, dass es sich dabei um einen Versprecher gehandelt hat, und die Polizei in Bremen gemeint war: Wäre ich Bremer, ich würde dort die Piraten wählen. Berlin zuliebe.

__________

Der Autor arbeitete in den 90er jahren als Rechtshilfereferent u.a für Europa und den Nahen Osten im Auswärtigen Amt.

Reposted bydatenwolf datenwolf

May 05 2011

December 12 2010

02mydafsoup-01

  

Sehr geehrte Frau zu Guttenberg,

   

wir begrüßen grundsätzlich Ihr Engagement gegen sexuellen Missbrauch von Kindern sehr – so wie Ihr Bemühen, die Problematik in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Besonders Ihre Hinweise auf die fehlende Unterstützung von Kindern und wie man ihnen helfen kann, Missbrauch zu erkennen und zu benennen.

Die praktischen Tipps, die Ihr Buch liefert sind positiv und haben vielversprechende Ansätze, Missbrauch an Kindern zu erkennen und Kindern das Rüstzeug zur Eigenwehr zur Verfügung zu stellen. Es ist schockierend zu lesen, dass Kinder sich mehrfach über den sexuellen Missbrauch äußern müssen, bis sie auf Verständnis und Hilfe stoßen.

Wir sehen uns jedoch gezwungen, den Kontext zu kritisieren, in dem Ihre Bemühungen angesiedelt sind und die Praxis, die Sie und der Verein “Innocence in Danger” pflegen. Da Sie sich als Repräsentantin dieses Vereins verstehen und inszenieren, richten wir unsere Worte direkt an Sie.

Netzsperren

Zunächst ist es kein Zufall, dass Ihr persönliches Engagement zeitlich mit der Entscheidung über einen Richtlinienentwurf der Europäischen Kommission zu Netzsperren und den Verhandlungen des Bundestages über das Zugangserschwerungsgesetz zusammenfällt und in den Medien präsent ist. Vielmehr ist Ihr Verein “Innocence in Danger” die treibende Kraft hinter dem Engagement für das Einführen von Netzsperren. Bereits im Mai 2008 traf Julia von Weiler bei einem Abendessen den Präsidenten des Bundeskriminalamtes Ziercke. Im August folgte dann eine gemeinsame Pressekonferenz, auf der ein Gesetz zur Sperrung von Internetseiten gefordert wurde.
Es gibt jedoch zahlreiche Gründe gegen die Installation einer Netzsperreninfrastruktur. Es wird nicht nur ein undemokratisches und intransparentes Instrument verwendet, vielmehr haben sich die bereits eingesetzten Netzsperren als kontraproduktiv und gefährlich für den Kampf gegen die Verbreitung des Materials von dokumentiertem sexuellen Missbrauch erwiesen. Die Diskussion um Netzsperren lenkt darüber hinaus vom eigentlichen Problem ab.

Statt eine Sperrinfrastruktur zu etablieren, die zur Zensur von anderen Seiten wie z.B. Glücksspielseiten oder unliebsamen politischen Meinungen zweckentfremdet werden kann, sollten alle verfügbaren Mittel zum Löschen des Materials und zur Verfolgung der Täter verwendet werden. Das Löschen dieser Seiten ist absolut notwendig, ebenso die Verfolgung und Bestrafung der Täter.

Löschen ist, bei einer Kontaktaufnahme mit dem zuständigen privatwirtschaftlichen Inhalteanbieter, bereits nach wenigen Minuten möglich, wie der AK Zensur jüngst nachweisen konnte. Eine temporäre Sperrung, bis eine Löschung erfolgt ist, ist somit nur eine Ausrede, um die internationale Zusammenarbeit von Strafverfolgungsbehörden nicht forcieren zu müssen.

Die einhellige Expertenmeinung ist ganz klar: Löschen statt Sperren! Mit MOGiS und Trotz Allem sprechen sich darüber hinaus Opferverbände kategorisch gegen Internetsperren aus und bezeichnen diese als eine Fortsetzung der Kultur des Wegsehens.

Tatort Internet

Zu der Kritik über das schlecht gemachte, populistische und dem Thema nicht angemessene Sendeformat, tritt für uns die Verquickung mit politischen Forderungen. Interpol arbeitet, ähnlich wie das BKA, seit langem daran, Netzsperren politisch etablieren zu können. Ein Fernsehformat, das sich Aufklärung und Sensibilisierung im Internet auf die Fahne geschrieben hat, verliert seine Glaubwürdigkeit vollends, wenn es letzendlich nur ein verlängerter Arm der Strafverfolger und Zensoren ist.

So ist bekannt geworden, dass Interpol im Vorfeld an die Produzenten, der von Ihnen beworbenen Sendung “Tatort Internet”, herantrat. Hier wird eine politische Agenda medial verfolgt, die einen traurigen Höhepunkt einer länger andauernden Entwicklung darstellt.

Innocence in Danger

Auch wenn das grundsätzliche Anliegen des Vereins und seiner Mitglieder ehrenhaft erscheinen mag, gibt es doch zahlreiche Anhaltspunkte, die uns vermuten lassen, dass Ihre Bemühungen in erster Linie Ihrer Reputation und einer zweifelhaften politischen Agenda dienen. Zum Einen stellt sich die Frage nach der Verwendung der Spendengelder und den konkreten Projekten, die Sie angeblich unterstützen – diese wurden bereits von der Berliner Zeitung und anderen Medien aufgeworfen. Wir erwarten nun die von Ihnen angekündigte Offenlegung Ihrer Ausgaben.

Zum Anderen wird weiteres Misstrauen erregt, da die Hilfe-Hotline des Vereins kostenpflichtig ist und die von Ihnen angeblich angestrengten Projekte auf der Homepage des Vereins mehr als spärlich erläutert werden. Gibt es Evaluationen zu den von Ihnen angestoßenen Projekten? Welche Experten haben Sie einbezogen? Wo liefen Testversuche? Die von Ihrem Verein bisher angeführten Darstellungen sind lediglich als Eigenwerbung zu verstehen und beinhalten keine Informationen, die auch nur eine von den oben aufgeworfenen Fragen beantworten könnten.

Darüber hinaus müssen wir Ihnen eine verzerrte Weltsicht attestieren: Sexueller Missbrauch findet in der überwältigenden Zahl der Fälle in der Familie bzw. dem direkten Umfeld statt. Ihr Fokus liegt jedoch auf den Missbrauchsfällen durch vorherige Kontaktaufnahme im Internet. Selbstverständlich muss auch an dieser Stelle auf Gefahren hingewiesen werden, jedoch verzerren Sie die Größenverhältnisse, indem Sie den Missbrauch durch Fremde über- und somit den Missbrauch durch Familienmitglieder und Mitglieder aus dem direkten Umfeld unterbewerten.

Speerspitze von Lobbyistengruppen

Ihr Engagement erscheint somit zunehmend als Speerspitze einer Lobbyarbeit unter dem Banner “Schützt die Kinder”, hinter dem sich jedoch lediglich der Versuch verbirgt, das Internet kontrollieren zu können. Neben den Sicherheitsbehörden befinden sich unter den Lobbyisten, wie vom Europaabgeordneten Engström aufgedeckt, auch die Film- und Musikindustrie, die Netzsperren als Mittel gegen Urheberrechtsverletzungen eingesetzt sehen möchte. Unlängst stellte Frau Kommissarin Cecilia Malmström einen Zusammenhang zwischen Terrorismusfinanzierung und Urheberrechtsverletzungen her. Es geht also nicht um das Wohl der Kinder, sondern um finanzielle Interessen einflussreicher Lobbyistengruppe. Diese Interessen jedoch unter dem Totschlagargument “Schützt die Kinder” zu verkaufen, halten wir für respektlos und äußerst bedenkenswert und fragen uns, ob Sie Ihr Engagement in diesem Licht betrachtet sehen möchten.

Gemessen an der medialen Präsenz Ihrer Person, liebe Frau zu Guttenberg, und der Vehemenz, mit der Sie den Altruismus des Vereins beschwören, bleibt uns nur der Verdacht, dass Sie sich als Vorkämpferin anderer Interessengruppen missbrauchen lassen wollen. Schlimmer noch kann und muss man Ihnen den Missbrauch von bereits sexuell missbrauchten Kindern vorwerfen. Sie stellen sich an die Spitze eines Vereins, der weder transparent noch effektiv arbeitet und lassen sich vor den Karren einer breit angelegten sicherheitspolitischen Agenda spannen. Und das zum Leid der Bürgerrechte und schließlich auch der Kinder. Denn kein Kind wird durch Netzsperren vor sexuellen Übergriffen bewahrt. Ganz im Gegenteil wird durch Netzsperren noch Symbolpolitik betrieben und der Kampf gegen sexuellen Missbrauch somit erheblich geschwächt.

Wir bitten Sie an dieser Stelle, sich mit unserer (wenn auch harten) Kritik ernsthaft auseinander zu setzen. Gerne bieten wir Ihnen unsere Unterstützung beim Kampf gegen sexuellen Missbrauch und die Verbreitung von Material, der diesen dokumentiert, an.

Mit freundlichen Grüßen

_________________________________________


Redaktionell verantwortlich gemäß §5 TMG:
Julia Schramm
Piratenpartei Deutschland
Pflugstraße 9a
10115 Berlin
Email: julia [punkt] schramm [at] piratenpartei [punkt] de

Ladungsfähige Anschrift gemäß TMG:
Piratenpartei Deutschland
Pflugstraße 9a
10115 Berlin

Geschäftsstelle
Piratenpartei Deutschland
Pflugstraße 9a
10115 Berlin
Fon: +49 30 27572040
Fax: +49 30 609897-517
E-Mail: bgs_anfragen [at] piratenpartei [punkt] de

Offener Brief an Frau Guttenberg
(Unterschriftenaktion, Eure Teilnahme dringend erbeten!)

Reposted byIrrbertkrekkjv6MadMaiddevloque

December 25 2008

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