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May 09 2010

Bischof Dr. Walter Mixa | Zur Annahme des Rücktrittsgesuches durch Papst Benedikt | Wir sind Kirche Deutschland - 20100508


Pressemitteilung, München/Augsburg, 8. Mai 2010

Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche nimmt mit Erleichterung zur Kenntnis, dass Papst Benedikt das am 21. April 2010 von Bischof Dr. Walter Mixa eingereichte Rücktrittsgesuch endlich angenommen hat, nachdem gestern auch noch Vorwürfe sexualisierter Gewalt bekannt wurden. Um den durch das lange Taktieren von Bischof Mixa entstandenen Ansehens- und Glaubwürdigkeitsverlust der katholischen Kirche weit über das Bistum hinaus nicht noch zu vergrößern, bleibt es notwendig, alle Vorwürfe umfassend und möglichst schnell aufzuklären. Dabei darf es keinen Bischofs-Bonus geben, auch wenn zunächst von der Unschuldsvermutung auszugehen ist – die das römisch-katholische Kirchenrecht selber allerdings nicht kennt. Die Causa Mixa wie auch andere Rücktritte gerade in letzter Zeit in Irland, Norwegen und Belgien sowie die Causa Groer vor 15 Jahren in Wien werfen die immer drängendere Frage nach den römischen Auswahlverfahren für das Bischofsamt auf. Seit der Causa Groer, die mit ein Anlass für das KirchenVolksBegehren 1995 war, fordert die katholische Reformbewegung Wir sind Kirche eine wirkliche Mitsprache und Mitentscheidung der Ortskirchen bei Bischofsernennungen. Bischof kann nur werden, wer das Vertrauen des Volkes genießt.

Weitere Informationen zum Thema Bischofsbestellungen: www.wir-sind-kirche.de/index.php?id=379

Kontakt:

Christian Weisner, Wir sind Kirche-Bundesteam Tel. 08131-260 250 oder mobil 0172-518 40 82 E-Mail: presse@wir-sind-kirche.de Homepage: www.wir-sind-kirche.de

Herbert Tyroller, Wir sind Kirche im Diözese Augsburg Tel: 0821-407766 oder 0160-2377730 E-Mail: tyroller@augustaKom.net Homepage: www.wir-sind-kirche.de/augsburg
Reposted bykatholisch katholisch

April 26 2010

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Clay Shirky nennt drei Gründe, warum die Zeitungen Boston Globe beim Aufdecken des Missbrauchsskandals der Katholischen Kirche in Boston kleineren, unabhängigen Netzmedien stets mehrere Schritte voraus war:

  1. Struktur: Die Zeitung konnte es sich erlauben, ein vierköpfiges “Spolight”-Reporterteam monatelang auf die Story anzusetzen.
  2. Zugang: Es gelang ihr, Zugang zu bisher geheimgehaltenen Dokumenten zu bekommen.
  3. Zeitfaktor: Die Kirche in Massachussetts hatte die Probleme bisher einfach ausgesessen, bis ihre Kritiker aufgaben. Dieses Warte-Spiel beherrschte der Globe jedoch ebenso gut.

Die Thesen sind Teil eines längeren Gesprächs (Audio und Transkript) zwischen Shirky und Walter Robinson, der das “Spotlight”-Team beim Boston Globe leitete. Beides bei Nieman Journalism Lab.

Medienlinks zum Wochenstart: Blauflossenthunfisch-Syndrom — CARTA

vergl: transparenz der herstellung ;-)))

April 07 2010

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Fünf Jahre Papst Benedikt XVI. – eine Bilanz

Unter der Leitung von Christine Maier diskutieren:

Kurt Koch, Bischof Bistum Basel
Pius Segmüller, ehem. Kommandant Päpstliche Schweizergarde
Monika Schmid, Theologin und Gemeindeleiterin
Erwin Koller, Theologe und Medienethiker
Werner De Schepper, stv. Chefredaktor AZ Medien, Vizepräsident Medienkommission Schweizer Bischofskonferenz
Xenia Schmidlin, Studentin, Mitglied Schönstatt-Bewegung


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videostream - permalink (durchgehend in Schweizerdeutsch - oanth)

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Aktuelle Sendung vom 06.04.2010, Club, SF 1

hammr: alice schwarzer als schutzengel der katholischen kirche: kurt koch beruft sich fix auf schwarzer. wunderbar ;-)

March 31 2010

Ian Buruma: Holy Abuse

NEW YORK – In his remarkable apology to the Catholics of Ireland (most of that country’s population), Pope Benedict XVI explained why he thought sinful priests were tempted to commit sexual acts with children. It was because of “new and serious challenges to the faith arising from the rapid transformation and secularization of Irish society. Fast-paced social change has occurred, often adversely affecting people’s traditional adherence to Catholic teaching and values.”
Reposted bykrekk krekk

March 22 2010

Den Missbrauchs-Sumpf trockenlegen - nur wie?

Entschädigungen, vielleicht auch Entschuldungen mögen die Pein der Opfer lindern. Viel wichtiger ist aber, welche Lehren aus dem Skandal gezogen werden. Die Lage ist aber viel vertrackter als gedacht


Reposted fromZaphod Zaphod

March 21 2010

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Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat den Medien in Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen eine Kampagne gegen die Kirche vorgeworfen. Der Bischof rückte die laufende Berichterstattung in die Nähe der kirchenfeindlichen Haltung der Nationalsozialisten. "Jetzt erleben wir wieder eine Kampagne gegen die Kirche", sagte Müller am Samstagabend nach Informationen des Bayerischen Rundfunks in einer Predigt im Regensburger Dom.
Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche - Regensburger Bischof hetzt gegen Medien - Politik - sueddeutsche.de
Reposted fromkellerabteil kellerabteil

March 20 2010

02mydafsoup-01

[...]

„Die Presse“: Pater Sporschill, fragen Sie sich nicht angesichts der Flut an Missbrauchsvorwürfen gegen Priester der katholischen Kirche, in welcher Gesellschaft Sie sich befinden?


Georg Sporschill:
Meine Pfarrei ist die Straße, da bin ich mit Missbrauch und Prostitution konfrontiert. Das ist bei Straßenkinder das tägliche Brot.

Aber doch nicht durch Priester.


Sporschill:
Das ist der grenzenlose Skandal: Dass in der Institution, deren Gründungsurkunde sagt, das Kind ist in die Mitte zu stellen, Derartiges passiert. Das rüttelt an den Grundfesten der Kirche.

Auch an den Grundfesten Ihres Glaubens?

Sporschill: Nein. Es kommt jetzt eine größere Ehrlichkeit: Schluss mit frommen Sprüchen, Schluss mit Betulichkeit, Schluss mit Vortäuschung von Machtstrukturen, die keine mehr sind. Wir müssen die Orte in der Welt entdecken, wo das Heil passiert, und nicht glauben, wir produzieren es. Das ist die Lehre Jesu. Sehr viel wird jetzt zurückgestutzt auf die Realität, die es vorher auch schon gab. Dass das über die schrecklichen Fälle passieren musste . . .

Welche Realität meinen Sie?


Sporschill: Die Schwäche in der Erziehung, die Mutlosigkeit, die Fantasielosigkeit, Neues anzufangen die Ängstlichkeit, über etwas zu sprechen. Diese Feigheit, über Probleme zu reden, die fällt uns auf den Kopf. ...

[...]
— vollständiges Interview mit Pater Sporschill, SJ: „Schluss mit den frommen Sprüchen“ 20100319 (DiePresse.com)

March 19 2010

Die Mär von der aufklärenden Kirche

“Mein Papst, Dein Papst. Der Papst muss derzeit für vieles herhalten. Oft genug will ihn niemand hören, jetzt wird ihm auf breiter Front vorgeworfen, er schweige zu den Missbrauchsskandalen im Raum der katholischen Kirche in Deutschland. Was alles wird dann morgen noch von diesem Mann verlangt? Dass er sich an Runde Tische setzt? Dass er das Dickicht von Verjährungsfristen oder Entschädigungsforderungen lichtet? Jeder formt sich die Forderungen an den Papst so, wie er sie braucht.”

Erzbischof Robert Zollitsch in der “Welt” (”Die Mär vom schweigenden Papst“)


“Meister, strafe doch deine Jünger! Er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch: Wo diese werden schweigen, so werden die Steine schreien.”

Aus dem Lukas-Evangelium (Lukas 19,40)


(Gefunden in der ”Welt” und in der Bibel)

Reposted fromglaserei glaserei

March 09 2010

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Wo sind eigentlich ...

jetzt all die Rechtspopulisten, die nach Fällen von Kindesmissbrauch härtere Strafen fordern, wo sind die Familienministerinnen, die eine schärfere Überwachung von kirchlichen Einrichtungen fordern, wo sind denn die Leute hinverschwunden, die alle sexuelle Verwahrlosung in den 68ern begründet sehen, wo sind eigentlich all die Konservativen, die sonst immer schnelle Antworten bishin zur Sterilisierung und Wegsperrung von Tätern haben -

[...]
— 'Rebellen ohne Markt',  20100305 donalphons - permalink

February 25 2010

02mydafsoup-01
Ich würde nicht einmal sagen 'Bigotterie', was sicherlich in Teilen ebenso zutrifft, viel entscheidender erscheint mir die Kritik an der institutionalsierten Unaufrichtigkeit, am Glauben, alles im Vertrauen auf die Trägheit des Kurzzeitgedächtnisses der öffentlichen Meinung unter den Teppich kehren zu dürfen, den die katholische Kirche ohne jeglichen Skrupel unter Inanspruchnahme des Bußsakramentes einsetzt.


oanth - muc - 20100225
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