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March 21 2012

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Zehn Wünsche der Urheberrechtsindustrie - Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)

von Alvar Freude am 21.03.12 11:37
 

Der "Wirtschaftsdialog für mehr Kooperation bei der Bekämpfung der Internetpiraterie" vom Bundeswirtschaftsministerium, Internet-Providern und Rechteinhabern hat eine Liste mit zehn möglichen Maßnahmen zusammengestellt. Und siehe da: von Entwarnung kann wirklich keine Rede sein, denn zu den diskutierten Maßnahmen gehört der Ausbau der Abmahnindustrie, De-Anonymisierung der Nutzer, mehr Auskunftsrechte für Rechteinhaber und natürlich weiterhin die Warnhinweise. Insgesamt kann man sagen, dass es sich um einen Frontalangriff auf das Web 2.0 handelt.

Bei den zehn Punkten handelt es sich nach unserer Information um die folgenden:

  1. Durchführung einer Aufklärungskampagne zum Urheberrecht.
    Eine Arbeitsgruppe des Wirtschaftsdialogs hat schon Vorschläge für eine Kampagne erarbeitet.
  2. Die Werbewirtschaft soll dafür sorgen, dass auf Up-/Downloadplattformen keine Werbung mehr geschaltet bzw. nicht mehr dafür bezaht wird.
    Interessant dabei: Zanox als eines der großen Partnerprogramm-Werbenetzwerke gehört der Axel Springer AG. Das zweite große, Affilinet, gehört zu United Internet.
  3. Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit, insbesondere bei Downloadportalen und 1-Klick-Hostern.
    Siehe Kimble: das scheint ja doch erste Ergebnisse zu geben.
  4. Die Provider sollen IP-Adressen lange genug speichern, so dass die Abmahnindustrie weiter ausgebaut werden kann.
    Angeblich hat man sich intern bereits auf 7 Tage Mindestspeicherung extra für Auskünfte der Rechteinhaber geeinigt.
  5. Im Justizministerium wird derzeit an der Deckelung der Abmahngebühren gearbeitet. Die Rechteinhaber sprechen sich ausdrücklich dagegen aus.
    Wie zu hören war, müssen die Rechteinhaber richtiggehend getobt und gedroht haben, den Dialog zu verlassen, wenn die Deckelung umgesetzt wird.
  6. Bei Urheberrechtsverletzungen in gewerblichem Ausmaß sieht § 101 UrhG weitere Auskunftspflichten vor. Die Rechteinhaber möchten die Einschränkung auf Gewerblichen Ausmaß gestrichen haben.
    Das bedeutet: jede kleine Urheberrechtsverletzung würde umfassende Auskunftspflichten nach sich ziehen, Rechteinhaber könnten beispielsweise Daten über Nutzer erfragen, die in einem Diskussionsforum zu viel aus einer Zeitung zitieren.
  7. Es steht die Forderung um Raum, umfassendere Möglichkeiten zur Beauskunftung zu schaffen: Neben Anschlussinhaber und Adresse sollen die Provider dem Rechteinhaber auch E-Mail-Adresse, Bankdaten und die IP-Adressen anderer Sitzungen herausgeben.
  8. Es wird eine änderung der Impressumspflicht angestrebt: diese soll auch bei selbst eingestellten Inhalten gelten.
    Sprich: Uploader (z.B. bei bei 1-Klick-Hostern und anderen Plattformen, auf denen häufig Urheberrechtsverletzungen vorkommen) sollen dadurch deanonymisiert werden, andersfalls soll der Plattformbetreiber haften. Je nach Formulierung betrifft das auch Youtube, die Wikipedia und natürlich noch viel mehr.
  9. Statt einer örtlichen Zuständigkeit, sollen Strafverfolgungsbehörden, die Gewerbeaufsicht usw. thematisch organisiert werden. Sprich: Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Internet-Delikte bzw. Urheberrechtsverletzungen.
    Dies ist ein Punkt, der auch in anderem Kontext (Betrug via Internet usw.) immer wieder gefordert wird. 
  10. Die Rechteinhaber fordern weiterhin, dass die Provider an Rechtsverletzer Warnhinweise verschicken, wollen aber nicht auf Abmahnungen verzichten.
    Wie bekannt: die Provider lehnen eine freiwillige Lösung ab. Nun liegt es also am Gesetzgeber …

 

Bei den zehn Punkten handelt es sich im Wesentlichen um die Verhandlungsmasse. Daher ist eher nicht zu erwarten, dass alles kommt; aber viele Einzelpunkte sind schon schlimm genug an sich. Als Forderungen an sich sind die meisten Sachen nicht gänzlich neu. Neu ist aber, dass diese auch von der Bundesregierung zumindest in Erwägung gezogen werden. Und im Kontext von ACTA taucht ähnliches auch immer wieder auf …

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Reposted bykrekkKingBalancesbsmnunatak

November 19 2011

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Wall Street In Fear Of Occupy

Lobbyists help move against Occupy as their existance is threatened, because in a democracy, paid lobbying would not be allowed.

 

Huff post: http://j.mp/tS3aoz

WASHINGTON -- A lobbying firm has prepared a memo offering advice to its Wall Street clients to help them manage any political fallout from Occupy Wall Street, warning that Republicans may turn on big banks, at least in public, altering the political ground for years to come. It is one of the first clear signs that the movement may be starting to trouble the moneyed elite.

Huffington Post via oAnth at Diaspora* 2011-11-19
Reposted by99percent 99percent

December 08 2010

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Studiogespräch: “Es ist natürlich ein Skandal” | quer-Blog 20101126 blog.br-online.de

Max Otte ist Professor für Betriebswirtschaft an der Fachhochschule in Worms. Den Börsencrash von 2008 hatte er schon 2006 vorhergesagt. Über Lobby und Juristen, meint er, schreiben sich die Banken den größten Teil ihrer Gesetze selbst.

May 31 2010

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May 30 2010

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Banks still the powerhouse in DC
David Arkush: Bank lobbyists outnumber reform lobbyists 11 to 1 on derivatives legislation alone
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Time: 09:01 More in News & Politics
Reposted bykellerabteil kellerabteil

May 28 2010

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Finance bill doesn't prevent "structural blackmail"
Gerald Epstein: Support the bill, but it's only one small step towards real financial reform
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Time: 10:51 More in News & Politics

May 26 2010

May 25 2010

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Finance Bill: a few good measures but mostly show
William Black: Senate Finance Bill has a few good reforms, but maintains structural blackmail
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Time: 09:03 More in News & Politics

May 14 2010

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Wahlkampfmethoden in NRW: Forschen mit der Staatskanzlei
Parteilichkeit ist noch das geringste Problem: Der Wahlforscher Karl-Rudolf Korte hat der CDU gegen Bezahlung „wohlwollende“ Analysen bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen beschert. Und erntet dafür Kritik.
Quelle: FAZ

Anmerkung MB: Prof. Dr. Korte war auch am Aufbau des Centrums für angewandte Politikforschung (CAP) beteiligt, das u.A. von der Bertelsmann Stiftung getragen wird, und ist deren „Fellow“. Unabhängig geht anders. Und dass Prof. Dr. Korte immer wieder von den Sendern als unabhängiger Experte vor die Kamera gelassen wird, ist ein journalistischer Offenbarungseid.

NachDenkSeiten – Die kritische Website » Hinweise des Tages
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May 11 2010

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So Damn Much Money - The Triumph of Lobbying and the Corrosion of American Government

via http://uc.princeton.edu - permalink

The birth and growth of lobbying in America and it's massive effect on government. In this presentation of The Massachusetts School of Law's program, Books of Our Times, Dean Lawrence R. Velvel interviews Robert G. Kaiser on his book; So Damn Much Money - The Triumph of Lobbying and the Corrosion of American Government. Mr. Kaiser is associate editor and senior correspondent of the Washington Post. The Massachusetts School of Law also presents information on important current affairs to the general public in television and radio broadcasts, an intellectual journal, conferences, author appearances, blogs and books. For more information visit mslaw.edu.

March 15 2010

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Wars sending US into ruin Pt.2
Eric Margolis: Democrats and Republican leadership buy into "Pax Americana"
Views: 54
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Time: 05:32 More in News & Politics

November 24 2008

Democracy Now! | Noam Chomsky: "What Next? The Elections, the Economy, and the World"

... President-elect Obama and Vice-President elect Joe Biden are holding a press conference in Chicago today to formally announce their team of economic advisors and their plans to rebuild the faltering economy. But as Obama assembles his cabinet and prepares to take over the reins from President Bush, more questions are being raised about the kind of change he will bring to Washington and the world. Progressives who supported Obama"s candidacy and celebrated his historic victory are dismayed by his consideration of Clinton-era figures as his key advisors, many of whom championed financial deregulation and are hawkish on foreign policy.
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