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February 01 2012

02mydafsoup-01

[...]

Kurz darauf öffnete Amazon seinen Shop in Spanien, wo ich auch relativ schnell ein paar spanischsprachige Werke fand, die mich interessierten und die es bei Amazon.US nicht zu kaufen gab. Wenn man mit einem in den USA registrierten Kindle in einem der anderen nationalen Amazon-Läden etwas kaufen will, dann bekommt man als erstes eine Dialogbox serviert, die einen darüber aufklärt, dass man zum Kauf irgendwelcher eBooks dort seinen Kindle zu eben diesem Laden umregistrieren muss. Wenn man dem zustimmt, sieht man eine zweite Informationsbox, die einen darüber informiert, dass man damit sämtliche vorhandene Subskriptionen beendet - und zwar einschließlich des Rechts, auf zurückliegende Ausgaben zuzugreifen. Das fand ich einen geradezu haarsträubenden Eingriff in meine informationelle Freiheit - und das habe ich natürlich abgelehnt.

<!--googleoff: index--> <!-- RSPEAK_STOP --> <!-- RSPEAK_START --> <!--googleon: index-->

Probe aufs Exempel

Daraufhin schrieb ich dann an den Amazon-US-Kundendienst, um zu erfahren, was sie sich denn wohl dabei gedacht haben, mich mit ihrem Ladenkonzept von einem Großteil der verfügbaren Bücher abzuschneiden - und zwar egal, bei welchem Laden ich mein Gerät registriere. Die Antwort war höflich, aber leider keine Hilfe. Daraufhin erläuterte ich in einer Rückantwort noch einmal etwas eindringlicher, dass eine solche Beschneidung meines Zugangs zu weltweit vorhandenen Informationsquellen für mich überhaupt nicht akzeptabel ist. Schließlich setzt sich im worst case dieses Geschäftsgebaren durch und am Ende wird es unmöglich sein, irgendwelche Bücher zu kaufen, die außerhalb der eigenen Landesgrenzen auf den Markt kommen - die Horrorvorstellung einer intellektuell parzellierten Welt, in der es womöglich ein ernstes Vergehen sein wird, Bücher zu schmuggeln. Ansätze dafür sind ja vorhanden und werden stetig ausgebaut.

Da ich gesehen habe, dass es absolut nichts bringt, die Entscheidung hinauszuzögern, habe ich also die Probe aufs Exempel gemacht und im spanischen Amazon-Laden die Kindle-Version eines Buchs über die Gründung von Kooperativen gekauft - was nur möglich war, indem ich meinen Kindle in Spanien registrierte. Daraufhin entzog Amazon mir - und den Herausgebern - meine Subskriptionen des 2600 Magazins und des gerade frischen Analog SF&F. In Spanien gibt es beide einfach nicht, und somit für mich keine Möglichkeit, sie neu zu bestellen. Das mehrmalige Wechseln ist ebenfalls versperrt:

[...]

Adieu, Kindle | Telepolis 2012-02-01 

April 26 2010

Le Normal et le Pathologique

Dans sa célèbre étude Le Normal et le Pathologique, Georges Canguilhem rend son importance à la clinique et limite la portée des examens de laboratoire. La médecine n’est pas une science, c’est d’abord une technique. Il met en garde contre la normalisation. Le vivant ne se réduit pas à un simple mécanisme qu’on appréhenderait avec des données quantitatives. Il se définit par sa normativité, c’est-à-dire sa capacité à créer des normes, ce qui le singularise. Le pathologique n’est pas absence de norme, il n’est pas le contraire du normal. Il est plutôt la réduction de la capacité à poser des normes. Être malade, c’est être moins capable de s’adapter à son milieu, c’est réduire son existence à un certain mode de vie… Être en bonne santé au contraire, c’est être en mesure de faire face à l’imprévu, sans avoir besoin de se ménager.

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