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April 17 2010

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Schließen wollen wir diesen Exkurs mit dem Hinweis auf den Bischof von Brixen, Nikolaus Cusanus (1401 - 1464), der zum ersten Mal die Idee äußert, daß Licht nicht nur die Farbe der Gegenstände zeigt. Das Licht schafft die Farben vielmehr: «Omnis esse coloris datur per lucem descendentum.» Und er sagt noch etwas Schönes: Die vergänglichen irdischen Dinge, so stellt Cusanus fest, verändern ihre Farbe, wenn sie selbst sich verändern. Und er zieht daraus den Schluß, daß die Farbe die Aufgabe hat, das «Werden-Können» sichtbar zu machen. Die Farben zeigen also, was das Leben kann.
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Die Lehren des Aristoteles wirken noch bis zu Robert Fludd im frühen 17. Jahrhundert nach, wobei sie nicht nur im europäischen Rahmen geblieben sind, sondern auch kräftig die arabischen Philosophen beschäftigt haben. Im 11. Jahrhundert stellen sie sich erneut die Frage, in welch einem Verhältnis Licht und Farbe zueinander stehen.
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Avicenna (gestorben 1037) bestreitet, daß es Farbe gibt, wo es dunkel ist. Ohne Licht fehle ihr das «verum esse».

Sein Gegenspieler Alhazen (gestorben 1038) hält dem entgegen, daß die Farben noch vorhanden seien, wenn es dunkel ist, sie erreichten nur das Auge nicht mehr.

Robert Fludd
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