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February 22 2013

Wenn Minister Persönlichkeitsrechte verletzen

Dass der bayerische Innenminister keine gute Figur macht, ist nicht neu. Neu ist vermutlich aber, dass er die Rechte einer Bürgerin direkt und unmittelbar durch seine Aussagen verletzt.

Über die junge Frau, die unlängst in München Opfer von brutaler Polizeigewalt wurde, hatte Innenminister Herrmann im Landtag behauptet, bei ihr habe bereits vor Monaten einmal eine vorläufige Unterbringung in der Psychiatrie im Raum gestanden.

Wenn diese Behauptung wahr ist, handelt es sich hierbei um die Preisgabe einer sensiblen Information aus der Privatssphäre der Frau und damit um eine schwerwiegende Persönlichkeitsrechtsverletzung. Sollte die Aussage unwahr sein, wäre zudem eine üble Nachrede gegeben.

Ungeachtet dessen stellt sich natürlich die Frage, was uns der Minister mit dieser Information eigentlich sagen will. Dass Polizeigewalt eher zu tolerieren ist, wenn sie sich gegen psychisch Kranke richtet?

Jetzt hat hier auch keine Privatperson gehandelt, sondern ein Minister im Rahmen seiner Amtsausübung. Und das macht die (zivilrechtliche) Persönlichkeitsrechtsverletzung zugleich zu einem Grundrechtseingriff. Es ist daher mehr als verständlich und auch dringend notwendig, wenn jetzt die Wellen hochschlagen.

Nur unwesentlich besser sind die Aussagen des Abgeordneten Florian Herrmann – der mir als Anwaltskollege aus Freising bekannt ist – der den Anwalt der jungen Frau der Lüge bezichtigt.

In Bayern drängt sich einmal mehr die Schlussfolgerung auf, dass der Fisch vom Kopf weg stinkt. Der Filz wird schlicht und einfach zu dick, wenn eine Partei irgendwo zu lange regiert. Und das gilt allgemein, unabhängig von der Couleur.

February 20 2013

Documentaire: Dérives

De 1990 à 2010, le mouvement étudiant a fait l'objet de plus de 1000 arrestations.


En 2012, en 6 mois seulement, ce nombre a été multiplié par 3.
Nous dédions ce film aux arrêtéEs et aux blesséEs du conflit.

"Dérives" a pour but premier de remettre certaines pendules à l'heure quant aux dérives policières et médiatiques qui ont marqué le Printemps érable.

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=9iZdAdczrGk



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February 18 2013

Crowdsourcing-Projekt zu Polizeigewalt und demokratischer Kontrolle der Exekutive | netzpolitik.org

Fälle von Polizeigewalt sorgen immer wieder für Empörung. Dabei gibt es verschiedene Ansätze, Polizeiübergriffe in den Griff zu bekommen. Viele hat Amnesty International in einer Kampagne, die von 2010 bis 2012 lief, ausführlich vorgestellt.

Bei metronaut will man jetzt Fälle von Polizeigewalt sammeln und gleichzeitig die Positionen der Parteien erfragen und zusammenstellen, um die Diskussion auch im Hinblick auf die Bundestagswahl weiter zu führen. Das Thema soll auf breiter Basis recherchiert und aufgearbeitet werden. Hierfür werden interessierte Einzelpersonen, Blogger/innen, Journalist/innen und NGOs zur Mitarbeit gesucht.

Folgende Schwerpunkte sollen bearbeitet werden:

- eine umfassende Chronik der bewiesenen Fälle von Polizeigewalt zu erstellen. Bewiesene Fälle meint hierbei Verurteilungen und klar dokumentierte Fälle mit Videos, Aufnahmen, Quellen.

- Statistiken zu Körperverletzung im Amt sammeln. Hierbei ist auch die Quote Anzeigen/Verurteilungen interessant.

- Weil Bundestagswahl ist: die Positionen und Vorschläge der antretenden Parteien in Erfahrung bringen. Welche Partei hat welche Vorschläge im Programm? Wie will Partei XY das Problem angehen? Sieht Partei XY überhaupt das Problem? Welche Partei fordert unabhängige Untersuchungsinstanzen?

- die Sammlung von parlamentarischen Anfragen / Gesetzesinitiativen zum Thema Polizeigewalt, Einsatz von Pfefferspray, usw.

- Infografiken erstellen, die das Problem auf einfache Weise erklärbar machen.

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February 07 2013

Wir brauchen eine gesellschaftliche und politische Diskussion über Polizeigewalt

Ein neuer Fall von Polizeigewalt rüttelt gerade die Öffentlichkeit auf. Ein Polizeibeamter bricht einer 23-jährigen Frau mit Faustschlägen ins Gesicht Nase und Augenhöhle, die Polizei versucht das als Notwehrhandlung darzustellen. Die Frau befand sich dabei wohlgemerkt auf einer Polizeidienststelle, war offenbar bereits gefesselt und von Beamten umringt. Die gefesselte Frau soll dann – in Gegenwart von sieben Polizisten – versucht haben, einem Beamten mit dem Kopf ins Gesicht zu stoßen. Um sich dagegen zu schützen, habe der Beamte der Frau dann den Faustschlag versetzt, so die Darstellung der Polizei.

Henning-Ernst Müller bringt es auf den Punkt, wenn er sagt, dass seine Phantasie nicht ausreichend ist, um sich in der geschilderten Situation eine Notwehrlage des Polizeibeamten vorzustellen. Wenn die Darstellung in der Presse nur halbwegs stimmt, dann kann dieses Verhalten nicht gerechtfertigt sein.

Der Ruf der Polizei leidet in zunehmendem Maße darunter, dass Fälle von Polizeigewalt immer öfter publik werden, was mit der Erkenntnis verbunden ist, dass es sich wohl nicht um seltene Ausnahmefälle handelt.

Wenn Polizeibeamte glauben, Kollegen die derart ausrasten, anschließend auch noch decken zu müssen, handeln sie aus einem falsch verstandenen Korpsgeist heraus und schaden damit über kurz oder lang dem Ansehen und der Glaubwürdigkeit der Polizei.

Diese Form des Korpsgeists setzt sich häufig anschließend bei den Staatsanwaltschaften und Gerichten fort, bei denen ebenfalls eine deutliche Neigung erkennbar ist, derartige Fälle auf den Kopf zu stellen, indem man die Opfer wegen eines angeblichen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte strafrechtlich verfolgt.

In einem ersten Schritt ist es also notwendig, dass das Phänomen Polizeigewalt nicht länger totgeschwiegen wird. Eine Polizei, die mit unsachlicher Argumentation rechtsstaatlich gebotene Maßnahmen wie eine Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte ablehnt, wird die erforderliche Aufarbeitung aber nicht von sich aus leisten. Was wir deshalb brauchen, ist eine politische und gesellschaftliche Diskussion des Phänomens der Polizeigewalt.

Reposted bykrekkwonkoKingBalance

December 16 2011

Obama and the final destruction of the constitution

The 2012 National Defense Authorization Act, if signed into law, will signal the death knell of our constitutional republic and the formal inception of a legalized police state in the United States. Passed by the House on May 26, 2011 (HR 1540), the Senate version (S. 1867) was passed on Dec. 1, 2011. Now only one man — Barack Obama, a scholar of constitutional law — will make the decision as to whether the Bill of Rights he went to Harvard to study will be superceded by a law that abrogates it.
First, let’s be clear what is at stake. Most critical are Sections 1031 and 1032 of the Act, which authorize detaining U.S. citizens indefinitely without charge or trial if deemed necessary by the president. The bill would allow federal officials to take these steps based on suspicions only, without having to demonstrate to any judicial official that there is solid evidence to justify their actions. No reasonable proof will any longer be required for the government to suspend an American citizen’s constitutional rights. Detentions can follow mere membership, past or present, in “suspect organizations.” Government agents would have unchecked authority to arrest, interrogate, and indefinitely detain law-abiding citizens if accused of potentially posing a threat to “national security.” Further, military personnel anywhere in the world would be authorized to seize U.S. citizens without due process. As Senator Lindsay Graham put it, under this Act the U.S. homeland is considered a “battlefield.”
What is at stake is more than the Constitution itself, as central as that document has been to the American experiment in democracy. What is a stake is nothing short of the basic fundamentals of western jurisprudence. Central to civilized law is the notion that a person cannot be held without a charge and cannot be detained indefinitely without a trial. These principles date back to Greco-Roman times, were developed by English common law beginning in 1215 with the Magna Carta, and were universalized by the Enlightenment in the century before the American Constitution and Bill of Rights were fought for and adopted as the supreme law of the land.
For more than two centuries of constitutional development since then, the United States has been heralded as the light to the world precisely because of the liberties it enshrined in its Declaration of Independence and Constitution as inalienable. It now seems as if the events of 9/11 have been determined to be of such a threatening magnitude that our national leaders feel justified to abrogate in their entirety the very inalienable principles upon which our Republic was founded.
At the heart of this Act is the most fundamental question we must ask ourselves as a free people: is 9/11 worth the Republic? The question screaming at us through this bill is whether the war on terror is a better model around which to shape our destiny than our constitutional liberties. It compels the question of whether we remain an ongoing experiment in democracy, pioneering new frontiers in the name of liberty and justice for all, or have we become a national security state, having financially corrupted and militarized our democracy to such an extent that we define ourselves, as Sparta did, only through the exigencies of war?
Within a week of 9/11, the Use of Military Force Act was approved which authorized the full application of U.S. military power against “terrorism.” A month later, on Oct. 26, 2001, Congress overwhelmingly passed the Patriot Act that began the legislative assault on the Bill of Rights. The First Amendment right to freedom of association was gutted as federal officials were authorized to prosecute citizens for alleged association with “undesirable groups.” The Fourth Amendment right against unreasonable search and seizure was compromised by permitting indefinite detentions of those suspected of “terrorism.” The Fourteenth Amendment right to privacy was obliterated as unchecked surveillance was authorized to access personal records, financial dealings, and medical records of any citizen at any time without any judicial oversight or permission. Evidence obtained extra-judicially could be withheld from defense attorneys.
The Patriot Act also criminalized “domestic terrorism.” It stated that civil conduct can be considered “domestic terrorism” if such actions aim to “influence by intimidation or coercion” or “intimidate or coerce a civilian population.” Put in plain language, this means that actions such as Occupy Wall Street can be designated as “domestic terrorism” by Federal authorities without judicial oversight and dealt with outside the due process of constitutional protections.
Two weeks after passage of the Patriot Act, on Nov. 13, President Bush issued Military Order No. 1 authorizing the executive branch and the military to capture, kidnap, or otherwise arrest non-citizens anywhere in the world if suspected of engaging in terrorist activities. Proof was not required. It stipulated that trials, if held, would be military tribunals, not civil courts, and that evidence obtained by torture was permissible. No right of appeal was afforded to those convicted. Numerous executive orders, findings, and National and Homeland Security Presidential Directives followed, further consolidating the militarization of due process under the law and enabling the executive branch to act without legal constraint after it has defined a person or group as potentially engaging in “terrorist” activity.
A year later, on Nov. 25, 2002, the Homeland Security Act was passed that for the first time integrated all U.S. intelligence agencies, both domestic and foreign, into a single interactive network under the president. The Act gave these intelligence agencies complete freedom to collect any and all data on anyone anywhere in the United States and, working with allies abroad, to access complete information on anyone anywhere in the world, working closely with local police, intelligence agencies, and the corporate sector. This dissolved the distinctions between domestic and foreign spying and made more ambiguous the distinction between domestic and foreign “terrorism.”
The next major step took place on Oct. 17, 2006, when Congress passed the Military Commissions Act that effectively abrogated habeas corpus for domestic and foreign enemies alike, stating, “Any person is punishable who aides, abets, counsels, commands, or procures” material support for alleged terrorist groups. One of the most basic principles of both our democracy and our civilization, that a person cannot be held without being charged, was surrendered, and done so by substantial majorities in both houses. On the same day, the 2007 NDAA was passed, which amended the 1807 Insurrection Act and 1878 Posse Comitatus Act, prohibiting U.S. military personnel from acting upon U.S. citizens within U.S. borders. Not only was anything allowable in the pursuit of “terrorists,” but the military was authorized to conduct operations inside the homeland in their pursuit.
Now comes the 2012 NDAA, which completes the process and thus serves as the coup de grace for a democratically voted metamorphosis from republic to national security state. It puts the final nail in the coffin of the Constitution by designating the entire United States as essentially the same “battlefield” in the war on terror as Iraq or Afghanistan, and authorizes the executive branch and the military to take whatever actions they consider legitimate against any human being anywhere on planet earth, civilian or enemy combatant, and to do so without any judicial oversight or constitutional constraint. If this Act is passed, the Bill of Rights will no longer protect American citizens from their government. The Constitution will no longer be the ultimate law of the land.
The House and Senate versions of the Act must now be reconciled and the Act sent to the president to either sign or veto. With his decision, he will determine the fate of those very liberties which, up to this point, have been integral to and indeed have defined America.

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