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July 27 2012

02mydafsoup-01
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[A]uch in der dortigen Pflichtveranstaltung über 'Die Natur des Rechts' interessiert sich der anscheinend sehr charismatische Professor nicht im Mindesten für die Vermittlung von Wissen. Er besteht vielmehr darauf, dass ein Recht, das seinen Namen, nämlich den 'des Rechten', verdient, ohne eine politische Philosophie undenkbar ist, dass diese aber zugleich für alle politikpraktischen Blaupausen unzuständig ist. Deshalb legt er seinen Studenten in einem langwierigen Prozess gemeinschaftlichen Selbstdenkens eigentlich nur die Frage vor, mit der die griechischen Philosophie gern begann: 'Was eigentlich ist (das Recht)?'

Schon dass er dabei von der Alltagsanschauung ausgeht, zugleich aber nichts lieber zerpflückt als das alltägliche Gerede, erweist Voegelin als den bisher wohl letzten Vollplatoniker von Rang. Er argumentiert denn auch, dass sich die Geltung des Rechts nie vom Rechtssetzungsprozess ableiten lasse, sondern immer auf eine wahre, in der Empirie verborgene Ordnung verweise. Darin könnte man zunächst ein simples Naturrechtsmodell erkennen, und in der Tat polemisiert Voegelin gegen den Positivismus seines eigenen Doktorvaters Hans Kelsen. Interessanterweise aber formt er zugleich Platons Argumentation, dass die staatliche Ordnung der Natur des Menschen entsprechen solle, zu einem regelrechten Partizipationsmodell um. Indem nämlich in der Demokratie jeder einzelne Bürger den Staat repräsentiere, reiche der Horizont der Gesellschaft immer weiter als die jeweilige Machtkonstellation. Solch stark soziologische Akzent war seinerzeit nicht nur völlig ungewöhnlich, sondern scheint teilweise die Überlegungen von Jürgen Habermas zum Verhältnis von Recht und Öffentlichkeit vorwegzunehmen.

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Die wahre Ordnung - sueddeutsche.de 2012-07-25 | Rezension zu

- Eric Voegelin (1901-85) : Die Natur des Rechts. Aus dem Englischen, mit Anmerkungen und einem Nachwort versehen von Thomas Nawrath. Matthes & Seitz, Berlin 2012. 219 Seiten
Die wahre Ordnung - sueddeutsche.de 2012-07-25 | Rezension zu Eric Voegelin: Die Natur des Rechts. 

July 18 2012

02mydafsoup-01
I would like to contradict, even if the history of law shows us very well, that there is no mean provided by the best intended and formulated law, to have enough precession in its words or/and authority in a state's executive, which would guarantee sufficient protection against eroding legal egality by the influence of the powerful - on the other hand again and again huge efforts have been observable (not only during the latest 200 years, since the French Revolution) to restore the idea of egality, mostly propelled by the destructive results of legal and social inequality for the society as a whole - it's an everlasting fight between both distinctive bias of mankind.
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