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February 14 2014

Volker Oppmann über die geplante Online-Bücher-Plattform Log.os: „Gemeinnützigkeit kann man nicht simulieren“

Unter dem Namen Log.os entsteht eine multifunktionale und gemeinnützige Lese-Plattform, auf der Nutzer digitale Bücher finden, lesen, kommentieren, empfehlen und diskutieren können. Volker Oppmann, einen der Köpfe des Großprojekts, erzählt, was dahinter steckt.

iRights.info: Herr Oppmann, in den Beschreibungen zu Log.os ist von einer „digitalen Universalbibliothek“ die Rede. Was ist damit gemeint?

Foto: Bernd Große

Volker Oppmann, selbständiger Verleger (Onkel & Onkel), gehört zum dreiköpfigen Vorstand des Log.os-Fördervereins. 2008 bis 2013 war er für das von ihm mit initiierte E-Book-Unternehmen Textunes tätig, das 2011 von Thalia übernommen wurde und aus dem er 2013 ausschied. Foto: Bernd Große

Volker Oppmann: Eine Bibliothek definiert sich über drei Kriterien: Die Sammlung, die Erschließung sowie die Zugänglichmachung von Inhalten. Unter Erschließung versteht man, dass man die Sammlung ordnet, katalogisiert und mit Schlagworten versieht, damit man einzelne Inhalte schnell wiederfindet. Für die Zugänglichmachung zuständig waren bisher die Bibliotheken, die man besuchen konnte, um dort vor Ort zu lesen oder um die Medien auszuleihen.

Im Grunde ist die Ausleihe nur ein Teilaspekt von Bibliotheken und bei Weitem nicht der Wichtigste. Aber alle drei genannten Kriterien werden heute durch Cloud-basierte E-Book-Angebote erfüllt, und genau so verstehen wir Log.os. „Universalbibliothek“ heißt es deshalb, weil es eine umfassende Sammlung sein soll, unabhängig von Sprache, Thema oder Herkunft, in die nicht nur Werke aus regulärer Verlagsproduktion Eingang finden, sondern auch Texte von Selfpublishern sowie Freie Inhalte.

iRights.info: Also auch Werke, die unter freien Creative-Commons-Lizenzen veröffentlicht sind? Etwa die im Bildungsbereich zunehmend populären „Open Educational Ressources“ (OER)?

Volker Oppmann: Definitiv ja. Nutzer interessieren sich für konkrete Inhalte, nicht dafür, woher sie stammen. Sie interessieren sich weder für buchhändlerische Bezugswege noch dafür, ob ein Titel lieferbar, vergriffen, verwaist, rechtefrei, Open Source oder was auch immer ist. Unsere Kernaufgaben im Dienste des Kunden sind folglich, sämtliche Inhalte verfügbar zu haben, zu gewährleisten, dass sie direkt genutzt werden können, sowie sicherzustellen, dass die jeweilige Rechtekette intakt ist und sauber abgebildet werden kann, so dass jeder zu seinem Recht kommt, also auch die Urheber und Verwerter.

iRights.info: Log.os möchte die Übermacht von Amazon brechen will, heißt es. Doch es ist offenbar gar kein Online-Buchhändler. Wie soll das funktionieren?

Volker Oppmann: Wir nehmen Amazon & Co. als Buchhändler wahr, dabei haben diese Anbieter im digitalen Bereich längst aufgehört Buchhändler zu sein. Anbieter von digitalen Inhalten sind zu kommerziellen Großbibliotheken geworden, die Inhalte auf ihren Servern sammeln, diese über Kataloge, Schlagworte und Algorithmen erschließen sowie die Inhalte über diverse Apps und Endgeräte zugänglich machen. Doch der Zugang ist nur möglich, solange man sich als Kunde innerhalb der proprietären Ökosysteme ihrer digitalen Bibliothek befindet.

Sie können die Inhalte von einem Kindle nicht in ein anderes System mitnehmen, etwa auf einen Tolino, denn Sie erwerben als Nutzer kein E-Book als Objekt, sondern nur ein Nutzungsrecht an einem Inhalt, der Ihnen in Form eines E-Books zur Verfügung gestellt wird. Das ist ein ganz wesentlicher Unterschied zum gedruckten Buch, das dem Nutzer per Kauf gehört und mit dem er machen kann, was immer er will.

Das heißt, der einzige Unterschied, ob man einen E-Book-Anbieter subjektiv als Bibliothek oder als Shop wahrnimmt, begründet sich darin, ob man ein zeitlich befristetes oder ein zeitlich unbefristetes Nutzungsrecht erwirbt. Es handelt sich lediglich um eine kleine Variation im Geschäftsmodell und in der Preisgestaltung, die Systeme dahinter sind dieselben.

iRights.info: Log.os will kein Print- oder E-Book-Geschäft sein, sondern eine Online-Lese-Plattform, die den Zugang zu und den Umgang mit kommerziellen und freien Texten bietet. Wie wird das – aus Sicht des Nutzers betrachtet – konkret aussehen?

Volker Oppmann: Log.os orientiert sich an Elementen, die aus sozialen Netzwerken bekannt sind. Auf einer zentralen Startseite sind die Inhalte nach inhaltlichen „Channeln“ sortiert. Das sind zunächst einmal Filter, die sich beispielsweise an bekannten Genre-Einteilungen orientieren wie Krimi oder Science Fiction, aber auch an persönlichen Bibliotheken oder Leselisten von Nutzern – ähnlich wie bei Spotify oder Pinterest. Die Empfehlungen von Freunden können ein Channel sein oder Listen von Nutzern, denen man folgt wie bei Twitter. Darin kann man dann Rezensionen, Empfehlungen oder andere Postings lesen.

Neben der Übersichtsseite wird es zwei weitere Hauptansichten geben: eine Profilseite für Nutzer und eine Profilseite für Werke. Auf Nutzer-Seite verwalte ich meine Kontakte, meine Bibliothek und meine Leselisten. Ich verfüge dort über einen privaten beziehungsweise für andere freigegebenen „stream of consciousness“, der das anzeigt, was ich an meinen eigenen Aktivitäten protokollieren will. So entsteht ein Logbuch meiner eigenen „Literaturgeschichte“ sowie meiner Aktivitäten, Postings und Empfehlungen.

iRights.info: Das klingt nach dem, was man heute „Social Reading“ nennt…

Volker Oppmann: Log.os soll mehrere Ebenen bieten: die klassische, also anonyme Lese-Ansicht für die private Lektüre; eine Ebene für Social Reading, auf der ich mich mit Kommentaren und Diskussionen mit anderen Nutzern über den Text austauschen kann; aber auch eine Ebene, die Autoren beziehungsweise den autorisierten Mit-Autoren vorbehalten ist und ein Editieren des Textes erlaubt.

Daneben haben die einzelnen Werke eigene Profilseiten. Hier finden sich Informationen zu den individuellen Werken inklusive einer Übersicht über die jeweiligen Werkausgaben, analog wie digital.

Über das Profil-Prinzip, nutzerseitig wie werkseitig, und die Channel-Systematik lassen sich auf der Plattform alle möglichen Rollen abbilden. Dazu sind noch Anbindungen von weiteren Buchmarktteilnehmern in Planung, wie Verlagen, Buchhändlern und anderen. Daran arbeiten wir aber noch.

iRights.info: „Social Reading“ und die Netzwerk-Optionen ähneln dem Konzept der Plattform „Sobooks“, die seit Herbst vergangenen Jahres in der öffentlichen Betaphase operiert – was macht Log.os anders?

Volker Oppmann: Social Reading wird ja nicht nur von Sobooks umgesetzt – vernetztes Lesen und Interaktion sind wichtige Schlüsselbegriffe des digitalen Lesens. Die entscheidende Frage ist, wem dieser Wissens- und Datenschatz gehört, der hier quasi nebenbei erzeugt wird? Wir sind der festen Überzeugung, dass dieser Datenschatz keinem einzelnen Unternehmen, sondern der Gesellschaft gehören sollte. Doch das kann ein normales Wirtschaftsunternehmen nicht leisten, selbst wenn es das wollte, denn Gemeinnützigkeit kann man nicht simulieren.

Wir unterscheiden uns aber nicht nur im grundlegenden Ansatz, sondern auch in den weiteren Ausbaustufen des Projekts, da wir eben nicht nur ein endkundenseitiges Angebot bauen wollen, sondern als echte „multisided platform“ Wert schöpfen, indem wir eine direkte Interaktionen zwischen einzelnen Benutzergruppen über eine gemeinsame technische Infrastruktur ermöglichen. Also beispielsweise zwischen Lesern und Autoren, oder mit Buchhändlern und Verlagen sowie öffentlichen Institutionen, etwa Schulen, Universitäten oder Bibliotheken.

iRights.info: Sie wollen mit Log.os auch „Transparenz, Datensouveränität und Privatsphäre“ unterstützen. Führen derart absolut klingende Versprechen nicht zu überhöhten Erwartungen?

Volker Oppmann: Die Gefahr besteht durchaus, insbesondere wenn man Nutzer mit einem Ansolutheitsanspruch hat. Uns geht es insbesondere um Wahlfreiheit. Lesen Sie mal bei den Großen der Branche in den Geschäftsbedingungen, Lizenz- und Nutzungsbestimmungen nach. Sie haben heutzutage meistens nur die Wahl zwischen Zustimmung und Ablehnung – häufig stimmt man auch späteren Änderungen vorab zu. Wenn ich als Nutzer zu einem späteren Zeitpunkt diesen Bedingungen widerspreche, muss ich oft den Verlust meiner gesamten Daten hinnehmen – der Zugang zu meiner kompletten Sammlung wird versperrt.

iRights.info: Heißt das, Sie wollen Ihren Kunden eine Vielfalt an Lizenz- und Nutzungsmodellen zur Auswahl bieten?

Volker Oppmann: Unsere Kunden sollen sich zu jedem beliebigen Zeitpunkt entscheiden können, etwa in ein anderes Nutzungsmodell zu wechseln. Alles andere wäre Erpressung.

Transparenz müssen wir darüber herstellen, was wann wo mit welchen Daten passiert und weshalb. Das betrifft beispielsweise das synchronisierte Lesen zwischen verschiedenen Endgeräten. Hierfür muss mich meine Lese-Software zwangsläufig beobachten und mein Leseverhalten protokollieren – doch das alles muss transparent sein.

Für die angesprochene Datensouveränität muss der Nutzer jederzeit die volle Kontrolle über seine Daten haben. Er allein entscheidet, wer was mit seinen Daten machen darf. Das fängt an bei Angaben zu Person, Adresse, Kontoverbindung, Kreditkartendaten, und geht über die vom Nutzer selbst generierten Inhalte, wie Rezensionen, Postings, Notizen, Anmerkungen, bis hin zu den Daten aus dem Nutzerverhalten, welche die Software protokolliert. Wir müssen unseren Nutzern garantieren, dass ihre Privatsphäre geschützt bleibt, etwa indem sie das Tracking und diverse Social-Reading-Funktionen deaktivieren oder ganz entfernen können.

iRights.info: Log.os setzt also eher auf Zielgruppen, die wenig oder gar keine Nutzungsdaten preisgeben wollen. Sehen Sie diese Nutzungsdaten also nicht als geschäftsrelevante Währung an?

Volker Oppmann: Nutzer, die gerne anonym und privat lesen möchten, müssen sich bei uns genauso zu Hause fühlen können wie Nutzer, die bereitwillig jede Leseerfahrung mit der Öffentlichkeit teilen. Beide Nutzergruppen werden aus einer Vielzahl an Angeboten und Bezahlmodellen wählen können.

In welcher „Währung“ jemand für die Nutzung der Inhalte anderer zahlt, das sei jedem überlassen. Sei dies nun ein fixer Betrag je Content-Einheit, ein wie auch immer gestaffeltes Abo beziehungsweise eine Flatrate, sei es in Aufmerksamkeit – Stichwort: Werbung – oder in Form seiner Daten. Wir würden Nutzerdaten aber allenfalls in anonymisierter Form verwerten, etwa durch nutzerspezifische Werbe-Einblendungen oder durch den Verkauf aggregierter Trend-Daten an Verlage, nicht jedoch durch den Weiterverkauf persönlicher Daten.

October 09 2013

Christoph Kappes über Sobooks: „Eine bessere Tiefe der Interaktion – direkt im Buch“

Heute geht Sobooks an den Start: ein neues Online-Portal für elektronische Bücher. Es will gleichzeitig Vertriebs- und Leseplattform sein, „Social Reading“ ist direkt in die Bücher integriert. Hinter Sobooks stehen die Internet-Berater und Blogger Sascha Lobo und Christoph Kappes. Kurz vor der Premiere sprachen wir mit Christoph Kappes.

iRights.info: Ist Sobooks ein Online-Buchladen oder ein E-Book-Verlag?

Christoph Kappes: Sobooks ist eine Plattform, die dem Buchvertrieb dient. Wir richten uns alle, die Inhalte anbieten. Hier unterscheiden wir erstmal nicht zwischen Autoren, kleinen oder großen Verlagen. Wir haben aber einen relativ hohen Anspruch, wollen auch schnell Umsätze erzielen und eine hohe Relevanz  im Markt erreichen. Daher sind uns die großen Verlage wichtig. Wir setzen auf bekannte Medien-Partner und prominente Figuren sowie auf populäre Inhalte, die für möglichst viele Endkunden interessant sind.

iRights.info: Dennoch sprechen Sie auch Kleinverlage oder Autoren an, die eine verlegerische Plattform suchen. Damit wäre Sobooks auch Wettbewerber der Verlage.

Christoph Kappes: Wir positionieren uns nicht gegen Verlage. Der eigene Direktverlag ist unser Spielbein, mit dem wir Innovationen voranbringen wollen, wie neue Formate und die Autoren-Leser-Kommunikation. Die „Cobooks“ sind ja so entstanden; die haben wir uns selbst ausgedacht und sind sehr gespannt, ob Autoren diese Idee aufgreifen, eine quasi „mitkaufbare“ Rezension zu schreiben. Dort legen wir dann aber auch eigene, hohe Qualitätsmaßstäbe an. Wir sind aber nicht reine Content-„Aggregatoren“ und -Distributoren, wie es sie im E-Book-Segment für Autoren mittlerweile in großer Anzahl gibt. Sowohl beim Buchvertrieb als auch in verlegerischer Hinsicht wählen wir nach Qualität und Relevanz aus.

iRights.info: Also nicht so eine Art „Soundcloud“ für Amateur-Schreiber und semi-professionelle Autoren?

Christoph Kappes: Nein, unsere Plattform ist nicht der „Literatur“-Renderer für jedermann. Das Internet ist voll von schlechtem Zeug, nur Selektion schafft da Mehrwert. Zudem ist uns das „social reading“ besonders wichtig. Zwar bietet Soundcloud auch die Interaktion direkt in jedem Song, doch die Optionen sind dort gering, so bleibt es bei einer Mikro-Interaktion. Bei uns ist das Kommentieren und Diskutieren ein zentrales Element, und wir verknüpfen es mit den sozialen Netzwerken. Damit wollen wir eine bessere Tiefe der Interaktion ermöglichen. Man stelle sich vor: Schirrmacher kommentiert David Graebers „Schulden“; und dann wird diskutiert. Da wollen wir hin

iRights.info: Websites, um online über Bücher zu diskutieren oder um Textstellen direkt zu kommentieren, sind aber nicht neu.

Christoph Kappes: Das stimmt, Social Book Reading Plattformen gibt es schon. Einzelne Bestandteile unserer Lösung finden sich woanders auch, nur in der Summe der Funktionen und Möglichkeiten hat es so noch keiner gemacht. Wir sind sozusagen Dekonstrukteure. Technologisch setzen wir konsequent auf modernstes HTML5, auf neueste Browser. Somit sind unsere Dienste auf allen entsprechenden Endgeräten verfügbar, sehen überall gleich aus und sind zudem synchronisiert. Für das Lesen eines Buches mit dem HTML-Reader heißt das beispielsweise, dass die jeweilige Leseposition erhalten bleibt. Dazu kommt die erwähnte Zuschaltung von so genanten Social Layern direkt ins Buch und Weiteres. Man wird in den nächsten Monaten sehen, wie wir auch das Konzept „Buch“ weitertreiben.

iRights.info: Man liest also die gekauften Bücher online, etwa wie einen Musik- oder Video-Stream?

Christoph Kappes: Sobooks basiert auf „Access“, also Zugang zum Netz; man benötigt einen Account und Online-Anschluss, ja. Die Bücher sind Online-Bücher, die Diskussionen finden direkt im Buch, in der Cloud statt. Das ist alles ohne Medienbrüche in einer Anwendung zu bedienen. Das heißt unter anderem, dass mir der Shop sofort anzeigt , dass ich ein Buch erworben habe und ich kann es eben überall lesen und weiterlesen und teilen; die Cloud denkt sozusagen mit. Doch für den Clou müssen Sie anders herum denken: Wenn ich als Leser eine Textstelle per Link auf Facebook oder Twitter mitteile, dann landen alle, die diesen Link anklicken, genau an dieser Stelle des Buches und können diese Passage sofort lesen. Diese Dynamik bei Leseproben ist wirklich neu, denn bisher sind Leseproben bei Amazon oder im Web meist von den Verlagen oder Portalen vorgegeben und starr.

iRights.info: Diese dynamische Leseprobe können dann alle lesen, auch Nicht-Käufer?

Christoph Kappes: Ja, es ist lediglich ein kostenfreier Sobooks-Account nötig, der via Facebook-Anmeldung einzurichten ist. Ein eigener Login kommt natürlich noch, da bleibt es nicht bei Facebook. Der Umfang beziehungsweise die Dauer des Probelesens können dann je nach Buch und Verlag variieren, aber im Durchschnitt stehen 10 Prozent frei zur Verfügung, danach bekommt man die Aufforderung zum Erwerb dieses Werks, der unter anderem unbegrenzte Lesezeit in diesem Werk bringt.

iRights.info: Man kann aber nicht einzelnen Passagen oder gar Seiten erwerben?

Christoph Kappes: Nein, es gibt kein seitenweises Kaufen, das halten wir für zu technisch gedacht. Bei Sachbüchern mag das auf Kapitel bezogen einen Sinn haben. Wir wollen aber eine Portionierung oder auch Serialisierung der Bücher ermöglichen. Etwa die Aufteilung in Episoden, die einzeln fakturierbar sind, oder auch die kontinuierliche Verlängerung eines Werkes durch Aktualisierungen oder Nachfolge-Werke.

iRights.info: Können die Käufer dann ihre Bücher auch Offline lesen?

Christoph Kappes: Man kann sich die Titel als E-Book im Epub.-Format herunterladen, ohne hartes DRM, also Kopierschutz. Wir glauben nicht an DRM, das wollen die Verbraucher nicht. Die von uns ausgelieferten E-Books können wir  personalisieren mit einer Absenderkennung, eine Art Wasserzeichen; damit ist ihre Nutzung generell nachverfolgbar. Pro erworbenem Buch dürfen drei andere Accounts auf das Werk zugreifen. Meine Vorstellung ist, dass im Laufe der Jahre immer weniger darauf Wert legen, Bücher en gros offline zu lesen. Den meisten wird der Zugang zu Online-Inhalten genügen, wie bei Musik und Filmen. Die Speicherung und der Abgleich mit weiteren oder neuen Geräten wird vielen zunehmend lästig werden, die soziale Akzeptanz von Access und Clouds wird zunehmen.

iRights.info: Was sagen die Verlage dazu?

Christoph Kappes: Erstmal sind die durchweg wohlwollend, weil wir ein Hoffnungsträger gegen das Quasi-Monopol von Amazon und Apple sind. Die Inhalteanbieter bekommen als Mehrwert die Optionen zur unmittelbaren Aktualisierung, die Diskussionen und Kommentare, die Updates und Resonanzen, dazu Auswertungen. Die derzeitigen E-Books sind kommunikativ tot, daher wollen wir sie auf vielen Ebenen auch für die Anbieter attraktiver machen und in „ lebende Bücher“ verwandeln.

iRights.info: Wieso starten Sie „hinter dem Vorhang“, mit einer sogenannten „Closed Beta“-Version?

Christoph Kappes: Wir brauchen diese geschlossene Betatestphase als „Trockenschwimmbecken“. Es gilt für uns herauszufinden, wie das Social Reading angenommen wird, übrigens auch auf Seiten der Autoren. Was passiert mit einem Essay, wenn er online steht und unmittelbar kommentiert wird, wie Zeitungsartikel oder Blog-Beiträge? Hierfür haben wir ein „Sobooks-Lab“ für Autoren und Verlage;sie sollen experimentieren und an der Entwicklung teilhaben. Geplant sind auch Autorenabonnements, so dass Autoren über die Community ihrer Abonnenten neue Ideen entwickeln oder gar unterstützen lassen können.

iRights.info: Die Autoren, die Urheber, sind Ihnen also wichtige Ansprechpartner?

Christoph Kappes: Ja, wir erwarten unter anderem durch unsere Social Reading-Optionen eine Art Aufbruchsstimmung unter Autoren, und die würden wir gerne mitnehmen. Es darf auch gerne zu den ganz großen Diskussionen kommen, etwa bei provozierenden oder überraschenden Bestsellern. Was passiert damit im Social Web, wenn es eine vergleichsweise gigantische Online-Resonanz gibt? 10.000 Leser eines Blogs, von denen ein Teil auch mal heftig debattiert, ist das eine. Aber was ist, wenn es mehrere 100.000 sind – mitten im Buch? Müssen wir dann neue Mechanismen, neue Aufteilungen, Moderationen, geschlossene Gruppen einführen? So etwas ist schwer zu simulieren, das müssen wir schrittweise entwickeln.

iRights.info: Sobooks stellt sich einem vollen, gut besetzten und hart umkämpften Markt. Wie viel Marketing ist von Ihnen zu erwarten?

Christoph Kappes: Schwierige Frage: Wir haben einen langfristigen Ansatz und wollen unsere Ressourcen in den nächsten Monaten primär für die Verbesserung des Produkts verwenden. Es muss sich zeigen, ob es schon rund ist, wie gut das Social Reading funktioniert, ob die Leseproben-Idee so richtig ist. Zudem haben wir schon jetzt hohe Aufmerksamkeit und hohen Erwartungsdruck. Mit aufwändigem Marketing würden wir diesen Druck nur noch erhöhen. Uns ist daran gelegen, Bestseller von großen Verlagen zu und das bessere Leseprodukt zu haben, das wäre die optimale Melange – und das wäre gutes Marketing in sich. Eine Marke entsteht nicht künstlich, sondern hängt in aller Regel mit der Qualität des Produkts zusammen, und das wollen wir organisch entwickeln. Vermutlich stehen uns noch zwei Jahre Optimierung bevor.

September 16 2013

What is a Book Sprint ?

What is a Book Sprint ?
http://www.booksprints.net/about
http://www.booksprints.net/wp-content/uploads/2012/10/table.png

A Book Sprint brings together a group to produce a book in 3-5 days. There is no pre-production and the group is guided by a facilitator from zero to published book. The books produced are high quality content and are made available immediately at the end of the sprint via print-on-demand services and e-book formats.

#ebooks #écrire #facilitation par Adam Hyde, l’auteur de la plateforme #Booktype (http://www.sourcefabric.org/en/booktype)

The New Publishing - A W3C Workshop on the Open Web Platform and the Traditional Print Publishing…

The New Publishing - A #W3C Workshop on the Open Web Platform and the Traditional Print Publishing Industry
http://www.w3.org/2012/12/global-publisher/Overview.html

The goal of this W3C Workshop is to bring together major players, including publishers, standardization organizations, technology developers, booksellers, accessibility organizations and others as needed to identify areas where work is needed to make the Open Web Platform suitable for commercial #publishing, especially in print, all the way from authoring through to delivering the printed product and beyond.

(organisé par @robin)
#ebooks, mais surtout, comment faire pour que toute la chaîne de #publication soit dans le web

September 13 2013

E-Book und Urheberrecht: Sind die Autoren endlich aufgewacht?

Nicht wenig überrascht zeigt sich Wolfgang Tischer im Perlentaucher-Blog. In seinem Kommentar mit dem Titel E-Book und Urheberrecht: Sind die Autoren endlich aufgewacht? stellt er erfreut, aber durchaus erstaunt fest:

Es dämmert inzwischen einigen Schriftstellern, dass auch Verlage auf Dauer keinen Halt mehr bieten. [...] Fast ungläubig lese ich in der Deklaration einen Satz wie “Um E-Books zu vertreiben, ist es nicht zwingend erforderlich, sie zu verkaufen.” Wohl gemerkt, es ist ein Text von preisgekrönten Autoren wie Elfriede Jelinek und Katharina Hacker und kein Text der Piratenpartei! Zumindest ein Teil der Autoren scheint ein Jahr nach “Wie sind die Urheber!” in der Gegenwart angekommen zu sein, hat den Elfenbeinturm verlassen, plappert die Phrasen ihrer Verlage nicht mehr nach, sondern fordert Eigeninitiative und Solidarität unter den Autoren statt mit den Verlagen: “Die kommerziellen Verlage haben auf die Herausforderungen durch das digitale Zeitalter vor allem defensiv reagiert”.

Es scheint wieder Bewegung in die Diskussion zu kommen. Wer noch einmal nachvollziehen möchte, wie die Debatte ums Urheberrecht im vergangene Jahr hochkochte – und ob es wirklich eine Debatte war -, dem empfehlen wir den Text Die Urheber­rechts­debatte: Einer geht noch aus unserem Jahresrückblick 2012.

September 08 2013

Lecteurs de e-books sous haute surveillance Le temps où vous pouviez lire des livre en secret, sous…

Lecteurs de e-books sous haute surveillance

Le temps où vous pouviez lire des livre en secret, sous la couverture, est passé de puis longtemps. Aujourd’hui, les grandes multinationales qui vous vendent des e-books vous observent de loin, mais très attentivement... Elles amassent grâce à vous une énorme quantité de données et d’informations

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Imaginez-vous allongé sur votre sofa, vous êtes en train de lire le roman que vous venez d’acheter l’après-midi même. Juste derrière vous, debout, se trouve le libraire qui vous a vendu le livre, et l’éditeur qui l’a publié. Ils sont là, et regardent par-dessus votre épaule pour voir à quelle vitesse vous lisez, où vous vous arrêtez, quelles pages vous sautez...

http://gfx.nrk.no//y6JHr56xURvIfobD6nfDRQBVZUrd2jqUmwlqxRstPGIQ.jpg

Søren Pold, professeur au Département esthétique et communication à l’Université de Aarhus (Danemark) explique : C’est maintenant une réalité mise en place chez la plupart des vendeurs de service e-books. Cette surveillance est très préoccupante. La lecture d’un e-book par vous devient une collecte de données sur votre comportement pour d’autres... et il n’y a aucune limite vraiment pour ce qui concerne les informations qu’ils peuvent voir et collecter : tout dans le moindre détail, dans le moindre de vos mouvement, y compris les aller retour dans le livre. Le pire est il est pratiquement impossible de se prémunir contre cela

Aux États-Unis, qui est en pointe pour les e-books, les principaux "acteurs" du marché déjà une bonne appréciation sur le comportement des lecteurs

Par exemple, ils savent que les lecteurs de la trilogie "Hunger Games" avalent en moyenne 57 pages par heure, et Amazon sait précisément ce que les lecteurs ont soulignés dans le e-books, ainsi que les notes qu’ils ont ajouté au texte original.

Apple et Google par exemple sont capable de savoir combien de fois les livres sont ouverts, combien de pages le lecteur a lu, et combien de temps il a passé sur chacune d’elle . Certains fournisseurs vendent ces les données à des tiers.

La technique aujourd’hui permet d’avoir un aperçu très détaillé sur tout ce que nous lisons, Et les consommateurs ont en revanche très peu d’informations sur les données qui sont stockées.

Søren Pold : Cela veut dire que notre culture littéraire est potentiellement directement impliquée dans le grand cycle de la surveillance, et on peut imaginer qu’un jour, la lecture d’un livre sulfureux ou considéré comme "dangereux" par un Etat quelconque et qu’on vous refuse un visa quelques années plus tard si vous souhaitez vous rendre dans cet Etat quelconque !

Les services d’abonnement e-books à domicile sont soumis à des règles très strictes qu’aux États-Unis, mais il peut y avoir" des pressions sur des fournisseurs en Europe par exemple.

Tous les fournisseurs aux Etats-Unis et en Europe reconnaissent qu’ils est possible de collecter ces informations, et pour certains, ils reconnaissent qu’ils le font, mais tous prétendent que c’est pour mieux servir le lecteur, pour mieux répondre à ses attentes

Søren Pold : Si vous voulez éviter d’être espionné, n’achetez que des livres en papier et payez en liquide !

Søren Pold au Danmark reçoit le soutien d’Erik Wilberg, professeur à la Norwegian School of Management. Il estime qu’il y a de bonnes raisons de s’inquiéter .

Erik Wilberg : Il est clair Søren Pold a raison. Les grandes entreprises qui diffusent les e-books collectent et vendent ces renseignements "à très haute valeur ajoutée". Nous laissons derrière nous beaucoup de traces électroniques, et cela en permanence. La surveillance des lecteurs de e-book n’est qu’un petit paramètre du problème. Il y a, entre autre chose, la vidéo-surveillance. Mais contrairement à la vidéo-surveillance dans les rues, les informations que nous laissons derrière nous en ligne peuvent être intéressantes pour les opérateurs commerciaux qui assemblent des bases de données gigantesques (les fameuses « Big Data ») qui aura à terme une valeur inéstimable. C’est un peu le "nouvel eldorado pétrolier". Les conséquences de l’exploitation de ces bases de données restent totalement inconnues.

Beaucoup de monde peut-être intéressé par nos lectures, outre les services de renseignements (si tout à coup vous achetez beaucoup de livres sur les armes et l’extrême-droite), il y a aussi les compagnies d’assurance, pour les assurances vie (livres sur la santé, les maladies...). On peut tout imaginer.

Le journaliste de la NRK a expliqué, qu’au cours de son enquête, Google, Apple et Amazon ont catégoriquement refusé de lui parlé.

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Articles sources (en Danois et en Norvégien)

Du bliver overvåget når du læser e-bøger | Kultur | DR
http://www.dr.dk/Nyheder/Kultur/Boeger/2013/09/03/154050.htm

Af Silas Bay Nielsen

Forestil dig, at du ligger i sofaen og læser din nyindkøbte roman. Bag ved dig står både boghandleren, der har solgt dig bogen, og måske endda forlaget, som har udgivet din bog. Der står de og kigger dig over skulderen for at se, hvor hurtig du er til at læse, og hvor i bogen du går i stå.

Slår alarm om ebok-overvåking - NRK - Kultur og underholdning

http://www.nrk.no/kultur/slar-alarm-om-ebok-overvaking-1.11223420

Slår alarm om ebok-overvåking

Nettgigantene kan se hva du leser, hvor lenge du leser og hvor mye leser. Nøyaktig hva informasjonen brukes til, er det ingen som vet.

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A lire aussi

Readers’ privacy is under threat in the digital age | Books | The Guardian

http://www.theguardian.com/books/2012/aug/31/readers-privacy-under-threat

Every time you read a newspaper on your computer or buy an ebook, you can leave an electronic trail behind you. That trail is potentially lucrative for business, and is a new source of surveillance for government and law enforcement.

Google Hopes to Open a Trove of Little-Seen Books - NYTimes.com

http://www.nytimes.com/2009/01/05/technology/internet/05google.html?pagewanted=1&_r=1&

By MOTOKO RICH
Published: January 4, 2009

MOUNTAIN VIEW, Calif. — Ben Zimmer, executive producer of a Web site and software package called the Visual Thesaurus, was seeking the earliest use of the phrase “you’re not the boss of me.” Using a newspaper database, he had found a reference from 1953.

E-Reader Privacy Chart, 2012 Edition | Electronic Frontier Foundation

https://www.eff.org/pages/reader-privacy-chart-2012

E-Reader Privacy Chart, 2012 Edition

#ebooks #édition #contrôle #surveillance #espionnage #marketing #wtf

June 13 2013

Kopierschutz: Forscher wollen E-Books individualisieren

Screenshot: SiDiM-Evaluationsbogen

Screenshot: SiDiM-Evaluationsbogen

Die Innovation in der Buchbranche kennt keine Grenzen, jedenfalls beim Erfinden von Kopierschutz-Technologien. Forscher des Fraunhofer-Instituts und der TU Darmstadt haben einen neuen, psychologischen Kopierschutz für E-Books ersonnen: Nicht die Datei, die Inhalte selbst sollen in homöopathischen Dosen verändert und damit individualisiert werden – in einem Exemplar eines Buchs würde es zum Beispiel „unsichtbar” heißen, in einem weiteren „nicht sichtbar”.

So zumindest die wohl ernsthafte Idee des Projekts SiDiM, das unter anderen vom Forschungsministerium und dem Börsenverein unterstützt wird. Johannes Haupt bei lesen.net:

SiDiM ist als Entwicklung zunächst einmal kein Kurzwechsel in Sachen “hartes DRM”. Der Börsenverein beziehungsweise dessen Wirtschaftstochter MVB predigt schon seit Jahren den Verzicht auf harten Kopierschutz. Das Akezptanz-Problem liegt nicht bei Verband oder Händlern, sondern bei den Verlagen und (glaubt man Verlagsmenschen: vor allem) bei den Autoren, die teilweise ausdrücklich auf einem harten Kopierschutz bestehen sollen. Ob man diese Gruppe mit einer semantischen Veränderung ihrer Texte gewogen stimmen kann, muss doch sehr bezweifelt werden.

Stefan Holzhauer kommentiert bei Phantanews:

Meine Mei­nung: geht über­haupt nicht! Man kann al­ler­dings an die­sem »Was­ser­zei­chen« wie­der ein­mal er­ken­nen, wel­chen Re­spekt die Pu­bli­kums­ver­lage vor dem Werk der Au­to­ren und der Leis­tung der Lek­to­ren ha­ben: gar keinen.

Ob das Projekt tatsächlich umgesetzt wird, ist aber offen; im Moment läuft erst einmal eine brancheninterne Umfrage.

June 10 2013

Codename Prism, Kroes zur Netzneutralität, WLAN-Haftung im Bundestag

Der US-Geheimdienst NSA hat heimlich ein umfangreiches Abhörprogramm für Google, Facebook, Apple & Co. aufgebaut, Digitalkommissarin Kroes will die Netzneutralität europarechtlich verankern, im Bundestag stellt sich die Koalition gegen entschärfte Störerhaftung. Außerdem im Wochenrückblick: Hadopi offenbar vor dem Aus, BGH zur GPS-Überwachung, SPD-Initiative gegen Routerzwang, Prozess um Apples E-Book-Preise.

Codename Prism: Aufregung über Daten-Überwachung durch die NSA

Der US-Geheimdienst NSA soll seit 2007 unter dem Codenamen „Prism” ein umfangreiches Abhörprogramm des Datenverkehrs aufgebaut haben. Das berichten der Guardian und die Washington Post. Angeblich hat die NSA Zugriff auf Daten von US-Internetriesen wie Google, Facebook, Microsoft und Apple. So würden in Rechenzentren der NSA gewaltige Datenmengen liegen – E-Mails, Fotos, gespeicherte und übertragene Dateien. Die genannten Unternehmen bestreiten, US-Behörden „direkten Zugriff” auf ihre Server einzuräumen. Schon am Mittwoch wurde ein Gerichtsbeschluss bekannt, durch den der US-Provider Verizon verpflichtet wurde, sämtliche Verbindungsdaten von Kunden an die NSA herauszugeben. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat die Bundesregierung aufgefordert, bei der US-Regierung in Erfahrung zu bringen, ob und inwieweit auch deutsche Nutzer von „Prism” betroffen sind. US-Präsident Obama hält die Maßnahmen zur Abwehr von Terrorgefahren für geboten.
Zum Bericht bei Spiegel Online.
Einschätzung von RA Thomas Stadler (internet-law.de).

Kroes will Netzneutralität im EU-Recht verankern

Die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda Neelie Kroes will die Netzneutralität europarechtlich verankern. Kroes fordert einen „garantierten Zugang zum vollen und offenen Internet ohne jede Blockade oder Drosselung konkurrierender Dienste”. So sollen etwa Provider keine Telefoniedienste konkurrierender Anbieter mehr behindern dürfen. Die EU will jedoch Tarifmodelle für verschiedene Surfgeschwindigkeiten nicht verhindern, so Kroes. Geplant ist auch, die Roaming-Gebühren für Mobilfunk innerhalb der EU abzuschaffen. Kroes will entsprechende Gesetzesvorschläge im Sommer vorlegen.
Zur Meldung bei Spiegel Online.

WLAN-Haftung: CDU und FDP gegen Privilegierung für offene Netzwerke

CDU und FDP haben sich im Bundestag gegen einen Privilegierungstatbestand für Betreiber offener Drahtlosnetzwerke ausgesprochen. Die SPD-Fraktion ist vergangene Woche mit einem entsprechenden Antrag im Wirtschaftsausschuss des Bundestages gescheitert. Ziel war es, die Haftung von Betreibern offener Drahtlosnetzwerke zu beschränken. Damit sollte nach Ansicht der SPD-Fraktion für Hotspot-Betreiber – etwa in Hotels oder auf öffentlichen Plätzen – Rechtssicherheit geschaffen werden. Der IT-Branchenverband Bitkom konstatiert: Die „uneinheitliche Rechtsprechung und die Gefahr von Abmahnungen haben in der Vergangenheit bereits viele Betreiber eines Hotspots veranlasst, ihre Angebote einzustellen”.
Zum Bericht bei golem.de.

Three Strikes in Frankreich: Hadopi vor dem Aus?

Frankreichs umstrittene Warnbehörde bei Urheberrechtsverstößen Hadopi und mit ihr das Three-Strikes-Modell steht offenbar vor dem Aus. Das hat die Ministerin Fleur Pellerin verkündet, die im französischen Kabinett für digitale Fragen zuständig ist. Die Regierung wolle von Netzsperren als mögliche Sanktionsmaßnahme für Urheberrechtsverletzungen absehen: Den Zugang zum Internet zu sperren sei, als wolle man den Wasserzugang kappen, so Pellerin. Ohnehin hat Hadopi seit ihrem Bestehen nur Warnungen verschickt, nicht aber die Sperrung von Internetzugängen veranlasst. Denkbar sei aber, von Netzsperren auf Geldbußen umzuschwenken.
Zum Bericht bei Süddeutsche Online.

BGH: GPS-Überwachung am Auto strafbar

Die Überwachung von Personen mittels an Fahrzeugen angebrachter GPS-Empfänger ist grundsätzlich strafbar. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Angeklagt waren Betreiber einer Detektei, die im Auftrag von Privatpersonen Details über das Privatleben der zu überwachenden Zielpersonen in Erfahrung bringen sollten. Dafür brachten die Angeklagten GPS-Empfänger zur Ortung an den Pkw der Zielpersonen an. Das Landgericht Mannheim hatte die Angeklagten wegen des unbefugten Erhebens von Daten gegen Entgelt verurteilt (strafbar gemäß Paragrafen 4443 Abs. 2 Nr. 1 Bundesdatenschutzgesetz). Der Bundesgerichtshof hat die grundsätzliche Strafbarkeit des Verhaltens bestätigt; dennoch verwies er die Sache an das Landgericht zurück: So habe das Landgericht keine ausreichenden Feststellungen zu einem möglichen „starken berechtigten Interesse an dieser Datenerhebung” getroffen. Ausnahmsweise sei „etwa in notwehrähnlichen Situationen” das Merkmal des unbefugten Handelns zu verneinen. Das Urteil liegt noch nicht im Volltext vor.
Zur Meldung bei Juris.

Hamburger SPD startet Initiative gegen Routerzwang

Die Hamburger SPD-Fraktion hat eine Initiative gegen den Routerzwang der Internetprovider eingesetzt. Ansinnen der Initiative ist es, den Routerzwang gesetzlich zu unterbinden. Bietet ein Provider seinen Zugang nur unter Routerzwang an, besteht für Kunden keine Möglichkeit, einen anderen als den vom Provider gestellten Router zu verwenden. Der Hamburger SPD-Fraktionsangehörge Hansjörg Schmidt vergleicht den Gerätezwang damit, dass „plötzlich weniger Wasser aus dem Hahn kommt” nur weil man „den Duschkopf der ‚falschen’ Firma” habe. Grund: Die Provider können auf diese Weise das Onlineangebot mitbestimmen, das die Kunden nutzen, so Schmidt. Die Bundesnetzagentur sieht für ein Tätigwerden gegen den Routerzwang keine rechtliche Handhabe.
Zum Bericht bei golem.de.

E-Book-Preise: Prozess gegen Apple hat begonnen

Der Prozess gegen Apple die um angebliche Wettbewerbsverzerrung im E-Book-Markt in den USA hat begonnen. Kläger ist das US-Justizministerium. Es wirft Apple vor, durch das sogenannte Agenturmodell höhere Preise für E-Books lanciert zu haben. Vor der Einführung des iPad im Jahr 2010 hatte Amazon die Position des Marktführers im E-Books-Segment inne und zahlte den Verlagen Großhandelspreise für E-Books. Durch den Wechsel zum Agenturmodell können Verlage die Preise selbst festlegen und verpflichten sich zugleich, die E-Books anderswo nicht günstiger anzubieten – weshalb auch Amazon die Preise erhöhen musste. Apple bestreitet die Vorwürfe, für Preiserhöhungen verantwortlich zu sein.
Zur Meldung bei heise.

 

Lizenz dieses Artikels: CC BY-NC-SA.

March 21 2013

March 08 2013

Four short links: 8 March 2013

  1. mlcompa free website for objectively comparing machine learning programs across various datasets for multiple problem domains.
  2. Printing Code: Programming and the Visual Arts (Vimeo) — Rune Madsen’s talk from Heroku’s Waza. (via Andrew Odewahn)
  3. What Data Brokers Know About You (ProPublica) — excellent run-down on the compilers of big data about us. Where are they getting all this info? The stores where you shop sell it to them.
  4. Subjective Impressions Do Not Mirror Online Reading Effort: Concurrent EEG-Eyetracking Evidence from the Reading of Books and Digital Media (PLOSone) — Comprehension accuracy did not differ across the three media for either group and EEG and eye fixations were the same. Yet readers stated they preferred paper. That preference, the authors conclude, isn’t because it’s less readable. From this perspective, the subjective ratings of our participants (and those in previous studies) may be viewed as attitudes within a period of cultural change.

March 01 2013

Four short links: 1 March 2013

  1. Drone Journalismtwo universities in the US have already incorporated drone use in their journalism programs. The Drone Journalism Lab at the University of Nebraska and the Missouri Drone Journalism Program at the University of Missouri both teach journalism students how to make the most of what drones have to offer when reporting a story. They also teach students how to fly drones, the Federal Aviation Administration (FAA) regulations and ethics.
  2. passivednsA network sniffer that logs all DNS server replies for use in a passive DNS setup.
  3. IFLA E-Lending Background Paper (PDF) — The global dominance of English language eBook title availability reinforced by eReader availability is starkly evident in the statistics on titles available by country: in the USA: 1,000,000; UK: 400,000; Germany/France: 80,000 each; Japan: 50,000; Australia: 35,000; Italy: 20,000; Spain: 15,000; Brazil: 6,000. Many more stats in this paper prepared as context for the International Federation of Library Associations.
  4. The god Architecturea scalable, performant, persistent, in-memory data structure server. It allows massively distributed applications to update and fetch common data in a structured and sorted format. Its main inspirations are Redis and Chord/DHash. Like Redis it focuses on performance, ease of use and a small, simple yet powerful feature set, while from the Chord/DHash projects it inherits scalability, redundancy, and transparent failover behaviour.

November 26 2012

Four short links: 26 November 2012

  1. High Levels of Burnout in US Drone Pilots (NPR) — 17 percent of active duty drone pilots surveyed are thought to be “clinically distressed.” The Air Force says this means the pilots’ stress level has crossed a threshold where it’s now affecting the pilots’ work and family. A large majority of the pilots said they’re not getting any counseling for their stress. (via Beta Knowledge)
  2. The Internet of Middle-Class Things (Russell Davies) — my mind keeps returning to this: you know, commercially, that a technology has succeeded when it’s used for inane middle-class tasks.
  3. First Draft of the Revolution (Liza Daly) — interactive fiction, playable on the web and as epub book. Very nice use of the technology!
  4. Minecraft for Raspberry Pi — see also Minecraft augmented reality for iOS. Minecraft is Lego for kids, and it can be a gateway drug to coding.

August 07 2012

Where are the apps for ereaders?

I read on my GlowLight NOOK much more frequently than I read on my Asus Transformer tablet. I’d say there’s at least a 10:1 differential, so for every hour I read on my tablet I read at least 10 hours on my Glowlight Nook. I’ll bet I’m not alone and people who own both an E Ink device and a tablet probably do much more reading on the former. So why is the apps ecosystem limited to tablets? Why are there no add-on apps for E Ink devices in general?

In a recent TOC newsletter we asked readers “What do you wish your ereader could do?” We received quite a few replies, but one of the more interesting ones came from a person who said they’d like to have apps like Flipboard, Zite and Pulse on their E Ink device. I found that interesting because those are the apps (along with News360) I use almost every day on my tablet. If there were Nook E Ink versions, that 10:1 ratio noted earlier would probably become 50:1 as there would be less reason for me to switch to my tablet for reading.

So why aren’t there apps like this on E Ink devices? One reason is tied to E Ink’s capabilities. Apps like Flipboard, Zite, et al, offer nice graphics and even a bit of animation. E Ink is limited to grayscale and no animation, of course. So why not create those apps without the animation and just show the images in black and white? That leads to reason No. 2: Amazon, B&N and the other E Ink device vendors aren’t encouraging third-party app development. That’s probably because they want those devices to have the highest walled gardens of all, which is a shame and a loss for consumers.

Is it too late for these vendors to reconsider and encourage third-party app development? Maybe. After all, the momentum has already swung toward tablets and away from E Ink readers. Nevertheless, as long as tablets weigh more than E Ink readers, their displays aren’t as easy on the eyes and they don’t offer significantly longer battery life, I’ll remain a two-device reading consumer. I suspect I’m not alone, so I hope an E Ink app ecosystem takes root at some point.

This post originally appeared on Joe Wikert’s Publishing 2020 Blog (“Why Are Apps Only on Tablets?“). This version has been lightly edited.

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July 31 2012

New life for used ebooks

This post originally appeared on Joe Wikert’s Publishing 2020 Blog (“The Used Ebook Opportunity“). This version has been lightly edited.

Used Books by -Tripp-, on FlickrUsed Books by -Tripp-, on Flickr

I’ve got quite a few ebooks in two different accounts that I’ve read and will never read again. I’ll bet you do, too. In the print world, we’d pass those along to friends, resell them or donate them to the local library. Good luck doing any of those things with an ebook.

Once you buy an ebook, you’re pretty much stuck with it. That’s yet another reason why consumers want low ebook prices. Ebooks are lacking some of the basic features of a print book, so of course they should be lower-priced. I realize that’s not the only reason consumers want low ebook prices, but it’s definitely a contributing factor. I’d be willing to pay more for an ebook if I knew I could pass it along to someone else when I’m finished with it.

The opportunity in the used ebook market isn’t about higher prices, though. It’s about expanding the ebook ecosystem.

The used print book market helps with discovery and affordability. The publisher and author already got their share on the initial sale of that book. Although they may feel they’re losing the next sale, I’d argue that the content is reaching an audience that probably wouldn’t have paid for the original work anyway, even if the used book market didn’t exist.

Rather than looking at the used book world as an annoyance, it’s time for publishers to think about the opportunities it could present for ebooks. I’ve written and spoken before about how used ebooks could have more functionality than the original edition. You could take this in the other direction as well and have the original ebook with more rich content than the version the customer is able to either resell or pass along to a friend; if the used ebook recipient wants to add the rich content back in they could come back to the publisher and buy it.

As long as we look at the used market through the lens of print products, we’ll never realize all the options it has to offer in the econtent world. That’s why we should be willing to experiment. In fact, I’m certain one or more creative individuals will come up with new ways to think about (and distribute) used ebooks that we’ve never even considered.

Publishers Weekly recently featured an article about ReDigi, a startup that “lets you store, stream, buy and sell pre-owned digital music.” As the article points out, ebooks are next on ReDigi’s priority list. Capitol Records is suing to shut down ReDigi; I suspect the publishing industry will react the same way. Regardless of whether ReDigi is operating within copyright law, I think there’s quite a bit we can learn from their efforts. That’s why I plan to reach out to them this week to see if we can include them in an upcoming TOC event.

By the way, even if ReDigi disappears, you can bet this topic won’t. Amazon makes loads of money in the used book market and Jeff Bezos is a smart man. If there’s an opportunity in the used ebook space, you can bet he’ll be working on it to further reinforce Amazon’s dominant position.

Photo: Used Books by -Tripp-, on Flickr

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May 29 2012

Amazon, ebooks and advertising

This post originally appeared on Joe Wikert's Publishing 2020 Blog ("Why Advertising Could Become Amazon's Knockout Punch"). This version has been lightly edited.

Your Ad Here by KarenLizzie, on FlickrIt all started harmlessly enough with Amazon's Kindle with Special Offers. That's the cheaper Kindle that displays ads when the device is in sleep mode or at the bottom of the screen when paging through the owner's catalog of books. It is very unobtrusive and, since it lowered the price of the device, has made that Kindle an extremely popular device.

Now there are rumors that Amazon is selling ad space on the Kindle Fire's welcome screen. That sounds pretty reasonable, too, as it's a simple way for Amazon to drive a bit of additional income that's pure profit for them.

Given that Amazon's goal is to offer customers the lowest prices on everything, what's the next logical step? How about even lower prices on ebooks where Amazon starts making money on in-book ads? Think Google AdWords, built right into the book. Of course, Amazon won't want to use Google's platform. They'll use their own so they keep 100% of the revenue.

The changes the DOJ is requiring for the agency model means a retailer can't sell ebooks at a loss, but they can still sell them for no profit, or break even. In other words, the 30% the retailer would keep on an agency ebook sale can be passed along to the customer as a 30% discount on the list price, but that's as deep a discount as that retailer can offer.

The rules are different with the wholesale model. Amazon already loses money on sales of many wholesale-model ebooks. Let's talk about a hypothetical wholesale model title with a digital list price of $25. Amazon is required to pay the publisher roughly half that price, or about $12.50 for every copy sold, but that ebook might be one of the many that are listed at $9.99 for the Kindle. So every time Amazon sells a copy, they lose $2.51 ($12.50 minus $9.99). Amazon has deep enough pockets to continue doing this, though, so they're quite comfortable losing money and building market share.

So, what's preventing Amazon from taking an even bigger loss and selling that ebook for $4.99 or $0.99 instead? In the wholesale model world, the answer to that question is: "nothing is preventing them from doing that." And if selling ebooks at a loss for $9.99 makes sense, especially when it comes to building market share, why doesn't it also make sense to sell them at $4.99, $0.99 or even free for some period of time? It probably depends on how much pain Amazon wants to inflict on other retailers and how much attention they're willing to call to themselves for predatory pricing.

Make no mistake about the fact that Amazon would love to see ebook pricing approach zero. That's right. Zero. That might seem outlandish, but isn't that exactly what they're doing with their Kindle Owner's Lending Library program? Now you can read ebooks for free as part of your Prime membership. The cost of Prime didn't go up, so they've essentially made the consumer price of those ebooks zero.

Why wouldn't they take the same approach with in-book advertising?

At some point in the not-too-distant future, I believe we'll see ebooks on Amazon at fire-sale prices. I'm not just talking about self-published titles or books nobody wants. I'll bet this happens with some bestsellers and midlist titles. Amazon will make a big deal out of it and note how these cheaper prices are only available through Amazon's in-book advertising program. Maybe they'll still offer the ad-free editions at the higher prices, but you can bet they'll make the ad-subsidized editions irresistible.

Remember that they can only do this for books in the wholesale model. But quite a few publishers use the wholesale model, so the list opportunities are enormous. And as Amazon builds momentum with this, they'll also build a very strong advertising platform. One that could conceivably compete with Google AdWords outside of ebooks, too.

Publishers and authors won't suffer as long as Amazon still has to pay the full wholesale discount price. Other ebook retailers will, though. Imagine B&N trying to compete if a large portion of Amazon's ebook list drops from $9.99 to $4.99 or less. Even with Microsoft's cash injection, B&N simply doesn't have deep enough pockets to compete on losses like this, at least not for very long.

At the same time, Amazon will likely tell publishers the only way they can compete is by significantly lowering their ebook list prices. They'll have the data to show how sales went up dramatically when consumer prices dropped to $4.99 or less. I wouldn't be surprised if Amazon would give preferential treatment to publishers who agree to lower their list prices (e.g., more promotions, better visibility, etc.).

By the time all that happens, Amazon will probably have more than 90% of the ebook market and a nice chunk of their ebook list that no longer has to be sold at a loss. And oh, let's not forget about the wonderful in-book advertising platform they'll have built buy then. That's an advertising revenue stream that Amazon would not have to share with publishers or authors. That might be the most important point of all.

What do you think? Why wouldn't Amazon follow this strategy, especially since it helps eliminate competitors, leads to market dominance and fixes the loss-leader problem they currently have with many ebook sales?

Photo: Your Ad Here by KarenLizzie, on Flickr

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May 04 2012

B&N and Microsoft: The potential beyond digital

This post originally appeared on Joe Wikert's Publishing 2020 Blog ("B&N and Microsoft: Why It's Not About Ebooks"). This version has been lightly edited.

NookMicrosoft's $300 million investment in Barnes & Noble's digital business is about more than ebooks. Much more. Or at least I hope so. Success in this venture will not be measured by sales of ebooks. Microsoft should instead use this as an opportunity to create an end-to-end consumer experience that rivals Apple's and has the advertising income potential to make Google jealous. But how will that happen by investing in the distant No. 2 player in the ereader space?

Microsoft has spent billions over the years as it repositions itself from the maker of Windows and Office into a much broader brand. They've done a good job, as Microsoft is one of the most recognized brands on the planet. But is it really considered a consumer brand like Coke or (wait for it) Apple? Even though they've built an amazing customer base with Xbox and the innovative Kinect accessory, I'd say the answer to that question is "no."

Barnes & Noble isn't exactly up there with Coke or Apple, but the B&N brand conjures up other images Microsoft could benefit from: trusted in-person retailer, growing digital content retailer and even a place where you can get answers to your questions about Nooks and books. The initial investment with B&N is about the dot-com world, but who says the larger relationship has to be online only?

Think about the Nook areas in today's B&N superstore and consider what they could become with a broader Microsoft alliance. I'll bet you didn't know that there are almost 20 Microsoft Store locations in the U.S. That sounds a lot like Apple's strategy, right? It remains to be seen whether Microsoft can create the same sort of buzz or return on investment in their stores that Apple has managed to achieve, but why go to the trouble and expense of creating a larger standalone presence when a store-within-a-store might be even more effective? What if B&N stores added mini Microsoft Stores in each of their locations? The foot traffic is already there, and what a great place to showcase and sell that new Windows 8-based Nook they'll undoubtedly create.

This isn't just about selling Windows-based Nooks in brick-and-mortar stores, though. This new alliance needs to sell devices, ebooks, music, video, apps and more. The Nook platform is almost exclusively about ebooks. Compare that to Apple's platform, where ebooks are probably a rounding error for iTunes. B&N desperately needs to diversify their business beyond ebooks and Microsoft has the cash to help make it happen.

Let's also not forget about how the Xbox could fit into all of this. Xbox is one of the brightest stars in the Microsoft product portfolio, and Microsoft needs to get some mojo in the mobile/tablet space. Given the ongoing decline of print book sales, it might make a lot of sense for B&N to reduce its superstore title count inventory and make even more room for that Microsoft section I described above.

The brick-and-mortar presence is something Amazon doesn't have, at least not yet. This is a great opportunity for B&N to use that to its advantage, assuming the deal goes further than the digital investment.

All of this might never happen, of course. As a publisher and a consumer, I'm still intrigued by the possibilities, even if it only means B&N is now funded to be a more serious ebook retailing competitor for Amazon.

The future of publishing has a busy schedule.
Stay up to date with Tools of Change for Publishing events, publications, research and resources. Visit us at oreilly.com/toc.


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Join us in celebrating International Day Against DRM

Day Against DRMOne of our core beliefs at O'Reilly is that digital rights management (DRM) is a bad idea. We have a very simple theory: Trust your customers to do the right thing and you'll earn their business. That's why when you buy ebooks from oreilly.com, or through one of our retail partners, you'll never be handcuffed by the restrictions of DRM.

This isn't anything new at O'Reilly. It's how we've sold our ebooks from day one. Plenty of publishers were skeptical of our approach but we're thrilled to see more and more of them adopting it. In just the past few weeks Macmillan subsidiary Tor as well as independent publisher Sourcebooks announced new DRM-free product plans.

We agree with Charlie Stross' point that publishers who insist on using DRM have handed "Amazon a stick with which to beat them harder." That's why we're excited to help celebrate International Day Against DRM with a special discount on all our ebooks and videos. For today only (5/4/12), use the code DRMFREE to save 50% on our entire catalog.

Matt Lee, campaign manager at Defective by Design and one of the organizers of Day Against DRM, explains why DRM is detrimental to ebooks:

"DRM is a growing problem in the area of ebooks, where people have had their books restricted so they can't freely loan, re-sell or donate them, read them without being tracked, or move them to a new device without re-purchasing all of them. They've even had their ebooks deleted by companies without their permission."

We appreciate your help in making Day Against DRM a success. If you agree with our DRM-free philosophy we hope you'll take the time to tell other publishers and retailers to abandon DRM as well. A DRM-free world is one where retailers will find it much harder to create a monopolistic position that locks you into their device or format. We long for the day when the book publishing industry takes the same important step the music world did by abandoning DRM.

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April 27 2012

What if ebook DRM goes away tomorrow?

This post originally appeared on Joe Wikert's Publishing 2020 Blog ("What if DRM Goes Away?"). This version has been lightly edited.

TOC Latin America was held last Friday in the beautiful city of Buenos Aires. Kat Meyer, my O'Reilly colleague, and Holger Volland did a terrific job producing the event. As is so often the case with great conferences, part of the value is spending time with speakers and other attendees in between sessions and at dinner gatherings.

Last Thursday night, I was fortunate enough to have dinner with Kat, Holger and a number of other TOC Latin America speakers. We discussed a number of interesting topics, but my favorite one was asking each person this question: What happens if DRM goes away tomorrow?

The DOJ suit against Apple and five of the Big Six has led to a lot of speculation. One of the most interesting scenarios raised is that if the government is intent on limiting the capabilities of the agency model, publishers need to figure out what other tools they can use to combat the growing dominance of Amazon.

Charlie Stross is right: DRM is a club publishers gave to Amazon and then insisted that Amazon beat them over their heads with it. So, what if we woke up tomorrow and DRM for books disappeared, just like it has (for the most part) with music?

I was unable to reach a consensus at that dinner, but here's what I think would happen: Initially, not much. After all, Amazon has a lot of momentum. If current U.S. estimates are accurate, Amazon controls about 60-65% of the ebook market and B&N is second with about 25-28%. That only leaves 7-13% for everyone else. And if you've been buying ebooks from Amazon up to now, you're not likely to immediately switch to buying from B&N just because they both offer books without DRM. On the surface, Amazon's and B&N's ebooks use incompatible formats — mobi for the former and EPUB for the latter. But that's where it gets interesting.

Converting from mobi to EPUB (or vice versa) is pretty simple with a free tool like Calibre. I've played around with it a bit, converting some of the DRM-free ebooks we sell on oreilly.com. I didn't do those conversions to get our books in other formats. After all, when you buy a book from oreilly.com you're buying access to all the popular formats (mobi, EPUB and PDF, as well as others), not just the one format a device-maker wants to lock you into. I did the conversions because I wanted to see what's involved in the process.

If you've ever used Microsoft Word to save or convert a DOC file to PDF you'll find it's just as easy to go from mobi to EPUB in Calibre, for example. But just because the tool is available, does that mean if DRM goes away we'd suddenly see a lot of Kindle owners buying EPUBs from B&N and converting them to mobi with Calibre? I doubt it. Those Kindle owners are used to a seamless buying experience from Amazon, so unless there's a compelling reason to do so, they're not likely to switch ebook retailers. And that leads me to the most important point ...

Creating the best buying and reading experience is one way any ebook retailer can steal market share from the competition. Amazon has a pretty darned good one, that's for sure, but there's plenty of room for improvement. I'm not convinced any ebook retailer has pushed the envelope on innovation and exciting new features in their devices or reader apps. In fact, these enhancements seem to move at a glacial pace. So, what if B&N (or anyone else, for that matter) suddenly invested heavily in reader app functionality that puts them well ahead of the competition? And what if some of those features were so unique and innovative that they couldn't be copied by others? I'd much rather see a competitive marketplace based on this approach than the one we currently have, where the retailer with the deepest pockets wins.

Innovation is better than predatory pricing. What a concept. The iPod revolutionized music, an industry that was highly fragmented and looking for a way forward in the pre-iPod days. The iPhone turned the cellular market on its head. Think about how significantly different the original iPod and iPhone were when compared to the clumsy MP3 players and flip phones that preceded them. I believe today's crop of ebook readers and apps are, in many ways, as clumsy and simplistic as those MP3 players and flip phones. In other words, we haven't experienced a radical transformative moment in the ebook devices and app world yet.

Of course, all of this innovation I'm dreaming of could happen today. We don't need to wait for a DRM-free world. Or do we? Amazon has no incentive to innovate like this. They already have a majority market share, and it's only going to get larger when the DOJ dust settles.

This is more of a rallying cry for B&N, Kobo and every other device and ebook retailer. If DRM goes away tomorrow, nothing much changes unless these other players force it to. But why wait till DRM disappears? It might not happen for a long time. Meanwhile, the opportunity to innovate and create a path to market share gain exists today. I hope one or more of the minority market share players wakes up and takes action.

The future of publishing has a busy schedule.
Stay up to date with Tools of Change for Publishing events, publications, research and resources. Visit us at oreilly.com/toc.

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April 16 2012

Four short links: 16 April 2012

  1. Peter Thiel's Class 4 Notes -- in perfect competition, marginal revenues equal marginal costs. So high margins for big companies suggest that two or more businesses might be combined: a core monopoly business (search, for Google), and then a bunch of other various efforts (robotic cars, TV, etc.). Cash builds up because it turns out that it doesn’t cost all that much to run the monopoly piece, and it doesn’t make sense to pump it into all the side projects. In a competitive world, you would have to be funding a lot more side projects to stay even. In a monopoly world, you should pour less into side projects, unless politics demand that the cash be spread around. Amazon currently needs to reinvest just 3% of its profits. It has to keep running to stay ahead, but it’s more easy jog than intense sprint. I liked the whole lecture, but this bit really stood out for me.
  2. Kickstarter Disrupting Consumer Electronics (Amanda Peyton) -- good point that most people wouldn't have thought that consumer electronics would lend itself to the same funding system as CDs of a one-act play about artisanal beadwork comic characters. Consumer electronics as a market has been ripe for disruption all along. That said, it’s ridiculously not obvious that disruption would come from the same place that allows an artist with a sharpie, a hotel room and a webcam a way to make the art she wants.
  3. OmniOS -- OmniTI's JEOS. Their team are engineers par excellence, so this promises to be good.
  4. Understanding Amazon's Ebook Strategy (Charlie Stross) -- By foolishly insisting on DRM, and then selling to Amazon on a wholesale basis, the publishers handed Amazon a monopoly on their customers—and thereby empowered a predatory monopsony. So very accurate.

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