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August 15 2010

Die deutsche Wirtschaft glänzt mit ihren Wachstumszahlen.

Heusinger sagt an sich nicht sehr viel mehr, als was man sich - zugegebener Maßen weniger faktenreich - ohnehin hätte denken können: er bindet es volkswirtschaftlich kompetent in die wirtschafts- und zeitgeschichtlichen Zusammenhänge ein, die der Plausibilität seiner Argumente und der für ihn charakteristischen Opposition zur international eingebetteten neoliberalen Ausrichtung eines Großteils der deutschen Politiker- und Managerzunft mehr Schlagkraft und rhethorische Stringenz verleihen. - Siehe weiters hierzu die Nachdenkseiten vom 13.08.: http://www.nachdenkseiten.de/?p=6471

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Leitartikel

Gedopter Superstar

Datum: 13 | 8 | 2010

Die deutsche Wirtschaft glänzt mit ihren Wachstumszahlen. Für den Aufschwung gibt es drei ineinandergreifende Erklärungen.

Gibt man sich weltmännisch und rechnet die Zahl aufs Jahr hoch (so machen’s die Amis), dann glänzt die deutsche Wirtschaft mit stolzen neun Prozent. Damit ist sie unangefochtener Spitzenreiter unter den alten Industrienationen. Der Imagewandel von einer verkrusteten hin zu einer super-flexiblen Volkswirtschaft sollte damit endlich geschafft sein. Große US-Nachrichtenagenturen sprechen bereits von „Germany’s Superman Economy“.

Dieser Wandel in der internationalen Wahrnehmung ist wichtig, da er auch die Debatten hierzulande beeinflusst. Inzwischen kommen Wirtschaftsexperten aus aller Herren Länder nach Deutschland, um die Gründe für die gute Performance vor allem des Arbeitsmarktes zu erforschen. Inzwischen widmen internationale Nachrichten- und Wirtschaftsmagazine dem Wirtschaftswunder Titelgeschichten.

Dabei handelt es sich keineswegs um ein Wunder. Drei teils ineinandergreifende Erklärungsstränge sind zentral. Da ist erstens Angela Keynes: Die Kanzlerin hatte das Glück, den richtigen Koalitionspartner im Winter 2008/09 zu haben, als sie gemeinsam mit Finanzminister Peer Steinbrück Konjunkturpolitik betrieb. Getreu den Lehren des größten Ökonomen des 20. Jahrhunderts, John Maynard Keynes, wurde der Einbruch der Nachfrage mit höheren Staatsausgaben auf Pump bekämpft. Stichworte sind die Abwrackprämie, das extrem verlängerte Kurzarbeitergeld sowie zusätzliche Investitionen in Infrastruktur. Das hat prima funktioniert und ist der Beweis dafür, dass Nachfragepolitik durchaus wirken kann. Wenn überhaupt, dann ist es ein Wunder, dass die Politik ausnahmsweise nicht auf ihre neoliberalen Berater gehört hat und Keynes den Vortritt gelassen hat.

Zweitens hat das deutsche Konsensmodell, das oft kritisierte Gemauschel zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Regierung, in der Krise seine Stärke unter Beweis gestellt. Es waren die Gewerkschaften, die erst die Arbeitgeber für längeres Kurzarbeitergeld und Abwrackprämie begeisterten und dann gemeinsam die Regierung überzeugten. Und es waren die Gewerkschaften, die es damit den Unternehmern erleichterten, Jobs zu sichern trotz des enormen Nachfrageeinbruchs.

Kein anderes großes Industrieland hatte 2009 einen schärferen Rückgang des Bruttoinlandsprodukt erlitten, kein anderes hatte einen so geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Dafür kann jetzt kein anderes Land so rasch die kräftig angesprungene Nachfrage befriedigen. Die deutschen Firmen sind dank Arbeitszeitkonten, hoher Gewinne und Kurzarbeitergeld vorzüglich auf die extremen Schwankungen der Konjunktur vorbereitet.

Drittens und leider am wichtigsten für das starke zweite Quartal: Deutschland ist in der vergangenen Dekade zu einem sogenannten „kleinen, ganz offenen Land“ verkommen. So bezeichnen Volkswirte Länder, die stark vom Welthandel abhängen, für deren Wachstum der Gesundheitszustand der Weltwirtschaft entscheidend ist. Und die Weltwirtschaft war noch viel stärker durch Konjunkturpolitik à la Keynes gedopt als die deutsche Wirtschaft.

Damit ist das Märchen erzählt. Die deutsche Wirtschaft wird so bald nicht mehr so kräftig wachsen, weil weltweit die Konjunkturprogramme auslaufen.

Wenn ausländische Regierungschefs sie nach ihrem Erfolgsrezept fragen, sollte sie über die Arbeitszeitkonten schwärmen, zur Exportabhängigkeit indes schweigen. Würden alle Länder Exportüberschüsse produzieren, müsste ein Planet her, der mit der Erde Wirtschaftsbeziehungen aufnimmt. Ohne diesen Planeten sind Exportüberschüsse nichts anderes als der Export von Arbeitslosigkeit zugunsten der inländischen Beschäftigung.

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Die deutsche Wirtschaft glänzt mit ihren Wachstumszahlen.

Heusinger sagt an sich nicht sehr viel mehr, als was man sich - zugegebener Maßen weniger faktenreich - ohnehin hätte denken können: er bindet es volkswirtschaftlich kompetent in die wirtschafts- und zeitgeschichtlichen Zusammenhänge ein, die der Plausibilität seiner Argumente und der für ihn charakteristischen Opposition zur international eingebetteten neoliberalen Ausrichtung eines Großteils der deutschen Politiker- und Managerzunft mehr Schlagkraft und rhethorische Stringenz verleihen. - Siehe weiters hierzu die Nachdenkseiten vom 13.08.

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Gedopter Superstar

Datum: 13 | 8 | 2010

Die deutsche Wirtschaft glänzt mit ihren Wachstumszahlen. Für den Aufschwung gibt es drei ineinandergreifende Erklärungen.

Gibt man sich weltmännisch und rechnet die Zahl aufs Jahr hoch (so machen’s die Amis), dann glänzt die deutsche Wirtschaft mit stolzen neun Prozent. Damit ist sie unangefochtener Spitzenreiter unter den alten Industrienationen. Der Imagewandel von einer verkrusteten hin zu einer super-flexiblen Volkswirtschaft sollte damit endlich geschafft sein. Große US-Nachrichtenagenturen sprechen bereits von „Germany’s Superman Economy“.

Dieser Wandel in der internationalen Wahrnehmung ist wichtig, da er auch die Debatten hierzulande beeinflusst. Inzwischen kommen Wirtschaftsexperten aus aller Herren Länder nach Deutschland, um die Gründe für die gute Performance vor allem des Arbeitsmarktes zu erforschen. Inzwischen widmen internationale Nachrichten- und Wirtschaftsmagazine dem Wirtschaftswunder Titelgeschichten.

Dabei handelt es sich keineswegs um ein Wunder. Drei teils ineinandergreifende Erklärungsstränge sind zentral. Da ist erstens Angela Keynes: Die Kanzlerin hatte das Glück, den richtigen Koalitionspartner im Winter 2008/09 zu haben, als sie gemeinsam mit Finanzminister Peer Steinbrück Konjunkturpolitik betrieb. Getreu den Lehren des größten Ökonomen des 20. Jahrhunderts, John Maynard Keynes, wurde der Einbruch der Nachfrage mit höheren Staatsausgaben auf Pump bekämpft. Stichworte sind die Abwrackprämie, das extrem verlängerte Kurzarbeitergeld sowie zusätzliche Investitionen in Infrastruktur. Das hat prima funktioniert und ist der Beweis dafür, dass Nachfragepolitik durchaus wirken kann. Wenn überhaupt, dann ist es ein Wunder, dass die Politik ausnahmsweise nicht auf ihre neoliberalen Berater gehört hat und Keynes den Vortritt gelassen hat.

Zweitens hat das deutsche Konsensmodell, das oft kritisierte Gemauschel zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Regierung, in der Krise seine Stärke unter Beweis gestellt. Es waren die Gewerkschaften, die erst die Arbeitgeber für längeres Kurzarbeitergeld und Abwrackprämie begeisterten und dann gemeinsam die Regierung überzeugten. Und es waren die Gewerkschaften, die es damit den Unternehmern erleichterten, Jobs zu sichern trotz des enormen Nachfrageeinbruchs.

Kein anderes großes Industrieland hatte 2009 einen schärferen Rückgang des Bruttoinlandsprodukt erlitten, kein anderes hatte einen so geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Dafür kann jetzt kein anderes Land so rasch die kräftig angesprungene Nachfrage befriedigen. Die deutschen Firmen sind dank Arbeitszeitkonten, hoher Gewinne und Kurzarbeitergeld vorzüglich auf die extremen Schwankungen der Konjunktur vorbereitet.

Drittens und leider am wichtigsten für das starke zweite Quartal: Deutschland ist in der vergangenen Dekade zu einem sogenannten „kleinen, ganz offenen Land“ verkommen. So bezeichnen Volkswirte Länder, die stark vom Welthandel abhängen, für deren Wachstum der Gesundheitszustand der Weltwirtschaft entscheidend ist. Und die Weltwirtschaft war noch viel stärker durch Konjunkturpolitik à la Keynes gedopt als die deutsche Wirtschaft.

Damit ist das Märchen erzählt. Die deutsche Wirtschaft wird so bald nicht mehr so kräftig wachsen, weil weltweit die Konjunkturprogramme auslaufen.

Wenn ausländische Regierungschefs sie nach ihrem Erfolgsrezept fragen, sollte sie über die Arbeitszeitkonten schwärmen, zur Exportabhängigkeit indes schweigen. Würden alle Länder Exportüberschüsse produzieren, müsste ein Planet her, der mit der Erde Wirtschaftsbeziehungen aufnimmt. Ohne diesen Planeten sind Exportüberschüsse nichts anderes als der Export von Arbeitslosigkeit zugunsten der inländischen Beschäftigung.

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August 12 2010

Nachdenkseiten: Diskussions ums Renteneintrittsalter - Wolfgang Lieb

“… Wie sähe heute die Arbeitslosenstatistik in Deutschland aus, wenn sich die geburtenstarken Jahrgänge der sechziger Jahre konstant fortgesetzt hätten. Wir hätten gut 40 Jahre 1,3 Millionen statt 700.000 Menschen mehr, das wären rund 24 Millionen Menschen mehr, davon würden vielleicht 16 Millionen mehr Arbeit nachfragen und das bei einer Arbeitslosigkeit von weit über 3 Millionen…”

11. August 2010 um 9:04 Uhr

Der kollektive Aufstand der Medien gegen die Diskussion um eine Aussetzung der Rente mit 67

Verantwortlich: Wolfgang Lieb | Druckversion | Beitrag versenden | < zurück
Kaum gibt es in der SPD eine Diskussion über eine Anpassung des Renteneintrittsalters an die Wirklichkeit des Arbeitsmarktes und der physischen und psychischen Arbeitsfähigkeit, schon baut sich der geballte Widerstand der Medien auf. Gestern Abend um 22.55 Uhr wies Google News 531 Artikel zur Rente mit 67 aus. In nahezu allen Beiträgen wird ausschließlich auf die demografischen Entwicklungsmodelle abgestellt und die vom Bundesarbeitsministerium eingespeiste Beschönigung, dass in den letzten Jahren die Beschäftigungsquote leicht angestiegen sei, wird als Annahme in die Zukunft fortgeschrieben.
Es ist erschreckend, eine derartige freiwillige Gleichschaltung des Denkens festzustellen. Wolfgang Lieb

Es ist so, wie George Orwell in seiner negativen Utopie im Roman 1984 schrieb: „Und wenn alle anderen die von der Partei verbreiteter Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit“.

Die „Lüge“ beginnt schon mit der mit der Unterstellung der demografischen Entwicklung als unumstößliche Wahrheit.

Wir haben auf den NachDenkSeiten immer wieder belegt, dass solche demografischen Prognosen über mehrere Jahrzehnte nichts anderes als „moderne Kaffeesatzleserei“ [PDF - 183 KB] sind, die für die Durchsetzung durchsichtiger wirtschaftlicher Interessen für eine private Vorsorge instrumentalisiert wurden und werden. Konnten wir etwa vor 50 Jahren abschätzen, wie sich die Antibabypille auf die Bevölkerungsentwicklung auswirken würde? Hatten wir den Baby-Boom erwartet, der Anfang der 60er einsetzte? Oder die Migrationsströme aus südlichen Ländern? Konnten wird den Zusammenbruch des Ostblocks vorhersehen und die Zuwanderung der Aussiedler?

Diese Modellrechnungen über die „Vergreisung“ sind nicht nur in sich inkonsistent [PDF - 118 KB], sondern sie vernachlässigen systematisch eine Vielzahl von politischen Stellschrauben, mit denen die Dramatik der Alterung der Gesellschaft entdramatisiert werden könnte. Die Modellrechnungen können z.B. beim besten Willen nicht die Arbeitsmarktsituation über Jahrzehnte vorhersagen, und sie blenden vor allem komplett aus, dass aufgrund des technischen Fortschritts ein einzelner Arbeitnehmer immer mehr leisten kann, so dass jeder Beschäftigte in 10, 20, 30 oder gar 40 Jahren in der Lage wäre, etwas mehr für die Rentner in der fernen Zukunft abzugeben, ohne selbst Verzicht leisten zu müssen. Aber wenn man auf diesen größer werdenden „Kuchen“ abstellt, berührt man ja die Frage, wie der Kuchen verteilt werden soll, und diese Frage ist für das neoliberale Denken natürlich ein Tabu.

Es ist ein unumstößliches Faktum dass der Generationenvertrag immer trägt, die entscheidende Frage ist, was die Gesellschaft zum jeweiligen Zeitpunkt leistet und sich leisten kann. Die Leistungsfähigkeit des Generationenvertrags hängt aber nicht zu aller erst von der Zahl der Alten und der Arbeitsfähigen oder der Kinder ab, sondern viel mehr davon, ob die Menschen Arbeit haben, wie hoch die Erwerbsquote (von Männern und Frauen) ist und wie produktiv die Menschen arbeiten. Wenn heute die Unternehmen ihre Gewinne in effizientere Technik investieren würden, statt auf dem Finanzmarkt zu spekulieren, dann wüchse die Produktivität. Bei steigender Produktivität brauchte man sich ziemlich wenig Sorgen darüber zu machen, ob in Zukunft für alle genügend zur Verfügung steht.

Grafik zur Entwicklung des BIP, 1870 - 1992
Quelle: Deutschland 1870-1992, Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in 1990 Geary-Khamis Dollar, Quelle: Maddison, A. 1995, nach Historische Datenbank (2009), Quelle: Thünen Institut [PDF - 1.4 MB]

Die Verschiebung des Renteneintrittsalters um zwei Jahre ist gegenüber all diesen anderen beeinflussbaren Faktoren ein lächerlich kleiner Faktor. Der nicht einmal wirkte, wenn die Menschen tatsächlich gar nicht bis 67 arbeiten könnten. Dann ist die Rente mit 67 nämlich ein reines Rentenkürzungsprogramm.

Schlussbemerkung nebenbei:

Einige der Artikel beziehen sich auch auf eine Äußerung der Sozialministerin Ursula von der Leyen: Die Ministerin sagte der Rheinischen Post: “Es stimmt nicht, wie die SPD behauptet, dass wir eine anhaltend schlechte Situation für Ältere auf dem Arbeitsmarkt haben.” Genau das Gegenteil sei der Fall. “In den letzten fünf Jahren ist der Anteil der 60- bis 64-Jährigen in Arbeit um zwölf Prozentpunkte auf inzwischen 40 Prozent gestiegen”. Angesichts der großen Zahl gut ausgebildeter Älterer und des zunehmenden Fachkräftemangels müsse man “kein Prophet sein, um zu sagen: Dieser deutliche Trend wird anhalten.” (Quelle: SZ)

Das ist reine Schönfärberei: Aus der Antwort der Bundesregierung über die Beschäftigungssituation Älterer [PDF - 1.1 MB] geht auch noch ganz Anderes hervor:

  • Nicht einmal zehn Prozent der 64-Jährigen waren 2008 sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
  • Gerade ein Fünftel der 60-jährigen schafft den Übergang aus der Erwerbslosigkeit in Erwerbstätigkeit. Von den 64-jährigen schaffen es nicht einmal mehr zehn Prozent.
  • Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) geht aus Erwerbslosigkeit (Leistungen SGB III/SGB II) und weniger als ein Fünftel (18 Prozent) geht aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in die wohlverdiente Altersrente.

Diese Zahlen hätten sich die journalistischen Kämpfer für die Rente mit 67 einmal anschauen sollen, bevor sie der dauergrinsenden Sozialministerin mit ihrer ziemlich willkürlich herausgegriffenen statistischen Angabe auf den Leim gekrochen sind.

www.NachDenkSeiten.de - die kritische Website
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Nachdenkseiten: Diskussions ums Renteneintrittsalter - Wolfgang Lieb

“… Wie sähe heute die Arbeitslosenstatistik in Deutschland aus, wenn sich die geburtenstarken Jahrgänge der sechziger Jahre konstant fortgesetzt hätten. Wir hätten gut 40 Jahre 1,3 Millionen statt 700.000 Menschen mehr, das wären rund 24 Millionen Menschen mehr, davon würden vielleicht 16 Millionen mehr Arbeit nachfragen und das bei einer Arbeitslosigkeit von weit über 3 Millionen…”

11. August 2010 um 9:04 Uhr

Der kollektive Aufstand der Medien gegen die Diskussion um eine Aussetzung der Rente mit 67

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Kaum gibt es in der SPD eine Diskussion über eine Anpassung des Renteneintrittsalters an die Wirklichkeit des Arbeitsmarktes und der physischen und psychischen Arbeitsfähigkeit, schon baut sich der geballte Widerstand der Medien auf. Gestern Abend um 22.55 Uhr wies Google News 531 Artikel zur Rente mit 67 aus. In nahezu allen Beiträgen wird ausschließlich auf die demografischen Entwicklungsmodelle abgestellt und die vom Bundesarbeitsministerium eingespeiste Beschönigung, dass in den letzten Jahren die Beschäftigungsquote leicht angestiegen sei, wird als Annahme in die Zukunft fortgeschrieben.
Es ist erschreckend, eine derartige freiwillige Gleichschaltung des Denkens festzustellen. Wolfgang Lieb

Es ist so, wie George Orwell in seiner negativen Utopie im Roman 1984 schrieb: „Und wenn alle anderen die von der Partei verbreiteter Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit“.

Die „Lüge“ beginnt schon mit der mit der Unterstellung der demografischen Entwicklung als unumstößliche Wahrheit.

Wir haben auf den NachDenkSeiten immer wieder belegt, dass solche demografischen Prognosen über mehrere Jahrzehnte nichts anderes als „moderne Kaffeesatzleserei“ [PDF - 183 KB] sind, die für die Durchsetzung durchsichtiger wirtschaftlicher Interessen für eine private Vorsorge instrumentalisiert wurden und werden. Konnten wir etwa vor 50 Jahren abschätzen, wie sich die Antibabypille auf die Bevölkerungsentwicklung auswirken würde? Hatten wir den Baby-Boom erwartet, der Anfang der 60er einsetzte? Oder die Migrationsströme aus südlichen Ländern? Konnten wird den Zusammenbruch des Ostblocks vorhersehen und die Zuwanderung der Aussiedler?

Diese Modellrechnungen über die „Vergreisung“ sind nicht nur in sich inkonsistent [PDF - 118 KB], sondern sie vernachlässigen systematisch eine Vielzahl von politischen Stellschrauben, mit denen die Dramatik der Alterung der Gesellschaft entdramatisiert werden könnte. Die Modellrechnungen können z.B. beim besten Willen nicht die Arbeitsmarktsituation über Jahrzehnte vorhersagen, und sie blenden vor allem komplett aus, dass aufgrund des technischen Fortschritts ein einzelner Arbeitnehmer immer mehr leisten kann, so dass jeder Beschäftigte in 10, 20, 30 oder gar 40 Jahren in der Lage wäre, etwas mehr für die Rentner in der fernen Zukunft abzugeben, ohne selbst Verzicht leisten zu müssen. Aber wenn man auf diesen größer werdenden „Kuchen“ abstellt, berührt man ja die Frage, wie der Kuchen verteilt werden soll, und diese Frage ist für das neoliberale Denken natürlich ein Tabu.

Es ist ein unumstößliches Faktum dass der Generationenvertrag immer trägt, die entscheidende Frage ist, was die Gesellschaft zum jeweiligen Zeitpunkt leistet und sich leisten kann. Die Leistungsfähigkeit des Generationenvertrags hängt aber nicht zu aller erst von der Zahl der Alten und der Arbeitsfähigen oder der Kinder ab, sondern viel mehr davon, ob die Menschen Arbeit haben, wie hoch die Erwerbsquote (von Männern und Frauen) ist und wie produktiv die Menschen arbeiten. Wenn heute die Unternehmen ihre Gewinne in effizientere Technik investieren würden, statt auf dem Finanzmarkt zu spekulieren, dann wüchse die Produktivität. Bei steigender Produktivität brauchte man sich ziemlich wenig Sorgen darüber zu machen, ob in Zukunft für alle genügend zur Verfügung steht.

Grafik zur Entwicklung des BIP, 1870 - 1992
Quelle: Deutschland 1870-1992, Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in 1990 Geary-Khamis Dollar, Quelle: Maddison, A. 1995, nach Historische Datenbank (2009), Quelle: Thünen Institut [PDF - 1.4 MB]

Die Verschiebung des Renteneintrittsalters um zwei Jahre ist gegenüber all diesen anderen beeinflussbaren Faktoren ein lächerlich kleiner Faktor. Der nicht einmal wirkte, wenn die Menschen tatsächlich gar nicht bis 67 arbeiten könnten. Dann ist die Rente mit 67 nämlich ein reines Rentenkürzungsprogramm.

Schlussbemerkung nebenbei:

Einige der Artikel beziehen sich auch auf eine Äußerung der Sozialministerin Ursula von der Leyen: Die Ministerin sagte der Rheinischen Post: “Es stimmt nicht, wie die SPD behauptet, dass wir eine anhaltend schlechte Situation für Ältere auf dem Arbeitsmarkt haben.” Genau das Gegenteil sei der Fall. “In den letzten fünf Jahren ist der Anteil der 60- bis 64-Jährigen in Arbeit um zwölf Prozentpunkte auf inzwischen 40 Prozent gestiegen”. Angesichts der großen Zahl gut ausgebildeter Älterer und des zunehmenden Fachkräftemangels müsse man “kein Prophet sein, um zu sagen: Dieser deutliche Trend wird anhalten.” (Quelle: SZ)

Das ist reine Schönfärberei: Aus der Antwort der Bundesregierung über die Beschäftigungssituation Älterer [PDF - 1.1 MB] geht auch noch ganz Anderes hervor:

  • Nicht einmal zehn Prozent der 64-Jährigen waren 2008 sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
  • Gerade ein Fünftel der 60-jährigen schafft den Übergang aus der Erwerbslosigkeit in Erwerbstätigkeit. Von den 64-jährigen schaffen es nicht einmal mehr zehn Prozent.
  • Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) geht aus Erwerbslosigkeit (Leistungen SGB III/SGB II) und weniger als ein Fünftel (18 Prozent) geht aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in die wohlverdiente Altersrente.

Diese Zahlen hätten sich die journalistischen Kämpfer für die Rente mit 67 einmal anschauen sollen, bevor sie der dauergrinsenden Sozialministerin mit ihrer ziemlich willkürlich herausgegriffenen statistischen Angabe auf den Leim gekrochen sind.

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July 26 2010

FOERSTER, Friedrich Wilhelm, deutscher Pädagoge, Psychologe und Pazifist, 1869-1966

“…Foerster setzte sich kritisch mit der deutschen Kriegspolitik während des Ersten Weltkrieges und der Frage der Kriegsschuld auseinander. Wegen seiner politischen und ethischen Anschauungen wurde er von nationalistischen Kreisen massiv angegriffen, worauf hin er 1920 sein Lehramt niederlegte. Als sein Hauptwerk gilt das 1905 veröffentlichte Christentum und Klassenkampf….” Wikipedia 20100727

“…Friedrich Wilhelm Foerster war der Begründer der politischen Bildung Deutschlands im 20. Jahrhundert, er vertrat als erster den Gedanken freiheitlicher politischer Bildung, zu deren Konsequenz demokratische politische Bildung und Demokratisierung durch politische Bildung gehörte. Für Foerster bedeutet “Erziehung” die Anleitung zu sozialem Denken und Handeln, ” Erziehung ist das Feld konsequenter Anwendung von Sittlichkeit und Religion auf alle Lebensgebiete, Politik nicht ausgenommen.”, alle Bildung ist Lebenshilfe. …” (kirchenlexikon.de - 2010727)

Band XXVII (2007) Spalten 445-451 Autor: Bernhard Josef Stalla

FOERSTER, Friedrich Wilhelm, deutscher Pädagoge, Psychologe und Pazifist, * 2.6. 1869 in Berlin als Sohn des Direktors der Berliner Sternwarte und Universitätsprofessors für Astronomie Wilhelm Julius Foerster (1832-1921) und seiner Ehefrau Ina Foerster geb. Paschen (1835-1908); † 9.1. 1966 in Kilchberg bei Zürich. Foerster studierte Philosophie, Nationalökonomie und Physiologie an den Universitäten in Freiburg im Breisgau und Berlin. Seine 1893 verfaßte Doktorarbeit trägt den Titel “Der Entwicklungsgang der Kantischen Ethik bis zur Kritik der reinen Vernunft”. Von 1894 bis 1897 war Foerster Herausgeber für die von seinem Vater Wilhelm Julius Foerster begründete Zeitschrift “Ethische Kultur”. Im Jahre 1898 habilitiert er an der Universität Zürich mit der Schrift “Willensfreiheit und sittliche Verantwortlichkeit. Eine sozialpsychologische Untersuchung”. In den Jahren 1898 bis 1912 war Foerster als Privatdozent für Philosophie und Moralpädagogik an der Universität Zürich und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich tätig. 1913 und 1914 war er außerordentlicher Professor für Ethik und Sozialwissenschaften an der Universität Wien. Von 1914 an war er als ordentlicher Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München tätig, wo er Pädagogik und Philosophie lehrte. 1917 wurde Foerster überzeugter Pazifist. Von Kurt Eisner wurde er zum Bayerischen Minister in der Schweiz ernannt, vom Bundesrat aber nicht anerkannt. Foerster warf Deutschland Verantwortung in der Kriegsschuldfrage vor und setzte sich für einen Friedensvertrag ein; Foerster setzte sich kritisch mit der deutschen Kriegspolitik während des Ersten Weltkrieges und der Frage der Kriegsschuld auseinander. Wegen seiner politischen und ethischen Anschauungen wurde er von nationalistischen Kreisen massiv angegriffen, woraufhin er 1920 sein Lehramt niederlegte und den Lehrstuhl für Pädagogik an der Universität München gezwungenermaßen aufgab. Als sein Hauptwerk gilt das 1905 veröffentlichte “Christentum und Klassenkampf”. Im gleichen Jahr ging er zurück nach Zürich und siedelte 1926 nach Frankreich über. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland im Jahre 1933 wurden auch Foersters Werke öffentlich verbrannt. Im dritten Feuerspruch der Studierenden bei der Bücherverbrennung am 10.5. 1933 in Berlin wurde F. als “Gesinnungslump und politischer Verräter” bezeichnet. In seiner Schrift “Die tödliche Krankheit des deutschen Volkes”, die in der Schweiz und in Frankreich erschienen war, hatte er eindringlich vor dem Naziregime gewarnt. Nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutsche Wehrmacht im Jahre 1940 flüchtete er nach Portugal und emigrierte in die USA. Er lebte bis 1963 in New York und kehrte schließlich in die Schweiz, nach Kilchberg nahe Zürich zurück, wo er seine letzten Lebensjahre in einem Sanatorium verbrachte. In seinem Werk setzte sich Foerster mit ethischen, politischen, sozialen, religiösen und sexuellen Themen auseinander und forderte eine Reform der Erziehung auf christlicher und ethischer Grundlage an. Dabei sah er die Charakter-, und Willensbildung und die Schulung des Gewissens als oberstes Ziel der Erziehung an. 1953 erschienen seine Memoiren unter dem Titel “Erlebte Weltgeschichte. 1869-1953″. Friedrich Wilhelm Foerster war der Begründer der politischen Bildung Deutschlands im 20. Jahrhundert, er vertrat als erster den Gedanken freiheitlicher politischer Bildung, zu deren Konsequenz demokratische politische Bildung und Demokratisierung durch politische Bildung gehörte. Für Foerster bedeutet “Erziehung” die Anleitung zu sozialem Denken und Handeln, ” Erziehung ist das Feld konsequenter Anwendung von Sittlichkeit und Religion auf alle Lebensgebiete, Politik nicht ausgenommen.”, alle Bildung ist Lebenshilfe. Die Intention von Bildung besteht in der Menschwerdung des Menschen, die Charakter-, Willens- und Gesinnungsbildung, sowie politische Bildung beinhaltet. Für Friedrich Wilhelm Foerster gründen Pädagogik und Politik in Moral und Ethik auf christlicher Grundlage. Für das Leben und die Erziehung fordert er den “notwendigen ethischen Ausgleich einander entgegenstehender Rechte”, einen Ausgleich, über den jederzeit nur unser Gewissen entscheiden kann. Für Foerster besteht das Erziehungs-, Bildungs- und Lebensziel in der Nachfolge Christi, mit diesem Grundmotiv, das sich in den meisten seiner pädagogischen Werke wieder findet, weist er darauf hin, daß Christus als Erzieher und Lehrer den Menschen den Weg in der Welt weist. In seinen 30 Büchern und etwa 6000 Aufsätzen hat Foerster eine internationale Bedeutung und Wirkung erreicht. Sein Beitrag zum pädagogischen Menschenbild unseres Jahrhunderts hat der Erziehungswissenschaft fruchtbare Anregung und Förderung verliehen. Durch seine politische Einflußnahme und Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens, durch seine kompromißlose Stellungnahme zu politischen und ethischen Kernfragen, sowie durch seine stetige Arbeit für Frieden und Gerechtigkeit, hat Friedrich Wilhelm Foerster in einer durch zwei Weltkriege erschütterten Epoche, eine vorbildhafte Wirksamkeit für die deutsche Pädagogik im In- und Ausland entfaltet.

Werke: Der Entwicklungstand der Kantischen Ethik bis zur “Kritik der reinen Vernunft” Berlin, 1894. Ethische Aufgaben in der sozialen Bewegung. Berlin, 1894. Die Arbeitslosigkeit und die moderne Wirtschaftsentwicklung. Berlin, 1897. Willensfreiheit und sittliche Verantwortung. Berlin, 1898. Technik und Ethik. Eine naturwissenschaftliche Studie. Leipzig, 1903. Jugendlehre, Ein Buch für Kinder, Lehrer und Geistliche. Berlin, 1904, Neuauflagen Zürich, 1922, Mainz, 1959. Lebenskunde. Ein Buch für Knaben und Mädchen. Berlin, 1905, Neuauflage Mainz, 1953. Sexualethik und Sexualpädagogik. Eine neue Begründung alter Wahrheiten. München, 1907. Neuauflage Recklinghausen, 1952. Christentum und Klassenkampf. Gesichtspunkte und Anregungen zur sozialen Arbeit und zur Verständigung der Klassen. Zürich, 1908. Schule und Charakter. Beiträge zur Pädagogik des Gehorsams und zur Reform der Schuldisziplin. Zürich, 1908, Neuauflage Hrsg. von Franz Pöggeler, Recklinghausen, 1953. Lebensführung. Berlin, 1909. Neuauflagen Zürich, Leipzig, 1922, Mainz, 1954. Schuld und Sühne. Grundfragen des Verbrecherproblems und der Jugendfürsorge. München, 1910, Neuauflage Trier, 1961. Politische Ethik und politische Pädagogik. Mit besonderer Berücksichtigung der kommenden deutschen Aufgaben. München, 1910. Autorität und Freiheit. Betrachtungen zum Kulturproblem der Kirche. München, 1910. Die Grundlagen der christlichen Pädagogik. Vortrag, gehalten auf dem Deutschen Evangelischen Schulkongreß in Kassel 1912. Berlin, 1913. Strafe und Erziehung. München, 1912. Das österreichische Problem. Vom ethischen und staatspädagogischen Standpunkt. Wien, 1914. Erziehung und Selbsterziehung. Hauptgesichtspunkte für Eltern und Lehrer, Seelsorger und Jugendpfleger. Zürich, 1917. Foerster, Seyffert und Richard Für und wider die allgemeine Volksschule. Leipzig, 1918. Christus und das menschliche Leben. München, 1918, Neuauflage Recklinghausen, 1953. Weltpolitik und Weltgewissen. München, 1919. Zur Beurteilung der deutschen Kriegsführung. Berlin u. Stuttgart, 1919. Mein Kampf gegen das nationalistische und militaristische Deutschland. Gesichtspunkte zur deutschen Selbsterkenntnis und zu Aufbau eines neuen Deutschland. Wiesbaden, 1920. Worte von Friedrich Wilhelm Foerster. Hrsg. von H. Peine. Berlin, 1921. Zentralismus oder Föderalismus. München, 1922. Angewandte politische Ethik. Anmerkungen zum Verständnis der gegenwärtigen Weltlage. Bd. 1-2 Wiesbaden, 1922-1924. Jugendseelsorge, Jugendbewegung, Jugendziel. Zürich, 1923. Religion und Charakterbildung. Psychologische Untersuchungen und pädagogische Vorschläge. Zürich, 1923; Alte und neue Erziehung. Luzern, 1935; Europa und die deutsche Frage. Luzern, 1935; Ewiges Licht und menschliche Finsternis. Luzern, 1935; Erlebte Weltgeschichte 1869-1953; Memoiren. Nürnberg, 1953; Politische Ethik. Die ethischen und religionssoziologischen Grundlagen des Verhältnisses von Mensch und Gesellschaft. Recklinghausen, 1954; Politische Erziehung. Freiburg i. Br. 1959; Deutsche Geschichte und politische Ethik. Recklinghausen, 1963; Hauptaufgaben der Erziehung. Freiburg i. Br. 1959; Die jüdische Frage. Das Mysterium Israels. Freiburg i. Br. 1959; Moderne Jugend und christliche Religion. Freiburg i. Br. 1960; Friedrich Wilhelm Foerster Schriften zur politischen Bildung. Besorgt von K.G. Fischer. Paderborn, 1964. Friedrich Wilhelm Foerster: Manifest für den Frieden: eine Auswahl aus seinen Schriften (1893-1933) Hrsg. von Bruno Hipler Paderborn, 1988; Max, Pascal (Hrsg.): Grundprobleme der Ethik. Eine Auswahl aus den Werken Friedrich Wilhelm Foersters. Hannover, Stuttgart: Ibidem-Verlag, 2006 (Herrn Univ.-Professor Dr. Dr. h. c. Franz Pöggeler zum 80. Geburtstag am 23. Dezember 2006).

Bibliographie: Werke von Friedrich Wilhelm Foerster. In: Erlebte Weltgeschichte 1869-1953. Memoiren. Nürnberg, 1953, 715-717; Bibliographie der Bücher Foersters in: Friedrich Wilhelm Foerster Schriften zur politischen Bildung. Besorgt von K.G. Fischer. Paderborn, 1964, 133-138.

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Schweinderl