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January 04 2012

02mydafsoup-01

April 05 2011

02mydafsoup-01
Nach dem "Kompromissvorschlag" von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger zur Vorratsdatenspeicherung soll künftig für jede unserer Internetverbindungen auf Vorrat gespeichert werden, wer wann mit welcher IP-Adresse im Netz gesurft, publiziert oder gemailt hat, um "insbesondere zum Vorgehen gegen Kinderpornografie solche Bestandsdatenauskünfte zu ermöglichen". Eine Berechnung (pdf) des AK Vorrat zeigt nun aber, dass Auskünfte über Internetnutzer kaum einmal der Verfolgung des Besitzes kinderpornografischer Darstellungen dienen, sondern zu einem Anteil von über 95% der Abmahnung von Urheberrechtsvergehen (z.B. Tauschbörsennutzung). Allein die Deutsche Telekom AG legte zu diesem Zweck gegenüber privaten Rechteinhabern 2009 die Identität von 2,7 Mio. Internetnutzern offen.
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November 15 2010

02mydafsoup-01

[...]

Ich persönlich erlebe das heute schon: Statt wie früher zwei Mal täglich weist mir mein Kabel-Provider nun höchstens alle paar Monate eine neue IP-Adresse zu. Wenn die Polizei also wissen wollte, wer hinter meiner IP-Nummer steht, muss sie nicht mehr auf eine Vorratsdatenspeicherungs-Datenbank zuzugreifen – sie kann schlichtweg meinen Provider fragen, wer jetzt gerade hinter der IP steht. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich auch vor 14, 30 oder 90 Tagen die selbe Adresse hatte, ist ziemlich hoch – im Gegensatz zu Providern wie zum Beispiel Hansenet. Ich wäre also ziemlich dumm, wenn ich von meinem Kabel-Anschluss Hollywood-Filme tausche, mich in fremde Server hacke oder Verleumdungen in die Wikipedia poste. Ich stehe unter potenzieller Beobachtung und bin leicht zu finden.

Offensichtlich kann ich damit leben. Die schlechte Nachricht: bei Euch sieht es demnächst auch so aus. Zumindest vielleicht. Denn obwohl die Internetwirtschaft sich auf Biegen und Brechen darum herumdrücken wollte, IPv6 kommt nun endlich. Die Provider investieren Millionen. Mit der neuen IP-Technik fällt die Notwendigkeit der dynamischen IP-Adressen komplett weg. Mein Wohnzimmer könnte eine Million IP-Adressen reservieren – und es wären immer noch genug Adressen für jeden da.

Und es kommt noch besser:

Zunächst ist der wichtige Umstand festzuhalten, dass eine IPv6-Adresse zweifach weltweit eindeutig werden kann und meistens auch wird. Zum einen geschieht dies zwingend im Präfix, also grob in den ersten 64 Bit der Adresse, welche dem Kunden vom Internetprovider zugewiesen werden. Dies ist erforderlich, um Datenverkehr dem entsprechenden Internetanschluss zuführen zu können. Zum anderen wird oft noch einmal der Interface Identifier, also die letzten 64 Bit der Adresse, die vom Kunden eines Providers eigentlich völlig frei für jeden Rechner gewählt werden könnten, weltweit eindeutig. Die 128 Bit lange IPv6-Adresse besteht aus Präfix und Interface Identifier und jede einzelne Information lässt für sich recht sicher auf einen Teilnehmeranschluss oder gar Teilnehmer schließen. Wenn auch nur eine dieser Informationen sich nicht regelmäßig ändert, hat man also ein eindeutiges Indentifizierungsmerkmal.

Lange Rede, kurzer Sinn: mit IPv6 könnte zumindest bei den reinen IP-Daten die Notwendigkeit zur Vorratsdatenspeicherung wegfallen. Es gibt zwar privacy extensions im IPv6-Protokoll — aber wie die auf Provider-Seite umgesetzt werden und in der Hard- und Software der Kunden tatsächlich unterstützt werden, steht in den Sternen. Es gibt keinen Masterplan — und offenbar auch keine politische Auseinandersetzung darum.

[...]

Notizblog 20101114 | » Vorratsdatenspeicherung light – auch ohne Schaar
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April 01 2010

March 17 2010

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Federal Constitutional Court - Press office -

Press release no. 11/2010 of 2 March 2010


Judgment of 2 March 2009
1 BvR 256/08, 1 BvR 263/08, 1 BvR 586/08


Data retention unconstitutional in its present form


The constitutional complaints challenge §§ 113a, 113b of the
Telecommunications Act (Telekommunikationsgesetz – TKG) and § 100g of
the Code of Criminal Procedure (Strafprozessordnung – StPO) to the
extent that the latter permits the collection of data stored pursuant to
§ 113a TKG. The provisions were introduced by the Act for the Amendment
of Telecommunications Surveillance (Gesetz zur Neuregelung der
Telekommunikationsüberwachung
) of 21 December 2007.

§ 113a TKG provides that the providers of publicly accessible
telecommunications services have a duty to store virtually all traffic
data of telephone services (fixed network, mobile communications, fax,
SMS, MMS), email services and Internet services without occasion, by way
of precaution. The duty of storage essentially extends to all
information that is necessary in order to reconstruct who communicated
or attempted to communicate when, how long, to whom, and from where. In
contrast, the contents of the communication, and consequently the
details of what Internet pages are visited by users, are not to be
stored. At the end of the six months in which the duty of storage
exists, the data are to be deleted within one month.

[...]




7. Voidness of the challenged provisions

The violation of the fundamental right to protection of the secrecy of
telecommunications under Article 10.1 GG makes §§ 113a and 113b TKG
void, as it does § 100g.1 sentence 1 StPO insofar as traffic data under
§ 113a TKG may be collected under this provision. The challenged norms
are therefore to be declared void, their violation of fundamental rights
having been established (see § 95.1 sentence 1 and § 95.3 sentence 1 of
the Federal Constitutional Court Act (Bundesverfassungsgerichtsgesetz).

The decision was unanimous as regards its result with regard to the
questions of EU law, of formal constitutionality and of the fundamental
compatibility of precautionary storage of telecommunications traffic
data with the constitution. With regard to the assessment of §§ 113a and
113b TKG as unconstitutional, it was passed by seven votes to one as
regards its result, and with regard to further questions of substantive
law it was passed by six votes to two, to the extent shown in the
dissenting opinions.

The Senate decided by four votes to four that the provisions are to be
declared void under § 95.3 sentence 1 of the Federal Constitutional
Court Act, and not merely incompatible with the Basic Law. Accordingly,
it is not possible for the provisions to continue in effect in a
restricted scope; instead, the statutory consequence is an annulment.
[...]
— read the complete English version of the translated Judgment by the Federal Constitutional Court of 2 March 2009
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