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September 23 2014

Zügelloses Scoring – Kaum Kontrolle über Bewertung der Kreditwürdigkeit

Christiane Schulzki-Haddouti berichtet in der ct’ über “Zügelloses Scoring – Kaum Kontrolle über Bewertung der Kreditwürdigkeit.” Aufsichtsbehörden sind weitgehend machtlos gegenüber Auskunfteien, die die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern per Scoring bewerten. Der Gesetzgeber gibt den Kontrolleuren nur wenige Werkzeuge an die Hand. Verbraucherschützer sehen dringenden Handlungsbedarf für eine gesetzliche Neuregelung.
Reposted fromnetzpolitik netzpolitik

August 29 2012

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"... Zu Eurem Glueck entspricht das nicht meiner Moeglichkeiten und auch nicht meinem Glauben von politischer Auseinandersetzung. "

de.indymedia.org | Eiche in Lichtenhagen gefällt

July 20 2012

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[...]

Der Bamberger Student Daniel Stahl initiierte eine Unterschriftenaktion, bei der er innerhalb einer Woche über 1.700 Unterstützerinnen und Unterstützer fand. In seinem offenen Brief an die Verleger schrieb er: "Wir haben schlecht bezahlte Praktika in Ihren Verlagen gemacht und jahrelang für Zeilengeld gearbeitet. (…) Wir können schreiben, Videos drehen, kennen uns mit den Techniken des Web 2.0 aus. Wir sollen in den Verlagen Wochenenddienste schieben, Abendtermine wahrnehmen, uns tief in gesellschaftliche Probleme einarbeiten und Überstunden machen, die wir natürlich niemals bezahlt bekommen. Und jetzt soll auch noch das Einstiegsgehalt für junge Journalisten um 30 Prozent gekürzt werden?“ Zu den Unterzeichnern gehörten keineswegs nur Nachwuchsjournalisten.

[...]

Es schien, als habe man erkannt, dass es sich bei dem Streit um ein generationenübergreifendes Problem mit Folgen für den Journalismus insgesamt handelte.[29] Doch bei dieser Initiative zeigte sich auch, wie weit die Verunsicherung unter Journalisten schon reicht: Zahlreiche Unterstützer trauten sich nicht, mit ihrem Namen öffentlich für die Forderungen einzustehen. Unter dem Brief steht hundertfach das gleiche Wort: "Anonym“.
Gezwungen, sich zu verkaufen? Zur sozialen Lage von Journalistinnen und Journalisten | bpb 2012-07-10
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July 19 2012

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[...]

Die Prekarisierung des Journalistenberufs hat mehrere Ursachen. Eine davon ist die Erosion des klassischen Geschäftsmodells der Presse: Anzeigen wandern zu digitalen Werbeträgern ab (von denen längst nicht alle Online-Medien sind), und auch die Vertriebsumsätze sinken infolge von Abonnenten- und Leserverlusten. Diese Faktoren werden von Verlagen gern zur Begründung ihrer Sparmaßnahmen angeführt. Daran ist so viel wahr, als dass die Prekarisierung auch Folge eines mangelnden Wertbewussteins in unserer Gesellschaft für journalistische Arbeit ist. Journalismus wird immer weniger als die anspruchsvolle geistige Arbeit anerkannt, die er ist. Die Qualitätszeitung für 2,20 Euro empfinden viel [...]e als zu teuer, den Latte Macchiato nicht. Obwohl er oft mehr kostet und rascher verbraucht ist als eine reichhaltige Zeitung.

Eine weitere wichtige Ursache benennt die WDR-Journalistin Sonia Seymour Mikich, wenn sie den Einzug eines neuen Denkens und einer neuen Sprache in den Verlagen und Sendern beschreibt: "Wir machten es uns gemütlich, als 'benchmarking‘, 'audience-flow‘, 'controlling‘, 'usabilty‘, 'look and feel‘, 'performance‘ in unserem Handwerkskasten auftauchten und die 'tools‘ eines angesagten Superprofessionalismus wurden. Als hätten wir ’nen kleinen McKinsey im Ohr, lernten wir Neusprech.“[19] Und der damalige "Handelsblatt“-Chef Bernd Ziesemer warnte in einer Rede, bevor er in die Corporate-Publishing-Branche wechselte, seine Kollegen in den Redaktionen: "In den Verlagen haben oft kulturelle Analphabeten das Sagen, die schon lange keine Zeitung mehr lesen, aber sich berufen fühlen, uns Journalisten zu erklären, wie man eine Zeitung macht. Sie behandeln uns wie die Bandarbeiter der Lückenfüllproduktion zwischen den Anzeigen. In solche Hände dürfen wir uns nicht begeben!“

[...]
Gezwungen, sich zu verkaufen? Zur sozialen Lage von Journalistinnen und Journalisten | bpb 2012-07-10

April 18 2012

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[...]

Spaniens Regierung will für die Folgen ihrer harten Kürzungspolitik gewappnet sein. Wohl deshalb stellte Innenminister Jorge Fernández Díaz jüngst seine Pläne für eine Verschärfung des Strafgesetzbuches vor. Künftig sollen auch friedliche Proteste als „Anschlag auf die Staatsgewalt“ gewertet werden können.

Darauf stehen vier bis zehn Jahre Haft. Und wer im Internet zu Protestaktionen ruft, die in Sitzblockaden oder gar in gewaltsamen Auseinandersetzungen enden, muss damit rechnen, als „Mitglied einer kriminellen Organisation“ verhaftet zu werden. Darauf steht eine Mindeststrafe von zwei Jahren Haft.

Während die Opposition gegen die Pläne protestiert, erhält Fernández Díaz von der Autonomieregierung im nordostspanischen Katalonien Unterstützung. „Es geht darum, dass die Menschen mehr Angst vor dem System haben“, erklärt der dortige Innenminister Felip Puig unumwunden.

Puig war vor knapp einem Jahr in die Schlagzeilen geraten, als er Zivilpolizisten in eine Demonstration einschleusen ließ, die gewalttätige Ausschreitungen anzettelten. Diese dienten uniformierten Beamten dazu, mit Härte gegen friedliche Demonstranten vorzugehen. Videos, die dies belegten, wurden von YouTube gelöscht.

[...]

Spaniens Regierung verschärft Strafrecht: Wer Torten wirft, ist ein Terrorist | taz.de 2012-04-17
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April 17 2012

"The Hans-Werner Sinn paradox" by Andrew Watt

I have just learned that Hans-Werner Sinn has taken on even weightier subjects than rescuing the euro area from its crisis. Back in 2007 Germany’s best-known economist wrote articles on saving not just Europeans but the whole of humanity, namely from climate change; these thoughts have now just appeared in book form in English under the title ‘The Green paradox‘, published by MIT press.

Sinn’s solution to the euro crisis, in a nutshell, was to kick out Greece, followed by other Club Med countries. The ‘euro area crisis’ would then be resolved, as it were by definition: the economic mess that would then face all the former euro area members would certainly have needed a new name. Judging by the publicity material for the new book on climate change, Prof. Sinn in no less forthright in his way of arguing when it comes to climate change. The problem is that he appears to be completely on the wrong track.

Again.

Hans-Werner Sinn on climate change: its the supply side, stupid

Western governments have failed to curb carbon emissions, we are told, because they have sought to limit the consumption of fossil fuels using all sorts of costly and distortionary measures. Instead we should

extract less of it [fossil carbon] from underground to start with. That would inevitably lead to less  fossil carbon being combusted.

No-one had grasped this crucial insight

… until Hans-Werner Sinn broached the idea in a series of scholarly papers in 2007…

and that is why climate-protection policies have been such a failure. Specifically,

By neglecting the supply side of the carbon markets, the policies against global warming simply disregard half of the market for fossil fuels and ignore the fact that the fossil resource owners are the real climate makers. By inserting fossil carbon into the carbon cycle by way of supplying it to the markets, enlarging thus the stock of carbon dioxide in the atmosphere, they determine the speed of global warming and, consequently, hold the fate of humanity in their hands.

A moment’s reflection shows this to be entirely wrong. If it were the oil producers – think Saudi sheiks – that determined the level of emissions, then what is the explanation for the fall in emissions during the economic crisis? Did the oil producers coincidentally decide to turn off the taps just when the global economy plunged? In the real world, the amount of oil pumped is driven by the physical demand for it at the current market price. The physical demand is affected by things like incomes and economic growth, and the quantity and fuel efficiency of  energy-consuming devices. The price is determined by the marginal cost, i.e. the cost of producing the last barrel demanded, and that in turn is set by the level of demand combined with technical supply-side factors.

But Hans-Werner Sinn has a different explanation for why the producers, who in his view are running the show, are pumping so much oil. It’s all the fault of – you guessed it – those misguided western governments and their feed-in tariffs and rules on light-bulbs, what he calls ‘green policy measures’ aimed at reducing consumption. In Sinn’s worldview, that may seem paradoxical, but it is obvious:

The resource owners regard the tightening of green policy measures with increasing concern, because they perceive them as a destruction of their future markets. Quite understandably, they try to pre-empt the expected wealth losses by extracting and selling their fossil fuels before their markets disappear. That is the Green Paradox: announced future reductions to carbon consumption may have the effect of accelerating climate change now.

Ok, here I really struggle to follow the logic here. Unlike in the previous paragraph, here it seems that Sinn sees western demand as the driver, and not supply. But it is future demand, he claims, that is key: because future demand is expected to fall, then present supply is (artificially?) ramped up.

Wow. Well, isn’t it eminently more plausible simply to assume that that oil sheiks are relatively short sighted profit-maximisers like everyone else. They don’t maximise their expected returns over the next infinite number of generations, even if some economic schools of thought think that everybody does (or should do). They just see that – to take extremes – oil in the ground means riding from one dusty tent to the next by camel, whereas oil pumped out of the ground can be converted into Bentleys, advanced weapons systems, welfare-induced quiescent populations, numerous wives, and all the other things that your average Saudi Prince thinks are necessary for the good life. They  pump oil to meet these ends. Or to keep the Americans on-side. Or whatever. (And the same applies to less colourful figures in places like Norway, even if their ‘needs’ are more prosaic.) One thing that is surely NOT driving oil-pumping policy is that they are petrified of the German or anyone else’s feed-in tariff ten or twenty years hence.

But that is not all. Then it gets really strange. The obvious policy question posed by Sinn’s ‘analysis’ is

But how can you induce resource owners to leave more carbon underground?

And the answer:

a swiftly introduced Super-Kyoto system, combining all consuming countries into a seamless demand cartel using a world-wide cap-and-trade system

But this obviously raises at least two fundamental questions. First, if this is really thought to be a realistic policy proposal then wouldn’t it, on Sinnian logic, be the mother of all incentives to pump oil like there was no tomorrow? If Sinn’s green paradox is real, we would be in oil up to our knees if a super Kyoto were, ahem, in the pipeline. And “every atom of carbon we extract from the ground ends up eventually as carbon dioxide in the atmosphere”.

On the other hand, if this super Kyoto is a utopian solution then all the fiddly, specific, freedom-limiting and costly demand-reducing measures that Sinn so disapproves of have to be seen in a much more favourable light. They are, in economist-speak, second-best solutions. But they are likely to be preferable to a first-best solution that is never going to be implemented. (For the record, I agree entirely that price-based carbon-reduction mechanisms are the way to go, but an EU-carbon tax with some form of border adjustment would be much more realistic and effective (see here, pdf))

In short Hans-Werner Sinn’s whole approach appears riddled with contradictions and problematic assertions. I say “appears” only because I am basing myself on the publicity material, but an author has no right to complain that people don’t read his book if the publicity material – which was produced by his own institute’s press service and not some penny-fiction publisher – is so dubious.

The Hans-Werner Sinn paradox

Which makes me wonder. Hans-Werner Sinn continues to be hugely influential in Germany, where he has a huge media presence, and also in Europe via the European Economic Advisory Group (EEAG). Yet he rushes into debate after debate, causes a commotion, but gets a bloody nose each time.

In 2003 he asked rhetorically Ist Deutschland noch zu retten? (whether Germany can be saved: English 2007), the title of a book in which he analysed the ‘malaise of the world’s first welfare state’ – the very welfare state (in the broad sense) that performed extremely well during the crisis and which now has one of the lowest unemployment rates in Europe.

Then it was the bizarre thesis that Germany had become a “bazaar economy” and was fast becoming a basket case. The analysis underpinning the bazaar economy idea was wrong (here on the facts and here for a critique of Sinn, beide auf deutsch), and the prediction, well we have seen how that turned out. Related to all this, he tried to claim that the so-called capital exports resulting from trade surpluses were somehow a loss to the domestic economy (refuted here auf deutsch).

Then it was kick Greece out of the euro area, one of the main justifications for which was that he pounced on the Target imbalances between the central banks of the eurosystem, making a number of claims that the the subsequent debate showed to be erroneous (see innumerable entries on vox.eu, Herdentrieb, Kantoos, several in English).

What seems to unite all these episodes is a flamboyant style, a resolutely micro-based approach, successfully convincing (German) voters and readers that they are losing hard-earned cash thanks to an array of dark forces ranging from trade unionists, to Greek pensioners to the eurosystem of central banks. Oh, and rapidly being proven wrong.

Call it the Hans-Werner Sinn paradox.

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April 15 2012

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[...]

Mit den neuen Regeln soll der Parlamentspräsident verpflichtet werden, das Wort nur mehr den von der Fraktion eingeteilten Rednern zu erteilen. Andere Abgeordnete darf er nur ganz ausnahmsweise und nur noch drei Minuten lang reden lassen - auch dies nur "im Benehmen mit den Fraktionen".

Diese Formulierung verlangt zwar keine ausdrückliche Zustimmung der Fraktionen (die wahrscheinlich regelmäßig nicht erteilt würde). Der Bundestagspräsident soll sich aber nicht nur mit der Fraktion des Abgeordneten verständigen, den er abweichend von der Nominierung reden lassen will. Er soll auch alle anderen Fraktionen informieren und ihre Stellungnahmen einholen. Und er muss allen Fraktionen nicht nur die geplante Worterteilung, "sondern auch die konkrete Platzierung in der Rednerfolge" mitteilen.

Diese neue Geschäftsordnung soll es offensichtlich dem Bundestagspräsidenten besonders schwer machen, Vertreter abweichender Meinungen überhaupt zu Wort kommen zu lassen: Das ihm auferlegte Procedere ist kompliziert. Es soll auf diese Art und Weise verhindert werden, dass noch öfter passiert, was Norbert Lammert bei der Abstimmung über die Euro-Rettung gestattete: Er hatte die Abgeordneten Klaus-Peter Willsch (CDU) und Frank Schäffler (FDP) reden lassen, die von ihrer Fraktion abweichende Meinungen vertraten.

Lammert wollte, das sich so die kontroverse öffentliche Debatte auch im Parlament widerspiegele. Die Fraktionschefs hatten protestiert, der Ältestenrat erteilte Lammert eine Rüge. Die Änderung der Geschäftsordnung ist nun ein Mittel, um den Bundestagspräsidenten nachhaltig zu disziplinieren.

In der Praxis ist es seit langem so, dass die Fraktionsgeschäftsführer festlegen, wer als Redner zum Zug kommt. Der Bundestagspräsident bekommt fertige Rednerlisten. Dabei soll es nun, durch die neue Geschäftsordnung zementiert, strikt bleiben. Eine Verpflichtung der Abgeordneten, sich der Mehrheitsmeinung der Fraktion anzuschließen, gibt es freilich nicht. Im Grundgesetz sind die Fraktionen nicht einmal erwähnt.

[...]

Rederecht im Bundestag - Fraktionen planen Maulkorb für Abgeordnete | sueddeutsche.de - Heribert Prantl 2012-04-14
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April 05 2012

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[...]

In Deutschland nimmt die von der Industrie induzierte Forschung weiterhin zu. Verlässliche quantifizierbare Daten hierüber gibt es allerdings nicht. Für eine verantwortungsvolle Forschungs- und Bildungspolitik wäre es wichtig, die Forschungsschwerpunkte einzelner Industriezweige auch quantitativ überschauen zu können. Deshalb ist vor allem mehr Transparenz erforderlich.

Es braucht dringend ein transparentes Register für Forschungsmittel in Deutschland. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie dieses Register aussehen könnte, wer es betreiben sollte und wie dessen Daten öffentlich gemacht werden sollten.

Deutschland sollte auch – wie andere Länder es bereits getan haben – den Straftatbestand des Wissenschaftsbetrugs bei Irreführung oder Verfälschung von wissenschaftlichen Ergebnissen oder Daten einführen und ernsthaft verfolgen.

Um Fehlentwicklungen zu verhindern und mehr Transparenz in Forschung und Lehre zu bringen, müssen die Tatbestände der Vorteilsannahme und der Bestechlichkeit in der Forschungslandschaft weiter konkretisiert werden. ExpertInnen, die materielle oder finanzielle Abhängigkeiten zu Herstellern oder Sponsoren haben, müssen sachliche Begünstigungen beziehungsweise die finanzielle Größenordnung öffentlich machen. Sie sind von der Berufung in normsetzende Gremien auszuschließen und dürfen nicht in staatlichen Beratungs- oder Beschlussgremien mitentscheiden. Sie dürfen nur als nicht stimmberechtigte Teilnehmer von Anhörungen fungieren.

[...]

Das deutsche Wissenschaftssystem ist korrupt: Skrupellose Akquise von Drittmitteln | taz.de 2012-03-28 via nachdenkseiten.de 2012-04-05 (Hinweise des Tages)
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March 21 2012

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Zehn Wünsche der Urheberrechtsindustrie - Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)

von Alvar Freude am 21.03.12 11:37
 

Der "Wirtschaftsdialog für mehr Kooperation bei der Bekämpfung der Internetpiraterie" vom Bundeswirtschaftsministerium, Internet-Providern und Rechteinhabern hat eine Liste mit zehn möglichen Maßnahmen zusammengestellt. Und siehe da: von Entwarnung kann wirklich keine Rede sein, denn zu den diskutierten Maßnahmen gehört der Ausbau der Abmahnindustrie, De-Anonymisierung der Nutzer, mehr Auskunftsrechte für Rechteinhaber und natürlich weiterhin die Warnhinweise. Insgesamt kann man sagen, dass es sich um einen Frontalangriff auf das Web 2.0 handelt.

Bei den zehn Punkten handelt es sich nach unserer Information um die folgenden:

  1. Durchführung einer Aufklärungskampagne zum Urheberrecht.
    Eine Arbeitsgruppe des Wirtschaftsdialogs hat schon Vorschläge für eine Kampagne erarbeitet.
  2. Die Werbewirtschaft soll dafür sorgen, dass auf Up-/Downloadplattformen keine Werbung mehr geschaltet bzw. nicht mehr dafür bezaht wird.
    Interessant dabei: Zanox als eines der großen Partnerprogramm-Werbenetzwerke gehört der Axel Springer AG. Das zweite große, Affilinet, gehört zu United Internet.
  3. Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit, insbesondere bei Downloadportalen und 1-Klick-Hostern.
    Siehe Kimble: das scheint ja doch erste Ergebnisse zu geben.
  4. Die Provider sollen IP-Adressen lange genug speichern, so dass die Abmahnindustrie weiter ausgebaut werden kann.
    Angeblich hat man sich intern bereits auf 7 Tage Mindestspeicherung extra für Auskünfte der Rechteinhaber geeinigt.
  5. Im Justizministerium wird derzeit an der Deckelung der Abmahngebühren gearbeitet. Die Rechteinhaber sprechen sich ausdrücklich dagegen aus.
    Wie zu hören war, müssen die Rechteinhaber richtiggehend getobt und gedroht haben, den Dialog zu verlassen, wenn die Deckelung umgesetzt wird.
  6. Bei Urheberrechtsverletzungen in gewerblichem Ausmaß sieht § 101 UrhG weitere Auskunftspflichten vor. Die Rechteinhaber möchten die Einschränkung auf Gewerblichen Ausmaß gestrichen haben.
    Das bedeutet: jede kleine Urheberrechtsverletzung würde umfassende Auskunftspflichten nach sich ziehen, Rechteinhaber könnten beispielsweise Daten über Nutzer erfragen, die in einem Diskussionsforum zu viel aus einer Zeitung zitieren.
  7. Es steht die Forderung um Raum, umfassendere Möglichkeiten zur Beauskunftung zu schaffen: Neben Anschlussinhaber und Adresse sollen die Provider dem Rechteinhaber auch E-Mail-Adresse, Bankdaten und die IP-Adressen anderer Sitzungen herausgeben.
  8. Es wird eine änderung der Impressumspflicht angestrebt: diese soll auch bei selbst eingestellten Inhalten gelten.
    Sprich: Uploader (z.B. bei bei 1-Klick-Hostern und anderen Plattformen, auf denen häufig Urheberrechtsverletzungen vorkommen) sollen dadurch deanonymisiert werden, andersfalls soll der Plattformbetreiber haften. Je nach Formulierung betrifft das auch Youtube, die Wikipedia und natürlich noch viel mehr.
  9. Statt einer örtlichen Zuständigkeit, sollen Strafverfolgungsbehörden, die Gewerbeaufsicht usw. thematisch organisiert werden. Sprich: Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Internet-Delikte bzw. Urheberrechtsverletzungen.
    Dies ist ein Punkt, der auch in anderem Kontext (Betrug via Internet usw.) immer wieder gefordert wird. 
  10. Die Rechteinhaber fordern weiterhin, dass die Provider an Rechtsverletzer Warnhinweise verschicken, wollen aber nicht auf Abmahnungen verzichten.
    Wie bekannt: die Provider lehnen eine freiwillige Lösung ab. Nun liegt es also am Gesetzgeber …

 

Bei den zehn Punkten handelt es sich im Wesentlichen um die Verhandlungsmasse. Daher ist eher nicht zu erwarten, dass alles kommt; aber viele Einzelpunkte sind schon schlimm genug an sich. Als Forderungen an sich sind die meisten Sachen nicht gänzlich neu. Neu ist aber, dass diese auch von der Bundesregierung zumindest in Erwägung gezogen werden. Und im Kontext von ACTA taucht ähnliches auch immer wieder auf …

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Reposted bysbsmnunatakkrekkKingBalance
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March 17 2012

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Gaucks verzerrtes Geschichtsbild

Der Rückfall

http://www.taz.de/Gaucks-verzerrtes-Geschichtsbild/!89802/

Der Leiter des Simon Wiesenthal Centers in Jerusalem erklärt, warum er #Gauck für den falschen Bundespräsidenten hält. Es geht um dessen Deutung des Holocausts. Prague Declaration on European Conscience and Communism

#realitätsverzerrung # #notmypresident

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// oAnth - #Historikerstreit



March 16 2012

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Yochai Benkler on Truthiness and the Networked Public Sphere

yt-video permalink

Hochgeladen von BerkmanCenter am 16.03.2012

Yochai Benkler tells four stories of how misinformation spreads, and is corrected (sometimes), online: the story of how the agenda around Wikileaks was set; the story of a national broadband strategy influenced by industry; the story of Obama's $200 million/day trip to India; and the story of a bipartisan internet piracy bill that took a left turn when the public got wind.

More information here: http://blogs.law.harvard.edu/truthiness/


March 02 2012

02mydafsoup-01

January 27 2012

02mydafsoup-01
[...]

Es hätte von Beginn der Bundesrepublik an gute Gründe gegeben, die Union und die FDP zu beobachten, weil sie reihenweise Nazis aufgenommen haben. Es hätte gute Gründe gegeben, gegen Politiker der Union wie Streibl und Strauss vorzugehen, weil sie Volksverhetzung betrieben haben. Nichts da. Aber Abgeordnete der Linken und Teile der Partei werden beobachtet, obwohl sie gewählt worden sind und keine verfassungsfeindliche Programmatik oder Aktion erkennbar ist. Die Beobachtung dient eindeutig der Diskreditierung, sonst nichts. Es ist der Versuch, die politische Konkurrenz zu schwächen. Deshalb auch der laue Protest der SPD, die von der Diskreditierung der Linkspartei zu profitieren hofft. Alle sind sie daran interessiert, nicht die Gefahr einer politischen Alternative zu Angela Merkel aufkommen zu lassen. Die SPD merkt das nur nicht, worauf wir hier aufmerksam machten.

[...]
Die „Staatsparteien“ können sich alles leisten. Von Demokratie weit und breit nichts zu sehen. (AM’s Wochenrückblick) 2012-01-27
Reposted bydarksideofthemoonbesendatenwolf

January 21 2012

Powers of Ten Perspective on SOPA

The IBM Powers of Ten video is a classic: as the stolid narrator ticks off powers of ten, the camera pulls back or zooms in and a new layer of complexity is revealed. We need a Powers of Ten video for SOPA.

At the initial scale, Hollywood lobbyists convinced Congress to push a bill through that would give Hollywood a measure of control over Internet sites by facilitating DNS takedowns, placing liability on site operators, and generally placing restrictions on Internet businesses designed to benefit existing content distributors. The depressingly smooth passage of the bill meant serious measures were called for: the blackout day. On that day, tens of millions of people became alerted to the consequences of SOPA and wrote to their representatives. SOPA has stalled, possibly died. And there was rejoicing.

But step out a power of ten and you see SOPA was just the latest in a series of legislative manipulations by existing media companies to benefit their coffers. Whether it's extending the term of copyright, criminalizing the circumvention of DRM, or trying to ban repeat-downloaders from the Internet, these media companies are powerful and use their power to extend their profits. Sometimes they even exploit their access to the user to perpetuate their cause, for example by putting unskippable pre-roll anti-piracy messages on every legitimately-purchased DVD. There's no indication that a victory over SOPA means there won't be a SOPA 2.0 in six months time.

Step back further and you see that Internet companies have set themselves up as new distribution channels while the old distribution companies were napping. Amazon can take an author's book and put it in consumers hands without ever involving a publisher, and Apple are following suit. Amazon, Apple, and Google all distribute movies. The legacy distribution companies are owned by the content production companies, and their "save our business" message muddles whether it's content production or legacy distribution that's threatened by these new Internet companies. Congress put their legislative thumb on the scales in a business dispute: old money vs new money, incumbent rent extractor vs upstart.

Step back further and you see that Congress thumbs the scales all the time. Between the money that can be earned from corporations and unions as a lobbyist after leaving Congress, and the money needed to run a campaign to be elected in the first place, there are a lot of reasons for Congressional representatives to be receptive to advances from monied interests. This means their legislative attention is not on the good of society or even the majority, but for the good of those willing to spend money to buy it. This is the big picture view, the root of the problem.

Congress is a flea pit. We can crack the fleas one at a time as they bite us, or we can clean house. I see widespread jubilation on the success of the SOPA skirmish, but only one or two people thinking and talking about how we win the war. We win when we end this stream of Internet-breaking bills, and that will only happen when Congressional election campaigns are no longer paid for by monied interests. An independent Congress will still listen to business and unions, it just won't have to roll over and beg when money whistles.

This is, obviously, a bigger problem to solve. Lessig has called it a "generational" problem: pernicious money will take 30 years to eradicate, so we may end up cleaning up the country for our children. The size of the change doesn't make it impossible. It's a strategy problem, like every other: spend time and money at every power of ten, more where it's urgent and important, investing in R&D where a way forward isn't immediately obvious.

What does it mean to attack it at every power of ten? Simply:

  1. Fight SOPA when it's urgent. Well done, immediate crisis is over!
  2. Prepare to fight SOPA 2.0 and TPP and ACTA 2.0 and .... Until we fix Congress, there'll be more attempts to provide welfare for legacy distributors. Blackouts won't work. Get the holdouts (Facebook, Amazon, Twitter, etc.) to join in a sustainable coalition to oppose future fuckery. Obama's election was made possible by incredible tools for mobilizing voters; we need similarly evolved tools. Invest a little now so we don't have a cold start when the next bad bill comes along.
  3. Buy online. Be the change you want to see: use your wallet to feed the companies you want to succeed, don't spend with the ones who want to break your Internet. Low-priority but ongoing.
  4. Buy and read Lessig's new book Republic, Lost. He was ahead of the curve when he alerted us to problems with copyright law, and he's been ahead of the curve in his identification of corruption as an issue. This is research.
  5. Join rootstrikers or any other group working to eliminate the root cause of Internet-breaking legislation: corruption. At election time, give them money instead of making campaign donations.
  6. Invent the next thing we can all do which will bring us closer to change.

You'll notice I don't have "get Internet giants to lobby Congress" on my list. I'm sure they'll do that already, but I don't believe you can fight this fire with fire. They may need to lobby tactically, but strategically you fight fire by taking away its fuel or oxygen and that means taking obligation-creating campaign donations away from Congress.

If we don't do this, we'll keep scratching and crushing the fleas one at a time until we're miserable from all the bites. We need to zoom out a few powers of ten and clean house to solve the underlying problem.

Reposted bydatenwolf datenwolf

January 13 2012

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// oAnth - " Im nächsten Leben werd ich auch Sohn " (entnommen den Kommentaren auf Fb )
Reposted fromcarfreitag carfreitag viakreimlink kreimlink

January 07 2012

January 03 2012

Le Blog d'Olivier Berruyer sur les crises actuelles > Discours de fin de mandat de Dwight Eisenhower, 1961 | blog in FR - video in EN


Voici le fameux discours testament du président Eisenhower sur le “complexe militaro-industriel” – il n’y a plus qu’à remplacer ceci par “complexe banco-financier”...

 

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// oAnth - original www-site: http://www.les-crises.fr/eisenhower-1961/

See it on Scoop.it, via manually by oAnth - from my scoop.it contacts

Le Blog d'Olivier Berruyer sur les crises actuelles > Discours de Franklin Delano Roosevelt au Madison Square Garden (31 octobre 1936) | blog in FR - video & audio in EN

Le 31 octobre 1936, à la veille de sa ré-élection, Franklin D. Roosevelt, à l’époque président des États-Unis, défend le « New Deal » dans son fameux discours au Madison Square Garden. Il semble se réjouir des attaques du parti Républicain. Il soutient que le New Deal protège l’Américain moyen contre la tyrannie des riches et des puissants. « Jamais dans toute notre histoire ces forces n’ont été aussi unies contre un candidat qu’elles ne le sont aujourd’hui. Elles sont unanimes dans leur haine pour moi – et leur haine me fait plaisir. »...

 

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// oAnth - original www-site: http://www.les-crises.fr/roosevelt-madison/



January 01 2012

Le Blog d'Olivier Berruyer sur les crises actuelles > Charles de Gaulle sur l’or et le système monétaire (Pt 1&2) | les-crises.fr

Question – M. le Président, en changeant en or une partie de ses avoirs en dollars, la France a provoqué certaines réactions qui ont fait apparaître les défauts du système monétaire actuel. Etes-vous partisan de réformer ce système, et, si oui, comment ?

 

 

 

>>>> Première partie http://www.les-crises.fr/de-gaulle-smi-1/

>>>> Deuxième partie : http://www.les-crises.fr/de-gaulle-smi-2/



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