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February 09 2014

Wo war eigentlich Stalin?

Ihrem Ideal zufolge dienen die Olympischen Spiele der Völkerverständigung. Kriege und Konflikte sollten während des „Olympischen Friedens“ pausieren. Was das ZDF vom Olympischen Frieden hält, konnten Millionen Zuschauer während der Eröffnungsfeier der Spiele in Sotschi verfolgen. Nichts. Stattdessen „glänzten“ Anne Gellinek und Wolf-Dieter Poschmann mit mal mehr, mal weniger kaschierter Hetze gegen das Gastgeberland. Von Jens Berger

Stellenweise wirkte die Eröffnungsfeier der XXII. Olympischen Winterspiele in Sotschi wie eine zweifelsohne gut gemachte Kopie der Eröffnungsfeier der letzten Sommerspiele in London. Sowohl die Briten als auch die Russen boten dem internationalen Publikum eine künstlerisch dargebotene Zeitreise durch die eigene Geschichte und Kultur. Naturgemäß betonten beide Gastgeber dabei ihre Schokoladenseite. Doch wenn zwei das Gleich tun, ist es noch lange nicht dasselbe. Oder sollte man lieber sagen „Was dem Herrn geziemt, geziemt noch lange nicht dem Knecht“? Dies scheinen zumindest die beiden ZDF-Kommentatoren Gellinek und Poschmann so zu sehen. Gellineks größte Sorge war es nämlich, dass die Russen bei ihrer kulturellen Rückblende „ihre dunkele Zeit“ (ZDF) ausgespart haben.

„Wo war Stalin?“ fragte sich Gellinek in der abendlichen Rückschau. Ja wo war Stalin? Wo waren die Opfer des „British Empire“ bei der Eröffnungsfeier in London 2012? Wo die beinahe ausgerotteten Indianer bei der Eröffnungsfeier in Salt Lake City 2002? Und wo waren die Millionen Opfer deutschen Größenwahns bei der Eröffnungsfeier in München 1972? Fragen über Fragen. Willkommen bei den „Putin-Spielen“ (Zitat: ZDF)!

Zugegeben: Es ist nicht besonders verwunderlich, dass der Haussender von Markus Lanz nicht viel mit einer Show anfangen kann, deren eigentliche Hauptdarsteller Borodin, Tolstoi, Rodtschenko und Malewitsch waren. Gerade wenn es um Wintersport geht, scheint das ZDF eher auf dem Anton-aus-Tirol-Niveau zu verharren. Die Hintergrundinformationen zum künstlerischen Programm gingen jedenfalls nie über die ersten zwei Zeilen des dazugehörigen Wikipedia-Beitrags hinaus. Mehr passte wohl nicht auf die Moderationskärtchen. Dafür wissen Millionen Zuschauer nun ganz genau über die sexuelle Orientierung des Musik-Duos „t.A.T.u“ bescheid. Wen interessiert denn auch der Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Anstalten?

Dank Gellinek und Poschmann wissen die deutschen Zuschauer nun auch ganz genau, wer vielleicht so alles eine uneheliche Tochter von Wladimir Putin sein könnte. Dafür war anscheinend Platz auf den Moderationskärtchen. Und überhaupt – Putin! Obgleich der russische Präsident sich bei der Eröffnungsfeier auf das Aufsagen der Eröffnungsformel beschränkte, überstrahlte er die Kommentierung des ZDF. Was wurde nicht alles spekuliert. Höhepunkt des dümmlichen öffentlich-rechtlichen Gebrabbel war wohl die kecke Spekulation einer Korrespondentin, Putin selbst würde das Olympische Feuer entzünden. „Leider“ enttäuschte Putin die deutschen Journalisten. Dafür applaudierte er „zerknirscht“ (ZDF), als die deutschen Athleten einmarschierten. Warum „zerknirscht“? Wahrscheinlich war er eher peinlich berührt wegen des hochgradig albern bunten Outfits des deutschen Teams. Ach ja – das Outfit. Laut ZDF erinnerte der Papageienlook an eine Regenbogenfahne, die ja bekanntlich das Symbol der Homosexuellen ist. Na toll!

Jedes mal wenn beim Einmarsch der Athleten das dazugehörige Staatsoberhaupt auf der Ehrentribüne gezeigt wurde, lasen Gellinek und Poschmann pflichtgetreu von ihren Kärtchen ab, dass es angeblich „große Proteste“ wegen ihres Erscheinens in Sotschi gab. Stimmt das? Mir ist zumindest nicht bekannt, dass es in den Niederlangen (Ministerpräsident Mark Rutte und das Königspaar waren anwesend) oder in Italien (Präsident Enrico Letta war anwesend) nennenswerte Proteste gab. Egal. Als offizieller deutscher Vertreter war übrigens ein gewisser Ralk Brauksiepe bei der Eröffnungsfeier anwesend – Brauksiepe ist, wie passend, Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Dafür aber war wenigstens „Altkanzler Herbert Schröder“ (ZDF) da. Wenn das nichts ist?

Politik scheint ohnehin nicht zu den Interessengebieten der ZDF-Moderatoren zu gehören. So schoben Gellinek und Poschmann wieder einmal Russland unterschwellig die Verantwortung für den Georgienkrieg in die Schuhe („Es war bis zuletzt nicht klar, ob überhaupt ein georgischer Athlet anreist“). Dafür herrschte jedoch beim ZDF-Duo-infernale eisiges Schweigen, als die ukrainische Mannschaft vom russischen Publikum frenetisch begrüßt wurde. Dazu stand wohl auch nichts auf den Moderationskärtchen. Wie denn auch? Man musste sich schließlich in gebotener Ausführlichkeit auf Putin und Stalin vorbereiten, wobei der Letztere ärgerlicherweise noch nicht einmal vorkam.

Nun haben die Athleten das Wort und es ist zu wünschen, dass sie den Suggestivfragen der mit Mikrophonen bewaffneten kalten Krieger widerstehen. Wie dies gehen kann zeigte die deutsche Fahnenträgerin Maria Höfl-Riesch. Auf die Suggestivfrage „War schrecklich pompös, gell?“ antwortete sie souverän „Eigentlich genauso wie in Vancouver und toll!“. Da hatte wohl das ZDF vergessen, ihr das richtige Moderationskärtchen zu geben.

flattr this!

Tags: ZDF

November 11 2013

Koalition verhandelt zu Haftung und Routerzwang, Provider-Abgabe, ZDF-Staatsvertrag

Bei den Koalitionsverhandlungen zeichnen sich netzpolitische Punkte ab, Urheberrechtsabgaben für Provider in Belgien sorgen weiter für Streit, das Bundesverfassungsgericht beginnt die Verhandlung über den ZDF-Staatsvertrag. Außerdem im Wochenrückblick: Namensnennung bei Promi-Kindern, Haftung bei Facebook-Posts und Störerhaftung von Ebay.

Koalitionsverhandlungen: Störerhaftung, Hostprovider, Zwangsrouter

Die Arbeitsgruppe „Digitale Agenda” in den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD will die Störerhaftung für WLAN-Betreiber abschaffen und Anbieter öffentlicher Drahtlosnetze den Access-Providern rechtlich gleichstellen. So soll Rechtssicherheit bei Haftungsfragen geschaffen werden. Haftungsverschärfungen hingegen sollen nach den Koalitionsverhandlungen Sharehoster treffen. Ziel ist es, massenhaften Urheberrechtsverletzungen auf Online-Portalen einen Riegel vorzuschieben. Die bisherigen Haftungsprivilegien aus dem Telemediengesetz sollen dafür modifiziert werden. Die Internetwirtschaft hat die Pläne kritisch aufgenommen. Außerdem plant die große Koalition, die Zwangsrouter für Provider abzuschaffen, mit der viele Provider ihre Kunden derzeit an ein bestimmtes Endgerät binden.
Nachricht zur Störerhaftung auf golem.de.

Regulierungsbehörde geht gegen belgische SABAM vor

Die Regulierungsbehörde FÖD klagt gegen das belgische GEMA-Pendant SABAM. Anstoß für das Vorgehen: Die SABAM fordert von Internetprovidern eine Abgabe auf jeden Internetanschluss mit dem Argument, Provider verdienten mittelbar an unlizenzierten Inhalten. Nachdem die Verwertungsgesellschaft nunmehr gegen die Provider klagt, will die FÖD wiederum die SABAM gerichtlich verpflichten, das Vorgehen gegen die Provider zu unterlassen. Argument der FÖD: Sie verstoße gegen die EU-Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr. Die SABAM hat in den letzten Jahren schon mehrmals die europäische Gerichtsbarkeit beschäftigt.
Zur Nachricht bei heise.de.
iRights.info: Regierung interveniert gegen Urheberrechtsabgaben für Provider.

Verfassungsgericht verhandelt über Staatsferne der ZDF-Gremien

Am Dienstag hat die Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht zur Staatsferne der ZDF-Gremien begonnen. Gegenstand des Verfahrens ist eine Normenkontrollklage der Länder Rheinland-Pfalz und Hamburg. Sie monieren, die Zusammensetzung der ZDF-Gremien sei nicht mit dem Gebot der Staatsferne gem. Artikel 5 Abs. 1 S. 2 Grundgesetz vereinbar und daher verfassungswidrig. Die breite Diskussion um den Einfluss von Politikern auf den Rundfunk kam mit der Causa Brender im Jahr 2009 auf. Der damalige Minsterpräsident Roland Koch hatte eine Vertragsverlängerung des damaligen ZDF-Intendanten Nikolaus Brender verhindert. Mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist im nächsten Jahr zu rechnen.
Bericht zum ersten Verhandlungstag beim Verfassungsblog.
Hörenswert auch der Podcastbeitrag bei Deutschlandfunk.

BGH: Namensnennung von Kindern Prominenter unter Umständen zulässig

Der Bundesgerichtshof hat am Dienstag entschieden, unter welchen Umständen eine Zeitung die Namen von Kindern Prominenter nennen darf (Az. VI ZR 304/12). Hintergrund war die Klage der Adoptivtochter eines Fernsehmoderators gegen eine Zeitschrift auf Unterlassung, Name und Alter des Kindes zu nennen. Zwar stellt eine solche Berichterstattung einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Betroffenen dar. Der Name des Kindes war aber ohnehin schon vor ein paar Jahren durch Presseberichte der Öffentlichkeit bekannt geworden. In diesem Fall überwiegt nach Ansicht des Bundesgerichtshofs die Meinungs- und Medienfreiheit der beklagten Zeitung.
Zur Meldung bei Telemedicus.

Landgericht Freiburg: Unternehmen haftet für Facebook-Post seines Mitarbeiters

Ein Unternehmen haftet auch für die private Werbung, die eines seiner Mitarbeiter bei Facebook schaltet. Das hat das LG Freiburg entschieden (Az.: 12 O 83/13). Im konkreten Fall bewarb ein Angestellter eines Autohauses auf Facebook eine Verkaufsaktion. Dabei hatte der Inhaber des Autohauses allerdings keine Kenntnis vom streitigen Post. Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs sah die Werbung als wettbewerbswidrig an und machte gemäß Paragraf 8 Absatz 2 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb den Verstoß geltend – mit Erfolg: Das Landgericht Freiburg sah die wettbewerbsrechtliche Verantwortlichkeit trotz Unkenntnis des Unternehmers als gegeben. Der Paragraf setzt eine Kenntnis des Unternehmers nicht voraus; entscheidend ist allein, dass die streitige Handlung „innerhalb des Betriebsorganismus des Betriebsinhabers begangen worden ist”, so das Landgericht Freiburg.
Das Urteil des LG Freiburg im Volltext.
Ausführliche Besprechung bei rechtzweinull.de.

BGH: Gesteigerte Störerhaftung von Ebay bei eigener Produktwerbung

Einen Portalbetreiber wie Ebay trifft eine gesteigerte Störerhaftung, wenn er eigene Produktwerbung betreibt. In einer jetzt im Volltext erschienenen Entscheidung steckt der BGH erneut den Rahmen für die Störerhaftung ab (Az.: I ZR 216/11). Im konkreten Fall hatte eBay für Verkaufsangebote auf seiner Plattform geworben, die gegen das Urheberrecht verstießen. Das Portal haftet nach Ansicht des BGH, weil es durch die Werbung seine neutrale Stellung verlasse. Das Gericht deutet zugleich an, dass ein Portal wie eBay auch im Hinblick auf Unterlassungsansprüche unter das Haftungsprivileg des Telemediengesetzes fallen kann. Die Rechtsprechung des BGH zur Störerhaftung steht schon seit längerem in der Kritik. Dieser hatte nämlich bislang die gegenteilige Position vertreten und die aus der E-Commerce-Richtlinie abgeleiteten Haftungsprivilegien für unanwendbar auf Unterlassungsansprüche erklärt. Thomas Stadler interpretiert diese aktuelle Entwicklung als schrittweise Kehrtwende.
Zur Besprechung des Urteils auf internet-law.de.

 

Lizenz dieses Artikels: CC BY-NC-SA.

March 29 2013

Kabarett im ZDF: Hacken für Spacken

Der Kabarettist Tobias Mann in der ZDF-Sendung “Neues aus der Anstalt” über einen 120 Jahre alten Minister Friedrich und den Clash zwischen Alltag, Gesetzgebung und Netzpolitik. Desweiteren geht es um den V-Mann als analoges Pendant zum Bundestrojaner, “Hacken für Spacken” und betreutes Twittern mit einem Internet-Zivi für Peer Steinbrück.

March 04 2013

Wochenrückblick: Leistungsschutzrecht, Digiprotect, Heute-App

Der Bundestag beschließt das Leistungsschutzrecht, die Abmahnfirma Digiprotect ist pleite, die „Heute”-App startet und sorgt für Streit zwischen ZDF und Zeitungsverlegern. Außerdem im Wochenrückblick: Jugendschutzsoftware „Kinderserver” und FR-Übernahme.

Bundestag beschließt Leistungsschutzrecht

Am Freitag hat der Bundestag ein Leistungschutzrecht für Presseverlage beschlossen. Das Leistungschutzrecht (LSR) soll die Stellung von Presseverlegern im Internet verbessern; es war und ist heftig umstritten. Erst am Dienstag änderte die Regierungskoalition den Gesetzesentwurf, wonach das Leistungsschutzrecht „einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte” nicht umfassen solle. Während der Großteil der Koalition für das Leistungsschutzrecht stimmte, votierte die Opposition geschlossen dagegen. Zeitgleich fand eine Demonstration gegen das LSR vor dem Brandenburger Tor statt.

Auch nach dem Beschluss des Parlaments ist nicht klar, wie weit das LSR genau reicht. Fraglich ist insbesondere, inwieweit Snippets erfasst werden sollen und ob das LSR nicht etwa gegen europarechtliche Vorgaben verstößt. Der Bundesrat kann noch Einspruch gegen das Leistungsschutzrecht erheben und ein Inkrafttreten damit hinauszögern.
iRights.info: Bundestag beschließt Leistungsschutzrecht für Presseverlage.
Zur Meldung bei Heise online.
Zum Abschluss des LSR bei Internet Law.

Massenabmahner Digiprotect beantragt Insolvenz

Der „Massenabmahner” Digiprotect ist pleite. Das Unternehmen hatte sich noch vor kurzem umbenannt. Jetzt wurde es vom Amtsgericht Frankfurt unter Insolvenzverwaltung gestellt. Digiprotect war dafür bekannt geworden, zahlreiche Nutzer von Tauschbörsen wegen Urheberrechtsverstößen abzumahnen. Ursprünglich war das Unternehmen von Moses Pelham mitbegründet worden und warb mit dem Slogan: „Turn piracy into profit”.
Zur Meldung bei Heise online.
Artikel über Digiprotect bei Internet-Law.
iRights.info: Post vom Anwalt, was tun?

ZDF startet „heute”-App

Das ZDF hat am Donnerstag eine App zu seiner Nachrichtensendung „heute” vorgestellt. Die App bietet Kurznachrichten und Beiträge der heute-Redaktion an und beinhaltet auch einen Nachrichtenticker. Angekündigt war die App schon seit 2011 – wohingegen die Tagesschau-App der ARD seit Dezember 2010 existiert. Wie bei der Tagesschau-App äußerte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger bereits Kritik: Die heute App sei „zu textlastig”. Klärende Gespräche über die App sind für das Frühjahr 2013 angesetzt. Ebenfalls vor kurzem hatte das ZDF damit begonnen sein gesamtes Programm ins Internet zu streamen.
Zur Meldung bei Golem.

Kinderserver: Sicherer Surfraum für die Jüngsten?

Das Bundesfamilienministerium hat am Mittwoch die Software Kinderserver vorgestellt. Die Software soll Kinder auf jedem internetfähigen Gerät schützen können – jeweils auf einem ihrem Alter entsprechenden Niveau. Dies sei bei der Entwicklung des Proxy-Servers die größte Herausforderung gewesen, so Bundesfamilienministerin Schröder. Kinderserver vereine die als tauglich eigestuften Webseiten der Initiative „FragFinn¬ und der Suchmaschine für Kinder „Blinde Kuh¬ mit anderen Webseiten, die das Alterskennzeichen bis 12 Jahre tragen. An dem Konzept, Kinderschutz mittels eines Proxy-Servers umzusetzen, hagelte es aber bereits Kritik: Einem Jugendlichen mit begrenzten Zugriffsrechten sei es u.A. leicht möglich die Umleitung über einen Proxy-Server auszuhebeln und somit den Schutz zu umgehen.
Zur Meldung bei Golem.

Übernahme durch FAZ: Frankfurter Rundschau bleibt eigenständig

Die FAZ darf das ehemalige Vorzeigeblatt Frankfurter Rundschau übernehmen. Dem hat das Bundeskartellamt letzte Woche zugestimmt. Die Frankfurter Rundschau (FR) bleibt auch nach der Übernahme eigenständig. „Als unabhängige Stimme soll die Frankfurter Rundschau auch in Zukunft wesentlich zur Meinungsvielfalt beitragen”, äußerte sich FAZ Geschäftsführer Tobias Trevisan. Für die überwiegende Mehrheit der Belegschaft der FR hat die „Sanierungsfusion” jedoch negative Folgen – sie werden ihren Arbeitsplatz verlieren.
Ausführlich bei Welt online.

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Lizenz dieses Artikels: CC BY-NC-SA. Foto: Peter Tootill, CC BY.

January 14 2013

Wochenrückblick: GEMA vs. Youtube, Rundfunkbeitrag, Datenschutzbeauftragter

Die GEMA hat die Verhandlungen mit Youtube für gescheitert erklärt, die Drogeriekette Rossmann klagt gegen den neuen Rundfunkbeitrag, Piraten-Politikerin Nocun zweifelt an der Una

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June 06 2012

Öffentlich-rechtliches Internetmedium - "Es muss eine Alternative geben"

Um die Grundidee des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu retten, fordern Dokumentarfilmer ein neues Internetmedium.

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May 26 2012

Till Kreutzer zu Gast beim ZDF-Magazin “Aspekte”

iRights-Kollege Till Kreutzer war gestern zu Gast beim ZDF-Magazin Aspekte. Es ging um die Kernfrage: Würden Sie für kulturelle Werke im Internet bezahlen? Ja, so die vom ZDF eingefangenen Stimmen. Kreutzer analysiert danach die aktuellen Debatten im Urheberrecht und fokussiert auf die Frage: “Wie kann man in einer internetbasierten Medienumgebung Geld verdienen?” Die Antwort auf diese Frage ist alles andere als einfach, trotzdem muss sie so schnell wie möglich beantwortet werden.

Auf der Aspekte-Website heißt es zum Beitrag:

Kreutzer ist da im Gegensatz zu vielen anderen Akteuren ein Kulturoptimist durch und durch – für ihn ist klar, dass spätestens in 25 Jahren ein durchgreifender Wandel der Märkte und Geschäftsmodelle vollzogen sein wird. Noch nie werden so viele mit kreativem Schaffen so viel Geld verdient haben wie zu diesem Zeitpunkt.

Den Beitrag kann man gerade in der ZDF-Mediathek ansehen. Ab Minute 14:47 geht es los.

April 10 2012

Wochenrückblick: Offenes WLAN, ACTA-Abstimmung, Hadopi

Der Berliner Senat will das Haftungsrisiko für offene WLANs verringern, es bleibt bei Sommer für die ACTA-Abstimmung im Europäischen Parlament, die Hadopi-Behörde prokla

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March 09 2012

Prof. Holznagel: Medienpolitik ungleich Netzpolitik, Urheberrecht reformieren

Das Urheberrechtsgesetz wird zu restriktiv ausgelegt und ist damit kaum geeignet, die Interessen der Öffentlichkeit angemessen abzubilden. Zu diesem Ergebnis kommen die beiden Münsteraner Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Bernd Holznagel, Direktor des dortigen Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht, sowie sein Kollege Dr. Pascal Schumacher.

In ihrem Blog “digital constitution” haben sie einen spannenden Beitrag veröffentlicht, der auch in der Zeitschrift Funkkorrespondenz erschienen ist. In diesem schildern die beiden Autoren, wie eine zeitgemäße Medienordnung aussehen könnte. Sie berücksichtigen dabei den grundlegenden Strukturwandel der Medien durch das Internet, der eine klare Trennung von Medien- und Netzpolitik zur Folge hat. Ziel der Neuordnung muss laut den Autoren die Ausbalancierung dieser beiden gegensätzlichen Bewegungen sein. Dabei behandeln sie in einem Abschnitt ihres Artikels auch den Bereich des Urheberrechts.

Kritik üben Prof. Dr. Bernd Holznagel und Dr. Pascal Schumacher vor allem an der Ausgestaltung des Urheberrecht in seiner jetzigen Form. Besonders die Interessen der Nutzer würden dabei nicht ausreichend berücksichtigt. Grund dafür sei die dominierende Rolle der Verwertungsindustrie in der Medienlandschaft. Als besondere Konfliktfelder nennen die Rechtswissenschaftler die Ausweitung des Schutzumfanges auf Software und Datenbanken, das Rechte-Buyout bei Urhebern durch Verlage und die Ausdehnung von Schutzfristen.

Dieser medienpolitische Zustand stehe im Konflikt zum an Bedeutung gewinnenden Politikfeld der Netzpolitik. Das Internet spiele dabei eine besondere Rolle. Durch die Möglichkeit der schnellen Interaktion untereinander, verlören klassische Medien an Bedeutung. Internet-Dienste wie Blogs, Facebook oder Twitter sind heutzutage maßgebend für die eigene Meinungsbildung. Klassische Medien können mit den Vorteilen der direkten Kommunikation und der schnellen Verbreitungsgeschwindigkeit von Nachrichten über das Internet, nicht mehr mithalten, so die Autoren.

Mumbai und New York seien dafür Musterbeispiele. Via Twitter informierten Augenzeugen die Weltöffentlichkeit über den Terroranschlag von Mumbai am 26.11.2008 und die Notlandung eines Airbus auf dem Hudson River in New York im Januar 2009. Bevor auch nur die erste Nachrichten-Agentur über einen der beiden Vorfälle berichtete, gab es schon Tausende von Tweets auf Twitter, die erste Fotos und Videos von den Ereignissen zeigten.

Die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung, verändern nicht nur unsere Verhaltensweisen, sondern auch die Bedingungen und Voraussetzungen, in denen das Urheberrecht in unserer Gesellschaft wirkt. Die Folge ist dem Artikel nach ein Konflikt der Netzpolitik mit der Medienpolitik, um den Schutzumfang eines moderneren Urheberrechts. Dies erkläre auch, warum die ARD und das ZDF sich für ACTA ausgesprochen haben und eine Privatisierung der Rechtsdurchsetzung fordern, wie Markus Beckedahl auf Netzpolitik.org kritisierte.

Die ARD-Vorsitzende Monika Piel, sowie ZDF-Intendant Prof. Markus Schächter und weitere Vertreter der Deutschen Content Allianz forderten in einer Pressemitteilung „die Bundesregierung gemeinsam dazu auf, das ACTA-Abkommen zum Schutz vor Internetpiraterie ohne weitere Verzögerung wie bereits beschlossen zu unterzeichnen und mit größerem Nachdruck als bisher eine zukunftsorientierte Reform des Urheberrechtes sowie dessen Schutz im digitalen Zeitalter in Angriff zu nehmen.“ Die Forderungen des öffentlichen Rundfunks sind für die meisten Netzpolitiker nicht akzeptabel, bedeutet ACTA für sie nicht den Schutz von Werken im digitalen Zeitalter, sondern die Einschränkungen der Freiheit im Internet.

Prof. Dr. Holznagel und Dr. Schumacher sind sich sicher, dass es ohne einen Dialog zwischen den beiden Parteien keine Lösung für den Konflikt geben wird. Eine Neuordnung der jetztigen Verhältnisse sei aber zwangsläufig notwendig. Ein Kompromiss scheint aber nicht zum Greifen nah zu sein. Die Proteste gegen ACTA und für ein modernes Urheberrecht, sowie die drastischen Reaktionen der Verlegerverbände auf Kritik am Koalitionsbeschluss über das Leistungsschutzrecht und Forderungen zeigen, wie verhärtet die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern einer Modernisierung des Urheberrechts sind.

February 05 2012

Betr.: Kostenlose Tagesschau App – Der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger will das nicht.

Und ARD und ZDF drohen einzuknicken. Die Verleger haben offensichtlich ihre Finger auch in der Willensbildung ihrer Konkurrenz. Das kann niemand gefallen, die/der eine lebendige Medienlandschaft als wichtig für unsere Demokratie betrachtet. Dazu ein Beitrag von Erika Fuchs.

Wer hat Angst vorm BDZV?

Von Erika Fuchs

Verstehe einer die öffentlich-rechtlichen Sender! Da wird in Deutschland die Talfahrt des Qualitätsjournalismus bei Zeitungen beklagt – und ARD und ZDF agieren weiterhin so als ginge sie das gar nichts an. Statt die Lücke zu nutzen, die die Verleger ihnen publizistisch öffnen, handeln sie weiterhin so passiv als müssten sie sich dafür entschuldigen, dass es sie überhaupt gibt.

Aktuelles Beispiel: der Streit um die Tageschau App. Den Verlegern passt es nicht, dass es der ARD gelungen ist, auf dem Zukunftsmarkt der so genannten mobilen Anwendungen eines der populärsten Produkte entwickelt zu haben. Die kostenlose Tagesschau App ermöglicht es jedem, der ein Smartphone oder einen so genannten Tablet Computer wie das I-Pad besitzt, nicht nur die Tagesschau zu sehen, sondern auch einzelne Beiträge abzurufen und die dazu gehörenden Texte zu lesen. Die Verleger halten das – wen wunderts – für Wettbewerbsverzerrung. Deshalb klagen sie zurzeit vor dem Landgericht Köln und berufen sich darauf, dass ARD und ZDF keine „elektronische Presse“ betreiben dürften. Juristisch betrachtet, haben die Öffentlich-Rechtlichen bei diesem Streit die weitaus besseren Karten. Zum einen ist die Tagesschau App nur eine technische Weiterentwicklung des Internet-Angebots Tagesschau.de, das seit Jahren unbeanstandet existiert. Zum anderen besitzen sie eine verfassungsrechtlich bestätigte Bestands – und Entwicklungsgarantie. Da das Internet die Trennung zwischen den herkömmlichen Medien Rundfunk und Print ohnehin aufhebt, ist es per se sinnlos, ARD und ZDF auf Bilder zu beschränken. Zudem lässt es sich mit Fug und Recht als Betrug am Gebührenzahler bezeichnen, dass die Sender auf Druck der Verleger hin ihre Angebote im Netz nach einer gewissen Zeit wieder löschen müssen.

So weit, so simpel. Nun machte allerdings die taz letzte Woche bekannt, dass Verleger und Öffentlich-Rechtliche einen Entwurf entwickelt haben. Tenor: ARD und ZDF beschränken sich hauptsächlich auf Video und Audio, die Verleger auf Text. Zurück also in die Medien-Steinzeit! Zudem wollen sich die Sender in Zukunft aus der lokalen Berichterstattung möglichst zurückziehen – gerade so als hätten wir nicht seit Jahren eine Zeitungskonzentration, die den Leser auf Gedeih und Verderb an sein Monopolblatt fesselt.

Noch ist dieser Entwurf nur ein Entwurf. Erschreckend ist es aber trotzdem, dass er überhaupt in dieser Form verfasst werden konnte. Dass der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger eine starke Lobby in der Politik hat, ist bekannt. Dass er bei ARD und ZDF, deren journalistische Angebote er immer wieder begrenzen will, einen großen Stein im Brett hat, kann niemandem gefallen, der eine lebendige Medienlandschaft als wichtig für unsere Demokratie betrachtet.

Tags: ARD ZDF

May 12 2011

January 12 2011

ZDF: „Aufstand der Jungen“ – genauer betrachtet, eine Kritik am herrschenden Kurs

Man nehme die eindimensionalen Fortschreibungen der Untergangspropheten des Sozialstaats, wie etwa die von Meinhard Miegel, schreibe deren apokalyptischen Vorhersagen in ein Drehbuch und konstruiere darum eine abstruse Geschichte eines „Millenniumkindes“, das im Jahre 2030 gleich zweimal untertauchen musste und dann von einer auf der Sonnenseite des Systems lebenden gleichaltrigen Freundin gesucht wird. Und man nenne dann diesen abstrusen Film „Doku-Fiction“. Abschließend erklärt man noch bedeutungsschwer den ganzen Unsinn als die „Geschichte einer Generation“, die so verlaufen könne, aber nicht müsse, „wenn jetzt die richtigen Entscheidungen getroffen werden“. Von Wolfgang Lieb

Die „Doku“ lässt keine Parole der Alarmisten aus: die „Rentenfalle“ in die junge Leute gerieten, weil sie gleichzeitig für die Alten bezahlen und für sich selbst privat vorsorgen müssten; nach 35 Jahren Einzahlung in die Pflegeversicherung bleibe nur noch die Grundversorgung; die Erben von Pflegebedürftigen oder Kranken erbten nur noch Schulden; Krankheiten müssen verschwiegen werden, um die Beitragssätze niedrig zu halten; prädikative Diagnostik senkt den Beitrag zur Krankersicherung; Kliniken suchen sich nur noch die Patienten aus, die zahlen können; Operationen in städtischen Kliniken, die noch alle aufnehmen müssen, werden verschoben, bis dass die Patienten sterben; drastisch erhöhte Studiengebühren zwingen die Studierenden, zum Studium nach Indien auszuwandern; die Schule kann nur noch mit teurer privater Nachhilfe bewältigt und mit einer Erbschaft finanziert werden; die Mittelschicht stürzt ab; Festangestellte werden wegen der Konkurrenz aus Indien in Tochterfirmen als freie Mitarbeiter oder als Zeitarbeiter mit 2.50 Euro ausgelagert; es entstehen „Arbeitsnomaden“; Stadtteile werden zu No-Go-Areas von Untergetauchten mit eigenen Gesetzen und einer eigenen Subsistenzwirtschaft; die Illegalen trauen sich wegen der Videoüberwachung nicht mehr zu den Discountern und kaufen überteuerte Waren und rezeptpflichtige Medikamente bei Schwarzhändlern.

Um der Geschichte überhaupt einen roten Faden zu geben, wird das zweifache Untertauchen des Doku-Helden damit erklärt, dass er sich in die totalüberwachende zentrale Datenbank einhacken wollte, um Krankenversicherungspolicen für seine krebskranke Frau zu fälschen. Was bei seiner Verfolgung durch ein Sondereinsatzkommando zu tödlichen Schussverletzungen führt, wird nach der Rückholung des Helden durch seine Freundin ins gutbürgerliche Leben, dann – des Happy-Ends zu liebe – nur noch mit einer harmlosen zweijährigen Bewährungsstrafe aufgefangen. Ein Schluss, der genauso unschlüssig ist, wie die ganze sog. Doku-Fiction.

Die schwersten sozialen Unruhen „seit Bestehen der Bundesrepublik“ brechen in vielen Städten aus, selbst die Bewohner der besseren Stadtteile ereilt „Todesangst“. „Aus einem Generationenkonflikt ist ein Klassenkonflikt geworden“, wir dann aus dem Pulverdampf der Straßenkämpfe verkündet. Und als Erklärung für die ganze Katastrophe kommt dann die klassische Antwort der Katastrophisten: Das alles sei „der Preis für die jahrelang versäumten Sozialreformen“.

Zwar wurden im Hintergrundtext an zahlreichen Stellen, ohne Zusammenhang mit den filmischen Szenen, immer wieder so Sätze eingeworfen, wie etwa der „Solidarpakt sei in den Trümmern untergegangen“ oder es wurde über den „Generationenvertrag“ oder den „langsamen Abstieg der Mittelschicht“ geschwafelt. Der Film hat an kaum einer Stelle den Zusammenhang zwischen einer angeblich schrumpfenden und vergreisenden Gesellschaft, mit dem „Aufstand der Jungen“ herstellen können. Im Gegenteil: die nach dem Verbleib des Helden recherchierenden Damen haben versinnbildlicht, dass es sich auch 2030 für die Oberschicht noch ganz gut leben lässt. Sie werden Gesellschafter von Beraterbüros oder Fernsehjournalistinnen, kleiden sich in modischem Outlook und fahren Sportwagen (lächerlich wirkende Volkswagen Prototypen). Und das High-Life geht offenbar auch nach dem „Aufstand“ fröhlich weiter.

Wohl eher unfreiwillig und geradezu konträr zur Absicht der Autoren wurde in dem Film, wenn man genauer hinschaut, eigentlich dargestellt, was uns blühen könnte, wenn der schon derzeit eingeschlagene politische Kurs beibehalten wird. Folgt man dem Film „muss“ die Bundesregierung (trotz aller derzeitigen „Konsolidierung“) tiefe Einschnitte vornehmen, die gesetzliche Rente wird vollends abgeschafft, die private Rentenversicherung rechnet sich ausschließlich für hohe Einkommen, die Pflegeversicherung reicht nur noch für die Grundversorgung, der Einstieg in die Studiengebühren war nur der Anfang für eine drastische Erhöhung, prekäre Arbeit weitet sich noch weiter aus. Usw. usf. All das, was in diesem Film zum „Aufstand führt“, ist mit der „Reformpolitik“ der letzten Jahre angelegt und vorgezeichnet.
Wenn man diese „Doku-Fiktion“ also nur ein bisschen mit einem kritischen Auge auf die zurückliegenden Entscheidungen auf den Feldern der Renten-, Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik betrachtet, könnte man auch sagen, dieser Film führt vor, was bei einer Fortsetzung und Intensivierung des neoliberalen politischen Kurses in zwei Jahrzehnten herauskommt.

Offenbar hat das ZDF erkannt, dass die Sache mit dem „Generationenkonflikt“ in dem Film eigentlich gar nicht vorkommt. Sonst hätte man sich die aufdringlichen Interpretationsvorgaben um diese „Doku-Fiction“ herum wohl auch erspart. Die Vorgabe der Bortschaften wirkt so aufdringlich, als hätte das ZDF Angst, dass der Film womöglich als massive Kritik am bestehenden Kurs verstanden werden könnte.

So resümiert schon die Inhaltsbeschreibung: „Die Geschichte von Tim Burdenski zeigt einen jungen Menschen als Opfer eines Staates, der keine Vorsorge betrieben hat und jetzt, im Jahr 2030, durch die hohen Kosten für Renten, Alters- und Gesundheitsversorgung der jungen Generation die Luft zum Atmen nimmt.
Da musste das ZDF in den tatsächlichen Ablauf der Story ganz schön viel hineindichten, um zu diesem Fazit zu kommen. Wo der Held doch an den Studiengebühren scheitert ein Studium aufzunehmen und trotz seiner Begabung aus einer Festanstellung entlassen wird und als Billiglöhner wieder eingestellt wird und deswegen seine Krankenkassenbeiträge zu senken versuchen muss. Was sollte diese Biografie mit der „Vergreisung“ der Gesellschaft zu tun haben?

Oder nehmen wir die ZDF-Rubriken „Tipp Interaktiv, Wie werden wir leben? – Thesen zur Gesellschaft von morgen“: Da werden etwa in der Rubrik Rente der eindimensionale Blick [PDF - 183 KB] die Kaffeesatzleserei aus den Modellrechnungen über die demografische Entwicklung angeboten. Mit der platten Werbebotschaft: „Private Vorsorge heißt das Gegenmodell. Junge Leute sollen Kapital für ihr Alter ansparen. Mit der Riester-Reform ist diese zweite Säule der Altersversorgung bereits auf den Weg gebracht.“ Aus dem Film selbst kann man eigentlich nur die Botschaft entnehmen, dass die Pflegeversicherung (bei der Oma des Helden) kaputt gemacht worden ist und die Gesundheitsversorgung davon abhängt, wie viel (Zusatzversicherungen) man zahlen kann (auch wenn man privat versichert ist).

Da wird dann wahrheitswidrig in der Rubrik Pflege einfach behauptet: „Die Pflegeversicherung gilt bereits jetzt als pleite“. Dabei meldete jüngst sogar das Bundesgesundheitsministerium: „Aktuelle Berichte, die finanzielle Lage der Pflegeversicherung habe sich verschlechtert, treffen nicht zu. Durch die steigenden Beschäftigtenzahlen hat sich die Einnahmesituation der Pflegeversicherung deutlich besser entwickelt. So ist auch für 2010 ein Überschuss zu erwarten. Entgegen bisheriger Einschätzung werden die Rücklagen der Pflegeversicherung daher länger reichen.“ Nach neuen Berechnungen steigt der Beitrag im Jahr 2014 von 1,95 Prozent auf 2,1 Prozent und bis zum Jahr 2050 auf 2,8 Prozent. (Siehe dazu auch: Zu laut, aber richtig)

Schon in der Vorankündigung versuchte das ZDF das Publikum und die anderen Medien darauf einzustimmen, dass der Film die Botschaft habe, dass die junge Generation aufgrund des demografischen Wandels zu den „Verlierern“ gehöre, damit bloß niemand auf den falschen Gedanken kommen könnte, der Film sei eine Kritik an der herrschenden Politik.
So ist das halt beim ZDF, bei dem der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch bestimmen kann, wer ihm ein angenehmer Chefredakteur ist. Es ist und bleibt ein Propagandasender für den herrschenden konservativen Kurs. Das war auch beim Vorläufer dieses teuren Machwerks, beim „Aufstand der Alten“ schon so.

Tags: ZDF

January 10 2011

Leidet die junge Generation unter dem demographischen Wandel oder unter vielen anderen politischen Fehlentscheidungen?

Die öffentlich-rechtlich betriebene Volksverdummung in Sachen Demographie geht weiter. Morgen, am 11. Januar um 20:15 Uhr, also zur besten Sendezeit, läuft im ZDF der Film „2030 – Aufstand der Jungen“ Im Ankündigungstext (siehe Anlage) ist von „Verlierern der Gesellschaft“ die Rede, die „die immer schwerer wiegende Last, die ihnen der demographische Wandel aufgebürdet hat, nicht mehr schultern können“. Sie seien Opfer eines Staates, der keine ausreichende Vorsorge getroffen habe. Die hohen Kosten für Renten-, Alters und Gesundheitsversorgung nehme den Jungen die Luft zum Atmen. – Das sind Glaubenssätze, die vermutlich viele Menschen und darunter auch solche, die sich für besonders intelligent halten, glauben. Albrecht Müller.

Es besteht für mich kein Zweifel, dass die Generation der heute Jungen – wie es 2030 sein wird, weiß keiner, auch nicht das ZDF – in vieler Hinsicht schlechter dran ist, als meine Generation in den sechziger Jahren war:

Ihre Berufschancen sind oft geringer als zum Beispiel 1965 mit einem guten Ausbildungs-Abschluss.

Sie erhalten oft keinen sicheren und sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. Leiharbeit und Niedriglöhne sind an der Tagesordnung.
Die solidarische Sicherung gegen die Risiken des Lebens ist merklich eingedampft.

Insbesondere ist die Leistungsfähigkeit und das Vertrauen in die Arbeitslosenversicherung zerstört worden und durch die Hartz-IV-Regelung ersetzt worden.
Die Gefahren ökologischer Belastungen und der Klimaveränderung sind gewachsen.

Öffentliche Leistungen sind in einigen Bereichen zurückgefahren worden. Darunter leiden insbesondere Familien und noch mehr Menschen, die finanziell gleichgestellt sind.

Wir führen wieder Krieg.

Viele Privatisierungen öffentlicher Unternehmen und öffentlichen Eigentums sind uns teuer zu stehen gekommen und belasten über wachsende Gebühren der privaten Unternehmen auch künftige Generationen.

Die Einkommensverteilung und Vermögensverteilung hat sich weiter verschlechtert. Die Spaltung unserer Gesellschaft ist markant.

Politische Beteiligung scheint sich nicht zu lohnen. Das Vertrauen in die demokratischen Verhältnisse schwindet – mit einem gewissen Recht.

Wenn Jüngere ehrlich sind, dann gestehen sie ein, dass sich auch manches zum Besseren verändert hat. Die Bildungssysteme sind immer noch durchlässiger als in den Fünfzigern. Der Umgang unter den Geschlechtern hat sich wesentlich verändert, positiv, wie ich meine. Der durchschnittliche Lebensstandard ist gestiegen und nicht gesunken. Die Arbeitsproduktivität ist beträchtlich gewachsen. Die Chance, sich außerhalb des eigenen Landes zu bilden und fortzubilden ist vermutlich sehr gestiegen. Usw.

Dennoch, die jüngere Generation lebt heute und möglicherweise auch in 20 Jahren, wenn die politischen Fehler weitergemacht werden, in geringerer sozialer Sicherheit und mit größeren Sorgen um den Arbeitsplatz. Ob sie „eine immer schwerer wiegende Last“ zu tragen haben, wie es im Ankündigungstext heißt, ist ungewiss und eher zu bezweifeln. Es ist auch deshalb zu bezweifeln, weil die heute arbeitende und die Rentnergeneration insgesamt in Deutschland eine so hohe Sparrate hinlegen, dass man keinesfalls behaupten kann, diese Generationen lebten auf Kosten der nachwachsenden Generation. Diese gesamtwirtschaftliche Betrachtung ist den öffentlich-rechtlichen Filmemachern offenbar völlig fremd.

Aber einmal unterstellt, die Behauptung von der „schwerer wiegenden Last“ der künftig Jungen stimme, zu behaupten, diese werde ihnen vom „demographischen Wandel aufgebürdet“, ist schlicht Unsinn. Sie ist durch nichts belegt. Sie ist Ergebnis einer primitiven Denkweise. Es wird eine partielle Veränderung diagnostiziert und dieser dann die gesamten Missstände zugeschrieben. Es wird außerdem völlig ausgeblendet, wie der demographische Wandel zu andern Zeiten war.

Der demographische Wandel war im letzten Jahrhundert rasanter als heute. Die Alterung nahm gewaltig zu. Die Relation von arbeitender Bevölkerung bzw. arbeitsfähiger Bevölkerung zu der Rentnergeneration und der Kindergeneration hat sich laufend zulasten der arbeitsfähigen Generation verändert. Hinzu kamen die beiden Weltkriege und die Vereinigung beider Teile Deutschlands mit speziellen Belastungen bzw. Verschiebungen. Es kamen Flüchtlingsströme und Aussiedlerbewegungen. Es ist nicht absehbar, dass in den nächsten 20 Jahren nun gerade aus dem demographischen Wandel besondere Belastungen hervor wachsen sollten. Und dennoch wird dieser Unsinn offensichtlich von Drehbuchautoren, Filmemachern und einem weiten Teil der Medienverantwortlichen und Medienmachern geteilt. Irgendwie haben wir neben dem Schwund der Arbeitsplatzsicherheit auch einen Schwund des geistigen Vermögens und der kritischen Kraft. Andernfalls müssten die Programmverantwortlichen des ZDF und die Macher eines Stückes wie „2030 – Aufstand der Jungen“ doch merken, dass ihre Verknüpfung von Schwierigkeiten der Jungen mit dem demographischen Wandel hinten und vorn nicht stimmt:

Die Verschlechterung der Arbeitsplatz- und Berufschancen junger Menschen folgt nicht aus dem demographischen Wandel, sondern aus der Unfähigkeit und dem Unwillen zu einer makroökonomisch vernünftigen Politik. Die Politik hat versagt. Sie hat den Aufbau einer Reservearmee an Arbeitslosigkeit zugelassen und damit das Gewicht der Arbeitssuchenden auf dem Arbeitsmarkt durchgehend zugunsten der Arbeitsplatzanbieter geschwächt.

Die Stagnation der Löhne und die Verschiebung der Einkommensverteilung zu Gunsten der Vermögens- und Gewinnseinkommen folgt aus der Weigerung der politisch Verantwortlichen, anzuerkennen, dass die Löhne mindestens im Rahmen des Produktivitätsfortschritts steigen dürfen und sollten. Die skandalöse und folgenreiche Auseinanderentwicklung der Löhne und der Lohnnebenkosten in Europa ist doch nicht die Folge des demographischen Wandels, sondern die Folge einer irren Fixierung der deutschen Bundesregierung auf Exportüberschuss.

Die Erosion der Normalarbeitsverhältnisse, der Ausbau des Niedriglohnsektors und der Leiharbeit sind die Folgen bewusster politischer Entscheidungen, deren sich Politiker wie Gerhard Schröder sogar noch rühmen und von denen Politiker wie Wolfgang Clement profitieren.

Die enorme Last, die auf die junge Generation durch den Bankenrettungsschirm zukommt, hat nicht einmal ein Fitzelchen mit dem demographischen Wandel zu tun.

Die gesetzliche Rente und die anderen solidarischen Sicherungssysteme sind bewusst der Erosion preisgegeben worden, damit den privaten Interessen der Versicherungskonzerne und der Banken Geschäftsfelder eröffnet werden. Ich verweise in diesem Kontext auf den Film Rentenangst der ARD, wo gezeigt wird, dass sich der einschlägige Interessenvertreter Professor Raffelhüschen dieser bewussten Erosion des Vertrauens in die gesetzliche Rente durch Minderung ihrer Leistungsfähigkeit auch noch rühmt. Und ich verweise auf die am 12. Januar laufende Dokumentation in der ARD über die Machenschaften des Finanzdienstleisters Maschmeyer und seiner Helfer in Politik und Wissenschaft. Siehe hier.

Niemand hat die Bundesregierung dazu gezwungen, den sozialen Sicherungssystemen versicherungsfremde Leistungen aufzubürden, wie das Anfang der Neunzigerjahre massiv geschehen ist. Niemand hat die Bundesregierung gezwungen, den Beitragssatz der gesetzlichen Rente unter 20 % festzuhalten. Wäre das nicht geschehen, dann hätte die jetzige Generation einen etwas höheren Beitrag für die sozialen Sicherungssysteme geleistet, statt in die Privatvorsorge gezwängt zu werden.

Diese politischen Fehlentscheidungen haben mit dem demographischen Wandel nichts zu tun. Ihm wird das Elend zugeschrieben. Das ist aber schlicht die Folge von mangelnder Übersicht, von mangelnder Intelligenz oder von Einbindung in die Interessen der Versicherungswirtschaft und der Banken. Sie haben ein Interesse an der Verbreitung von Unsicherheit, sie haben ein Interesse daran, den Jüngeren jeden Tag neu einzutrichtern, sie würden von den Alten benachteiligt und ihnen bliebe nur noch die Chance, privat vorzusorgen. Vielleicht ist das auch die direkt ausgesprochene Botschaft des Films im ZDF. Das werden wir sehen. Der Ankündigungstext reicht jedenfalls für einen lauten Protest gegen diese Dummheit und für eine laute Klage über die Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Er sollte aufklären, statt einer dumpfen Dummheit nachzulaufen. Dass diese Dummheit weit verbreitet ist, gebe ich zu.

Anlage:

Original Ankündigung des ZDF

2030 – Aufstand der Jungen
Berlin im Jahr 2030. Ein junger Mann schleppt sich schwer verletzt über den Gendarmenmarkt. Eine Passantin ruft einen Krankenwagen und in einer Not-Operation versucht man, das Leben Tim Burdenskis (Barnaby Metschurat) zu retten. Wenig später wird er jedoch für tot erklärt. Die junge Journalistin Lena Bach (Bettina Zimmermann) beginnt zu recherchieren, denn der 30-jährige Tim Burdenski war kein Unbekannter. Viele kennen ihn als “Millenniumskind”. Sein Leben – und das neun weiterer Kinder – wird seit der Geburt am 01. Januar 2000 vom Fernsehen in einer Langzeitdokumentation begleitet.

Nach Tims Tod teilt die Staatsanwaltschaft der Öffentlichkeit mit, dass er beim Versuch, in den nationalen Datenserver einzudringen, ertappt und auf der Flucht erschossen wurde. Was könnte Tim zu dieser Tat bewogen haben? Noch mysteriöser wird das Ganze, als ein weiteres Millenniumskind auftaucht: Tims langjährige Freundin Sophie Schäfer (Lavinia Wilson) behauptet, Tim sei gar nicht tot, sie habe einen Anruf von ihm erhalten. Als Lena zudem erfährt, dass Tims Leiche ohne Obduktionsbericht dem Krematorium übergeben wurde, beschließt sie, den Fall weiter zu verfolgen.

Mit Hilfe der Langzeitdokumentation versucht sich Lena ein Bild von Tims Leben zu machen und stößt dabei auf immer mehr Ungereimtheiten. Zusammen mit Sophie findet sie heraus, dass Tim, entgegen der Darstellung im Fernsehen, offenbar in bedrückender Armut lebte und hoch verschuldet war. Sophie, eine erfolgreiche junge Unternehmerin, ist schockiert. Sie und Tim waren als Jugendliche ein Liebespaar.

Während Sophie sorglos im Ausland studierte, konnte sich Tim ein Studium nicht leisten. Als Grafikdesigner hatte er zunächst eine Festanstellung, wurde dann aber, wie so viele andere auch, betriebsbedingt gekündigt und hielt sich mit zahlreichen Nebenjobs über Wasser. Offenbar schämte er sich und vertuschte seine Mittellosigkeit. Als schließlich Tims geliebte Oma zum Pflegefall wurde und die Familie einen großen Teil der Pflegekosten tragen musste, schnappte die Schuldenfalle endgültig zu. Wie konnte es soweit kommen?

Als Lena und Sophie immer mehr Hinweise erhalten, Tim sei möglicherweise doch noch am Leben, beginnt eine verzweifelte Suche, die die beiden Frauen in das Ghetto “Höllenberg” führt. Hier haben sich die Verlierer der Gesellschaft gesammelt, Menschen, die die immer schwerer wiegende Last, die ihnen der demografische Wandel aufgebürdet hat, nicht mehr schultern können.

Als gewalttätige Unruhen ausbrechen, wird das Schicksal Tim Burdenskis in seinem ganzen politischen Ausmaß sichtbar. Er wurde, wie so viele Menschen seiner Generation, Opfer eines Staates, der keine ausreichende Vorsorge getroffen hat und jetzt, im Jahr 2030, durch die hohen Kosten für Renten-, Alters- und Gesundheitsversorgung den Jungen die Luft zum Atmen nimmt.

Mit “2030 – Aufstand der Jungen” zeigt das ZDF seine zweite Produktion des Doku-Fiction-Formates. Schon der preisgekrönte Dreiteiler “2030 – Aufstand der Alten” hatte für ein beachtliches Medienecho gesorgt. Die fiktive Geschichte spielt in einer Zukunft, deren Rahmenbedingungen von Fakten der gesellschaftspolitischen Forschung untermauert sind und auf wissenschaftlich fundierten Prognosen beruhen. Ein Spiel mit Fakten also, das ein politisch brisantes Dauerthema spannend und informativ aufbereitet.

Film von Jörg Lühdorff
 
Sendungsinformationen

Regie: Jörg Lühdorff

Kamera: Konstantin Kröning

Musik: Oliver Biehler

Darsteller:

  • Lena Bach – Bettina Zimmermann
  • Sophie Schäfer – Lavinia Wilson
  • Tim Burdenski – Barnaby Metschurat
  • Paula Burdenski – Kathrin von Steinburg
  • Vincent Fischer – Ralph Herforth
  • - u.a.

September 20 2010

Gegen Kinderpornografie und lästige Details

Wer sich vertiefter mit der Frage befasst hat, ob sog. Access-Blockaden zur Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet sinnvoll und rechtmäßig sind, muss sich über ein Fernsehinterview wie es das ZDF gestern ausgestrahlt hat, zumindest wundern. Was (juristisch) gegen “Netzsperren” spricht, habe ich im letzten Jahr für den AK Zensur in einem Brief an den Bundespräsidenten ausführlich erläutert.

Der Fernsehjournalist Peter Hahne hat in seiner Sendung Stephanie zu Guttenberg interviewt und mit der Frau des Verteidigungsministers über ihre Rolle als Präsidentin des Kinderschutzvereins “Innocence in Danger” gesprochen. Einen Schwerpunkt bildete auch die Bekämpfung der Kinderpornografie im Internet. Leider wurde hierbei einmal mehr gezielt auf Emotionen gesetzt, unter Ausblendung der Fakten. Mit keinem Wort erwähnt Hahne, dass die Mehrzahl der Experten dem Konzept der Zugangserschwerung skeptisch bis ablehnend gegenüber steht, sondern beklagt lediglich, die Politik würde nicht entschlossen genug handeln.

Dass sich eine solche Technik für diejenigen anbietet, die Netzsperren befürworten, hat Ursula von der Leyen im letzten Wahlkampf schon demonstriert. Denn das Thema Kinderpornografie lässt sich wie kein zweites instrumentalisieren. Dass diese Technik aber auch in vermeintlich journalistischen Formaten zum Einsatz kommt, zeigt, wie tief das ZDF in dieser Hinsicht mittlerweile gesunken ist. Brillant analysiert hat das einmal mehr Stefan Niggemeier im Fernsehblog der FAZ.

Reposted bykrekk krekk

March 11 2010

02mydafsoup-01
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ZDF Aspekte 20100311 - Marina Abramovic ist eine lebende Legende. Mit ihren Performances schreibt sie Kunstgeschichte. Peter Schiering hat sie vor der Eröffnung ihrer großen Retrospektive im New Yorker MoMa getroffen.

March 05 2010

02mydafsoup-01
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ZDF: Neues aus der Anstalt 32 - 20100223

- 100 Tage Schwarz-Gelb
- "Die Bunte" Qualitätsjournalismus - Hofberichterstattung
- die FDP kann man nicht kaufen, die kann man nur mieten
- mit Rüttgers ins Séparée am Landesparteitag der CDU
- Westerwelle und die schweigende Mehrheit
- USA: White Trash
- Traunstein - körperliche Abmahnung: berentete Kleinanleger & der luftschnappende Anlageberater
- nachdenken: sinnvolle Gewaltkriminalität & Selbstjustiz

(Inhaltsangabe: oanth)

December 10 2009

Peter Frey – ein weiterer Machtzuwachs für das ZK und für Bertelsmann

Frey ist wohl der Favorit für die Nachfolge Brenders als Chefredakteur des ZDF. An seinem Beispiel wird sichtbar, wie unzureichend die Forderung nach Politikferne der öffentlich-rechtlichen Sender ist. An ihm kann man nämlich zeigen, dass der Einfluss anderer Gruppen und Interessen möglicherweise viel kritischer zu betrachtende Einflüsse auf ARD und ZDF sind. Albrecht Müller.
Tags: ZDF

October 13 2008

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