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February 01 2013

Zusammenarbeit für offene Wissenschaftsdaten

Wissenschaftliche Organisationen weltweit diskutieren über den offenen Zugang zu Forschungsdaten.

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January 23 2013

Open Metrics: Jenseits des Zitatkartells

Viele Wissenschaftler sympathisieren mit Open Access, dem freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen.

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November 28 2012

Deutsche Digitale Bibliothek geht online

Fünf Jahre hat der Aufbau gedauert. Seit heute ist die  Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) mit einer Testversion im Netz.

Die DDB  verknüpft 5.6 Millionen Datensätze aus 90 Bibliotheken, Museen, Archiven, Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen. Darunter finden sich zum Beispiel Jugend-Fotos von Bundestrainer Joachim Löw, Symphonien von Mozart und Verhandlungsprotokolle des deutschen Reichstags. Die Beta-Version findet sich unter: http://beta.deutsche-digitale-bibliothek.de/.

Bis zu 30.000 Einrichtungen sollen schließlich vernetzt werden. Der Regelbetrieb startet 2013. Die DDB ist eingebunden in die europäische digitale Bibliothek Europeana. Bund, Länder und Kommunen finanzieren die DDB gemeinsam. Für den Aufbau der Infrastruktur stehen 8 Millionen Euro zur Verfügung, für den Betrieb zunächst 2,6 Millionen Euro jährlich.

October 22 2012

Open Access Week mit Podiumsdiskussion am Dienstag in Berlin

Heute beginnt die Open Access Week, eine seit 2008 stattfindende Aktionswoche, die für den freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen wirbt. Nach eigenen Angaben findet sie „überall”, also international statt und ist übrigens nicht zu verwechseln mit den Ende September in Wien abgehaltenen Open-Access-Tagen.

In Berlin gibt es zum Thema am Dienstagabend eine Podiumsdiskussion, die sich mit „Chancen und Herausforderungen” von Open Science beschäftigt. Damit ist neben Open Access im engeren Sinn auch die dauerhafte Zugänglichkeit von Forschungsdaten und der Einsatz des Web 2.0 in der Wissenschaft gemeint.

Aus dem Programm:

Wann: am Dienstag, den 23.Oktober 2012 ab 18 Uhr
Wo: Auditorium des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums der Humboldt-Universität zu Berlin
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Begrüßung durch Dr. Andreas Degkwitz (Humboldt-Universität zu Berlin)

Einführungsreferat: Prof. Dr. Martin Grötschel (Zuse-Institut Berlin, Technische Universität Berlin)
Moderation: Prof. Dr. Peter Schirmbacher (Humboldt-Universität zu Berlin)

Die Teilnehmer:

Dr. Christoph Bruch (Helmholtz-Gemeinschaft)
Prof. Dr. Ortwin Dally (Deutsches Archäologisches Institut)
Dr. Andreas Degkwitz (UB der Humboldt-Universität zu Berlin)
Prof. Dr. Martin Grötschel (Technische Universität Berlin)
Dr. Jeanette Hofmann (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung)
Dr. Angelika Lex (Elsevier)
Dr. Anne Lipp (Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Veranstaltet wird das Podium vom Open-Access-Büro der Helmholtz-Gemeinschaft, dem Institut für Bibliotheks- und Informations­wissenschaften der HU Berlin und anderen Berliner Hochschuleinrichtungen.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Open Access Week gibt es diese Woche unter anderem auch in Dresden und Hannover.

October 15 2012

Digitales Zeitalter: Grüne suchen neuen Gesellschaftsvertrag

Die Bundestagsfraktion der Grünen lädt am Wochenende (Sa., 20.Oktober) zum netzpolitischen Kongress im Paul-Löbe-Haus des Bundestages in Berlin. Unter dem Titel “Ein Gesellschaftsvertrag für das digitale Zeitalter” geht es um Fragen wie  nachhaltige IT (Öko-Smartphone?), Urheberrecht und Wissenschaft, Netzneutralität, Datenschutz, die “Konsequenzen der ständigen Erreichbarkeit”, Frauen im Netz und ‘Open Data’ in den Kommunen.

Die erste ‘Keynote’ gibt der US-Urheberrechtsexperte Lawrence Lessing, Gründer der Creative Commons Initiative und Mitglied der Electronic Frontier Foundation. Auch Kulturpolitikerinnen wie Agnes Krumwiede (MdB / Grüne) und Kulturschaffende wie der Musiker Philipp Grütering (Deichkind) sind vertreten.

In einem Workshop beschäftigen sich Leonhard Dobusch (FU Berlin),  Joerg Heidrich (Justiziar Heise-Verlag) und Philipp Otto (iRights.info) mit dem Thema “Das Urheberrecht im Internet: Zwischen Partikularinteressen, offenen Lizenzen und gesellschaftlichem Ausgleich”.

Alle Informationen zur Anmeldung und das Programm gibt es hier. Anmeldeschluss ist der 17.Oktober.

September 24 2012

Hoeren-Skript zum Internetrecht in neuer Fassung erschienen

Man kann die Uhr nach stellen: Thomas Hoerens Skript zum Internetrecht ist pünktlich zum Wintersemester an der Uni Münster in aktualisierter Fassung erschienen. Neben dem Urheberrecht behandelt es auf 559 Seiten Domainrecht, Verträge und AGB, Werbung und Marketing, Datenschutz sowie haftungs- und strafrechtliche Fragen. Hier gibt es das PDF.

Daneben ist auch das Skript zum IT-Vertragsrecht überarbeitet worden. Für beide kostenlosen Skripte kann man übrigens an die Kaffeekasse des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht spenden – Infos dazu direkt im Skript.

September 12 2012

Offene Archive und Open Science – O-Töne aus Linz (Ars Electronica)

Was für ein Traum: Alle öffentlich finanzierten Fernsehsendungen und Radiobeiträge frei verfügbar im Netz. Unbegrenzter Online-Zugang zu den Bibliotheks-Archiven und den Erkenntnissen der Universitäten. Was steht dem eigentlich dagegen?

Wer die Themenschwerpunkte “Digitale Archive” und “Open Science” auf  der Ars Electronica Anfang September in Linz verpasst hat, dem bietet ein Radiofeature des ORF nachträglich den gedanklichen Einstieg – unter anderem mit O-Tönen von Till Kreutzer (iRights).

Auch die Vorträge der Konferenz Archivia 12 im Rahmen der Ars Electronica sind online verfügbar. Nachzuhören sind:

  • Manfred Faßler:  “Archivieren ist nicht gleich Wissen. Oder: Wissen ist kein Geschenk eines Automaten” . Über den Wandel der Wissenskulturen und -infrastrukturen im Zuge der digitalen Revolution(en), die Veränderungen der Kooperations- und Weitergaberegeln für Wissen im Zuge des digitalen Shifts und die Rolle der digitalen Archive im Wandel der Wissensinfrastrukturen.

Manfred Faßler ist Mediensoziologe und Kulturanthropologe, Professor am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Goethe Universität Frankfurt.

  • Ruth Towse: “Economics of copyright and archiving”. Mögliche Ineffizienzen und wohlfahrtsökonomische Probleme,die durch das Urheberrecht ausgelöst werden.

Ruth Towse ist Professorin für “Economics of Creative Industries” an der Universität von Bournemouth und emeretierte Professorin an der Erasmus Universität Rotterdam.

  • Till Kreutzer (iRights):  “Zugang zum kulturellen Erbe* – Konfliktfeld Urheberrecht und offene Archive”. Über Möglichkeiten der Balance zwischen urheberrechtlichen Schutzansprüchen und dem Recht auf freie Meinungsäußerung im Netz – insbesondere im Kontext der Archivierung und Zugänglichmachung von Rundfunksendungen der Freien Community Radios und der Öffentlich Rechtlichen

 

July 25 2012

July 19 2012

Urheberrecht und Innovation – ein spannendes, angespanntes Verhältnis

Am Samstag (14.05 bis 15 Uhr) wird iRights.info-Mitgründer Matthias Spielkamp in der Sendung Breitband² auf Deutschlandradio Kultur eine Stunde über den Zusammenhang von Urheberrecht und Innovation sprechen – mit Moderator Philip Banse und  Jeanette Hofmann (WZB und Institut für Internet und Gesellschaft). Das Gespräch wird natürlich live im Deutschlandradio Kultur zu hören sein und bei DRadio gestreamt (rechte Spalte), aber auch als Video-Stream zu sehen sein (s. unten). Später wird die Sendung als Pod- und Vodcast zur Verfügung stehen.

Wir werden nicht über Acta, das Leistungsschutzrecht und Netz-Sperren sprechen, sondern der Frage nachgehen, ob und wie das geltende Urheberrecht Innovation behindert. Warum gibt es kein Spotify für Filme? Hätte Google Books in Deutschland entstehen können? Inwiefern wird Open Access durch geltendes Recht ausgebremst? Wie wirkt sich das geltenden Urheberrecht auf kolaborative Arbeiten mit ungezählten Urhebern aus? Wir gehen auch der Frage nach, was Urheberrecht eigentlich bewirken soll und was diskutierte Alternativ-Modelle verbessern würden. Thema ist sicher auch, wie man eigentlich nicht eingetretene Innovation misst.

Fragen gern in den Kommentaren in Philip Banses Blog, an @philipbanse oder während der Sendung per facebook.com/Breitband oder Twitter.

Hier der Stream im Flash-Format:

Und hier als HTML5 für alle neueren Browser und Flash-unfähigen Plattformen, wie z.B. Apples iOS:

Foto: Marco Fabbri | mfabbri, CC by-sa 2.0

July 17 2012

England und Europäische Kommission wollen mehr Open Access

The Cost of KnowledgeIllustration: Giulia Forsythe, The Cost of Knowledge, CC BY-NC-SA, [via]

Großbritannien soll ab 2014 auf Open Access in der Wissenschaft umsteigen, gerade hat der Staatsminister für Universitäten und Wissenschaft, David Willetts, entsprechende Pläne angekündigt, wie unter anderem der Guardian berichtet:

The government is to unveil controversial plans to make publicly funded scientific research immediately available for anyone to read for free by 2014, in the most radical shakeup of academic publishing since the invention of the internet. Under the scheme, research papers that describe work paid for by the British taxpayer will be free online for universities, companies and individuals to use for any purpose, wherever they are in the world.

Grün oder Gold?

In Open-Access-Terminologie geht es dabei um die „Golden Road” zum freien Zugang, also die Erstveröffentlichung von Artikeln und anderen Publikationen. Die Kosten für die Publikation von Artikeln würden also nicht mehr von den Bibliotheken getragen werden, sondern auf die Autorinnen und Autoren – indirekt also auf die Forschungseinrichtungen – umgelegt. Ein Gesetzenwurf ist noch nicht bekannt, das grundsätzliche Argument für Open Access dagegen schon lange: Die öffentliche Hand bezahlt für Forschungsergebnisse doppelt, in dem sie Forschung finanziert und deren Ergebnisse dann von den Wissenschaftverlagen zurückkaufen muss.

Argumentative Rückendeckung für die Regierung (und Anlass für die jüngste Ankündigung) bietet der im Juni veröffentlichte Finch-Report, den ein Team um die Soziologin Janet Finch erarbeitet hat. Dort schlagen die Autoren ebenjenen „goldenen Weg” vor und betonen die volkswirtschaftlichen Gewinne durch Open Access. Die Regierung hat sich den Folgerungen des Berichts nun weitgehend angeschlossen.

Aber auch die Auseinandersetzungen um Wissenschaftsverlage wie Elsevier, die im breit unterstützten Boykottaufruf „The Cost of Knowledge” mündeten, dürften zum Umschwung beitragen haben. Zuletzt gab etwa Winston Hide, einer der Herausgeber des Elsevier-Journals „Genomics”, demonstrativ seinen Rückzug bekannt.

Aus dem Open-Access-Lager gibt es aber auch Kritik am Vorhaben, genauer gesagt: am Weg dorthin. Im Blog „Impact of Social Sciences” der LSE verteidigt Steven Harnard die „Green Road”, also den Weg der Zweitveröffentlichung unabhängig von den Verlagen. Ähnlich äußert sich Peter Suber, der Direktor des Harvard Open Access Project, über den Finch-Report:

One can see the effect of publisher lobbying on the group’s misinformed disparagement of green OA and the group’s high priority to save incumbent publishers from risk.

Eine andere, weiter gehende Kritik am Modell der „Golden Road“ zielt darauf, es würde lediglich die Kosten eines ineffizient gewordenen Systems umverteilen. So schreibt etwa die Historikerin Maria Pretzler in ihrem Blog:

In the end, the question is whether we do need a much more radical overhaul of academic publication. Journals originally were the best (and often the only) way to make research results known to the scholarly community. (…) In the age of the internet, journals are, however, non longer the most efficient mode of disseminating research, and scholars continue to use them because they need the recognition which only publication in a reputable journal can provide.

Auch EU-Kommission will Open Access fördern

Daneben hat heute auch die Europäische Kommission bekannt gegeben, bei den von ihr finanzierten Forschungsprojekten verpflichtende Open-Access-Publikationen einzuführen. Die Presseerklärung spricht von einem „allgemeinem Grundsatz, der zunächst beim Förderprogramm „Horizon 2020” (Gesamtumfang etwa 80 Mrd. Euro) umgesetzt werden soll. Ob grün oder gold, ist der Kommission dabei gleich:

As of 2014, all articles produced with funding from Horizon 2020 will have to be accessible:
- articles will either immediately be made accessible online by the publisher (‘Gold’ open access) – up-front publication costs can be eligible for reimbursement by the European Commission; or
- researchers will make their articles available through an open access repository no later than six months (12 months for articles in the fields of social sciences and humanities) after publication (‘Green’ open access).

Und hierzulande? Passiert nicht viel, obwohl der freie Zugang zu Forschungsergebnissen in der Urheberrechtsdebatte noch das größte Konsenspotenzial haben dürfte. Vom dritten Korb, ursprünglich als Wissenschaftskorb angekündigt, hat man schon lange nichts neues mehr gehört. Übrig geblieben ist im Moment nicht viel mehr als das Leistungsschutzrecht.

July 03 2012

Digitale Bibliothek – Stiefkind der Informationsgesellschaft?

Wie speichern wir das Internet? Was bleibt von heutigen Online-Publikationen in 300 Jahren noch übrig? Inwieweit stehen digitale Inhalte künftigen Generationen als historische Quelle zur Verfügung? Diese Fragen treiben die deutschen Gedächtnisinstitutionen zunehmend um. Denn es geht nicht nur um die Haltbarkeit und Lesbarkeit von Datenträgern, sondern viel prinzipieller um die rechtlichen Grundlagen der digitalen Archivierung – und die sind umstritten.

Die Aufbewahrung eines Buches bereitet Bibliotheken keine urheberrechtlichen Schwierigkeiten, die Archivierung von Internetseiten schon – allein schon wegen des Vervielfältigungsvorgangs. Droht also aus rechtlichen Gründen sogar eine “Amnesie des Digitalen”?

Die Tagung „Die digitale Bibliothek und ihr Recht“ (Infos und Programm) am 6. und 7. September 2012  in Köln will die rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchten, die beim Aufbau eines “digitalen kulturellen Speichergedächtnisses” zu beachten sind.  iRights-Mitbegründer und -Redakteur Till Kreutzer wird an der Podiumsdiskussion “Die Digitale Bibliothek als Zukunftsaufgabe und rechtliche Herausforderung” teilnehmen und den Standpunkt der Urheberrechtswissenschaft darstellen.

Organisiert wird das Treffen von Prof. Dr. Karl-Nikolaus Peifer, Ass. jur. Oliver Hinte (beide Universität zu Köln) und Dr. Eric W. Steinhauer (FernUniversität in Hagen).

“Eine vollkommen groteske Situation”

Steinhauer  zeichnete die rechtlichen Schwierigkeiten der digitalen Langzeitarchivierung jüngst im Interview mit iRights.info nach. Der Gesetzgeber erwarte etwa von der Deutschen Nationalbibliothek, in regelmäßigen Abständen das deutsche Internet zu kopieren. Doch, so Steinhauer: “Wird die Bibliothek dieser Erwartung gerecht, dann verstößt sie (…) nach derzeitiger Rechtslage gegen geltendes Urheberrecht. Eine vollkommen groteske Situation.”

May 27 2012

Deutschland braucht digitale Lehrmittelfreiheit

In der deutschsprachigen Wikipedia heißt es zur Begrifflichkeit: “Lernmittelfreiheit oder auch Lehrmittelfreiheit heißt, dass Gegenstände in Bildungseinrichtungen, vor allem Schulbücher, aber auch andere Dinge wie Übungshefte kostenlos bereitgestellt werden.” Diese allgemeine Beschreibung fußt nach der Enzyklopädie auf Forderungen aus der Revolution von 1848. Damals wurde das erste Mal der Ruf nach einkommensunabhängiger Verfügbarkeit von Lehr- und Lernunterlagen laut. In der Folge wurde der Zugang zu Lehrmitteln in Bildungseinrichtungen in Deutschland auf verschiedene Art und Weise geregelt. Heute hat sich eine starke Marktkonzentration weniger Anbieter herausgebildet. So werden in Deutschland beispielsweise 90 Prozent aller Schulbücher von den drei großen Verlagen Klett, Westermann und Cornelsen bereitgestellt.

Durch die Digitalisierung wird aber auch diese Branche nun reagieren müssen. Und nicht nur die, der Ruf nach einer grundsätzlichen Neustrukturierung der Angebotspalette bei Übungs- und Lehrmaterialien wird wieder lauter. Wir stehen am Beginn einer Lehrmittel-Revolution. Diese Revolution beinhaltet drei Freiheiten: Die Freiheit kostenlos auf Lehrmaterialien zugreifen zu können, der flächendeckende Einsatz von freien Lizenzen und der zwingende Einsatz von freien Formaten. Allen die Angst vor allzuviel Freiheit haben, alle die den Text ab jetzt in das Reich der Phantasterei abschieben wollen sei dringend empfohlen weiter zu lesen. Der technische Fortschritt und die Möglichkeiten der Digitalisierung werden die Kultusministerin und die gesamte Gesellschaft zum Umdenken zwingen. Der Widerstand gegen diese Veränderungen bestehender Verlage und Interessensgruppen wird den technischen Fortschritt nicht aufhalten. Deswegen gilt es, diesen zu gestalten. Deutschland verliert hierbei gerade schon wieder den Anschluß. Und dies als selbsternannte Bildungs- und Wissenschaftsnation.

Der Wissenschaftler Dr. Leonhard Dobusch hat nun für das “Zentrum für digitalen Fortschritt – D64″ das White Paper “Digitale Lehrmittelfreiheit – mehr als digitale Schulbücher” (PDF) geschrieben. Tablet PC`s und E-Book-Reader werden die Art und Weise wie in Zukunft gelernt wird grundsätzlich verändern, so Dobusch. Die bisherigen Konzepte zum Einsatz dieser technischer Hilfsmittel beruhten bislang aber alleine auf den alten Konzepten der analogen Welt und schreibe die bestehenden Verhältnisse linear fort. Ein Paradigmenwechsel finde nicht statt. Dobusch entwirft eine Landkarte der bestehenden Konzepte und benennt die aktuellen Einsatzformen. Ein Beispiel ist dabei die Geburt neuer Player wie Apple die in den USA mit proprietären Formaten auf den Schulbuchmarkt drängen.

Dobusch konstatiert:

Lehrmittelfreiheit war immer schon mehr als der kostenlose Zugang zu Lehr- und Lernunterlagen. Es war auch das klare Bekenntnis, dass die möglichst umfassende Bereitstellung von Lehr- und Lernunterlagen eine öffentliche Aufgabe zur Verbesserung der Bildungs- und damit Chancengleichheit in einer Gesellschaft darstellt. Diese Ziele von Lehrmittelfreiheit gilt es in der digitalen Gesellschaft weiterhin anzustreben. Die Bandbreite an Mitteln und Wegen, mit denen sich eine Gesellschaft diesen Zielen annähern kann, ist dank neuer digitaler Technologien allerdings in den letzten Jahren deutlich größer geworden.

Er wirft auch einen Blick auf die internationalen Entwicklungen. Diese können für Deutschland Vorbildcharakter haben. Hinter den Grenzen von Deutschland firmiert die digitale Lehrmittelfreiheit unter dem Begriff “Open Educational Ressources”. Wegweisende Programme hat beispielsweise das Massachusstes Institute of Technology (MIT) in Boston (USA) mit dem Open-Courseware-Program aufgelegt.

Die Relevanz des Thema wird gerade erst bekannt. Dobusch identifiziert die USA, China und Südafrika als Vorreiter der Entwicklungen. Private Stiftungen in den USA wie die Hewlett Foundation oder die Bill & Melinda Gates Foundation haben bereits Millionenbeträge zur Entwicklung von freien Lehrinhalten bereitgestellt. Auch die US-Regierung hat die Relevanz erkannt und Anfang 2011 zwei Milliarden US-Dollar zur Entwicklung von freien Lehrmaterialien zur Verfügung gestellt. Deutschland und der deutschrachige Raum sind bei diesen Veränderungen Entwicklungsland und es droht, dass der Anschluß verloren wird.

Als größte Probleme in Deutschland identifiziert Dobusch:

1. Geringe Bekanntheit unter Lernenden, Lehrenden und Bildungseinrichtungen sowohl von freien Lizenzen im Allgemeinen als auch von OER-Ansätzen im Speziellen.
2. Bislang keine nennenswerten Investitionen der öffentlichen Hand in den Aufbau eines Pools an frei lizenzierten Lehr- und Lernunterlagen, sowie keine Reform von Beschaffungsprozessen in Ländern mit Lehrmittelfreiheit
3. Kaum private Fördergelder für OER im Vergleich mit den USA sowie mit ärmeren Ländern, in denen Einrichtungen wie die Open Society Foundation in diesem Bereich aktiv sind.
4. Hinzu kommt der deutsche Bildungsföderalismus, der es erschwert, Größenvorteile zu nutzen sowie zentrale Initiativen im Bereich OER voranzutreiben.

Der Staat und die Gesellschaft stehen also vor drängenden Herausforderungen. Dobusch definiert drei aufeinander aufbauende konkrete Maßnahmen. Zunächst müsse in allen Bundesländern eine Machbarkeitsstudie angefertigt werden. Im Fokus stehen dabei folgende Fragen:

1. Welche Schritte in Richtung Open Educational Resources (OER) sind unter den gegebenen gesetzlichen Rahmenbedingungen möglich?
2. Welche gesetzlichen Hürden bestehen für OER und wie können sie abgebaut werden?

Als zweiten Schritt schlägt Dobusch eine Reihe von Pilotprojekten an Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen vor. Auf die Pilotprojekte sollen sich die Einrichtungen im Sinne eines Wettbewerbs bewerben können. Die Pilotprojekte sollen auf den Erkenntnissen der Machbarkeitsstudien aufbauen. Zudem soll begleitend ein Kompetenzzentrum für offene Bildungsressourcen unter Federführung des Bundesministerium für Bildung und Forschung eingerichtet werden. Dieses solle insbesondere die zentrale Vergabe von Fördermitteln betreuen.

Das White Paper von Dobusch stellt einen Aufschlag für ein Umdenken in Deutschland dar. Gesellschaftliche, wirtschaftliche, bildungspolitische und soziale Gründe sprechen dafür, dass sich die Politik intensiv mit diesem Komplex beschäftigen sollte. Insbesondere muss dabei auch die Frage beantwortet werden, ob man aus Kostenersparnisgründen privaten Unternehmen, inklusive Einsatz von Geräten mit proprietären Systemen, den Erstzugriff auf die Ressource Bildungssystem und Wissenschaftslandschaft geben will oder ob der Staat diesen hochsensiblen Bereich nicht unter seine Obhut nehmen will.

Hier noch einmal der Link zu Dobusch` White Paper (PDF).

May 09 2012

Wie erwirbt der Mensch Wissen, wie wendet er es an und wie behandelt das Recht diesen Vorgang?

Erwerb und Produktion von Wissen beruhen nicht allein auf den Leistungen Einzelner, sondern entstehen im gesellschaftlichen Austausch.

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April 16 2012

Urheberrecht und Bildung

Vor eingen Tagen habe ich über ein Urteil des OLG Stuttgart berichtet, das der Fernuniversität Hagen verbietet, ihren Studierenden im Rahmen einer geschlossenen Benutzergruppe Auszüge aus einem Lehrbuch als PDF-Datei zur Verfügung zu stellen. Damit steht das Konzept der “digitalen Semesterapparate” in Frage, das an zahlreichen Hochschulen praktiziert wird.

Dass das geltende Urheberrecht den Bereich Unterricht, Wissenschaft und Bildung spürbar beeinträchtigt, ist ein Umstand, der in das Zentrum der aktuellen Urheberrechtsdiskussion gerückt werden muss.

Diese Debatte scheint nunmehr zaghaft auch zu beginnen. Das Projekt IUWIS (Infrastruktur Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft) und der Informationswissenschaftler Rainer Kuhlen haben sich vor dem Hintergrund der Entscheidung des OLG Stuttgart mit lesenswerten Beiträgen zu Wort gemeldet. IUWIS meint, das Urteil des OLG Stuttgart würde der Piratenpartei eine Steilvorlage für eine bildungspolitische Profilierung bieten, bei der sie ihrem allgemeinen Themenfeld weitgehend treu bleiben könnte. Kuhlen fordert mit deutlichen Worten ebenfalls ein Handeln und Eingreifen der Politik.

Hieran anknüpfend möchte ich skizzieren, was zu tun wäre. Dreh- und Angelpunkt der Entscheidung des OLG Stuttgart und der hiesigen Debatte ist die Vorschrfit des § 52a UrhG. Diese Vorschrift – die ohnehin bis zum 31.12.2012 befristet ist – wurde durch das Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft vom 10.09.2003 in das Urheberrechtsgesetz eingefügt. Laut der amtlichen Begründung wollte der Gesetzgeber Unterricht und Wissenschaft in begrenztem Umfang die Nutzung moderner Kommunikationsformen ermöglichen. Dieses Ziel wurde angesichts der äußerst engen Fassung des § 52a UrhG allerdings nicht erreicht, wie die Entscheidung des OLG Stuttgart zeigt.

Wie beispielsweise auch beim Urhebervertragsrecht – einer weiteren Baustelle des Urheberrechts – existierte zunächst ein Gesetzesentwurf der Bundesregierung, der wesentlich ambitionierter war als die letztendlich verabschiedete Gesetzesfassung. Der Regierungsentwurf sah die Möglichkeit der Zugänglichmachung ganzer Werke zu Unterrichtszwecken vor. Nachdem vor allem die Verlegerlobby gegen diese geplante Regelung Sturm lief, wurde der Regierungsentwurf anschließend im Rechtsausschuss des Bundestages auf die stark abgeschwächte Fassung des § 52a UrhG zusammengestutzt.

Im Regierungsentwurf lauete die Formulierung:

Zulässig ist, veröffentlichte Werke

1. zur Veranschaulichung im Unterricht ausschließlich
für den bestimmt abgegrenzten Kreis von Unterrichtsteilnehmern
oder
2. ausschließlich für einen bestimmt abgegrenzten
Kreis von Personen für deren eigene wissenschaftliche
Forschung

öffentlich zugänglich zu machen (…)

Demgegenüber lautet die geltende gesetzliche Regelung des § 52a UrhG folgendermaßen:

Zulässig ist,

1. veröffentlichte kleine Teile eines Werkes, Werke geringen Umfangs sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften zur Veranschaulichung im Unterricht an Schulen, Hochschulen, nichtgewerblichen Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung sowie an Einrichtungen der Berufsbildung ausschließlich für den bestimmt abgegrenzten Kreis von Unterrichtsteilnehmern oder

2.veröffentlichte Teile eines Werkes, Werke geringen Umfangs sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften ausschließlich für einen bestimmt abgegrenzten Kreis von Personen für deren eigene wissenschaftliche Forschung

öffentlich zugänglich zu machen (…)

Die Gegenüberstellung der beiden Textfassungen zeigt sehr deutlich, dass von dem ursprünglichen Vorhaben, Unterricht und Bildung zu privilegieren kaum mehr etwas übrig geblieben ist, weil die Verleger durch die geplante Regelung ihre wirtschaftlichen Interessen beeinträchtigt sahen.

Entgegen anderslautender Behauptungen haben es die Verleger also zu jeder Zeit verstanden, ihren singulären wirtschaftlichen Interessen vorrangige Geltung vor den Belangen des Gemeinwohls zu verschaffen. Damit sollte nunmehr endgültig Schluss gemacht werden. Wenn wir eine neue Urheberrechtsdebatte führen, dann muss eine stärkere Privilegierung des Bildungs- und Wissenschaftsbereichs an erster Stelle diskutiert werden und anschließend über die Schaffung eines verbesserten Urhebervertragsrechts, das den Urhebern eine faire und angemessene Vergütung gewährleistet, gesprochen werden.

December 29 2011

Urheberschaft erkennen vs. Urheberschaft verwischen: Adversarial Stylometry

Wer hat’s geschrieben? Mit der Antwort auf diese Frage beschäftigt sich die Wissenschaft der Stilometrie schon seit dem 19. Jahrhundert und untersucht anonyme oder pseudonyme Texte mit statistischen Methoden auf ihre Urheber. Noch jüngeren Datums – und sozusagen die Konterwissenschaft dazu – ist die „Adversarial Stylometry”, die die Umgehungsmöglichkeiten solcher Verfahren untersucht.

Auf dem 28. Chaos Communication Congress haben Rachel Greenstadt und Michael Brennan von der Drexel University (Philadelphia) heute einen bemerkenswerten Vortrag über den Stand der Dinge gehalten. Zugleich haben sie zwei zeitgleich veröffentlichte Programme vorgestellt, die gegensätzliche Ziele verfolgen: Während JStylo ein Programm zur Autorenerkennung ist, soll Anonymouth das Gegenteil leisten und Spuren von Autorenschaft verwischen. Beide Programme sind frei erhältlich – wobei es sich noch um frühe Alpha-Versionen handelt.

Über die Perspektiven der Stilometrie schreibt Cory Doctorow bei BoingBoing:

Stylometry matters in many ways: its state of the art changes the balance of power between trolls and moderators, between dissidents and dictators, between employers and whistleblowers, between astroturfers and commenters, and between spammers and filters.

Hier das Video des Vortrags (provisorischer Link):

December 09 2011

Zwischenbericht der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ zum Urheberrecht erschienen

Soeben ist der 121 Seiten starke Zwischenbericht der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ zum Thema Urheberrecht erschienen (PDF, 2,9 MB). Eine Einschätzung dazu haben wir noch nicht, aber es wird interessant sein zu lesen, wie der Bericht die Diskussionen und Debatten zu einem Thema zusammenfasst, das auch in der Enquete selber heftig umstritten war. Hier einige Erinnerungen daran:

iRights.info-Mitgründer Matthias Spielkamp war am 29.11.2010 als Experte zur Anhörung zur Zukunft des Urheberrechts geladen. Seine Antworten auf den umfangreichen Fragenkatalog haben wir damals in diesem Blog zur Diskussion gestellt:

iRights.info veröffentlicht Antworten auf Enquete-Fragen zum Urheberrecht

August 03 2011

Aaron Swartz: Mehr als Bücher aus der Bibliothek

Aaron Swartz wurde am 19. Juli verhaftet, weil er zu viele Bücher aus einer Bibliothek ausgeliehen hat. Nicht direkt, aber so lautet der in dieser Angelegenheit wohl am häufigsten zitierte Vergleich, den David Segalin, ein Kollege von Demand Progress zog.

Swartz hatte sich von einem Laptop aus im Universitätsnetzwerk des Massachusetts Institute of Technology (MIT) angemeldet und über vier Millionen Artikel aus der wissenschaftlichen Datenbank JSTOR heruntergeladen. Er hätte die Informationen einfacher und ohne ausufernde rechtliche Begleiterscheinungen beziehen können, wenn er keinen Crawler gebastelt hätte, der ein Datenleck dieser Größenordnung ermöglicht und sich einfach über das Datenbank-Abonnement des MIT einzelner Artikel bedient hätte. Aber im vergangenen Herbst, als Swartz mit dem massenhaften Download begann, verschaffte er sich stattdessen Zugang zum Serverraum des MIT, um die Sperrung einer größeren Bandbreite von IP-Adressen seitens JSTOR zu umgehen. Er hatte nicht vor, sich mit einzelnen Artikeln zufrieden zu geben, die er auf gesetzlicher Basis hätte erlangen können.

Sowohl das New York Times Bits Blog als auch netzpolitik.org und der Tagesspiegel sehen die Aktion in der Tradition der Open-Content-Bewegung, der auch Aaron Swartz angehört. Swartz selbst hat sich bislang nicht zu seinem eigenen Motiv geäußert, sodass vorerst ungeklärt bleibt, was er mit den vier Millionen Artikeln vorhatte.

Die Dokumente, die ausgedruckt und gebunden 13.000 Regalmeter füllen würden, lassen verschiedene Verwertungsmöglichkeiten zu. Man kann es Hacktivismus nennen, die Datensätze im Gesamtpaket zu veröffentlichen und damit frei zugänglich zu machen, aber auch eine Datenanalyse über die finanziellen Unterstützungsstrukturen zwischen Unternehmen, Verlagen und universitärer Forschung würde eine klare politische Botschaft beinhalten. Spätestens hier wird deutlich, dass der oben erwähnte Vergleich – sowohl politisch als auch aus urheberrechtlichen Gesichtspunkten – die Lage kaum erfasst. Einstweilen drohen Swartz jedenfalls 35 Jahre Haftstrafe – vermutlich der am meisten Aufsehen erregende Teil der Geschichte für die deutsche Medienöffentlichkeit.

Innerhalb dieses Themenspektrums aus urheber- und lizenzrechtlichen Fragen nach der Verfügbarkeit von Informationen ist bereits erstaunlich, dass der Fall Aaron Swartz hier überhaupt Erwähnung in klassischen Medien findet. Denn in der Regel  werden Hacktivisten maximal von netzpolitischen Blogs beziehungsweise innerhalb eines juristischen Diskurses beachtet, während ihre Tätigkeit gesamtgesellschaftlich betrachtet vom Mainstream viel zu weit entfernt scheint. Eine Nerd-Ecke, zu der nur wenige Zugang finden.

Julian Assange ist vor einigen Monaten vielleicht als erstem der Sprung aus einer solchen Nische heraus in die Massenöffentlichkeit gelungen. Auch wenn es auf den ersten Blick wenige Gemeinsamkeiten zwischen Wikileaks und Aaron Swartz zu geben scheint, so ist doch interessant zu beobachten, wie viel Aufmerksamkeit dem einen IT-Aktivisten zuteil wurde, während von Swartz, zumindest in Deutschland, bereits niemand mehr spricht. Die Repressionen gegen Assange wurden als Verletzungen der Pressefreiheit angeprangert, der Inhalt der veröffentlichten Dokumente bot international Stoff für politische Skandale. Auch die vorgeworfene Begehung eines Sexualdelikts machte die Wikileaks-Story anrüchig und damit verwertbar. Swartz’ politische Motivation scheint zunächst abstrakter und auch sein Vorgehen für Laien nur schwer greifbar.

Was aber hält uns davon ab, uns eingehender mit der Informationsfreiheit zu beschäftigen? Selbst ohne juristische oder informationstechnische Fachkenntnisse können Meinungen und Vorstellungen davon entwickelt werden, für wen ein Essay, eine Dissertation, eine Studie zugänglich sein soll. Aus den Kreisen seiner Mitarbeiter heißt es, die hohe Haftstrafe, die Swartz nun droht, sei “ein Exempel der Irrationalität und Grausamkeit des bestehenden Copyright-Regimes”. Ein Statement, dass mindestens eine breitere Diskussion verdient.

June 08 2011

May 18 2011

Online-Konsultation über Cloud Computing

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Online-Konsultation über die Vor- und Nachteile von Cloud Computing gestartet. Im Rahmen der Digitalen Agenda soll eine “Europäische Cloud Computing Strategie” entwickelt werden. Zielgruppe der Konsultation sind neben Unternehmen und Behörden auch Wissenschafteinrichtungen und weitere Anwender. Bei der Umfrage geht es um “Erfahrungsberichte, Bedürfnisse, Erwartungen und Einblicke in deren [der Zielgruppe] Nutzung von Cloud Computing”.

Es geht konkret um Fragen für “Clouds für Nutzer”, “Clouds im öffentlichen Sektor”, “gesetzliche Rahmenbedingungen”, “Interoperabilität” und nicht zuletzt um globale Lösungen und Einschätzungen in diesem Bereich. Die EU-Kommission umreißt das Problemfeld wie folgt: “Cloud Computing bedeutet ein anderes Denkmuster in Bezug auf unsere heutigen dezentralisierten IT Systeme. Es verändert bereits heute IT-Dienstleistungsanbieter und es wird auch die Art, wie andere Industriebereiche ihre IT Bedürfnisse als Endnutzer ausbauen und wie Bürger ihre Computer und sonstigen mobilen Geräte nutzen, verändern. Obwohl es sich noch im Anfangsstadium befindet, ist Cloud Computing bereits eine kommerzielle Realität mit einer sich ständig vergrößernden Anhängerschaft.”

Die Beteiligung an der Konsultation ist bis zum 31. August 2011 möglich.

May 10 2011

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