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June 22 2012

No Copyright: Ein neuer Markt statt Urheberrecht?

In ihrem jetzt auf Deutsch erschienenen Buch „No Copyright. Vom Machtkampf der Kulturkonzerne um das Urheberrecht” meinen Joost Smiers und Marieke van Schijndel: Das Urheberrech

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March 20 2012

Piraten-Studie zu Musiker-Einkommen: Widersprüchliche Zahlen

Das Internet hat nicht dazu beigetragen, dass Musiker weniger Geld verdienen als zuvor. Es hat vielmehr dazu geführt, dass Musiker im Durchschnitt heute mehr Geld einnehmen als 1995.

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May 11 2011

August 15 2010

Die deutsche Wirtschaft glänzt mit ihren Wachstumszahlen.

Heusinger sagt an sich nicht sehr viel mehr, als was man sich - zugegebener Maßen weniger faktenreich - ohnehin hätte denken können: er bindet es volkswirtschaftlich kompetent in die wirtschafts- und zeitgeschichtlichen Zusammenhänge ein, die der Plausibilität seiner Argumente und der für ihn charakteristischen Opposition zur international eingebetteten neoliberalen Ausrichtung eines Großteils der deutschen Politiker- und Managerzunft mehr Schlagkraft und rhethorische Stringenz verleihen. - Siehe weiters hierzu die Nachdenkseiten vom 13.08.: http://www.nachdenkseiten.de/?p=6471

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Leitartikel

Gedopter Superstar

Datum: 13 | 8 | 2010

Die deutsche Wirtschaft glänzt mit ihren Wachstumszahlen. Für den Aufschwung gibt es drei ineinandergreifende Erklärungen.

Gibt man sich weltmännisch und rechnet die Zahl aufs Jahr hoch (so machen’s die Amis), dann glänzt die deutsche Wirtschaft mit stolzen neun Prozent. Damit ist sie unangefochtener Spitzenreiter unter den alten Industrienationen. Der Imagewandel von einer verkrusteten hin zu einer super-flexiblen Volkswirtschaft sollte damit endlich geschafft sein. Große US-Nachrichtenagenturen sprechen bereits von „Germany’s Superman Economy“.

Dieser Wandel in der internationalen Wahrnehmung ist wichtig, da er auch die Debatten hierzulande beeinflusst. Inzwischen kommen Wirtschaftsexperten aus aller Herren Länder nach Deutschland, um die Gründe für die gute Performance vor allem des Arbeitsmarktes zu erforschen. Inzwischen widmen internationale Nachrichten- und Wirtschaftsmagazine dem Wirtschaftswunder Titelgeschichten.

Dabei handelt es sich keineswegs um ein Wunder. Drei teils ineinandergreifende Erklärungsstränge sind zentral. Da ist erstens Angela Keynes: Die Kanzlerin hatte das Glück, den richtigen Koalitionspartner im Winter 2008/09 zu haben, als sie gemeinsam mit Finanzminister Peer Steinbrück Konjunkturpolitik betrieb. Getreu den Lehren des größten Ökonomen des 20. Jahrhunderts, John Maynard Keynes, wurde der Einbruch der Nachfrage mit höheren Staatsausgaben auf Pump bekämpft. Stichworte sind die Abwrackprämie, das extrem verlängerte Kurzarbeitergeld sowie zusätzliche Investitionen in Infrastruktur. Das hat prima funktioniert und ist der Beweis dafür, dass Nachfragepolitik durchaus wirken kann. Wenn überhaupt, dann ist es ein Wunder, dass die Politik ausnahmsweise nicht auf ihre neoliberalen Berater gehört hat und Keynes den Vortritt gelassen hat.

Zweitens hat das deutsche Konsensmodell, das oft kritisierte Gemauschel zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Regierung, in der Krise seine Stärke unter Beweis gestellt. Es waren die Gewerkschaften, die erst die Arbeitgeber für längeres Kurzarbeitergeld und Abwrackprämie begeisterten und dann gemeinsam die Regierung überzeugten. Und es waren die Gewerkschaften, die es damit den Unternehmern erleichterten, Jobs zu sichern trotz des enormen Nachfrageeinbruchs.

Kein anderes großes Industrieland hatte 2009 einen schärferen Rückgang des Bruttoinlandsprodukt erlitten, kein anderes hatte einen so geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Dafür kann jetzt kein anderes Land so rasch die kräftig angesprungene Nachfrage befriedigen. Die deutschen Firmen sind dank Arbeitszeitkonten, hoher Gewinne und Kurzarbeitergeld vorzüglich auf die extremen Schwankungen der Konjunktur vorbereitet.

Drittens und leider am wichtigsten für das starke zweite Quartal: Deutschland ist in der vergangenen Dekade zu einem sogenannten „kleinen, ganz offenen Land“ verkommen. So bezeichnen Volkswirte Länder, die stark vom Welthandel abhängen, für deren Wachstum der Gesundheitszustand der Weltwirtschaft entscheidend ist. Und die Weltwirtschaft war noch viel stärker durch Konjunkturpolitik à la Keynes gedopt als die deutsche Wirtschaft.

Damit ist das Märchen erzählt. Die deutsche Wirtschaft wird so bald nicht mehr so kräftig wachsen, weil weltweit die Konjunkturprogramme auslaufen.

Wenn ausländische Regierungschefs sie nach ihrem Erfolgsrezept fragen, sollte sie über die Arbeitszeitkonten schwärmen, zur Exportabhängigkeit indes schweigen. Würden alle Länder Exportüberschüsse produzieren, müsste ein Planet her, der mit der Erde Wirtschaftsbeziehungen aufnimmt. Ohne diesen Planeten sind Exportüberschüsse nichts anderes als der Export von Arbeitslosigkeit zugunsten der inländischen Beschäftigung.

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Die deutsche Wirtschaft glänzt mit ihren Wachstumszahlen.

Heusinger sagt an sich nicht sehr viel mehr, als was man sich - zugegebener Maßen weniger faktenreich - ohnehin hätte denken können: er bindet es volkswirtschaftlich kompetent in die wirtschafts- und zeitgeschichtlichen Zusammenhänge ein, die der Plausibilität seiner Argumente und der für ihn charakteristischen Opposition zur international eingebetteten neoliberalen Ausrichtung eines Großteils der deutschen Politiker- und Managerzunft mehr Schlagkraft und rhethorische Stringenz verleihen. - Siehe weiters hierzu die Nachdenkseiten vom 13.08.

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Gedopter Superstar

Datum: 13 | 8 | 2010

Die deutsche Wirtschaft glänzt mit ihren Wachstumszahlen. Für den Aufschwung gibt es drei ineinandergreifende Erklärungen.

Gibt man sich weltmännisch und rechnet die Zahl aufs Jahr hoch (so machen’s die Amis), dann glänzt die deutsche Wirtschaft mit stolzen neun Prozent. Damit ist sie unangefochtener Spitzenreiter unter den alten Industrienationen. Der Imagewandel von einer verkrusteten hin zu einer super-flexiblen Volkswirtschaft sollte damit endlich geschafft sein. Große US-Nachrichtenagenturen sprechen bereits von „Germany’s Superman Economy“.

Dieser Wandel in der internationalen Wahrnehmung ist wichtig, da er auch die Debatten hierzulande beeinflusst. Inzwischen kommen Wirtschaftsexperten aus aller Herren Länder nach Deutschland, um die Gründe für die gute Performance vor allem des Arbeitsmarktes zu erforschen. Inzwischen widmen internationale Nachrichten- und Wirtschaftsmagazine dem Wirtschaftswunder Titelgeschichten.

Dabei handelt es sich keineswegs um ein Wunder. Drei teils ineinandergreifende Erklärungsstränge sind zentral. Da ist erstens Angela Keynes: Die Kanzlerin hatte das Glück, den richtigen Koalitionspartner im Winter 2008/09 zu haben, als sie gemeinsam mit Finanzminister Peer Steinbrück Konjunkturpolitik betrieb. Getreu den Lehren des größten Ökonomen des 20. Jahrhunderts, John Maynard Keynes, wurde der Einbruch der Nachfrage mit höheren Staatsausgaben auf Pump bekämpft. Stichworte sind die Abwrackprämie, das extrem verlängerte Kurzarbeitergeld sowie zusätzliche Investitionen in Infrastruktur. Das hat prima funktioniert und ist der Beweis dafür, dass Nachfragepolitik durchaus wirken kann. Wenn überhaupt, dann ist es ein Wunder, dass die Politik ausnahmsweise nicht auf ihre neoliberalen Berater gehört hat und Keynes den Vortritt gelassen hat.

Zweitens hat das deutsche Konsensmodell, das oft kritisierte Gemauschel zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Regierung, in der Krise seine Stärke unter Beweis gestellt. Es waren die Gewerkschaften, die erst die Arbeitgeber für längeres Kurzarbeitergeld und Abwrackprämie begeisterten und dann gemeinsam die Regierung überzeugten. Und es waren die Gewerkschaften, die es damit den Unternehmern erleichterten, Jobs zu sichern trotz des enormen Nachfrageeinbruchs.

Kein anderes großes Industrieland hatte 2009 einen schärferen Rückgang des Bruttoinlandsprodukt erlitten, kein anderes hatte einen so geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Dafür kann jetzt kein anderes Land so rasch die kräftig angesprungene Nachfrage befriedigen. Die deutschen Firmen sind dank Arbeitszeitkonten, hoher Gewinne und Kurzarbeitergeld vorzüglich auf die extremen Schwankungen der Konjunktur vorbereitet.

Drittens und leider am wichtigsten für das starke zweite Quartal: Deutschland ist in der vergangenen Dekade zu einem sogenannten „kleinen, ganz offenen Land“ verkommen. So bezeichnen Volkswirte Länder, die stark vom Welthandel abhängen, für deren Wachstum der Gesundheitszustand der Weltwirtschaft entscheidend ist. Und die Weltwirtschaft war noch viel stärker durch Konjunkturpolitik à la Keynes gedopt als die deutsche Wirtschaft.

Damit ist das Märchen erzählt. Die deutsche Wirtschaft wird so bald nicht mehr so kräftig wachsen, weil weltweit die Konjunkturprogramme auslaufen.

Wenn ausländische Regierungschefs sie nach ihrem Erfolgsrezept fragen, sollte sie über die Arbeitszeitkonten schwärmen, zur Exportabhängigkeit indes schweigen. Würden alle Länder Exportüberschüsse produzieren, müsste ein Planet her, der mit der Erde Wirtschaftsbeziehungen aufnimmt. Ohne diesen Planeten sind Exportüberschüsse nichts anderes als der Export von Arbeitslosigkeit zugunsten der inländischen Beschäftigung.

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April 30 2010

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Hezbollah and the modern history of Lebanon
Traboulsi: Wealthy elites directly control government, indebted the state to their own banks
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April 16 2010

Chosen links - oanth - 20100416

Pointer - Wegweiser
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Chosen links on/via oanth - 20100416
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    concerning tags / Schlagwörter:

    just to inform you - there seems to be a bug for tag-signification inside the text space: it happend several times that it added automatically in the hyperlink-urls the path of the whole pointer/Wegweiser posting and the linked url was transformed to a ../tag/... path - up to now I have no idea, what precisely may have caused this; the only thing what stopped it was that I deleted the tags from the html text field and stayed inside the provided tag line. - oanth 20100418

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    oanth - CEST 01:30 20100417 - soup.io
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    April 15 2010

    Die Bertelsmann Stiftung und die Ökonomisierung der Politik - TP 20091010 - Frank Böckelmann

    [...] Was sich heute in den Staaten mit repräsentativem Regierungssystem auf beiden Seiten des Nordatlantiks vollzieht, ist die Privatisierung, genauer, die Ökonomisierung der Politik. Sie hat zwei Dimensionen: zum einen die Ablösung kollektiver und territorial gebundener Identitäten durch austauschbare Standorte, zum anderen die Neutralisierung demokratischer Verfahrensweisen und staatlicher Institutionen durch Absprachen in elitären Netzwerken. Politisches Handeln und Staatstätigkeit rechtfertigen sich in letzter Instanz als Garanten überlegener wirtschaftlicher Ratio. [...]
    Reposted bykrekkkellerabteil

    April 07 2010

    Entlassungsrisiko: Heuern und Feuern in der Zeitarbeits-Branche - Wirtschaftspolitik - Wirtschaft - 20100407 - Sven Astheimer - FAZ.NET

    [...] Monatlich verlieren im Durchschnitt rund 6 Prozent aller Leiharbeitnehmer ihren Arbeitsplatz, [...] Die Wahrscheinlichkeit eines Arbeitsplatzverlustes liegt in allen Wirtschaftszweigen in Ostdeutschland höher als im Westen. Dies geht aus einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor, welche dieser Zeitung vorliegt. Dafür wurden die Zugangszahlen der Bundesagentur für Arbeit von Oktober 2008 bis September 2009 ausgewertet. Während dieses Zeitraums verloren nach DGB-Angaben rund 430.000 Leiharbeiter ihre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. [...] Selbst in den Aufschwungjahren 2007 und 2008 seien rund 300.000 Betroffene erwerbslos geworden. Zu den Neueinstellungen wurden keine Angaben gemacht. „Dies zeigt, dass sich die Verleihbranche immer noch durch eine Politik des Heuerns und Feuerns auszeichnet und personalpolitische Risiken auf Beitragszahler und Steuerzahler abgewälzt werden“, heißt es in dem Papier. [...]
    Reposted bysantaprecariakellerabteilkrekk

    March 31 2010

    Why Germany cannot be a model for the eurozone - ft.com 20100330 by martin.wolf@ft.com

    [...] [T]he prospect for the “improved economic co-ordination” mentioned in the Council statement is nil. Worse, Germany does wish to see a sharp move by its partners towards smaller fiscal deficits. The eurozone, the world’s second largest economy, would then be on its way to being a big Germany, with chronically weak internal demand. Germany and other similar economies might find a way out through increased exports to emerging countries. For its structurally weaker partners – especially those burdened by uncompetitive costs – the result would be years of stagnation, at best. Is this to be the vaunted “stability”? [...] [T]he eurozone will not work as Germany wishes. As I have argued previously, the eurozone can become Germanic only by exporting huge excess supply or pushing large parts of the eurozone economy into prolonged slump, or, more likely, both. Germany could be Germany because others were not. If the eurozone itself became Germany, I cannot see how it would work. [...]
    Reposted by02myEcon-01 02myEcon-01

    March 30 2010

    02mydafsoup-01
    Robert Reich: Don't Wait for Reform
    There's already a law on the books that holds Wall Street CEOs and executives to account -- now it needs to be enforced.


    [...]

    Banks fear genuine financial reform would cost them a bundle....

    [...]

    So even as Wall Street sheds crocodile tears about the terrible things it's done, it is throwing money at Capitol Hill to thwart reforms that would prevent it from continuing to do terrible things. The political payoffs seem to be working. Proposed legislation from Treasury and the House (at this writing, the Senate Banking Committee hasn't reported out) has loopholes big enough to allow bankers to drive their Ferraris through them. Specifically, they permit secret derivative trading in foreign-exchange swaps (similar to what Goldman used to help Greece hide its debt) and in transactions between big banks and many of their corporate clients (as with AIG). Before you wallow in hopeless cynicism, though, it's worth noting that we already have a law against this. It's called the Sarbanes Oxley Act of 2002. It just needs to be enforced..."

    [...]

    (Summarized on http://delong.typepad.com 20100329 | likewise on soup.io )

    ------------------------------------------------

    [...]

    Think back to the corporate looting scandals that came to light almost a decade ago when the balance sheets of Enron, WorldCom, and others were shown to be fake, causing their investors to lose their shirts. Nearly every major investment bank played a part in the fraud -- not only advising the companies but also urging investors to buy their stocks when the banks' own analysts privately described them as junk.

    Sarbox, as it's come to be known, was designed to stop this. It requires CEOs and other senior executives to take personal responsibility for the accuracy and completeness of their companies' financial reports and to set up internal controls to assure the accuracy and completeness of the reports. If they don't, they're subject to fines and criminal penalties.

    [...]
    — read the complete article on http://prospect.org | 20103029

    March 29 2010

    02mydafsoup-01

    Die Zinsfalle schnappt zu

    Um der Finanzkrise und Wirtschaftsflaute Herr zu werden, haben Notenbanken und Regierungen massig Geld in die Hand genommen. Dafür mussten sie sich enorm verschulden. Die Schuldenlast ist jetzt schon so groß, dass es kein Zurück mehr gibt: Die Staaten werden daran zerbrechen. Eberhardt Unger vom Analysehaus Fairesearch sieht schwarz, wenn er die neuen Prognosen für das amerikanische Budgetdefizit verfolgt. Wie die unabhängige Haushaltsbehörde Congressional Budget Office (CBO) errechnete, werden die neuen jetzt von Präsident Barack Obama vorgelegten Ausgabenprogramme und Steuererleichterungen das Defizit massiv ausweiten. Demnach dürften die auflaufenden Staatsschulden während der nächsten zehn Jahre noch einmal 9,8 Billionen Dollar über dem bisher geschätzten Defizit liegen. Derzeit richten sich die Augen der Weltöffentlichkeit lieber nach Griechenland. Unter großem Bohei werden die Griechen aufgefordert, ihren Staatshaushalt in Ordnung zu bringen. Doch in dem ganzen Aufruhr geht unter, dass die USA viel schlimmer da stehen. Das Defizit in den USA im Monat Februar lag bei 220 Milliarden Dollar. Das war das höchste Monatsdefizit in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Das ganze Ausmaß der Dramatik wird deutlich, wenn man die Zinslast betrachtet, die da auf die USA zukommt und die Jahr für Jahr schwerer wird. 2010 dürften die Zinsen etwa 1,4 Prozent der Wirtschaftsleistung auffressen. Schon im Jahr 2020 dürfte laut CBO-Berechnungen der Anteil der Zinsen 4,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP) ausmachen, erläutert Unger. Bis 2040 dürften die Sollzinsen dann so weit gestiegen sein, dass sie 25 Prozent des BIP verschlingen, wie Berechnungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ergaben. Zur besseren Einordnung: Derzeit werden als Messlatte für eine stabilitätsorientierte Budgetpolitik in Europa nicht etwa die Sollzinsen herangezogen, sondern das Haushaltsdefizit in Prozent des BIP. Als Obergrenze hat Maastricht für die Euroländer eine jährliche Neuverschuldung von maximal 3 Prozent des BIP festgelegt. Mit 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts lag die Neuverschuldung Griechenlands 2009 viermal so hoch wie die erlaubten 3 Prozent. Doch hier ist nur von den Zinsen für die Staatsschulden die Rede, die bereits heute die Handlungsfähigkeit der Staaten massiv einschränken. Die Zinslast dürfte in Griechenland übrigens in 30 Jahren genauso hoch sein wie in den USA. Laut den BIZ-Berechnungen werden die Zinsen 25 Prozent des BIP vertilgen. Deutschland steht auch nicht wirklich besser da: 2040 wird die Schuldenlast 15 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung verbrauchen. Und in Großbritannien werden sogar 30 Prozent des BIP für Zinsen draufgehen. Die Realität könnte noch schlimmer aussehen, da in Schätzungen nicht berücksichtigt ist, dass die Budgets durch die rückläufige Bevölkerung und Überalterung zusätzlich belastet werden. Laut Unger sind soziale Unruhen so gut wie sicher. "Die USA tragen ebenso wie viele andere Industrienationen in ihrer absurd hohen Staatsverschuldung den Keim zum Untergang ihrer Gesellschaftsordnung", so sein beängstigendes Fazit.
    Reposted fromFreeminder23 Freeminder23

    March 27 2010

    02mydafsoup-01
    [...]

    If all goes well in China and India in the next generation—and if nothing goes catastrophically wrong in the rich post-industrial North Atlantic core of the global economy—then the next generation will see a real milestone. For the first time ever more than half of the world will have enough food not to be hungry and worry about famine, enough shelter not to be wet and worried about trenchfoot, enough clothing not to be cold and worried about hypothermia, and enough medical care not to be worried that they and the majority of their children will die of microparisites well short of their biblical three-score-and-ten years. The big problems of the bulk of humanity will then be those of finding enough conceptual puzzles and diversions in their work and play lives so as not to be bored, enough relative status not to be green with envy of their fellows—and, of course, avoiding and quickly disposing of the thugs who used to have spears and will have cruise missiles and H-bombs who have functioned as macroparasites infecting humanity ever since the first farmers realized that now that they had crops running away into the forest was no longer an option.

    How did this miracle come about?

    [...]
    — complete blog entry The Long View... by J. Bradford DeLong on http://delong.typepad.com | likewise on soup.io

    March 25 2010

    02mydafsoup-01
    Ein entscheidender Geburtsfehler des Euro ist sein Staatsschuldenbias. Von Anfang an wurde dem Problem der Staatsschulden wesentlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet als dem weit wichtigeren Problem der Zahlungsbilanz- und Wettbewerbsfähigkeitsungleichgewichte. Seinen Niederschlag fand diese Einäugigkeit in den öffentlichen Defizit- und Schuldenstandsobergrenzen, die im Maastricht-Vertrag festgesetzt wurden, während Fragen der Auslandsverschuldung völlig außen vor blieben.

    [...] …, das nun von der Mehrheit der Eurozone angeordnete Sparen des griechischen Fiskus wird nicht wie erhofft zu einem ausgeglicheneren Staatshaushalt führen. Vielmehr werden die griechischen Sparanstrengungen genau wie in Irland oder dem Baltikum die Rezession verschärfen und dadurch die öffentlichen Kassen weiter leeren, so dass der angebliche Grund für das Misstrauen der Finanzmärkte auf diesem Wege keineswegs beseitigt wird.

    Ein pragmatischer und gangbarer Weg wäre es, dass die Südeuropäer einschließlich Frankreichs eine eigene Währungsunion mit einem „Süd-Euro“ gründen. Würde der Süd-Euro gleich zu Beginn gegenüber dem verbleibenden „Nord-Euro“ kräftig abgewertet, also etwa um 30 oder besser 40%, wäre die Wettbewerbsfähigkeitslücke mit einem Schlag mehr als ausgeglichen.

    Quelle: FTD [PDF - 126 KB]

    - www.nachdenkseiten.de 20100325 - Flassbeck/Spiecker: Lohnpolitische Konvergenz und Solidarität oder offener Bruch

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    02mydafsoup-01
    Christine Lagarde: her comments break a longstanding taboo between the French and German governments about macroeconomic imbalances inside the eurozone Germany’s trade surpluses built on holding down labour costs may be unsustainable for the other countries in the eurozone, France’s finance minister said in an unusually blunt warning to Berlin.
    "Lagarde criticises Berlin policy" By Ben Hall in Paris on www.ft.com 20100314
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    [...]

    Il est amusant et instructif de voir la ministre (UMP) de l’économie, Christine Lagarde, reprendre à son compte, dans l’interview qu’elle a donnée au Financial Times, lundi de la semaine dernière, une analyse qui est développée depuis 2007 par l’OFCE (politiquement situé à gauche). Selon cette analyse, c’est au détriment de ses partenaires européens que l’Allemagne a pu rétablir sa position de deuxième exportateur mondial (derrière la Chine). En pesant sur les salaires de ses travailleurs, en faisant subir une sévère cure d’amaigrissement à son Etat-providence (sous Schröder), en abaissant l’impôt sur les sociétés, en délocalisant une partie de sa production en Europe centrale, l’Allemagne se serait comportée en “mauvaise joueuse”. D’autant que la réduction de voilure de son Etat-providence aurait poussé les Allemands à épargner davantage et donc à consommer toujours moins. Xavier Timbeau (OFCE) n’hésitait pas à comparer cette stratégie d’étouffement de la demande intérieure et de “compétitivité par les coûts” à une forme de “désinflation compétitive”. Et il mettait en garde contre un “jeu non coopératif”, dans lequel d’autres Etats européens pouvaient avoir la tentation de s’engager à leur tour.

    Mais c’est précisément ce que rétorquent les Allemands. Plutôt que de reprocher à notre économie d’être vertueuse et compétitive, faites-en donc autant avec les vôtres, sinon l’Europe sera balayée ! Ainsi, le Commissaire européen Günther Öttinger : “En Europe, il faut plus de réformes telles que celles que nous avons mises en oeuvre.” L’Allemagne, mise au défi par les nouveaux exportateurs chinois et centre-européens a “fait ses devoirs”, (Klaus Schrader de l’Institut pour l’Economie mondiale de Kiel), réformé et musclé son appareil de production. Elle s’appuie sur son réseau de PME familiales à la longue expérience des marchés extérieurs - le Mittelstand. Les autres n’ont qu’à en faire autant, au lieu de se plaindre que nous, Allemands, serions devenus hyper-compétitifs. Face aux demandes françaises de baisse des taxes, afin de booster la consommation intérieure allemande, et de réduire l’excédent commercial avec la France (30, 3 milliards d’euros en 2008), Angela Merkel rétorque : “Nous n’allons pas renoncer à nos atouts dans les secteurs où nous sommes forts. L’Allemagne continuera à améliorer sa compétitivité.” Et Christoph Steegmans, Porte-parole du gouvernement allemand : “Il n’est pas possible de dire aux compagnies exportatrices de produire des biens moins attractifs…”

    En outre, ajoutent les Allemands, c’est l’existence de la monnaie unique qui a permis aux pays du “Club Med” de continuer à consommer à crédit : dans les pays comme la France, c’est, en dernière analyse, l’Etat qui s’endette pour booster la consommation des ménages. ...

    [...]
    — lisez l'article complet France, Allemagne : qui est le mauvais joueur? | sur Le blog de Brice Couturier - 20100323
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    Die Rating-Agentur Fitch hat die Bonität des Landes erneut gesenkt

    [...]

    Zwar hat auch Portugal [im Vergleich mit Spanien] im vergangenen Jahr ein hohes Haushaltsdefizit von 8,3 % ausgewiesen, doch beim Nachbarn ist es auf 11,2 % explodiert, schätzt die Regierung. Zwar tut die so, als handele es sich um reale Zahlen, doch sogar die regierungsnahe Zeitung El País weist darauf hin, dass auch diese neue Berechnung "sich nicht auf konkrete Daten stützt". Trotz allem bleibt Fitch in Spanien weiterhin bei der Bestnote "AAA".

    Dazu kommt, dass die Arbeitslosigkeit in Portugal nur gut halb so hoch ist wie die in Spanien, wie Eurostat bestätigt. Damit sind natürlich deutlich niedrigere Ausgaben verbunden und deshalb brach der private Konsum in Portugal nicht so stark ein wie in Spanien. Anders als Spanien konnte Portugal die Rezession schon im zweiten Quartal 2009 abschütteln. Der Nachbar steckt nun seit fast zwei Jahren in der Rezession. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird Spanien eines der wenigen Länder in der EU sein, dessen Ökonomie auch 2010 weiter schrumpfen werde.

    Fitch begründet aber ausgerechnet die Herabstufung von Portugal damit, dass die konjunkturelle Entwicklung schwächer als im gesamten Euro-Raum ausfallen dürfte. Damit wird es angesichts des Ausblicks für Spanien immer abstruser, warum Portugal nun schon drei Stufen unter dem "AAA" von Spanien eingestuft wird.

    [...]
    — vollständiger Beitrag Die merkwürdige Abstufung Portugals | Ralf Streck - 20100325 auf Telepolis - heise.de
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    March 12 2010

    February 24 2010

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    Elmar Altvater
    aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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    Elmar Altvater auf einer Ringvorlesung an der Freien Universität Berlin zum Thema "Solidarität und globalisierte Konkurrenz"

    Elmar Altvater (* 24. August 1938 in Kamen) ist ein deutscher  Politik- wissenschaftler, Autor und emeritierter Professor für Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU-Berlin. Nachdem er zum 30. September 2004 emeritiert wurde, blieb er in Forschung und Lehre weiter am Institut aktiv. Des Weiteren ist er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac und er war im Jahr 2006 Vorsitzender des Ständigen Volkstribunals gegen europäische transnationale Unternehmen.
    Elmar Altvater – Wikipedia
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