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May 07 2013

In eigener Sache: Netzkultur, Grundeinkommen, GEMA und Spacenight auf der re:publica

Carry on, carry on: Heute beginnt in der Berliner Station wieder die re:publica, die dieses Jahr unter Motto In/Side/Out steht. iRights.info ist natürlich auch vor Ort und darüber hinaus auf drei Sessions vertreten.

Am Dienstag heißt es: Why Hackers should be fed. Der Talk mit Vorträgen von Matthias Spielkamp und Joel Dullroy fragt danach, was von der Idee des freien Wissens im grenzenlosen Kapitalismus der Netz-Giganten bleibt:

Was bleibt von den Ideen und Idealen freier Arbeit, von Free Software und Freiem Wissen, wenn Menschen im Rennen gegen Maschinen, sowie Menschen im Rennen gegeneinander bestehen müssen? Wie kann Freiheit, Selbstbestimmung und Teilhabe heute noch gesichert werden? – Wir stellen zwei Konzepte vor: Freelancer-Solidarität mit Joel Dullroy & das bedingungslose Grundeinkommen mit Matthias Spielkamp.

Wann und wo: 13:45 bis 14:45 Uhr in Stage 3.

Am Mittwoch diskutiert Valie Djordjevic mit Ronny „Kraftfuttermischwerk” Kraak und René „Nerdcore“ Walter über Netzkultur vs. Urheberrecht:

Im Spätsommer 2012 ging eine Abmahnwelle durch’s Netz: Eine Bildagentur versuchte Summen im sechsstelligen Bereich von dutzenden Blogs einzutreiben für angebliche Urheberrechtsverletzungen. Die Crux: Sehr viele der Bilder stammen von Künstlern, die explizit zum Sharing über Netzplattformen aufgefordert hatten und die ohne die Unterstützung auch der abgemahnten Blogs nie bekannt geworden wären. Angriff auf die Netzkultur oder berechtigte Durchsetzung von Urheberrechten?

Wann und wo: 11:45 bis 12:15 Uhr, ebenfalls in Stage 3.

Ebenfalls am Mittwoch: John H. Weitzmann, Luci van Org, Volker Tripp, Marco Trovatello und Ellen Vorac mit einer Diskussion unter dem Titel Space Night Mission Control … GEMA, we have a problem:

Die “Space Night” des Bayerischen Rundfunks, zwischenzeitlich aufgrund gestiegener GEMA-Tarife auf der Abschussliste, ist dank CC-lizenzierter Musik und einer engagierten Fangemeinde gerettet. Doch der Rundfunkbeitrag wird natürlich nicht geringer, nur weil die Hintergrundmusik der Space Night nicht mehr aus dem GEMA-Repertoire stammt, und die juristischen Hürden der sogenannten “GEMA-Vermutung” sind Neuland für öffentlich-rechtliche Anstalten wie den BR. Wie geht es nun also weiter? Ist der Fall “Rettet die Space Night mit CC-Musik” ein Musterbeispiel, und wenn ja, wofür?

Wann und wo: 10:30 – 11:00 Uhr, im Raum Workshop B.

April 13 2013

Einladung: Diskussionsabend mit Techdirt-CEO Mike Masnick

Der CEO und Gründer des renommierten amerikanischen Technologie-Blogs Techdirt Mike Masnick kommt nach Berlin. Am 25. April ab 19 Uhr gibt es die Möglichkeit mit ihm über den digitalen Wandel in der Kreativindustrie zu diskutieren. Zur Veranstaltung laden neben Philipp Otto von iRights der Abgeordnete Peter Tauber vom cnetz, Ben Scott von der Stiftung Neue Verantwortung, Nico Lumma von D64 und Jiannis Koudounas vom Internet und Gesellschaft Collaboratory ein.

Der Ort wird noch bekannt gegeben. Anmelden kann man sich über dieses Anmeldeformular.


Credits: Das Foto steht unter folgender Creative-Commons-Lizenz und wurde aufgenommen von dennis.

In der Einladung heisst es:

Durch das Internet ist es für Autoren, Filmemacher, Musiker und andere Künstler einfacher geworden, ihr Publikum direkt anzusprechen, ein neues zu erschließen und größere Reichweiten zu erreichen. Onlineshops sowie Plattformen, wie Soundcloud oder Vimeo, bieten ihnen die Möglichkeit zur eigenständigen Monetarisierung ihrer Werke. Crowdfunding hält ein stabiles Potenzial zur unabhängigen Finanzierung von Projekten. Auf Werkebene wird mit neuen Ausdrucks- und Gestaltungsmitteln experimentiert: so entwickelt Björk ihre Musik als multimediale App und Autoren probieren kollaborative Erstellungsprozesse oder interaktive Erzählformen aus. Verwerter passen zunehmend ihre Vertriebsmodelle an sich ändernde Konsumgewohnheiten an. Buchverleger statten elektronische Buchformate mit multimedialen Inhalten oder interaktiven Elementen aus und kreieren dadurch neue Lese- und Lernerfahrungen. Geschäftsmodelle rund um digitale Leserkreise werden entwickelt, um Diskussionen über Bücher zu fördern, Leseerlebnisse in Form von Textmarkierungen oder Kommentaren zu teilen und das Entdecken von Literatur zu unterstützen.

Um diese und viele weitere Fragen wird es gehen:

Inwieweit schöpfen die Beteiligten die sich ihnen bietenden Chancen heute bereits aus? Wie sehr profitieren sie von ihnen? Vor welchen Herausforderungen werden Kulturschaffende und -mittler gestellt? Wie können Lösungen aussehen? Welche innovative Konzepte für die Online-Verwertung werden ausprobiert? Welche Rahmenbedingungen fördern oder hindern ihre Entwicklung? Wie verändern sich traditionelle Rollen?

Und zu unserem Gast:

Mike Masnick ist Gründer und CEO von Techdirt und Floor64. Das Silicon Valley Technologie-Blog Techdirt beleuchtet seit 1997 Technologietrends und analysiert netz- und innovationspolitische Entwicklungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Medienindustrie. Von Technorati wird es in diesem Bereich zu den führenden Blogs gezählt. Masnick prägte außerdem den Begriff des “Streisand Effekts” und schreibt regelmäßig für das Magazin Bloomberg BusinessWeek.

March 30 2013

Deutschlandradio Kultur über die Cloud und digitale Konzertsäle am Samstag 14.05 Uhr

Die allseits beliebte Sendung rund um Medien und digitale Kultur “Breitband” gibt es heute wieder um 14.05 Uhr auf Deutschlandradio Kultur zu hören. Mit dabei ein Interview mit iRights-Kollege Philipp Otto zum Thema: Gewachsene Abhängigkeit – wie viel Vertrauen legen wir in die Cloud? Im Vorbericht zur Sendung heisst es:

Was passiert, wenn Dienste ihre Datenschnittstellen einschränken, woher kommt die Popularität von Whatsapp, Facebook, Spotify, Twitter und Co., und was haben Cloud-Dienste, was wir nicht haben?

Hier der Link zu unserem Informationsportal zu Cloud Computing.


Zeichnung von BBobyXP auf Deviantart, CC-BY-SA
Disclaimer: Mem.

In der Sendung wird es viele weitere spannende Themen geben. So geht es zum Beispiel um Bittorrent Live und Video-Streaming-Netzwerke Marke Eigenbau. dazu wird es auch noch ein Interview mit Alexander D. McWilliam geben. McWilliam spricht unter anderem über “How to build a digital concert hall?

Hier alle Informationen wie DRadio Kultur nachher – oder auch schon jetzt – gehört werden kann.

Reposted byphintech phintech

March 19 2013

Chaos Computer Club: SIGINT 13 in Köln startet Call for Participation

Vom 05. – 07. Juli 2013 findet die vierte Ausgabe der vom Chaos Computer Club (CCC) organisierten Konferenz SIGINT 13 statt. Die Macher der Hacker-Konferenz suchen nun alle Arten der Unterstützung und Beteiligung. Von Freiwilligen, die bei der Durchführung helfen, bis hin zu Vorschlägen für Vorträge oder Projekte, die präsentiert werden können.

Auf der Veranstaltungsseite steht auch schon eine in welchem Spektrum die Themen sich im Rahmen des Call for Papers bewegen können bzw. was die Organisatoren besonders spannend finden:

  • Signals intelligence and surveillance techniques, e.g. digital wiretapping, deep packet inspection, etc.
  • Mobile device hacking and telecommunications security and exploiting weaknesses in mobile app ecosystems
  • Network neutrality, i.e. the ownership, censorship, circumvention and the politics of de facto standards
  • Programming languages, the state of the art and research as well as interesting new or old applications
  • Privacy in the age of big data, ensuring it via policy or technical means, ethical considerations, etc.
  • (Post-)Privacy, conflict between the desires of an individual and the public regarding social networks and public spaces
  • Alternative worlds, communities in the deep web, augmented reality, hackerspaces and other environments
  • Storming the clouds, hacking, breaking, exploiting and securing cloud-based computing and storage ideas
  • Transparency and participation in politics and governance, sousveillance, open data and its applications
  • Physical hacking, making and fabbing, lockpicking, electronics and hardwarde design, artistic expression
  • Painting it green, concepts for reducing the ecological footprint our urban lifestyle has on the planet
  • Automation, labor market, terms of employment and future chances

Alle Interessierten sollen diese Auflistung als Inspiration betrachten. Die Macher der Konferenz freuen sich auf rege Beteiligung. Vorschläge für Veranstaltungen und Vorträge können online in diesem Formular eingetragen werden.

Die Deadlines für die Einreichungen sind wie folgt:

  • May 5th, 2012 (23:59 UTC): Submission deadline
  • June 5th, 2013: Final notification of acceptance

Falls es Fragen gibt, kann man sich via E-Mail melden: sigint-orga(at)koeln.ccc.de

iRights.info war im vergangenen Jahr bei der SIGINT 12 bereits bei der Veranstaltung “Urheberrecht: Wer will was von wem wofür? Und warum?” zu Gast. Hier auch noch einmal das Video zur damaligen Veranstaltung.

March 12 2013

Freie Lernmaterialien fördern – Anhörung im Landtag Nordrhein-Westfalen

Am 13.03.2013 führt der Ausschuss für Schule und Weiterbildung des Landtag Nordrhein-Westfalen eine öffentliche Expertenanhörung zum Thema Open Educational Ressources (OER) bzw. auf deutsch, zu freien Bildungs- und Lernmaterialien, durch. Der Anhörung liegt der Antrag der Fraktion der Piraten “Freie Lernmaterialien fördern!” mit der Drucksache 16/1253 (PDF-Dokument) zugrunde. Von iRights.info wird Philipp Otto als Experte vor Ort sein und Stellung nehmen.

Die Piraten streben im Antrag eine Förderung von freien Lernmaterialien durch das Land an. Dazu gehört:

a) in den Schulen über die Fragen von Urheberrechten im Zusammenhang von Nutzung, Erstellung und Austausch von Lernmaterialien zu informieren,
b) in den Schulen sowie durch die Medienberatung NRW für den Einsatz von Lernmaterialien unter freier Lizenz zu werben,
c) die gezielte Suche nach Lernmaterialien unter freier Lizenz in learn:line NRW möglich zu machen.

Die Anhörung wird via Livestream morgen ab 13.30 Uhr übertragen.

Linke diskutiert Zukunft der Verwertungsgesellschaften

Kaum eine Woche vergeht, in der Verwertungsgesellschaften nicht für Nachrichten sorgen. Meistens produziert die GEMA Unmut, VG Wort oder VG Bild-Kunst bleiben eher unbemerkt. Die deutsche und die europäische Fraktion der Linken laden zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Freitag, dem 22. März zur Konferenz „Verwertungsgesellschaften im 21. Jahrhundert” ins Berliner Ritter Butzke.

Aus der Ankündigung:

Wo stehen Verwertungsgesellschaften Anfang des 21. Jahrhunderts? Für wen sind sie da? Wessen Interessen vertreten sie? Wir laden ein zur Diskussion über die Zukunft der kollektiven Rechtewahrnehmung.

Drei Panels drehen sich um die von der EU-Kommission geplante Reform der Verwertungsgesellschaften und die Interessen von Urhebern und Nutzern. Mehr zum Programm und Referenten bei Digitale Linke, ein Livestream ist angekündigt.

Was eine Verwertungsgesellschaft eigentlich ist und was hinter einer Pauschalvergütung steckt, erklärt iRights.info hier.

December 11 2012

Veranstaltungen in Berlin: Geist, Eigentum und Urhebervertragsrecht

Wer über’s Urheberrecht debattieren will, hat auch im Dezember die Chance dazu: Zwei Veranstaltungen stehen in Berlin bevor.

Für Kurzentschlossene: Heute Abend um 20 Uhr ist ein Gespräch mit dem Autoren, Journalisten und Verleger André Thiele im Literaturforum im Brecht-Haus angekündigt. In der Ankündigung heißt es unter dem Titel „Geist & Eigentum”:

Schon der frühe Urheberrechts-Diskurs beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie die Entäußerung von Sprache und Gedanken mit einem materiellen Eigentumsbegriff in Einklang zu bringen ist. Wo Eigentum als Konzept auftaucht, besitzt es eine bedrohliche Tendenz zur Ausdehnung. Was bedeutet dies für das „geistige“ Eigentum? Steht uns eine Welt bevor, die alles mit Eigentumsvermerken belegt? Sind die derzeitigen Konflikte um das Urheberrecht Teil eines Freiheitskampfes?

Mehr darüber auf der Seite des Literaturforums.

Am kommenden Montag (17.12.) geht es dann ab 20 Uhr im Grünen Salon der Volksbühne um das Dauerbrenner-Thema Urhebervertragsrecht. Auf Einladung der Linksfraktion im Bundestag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung diskutieren Matthias Hornschuh vom Berufsverband Mediamusic, Eva Kiltz vom VUT, Benno Pöppelmann (DJV). Luis Ruby (Verband Deutschsprachiger Literaturübersetzer) und Katharina Winter (Börsenverein). In der Einladung zur Podiumsdiskussion „10 Jahre Urhebervertragsrecht” heißt es:

Warum ist der Anspruch auf eine angemessene Vergütung für die Nutzung kreativer Leistungen so schwer durchzusetzen? Wie ist der Stand der Verhandlungen in den unterschiedlichen Branchen? Und nicht zuletzt: Wie definiert man eigentlich eine »angemessene« Vergütung? Wir bringen die Betroffenen an einen Tisch. Literaturübersetzer, Musiker, Journalisten und ihre Vertragspartner erklären, wo in der Praxis die Probleme mit ihren Verträgen liegen und was sie von der Politik erwarten.

Mehr darüber bei Digitale Linke. Ein Livestream ist angekündigt.

Veranstaltungen in Berlin: Geist, Eigentum und Urhebervertragsrecht

Wer über’s Urheberrecht debattieren will, hat auch im Dezember die Chance dazu: Zwei Veranstaltungen stehen in Berlin bevor.

Für Kurzentschlossene: Heute Abend um 20 Uhr ist ein Gespräch mit dem Autoren, Journalisten und Verleger André Thiele im Literaturforum im Brecht-Haus angekündigt. In der Ankündigung heißt es unter dem Titel „Geist & Eigentum”:

Schon der frühe Urheberrechts-Diskurs beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie die Entäußerung von Sprache und Gedanken mit einem materiellen Eigentumsbegriff in Einklang zu bringen ist. Wo Eigentum als Konzept auftaucht, besitzt es eine bedrohliche Tendenz zur Ausdehnung. Was bedeutet dies für das „geistige“ Eigentum? Steht uns eine Welt bevor, die alles mit Eigentumsvermerken belegt? Sind die derzeitigen Konflikte um das Urheberrecht Teil eines Freiheitskampfes?

Mehr darüber auf der Seite des Literaturforums.

Am kommenden Montag (17.12.) geht es dann ab 20 Uhr im Grünen Salon der Volksbühne um das Dauerbrenner-Thema Urhebervertragsrecht. Auf Einladung der Linksfraktion im Bundestag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung diskutieren Matthias Hornschuh vom Berufsverband Mediamusic, Eva Kiltz vom VUT, Benno Pöppelmann (DJV). Luis Ruby (Verband Deutschsprachiger Literaturübersetzer) und Katharina Winter (Börsenverein). In der Einladung zur Podiumsdiskussion „10 Jahre Urhebervertragsrecht” heißt es:

Warum ist der Anspruch auf eine angemessene Vergütung für die Nutzung kreativer Leistungen so schwer durchzusetzen? Wie ist der Stand der Verhandlungen in den unterschiedlichen Branchen? Und nicht zuletzt: Wie definiert man eigentlich eine »angemessene« Vergütung? Wir bringen die Betroffenen an einen Tisch. Literaturübersetzer, Musiker, Journalisten und ihre Vertragspartner erklären, wo in der Praxis die Probleme mit ihren Verträgen liegen und was sie von der Politik erwarten.

Mehr darüber bei Digitale Linke. Ein Livestream ist angekündigt.

November 06 2012

Bingo zum Urheberrecht. Oder: enGAGE!, damit Kinder weiter richtig schreiben können

von David Pachali und Matthias Spielkamp

42.625 Euro bekommt die Fachhochschule Köln „als einmalige Zuwendung“ im „Wege der Projektförderung“, wie es im Amtsdeutsch so schön heißt, für ihre Initiative enGAGE!, um – ja, um was genau zu tun?

Das geförderte Vorhaben besteht aus einer Diskussionsveranstaltung zum Wert geistigen Eigentums, kulturellen Schaffens und kreativer Leistung, dem Aufbau einer entsprechenden Internetplattform sowie einer Publikation, die die wesentlichen Ergebnisse der Diskussionsveranstaltung dokumentiert.

So die Auskunft der Pressestelle des Kulturstaatsministers Neumann, der heute Abend zur Eröffnungsveranstaltung eine Rede halten wird. enGAGE! steht für „Gesprächs- und Arbeitskreis Geistiges Eigentum e.V.“ und ist eine

Neue Initiative zur Stärkung des Bewusstseins für den Wert des Geistigen Eigentums

wie es die Pressestelle der Fachhochschule Köln formuliert. Denn dieses Bewusstsein für den Wert des geistigen Eigentums (wir schreiben das hier ja noch mit kleinem „G”) ist bekanntlich durch die Machenschaften von Raubkopierern, Piraten, Schülern, Künstlern und anderen zwielichtigen Gestalten bedroht.

Eingeladen sind – neben Kulturstaatsminister Bernd Neumann – Bundesjustizministerin a.D. Brigitte Zypries, der Obertroll Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für das Urheberrecht, Ansgar Heveling, und Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates.

Wir freuen uns auf die Reden zum Thema. Damit es nicht langweilig wird, haben wir für Zuhörer bei der heutigen Eröffnungsveranstaltung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften Bingo-Karten zum Ausdrucken (PDF) vorbereitet:

Wer das Spiel noch nicht kennt: Fällt eine der Worthülsen (sinngemäß), darf man sie ankreuzen. Ziel ist es, eine horizontale, vertikale oder diagonale Reihe zu bilden. Wer zuerst fertig ist, steht bitte auf und ruft laut und vernehmlich „Bingo!”.

Wie die FH Köln in ihrer Pressemitteilung schreibt, ist es das Ziel von enGAGE!,

diese Debatte wissenschaftlich aufzubereiten und damit gleichzeitig zu versachlichen.

Mit diesem Ziel hat dann wohl auch Rolf Schwartmann der Rheinischen Post ein Interview gegeben, in dem er zu bedenken gibt, dass das „Internet und die Generation der Smartphones [...] unser Leben und unser Wissen radikal“ verändern. Ob er da mal ein Beispiel nennen kann? Sicher:

Ein Beispiel, das jeder kennt: Wir merken uns keine Telefonnummern mehr. Es gibt Experten, die vermuten, dass Kinder bald nicht mehr richtig schreiben und formulieren können.

Wir freuen uns auf eine sachliche, Empirie-gestützte Debatte und eine Website mit ganz vielen unvoreingenommen Studien zur Urheberrechtsregulierung, schlagen aber vor, die Initiative umzubenennen. Wie wäre es mit enGAGA!?

October 22 2012

Open Access Week mit Podiumsdiskussion am Dienstag in Berlin

Heute beginnt die Open Access Week, eine seit 2008 stattfindende Aktionswoche, die für den freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen wirbt. Nach eigenen Angaben findet sie „überall”, also international statt und ist übrigens nicht zu verwechseln mit den Ende September in Wien abgehaltenen Open-Access-Tagen.

In Berlin gibt es zum Thema am Dienstagabend eine Podiumsdiskussion, die sich mit „Chancen und Herausforderungen” von Open Science beschäftigt. Damit ist neben Open Access im engeren Sinn auch die dauerhafte Zugänglichkeit von Forschungsdaten und der Einsatz des Web 2.0 in der Wissenschaft gemeint.

Aus dem Programm:

Wann: am Dienstag, den 23.Oktober 2012 ab 18 Uhr
Wo: Auditorium des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums der Humboldt-Universität zu Berlin
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Begrüßung durch Dr. Andreas Degkwitz (Humboldt-Universität zu Berlin)

Einführungsreferat: Prof. Dr. Martin Grötschel (Zuse-Institut Berlin, Technische Universität Berlin)
Moderation: Prof. Dr. Peter Schirmbacher (Humboldt-Universität zu Berlin)

Die Teilnehmer:

Dr. Christoph Bruch (Helmholtz-Gemeinschaft)
Prof. Dr. Ortwin Dally (Deutsches Archäologisches Institut)
Dr. Andreas Degkwitz (UB der Humboldt-Universität zu Berlin)
Prof. Dr. Martin Grötschel (Technische Universität Berlin)
Dr. Jeanette Hofmann (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung)
Dr. Angelika Lex (Elsevier)
Dr. Anne Lipp (Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Veranstaltet wird das Podium vom Open-Access-Büro der Helmholtz-Gemeinschaft, dem Institut für Bibliotheks- und Informations­wissenschaften der HU Berlin und anderen Berliner Hochschuleinrichtungen.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Open Access Week gibt es diese Woche unter anderem auch in Dresden und Hannover.

October 15 2012

Digitales Zeitalter: Grüne suchen neuen Gesellschaftsvertrag

Die Bundestagsfraktion der Grünen lädt am Wochenende (Sa., 20.Oktober) zum netzpolitischen Kongress im Paul-Löbe-Haus des Bundestages in Berlin. Unter dem Titel “Ein Gesellschaftsvertrag für das digitale Zeitalter” geht es um Fragen wie  nachhaltige IT (Öko-Smartphone?), Urheberrecht und Wissenschaft, Netzneutralität, Datenschutz, die “Konsequenzen der ständigen Erreichbarkeit”, Frauen im Netz und ‘Open Data’ in den Kommunen.

Die erste ‘Keynote’ gibt der US-Urheberrechtsexperte Lawrence Lessing, Gründer der Creative Commons Initiative und Mitglied der Electronic Frontier Foundation. Auch Kulturpolitikerinnen wie Agnes Krumwiede (MdB / Grüne) und Kulturschaffende wie der Musiker Philipp Grütering (Deichkind) sind vertreten.

In einem Workshop beschäftigen sich Leonhard Dobusch (FU Berlin),  Joerg Heidrich (Justiziar Heise-Verlag) und Philipp Otto (iRights.info) mit dem Thema “Das Urheberrecht im Internet: Zwischen Partikularinteressen, offenen Lizenzen und gesellschaftlichem Ausgleich”.

Alle Informationen zur Anmeldung und das Programm gibt es hier. Anmeldeschluss ist der 17.Oktober.

October 05 2012

CCC Bremen startet Vortragsreihe “Ideen, Besitz, Eigentum – digital!” mit Philipp Otto

Der Chaos Computer Club (CCC) Bremen startet heute in der Hansestadt zusammen mit dimeb Arbeitsgruppe Digitale Medien in der Bildung, Fachbereich Informatik der Universität Bremen die Vortragsreihe “Ideen, Besitz, Eigentum – digital!”.

Philipp Otto, Redaktionsleiter von iRights.info, eröffnet die Reihe mit einem Einführungsvortrag zum Thema. Es geht dabei um einen Überblick zu Urheber- und Verwertungsrechten und den aktuellen politischen Streitpunkten in diesem Bereich. Die Veranstaltung findet heute um 19 Uhr im Haus der Wissenschaft (Sandstr. 4/5) in Bremen statt.

Im weiteren Verlauf der Reihe finden folgende Veranstaltungen statt:

Am 19. Oktober um 19 Uhr referiert Jan-Paul Bultmann vom CCC Bremen zu “You wouldn’t download a car- Urheberrecht in Zeiten des 3D-Druckers”. Die Veranstaltung findet in der “Embassy of Nerdistan“, Weberstr. 18 in Bremen statt. Hierbei wird nach zwei Jahren Abstinenz auch der neue Bremer Hackerspace eröffnet.

Weiter gehts am 2. November um 19 Uhr. Hier diskutieren Alexander Noack und Jan Bramkamp, beide vom CCC Bremen, über die Frage “Gerätehoheit – Wem gehört mein iPhone?”. Veranstaltungsort ist das Haus der Wissenschaft.

Am 9. November um 19 Uhr referiert Martin Haase von der Uni Bamberg und dem CCC e.V.zum Komplex des “Freien Wissens”. Veranstaltungsort ist abermals das Haus der Wissenschaft.
Freies Wissen

Den Schlußpunkt der Vortragsreihe setzt am 29. November um 19 Uhr Jöran Muuß-Merholz, Diplompädagoge und Sachbuchautor aus Hamburg, mit dem Thema “Urheberrecht in der Schule”. Veranstaltungsort: wieder das Haus der Wissenschaft in Bremen.

Weitere Informationen zu der Veranstaltungsreihe finden sich in der Pressemitteilung des CCC Bremen.

September 25 2012

FDP: Diskussion zum Online-Fernsehen

Bei Aldi steht gerade ein Online-Fernseher im Regal. Bei Saturn und Mediamarkt sieht man zahlreiche Facebook-, YouTube- und LOVEFiLM-Buttons auf den TV-Bildschirmen. Fernseher werden zum Riesen-Tablet für’s an die Wand hängen. Offline-TV könnte schneller verschwinden als man denkt.

Sind Politik und Wirtschaft schon auf das IP-TV im großen Stil vorbereitet?

Unter dem Titel „Netzpolitik ist… Medienpolitik“ lädt die FDP-Bundestagsfraktion am Dienstag, den 9.Oktober, nach München.

In der Einladung heißt es:

“Das Netz stellt Rundfunk und Presse vor neue Herausforderungen. Private, wie öffentlich-rechtliche Anbieter stehen vor der Frage, ob und wie viel ihres Angebots sie ins Netz stellen wollen oder dürfen. Darüber hinaus finden sich immer neue Geschäftsmodelle, die das traditionelle Fernsehen revolutionieren, wie beispielsweise IP-TV oder auch die Möglichkeit, praktisch einen „kleinen Fernseher“ immer in der Tasche zu haben. Auf der Veranstaltung möchten wir über diese neue Entwicklung sprechen und einen Blick in die Zukunft wagen.”

Auf dem Programm stehen ein Vortrag von:

Prof. Dr. Marcus Englert, ehemals Vorstand “New Media” bei der ProSiebenSat.1 Media AG

Sowie ein Panel und eine Podiumsdiskussion mit:

Matthias Ditsch, Mitglied im Vorstand des Deutschen IPTV Verbandes
Claus Grewenig, Geschäftsführer des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT)
Jan Kottmann, Senior Policy Counsel bei Google Germany GmbH
Lutz Reulecke, Vice President Regulatory Affairs & Public Policy der Sky Deutschland AG
Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, Sachverständiger Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft”
Julika Sandt, Sprecherin für Medien, Kultur, Jugend und Sport der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag

Moderation: Prof. Dr. Hubertus Gersdorf, Sachverständiger Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft”

September 13 2012

Wem gehört das Werk? Diskussion in Hannover

“Die Möglichkeit grenzenlosen Kopierens, Mischens und Verbreitens von Medien ohne Qualitätsverlust kann nicht ohne Folgen für das deutsche Urheberrecht bleiben”, heißt es in der Einladung. Welche das sind diskutieren Joerg Heidrich, Justiziar des Heise-Verlages und Fachanwalt für IT-Recht, und Matthias Spielkamp, Projektleiter iRights.info, am kommenden Dienstag in Hannover. Ebenfalls interessant: Welche Position nehmen die Gewerkschaften der Urheber in der Debatte ein? Aufreger gibt es genug – vom Urhebervertragsrecht (Stichort Total-Buy-Out-Verträge) bis zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger.

Veranstalter sind ver.di – Fachbereich 8 (Medien, Kunst und Industrie) in Zusammenarbeit mit dju – Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di, Freie und Selbständige in ver.di, Linke Medienakademie e.V..

Moderation: Hendrik de Boer, Journalist ehrenamtlicher Bezirksvorsitzender ver.di-Fachbereich 8 (Medien, Kunst und Industrie).

Termin:

“Wem gehört das Werk? Die Kreativen, das Urheberrecht und der Mehrwert”
Dienstag, 18. September 2012 ♦ 18 Uhr ♦ ver.di-Höfe (Rotation) ♦ Goseriede 10 ♦ 30159 Hannover

September 09 2012

Justizministerium veranstaltet Beruhigungskonferenz zum Urheberrecht

Das Bundesministerium der Justiz (BMJ) veranstaltet kurzfristig am 19. September 2012 ein “Zukunftsforum Urheberrecht”. Es ist davon auszugehen, dass das BMJ damit Handlungsfähigkeit in einer Zeit beweisen will, in der seit Jahren überfällige Modernisierungen zugunsten von Nutzern und Urhebern sowie Vereinfachungen des Urheberrechts verpasst wurden. Zudem hat das Bundeskabinett soeben mit dem Entwurf für ein “Leistungsschutzrecht für Presseverlage” eine brandgefährliche Lobby-Idee der Axel-Springer AG und des Burda-Verlages in Papierform gebracht, die die Gefahr birgt, dass die Informationsfreiheit in Deutschland einschränkt wird. Zeit also, Flagge zu zeigen.

Ganz im Stil eines innovativen “work in progress”-Prozesses heißt es auf der Website des BMJ zur Konferenz:

Die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger lädt zu einem hochkarätig besetzten Forum ein, in dem unterschiedliche Ideen für die Zukunft entwickelt werden sollen, dem „Zukunftsforum Urheberrecht“.

Und weiter:

Geistige Werke werden im Internet anders genutzt und verbreitet als in der analogen Welt. Veränderte wirtschaftliche Mechanismen stellen Urheber, Nutzer und Werkmittler vor neue Herausforderungen. Wofür zahlt der Kunde von übermorgen? Wie lässt sich geistiges Eigentum in der digitalen Welt langfristig schützen? Wie gelingt ein dauerhaftes, modernes und verständliches Urheberrecht?

Zweifelsohne lauter wichtige Fragen. Vor dem Hintergrund der ablaufenden Legislaturperiode und dem “Leistungsschutzrecht für Presseverlage” ist allerdings nicht allzu viel davon zu erwarten. Martin Weigert hat in dem Beitrag “Deutschlands gestörtes Verhältnis zum Netz” sehr schön beispielhaft die grundsätzliche Problematik der Innovationsfeindlichkeit und der antivisionären Entscheidungen für eine moderne Netzpolitik in Deutschland aufgezeigt. Es bleibt zu hoffen, dass die Diskutanten auf der Konferenz dem BMJ ein paar dieser Gedanken transportieren und deutlich machen, dass das BMJ und die Bundesregierung das Schiff in die falsche Richtung genommen haben und dringend umkehren müssen.

August 29 2012

Vom Manuskript zum Buch – Verlage laden ein

Was machen und wozu braucht man eigentlich noch Verlage? In der aktuellen Diskussion zum Urheberrecht fallen inzwischen so grundsätzliche Fragen.

Aufklärung verspricht eine Aktion der Buchbranche, koordiniert vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Unter dem Titel “Zum Dialog bereit?” öffnen am 13. September in verschiedenen Städten 20 Verlagshäuser ihre Türen, darunter beispielsweise De Gruyter, Cornelsen und Random House (siehe Programm). Geplant sind Führungen, Aktionen und Diskussionen mit Verlegern, Lektoren und Autoren. “Erst wenn man sich diese Arbeit genauer anschaut, erschließt sich so manche Position, die von Verlagen in der Debatte eingenommen wird. Und darüber kann man dann vielleicht etwas praxisbezogener diskutieren”, erklärt Initiator Matthias Ulmer (Inhaber des Eugen Ulmer Verlags und Vorstandsmitglied des Verlegerausschusses des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels).

Wer also wissen will, warum er sein Werk in einem traditionellen Verlag und nicht selbst als E-Book bei Amazon publizieren soll, kann vor Ort nachfragen. Auch Second-Hand-E-Books könnten ein Thema sein. E-Book-Ausleihen führten jüngst in den USA zu Streit.

Der Tag ist Baustein der Dialog-Kampagne des Börsenvereins zum Thema “Das Urheberrecht und die digitale Gesellschaft”.

July 25 2012

“Vergüten statt verfolgen” – Grüne tagen zum Urheberrecht

Die Grünen diskutieren das Urheberrecht – am 31. August (Freitag) und am 1. September (Samstag), in Berlin-Wedding. Als Referenten und Diskutanten angekündigt und angefragt sind unter anderem: Julia Seeliger, Markus Beckedahl, Tim Renner, Sascha Lobo, Martin Vogel (Patentrichter und Kläger gg. die VG Wort), Robert Staats (VG Wort), Harald Heker (GEMA).

Auf dem Programm steht unter anderem:

  • „Ist das Konzept des Geistigen Eigentums im 21. Jahrhundert noch aktuell?“ – Vorträge und Fish Bowl Debatte
  • Quo Vadis Urheberrecht?“ – Debatte zwischen UrheberInnen
  • Zur Flexibilisierung von Schutzfristen und dem Umgang mit verwaisten Werken – Forum
  • Die Zukunft des Urhebervertragsrechts – Forum
  • Aufgaben und Arbeit der Verwertungsgesellschaften -Forum
  • Alternative Vergütungsansätze und zeitgemäße Finanzierungsmodelle – Forum

“Vergüten statt verfolgen – Die Grüne Urheberrechtsfachtagung 2012”
Tagungsort: Uferstudios (Badstraße 41, 13357 Berlin-Wedding)

July 03 2012

Digitale Bibliothek – Stiefkind der Informationsgesellschaft?

Wie speichern wir das Internet? Was bleibt von heutigen Online-Publikationen in 300 Jahren noch übrig? Inwieweit stehen digitale Inhalte künftigen Generationen als historische Quelle zur Verfügung? Diese Fragen treiben die deutschen Gedächtnisinstitutionen zunehmend um. Denn es geht nicht nur um die Haltbarkeit und Lesbarkeit von Datenträgern, sondern viel prinzipieller um die rechtlichen Grundlagen der digitalen Archivierung – und die sind umstritten.

Die Aufbewahrung eines Buches bereitet Bibliotheken keine urheberrechtlichen Schwierigkeiten, die Archivierung von Internetseiten schon – allein schon wegen des Vervielfältigungsvorgangs. Droht also aus rechtlichen Gründen sogar eine “Amnesie des Digitalen”?

Die Tagung „Die digitale Bibliothek und ihr Recht“ (Infos und Programm) am 6. und 7. September 2012  in Köln will die rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchten, die beim Aufbau eines “digitalen kulturellen Speichergedächtnisses” zu beachten sind.  iRights-Mitbegründer und -Redakteur Till Kreutzer wird an der Podiumsdiskussion “Die Digitale Bibliothek als Zukunftsaufgabe und rechtliche Herausforderung” teilnehmen und den Standpunkt der Urheberrechtswissenschaft darstellen.

Organisiert wird das Treffen von Prof. Dr. Karl-Nikolaus Peifer, Ass. jur. Oliver Hinte (beide Universität zu Köln) und Dr. Eric W. Steinhauer (FernUniversität in Hagen).

“Eine vollkommen groteske Situation”

Steinhauer  zeichnete die rechtlichen Schwierigkeiten der digitalen Langzeitarchivierung jüngst im Interview mit iRights.info nach. Der Gesetzgeber erwarte etwa von der Deutschen Nationalbibliothek, in regelmäßigen Abständen das deutsche Internet zu kopieren. Doch, so Steinhauer: “Wird die Bibliothek dieser Erwartung gerecht, dann verstößt sie (…) nach derzeitiger Rechtslage gegen geltendes Urheberrecht. Eine vollkommen groteske Situation.”

May 14 2012

Heute in Leipzig: Schutzrechte – Fluch oder Segen?

Zur Frage “Sind Schutzrechte für Kreative Fluch oder Segen?” diskutieren am Montag um 19 Uhr im LOFFT Leipzig:

- Sebastian Krumbiegel – Musiker
- Meike Laaf – die tageszeitung
- Matthias Leonardy – GVU – Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen)
- Philipp Otto – iRights
- Wolfgang Senges – C3S – Cultural Commons Collecting Society.

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltungsreihe FOKUS wird vom Verein Kreatives Leipzig gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes präsentiert.

Themen der Fokus-Reihe sind 2012: Gentrifizierung und Kreativwirtschaft, Kooperation vs. Wettbewerb, Schutzrechte, Selbstausbeutung oder auch Kunst und Kommerzialisierung.

May 03 2012

Heute Veranstaltung der FES Niedersachsen zu ACTA mit Philipp Otto

Die Friedrich-Ebert-Stiftung Niedersachsen veranstaltet heute Abend in Hannover die Veranstaltung “ACTA ad acta – über den Umgang mit Urheberrechten in der digitalen Welt und den Kampf gegen Produktfälschungen”. Ab 19.30 Uhr diskutieren dazu im Leineschloss Hannover iRights-Kollege Philipp Otto, der handelspolitische Sprecher der Sozialdemokratischen Gruppe im Europäischen Parlament Bernd Lange, Jürgen Kuri als stellvertretender Chefredakteur des Magazins C´T und Dr. Klaus Oppermann, Syndikus der Volkswagen AG.

In der Veranstaltungsankündigung heißt es: “heftig wird derzeit auch in Niedersachsen über das Han- delsabkommen zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie (Anti-Counterfeiting Trade Agreement; kurz: ACTA) diskutiert. ACTA ist ein Vertrag zwischen der EU und den USA, Australien, Kanada, Japan, Mexiko, Marokko, Neuseeland, Singapur, Südkorea sowie der Schweiz. Mit dem Abkommen sollen globale Standards für den besseren Schutz von geistigem Eigentum und Online-Inhalten gesetzt werden und die Möglichkeit zur wirksameren Bekämpfung von kommerzieller Produkt- und Markenpiraterie geschaffen werden. In der öffentlichen Debatte werden jedoch immer wieder Befürchtungen geäußert, mit ACTA könnten zum Beispiel Grundrechte verletzt und Netzsperren durch die Hintertür eingeführt werden.”

Und weiter: “Wir möchten bei dieser Veranstaltung mit verschiedenen ExpertInnen aus der Politik, der Wirtschaft, dem juristi- schen Bereich und der Netzgemeinde über das Thema ACTA diskutieren. Gemeinsam soll dabei auch erörtert werden, wie die niedersächsische Wirtschaft durch ein Handelsabkommen besser vor Produkt- und Markenpira- terie geschützt werden kann.”

Hier nochmal der Link zum Veranstaltungsflyer.

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