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June 09 2012

WDR 5: Funkhaus Wallrafplatz heute zum Urheberrecht

Unter dem Titel “Jeder soll zu seinem (Urheber-) Recht kommen! Warum ist das im Internet so schwer?” kann man heute von 9.20 Uhr bis 10.00 Uhr in der Sendung “Funkhaus Wallrafplatz” von WDR 5 nicht nur den Gästen, Rechtsanwalt Udo Vetter und Constanze Kurz vom Chaos Computer Club (CCC) zuhören, sondern auch anrufen und mitdiskutieren.

In der Ankündigung heisst es:

Seit Monaten debattiert Deutschland über das Urheberrecht. Künstler, Musikindustrie und Verlage schlagen Alarm, weil sie sich in der Kostenloskultur des Internets um ihre Einkünfte gebracht sehen. Wie Musik, Filme oder andere Medien im Netz bezahlt und verwertet werden sollen, wird dabei kontrovers diskutiert. Wir Nutzer bewegen uns währenddessen auf dünnem Eis, denn was legal aussieht, kann schnell zur Abmahnung mit saftiger Rechnung führen. Wie ist die Rechtslage im Netz? Wäre eine Flatrate für die Rechte der Urheber eine Lösung? Gibt es – wie oft behauptet – eine Kostenloskultur im Netz? Kann man ein geschütztes gedrucktes Werk mit der digitalen Ausgabe gleichsetzen? Brauchen wir überhaupt ein eigenes Urheberecht fürs Netz?

Ab 9.20 Uhr kann man unter 0800 / 5678- 555 bei der Call-In-Sendung anrufen.
Einfach nur zuhören geht hier im Livestream.

July 13 2011

Der Disput zwischen Nadine Lantzsch und Udo Vetter

Sehe gerade, dass der Kollege Udo Vetter hier wieder mal ein Juwel ausgegraben hat und die Autorin dieses beachtenswerten Texts ihm auch noch den Gefallen einer Replik tut.

Mir ist sofort die hohe logische Qualität des Texts der Autorin Nadine Lantzsch aufgefallen, die weit über die einer Alice Schwarzer hinausreicht. Die Verharmlosungen sexistischer Verhältnisse, so die Autorin, würde dazu führen, “dass Wichser wie Strauss-Kahn trotz eindeutiger Beweislage” wohl am Ende freigesprochen werden.

Nachdem ich – wie auch Frau Lantzsch – weder Herrn Strauß-Kahn kenne, noch die Akten der New Yorker Staatsanwaltschaft, kann ich zur Tatsachen- und Beweislage und zum möglichen Prozessausgang keine Prognose abgeben. Es freut mich, dass Nadine Lantzsch insoweit über überlegenes Wissen verfügt. Aber gerade vor diesem Hintergrund DSK als Wichser zu bezeichnen, ist dann doch ein Bonmot der ganz besonderen Art.

Mir erscheint es allerdings auch so, dass das Beispiel DSK insgesamt schlecht gewählt ist, weil zumnindest das bisherige Vorgehen der New Yorker Staatsanwaltschaft die These von Nadine Lantzsch kaum stützt. Wenn Strauß-Kahn am Ende freigesprochen wird, dann hat das weit weniger mit Sexismus zu tun, als mit wirtschaftlicher Macht im Allgemeinen. Denn den Grundsatz in dubio pro reo ist in gewissem Maße käuflich, was übrigens der geschätzte Kollege Vetter im Zusammenhang mit dem Kachelmann-Prozess in großer Klarheit dargelegt hat. Zum Fall Kachelmann muss man der Vollständigkeit halber aber noch anmerken, dass eine überzeugend plädierende Pflichtverteidigerin vielleicht mehr Einfluss auf den Freispruch Kachelmanns hatte, als sein hochbezahlter Wahlverteidiger. Was ein Beleg dafür sein könnte, dass vorgefertigte Erklärungsmuster nicht immer stimmig sein müssen.

Frau Lantzsch schreibt anschließend noch über langwierige Denk-und Reflexionsprozesse und Selbstkritik, die allerdings derartigen Ausführungen ganz augenscheinlich nicht zugrunde lagen.

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