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November 05 2013

Zukunftsfragen der Netzpolitik – Veranstaltung in Tutzing

Wer noch nicht in Tutzing war, kennt Bayern nicht. Am Westufer des Starnberger Sees lässt es sich nicht nur gut spazieren, sondern auch wichtige netzpolitische Fragen diskutieren. Ein guter Anlass ist die Veranstaltung “Politik 2.0? Herausforderungen an die Netzpolitik”.

Ende November vom 29. November bis 1. Dezember 2013 versammelt sich in der Evangelischen Akademie Tutzing ein illustrer Kreis an spannenden Referenten um einen Parforce-Ritt durch netzpolitische Fragen vorzunehmen. In der Einladung heißt es zu den Inhalten der Veranstaltung:

Netzneutralität, Open Data, Urheberrecht – Begriffe, die die öffentliche Diskussion um Netzpolitik bestimmen. Doch die Anforderungen wachsen rasant: Welche Auswirkungen hat das Internet auf Bildungs- und Kulturpolitik? Welche Voraussetzungen sind nötig für Open Governance und Digitale Demokratie? Ein Streifzug durch die Schwerpunkte eines jungen Politikbereichs.

Das interessante Programm beinhaltet nicht nur hochrangige Referenten, sondern auch eine Morgenandacht in der Schlosskapelle. Noch sind ein paar Plätze frei und man kann sich via Online-Formular anmelden.

July 19 2013

Urheberkongress 2013 am 6. September in Berlin: Jetzt anmelden!

Aktuelle Fragen des Urheberrechts haben in den letzten Monaten für sehr viel Diskussionsstoff gesorgt. Für die einen ist es eine Glaubensfrage, für die anderen die Frage nach der ökonomischen Relevanz, für die Dritten geht es um die Frage, wieviel Zugang zu Werken und Wissen eine Gesellschaft ihren Bürgern bieten sollte. Die aktuelle Legislaturperiode der schwarz-gelben Bundesregierung neigt sich dem Ende entgegen, ab Herbst wird es eine neue Regierung geben. Das Urheberrecht wird auf der Tagesordnung bleiben. Doch welches sind die wichtigsten Bereiche in denen es neue Regelungen braucht?

Dieser Frage wollen wir am 6. September auf dem Urheberkongress 2013 in Berlin nachgehen. Organisiert wird diese Veranstaltung gemeinsam vom Think Tank iRights.Lab und der Initiative Urheberrecht. Ziel ist es, ein Forum zu bilden, auf dem alle Beteiligten der Debatte ihre Stimme erheben und kontrovers diskutieren können. Nicht in unergiebigem Streit, sondern konstruktiv und nach vorne gerichtet.

Wir wollen ermöglichen, dass weniger scheinheilige Argumente und Schutzbehauptungen die Debatte bestimmen, sondern konkrete konstruktive Ideen und Vorschläge, die auf Grundlage einer sorgfältigen Abwägung der Interessen entstehen. Dies ist ein Experiment, von dem wir uns erhoffen, dass die Diskussion voran kommt und nicht nur die alten ausgetretenen Wege ein weiteres Mal begangen werden.

Alle Informationen finden sich auf der fortlaufend aktualisierten Kongressseite urheberkongress2013.de.

Hier kann man sich verbindlich anmelden. Es wird einen Livestream für die Veranstaltung geben. Hier findet sich ein Überblick auf das Programm.

March 19 2013

Chaos Computer Club: SIGINT 13 in Köln startet Call for Participation

Vom 05. – 07. Juli 2013 findet die vierte Ausgabe der vom Chaos Computer Club (CCC) organisierten Konferenz SIGINT 13 statt. Die Macher der Hacker-Konferenz suchen nun alle Arten der Unterstützung und Beteiligung. Von Freiwilligen, die bei der Durchführung helfen, bis hin zu Vorschlägen für Vorträge oder Projekte, die präsentiert werden können.

Auf der Veranstaltungsseite steht auch schon eine in welchem Spektrum die Themen sich im Rahmen des Call for Papers bewegen können bzw. was die Organisatoren besonders spannend finden:

  • Signals intelligence and surveillance techniques, e.g. digital wiretapping, deep packet inspection, etc.
  • Mobile device hacking and telecommunications security and exploiting weaknesses in mobile app ecosystems
  • Network neutrality, i.e. the ownership, censorship, circumvention and the politics of de facto standards
  • Programming languages, the state of the art and research as well as interesting new or old applications
  • Privacy in the age of big data, ensuring it via policy or technical means, ethical considerations, etc.
  • (Post-)Privacy, conflict between the desires of an individual and the public regarding social networks and public spaces
  • Alternative worlds, communities in the deep web, augmented reality, hackerspaces and other environments
  • Storming the clouds, hacking, breaking, exploiting and securing cloud-based computing and storage ideas
  • Transparency and participation in politics and governance, sousveillance, open data and its applications
  • Physical hacking, making and fabbing, lockpicking, electronics and hardwarde design, artistic expression
  • Painting it green, concepts for reducing the ecological footprint our urban lifestyle has on the planet
  • Automation, labor market, terms of employment and future chances

Alle Interessierten sollen diese Auflistung als Inspiration betrachten. Die Macher der Konferenz freuen sich auf rege Beteiligung. Vorschläge für Veranstaltungen und Vorträge können online in diesem Formular eingetragen werden.

Die Deadlines für die Einreichungen sind wie folgt:

  • May 5th, 2012 (23:59 UTC): Submission deadline
  • June 5th, 2013: Final notification of acceptance

Falls es Fragen gibt, kann man sich via E-Mail melden: sigint-orga(at)koeln.ccc.de

iRights.info war im vergangenen Jahr bei der SIGINT 12 bereits bei der Veranstaltung “Urheberrecht: Wer will was von wem wofür? Und warum?” zu Gast. Hier auch noch einmal das Video zur damaligen Veranstaltung.

September 13 2012

Morgen: Offene Gesetze und amtliche Werke bei der Konferenz „netz:regeln”

Morgen veranstalten die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bitkom wieder die Konferenz netz:regeln, die dieses Jahr unter dem Titel „Transparenz und Vertrauen. No Limits?” steht. In Zusammenarbeit mit iRights.info gibt es von 14-15.15 ein Panel zum Thema „Open Legislative Data und amtliche Werke”. Hier die Ankündigung:

Amtliche Werke und Open Legislative Data: Teilhabe durch Open Source? In letzter Zeit gibt es verschiedene Anläufe aus der Zivilgesellschaft und dem Open- Government-Bereich, Gesetzgebungsverfahren unter Rückgriff auf Open-Source-Technologien transparenter zu gestalten (z.B. Bundesgit, La Fabrique de Loi, Swisslaw). Vielfach ungeklärt ist jedoch, welche Dokumente und Inhalte von Regierungen als amtliche Werke gelten können und für eine Nachnutzung zur Verfügung stehen. Wie sieht die Situation aus? Was können Open-Source-Technologien leisten, was nicht? Stefan Wehrmeyer (Open Knowledge Foundation, Bundesgit) Mathias Schindler (Wikimedia Deutschland) David Pachali (iRights.info) Moderation: Markus Heidmeier (Kooperative Berlin)

Tagungsort ist die Berliner Heinrich-Böll-Stiftung (Schumannstr. 8), für die Konferenz kann konnte man sich hier anmelden.

July 25 2012

“Vergüten statt verfolgen” – Grüne tagen zum Urheberrecht

Die Grünen diskutieren das Urheberrecht – am 31. August (Freitag) und am 1. September (Samstag), in Berlin-Wedding. Als Referenten und Diskutanten angekündigt und angefragt sind unter anderem: Julia Seeliger, Markus Beckedahl, Tim Renner, Sascha Lobo, Martin Vogel (Patentrichter und Kläger gg. die VG Wort), Robert Staats (VG Wort), Harald Heker (GEMA).

Auf dem Programm steht unter anderem:

  • „Ist das Konzept des Geistigen Eigentums im 21. Jahrhundert noch aktuell?“ – Vorträge und Fish Bowl Debatte
  • Quo Vadis Urheberrecht?“ – Debatte zwischen UrheberInnen
  • Zur Flexibilisierung von Schutzfristen und dem Umgang mit verwaisten Werken – Forum
  • Die Zukunft des Urhebervertragsrechts – Forum
  • Aufgaben und Arbeit der Verwertungsgesellschaften -Forum
  • Alternative Vergütungsansätze und zeitgemäße Finanzierungsmodelle – Forum

“Vergüten statt verfolgen – Die Grüne Urheberrechtsfachtagung 2012”
Tagungsort: Uferstudios (Badstraße 41, 13357 Berlin-Wedding)

May 18 2012

CCC-Konferenz SIGINT 12 startet heute in Köln

Der Chaos Computer Club (CCC) richtet inzwischen zum dritten Mal die SIGINT-Konferenz “zu Diskursen im digitalen Zeitalter” aus. Heute um 11 Uhr startet die Konferenz mit einer Keynote von Florian “Scusi” Walther im Komed in Köln. In den nächsten drei Tagen wartet ein dicht gedrängtes und spannendes Programm.

Es geht unter anderem um Datenschutz, Sicherheit, aktuelle Entwicklungen, Perspektiven und das Urheberrecht. In der Beschreibung auf der Konferenz-Website heißt es dazu: “Bei der SIGINT geht es um Mitwirkung und Veränderungen, um gesellschaftspolitische Forderungen und Utopien, um Hacktivismus, kreative Normverletzungen und Spaß am Gerät.”

Philipp Otto von iRights.info wird dabei am morgigen Samstag auf dem Panel “Urheberrecht: Wer will was von wem wofür? Und warum?” sitzen. Moderator fukami wird dabei zudem den Spiegel-Online-Redakteur Ole Reissmann und den Justiziar des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV) Benno Pöppelmann begrüßen. Inhaltlicher Schwerpunkt des Panels werden neben einer Vielzahl von aktuellen Fragen und der Gretchenfrage, wie sich die Rahmenbedingungen durch die Digitalisierung geändert haben und ob bzw. wie man darauf reagieren muss, insbesondere auch die Arbeitsbedingungen von Journalisten, Bloggern und Autoren im Kontext des Urheberrechts sein. Gerade im Spannungsfeld der aktuell zugespitzten Diskussion erwarten wir eine spannende Diskussion.

Alle Beiträge werden per Video aufgezeichnet und stehen im Anschluss unter media.ccc.de zum Nachschauen zur Verfügung. Hier findet sich der Überblick über das gesamte Programm.

SIGINT steht übrigens für Signals Intelligence.

May 11 2012

Urheber-Nutzer-Dialog: Wir müssen reden

Gratis-Kultur? Content-Mafia? Copyright-Krieg? Der Diskurs ums Urheberrecht im digitalen Zeitalter eskaliert.  Der erste Urheber-Nutzer-Dialog brachte die Beteiligten zusammen.

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April 26 2012

Konferenz: Kreatives Schaffen in der digitalen Welt am 7. Mai in Berlin

Die europäische Parlamentsfraktion GUE/NGL lädt am Montag, dem 7. Mai zur Konferenz „Kreatives Schaffen in der digitalen Welt” in den Berliner Pfefferberg, die sich mit neuen Vergütungsmodellen für kreative Arbeit beschäftigen soll. Kooperationspartner der Konferenz sind die AG Dok, Chaos Computer Club, Digitale Gesellschaft und die Bundestagsfraktion der Linkspartei.

In der Ankündigung heißt es:

Kann es eine neue Solidarität von Nutzerinnen und Nutzern kreativer Werke und Kreativschaffenden geben? Mittlerweile sind verschiedene neue Vergütungsmodelle entwickelt worden, die auf Teilhabe statt auf Ausschluss setzen und die Vergütung kreativen Schaffens von der Kontrolle des Zugangs zu kulturellen Gütern entkoppeln. Wie realistisch sind solche Modelle, woran hapert es? Welche Chancen bieten und welche Risiken bergen sie?

In vielen europäischen Ländern werden derzeit neue Vergütungsmodelle für kreatives Schaffen diskutiert. Vier davon werden im Rahmen dieses Kongresses vorgestellt. Urheberinnen und Urheber, Nutzerinnen und Nutzer befragen, bewerten und kritisieren die Vorschläge. Fachleute aus den Bereichen Recht, Ökonomie und Politik ordnen die Diskussionen in unterschiedliche Kontexte ein.

Mit dabei ist neben vielen anderen Experten auch iRights-Kollege Till Kreutzer, der mit Marcel Weiß und Luc Jochimsen über die ökonomische, politische und und juristische Bewertung der verschiedenen Modelle diskutieren wird. Anmelden zur Konferenz kann man sich hier.

November 22 2011

5. DACH-Branchenforum: GVU verkündet neue Strategie – vielleicht?

Heute und morgen findet in der Berliner Kalkscheune das “5.DACH-Branchenforum 2011” von GVU, VAP und SAFE statt. Die selbsternannte “Antipiraterieallianz” sieht durch “parasitäre Geschäftsmodelle zentrale Werte des Gemeinwesens massiv bedroht”. Denn: “Dies steht im Widerspruch zur Ignoranz dieses Problems in weiten Teilen der Bevölkerung und der Politik. Nunmehr wächst allerdings das Bewusstsein für die Notwendigkeit von regulierenden Maßnahmen im Internet, wie sie die Kreativwirtschaft schon lange fordert. Erst durch die Schaffung einer sicheren Umgebung im Netz können reale Marktchancen für legale Angebote entstehen. Erst dann kann Konsumenten verstärkt ein, zu Recht gefordertes, legales Onlineangebot geliefert werden.”

Zentrale Herausforderung des Forums wird es sein, ob es den Anwesenden gelingt, ihre von Feinden umlagerte Trutzburg zu verlassen, und sich auf einen Dialog mit den “Ignoranten aus Bevölkerung und Politik”, wie es oben so schön heißt, einzulassen. Ein Dialog der auch voraussetzt, dass die Nutzerinnen und Nutzer nicht pauschal unter Ignoranz- und Kriminalitätsverdacht gestellt werden, der voraussetzt, die von den Veranstaltern seit Jahren eingeübte Rhetorik der Scharfmacherei durch Kampagnen wie beispielsweise “Raubkopierer sind Verbrecher” zu beenden, die voraussetzt, dass man Nutzer als Konsumenten und Kunden und nicht als Gefährder und potentielle “Raubkopierer” wahrnimmt.

Dazu ein kleines sehr einfaches Beispiel: Nehmen wir einen Raum in dem sich 100 Personen befinden. Die Stimmung ist gelöst, man trifft alte Freunde, lernt neue Menschen kennen, ein Stimmengewirr, Lounge-Musik im Hintergrund. Am Rande des Raumes befinden sich lauter Tische auf denen analoge und digitale Medien beworben und zum Verkauf angeboten werden. Hin- und wieder stöbern die Personen in den Angeboten. Manche legen sie zurück, andere kaufen etwas. Nun betritt Mister X mit einer Pauke den Raum. Er schlägt kräftig drauf. Das Stimmengewirr versiegt, alle wenden sich erwartungsfroh in seine Richtung und sind gespannt, was er zu verkünden hat.

Variante 1: Mister X: Liebe Anwesende, nach unseren Untersuchungen begeht ein Großteil von Ihnen unverantwortliche Urheberrechtsverletzungen. Sie unterstützen parasitäre Geschäftsmodelle. Sie sind persönlich dafür verantwortlich, dass den Mittlern zwischen Kreativen und Konsumenten massive Einnahmen entgehen. Sie schlagen den Kreativen dabei ins Gesicht. Ich warne sie, wir werden jeden Rechtsverstoß kompromisslos verfolgen. Wir werden die Durchsetzung unserer Ansprüche ohne Rücksicht auf die Umstände, ihr Alter, ihre Beweggründe und ihre Ausreden vorantreiben. Vergessen sie niemals: Raubkopierer sind Verbrecher, als solche werden wir sie behandeln. Sehen sie sich vor. Gehen sie jetzt zu den Tischen mit den Angeboten am Rande des Raumes und kaufen sie diese leer. Egal was ihnen da angeboten wird. Dies ist schließlich Angebot genug. Mister X verlässt den Raum. Die Stimmung ist, nehmen wir mal die gut erzogene Variante, im Keller.

Variante 2: Mister X: Liebe Anwesende, darf ich mich kurz vorstellen, ich bin Mister X, und habe ein Problem. Es geht um die Frage, wie ich in einer modernen Medienwelt, bedingt durch die großartige Digitalisierung meine Angebote verbessern und weiter verkaufen kann, so diese denn ihren Geschmack treffen. Es ist schwierig für uns, auf alles gleich die richtige Antwort zu haben. Wir testen und probieren aber, und wir brauchen Sie! Sagen Sie uns, wie wir besser werden können. Denn Ihre Freunde am Mediengenuss ist auch unser Vorteil. Was fehlt Ihnen also? Woran müssen wir arbeiten? Sie sind unsere Kunden, und unsere Kunden sind für uns König und Königin. Ja, es ist auch richtig, dass nicht erlaubte Kopien aus unserer Sicht ein Problem darstellen. Wir nehmen es aber sportlich, denn wenn Sie kopieren, dann schätzen Sie immerhin den Inhalt, den wir vertreiben. Ich glaube wir sind uns alle einig, dass Kreativität und auch der Vertrieb von Kreativität einen Wert hat.

Wir wollen Ihnen deswegen eine Performance bieten, die Sie begeistert. Lassen Sie uns gemeinsam in die Zukunft gehen und gemeinsam nach Wegen schauen, Ihre und unsere Interessen unter einen Hut zu bringen. Ich würde mich freuen, wenn Sie noch einen Blick auf die Stände mit den Büchern, unseren neuen Plattformen für eBooks und die neuen Film-DVDs am Rande des Raumes werfen. Hier haben wir bereits einiges ausprobiert, testen Sie uns. Passt der Preis, sind die Nutzungsmöglichkeiten interoperabel, ist es ein Genuss die Kompilationen und Zusammenstellungen zu nutzen? Geben Sie uns Ihr feedback. Ich wünsche Ihnen noch einen wunderbaren Abend. Unterlegt mit Musik von Linda Leonardy und dem Drücke Orchestra of Vision. Herzlichen Dank. Mister X verlässt den Raum. Überrascht und neugierig applaudieren die Leute. Die Stimmung ist, gelöst.

Variante 1 und Variante 2 unterscheiden sich also geringfügig. Die Geringfügigkeit ist aber eine Weltanschauung und mündet in der Kernfrage: Wie begegne ich meinem Gegenüber. Ich will mit ihm etwas verdienen, er will etwas von mir haben und konsumieren. Lassen Sie uns spekulieren, in welcher Variante und in welcher Stimmung, mit welcher Neugier und mit welchen Konsumwillen werden die Gäste jeweils an die Tische herantreten. Kaufe ich lieber etwas wenn ich den Atem des Ladendetektivs im Nacken spüre, oder wenn ich ernst genommen und um meine Wertung gebeten werde. Ohne ein grundsätzliches Umdenken im Verhältnis der Anbieter und der “Antipiraterieallianz” wird sich nichts ändern. Wenn dies gewünscht ist, so bleiben wir einfach beim status quo. Wenn man aber das Interesse hat, auch im digitalen Zeitalter ein erfolgreiches Geschäftsmodell anzubieten, wenn das Interesse besteht kreative Werke einer möglichst breiten Kundenöffentlichkeit zugänglich zu machen, dann sollten die Hemden von gestern im Schrank gelassen werden. Das ist nicht leicht, der Mensch tappt gerne in ausgetretenen Pfaden. Bequem ist es auch, erfolgreich nicht.

Ich werde bei der heutigen Podiumsdiskussion “Verantwortlichkeit im Internet: Wer muss was dazu beitragen?” auf dem Podium sitzen.

April 19 2011

Urheberrecht: Experten uneins übers Eigentum

Ermahnung, Verwarnung, Internet-Zugang gesperrt – so können Internet-Nutzer in Frankreich bei Urheberechtsverstößen bestraft werden. Andere EU-Länder zeigen sich zumindest interessiert an einem solchen Verfahren – sehr zum Missfallen vieler Netz-Bürgerrechtler. Jérémy Zimmermann, von der französischen Initiative La Quadrature du Net sieht solche “Three-Strikes”-Methoden, wie sie im französischen Hadopi-Gesetz geregelt sind, im Kern aber als gescheitert an. Weiter bei Hyperland.

April 16 2011

Re:view – iRights.info auf der re:publica XI

In den letzten drei Tagen fand in Berlin mit der re:publica XI die größte deutschsprachige Konferenz zu Blogs, sozialen Medien und vielen gesellschaftlichen Fragen rund um die Digitalisierung statt. Wir haben nun einen kleinen Re:view der Beteiligung von iRights.info zusammengestellt. Unser herzlicher Dank gilt Markus Beckedahl, Johnny Häusler und dem gesamten Team das die re:publica XI organisiert und betreut hat, insbesondere auch denen, die nicht im Rampenlicht standen, gleichzeitig aber das Rückgrat dieser Veranstaltung gebildet haben.

Um es gleich vorneweg zu sagen, wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf, der Vielzahl von spannenden Gesprächen, der Entwicklung neuer Ideen und dem Beginn neuer Kooperationen für und mit iRights.info. Die Redakteure von iRights.info waren zudem vielfach gefragte Interviewpartner von Print-, Audio und TV-Medien.

Wir waren an zahlreichen Veranstaltungen beteiligt. iRights.info-Redakteur Till Kreutzer konnte mit seinem Vortrag “Wir sind der Urheber! Geistiges Eigentum vs. Kreativität 2.0” im Friedrichstadtpalast ca 1.000 Zuhörer begeistern. Der Vortrag kann bei YouTube nochmal angesehen werden. Die Reaktionen vor Ort und auf Twitter zeigten eine große Zustimmung. Auch die Tagesschau wie auch weitere Presseorgane haben dabei über Kreutzer und iRights.info berichtet.

re:publica 2011, Tagesschau from Jan Doetz on Vimeo.

iRights.info-Redakteur Matthias Spielkamp diskutierte unter anderem mit dem Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Peter Schaar das Thema “Fünf Jahre Informationsfreiheit – der verweigerte Zugang zu Behördendaten“. Nach der Veranstaltung stellte Spielkamp fest: “Das bemerkenswerteste an der Diskussion war, dass nun auch der
Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar zum ersten Mal öffentlich die Idee aufgegriffen hat, Informationsfreiheit ins Grundgesetz aufzunehmen.”

iRights.info-Redakteurin Valie Djordjevic widmete sich zusammen mit Katrin Rönicke, Teresa Bücker, Anne Roth und Diana McCarty in der Veranstaltung “Cyberfeministinnen und Girls on Web – ein Generationengespräch” dem neuen Feminismus im Netz. In einer weiteren Veranstaltung diskutierte iRights.info-Redakteur Till Kreutzer zusammen mit Andrea Götzke, Wolfgang Senges und Hendrik Menzl über “Music! Painting the day after revolution“.

Zudem präsentierten die iRights.info-Redakteure Philipp Otto und Till Kreutzer zusammen mit Max Senges, Jeanette Hoffmann und Paul Klimpel in der Veranstaltung “Zukunft des Urheberrechts im Jahr 2035” das Konzept und den Abschlußbericht der 3. Initiative des von Google Deutschland initiierten Internet & Gesellschaft Co:llaboratory (CoLab) zur Zukunft des Urheberrecht in der Informationsgesellschaft. Im CoLab wurden dabei unter anderem “Leitlinien für Regelungssysteme für kreative informationelle Güter” im fiktiven Jahr 2035 entwickelt.

Während der re:publica XI wurde auch die Gründung des Vereins “Digitale Gesellschaft” bekannt gegeben, die Website gelauncht und über die Idee wie auch die ersten Ziele informiert. Die Initiatoren wollen nach dem Vorbild von Greenpeace einerseits “eine Kampagneninfrastruktur aufbauen (…), die Durchführung von Kampagnen ermöglichen” und andererseits eine “wirksame Interessenvertretung für digitale Bürger- und Verbraucherrechte” etablieren. Für die Interessen und Belange von netzpolitischen Themen und Fragestellungen in Deutschland stellt diese Initiative mit Sicherheit eine wichtige Bereicherung dar – vor allem weil gerade die klassische Elite des Landes nach wie vor mit Unverständnis auf die digitale Revolution reagiert, wie Matthias Spielkamp im Hintergrundartikel Netzpioniere – Die digitale Revolution ist nicht aufzuhalten der Stuttgarter Zeitung zur re:publica feststellte.

Das Fazit der iRights.info-Redaktion zur diesjährigen re:publica XI ist durchweg positiv. Ein kleiner Wermutstropfen war der teilweise schwankende Netzzugang, doch können wir da locker drüber hinweg sehen. Wie sich auch in den vergangenen Jahren bereits angedeutet hat, wird das Thema Urheberrecht wie auch weitere rechtliche Fragestellungen im Kontext von digitalen Nutzungs- und Beteiligungsformen immer wichtiger. Die Reaktionen auf unsere Veranstaltungen haben uns sehr gefreut und wir versprechen, die ganzen neuen Ideen und Anfragen zeitnah weiter zu entwickeln und zu bearbeiten, die vielen neuen Kontakte zu vertiefen. Wer über aktuelle Projekte und Informationen von iRights.info auf dem Laufenden bleiben will, dem sei dieses Blog, unsere Website mit vielen ausführlichen Informationen, unser Twitter-Account wie auch unser Facebook-Profil empfohlen.

December 15 2010

Video: Reto Hilty zu Kulturen des Urheberrechts

Reto Hilty, Direktor des Max-Planck Instituts für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht in München und Beiratsmitglied von iRights.info hat auf dem Netzpolitischen Kongress der Bundestagsfraktion der Grünen eine sehr gute Rede gehalten. Hier gibt es nochmal das Video (der Ton ist etwas gewöhnungsbedürftig, geht aber gerade noch). Anschauen lohnt sich:

December 08 2010

02mydafsoup-01

Tagung: evangelische Akademie in Tutzing - WELTWIRTSCHAFT IM UMBRUCH AUSWEGE AUS DER KRISE

December 07 2010

SPD veranstaltet “OpenMedia”-Konferenz

Die Medienkommission der SPD veranstaltet zusammen mit der parteieigenen Zeitung Vorwärts am Freitag den 10. Dezember einen “OpenMedia”-Kongress. Los gehts um 14 Uhr. Die Speaker und Panelisten wollen über die “sozialdemokratische Medienpolitik” diskutieren. Gerade in diesen Zeiten, in denen heftig um den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) und das Urheberrecht gerungen wird, könnte dies interessant werden.

Das Programm hört sich auf jeden Fall spannend an. Unter anderem wird Garrett Graff (The Washingtonian) in einer Keynote zu “Openness – Making Democracy Work” sprechen. Hier gehts zur Konferenz-Website und Anmeldung. Und wenn das Programm erfolgreich absolviert wurde, gibt es am Ende des Tages noch eine ursozialdemokratische “Abschlussparty mit Bier & Brezeln”.

April 09 2010

02mydafsoup-01

"Kinderarmut in Deutschland" via Newsletter: evangelische Akademie in Tutzing bei München - Tagung 19.-20.April 2010



Sehr geehrte Damen und Herren,

jedes sechste Kind in Deutschland lebt in relativer Armut.
Anlass genug für die Evangelische Akademie Tutzing, gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk eine Tagung zu diesem brisanten Thema anzubieten:

Kinderarmut in Deutschland
19. - 20. April 2010
Tagungsstätte Schloss Tutzing

Unsere Experten, darunter der bekannte Armutsforscher Prof. Richard Hauser, diskutieren über Ursachen, vor allem aber Strategien zur Bekämpfung der Armut. Die Journalistin Maria von Welser, stellvertretende Vorsitzende von UNICEF Deutschland, liest aus ihren Sozialreportagen "Leben im Teufelskreis".

Bei der Tagung sind noch Plätze frei; das vollständige Programm finden Sie unter:

http://www.ev-akademie-tutzing.de/?locus=http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/programm/detail.php3?lfdnr=1527&part=detail

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ulrike Haerendel
Studienleiterin
EVANGELISCHE AKADEMIE TUTZING

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April 01 2010

Tagungsbericht MMR/Eco-Kongress online

Am 24.3.2010 fand im BMJ der Kongress „Das Internet – (k)ein rechtsfreier Raum?“ statt, der gemeinsam von Eco (dem Verband der deutschen Internetwirtschaft) und der Zeitschrift Multimedia und Recht (MMR) aus dem Beck-Verlag unter der Schirmherrschaft der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger veranstaltet wurde. 160 Teilnehmer waren da. Ich habe ein Podium zum Thema “Rechtsdurchsetzung im Internet” moderiert. Diskutiert haben hier: Dr. Christian Sprang, Justiziar des Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., Dr. Christoph Sobotta, Referent im Kabinett der Generalanwältin Kokott beim Europäischen Gerichtshof, Rolf Bender, Referent für Medienrecht und neue Dienste im Bundeswirtschaftsministerium und Dr. Arnd Haller, Leiter Recht der Google Germany GmbH.

Nunmehr sind der Tagungsbericht, Video-Dokumentation und andere Materialien online.

March 30 2010

Auf dem Weg zur DienstbotInnengesellschaft?

Auf dem Weg zur DienstbotInnengesellschaft? Prekäre Zeiten – prekäre Verhältnisse ist der Titel einer Tagung im Bildunghaus St. Virgil in Salzburg am 28. und 29. April 2010.

Weltweit lässt sich eine zunehmende Auslagerung von haushaltsnahen Dienstleistungen an MigrantInnen, StudentInnen und schlecht ausgebildete Personen erkennen. Einen Großteil dieser Gruppen stellen Frauen dar. Durch diese Auslagerung setzt sich die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung im Haushalt fort, und es entstehen neue Ungleichheiten unter Frauen, die entlang von Einkommen, Ausbildung, Ethnizität und Nationalität verlaufen.

Über dieses Thema sprechen u.a. Mascha Mödorin, Mag.ª Bettina Haidinger, Mag. Christian Felber und Ao. Univ.Prof.in Mag.a Dr.in Luise Gubitzer.

Zum Detailprogramm (PDF)


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February 23 2010

24.02. Riga: iRights.info zur Zukunft des Urheberrechts

Am morgigen Mittwoch hält iRights-Redakteur Till Kreutzer im Goethe-Institut in der lettischen Hauptstadt Riga einen Vortrag zur Zukunft des Urheberrechts. Es geht um aktuelle Entwicklungen sowohl in Deutschland als auch in der Europäischen Union. Kreutzer erläutert den kulturellen Bruch und die fehlende Legitimation in Zeiten einer durch und durch digitalisierten Welt. Er macht Vorschläge wie das auf das analoge Zeitalter ausgerichtete Urheberrecht reformiert werden muss, damit es den Herausforderungen der digitalen Welt gewachsen ist.

Die Veranstaltung wird organisiert von der “Gutenberga Galaktika” in Kooperation mit der lettischen Nationalbibliothek. Weitere Informationen sowie eine Anfahrtsbeschreibung finden sich auf der Website des Goethe-Institut Lettland.

Hingewiesen sei noch auf das spannende Interview mit Kreutzer “Das Urheberrecht ist veraltet” und auf seine wertvolle Dissertation mit dem Titel: “Das Modell des deutschen Urheberrechts und Regelungsalternativen”.

February 08 2010

iRights.info beim Safer Internet Day 2010 in Mainz

Am morgigen Dienstag den 09. Februar 2010 ist wieder der von der EU ins Leben gerufene Safer Internet Day. Es gibt in Deutschland und Europa eine Vielzahl von Veranstaltung rund um das Thema Sicherheit im Netz. Ich mache für iRights.info einen Workshop bei der zentralen Veranstaltung in Rheinland-Pfalz.

Im ZDF-Konferenzzentrum in Mainz kommen Medienscouts aus rheinland-pfälzischen Schulen zusammen. Ich erzähle was zu “Blogs, Tauschbörsen und soziale Netzwerke – deine Rechte im Internet”. Organisiert wird das ganze vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz, dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur sowie dem Ministerium des Inneren und für Sport unter Mitarbeit von klicksafe.de, jugendschutz.net, MKN-Koblenz und des Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz. Einen Programmüberblick gibt es hier.

January 20 2010

Symposium “Bildgestaltung und Urhebervertragsrecht”

Am Samstag, den 23. Januar 2010, findet im NOVOTEL Berlin-Mitte, Fischerinsel 12, von 17 Uhr bis 19 Uhr ein Symposium zum Thema “Bildgestaltung und Urhebervertragsrecht” statt. Veranstaltet wird es im Rahmen der Jahrestagung des Bundesverbands Kamera.

Vorgesehen sind vier Referate, unterbrochen von kurzen Diskussionspausen:

1. “Die angemessene Vergütung von Filmurhebern nach § 32 UrhG”

(Prof. Dr. Artur-Axel Wandtke, Humboldt-Universität zu Berlin)

2. “Urheberrechtliche Stellung der Bildgestalter in Europa – ein Synopse”

(RAin Dr. Cristina Busch, IMAGO Legal Advisor, Barcelona)

3. “Filmurheber und § 137 L UrhG”

(RA Dr. Paul Katzenberger, München)

4. “Der Fainess-Paragraph 32 a UrhG (Bestsellervergütung)”

(RA Dr. Nikolaus Reber, München)

Interessierte Zuhörer (Juristen, Journalisten und Kameraleute)

sind herzlich willkommen. Um Anmeldung in der Geschäftsstelle

des bvk – Bundesverband Kamera in München wird gebeten:

sekretariat@bvkamera.org / 089-340 19 19-0

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