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November 26 2013

Weihnachtsgeschenke werden immer häufiger online gekauft

Das diesjährige Weihnachtsgeschäft läuft auf Hochtouren, die vorweihnachtlichen Rabattschlachten wie der Black Friday und der Cyber Monday sollen die Kauflust anheizen. Im Vergleich zum Vorjahr werden deutliche Umsatzsteigerungen seitens der Webshops erwartet. Wer heute das Internet nutzt, erledigt mit großer Wahrscheinlichkeit auch Weihnachtseinkäufe im Netz. Mobile Endgeräte spielen dabei bereits eine beachtliche Rolle.

Der aktuellen W3B-Umfrage zufolge plant die große Mehrheit (87 %) der deutschen Internet-Nutzer, in diesem Jahr Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Die meisten werden für ihre vorweihnachtlichen Einkäufe das Internet nutzen: Insgesamt 64 % der Online-Nutzer wollen online oder mobil Geschenke bestellen. Etwas weniger als jeder Vierte (23 %) möchte die Weihnachtsgeschenke fast ausschließlich offline in Geschäften aussuchen und kaufen.

Immer mehr Internet-Nutzer tätigen Weinachtseinkäufe per PC, Laptop, Tablet PC und Smartphone

Die meisten befragten Internet-Nutzer geben an, dass sie ihre Weihnachtseinkäufe ganz »klassisch« per PC bzw. Laptop tätigen werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert beim Weihnachtsgeschäft um mehr als zehn Prozentpunkte gestiegen (von 49 % auf 60 %).

Der Kauf der Weihnachtsgeschenke mit Smartphone und Tablet PC spielt eine immer größere Rolle

Der Einkauf der Weihnachtsgeschenke mit Smartphone und Tablet PC wird im Weihnachtsgeschäft 2013 eine wichtige Rolle spielen. So hat sich der Anteil der Internet-Nutzer, die per Tablet PC Geschenke kaufen möchten, innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt (von 5 % auf 12 %). Ähnlich ist die Entwicklung beim Smartphone – wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. Hier stieg der Anteil der Weihnachtseinkäufer von 4 % auf 8 %.

Zudem erweisen sich die Besitzer mobiler Endgeräte im Vergleich zum Online-Durchschnitt nicht nur als kaufkräftiger, sondern auch als deutlich kaufwilliger. So wollen unter den Smartphone- und Tablet-Besitzern je ca. 73 % Weihnachtseinkäufe im Internet bzw. Mobile Web tätigen – und damit 9 Prozentpunkte mehr als im Internet-Durchschnitt.

Besitzer von Smartphone und Tablet PC kaufen Weihnachtsgeschenke häufiger online bzw. mobil ein

Smartphone- und Tablet-Besitzer sind die aktiveren online Weihnachtseinkäufer

Insgesamt wird der Anteil der mobilen Einkäufe am Internet-Weihnachtsgeschäft erheblich sein. Beachtliche 36 % der Tablet-User haben vor, ihr Gerät auch für ihre diesjährigen Weihnachtseinkäufe einzusetzen. Etwas verhaltener äußern sich die Besitzer von Smartphones: Unter ihnen planen 13 %, per Smartphone Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Für Webshop-Betreiber ist es somit von großer Wichtigkeit, die weihnachtlichen Angebote auf sämtlichen Gerätetypen optimal zu präsentieren.

Smartphone und Tablet PC weiterhin begehrt

Tablet PC und Smartphone werden das Weihnachtsgeschäft im Internet beleben, davon ist auszugehen. Und viele dieser Geräte werden auch dieses Jahr als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum landen. Tablet PC und Smartphone bleiben ein sehr begehrtes Weihnachtsgeschenk: 18 % der befragten deutschen Internet-Nutzer planen den Kauf eines Smartphones innerhalb der nächsten 6 Monate; 13 % wollen einen Tablet PC erwerben.

Im E-Commerce nehmen mobile Geräte mittlerweile einen festen Platz ein. Durch sie verschmelzen Online-und Offline-Einkaufswelten immer mehr miteinander – eine Tatsache, auf die sich Online-Händler auch über das diesjährige Weihnachtsgeschäft hinaus einstellen sollten.

Der W3B-Report Mobile Commerce liefert eine aktuelle Datenbasis mit detaillierten Informationen über verschiedene mobile Nutzergruppen sowie deren Präferenzen und Verhalten im Mobile Web.

November 14 2013

Einkäufe via Tablet PC häufig mit dem iPad

Tablet PC bleiben der Verkaufsschlager. Immer mehr Deutsche besitzen bereits einen Tablet PC oder planen, eines anzuschaffen. Insbesondere die Nutzer von iPad & Co. findet bei Marketing- und Vertriebsexperten große Beachtung, gilt sie doch als überdurchschnittlich konsumfreudig und kaufkräftig. Zu Recht?

Mehr als jeder vierte deutsche Internet-Nutzer (27 %) besitzt aktuell einen Tablet PC, Tendenz steigend. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei ca. 14 %, vor zwei Jahren bei 7 %: Somit hat sich der Anteil der Tablet PC-Nutzer praktisch verdoppelt. Derzeit teilen sich die Tablet-Besitzer in zwei fast gleich große Gruppen: 50,2 % der befragten Internet-Nutzer besitzen ein Apple iPad, 48,8 % ein Gerät eines anderen Herstellers bzw. mit einem anderen Betriebssystem, in der Regel Android oder Windows.

Die Unterschiede im Tablet-Nutzungsverhalten zwischen iPad-Usern und Besitzern anderer Tablet PCs sind beachtlich. So wird das iPad von seinen Nutzern deutlich intensiver eingesetzt als Tablets anderer Hersteller. Sowohl Nutzungsbereiche als auch -orte sind bei iPads im Vergleich zu anderen Gerättypen deutlich vielfältiger und breiter gefächert. Abweichungen von 10 Prozentpunkten (z. B. beim Abruf von Wetter-, Verkehrs- oder Sportnachrichten oder bei der Facebook-Nutzung per Tablet PC) sind keine Seltenheit.

Vergleich der Besitzer von iPads und anderen Tablet PCs

Sehr deutlich werden die Unterschiede zwischen iPads und anderen Tablet PCs beim Thema »Tablet Commerce« – d. h. wenn es um das Einkaufen und die Kaufvorbereitung via Tablet geht.

iPad-Besitzer nutzen ihren Tablet PC häufiger zur Such von Produkt- und Preisinformationen als Besitzer anderer Tablet PCs

So geben 57 % der befragten iPad-Besitzer an, dass sie regelmäßig Informationen über Produkte und Preise mit Hilfe ihres Apple-Gerätes abrufen, bei Tablet PCs anderer Hersteller beträgt dieser Wert lediglich 37 % (also 20 Prozentpunkte weniger). Und während 39 % der iPads von ihren Eigentümern regelmäßig zum Einkaufen und Buchen eingesetzt werden, sind es bei den anderen Tablets nur halb so viele, nämlich knapp 20 %.

Großteil des E-Commerce via Tablet PC findet mit iPad statt

Eine Analyse unterschiedlicher Tablet-Nutzergruppen zeigt, dass der Frauenanteil bei den iPad-Besitzer höher ist als im Rest der Tablet-Gemeinde (43 % vs. 37 %). Während sich die Altersstrukturen weitgehend ähnlich sind, fallen die iPad-Besitzer durch mehr Akademiker (42 % vs. 35 %) sowie Personen mit gehobenem persönlichen Netto-Monatseinkommen auf.

iPad-Nutzer achten häufiger auf ihr äußeres Erscheinungsbild und auf die Qualität der Produkte und Services, die sie kaufen. Im Gegensatz zu den Besitzern anderer Tablet-Geräte sind sie weniger preissensibel und neigen etwas häufiger zu Spontankäufen.

iPads tiefer in Alltagsleben integriert als andere Tablet PCs

Auch in einem weiteren Punkt unterscheiden sich iPad-Besitzer signifikant von den Besitzern anderer Tablet-Fabrikate: Viele unter ihnen haben ihr iPad bereits aktiv in ihr »Online-Leben« integriert und setzen es für die verschiedenen Internet-Nutzungsbereiche ebenso aktiv ein wie stationäre Computer oder Laptops.

iPad und Tablet PC ersetzt einen Computer im Alltag

Für die Besitzer »sonstiger« Tablet PCs trifft dies i. d. R. nicht zu: Lediglich 18 % von ihnen geben an, dass sie »mittlerweile viele Dinge bevorzugt über den Tablet PC« erledigen. Unter den iPad-Eigentümern dagegen sind es fast doppelt so viele, nämlich 35 %, die das iPad anderen Online-Zugangsgeräten vorziehen.

Der W3B-Report Mobile Commerce zeigt den aktuellen Stand der Entwicklung aus Sicht der mobilen Einkäufer auf.

November 05 2013

Jeder fünfte Fernseher ist nur Second Screen

Ob Second Screen oder First Screen, Bildschirme und Displays sind in den Alltag fest eingebunden – Computer, Laptops, Tablet PCs und Smartphones sind in nahezu jedem Haushalt allgegenwärtig. Nur natürlich, dass diese Displays neben dem Griff zum Getränk oder Backwerk auch bei der beliebtesten Freizeitbeschäftigung der Deutschen, dem Fernsehen, nicht fehlen dürfen.

Auf die Frage, ob die deutschen Internet-Nutzer am gestrigen Tag ferngesehen haben, antworteten 82 % mit »Ja«. Die Mehrheit war durch mindestens einen weiteren Bildschirm abgelenkt, nur bei weniger als jedem Zweiten (43 %) kam dabei dem Fernsehgerät die ungeteilte Aufmerksamkeit zu.

57 % nutzen beim fernsehen einen Second Screen - Laptop und Smartphone am häufigsten

Insbesondere jüngere Internet-Nutzer schauen gleichzeitig zum Fernsehen immer wieder auf einen Zweitbildschirm. Sind es bei den 20- bis 29-Jährigen 80 %, so sinkt der Anteil der Second Screen-Nutzer mit steigendem Alter auffällig. Bei den über 60-Jährigen Internet-Nutzern sind es nur 34 %. Besonders die stark von der Werbung umworbene Gruppe der unter 35-Jährigen sind vor dem Fernseher online erreichbar.

Ein Second Screen wird gern von jungen Internet-Nutzern im Alter bis zu 30 Jahren genutzt

Bei 20 % der fernsehen guckenden Internet-Nutzer ist der Fernseher der Second Screen

Die Annahme liegt nahe, dass der Fernseher bei einer so hohen gleichzeitigen Nutzung anderer Displays nicht immer die Hauptrolle besetzt und in eine Statisten abgedrängt wird. Insgesamt sehen 20 % der befragten Internet-Nutzer eigentlich gar nicht fern, wenn das TV-Gerät eingeschaltet ist – sondern konzentrieren sich auf ihren Zweitbildschirm.

Betrachtet man nur die Second Screen-Nutzer, so geben 35 % der Befragten an, dass sie sich überwiegend auf den zweiten Bildschirm konzentriert haben. Bei 38 % teilten sich TV und der Zweitbildschirm die Aufmerksamkeit. Bloß 27 % sagten, dass der Fernseher im Mittelpunkt ihres Interesses stand.

Die Aufmerksamkeit beim fernsehen mit Second Screen liegt überwiegend auf dem Zweitbildschirm

Second Screen-Nutzer an Verbindung von TV-Programm und Internet-Nutzung interessiert

Die Second Screen-Nutzer sind grundsätzlich einer Verbindung von TV-Programm und Internet-Nutzung aufgeschlossen. So kann sich etwa jeder Vierte vorstellen, Informationen zu im TV gezeigten Produkten abzurufen und jeder Zehnte hält es für interessant, entsprechende Produkte gleich per Smartphone, Tablet oder Computer online zu kaufen. Besonders interessant ist, dass 7 % der Second Screen-Nutzer sowieso gerade mit einem Online-Einkauf beschäftigt sind.

Jeden vierten Second Screen-Nutzer interessieren im TV vorgestellte Produkte

Viele Nutzer von Zweitbildschirmen sind aktive Online-Einkäufer – sowohl im stationären Internet als auch im Mobile Web. In Anbetracht dessen, dass etwa jeder dritte Einkauf von Produkten mit dem Smartphone vom Sofa (Sofa-Commerce) – also potentiell während des Fernsehens stattfindet, ergeben sich hier neue Möglichkeiten interessierte anzusprechen.

Der W3B-Report Second Screen – Mediennutzung zwischen TV und Internet dokumentiert Nutzung und Nutzungsinteresse von Second Screens. Der W3B-Report Mobile Commerce zeigt den aktuellen Stand der Entwicklung aus Sicht der mobilen Einkäufer auf.

June 05 2013

Print goes digital – und welche Leser gehen bei Paid Content mit?

Viele deutsche Zeitungs- und Zeitschriftenverlage digitalisieren ihre Strategien mit aller Kraft – und manchmal auch mit dem Mut der Verzweiflung. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass bei der digitalen Wertschöpfung für redaktionelle Inhalte viel Fingerspitzengefühl gefragt ist. Längst haben sich die deutschen Internet-Nutzer an kostenfreien Content gewöhnt. Nun gilt es, zahlungsbereite Zielgruppen zu identifizieren und ihnen die »richtigen« digitalen Inhalte anzubieten.

Jeder dritte deutsche Internet-Nutzer liest die Zeitungen und Zeitschriften, die er regelmäßig konsumiert, inzwischen nur noch digital! Trotz »Mobile-Boom« kommt dabei stationären PCs sowie Laptops die größte Bedeutung zu: 28 % der befragten Internet-Nutzer lesen auf diesen Geräten »ihre« Zeitung bzw. Zeitschrift. Es folgen Smartphones bzw. Internet-Handys mit 15 % und Tablets (z. B. iPads) mit 13 %.

Lesen von redaktionellem Content auf digitalen Geräten

Trotz steigender Zahlungsbereitschaft gewinnt Paid Content keine Freunde

Ein positives Ergebnis ist, dass die Hälfte der befragten Internet-Nutzer nach eigenen Angaben bereit ist, für digitale Inhalte zu zahlen. Gut ein Viertel dagegen lehnt Paid Content grundsätzlich ab. Ungeachtet der öffentlich geführten Diskussionen über die Notwendigkeit, digitale Inhalte kostenpflichtig anzubieten, ist bei diesen Werten über die Jahre keine positive Tendenz zu verzeichnen – eher im Gegenteil. Innerhalb der letzten drei Jahre hat sich der Anteil der zahlungsbereiten Online-Nutzer rückläufig entwickelt.

Zahlungsbereitschaft von Paid Content im Zeitverlauf

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Der relativ hohe Anteil der zahlungsbereiten Internet-Nutzer ist größtenteils auf die aus Nutzersicht attraktiven multimedialen Inhalte zurückzuführen, so z. B. auf Musikdownloads sowie das Herunterladen, Streamen und Ausleihen von Filmen. Zahlungsbereitschaft für digitale redaktionelle Inhalte in Form von Nachrichten, Artikeln und Informationen signalisiert dagegen lediglich jeder sechste Befragte.

Zahlungsbereitschaft für Paid Content

Die Hoffnungsträger für kostenpflichtige Inhalte

Wie so oft kommt es auch bei der Zahlungsbereitschaft für Paid Content auf das Produkt und auch auf die Zielgruppe an. Hoffnungsbringer für die erfolgreiche Vermarktung digitaler Redaktionsprodukte sind den W3B-Befragungsergebnissen zufolge männliche Nutzer sowie die zahlungskräftigen Tablet-Besitzer. Unter ihnen würde gut jeder Fünfte für redaktionelle Online-Inhalte zahlen. Als besonders attraktiv wurde zudem die Altersgruppe der 30- bis 40-jährigen Internet-Nutzer identifiziert: Hier zeigt sich sogar fast jeder Vierte zahlungsbereit.

Zahlungsbereitschaft für Paid Content im Zielgruppenvergleich

Das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften auf digitalen Endgeräten ist bereits weit verbreitet und wird zukünftig weiter zunehmen. Nach wie vor steht jedoch dem steigenden Interesse, redaktionelle Inhalte digital zu lesen, nur eine überschaubare Gruppe zahlungsbereiter Nutzer gegenüber. Für Verlagshäuser gilt es, die für die eigenen Inhalte relevanten, zahlungsbereiten Zielgruppen zu identifizieren, ihre Bedürfnisse genau zu kennen und gezielt zu bedienen.

Der W3B-Report »Trends im Nutzerverhalten« befasst sich daher mit dem Thema digitaler Mediennutzung und Zahlungsbereitschaft für redaktionellen Content.

February 04 2013

Mehrheit nutzt Second Screen beim Fernsehen

Es ist so weit: Mittlerweile gibt es mehr Internet-Nutzer, die während des Fernsehens einen Second Screen nutzen – z. B. in Form eines Laptops oder Smartphones – als solche, die sich allein auf das TV-Programm konzentrieren.

Vier Fünftel der Internet-User werden ihrem Ruf als aktive Medien-Nutzer gerecht: 81 % der Befragten haben am Vortag der Online-Umfrage ferngesehen. Doch bei den meisten von ihnen war dabei die Aufmerksamkeit für den TV-Bildschirm nicht ungeteilt: Mehr als 55 % hatten zusätzlich einen zweiten Bildschirm, einen Second Screen, vor Augen. Meist handelte es sich dabei um einen Laptop (52 %), aber auch mobile Devices wie Smartphones (37 %) und Tablets (12 %) spielen bereits eine wichtige Rolle. Und immerhin knapp 30 % hatten parallel zum Fernsehen noch einen stationären Computer laufen.

Mehrheit der Internet-User nutzt beim Fernsehen einen Second Screen.

Mit beachtlicher Geschwindigkeit hat sich das Phänomen Second Screen und damit ein im wahrsten Sinne des Wortes multimediales Mediennutzungsverhalten etabliert. Dass bei der Mehrheit der fernsehenden Internet-Nutzer parallel ein zweiter Bildschirm aktiv ist, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass das TV-Gerät zum bilderwerfenden Möbelstück verkommt – schließlich haben sich die Nutzer aktiv für das Einschalten des einen wie auch des anderen Gerätes entschieden.

Dessen ungeachtet ist die Aufmerksamkeit der Second Screen-User geteilt: 49 % sind nebenbei durch das Internet gesurft, 48 % haben E-Mails bearbeitet. Gut ein Drittel war in sozialen Netzwerken wie Facebook unterwegs. Und mehr als jeder Vierte hat parallel auf seinem Second Screen gespielt.

Im Vergleich dazu ist die Online-Nutzung von Inhalten und Anwendungen, die mit einer laufenden TV-Sendung oder -Werbung zu tun haben, noch wenig verbreitet. Immerhin jeder Zehnte hat mit seinem Second Screen etwas getan, was mit der gerade laufenden Fernsehsendung zu tun hatte. Knapp 2 % haben online etwas genutzt oder abgerufen, das mit einer TV-Werbung im Zusammenhang stand.

Parallel zum Fernsehen wird oft gesurft und die E-Mails gecheckt

Entscheidend ist die Frage, auf welchem Screen die Hauptaufmerksamkeit der Zuschauer bzw. Nutzer liegt. Viele der Second Screen-Aktivitäten eignen sich dazu, »nebenbei« zu laufen und sich hauptsächlich dem Fernsehprogramm zu widmen. Fakt ist aber auch: Häufig werden auch Dinge erledigt, die die volle Aufmerksamkeit des Nutzers fordern – so z. B. das Lesen und Schreiben von E-Mails oder das Arbeiten – und bei denen davon auszugehen ist, dass der Fernseher nur nebenbei läuft. Spätestens dann stellt sich die Frage: Was ist der First und was ist der Second Screen?

Was genau auf den parallel zum Fernsehen genutzten Second Screens stattfindet ist von vielen Faktoren abhängig: Von der Nutzergruppe, dem eingesetzten Endgerät – und nicht zuletzt vom Wochentag. Während Werktags z. B. besonders häufig Mails bearbeitet werden, wird am Wochenende auf den Second Screens öfter gesurft und auf Facebook & Co. zugegriffen.

Je nach Wochentag haben Second Screens unterschiedliche Nutzungsschwerpunkte.

Die Grenzen zwischen den verschiedenen Bildschirmen werden zukünftig immer mehr verschwimmen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass dem Fernsehen zukünftig noch so viel ungeteilte Aufmerksamkeit geschenkt wird, wie wir es in der Vergangenheit gewohnt waren und die Tendenz zum Second Screen wird dank Tablet, Smartphone & Co. nicht aufzuhalten sein.

Entscheidend für Medienanbieter wie Werbetreibende ist es, das spezifische Screen-Nutzungsverhalten ihrer Zielgruppen zu kennen und sich so gezielt zu Nutze zu machen. Dann bieten sich vielfältige Potentiale, mit dem veränderten Mediennutzungsverhalten mit gezielt zugeschnittenen Anwendungen, Services und nicht zuletzt werblichen Aktionen zu begegnen.

Der W3B-Report »Second Screen – Mediennutzung zwischen TV und Internet« dokumentiert den aktuellen Status von Second Screen aus der Perspektive deutscher Internet-Nutzer.

November 28 2012

Tablet PC Game-Changer beim Online-Shopping?

Das mobile Internet wird den E-Commerce revolutionieren. In diesem Punkt sind sich viele Experten einig. Das Weihnachtsgeschäft wird als wichtiger Indikator angesehen, wenn es um die Einschätzung zukünftiger Entwicklungen geht – denn es bietet (potentiellen) Käufern zahlreiche Anlässe, online bzw. mobil nach Geschenken zu recherchieren und diese zu bestellen.

Befragt nach ihrem Informations- und Kaufverhalten in der Vorweihnachtszeit gab ein Großteil der deutschen Internet-Nutzer an, per PC oder Laptop nach Geschenkideen zu suchen (59 %) bzw. auch Geschenke online zu kaufen (49 %). Beide Werte liegen somit auf hohem Niveau, sind jedoch gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig gestiegen. Es verbleibt weiterhin ein nennenswerter Anteil an Nutzern, die Weihnachtsgeschenke entweder gar nicht oder »traditionell offline« im stationären Handel kaufen.

Auch das Geschenkesuchen und -kaufen via Smartphone ist bereits gebräuchlich – allerdings stellen die »mobilen Weihnachts-Shopper« noch immer eine Minderheit dar: Nur knapp jeder fünfte Smartphone-Besitzer will mobil Geschenk-Inspirationen suchen, lediglich jeder Dreizehnte plant auch den Geschenkekauf via Smartphone. Der Vorjahresvergleich zeigt: Zwar ist der Anteil der Smartphone-Besitzer in der Internet-Nutzerschaft im Laufe des Jahres deutlich gestiegen (von ca. 40 % auf über 50 %), nicht aber der Anteil unter ihnen, die mobil Geschenke kaufen wollen. Er liegt heute wie vor einem Jahr bei unter 8 %.

Im Vergleich zu Smartphone-Nutzern sind Tablet-Besitzer besonders am Weihnchtsgeschenkesuchen bzw. -kaufen interessiert

Deutlich mehr Begeisterung in puncto Weihnachtseinkauf ist dagegen bei Besitzern von Tablet PCs wie dem iPad erkennbar. Zum einen wächst auch diese Gruppe weiter stetig an: Innerhalb eines Jahres ist der Anteil der Tablet-Besitzer unter den deutschen Online-Nutzern von 11 % auf über 18 % gestiegen. Zum anderen zeichnen sich Tablet-Besitzer durch eine ausgesprochen hohe E-Commerce-Affinität aus, und diese zeigt sich auch in der Vorweihnachtszeit: Mit 42 % bzw. 29 % liegen die Anteile der Tablet-Besitzer, die ihr Gerät für das Geschenkesuchen bzw. -kaufen einsetzen wollen, um ein vielfaches über denen der Smartphone-User.

Fast jeder Dritte gibt schon heute an, dass er »mittlerweile viele Dinge bevorzugt über den Tablet PC« erledigt.

Das Thema Shopping hat unter den Tablet-Besitzern deutlich schneller Fuß gefasst als unter den Smartphone-Usern. So deuten auch die Motive, weshalb Tablets zum Einkauf genutzt werden, darauf hin, dass der wahrgenommene Komfort und die Bequemlichkeit der Tablet-Nutzung dazu geführt haben, dass die (noch) relativ neuartigen Geräte bereits zum Internet-Nutzungsalltag gehören: Fast jeder Dritte gibt schon heute an, dass er »mittlerweile viele Dinge bevorzugt über den Tablet PC« erledigt.

Auch über das Vorweihnachtsgeschäft hinaus haben sich Tablets inzwischen einen festen Platz in der Reihe der verfügbaren Online- und Offline-Vertriebskanäle und damit in zukünftigen Cross-Channel-Strategien erobert.

Der W3B-Report »Mobile Commerce« mit umfangreichen aktuellen Studienergebnissen zum Mobile Commerce erscheint im Dezember 2012.

August 25 2011

Immer mehr Onliner wollen Smartphones anschaffen

Ein Blick auf die Einkaufslisten der Internet-Nutzer zeigt deutlich, wo deren Prioritäten heute liegen. Immer mehr Nutzer planen die Anschaffung von mobilen Internet-Endgeräten: jeder siebte Internet-Nutzer (über 14 %) im nächsten Halbjahr ein Smartphone kaufen. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch unter 10 %. Damit stehen Smartphones heute ganz oben auf den Kaufplanungslisten der Internet-Nutzer – sogar noch vor Laptops mit 13 % und Flachbildfernsehern mit 12 %.

Besonders verbreitet ist der Smartphone-Kaufwunsch unter jüngeren Internet-Nutzern: In der Gruppe der Unter-20-Jährigen plant jeder vierte den Kauf eines Smartphones im nächsten Halbjahr. Bei den 20- bis 30-Jährigen ist es jeder fünfte, bei den 30- bis 40-Jährigen jeder sechste.

Auch die Kaufpläne für Tablet bzw. Pad PCs wie Apples iPad weisen eine steigende Tendenz auf. Planten vor einem Jahr noch ca. 4 % der Internet-Nutzer die Anschaffung eines solchen Gerätes, sind es mittlerweile über 9 %. Hier sind es vor allem Internet-Nutzer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren, die konkrete Kaufpläne äußern.

Die Basis für Mobile Web- und Mobile Commerce-Angebote wird somit immer breiter; das Nutzerpotential steigt stetig. Bereits heute besitzt ca. jeder dritte Online-Nutzer ein Smartphone, ca. jeder fünfzehnte einen Tablet PC. Die Ergebnisse zeigen, dass es gerade die Smartphone- und vor allem die Tablet-Besitzer sind, die den Bereich Mobile Commerce vorantreiben: Sie sind es, die das Mobile Web besonders aktiv nutzen – und auch die höchste Affinität für das mobile Einkaufen aufweisen.

Der W3B-Report »Das mobile Internet« mit weiteren Auswertungen ist im Juni 2011 erschienen.

May 30 2011

Mobil Einkaufen – unabhängig von Zeit und Raum

Die letzte Grenze zur weiten Welt des Einkaufens ist gefallen – Smartphones, Tablet PCs & Co. sei dank. Shopping ist nicht nur jederzeit, sondern nun auch an (fast) jedem Ort möglich. Die Besitzer internetfähiger mobiler Endgeräte wissen die Unabhängigkeit von Zeit und Raum durchaus zu schätzen.

So setzen ausgesprochen viele Besitzer mobiler Endgeräte diese ein, um sich gezielt über Produkte und Preise zu informieren: Mehr als jeder Vierte ruft mindestens einmal pro Woche per Internet-Handy, Smartphone oder Tablet PC Preisinformationen ab. Informationen über Produkte nutzt sogar jeder Dritte mindestens wöchentlich mit seinem mobilen Gerät. Insgesamt machen über 60 % aller Personen, die internetfähige mobile Geräte besitzen, von der Möglichkeit Gebrauch, mobile Preis- oder Produktinformationen abzurufen.

Der Anteil der Personen, die auch tatsächlich mobil einkaufen, fällt im Vergleich zu diesen hohen Werten natürlich geringer aus. Dennoch: Immerhin jeder Zweite hat schon Erfahrungen beim Mobile Commerce gesammelt. Und einer von acht Besitzern gibt an, mindestens einmal pro Woche etwas mit Hilfe seines mobilen Endgerätes online zu bestellen.

Es sind nur wenige Besitzer von Internet-Handys, Smartphones und Tablet PCs, die sich gar nicht für das mobile Einkaufen interessieren: Ihr Anteil liegt bei nur 14 %.
Was die Affinität zum Mobile Shopping angeht, scheint es eine einfache Regel zu geben: Je größer das Display, desto größer das Kaufinteresse.

Während unter den Besitzern von internetfähigen Mobiltelefonen 7 % mindestens einmal pro Woche etwas mobil einkaufen, sind es unter den Smartphone-Besitzern doppelt so viele, nämlich 14 %. Unter den Eigentümern von Tablet PCs gibt sogar fast ein Drittel an, wöchentlich im mobilen Web einzukaufen. iPads und andere Tablet PCs schaffen somit den Brückenschlag zwischen klassischem und mobilem Internet und bieten somit das Potential, dem Mobile Commerce zum Durchbruch zu verhelfen.

Beim Mobile Commerce entscheiden sich die kaufinteressierten Nutzer zumeist für ähnliche Produkte wie im klassischen Onlinehandel: So finden besonders häufig Bücher (55 %), Fahr-/Flugtickets bzw. Reisen (51 %) und Musik (43 %) ihren Weg in die Online-Warenkörbe mobiler Einkäufer.

Kleidung und Mode hingegen wird im mobilen Internet vergleichsweise selten nachgefragt. Nur 23 % der befragten Besitzer internetfähiger Handys, Smartphones oder Tablet PCs möchten diese Produkte über ihr mobiles Endgerät erwerben.

Die immer einfachere und intuitivere Bedienbarkeit von Smartphones und Tablet PCs trägt somit offensichtlich Früchte. Sie lassen die Grenzen zwischen dem altbekannten, »klassischen« Internet und dem Mobile Web verschwimmen – die Erfolgsgeschichte des Mobile Commerce kann beginnen.

Der W3B-Report »Das mobile Internet« mit weiteren Auswertungen ist im Juni 2011 erschienen.

January 27 2010

Tablet-PC 2003 vs. iPad/iSlate 2010

Seit Monaten brodelt die Gerüchteküche, heute Abend soll es soweit zu sein. Zumindest kündigte Apple-Chef Steve Jobs bereits ein “major new product” an. Und darf man den Blogs und Nachrichtenportalen der IT-Szene glauben, so soll es ein Tablet PC sein – ein Mittelding zwischen iPhone und MacBook, dass die mobile Computer- und Internet-Nutzung verändern wird. Dabei ist noch nicht einmal der Name des neuen »Wunderdings« bekannt – Anträge für den Namensschutz von iPad und iSlate kursieren in der Blogosphäre und sorgen für eine vorläufige Benennung des Produkts.

Der Hype um dieses Gerät ist für uns ein Grund, wieder einmal in den W3B-Studien nach Hinweisen eines möglichen oder gar sicheren Erfolgs zu suchen. Im Januar 2002 stellte Bill Gates einen Tablet-PC vor – einen PC ohne Tastatur, bei dem ein Stift die Benutzerschnittstelle bilden sollte. Die Entwicklung haben wir 2003/2004 im Rahmen der W3B-Studie evaluiert.

Anschaffungsplanung und Besitz des Tablet-PC's 2003/2004

Ein Erfolg wurde der Tablet-PC also nicht. Steve Ballmer kündigte vor ein paar Tagen bereits eine neue Generation von PCs an: die Slate-PCs. Hatten wir nicht vergangenen Herbst schon das geheime Courier Tablet von Microsoft bestaunt?

Wie es auch kommt, wir drücken Microsoft und Apple die Daumen! Apple wird jedoch weiterhin die Nase im Rennen gegen Microsoft vorn behalten. Das Erfolgsrezept: Innovative, schöne Hardware mit einfach zu bedienender Software und einem Nutzungsvorteil für den Kunden. iPod/Scrollrad/iTunes. iPhone/Gestenbedienung/Apps. iPad/?/?

Wir bleiben am Ball und berichten darüber, ob das neue »Wunderding« den Prophezeiungen gerecht wird.

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Schweinderl