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February 24 2011

Gaddafi & Berlusconi – Should I stay or should I go?

Johan Söderberg hat wieder zugeschlagen: Der schwedische Regisseur, der mit seinem Liebeslied “Endless Love” zwischen George W. Busch und Tony Blair bereits vor Jahren Aufmerksamkeit erregt hat, lässt “Revolutionsführer” Muammar al-Gaddafi und Italiens Ministerpräsident Silvio Berlsuconi den Clash-Hit “Should I stay or should I go” singen. Mal sehen, wie lange wir den Spaß in Deutschland zu sehen bekommen; Endless Love ist bei Youtube gesperrt, weil es “Inhalte von UMG enthält”. Na dann.

Söderberg war auch zu Gast beim Symposium Verbotene Filme von iRights.info und Deutscher Kinemathek. Die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion “Arts and politics – Is there a political edge to remix and mashup culture?” mit Söderberg, der Video-Remix-Künstlerin Elisa Kreisinger und Peter Conheim von Negativland ist unten eingebettet.

Discussion: Arts and politics – Is there a political edge to remix and mashup culture? from iRights.info-Redaktion on Vimeo.

February 05 2011

Videoprojekt: “Everything is a Remix” – Teil 2 erschienen

Der New Yorker Filmemacher Kirby Ferguson widmet sich seit vergangenem Jahr der vierteiligen Videoreihe “Everything is a Remix”. Die professionell gemachten Filme erklären, wie stark die Remix-Kultur auch bei den größten Blockbustern verbreitet ist. Weitere Infos zum Projekt samt Hintergrundinformationen findet man auf seiner Website. Im September 2010 ist Teil 1 erschienen. Am 01. Februar hat Ferguson nun mit Teil 2 nachgelegt. Um seine Arbeit zu unterstützen ruft er zu Spenden für seine Arbeit via Paypal auf.

Teil 1:

Everything is a Remix from Kirby Ferguson on Vimeo.

Teil 2:

Everything is a Remix Part 2 from Kirby Ferguson on Vimeo.

iRights.info hat im September 2010 zusammen mit der Deutschen Kinemathek in Berlin das Symposium “Verbotene Filme” durchgeführt. Ein wichtiger Teil davon war der von uns kuratierte Slot “Remix meets Giftschrank” in dem die rechtlichen Probleme von Remixes erläutert und die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung diskutiert wurden. Um was es ging, erläutert David Pachali in seinem Bericht “Die Schleusen sind offen“.

Auf die rechtlichen Hintergründe ging Till Kreutzer in seinem Vortrag ein:

Till Kreutzer: Neue Wege, neue Filme – das Internet als Verbreitungsmedium von rechtlich problematischen Bewegtbildern from iRights.info-Redaktion on Vimeo.

Einen Überblick über alle Beiträge findet ihr in unserer Video-Dokumentation des Symposiums.

Ilja Braun und Valie Djordjevic haben zudem eine MashUp-Rolle kuratiert, in der online verfügbare Beispiele der Remix-Kultur vorgestellt werden.

Und, um auf den Beginn des Beitrages zurückzukommen, Kirby Ferguson freut sich über eine Spende!

November 18 2010

Neues Video von Regisseur Johan Söderberg für Lykke Li: Get Some

Johan Söderberg, der im September auf unsere Einladung hin zu Gast war beim Kolloquium Verbotene Filme von iRights.info und der Deutschen Kinemathek, hat Regie bei einem neuen Musikvideo für die schwedische Indie-Musikerin Lykke Li geführt. Das Diskussionspodium mit Söderberg, Elisa Kreisinger und Peter Conheim (Negativland) ist als Video-Doku zu sehen (weiter unten); alle anderen Videos gibt’s hier. Den Song von Lykke Li gibt’s zum kostenlosen Download auf ihrer Website.

Lykke Li – Get Some (Director: Johan Söderberg) from Lykke Li on Vimeo.

Discussion: Arts and politics – Is there a political edge to remix and mashup culture? from iRights.info-Redaktion on Vimeo.

September 08 2010

Mash-Ups im Bewegtbild (VI): Johan Söderberg

Auf dem Symposium ‘Verbotene Filme‘ vom 8.-10. September wird es auch um Mash-Ups und Remixe gehen. Kuratiert von Ilja Braun und Valie Djordjevic gibt es morgen Abend das 90-minütige Kurzfilmprogramm ‘Mash-Up-Rolle’. Anschließend wird sich die Abendveranstaltung ‘Filmkunst trifft Netzkunst’ dem Thema widmen (zum ausführlichen Programm). Von der Veranstaltung wird es auch einen Livestream geben.

Mash-Ups im Bewegtbild (VI): Johan Söderberg

Johan Söderberg, Regisseur, Musiker und Drehbuchautor, ist wahrscheinlich vielen durch die Folge „Bush & Blair” seiner TV-Reihe Read my lips bekannt. In den neunziger Jahren trat er mit dem Musik- und Filmkollektiv Lucky People Center in Erscheinung; zurzeit ist er Gastprofessor an der schwedischen Hochschule Dalarna, an der er den Studiengang “Audiovisual Production” konzipierte. Wie auch Elisa Kreisinger wird Johan Söderberg am Panel Arts and politics: How political is the remix and mash-up culture? teilnehmen.

Johan Söderberg: Sustainable, 2006:

Sustainable spielt mit dem inzwischen weithin zum Plastikwort herabgesunkenen Begriff und ist ein typisches Beispiel für Söderbergs rhythmisch-auditiven Editing-Stil:

[youtube.com]

Johan Söderberg, Marcus Lindqvist: Hey You, 2007

Söderbergs und Lindqvists Video für Madonnas Charity-Titel Hey You schneidet den etwas seichten Song mit starken Bildern von Umweltzerstörung zusammen – eine klassische Mashup-Technik, auch wenn es sich hier um das offizielle Video handelt. Söderberg war auch an weiteren Madonna-Produktionen beteiligt.

[youtube.com]

Josefin Roos, Ossian Sandin, u.a.: Economic Girlie Men

Ein Kurzfilm aus dem Umfeld von Söderberg, der das diskriminierende Schwarzenegger-Wort von den „Economic Girlie Men” aufgreift, mit dem der Gouverneur seine wirtschaftspolitischen Gegner belegte:

[youtube.com]

Viele weitere Filme von Söderberg auch unter soderberg.tv.

Zum Thema Mash-Ups auch bei iRights.info:

September 05 2010

Interview zum Symposium “Verbotene Filme” bei Fritz Trackback (RBB)

Gestern hat Marcus Richter für die Radio-Fritz-Sendung Trackback in einem Interview iRights.info-Redakteur Matthias Spielkamp zum Symposium “Verbotene Filme” befragt. Die Sendung gibt’s als MP3 zum Download (50 MB) zum Download, das Interview beginnt bei Minute 23:51.

September 03 2010

Mash-Ups im Bewegtbild (V): Der politische Remix

Auf dem Symposium ‘Verbotene Filme‘ vom 8.-10. September wird es auch um Mash-Ups und Remixe gehen. Kuratiert von Ilja Braun und Valie Djordjevic gibt es am Donnerstagabend das 90-minütige Kurzfilmprogramm ‘Mash-Up-Rolle’. Anschließend wird sich die Abendveranstaltung ‘Filmkunst trifft Netzkunst’ dem Thema widmen (zum ausführlichen Programm).

Mash-Ups im Bewegtbild (V): Der politische Remix

Die Zweckentfremdung von vorgefundem Material mit politischer Botschaft wurde zuerst in den Détournements der Situationisten praktiziert – seitdem Film- und Fernsehmaterial digital verfügbar geworden ist, kann potenziell auch jeder mit einer Videosoftware ausgerüstete Amateur eigene Remixe erstellen. Im Blog Political Remix Video sammeln Jonathan McIntosh und Elisa Kreisinger – Videokünstlerin und zu Gast beim Panel Arts and politics: How political is the remix and mash-up culture? – politische Mash-Ups und Remixe. Eine Auswahl:

Wax Audio/ Cal-TV: Imagine This, 2006

Wer im Jahr 2006 einmal im Internet war, kam kaum daran vorbei: Aus unzähligen Tonschnipseln der Reden George W. Bushs setzte der australische Künstler Wax Audio (alias Tom Compagnoni) John Lennons „Imagine” neu zusammen. Es erschien ursprünglich als reine Audioversion auf seinem Album Mediacracy (2005), erst später nahm John Callaghan (alias Cal-TV) das Audiomaterial und veröffentlichte den Video-Remix:

[video.google.com]

236.com: Synchronised presidential debating, 2008

Für dieses Video der zur Huffington Post gehörenden Website 236.com wurden drei Runden der Fernsehduelle zur US-Präsidentschaftswahl übereinander gelegt. Die Unterschiede der verschiedenen Runden erweisen sich als gering:

[youtube.com]

Energy Action Coalition: Politicians Want a Power Shift, 2009

Der NGO-Verbund Energy Action Coalition hat für seinen Aufruf zur Klimaschutz-Veranstaltung Power Shift 09 Barack Obama, Sarah Palin und andere US-Politiker sprechen lassen. Der Clip fällt unter die Fair-Use-Regelung im US-Copyright und war deshalb auch für eine öffentliche Organisation vertretbar:

[youtube.com]

Zum Thema Mash-Ups auch bei iRights.info:

September 01 2010

Mash-Ups im Bewegtbild (IV): Enthält Content von Leni Riefenstahl

Auf dem Symposium ‘Verbotene Filme‘ vom 8.-10. September wird es auch um Mash-Ups und Remixe gehen. Kuratiert von Ilja Braun und Valie Djordjevic gibt es am Freitagabend das 90-minütige Kurzfilmprogramm ‘Mash-Up-Rolle’. Anschließend wird sich die Abendveranstaltung ‘Filmkunst trifft Netzkunst’ dem Thema widmen. Daneben gibt eine Panel-Diskussion Arts and politics: How political is the remix and mash-up culture? mit Johan Söderberg, Elisa Kreisinger und Peter Conheim (zum ausführlichen Programm).

Mash-Ups im Bewegtbild (IV): Enthält Content von Leni Riefenstahl

Auch wenn mit der Digitalisierung seit den nuller Jahren eine breite Amateur-Kultur der Mash-Ups entstanden ist, sind die Techniken selbst schon lange bekannt. Parodie und Satire verwenden seit jeher vorgefundenes Material für ihre Zwecke neu, Neuvertonungen von vorhandenem Filmmaterial finden sich etwa auch in Woody Allens „What’s Up, Tiger Lilly?” (1966) oder René Viénets „Can Dialectics break bricks?“ (1973). Folgt man Lawrence Lessig, gehört der Remix ohnehin schon immer zur Kulturgeschichte.

Charles A. Ridley: Lambeth Walk, Nazi Style, 1942

Für das britische Ministry of Information erstellte Charles A. Ridley 1942 diese Anti-Nazi-Persiflage mit Sequenzen aus Leni Riefenstahls Triumph des Willens und dem Lambeth Walk in Swing-Instrumentierung, was man als frühes Mash-Up ansehen kann. Unter verschiedenen Titeln lief der Film in vielen Kino-Wochenschauen, so hier als „General Adolph Takes Over” in den amerikanischen Universal Newsreels:



[archive.org]

Der gleiche Film unter dem Titel „Hoch der Lambeth Walk – A Laugh Time Interlude” in der britischen Wochenschau Pathé Gazette:

[youtube.com]

Der gleiche Film mit einer Einleitung in den Fox Movietone News:

[youtube.com]

Zum Thema Mash-Ups auch bei iRights.info:

August 30 2010

Mash-Ups im Bewegtbild (III): Fernseh-Archäologie

Auf dem Symposium ‘Verbotene Filme‘ vom 8.-10. September wird es auch um Mash-Ups und Remixe gehen. Kuratiert von Ilja Braun und Valie Djordjevic gibt es am Freitagabend das 90-minütige Kurzfilmprogramm ‘Mash-Up-Rolle’. Anschließend wird sich die Abendveranstaltung ‘Filmkunst trifft Netzkunst’ dem Thema widmen. Stefan Eckel von reproducts wird an der Podiumsdiskussion “Das Internet als Kunstmaschine: Bedingt eine neue Technik eine neue Ästhetik?” teilnehmen (zum ausführlichen Programm).

Mash-Ups im Bewegtbild (III): Fernseh-Archäologie

Zusammen mit Stefan Prehn – bekannt u.a. durch “Staplerfahrer Klaus” – betreibt Stefan Eckel seit 1989 medienarchäologische Forschungen unter dem Namen reproducts. Neben dem Projekt Fernsehmuseum, das sich der Sammlung, Weiterverarbeitung und Umwertung von historischem TV-Material gewidmet hat, ist reproducts mit Multimedia-Inszenierungen, Texten, Lesungen und Performances an die Öffentlichkeit getreten.

Todesboten, 1994

„Erschossen, sagen Sie?“ – „Ja, erschossen”. Die Produktion „Todesboten“ zeigt ausschließlich diejenigen Szenen aus Herbert Reineckers Krimiserie „Der Kommissar”, in denen die Todesnachricht überbracht wird. „Boten und Empfänger der vernichtenden Nachricht geraten dabei in eine Kommunikationsspirale über die Verneinung des Seins, die in einen nihilistischen Taumel mündet“, heißt es in der Erklärung.


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Aktenzeichen XY losgelöst, 1998

Der Zusammenschnitt der Live-Schaltungen zwischen den Aufnahmestudios von „Aktenzeichen XY ungelöst“ in München, Wien und Zürich demonstriert, wie die ritualisierte Dramaturgie der TV-Verbrecherjäger dem Zuschauer Sicherheit vermittelte – ob „sachdienliche Hinweise” tatsächlich vorlagen oder nicht, scheint zweitrangig:

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Der gemeinsame Nenner, 1996

Dieser Zusammenschnitt verbindet Szenen aus dem Telekolleg Mathematik von Eberhard Weiß mit Zahlenmaterial aus tagesschau, Werbung und Shows zu einem kurzen Durchflug durch die Fernsehgeschichte:

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Zum Thema bei iRights.info:

August 27 2010

Mash-Ups im Bewegtbild (II): Literal Videos

Auf dem Symposium ‘Verbotene Filme‘ vom 8.-10. September wird es auch um Mash-Ups und Remixe gehen. Kuratiert von Ilja Braun und Valie Djordjevic gibt es am Freitagabend das 90-minütige Kurzfilmprogramm ‘Mash-Up-Rolle’. Anschließend wird sich die Abendveranstaltung ‘Filmkunst trifft Netzkunst’ dem Thema widmen. Daneben wird u.a. Till Kreutzer über „Neue Wege, neue Filme – das Internet als Verbreitungsmedium von rechtlich problematischen Bewegtbildern” referieren (ausführliches Programm).

Mash-Ups im Bewegtbild (II) Literal Videos:

Mit den Literal Videos ist in den letzten Jahren ein neues Genre entstanden, das die Text-Bild-Schere in Musikvideos satirisch aufhebt. Die Videos werden hier mit Texten resynchronisiert, die die visuelle Szenerie des Original-Videos beschreiben – oft mit Anspielungen auf Requisiten, Schnitt oder szenische Brüche des Originals. Wenn auch von den so zu erneuten Ehren gekommenen Künstlern oft mit Humor aufgenommen, wurden bei Literal Videos die Rechte nur im Ausnahmefall geklärt, was ihrer massenhaften Verbreitung keinen Abbruch getan hat.

Dustin McLean: Take On Me (Literal Video Version), 2008

Dustin McLean alias “Dusto McNeato” gilt mit seiner Bearbeitung von A-has Take On Me als Erfinder des Genres – weitere Videos folgten. Nach Aussagen von McLean gab es von Seiten großer Musiksender wie MTV und VH1 durchaus Interesse, daraus ein eigenes Showformat entwickeln. Die Hürden bei der Rechteklärung für eine ganze Sendung wurden jedoch als unüberwindlich angesehen.


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David A. Scott: Horse Montage (Penny Lane Literal Video Version), 2009

Im Video zu “Penny Lane” sieht man die vier Beatles auf Pferden aus der Stadt reiten. Enthusiastisch wird im Refrain der Literal Version der Schnitt auf die Pferde besungen:

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Rick Roll – The Literal Version (Never Gonna Give You Up), 2008

Ein beliebter Schabernack in der Netzkultur ist es, nichtsahnende Nutzer mit vielversprechenden Links auf das Video zu Rick Astleys Never Gonna Give You Up zu schicken (Rickrolling). Mit über zwei Millionen Views gehört die zuerst von YouTube-Nutzer “copyrighthater” eingestellte Literal Version zu den populärsten:



.Dazu auch bei iRights.info:

August 25 2010

Mash-Ups im Bewegtbild (I): Aus dem Disney-Archiv

Auf dem Symposium ‘Verbotene Filme‘ vom 8.-10. September wird es auch um Mash-Ups und Remixe gehen. Kuratiert von Ilja Braun und Valie Djordjevic gibt es am Freitagabend das 90-minütige Kurzfilmprogramm ‘Mash-Up-Rolle’. Anschließend wird sich die Abendveranstaltung ‘Filmkunst trifft Netzkunst’ dem Thema widmen, u.a. in einer Podiumsdiskussion mit Dr. Matthias Leonardy (GVU) und Filmemacher Mario Sixtus (ausführliches Programm).

Als Vorgeschmack auf das Mash-Up-Programm startet an dieser Stelle eine kleine Reihe mit ausgewählten Mashup-Produktionen.

Mash-Ups im Bewegtbild (I): Disney-Material in der Mashup-Kultur

Nicht nur wegen der Berge an Material aus dem Disney-Archiv, sondern auch aufgrund der eigentümlichen Haltung der Walt Disney Company zum Urheberrecht dürfte diese für viele Mash-Up-Künstler interessant sein: Für neue Produktionen greift man bei Disney gern auf kulturelles Material zurück, das Gemeingut geworden ist – auf Märchen, mythische Narrative und bekannte literarische Figuren. Gleichzeitig werden eigene Schöpfungen jedoch mit Zähnen und Klauen davor geschützt, selbst wieder in die public domain zu fallen – etwa durch erfolgreiche Lobbyarbeit beim Copyright Term Extension Act, das die Schutzdauer in den USA um 20 Jahre verlängerte.

Eric Faden: A fair(y) use tale, 2007

In diesem Kurzfilm des Filmwissenschaftlers Eric Faden werden die US-Regelungen zum Copyright mit Schnipseln aus Disney-Filmen erklärt. Besonderes Augenmerk liegt auf der Schrankenbestimmung zum Fair Use, die auch nichtautorisierte Bearbeitungen ermöglicht. Der Film ist selbst ein Beispiel dafür:


Jesse Drew: Manifestoon, 2007

Das Kommunistische Manifest von 1848 beginnnt bildreich und erzählt von einer „heiligen Hetzjagd” auf ein Gespenst, die der Papst, Metternich und andere Mächte des alten Europa veranstalten. Der Videokünstler Jesse Drew hat Passagen daraus in “Manifestoon” mit Bildern aus Disney- und anderen Cartoon-Produktionen illustriert:


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Anonymus: Ressemblance dans les Films Disney, 2008

Disney kopiert Disney: Dieser Zusammenschnitt, der seit 2008 in Blogs kursiert, greift das Thema von einer anderen Seite auf. Er zeigt, wie in den Disneyproduktionen einzelne, charakteristische Szenen bemerkenswert häufig auftauchen:

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Sind Mash-Ups verboten?

Mash-Ups sind nicht per se illegal, sehr oft ist die rechtliche Situation unklar. Selbst extrem kurze Ausschnitte sind meist urheberrechtlich geschützt. Bei Ausschnitten aus Musikvideos beispielsweise reicht die Liste der potenziell Anspruchsberechtigten von den Komponisten und Dichtern – den eigentlichen Urhebern – bis zu Sängern, Bands, Produzenten und Verwertern, die Leistungsschutzrechte auf das verwendete Material geltend machen können. Selbst profesionelle Labels sind mit dem Aufwand bei der Rechte-Klärung oft überfordert, erst recht sind es die YouTube-Amateure, die natürlich keine eigene Rechteabteilung unterhalten. Zur Einführung dazu Ilja Braun bei iRights: Remixes und Mash-Ups – kreativ, vielfältig und meistens verboten.

Ebenfalls bei iRights.info zum Thema:

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