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September 23 2013

La Grande guerre des cartes postales - expositi...

La Grande guerre des cartes postales - expositi...
http://www.scoop.it/t/artpol/p/4008088229/la-grande-guerre-des-cartes-postales-exposition?hash=f4fb7920-82b3-4b6f-84ef-d

" Exposition présentée en avant-première à la Mairie de Carquefou…

« La Grande guerre des cartes postales : exposition conçue par Pierre Brouland et Guillaume Doizy, auteurs d’un ouvrage sur le sujet à paraître en octobre 2013 (352 p., Ed. Hugo et Cie). Diffusion de l’exposition : Caricadoc (www.caricadoc.com ; contact : caricadoc@ymail.com )

L’exposition se donne pour objectif de confronter l’iconographie des deux camps adverses pendant la Grande guerre au travers d’un de ses médias illustrés les plus populaires à l’époque, la carte postale. L’ensemble présente, analyse et contextualise des cartes postales (caricatures, illustrations, photomontages, portraits…) tirées d’une collection qui en comprend plus de 2 000. Cet ensemble permet d’analyser l’imaginaire de guerre qui s’élabore à l’époque, souvent très éloigné des réalités du conflit... »

#art #politique #culture #changement #caricature #guerre #satire #France #Allemagne #histoire #Grande-Guerre #parodie #humour #graphisme #Artpol #vangauguin #carte-postale

August 31 2013

Obama Promises Syria Strike Will Have No Objective : The New Yorker

Obama Promises Syria Strike Will Have No Objective : The New Yorker
http://www.newyorker.com/online/blogs/borowitzreport/2013/08/obama-promises-syria-strike-will-have-no-objective.html

#satire

Let me be clear, ” he said in an interview on CNN. “ Our goal will not be to effect régime change, or alter the balance of power in Syria, or bring the civil war there to an end. We will simply do something random there for one or two days and then leave.

“I want to reassure our allies and the people of Syria that what we are about to undertake, if we undertake it at all, will have no purpose or goal,” he said. “This is consistent with U.S. foreign policy of the past.”

While Mr. Obama clearly hoped that his proposal of a brief and pointless intervention in Syria would reassure the international community, it immediately drew howls of protest from U.S. allies, who argued that two days was too open-ended a timeframe for such a mission.

That criticism led White House spokesman Jay Carney to brief reporters later in the day, arguing that the President was willing to scale down the U.S. mission to “twenty-four hours, thirty-six tops.”

“It may take twenty-four hours, but it could also take twelve,” Mr. Carney said.

“Maybe we get in there, take a look around, and get out right away. But however long it takes, one thing will not change: this mission will have no point. The President is resolute about that.”

August 29 2013

Obama Constituency Overwhelmingly Supports War with Syria | Dissident Voice

Obama Constituency Overwhelmingly Supports War with Syria | Dissident Voice
http://dissidentvoice.org/2013/08/obama-constituency-overwhelmingly-supports-war-with-syria-2

#satire

Despite a Reuters/Ipsos poll showing that only 9% of Americans support military intervention in Syria, the White House today assured the public that a more recent and reliable poll leaves no doubt that the President’s constituency favors war.

The poll was conducted by Defense Industries Systems Information, Inc. (DIS Information). It shows that 99.9% prefer increased U.S. military intervention. The poll has a .1% margin of error. DIS Information spokesperson Lyon Daly spoke to this reporter about the polling methodology and findings.

Lyon Daly: We use the same scientific polling methods as Reuters/Ipsos, but our job is to come up with results that support what our clients and the President want to hear without compromising quality. It’s very similar to the way the press provides facts without informing the public, and we even provide many such facts.”

Barb Weir: How do you do this and still maintain methodological integrity?”

LD: The Reuters/lpsos poll used all Americans as its base, whereas we used all constituents. Elected officials are much more likely to listen to their constituents than to random Americans.

BW: Who are these constituents? Can you provide us with a few subjects to interview?

LD: Of course. Here is a short list, and we can provide more, if you like:

General Atomics
Jabhat al-Nusra Friends of al-Qaeda
Halliburton Company
The American Israel Public Affairs Committee (AIPAC)
Kellogg, Brown and Root, Inc.
Saudi Arabian King Abdullah Bin Abdulaziz al-Saud
Northrop Grumman Corporation
Qatar Emir Tamim bin Hamad al-Thani

BW: But Mr. Daly, these are corporations, the Israel lobby, a terrorist organization and Arab monarchs!

LD: Of course, Ms. Weir. As I told you, we polled the President’s constituency, not the American public.

August 24 2012

Von geistlicher und weltlicher Macht – das Verfahren Papst ./. Titanic

Ein Essay von Rechtsanwalt Dr. Ansgar Koreng, JBB Rechtsanwälte, Berlin

Über das beim Hamburger Landgericht anhängige Verfügungsverfahren (Az.: 324 O 406/12) ist schon viel – vielleicht zu viel – geschrieben worden. Von der Abwägung von Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsrecht, von Zensur, Satire und Kunstfreiheit oder einer angeblich verbotsfreudigen Pressekammer soll dieser Text daher nicht handeln.

Prozessuale Tricks als letzte Chance

Denn wenn in der Hansestadt am 31. August 2012 unter dem ansprechenden Rubrum Papst Benedikt XVI. ./. Titanic über den Widerspruch des Satiremagazins zum gerichtlichen Verbot verhandelt wird, dürften, man verzeihe mir den Kalauer, die Messen schon gesungen sein. Die Fakten stellen sich wohl kaum anders dar, als sie bei Erlass der Verfügung am 10 Juli 2012 vorlagen und was die rechtliche Bewertung anbelangt, hat die Kammer sich bereits positioniert. Die Titanic mag es jetzt noch mit den altbekannten prozessualen Tricks versuchen, etwa der Vollmachtsrüge oder dem Antrag auf Stellung einer Prozesskostensicherheit, aber wenn die Antragstellerseite einigermaßen professionell vorbereitet ist, werden auch diese Manöver den Beteiligten allenfalls ein müdes Gähnen entlocken können, zumal die Hamburger Pressekammer wohl, anders als das zugegebenermaßen eine Etage darüber angesiedelte Hanseatische Oberlandesgericht der Auffassung zuneigt, dass auch im Fall dieser Rügen dem Antragsteller eine einigermaßen machbare Frist zur Nachreichung der entsprechenden Unterlagen gesetzt werden kann. Die Antragsgegnerseite sollte sich daher nicht darauf verlassen, dass ihr die schon fast sprichwörtliche Unzuverlässigkeit der poste italiane zugutekommen wird – zumal die Post aus dem Vatikan ohnehin von der mit Schweizer Präzision arbeitenden poste vaticane nach Deutschland transportiert wird.

Nagelprobe für die Meinungsfreiheit?

Ob der Fall überdies, wie viele meinen, zur Nagelprobe über die Lage der Meinungsfreiheit in diesem Land taugt, kann man auch mit guten Gründen bezweifeln. Satire darf viel, aber nicht alles und selbst die Kunstfreiheit steht, so man sie denn schon bemühen wollte, unter dem Vorbehalt einer Abwägung mit anderen von der Verfassung geschützten Rechtsgütern und dazu gehört auch das Persönlichkeitsrecht, das bekanntermaßen allen Menschen zukommt.

Allen Menschen. Aber auch einem Papst?

Von geistlicher und weltlicher Macht

Ob der Papst wirklich vor einem deutschen Landgericht die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte rügen darf, ist eine Frage, die nicht so abseitig ist wie sie zunächst klingt. Die Implikationen die damit einhergehen, dass ausgerechnet das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche vor einem weltlichen Gericht höchstpersönliche Ansprüche anmeldet, sind – soweit es sich überblicken lässt – bislang noch nicht in der nötigen Tiefe besprochen worden. Dabei interessiert nicht so sehr das weltliche Recht. Vielmehr dürfte es sich aus originär kirchlicher Perspektive als eine veritable Revolution entpuppen, dass ein Papst den ordentlichen staatlichen Rechtsweg beschreitet.

Bereits seitdem Augustinus in seinem zwischen 413 und 426 entstandenen, fundamentalen Werk „De civitate Dei“ die Unterscheidung von „civitas dei“ und „civitas terrena“ begründet hat, ist das Verhältnis von kirchlicher und weltlicher Macht ein problematisches. Gerade Deutschland steht in der Tradition, Schauplatz wesentlicher historischer Auseinandersetzungen zwischen weltlicher und kirchlicher Macht gewesen zu sein. Aus dieser Perspektive betrachtet könnte man die mündliche Verhandlung, die am kommenden Freitag in Hamburg stattfinden wird in eine Linie mit dem Gang Heinrichs IV. nach Canossa im Jahr 1076 stellen. Dort musste sich der deutsche König dem Oberhaupt der Heiligen römischen Kirche, Papst Gregor VII., unterwerfen. Der Sache nach ging es um den sogenannten Investiturstreit, also um die Frage, wer das Recht hatte, die höchsten kirchlichen Ämter zu besetzen.

Die Zwei-Schwerter-Lehre

Die römische Kirche vertrat bereits seit dem Konzil von Chalkedon im fünften Jahrhundert die Auffassung, dass die weltliche Macht der geistlichen Macht untergeordnet sei. Begründet wurde dies mit der heiligen Schrift. So heißt es bei Lukas 22, 38: „Herr, hier sind zwei Schwerter. Er erwiderte: Genug davon!“. Hieraus leitete man – verkürzt – ab, Gott habe dem Papst, seinem Stellvertreter auf der Erde, nicht nur die Schlüssel zum Himmelreich (vgl. Matthäus 16, 18-19), sondern auch zwei Schwerter in die Hand gegeben, das weltliche und das geistliche. Eines davon, nämlich das weltliche, leihe der Papst dem weltlichen Machthaber, das heißt dem Kaiser, der es nur für die Kirche führe. Hierauf ist wohl letztlich auch zurückzuführen, dass die Kaiser des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation seit der Krönung Karls des Großen durch Leo III. im Jahr 800 im alten Petersdom in Rom stets vom Papst gekrönt worden sind und der Papst sogar zeitweise das Recht beanspruchte, die Wahl zu approbieren (so Papst Innozenz III. in der Bulle „Venerabilem“ aus dem Jahr 1202).

Auch in der Apostelgeschichte heißt es: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apostelgeschichte 5, 29) und das römisch-katholische Kirchenrecht formuliert in Can. 22 des heute gültigen Codex Iuris Canonici von 1983, dass weltliche Gesetze einzuhalten seien, „soweit sich nicht dem göttlichen Recht zuwiderlaufen und wenn nicht etwas anderes im kanonischen Recht vorgesehen ist.“

In sonst unerreichter Deutlichkeit formulierte besagter Papst Gregor VII. im Dictatus Papae von 1075, nicht zufällig ein Jahr vor dem Gang Heinrichs nach Canossa, den Vorranganspruch des Papsttums vor der weltlichen Macht. Darin heißt es nicht nur, dass der Papst den Kaiser absetzen kann, sondern auch, dass der Papst selbst von niemandem gerichtet werden darf: „Quod a nemine ipse iudicari debeat.“. Aufgrund dieses Selbstverständnisses forderte Papst Bonifatius VIII. in seiner Bulle „Unam Sanctam“ im Jahr 1302 die Unterwerfung von Philipp dem Schönen, seines Zeichens König von Frankreich unter die Macht des Papstes: Jeder Mensch sei dem römischen Papst unterworfen.

Der Papst als „geborenes Völkerrechtssubjekt“

Freilich kommt man nicht umhin, anzuerkennen, dass der vom römischen Papsttum formulierte Anspruch auf Vorrang vor aller weltlichen Gewalt mittlerweile durch den Lauf der Geschichte faktisch erledigt ist. Gleichwohl hat sich gerade ein Grundsatz doch bis heute halten können: Der Papst ist bis heute keiner weltlichen Gerichtsbarkeit unterworfen. Dies folgt freilich nicht (nur) aus dem kirchlichen Recht, sondern vor allem aus dem geltenden Völkergewohnheitsrecht. Hiernach hat der Papst einen im wahrsten Wortsinn „eigenartigen“ Status. Dass er nach Art. 1 Abs. 1 der Verfassung des Vatikanstaates vom 26. November 2000 „die Fülle der gesetzgebenden, ausführenden und richterlichen Gewalt“ innehat und somit Souverän und Oberhaupt dieses Kleinstaates ist, ist eine Binsenweisheit, die hierzu nicht bemüht werden muss.

Das besondere an der Person des Papstes ist – aus völkerrechtlicher Sicht – vielmehr, dass der Papst (oder sein Amt, sofern sich das unterscheiden lässt) als einzige natürliche Person zugleich auch geborenes Völkerrechtssubjekt ist. Denn der „heilige Stuhl“ – der Bischofssitz des von Jesus Christus als seinen Stellvertreter eingesetzten heiligen Petrus – und somit derjenige, der rechtmäßig auf ihm sitzt, ist selbst Subjekt des Völkerrechts. Er hat einen Status, den sonst nur die Staaten und wenige andere atypische Völkerrechtssubjekte haben. Als Völkerrechtssubjekt ist er allerdings der Jurisdiktion anderer Völkerrechtssubjekte nicht unterworfen (die verschiedentlich diskutierten Ausnahmen lassen wir mal außen vor). Er kann nicht vor ein weltliches Gericht, wo auch immer es sich befinden mag, zitiert werden. Auf sein Vermögen haben andere Staaten keinen Zugriff. Er ist immun.

Berücksichtigt man dies, erscheint es umso befremdlicher, dass sich der Papst auf einen Streit vor einem weltlichen Gericht einlässt. Er unterwirft sich dadurch der Entscheidung einer weltlichen Instanz, der er sich sonst nicht beugen müsste. Angenommen, das Hanseatische Oberlandesgericht hebt die Entscheidung des Landgerichts auf – der Papst müsste aufgrund des von ihm selbst eingegangenen Prozessrechtsverhältnisses der gegen ihn ergehenden Kostenentscheidung beugen. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der Pontifex Maximus unterwirft sich dem Zahlungsbefehl eines staatlichen Gerichts. Ob freilich ein hanseatischer Kostenfestsetzungsbeschluss im Vatikan zustell- und vollstreckbar wäre, ist eine andere Frage.

Politische Klugheit und rechtlicher Maßstab

Fakt ist aber, dass die Klage eines nach kirchlichem Selbstverständnis von Gott mit der uneingeschränkten geistlichen und weltlichen Macht ausgestatteten Papstes vor einem weltlichen Gericht zumindest als bemerkenswert gelten muss. Ein Gregor VII. wäre diesen Weg wohl nicht gegangen. Einer Bewertung möchte ich mich dabei ausdrücklich enthalten. Den Papst in kirchenrechtlichen und religiösen Fragen zu beraten, wäre anmaßend.

Maßstab für die Entscheidung des Hamburger Landgerichts sind all diese Überlegungen ohnehin nicht. Das Landgericht hat nach den Maßstäben zu entscheiden, die dem deutschen Rechtssystem inhärent sind. Hiernach ist der Papst – neben allem anderen – eine natürliche Person mit einem ihr von Verfassungs wegen zukommenden allgemeinen Persönlichkeitsrecht, das gegen die Meinungs- und Kunstfreiheit eines deutschen Satiremagazins abzuwägen ist.

Das Ergebnis dieser Abwägung hat uns das Gericht bereits mitgeteilt. Überraschungen haben wir am kommenden Freitag daher wohl nicht zu erwarten.

July 16 2012

Wochenrückblick: CETA-Abkommen, Verwertungsgesellschaften, Cloud-Datenschutz

Nach ACTA sorgt CETA für neue Diskussionen, die EU-Kommission will Verwertungsgesellschaften stärker regulieren, Datenschützer stellen Praxishinweis

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March 11 2012

Dieter Nuhr zu Filesharing, Urheberrecht und Shitstorms

Der Satiriker Dieter Nuhr hat beim Satire-Gipfel der ARD am 05. März 2012 zum Urheberrecht und dem umstrittenen ACTA-Vertrag Stellung genommen. Nuhr macht einen beim Ansehen seiner Ansprache dann doch etwas traurig. Traurig aufgrund der Polemik und der Unkenntnis. Nun gut, Satiriker dürfen zuspitzen und provozieren, sollen sie, müssen sie auch. In diesem Fall jedoch werden platteste Analysen und Vorurteile mit der Verve eines Intellektuellen vorgetragen, die Vereinfachung als Stilmittel geht leider komplett daneben. Dieser Auftritt ist gründlich misslungen und wird der gerne auch kritischen Auseinandersetzung mit den Fragen der zukünftigen Ausgestaltung des Urheberrechts und dem Umgang mit aktuellen Fragen wie Filesharing, der Einordnung von ‘geistigem Eigentum’ und dem ACTA-Vertrag nicht gerecht. Schade, hier wurde eine Chance vertan.

Nuhr leitet ein mit:

Ich versuche es mal positiv zu sehen, was nicht immer leicht ist, wenn ich morgens so die Zeitung lese, denke ich, der Tag ist doch gelaufen. (…) Krisen, Tod, Unfall, und jetzt kommt noch dieses Gesetz: ACTA. Haben sie das gelesen, dieses furchtbare Gesetz, mit dem das geistige Eigentum im Internet geschützt werden soll. Was soll das denn? Das fragen sich viele Menschen zu Recht, mh, geistiges Eigentum? mh. Schon der Begriff ‘geistig’ überfordert viele Zeitgenossen, die sagen dann, wenn ein Buch verkauft wird, dann ist das doch wohl das Recht eines jeden Einzelnen, dieses Buch auch zu kopieren, es auch rauszubringen, es also zu verschenken, im Internet.

Dann ein fließender halsbrecherischer Übergang zu ACTA und Kritik an Diskussionen im Internet:

Und diese Freiheit soll durch ACTA eingeschränkt werden, ist doch eine Sauerei. Wobei das Gesetz eigentlich nichts neues beinhaltet, denn das Urheberrecht gibt es bereits. Und im Internet behaupten jetzt viele, dass jetzt alles verboten wird. Ich darf meine eigene Musik nicht mehr hören und so weiter. Das ist Unsinn. Aber das ist natürlich die Freiheit des Internets, dass jeder jeden Unsinn verbreiten darf, und im Internet wird der Unsinn dann zur Wahrheit. Weil im Internet nicht wahr ist, was stimmt, sondern wahr wird, was sich verbreitet. Das ist Demokratie, wenn sich die Wahrheit nach der Mehrheit richtet.

Nuhr zu ‘geistigem Eigentum’ und dem Selbstverständnis der Nutzer – aus seiner Sicht:

Wahr ist, auch geistiges Eigentum ist eine Ware. Sagen wir mal, da produziert jemand Musik und da arbeiten ja auch Menschen daran, Tontechniker, Musiker, und die wollen alle für ihre Arbeit bezaht werden, die wollen ihre Musik verkaufen. das ist diese Gier, das ist schlimm. Jeder will Geld, der Bäcker für seine Brötchen und der Autor für seine Bücher, die sind alle so gierig. Dabei ist es doch mein legitimes Recht Bücher und Kinofilme selber zu nehmen, selber zu verbreiten und selber zu verkaufen, gerne auf Internetseiten, auf denen ich selber Geld verdiene, durch Werbung und so weiter. Ich will ja auch mal Geld verdienen. Und da sagt die Musikindustrie, das geht nicht, da musst du selber Musik machen. Aber ich bin doch nicht mal Musiker. Das ist doch nicht gerecht, von einem zu verlangen, der nichtmal Musiker ist, Musik zu machen. Das ist doch Diktatur. Warum darf ich mir die Musik nicht einfach nehmen, das Internet ist doch frei.Und dann sagt die Industrie, sich die Musik einfach zu nehmen, ist wie früher im Laden, wenn man sich die CDs einfach geklaut hat.

Und weiter:

CDs, für die Jüngeren, das sind so altertümliche Datenträger des letzten Jahrtausends, früher da gab es so Tontäfelchen, in Mesopotamien war das, dann kam im Mittelater die Schellack-Platte, und jetzt hat man dann die CD. Die muss man kaufen! Die durfte man nicht klauen, verrückt ne? Dann kam die Polizei wenn die klaute. Das sind ja Zustände wie in China. Im Internet kursieren Gerüchte, dass wenn ACTA kommt, wird jeder der Musik hört, sofort erschossen.

Nuhr kennt “Shitstorms” und weiß was Parteien von jungen Leuten wollen:

Und weil es im Internet steht, stimmt es dann auch. Deswegen warnen die Piraten vor der Diktatur. Die anderen Parteien auch, weil, die wollen auch mal von jungen Leuten gewählt werden. Und im Internet gibt man sowieso besser keine Widerworte, sonst bricht im Internet ein sogenannter Shitstorm los, dann können sie ihre Internet-Seite, ihren Facebook-Account und ihre Mail-Adresse vergessen, dann werden sie platt gemacht. Das ist die geistige Freiheit im Internet. Dass man zwar frei ist, in dieser Freiheit sagt man aber besser nichts falsches. Wobei ich das locker sehe. Liebe Piraten, liebe Freunde des Filesharing, ihr könnt diesen Text einfach nehmen, nachspielen, weiterverbreiten, ich bin der Urheber, ich bin einverstanden.

Hier findet sich der Auftritt von Dieter Nuhr in einem Video bei YouTube.

June 29 2011

School district first to permit cell phone use during standardized tests

Source: Green Onion News Network

The Harper Valley School Board recently adopted a new policy that allows students to use their cell phones to search for answers on state-mandated standardized tests. "There's no doubt this new policy will raise student test scores district-wide but it will also improve our rankings statewide," said District Superintendent Carly Moore. Cellphones will be allowed for testing periods during the 2011-2012 school year, although there could be roadblocks ahead from state officials.

Ms. Moore said the "hands-on" cellphone policy was proposed by School Board member and local realtor, Carol McMasters who said the idea came to her while talking with friends who regularly consult their cellphones. "Whenever we forget the name of an actor, or a musician, we pull out our phones and find the answer. Right away, we know without guessing. Why can't students do the same thing?" Her husband, Larry, a self-described hacktavist, convinced her that cell phones would help kids think of standardized tests as a massively multiplayer game, in which they were cracking secret educational codes. Mr. McMaster said that he would prefer to see standardized testing eliminated and he embraced his wife's idea as a means to that end. "If every kid in America could find the right answer to every question, maybe testing will just go away."

The school districts plans to divert money from textbook purchases to lease cell phones for kids who do not have them. Superintendent Moore said that the percentage of students with cell phones is already high and growing. However, she added that kids who lacked so-called "smartphones" were at a disadvantage. "We are going to target kids with Nokia phones and upgrade them. " Some schools may share phones among students. There are plans to add charging stations in classrooms. Before the standardized tests are given, students will participate in "txting and searching" exercises, led by students, and facilitated by teachers who will prepare sample test questions. "These are basic life-skills for students," said Ms. Moore. "Plus students will be more excited to participate, rather than demoralized and apathetic."

Roberta Gonzalez, also a board member, was skeptical of the policy when she first heard about it. "I was concerned that we are taking away the opportunity for our children to recall knowledge they had gained in class." After talking to teachers, she became aware of how much they loathed the now common practice of teaching to the test. A social studies teacher said that he no longer taught a real subject but he found himself teaching students how to be effective test takers. He was telling them not to over think tests, but just how to make the best guess. Ms. Gonzalez came to believe that testing didn't correlate to what students were actually learning. "The emphasis on high-stakes testing was counter-productive and preparing for tests was eating up valuable time in the classroom," she added.

Deborah Chaney said that TV quiz shows like "Cash Cab" and "Millionaire" allow contestants to call friends or family if they don't know the answer. "I think it makes a lot of sense to use your social network to find these kind of answers," she said. "That"s why you have a social network." Chaney added that many test questions were designed to trick students, which she thought was unfair. "I'd like to see them posting these trick questions to Facebook," she added, noting there was no feedback mechanism for students to report problems with tests.

Tech guru Tim O'Reilly said the new policy allows students to tap into collective intelligence. He predicted that the market for paper-based bubble testing was about to burst. "Why are we still using #2 pencils?" he asked. "I don't know why they can't deliver the tests on the phone." O'Reilly remarked that educators should think of re-directing the energy that goes into standardized testing into richer educational programs that allow students to cooperate with each other to solve real-world problems in meaningful ways.

Ned Simon, a district parent, said that the new policy reminded him of a recent dinner table conversation. "My wife and I were arguing about how long we'd been at war in Afghanistan. Dora, my teenage daughter, interrupted us, saying 'Dad, where's your cellphone?" It was her way of telling me to stop arguing and look up the answer." Dora will be one of the students who will benefit from the new cellphone policy at school. She said that using her iPhone during tests could "make testing fun." She mentioned that a number of apps she already uses when doing homework. "I use Google Maps, the Calculator, and mostly iTunes, so I'm not so bored by the assignment."

Asked how the State Superintendent of Education might react to the district's new policy, Ms Moore said she expects to hear from state officials. "I think they have my cellphone number," she added. She hopes they will look at the Harper Valley policy as a pilot that can be expanded statewide. "Educators have to ask why we keep supporting a testing system that produces such failure. If we are unwilling to do change that system, then allowing students to use cellphones during testing will reduce failure immediately. Why shouldn't we do that?"

September 16 2010

Netzsperren vor dem EU-Parlament

Dass die Kommission in Person von Innenkommissarin Cecila Malmström – mit denselben unzureichenden Argumenten wie Ursula von der Leyen zuvor in Deutschland – die Einführungen von Access-Sperren zur Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet einführen möchte, ist seit einigen Monaten bekannt. Ein entsprechender Richtlinienentwurf ist bereits seit längerer Zeit online. Man muss in diesem Zusammenhang auch nochmals darauf hinweisen, dass dieser Entwurf inhaltlich deutlich weiter geht als der deutsche Entwurf und auch sog. Jugendpornografie umfassen soll. Es geht also offenbar nicht mehr nur um die Bekämpfung des Missbrauchs von Kindern, sondern auch um die Durchsetzung fragwürdiger Moralvorstelungen im Bereich der Jugendsexualität.

Einen anderen Aspekt beleuchtet die “European Cybercriminals Society (ECS)”, also die Vereinigung der europäischen Cyberkriminellen (;-), in einem offenen Brief an Kommissarin Malmström. Die Satire bedankt sich im Namen der Straftäter dafür, dass damit ein Frühwarnsystem etabliert wird, das es Kriminellen frühzeitig ermöglicht, auf andere Server auszuweichen. In diesem Zusammenhang wird von der ECS dann beanstandet, dass es unfair sei, dasselbe Frühwarnsystem nicht auch denjenigen Cyberkriminellen anzubieten, die im Bereich der Verletzung des geistigen Eigentums oder des Betrugs aktiv sind. Denn damit würde eindeutig der Binnenmarkt für Kriminalität behindert.

Diese Satire lenkt die Diskussion auf den oft vernachlässigten Aspekt, dass Access-Sperren nicht geeignet sind, die Verbreitung von Kinderpornografie einzudämmen, sondern vielmehr die Gefahr beinhalten, dass deren Verbreitung eher noch gefördert wird.

Am 28. und 29. September findet im Rechtsausschuss des Europaparlaments eine Anhörung zu dem Richtlinienentwurf statt. Die geladenen Fachleute sollen allerdings weitgehend aus Sperrbefürwortern bestehen, obwohl die deutsche Diskussion eigentlich gezeigt hat, dass die Mehrheit der technischen und juristischen Experten dem Vorhaben kritisch bis ablehnend gegenüber steht. Es droht also eine tendenziöse Einflussnahme auf die Meinungsbildung der Abgeordneten durch eine selektive Auswahl von Fachleuten, die das Access-Blocking befürworten.

April 23 2010

Satire ist nicht strafbar

Die katholische Kirche schießt momentan aus allen Rohren gegen ihre Kritiker. Da werden zum Beispiel Blogger mit einstweiligen Verfügungen überzogen, die offen und in rechtlich zulässiger Art und Weise ihre Meinung sagen – was speziell beim Landgericht Hamburg freilich noch nie ein Argument war – und dann wird gegen eine Satirezeitschrift Strafanzeige erstattet, mit demselben Ziel, nämlich eine unliebsame Meinungsäußerung in Form einer durchaus provokativen bildlichen Darstellung zu unterbinden. Aber die Provokation gehört eben zum Wesen der Satire und, dass sich die Darstellung außerdem kritisch mit dem Missbrauchsskandal auseinandersetzt, wird man kaum  in Abrede stellen können. Das hat dann auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt so gesehen und die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens  wegen der Beschimpfung von Bekenntnissen (§ 166 StGB) abgelehnt. Gut so!

April 17 2010

Meinungsfreiheit: Die nackte Oberbürgermeisterin

Das Oberlandesgericht Dresden hat mit Urteil vom 16.04.2010 (4 U 127/10) eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Dresden aufgehoben, durch die der Künstlerin Erika Lust verboten wurde, die Dresdener Oberbürgermeisterin auf satirische Weise nackt darzustellen. Hintergrund der Darstellung war der Streit um das Weltkulturerbe.

Das OLG Dresden führt zur Begründung u.a. aus, dass man die Nacktheit der Oberbürgermeisterin in diesem Kontext ohne weiteres als allegorische Darstellung der Unmöglichkeit oder Unfähigkeit zur Abwendung des Verlustes des Unesco-Welterbetitels verstehen kann.

Das Gericht stellt damit den Schutz der Satire im (öffenltichen) Meinungskampf  und damit die Meinungsäußerung und nicht die Kunstfreiheit in den Vordergrund. Eine erfreuliche Entscheidung.

Update: Das Bild ist im Netz schwer zu finden, aber das hier dürfte es sein.

April 11 2010

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Bekanntmachung: "Folgende Mitbürger werden zum Klassenkampf aufgerufen: ... "
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April 09 2010

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March 05 2010

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ZDF: Neues aus der Anstalt 32 - 20100223

- 100 Tage Schwarz-Gelb
- "Die Bunte" Qualitätsjournalismus - Hofberichterstattung
- die FDP kann man nicht kaufen, die kann man nur mieten
- mit Rüttgers ins Séparée am Landesparteitag der CDU
- Westerwelle und die schweigende Mehrheit
- USA: White Trash
- Traunstein - körperliche Abmahnung: berentete Kleinanleger & der luftschnappende Anlageberater
- nachdenken: sinnvolle Gewaltkriminalität & Selbstjustiz

(Inhaltsangabe: oanth)

February 06 2010

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Youtube Video playlist Pt. 1-6 (~60min)

Wikipedia-Eintrag:

Der Herr Karl ist ein knapp einstündiger Monolog, zwischen Theaterstück und Kabarett angesiedelt, der 1961 von Helmut Qualtinger und Carl Merz geschrieben wurde. Das Ein-Personen-Stück, das zunächst mit Qualtinger als Darsteller für das österreichische Fernsehen verfilmt (Regie: Erich Neuberg, Erstausstrahlung am 15. November 1961) und anschließend auf zahlreichen Bühnen aufgeführt wurde, sorgte in Österreich für heftige Kontroversen.

Der (Anti-)Held „Herr Karl“, erzählt einem „jungen Menschen“, dem Zuschauer, seine Lebensgeschichte, während er bei der Arbeit im Lager eines Feinkostgeschäftes sitzt. Dabei entpuppt sich der Erzähler zunehmend als opportunistischer Mitläufer aus dem kleinbürgerlichen Milieu, der sich im wechselhaften Gang der österreichischen Geschichte vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Ende der Besatzung durchs Leben manövriert hat.

[...]

February 05 2010

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Helmut Qualtinger (frühe 70iger) als tiroler Hüttenwirt äußert sich zur Zukunft Österreichs und Tirols
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Reposted bycygenb0ckmenphradumruehrenfaselfinkreghdelphiN

January 25 2010

Das selbstverkaufende Kunstwerk

  

Diese schwarze Box des Künstlers Caleb Larsen versucht sich sieben Tage lang automatisch immer wieder bei Ebay zu verkaufen. Käufer verpflichten sich innerhalb dieses Zeitraums, die Box sofort wieder zum Verkauf anzubieten, andernfalls der Künstler ihr den Rang als Kunstwerk abspricht. Das Geld aus dem Wiederverkauf darf man behalten. Das Startgebot liegt bei 2500 Dollar.

  

  

(Gefunden bei Urlesque)

Reposted fromglaserei glaserei

January 23 2010

January 02 2010

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Hagen Rether, 17.12.2009, NDR, "letzte Ausfahrt Deutschland"

[...]

Was ist denn "linke Gewalt"?

Linke Gewalt ist, wenn man Steine schmeisst auf Glatzen-Demos, die "Juden raus" rufen und von Polizisten geschützt werden.

Das ist linke Gewalt.


Linke Gewalt ist, wenn man einen Porsche anzündet am 1.Mai oder dem Juwelier die Scheiben einschmeisst auf der Attac Demo - das ist linke Gewalt.

Aber die Linken schmeissen keine Asylantenkinder aus der S-Bahn, das ist ein qualitativer Unterschied, aber da haben wir in Deutschland ein massives Mentalitätsproblem!

Weil nämlich Eigentumsdelikte viel härter geahndet werden, als Personendelikte.

Und da wird "die Linke" immer gegen die Rechte ausgespielt.

Wußten Sie zum Beispiel, dass, wenn man einen Polizisten schlägt, für 2 Jahre in den Knast kommen kann,
wenn man aber ein Polizeiauto anzündet, für 5 Jahre..?



[...]


(Entnommen der Sidebar des yt-videos) 

November 14 2009

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The stated goal of the book is not to attack "philosophy, the humanities or the social sciences in general...[but] to warn those who work in them (especially students) against some manifest cases of charlatanism." In particular to "deconstruct" the notion that some books and writers are difficult because they deal with profound and difficult ideas. "If the texts seem incomprehensible, it is for the excellent reason that they mean precisely nothing."

The book includes long extracts from the works of Jacques Lacan, Julia Kristeva, Paul Virilio, Gilles Deleuze, Félix Guattari, Luce Irigaray, Bruno Latour, and Jean Baudrillard who are considered by some to be leading academics of Continental philosophy, critical theory, psychoanalysis or social sciences. Sokal and Bricmont set out to show how those intellectuals have used concepts from the physical sciences and mathematics incorrectly. The extracts are intentionally rather long to avoid accusations of taking sentences out of context.

Sokal and Bricmont claim that they do not intend to analyze postmodernist thought in general. They aim to draw attention to the abuse of concepts from mathematics and physics, where abuse means:

  • Using scientific or pseudoscientific terminology without bothering much about what these words mean.
  • Importing concepts from the natural sciences into the humanities without the slightest justification, and without providing any rationale for their use.
  • Displaying superficial erudition by shamelessly throwing around technical terms where they are irrelevant, presumably to impress and intimidate the non-specialist reader.
  • Manipulating words and phrases that are, in fact, meaningless. Self-assurance on topics far beyond the competence of the author and exploiting the prestige of science to give discourses a veneer of rigor.

The book gives a chapter to each of the above mentioned authors, "the tip of iceberg" of a group of intellectual practices that can be described as "mystification, deliberately obscure language, confused thinking and the misuse of scientific concepts." For example, Luce Irigaray is criticised for asserting that E=mc2 is a "sexed equation" because "it privileges the speed of light over other speeds that are vitally necessary to us"; and for asserting that fluid mechanics is unfairly neglected because it deals with "feminine" fluids in contrast to "masculine" rigid mechanics. Similarly, Lacan is criticized for drawing analogies between topology and mental illness that, in Sokal and Bricmont's view, are unsupported by any argument and are "not just false: [they] are gibberish".

— About the book "Fashionable Nonsense" - Wikipedia, the free encyclopedia
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