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April 03 2010

02mydafsoup-01

December 30 2009

02mydafsoup-01

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Um sich selbst ein sauberes Image zu geben, haben alle großen Unternehmen eine eigene Corporate Responsibility-Abteilung, die meist dem Bereich Marketing/Public Relations angegliedert ist. Die Größten der IT-Branche haben sich sogar zur <!--link_icon-->[extern] <!--/link_icon--><!--link_text-->Electronic Industry Citizenship Coalition<!--/link_text--><!--/link--> zusammengeschlossen und in einem gemeinsamen Verhaltenskodex Regeln aufgestellt, die eine faire und saubere IT garantieren sollen.
 

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So wissen zwar NGOs oft sehr genau, in welchen Fabriken gegen die Verhaltenskodizes verstoßen wird, nur weiß die Öffentlichkeit nicht, für welches Unternehmen eigentlich in dieser Fabrik gefertigt wird. Es ist beispielsweise<!--link--> <!--link_icon-->[extern] <!--/link_icon--><!--link_text-->bekannt<!--/link_text--><!--/link-->, dass der taiwanesische Displayhersteller Wintek in mehreren Punkten gegen den EICC-Kodex verstößt, nur halten Wintek und seine inoffiziellen Großkunden Apple, Nokia und Motorola ihre geschäftlichen Beziehungen so geheim, als handele es sich um Staatsgeheimnisse. Problematisch ist ferner, dass Lieferanten ihrerseits oft Arbeiter über Zeitarbeitsfirmen einstellen. Wenn der Lieferant seinem Kunden gegenüber erklärt, den EICC-Kodex einzuhalten, heißt dies noch lange nicht, dass dies auch für die Leiharbeiter in seinen Werken gilt. Richtig kompliziert wird es allerdings, wenn der Lieferant seinerseits bei einem Subkontraktor fertigen lässt, der wiederum selbst Subkontraktoren beauftragen kann. Was nutzen die Erklärungen der IT-Branche, wenn sie nicht kontrollierbar sind?

iPhone-Displays in der 70 Stunden-Woche

Der IT-Gigant Apple ist nicht nur für seine stylischen Produkte, sondern auch für seinen <!--link--><!--link_icon-->[extern] <!--/link_icon--><!--link_text-->Verhaltenskodex<!--/link_text--><!--/link--> bekannt, an den sich Zulieferer halten sollen. So dürfen Arbeiter bei Apple-Zulieferern nicht länger als 60 Stunden brutto pro Woche arbeiten, müssen einen Tag pro Woche frei haben und Überstunden nur freiwillig ableisten. Was nutzen diese Standards aber, wenn sich selbst wichtige Zulieferer wie der taiwanesische Displayproduzent Wintek nicht daran halten, bei dem nach Aussagen der Mitarbeiter die Touchscreens für die High Tech-Gadgets mit dem Apfel-Logo hergestellt werden. <!-- DL+CUT --> <!-- DL-CUT -->

Selbst für reguläre taiwanesische Arbeitnehmer sei eher eine 65-70 Stunden-Woche ohne Überstundenaufschlag die Regel, wie <!--link--><!--link_icon-->[extern] <!--/link_icon--><!--link_text-->Recherchen der Global Post<!--/link_text--><!--/link--> aufzeigten. Wer Überstunden ablehnt, dem wird das Gehalt gekürzt, das immerhin stolze 720 US-Dollar pro Monat beträgt. Wer versucht, eine Gewerkschaft zu gründen, wird entlassen und wenn die Herren aus dem fernen Cupertino kommen und ein Audit über die Einhaltung ihrer Verhaltenskodizes durchführen, sitzen die taiwanesischen Chefs dabei und hören zu, ob die Arbeiter das wiedergeben, was ihnen vorher in speziellen "Coachings" eingetrichtert wurde. Diese "Coachings" widersprechen zwar Apples Verhaltenskodex, aber was nutzt diese Erkenntnis, wenn sie nicht wahrgenommen wird.

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Silicon Sweatshops - Jens Berger 27.12.2009 in Telepolis - Die dunkle Seite des IT-Business
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