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January 07 2014

Schulbuch-o-mat: Neue Impulse für OER-Schulbücher

Das ehrgeizige Projekt Schulbuch-o-mat lenkte im August 2013 die Aufmerksamkeit auf Open Educational Resources – und steht für neue Impulse bei offenen Bildungsmedien. Zugleich löste es wegen seiner uneinheitlichen Lizenzierung Kontroversen in der Open-Source-Community aus. Die Initiatoren stellten sich der Kritik – und berücksichtigen diese für den nächsten, jüngst angekündigten Titel. 

Ein komplettes Schulbuch als freies Lernmittel oder auch Open Educational Resource (OER), das gab es bisher noch nicht in Deutschland. Diese Lücke schloss die erste Version von „Biologie 1, Klasse 7/8“, erschienen im August 2013. Es ist kostenlos als digitaler Download in einer Epub- oder PDF-Version verfügbar. Der Inhalt steht für jegliche Nutzung frei und kann weitgehend frei weiter verwendet werden.

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Hans Hellfried Wedding (links im Bild),­ Medien­produzent und Berater, und Heiko Przyhodnik, Biologie- und Sport-Lehrer, sind Gründer und Köpfe der Initiative Schulbuch-o-mat

Hinter dem Werk steht die Berliner Initiative Schulbuch-o-mat, die vom Medienproduzenten Hans Hellfried Wedenig und dem Biologie- und Sport-Lehrer Heiko Przyhodnik gegründet wurde. Ausschlaggebender Impuls dafür war laut Przyhodnik die Trägheit schulischer Bildungsmaterialien. Mit ihrer digitalen und offenen Alternative wollen sie Schülern, Eltern und Lehrern einen direkten, individuellen und kostenlosen Zugang zu Lehrmaterialien bieten. Und das sehr wohl lehrplangerecht: „Der Inhalt unseres Schulbuchs bietet hundertprozentige Deckung mit dem Berliner Lehrplan“, erzählt Hans Hellfried Wedenig.

Zur Kernidee gehört außerdem, ein freies Werk zu schaffen, das sich permanent erweitern und aktualisieren lässt. Die viel zu langen Produktionszyklen der Verlagsbranche sind in Zeiten von Wikipedia und mobilem Internetnutzung längst nicht mehr zeitgemäß.

Per Crowdfunding-Kamapagne zum Ziel

Ihr Ziel erreichten die beiden mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne  auf der Plattform Startnext. Innerhalb von vier Monaten stellten insgesamt 236 Unterstützer die projektierten 10.000 Euro zur Verfügung. Diese flossen zum Teil in die konkrete Umsetzung mit Hilfe des Lübecker Autorensystem LOOP, einer Anpassung der Open-Source-Software Mediawiki. Doch weil vielen Lehrern und potentiellen Mitwirkenden die Arbeit in einem Wiki zu komplex war, entschieden Wedenig und Przyhodnik – um den versprochenen Veröffentlichungstermin zu halten – Texte aus freien amerikanischen Biologie-E-Books zu nutzen. So floss ein Teil der Crowdfunding-Gelder in die Übersetzung des US-Content.

Doch die herausgebende Foundation CK–12 veröffentlicht ihre Texte in der freien Creative-Commons-Lizenz „Non Commercial“, kurz NC. Und das bedeutet, sie dürfen nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden. Daher stehen die Biologie-1-Texte der 1.0-Version komplett unter der Creative-Commons-Lizenz „CC BY-NC-SA“. Die Abbildungen wiederum stehen unter der Lizenz „CC BY-SA”.

Kritik an unterschiedlichen Lizenzen

Diese Einschränkung brachte den Schul­buch-o-mat-Machern einige Kritik ein – von erklärten OER-Befürwortern. Denn aufgrund der NC-Lizenz könne der Content zum großen Teil nicht in die Wikipedia übernommen werden. Zudem sei es mit NC nicht möglich, frei verfügbare Inhalte in kommerzielle Produkte zu überführen, was den oft ehrenamtlich und auf Vorleistungen beruhenden OER-Projekten wichtige Refinanzierungswege ebnet. Mithin sei das Schulbuch-o-mat-Buch mit NC-lizensierten Texten kein sortenreines OER-Projekt und könne nicht als Vorzeigeprojekt dienen. Manche betrachteten es als gescheitert, auch weil der Projektverlauf nicht hinreichend kommuniziert worden sei.

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Der Schulbuch-o-mat-Titel „Biologie 1“ in Version 1.1

Die Initiatoren nahmen die Kritik an. Zugleich rieten sie, Energie nicht nur für OER-Grundsatz-Debatten aufzuwenden, sondern aktiv an den Bearbeitungen und Erweiterungen von Lehr- und Lernunterlagen mitzuwirken: „Das würde der Gesamtbewegung und den Beteiligten in ihrem täglichen Schulleben tatsächlich helfen.“

Zudem wiesen sie darauf hin, dass die Lizenzen kapitel- oder abschnittsweise definiert und austauschbar seien. Tatsächlich erschien Ende Oktober die Version 1.1, in der die Texte des sechsten Kapitels nun unter CC BY-SA lizenziert sind – ohne das einschränkende NC.

Über 5.600 Downloads nach zweieinhalb Monaten

Parallel dazu zogen die Initiatoren auf ihrer Website öffentlich eine erste Bilanz: Zweieinhalb Monate nach der Veröffentlichung sei die Version 1.0 über 5.600-mal heruntergeladen worden, davon rund 2.000 in der iPad-Version, die ein dem Projekt wohlgesinnter Lehrer aus Düsseldorf mit seinen Schülerinnen und Schülern der Klassen sieben und höher erstellte.

Neben dem zählbaren Nutzer-Interesse weckte das OER-Buch auch die Aufmerksamkeit der Bildungsbranche. So berichteten das RBB-Fernsehen und Deutschlandradio, aber auch Fachmedien wie beispielsweise Buchreport und zahlreiche Lehrer- und Bildungsmagazine. Die Bundeszentrale für politische Bildung lud die Protagonisten zu einer Podiumsrunde bei der Frankfurter Buchmesse ein.

Aufgeschlossen bis gereizt reagierten die großen Schulbuchverlage auf die digitale Konkurrenz. Generell würden sie Schulbuch-o-mat als Wettbewerber auf dem Lehrmedien-Markt begrüßen. Doch die Aufgabe, alle Bundesländer verlässlich mit qualitativ hochwertigen, rahmenplan-konformen Titeln zu beliefern, überfordere die Open-Source-Methode, gemeinschaftlich an einem Schulbuch mitzuwirken.

Das Schulbuch als kollektiver, immerwährender Prozess

Doch genau darum geht es Wedenig und Przyhodnik: die sukzessive Weiterentwicklung des Werkes als kollektiver, immerwährender Prozess. Über praxiserfahrene Lehrkräfte hinaus integrieren sie auch Schülerinnen und Schüler, damit diese sich mit den Themen auseinandersetzen und auf ihre Art und Weise zum Buch beitragen können.

So führen sie im Herbst in Berlin sogenannte Schulbuch-Hacking-Days durch, gefördert von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. In eintägigen Workshops entwickeln sie zu einzelnen Buchabschnitten mit den Schülern neue Inhalte, etwa Videos, in denen Schüler sich gegenseitig bestimmte Themen erklären, die sie zuvor erarbeitet haben. Geplant ist, die neuen Inhalte innerhalb der Workshops direkt in das aktuelle Werk hinein zu veröffentlichen.

Und auch das ist für Schulbücher etwas ganz Neues.

Update: Am 5. Januar kündigte die Initiative Schulbuch-o-mat an, im Juni 2014 den nächsten Titel der Schulbuchreihe zu veröffentlichen: „Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie“. Er bezieht sich auf das Fach Politik/Wirtschaft für die Sekundarstufe 1 in Realschulen und Gymnasien sowie auf den Lehrplan von Nordrhein-Westfalen. Hierin sollen alle Inhalte CC BY-SA lizenziert sein, heisst es auf der Schulbuch-o-mat-Website.

HenrySteinhauPortraet2013_1700x1350 swHenry Steinhau arbeitet als freier Medien-Journalist und Autor in Berlin und gehört zur Redaktion von iRights.info. Veröffentlichungen in iRights.info, Medium Magazin, PUBLIK, Blickpunkt:Film, Annual Multimedia und weiteren. Zudem ist er tätig als Vortrags-Referent, Live-Moderator und seit mehreren Jahren Lehrbeauftragter für Journalismus-Grundlagen und Textkompetenz an Universitäten und Hochschulen.

Dieser Text ist auch im Magazin „Das Netz – Jahresrückblick Netzpolitik 2013-2014“ erschienen. Sie können das Heft für 14,90 EUR bei iRights.Media bestellen. „Das Netz – Jahresrückblick Netzpolitik 2013-2014“ gibt es auch als E-Book, zum Beispiel bei Amazon*, beim Apple iBook-Store* oder bei Beam (* Affiliate-Link).

December 23 2013

Eine „Tablet-Klasse” macht noch keine moderne Schule

2013 könnte in die Geschichte eingehen als das Jahr der Vorentscheidungen: Werden Bildung, Lernen und Schule lediglich digitalisiert oder grundsätzlich ver­ändert? Es ist noch offen, in welche Richtung die Entwicklung geht.

„Shift happens“ ist unter digital-affinen Bildungsexperten seit Jahren ein beliebter Slogan. Doch genau genommen ist er falsch. Nicht eine, sondern zwei grundsätzliche Verschiebungen vollziehen sich in diesem Bereich derzeit. „Two shifts happen“, müsste es heißen. Denn neben dem digitalen Wandel bei Medien und Bildung steht auch eine Veränderung des Grundverständnisses von Lernen und Schule.

Das Wesen von Schule hat sich seit dem vorletzten Jahrhundert im Kern nicht verändert. Die Gesellschaft beziehungsweise der Staat gibt einen beständig gewachsenen Kanon von Inhalten vor, gelehrt durch Lehrer und Bücher, angetrieben und kontrolliert durch Prüfungen und Abschlüsse, gelernt durch Zuhören, Lesen, Wiederholen und Üben. Der Stoff wird möglichst didaktisch aufbereitet und in thematischer und sozialer Isolation aufgenommen.

Seit einigen Jahren gerät dieses Selbstverständnis ins Wanken, beeinflusst durch die Erhebungen der PISA-Studien, den Ausruf der Kompetenzwende, den Vergleich mit anderen Ländern oder Best-practice-Beispiele wie im Film „Treibhäuser der Schulen. Wie Schulen in Deutschland gelingen“ oder im Wettbewerb „Der Deutsche Schulpreis“. Ein neues Ideal vom schulischen Lernen orientiert sich zu großen Teilen an reformpädagogischen Überlegungen.

Der Lernende als aktives Subjekt rückt in den Mittelpunkt. Wichtiger wird das individuelle Aneignen oder Konstruieren von Wissen, das kollaborative und kreative Arbeiten. Differenzierte Lernmaterialien, zum Teil in Form von Arbeitsblättern, aber auch weniger didaktisierte Inhalte aus dem echten Leben rücken in den Vordergrund. Das Erarbeiten und Produzieren von Ergebnissen in Projekten, problembasiertes Lernen und Portfolios ergänzen das konsumierende Lernen und Prüfungen und lösen sie zum Teil ab.

Gleichzeitig halten digitale, vernetzte Geräte, Materialien, Werkzeuge und Plattformen Einzug in die Schulen – noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau, aber mit erkennbarer Beschleunigung. Was dabei häufig übersehen wird: Die digitalen Technologien zur Unterstützung des Lehrens und Lernens werden auf ganz unterschiedliche Weise genutzt.

Weg 1: Altes Lernen mit digitalen Medien

Als eine Variante gilt das optimierte Lehren: An vielen Orten schreibt man die Geschichte der alten Schule mit digitalen Mitteln weiter. Sogenannte Lernprogramme optimieren vor allem das Üben und Auswendiglernen. Videos, Animationen und Simulationen ersetzen den Lehrvortrag. Die fortgeschrittenen Anwendungen versprechen direktes Feedback beim Lernen und eine Anpassung der Darbietung an die Fehler und Fortschritte des Lernenden (adaptive learning).

Die neuesten, in Deutschland noch sehr zurückhaltend eingesetzten Learning-Management-Systeme versprechen, Lernfortschritte jedes Schülers detailliert zu erfassen, abzubilden und an Lehrer, Schüler und Eltern zurückzuspiegeln. Individuelle Lernwege lassen sich durch Wahl aus Optionen und Anpassung gehen. Letztlich geht es aber vor allem um ein optimiertes Lehren.

Weg 2: Selbstbestimmtes Lernen mit digitalen Werkzeugen

In der zweiten Variante setzt man die digitalen Medien für ein tatsächlich individuelles, produktives, kollaboratives, selbstgesteuertes oder sogar selbstbestimmtes Lernen ein. Schüler nutzen das Web zur Informationsrecherche, verwenden Kommunikations- und Kollaborationswerkzeuge für die Zusammenarbeit mit anderen Lernenden innerhalb und außerhalb des Klassenraums, arbeiten mit Anwendungsprogrammen, um multi-mediale Präsentationen zu erstellen und veröffentlichen ihre Ergebnisse schließlich in Web-2.0-Diensten wie Blogs und Wikis.

Die real existierende Praxis liegt irgendwo dazwischen. Dabei lässt sich sehr wohl ein Grundsatz erkennen, nach dem die Schule ihre Arbeit und ihren Medieneinsatz ausrichtet. Die Form folgt der Funktion – auch beim Einsatz digitaler Medien. Anders gesagt: Ist von „Tablet-Klassen“ und „vernetzter Schule“ die Rede, sagt das nichts darüber aus, ob es sich um eine moderne Schule handelt. Die neuen Medien eignen sich hervorragend zur Fortsetzung, Optimierung und Festschreibung der alten Schule. Wenn man so will: Es gibt zwei ganz unterschiedliche Verständnisse des Lernens mit Ipad & Co.

Optimiertes Lehren oder offenes Lernen

2013 stehen wir somit an einer Weg­gabelung. Die jetzt anstehenden Entscheidungen über Hardware, Software und Einsatzszenarien setzen das Fundament und die Grenzen für die Art und Weise, wie wir Schule, Lehren und Lernen definieren und wie es grundsätzlich mit Lernen und Schule weitergeht.

Für die erste Richtung des optimierten Lehrens stehen Entwicklungen wie Lern-Management-Systeme, Drill&­Practice-Apps (zum Beispiel für das Sprachenlernen), Erklärvideos wie von der Khan Academy, Scoyo oder sofatutor, die Vereinheitlichung von Hardware in geschlossenen Ökosystemen (derzeit vor allem iPad-Klassen), statische E-Books zum Beispiel auf digitale-schulbuecher.de oder Online-Kurse, die auf Wissenspräsentation und Multiple-Choice-Quiz basieren (MOOCs).

Auf der anderen Seite stehen offene Ansätze wie die Nutzung frei verfügbarer Informationen im Web, der generischen Plattformen und Werkzeuge für Zusammenarbeit; Wissensverarbeitung und -veröffentlichung; die Erstellung und Nutzung von Open Educational Resources (frei verwendbare, editierbare Inhalte) und der Bring-Your-Own-Device-Ansatz (BYOD), bei dem Lernende unterschiedliche, meist auch private Geräte mit in die Schule bringen.

In der Praxis wird sich eine Kombination durchsetzen. Aber mit welcher Ausrichtung, unter welchen Vorzeichen, mit welchen Grundannahmen und Zielsetzungen? Verfestigen die neuen Medien die alte Schule? Oder kann der digitale Wandel denjenigen in der Bildung beeinflussen? In welche Richtung wir gehen werden, ist derzeit noch offen. Die Entscheidungen treffen wir heute.

Die jetzt anstehenden Entscheidungen über Hardware, Software und Einsatz­szenarien setzen das Fundament und die Grenzen für die Art und Weise, wie wir Schule, Lehren und Lernen definieren und wie es grundsätzlich mit Lernen und Schule weitergeht.

foto_joeran-muuss-mehrholzJöran Muuß-Merholz ist Diplom-Pädagoge und betreibt mit einem kleinen Team die Agentur J&K – Jöran und Konsorten. Er ist als Autor, Programmkoordinator und Redakteur zum Thema Open Education Resources tätig, unter anderem für Wikimedia Deutschland und die Bundeszentrale für politische Bildung. Foto: Ralf Appelt


Dieser Text ist auch im Magazin „Das Netz – Jahresrückblick Netzpolitik 2013-2014“ erschienen. Sie können das Heft für 14,90 EUR bei iRights.Media bestellen. „Das Netz – Jahresrückblick Netzpolitik 2013-2014“ gibt es auch als E-Book, zum Beispiel bei Amazon*, beim Apple iBook-Store* oder bei Beam (* Affiliate-Link).

November 04 2013

Freie Bildungsmedien: „Open Educational Ressource University” gestartet

Anfang November ist die „Open Educational Resource University“ gestartet. Die Plattform bietet einem internationalen Publikum offene Kurse für universitäres Lernen und ermöglicht auch den Erwerb akademisch relevanter „Credits“.

Zu den Themen der momentan knapp 20 Kurse der Open Educational Resource University“ (OERu) gehören unter anderem „Open Content Licensing for Educators”, „Resourcing a Small Enterprise”, „Understanding Culture in Asia and the Pacific”, „Developing a Business Plan” oder auch „Regional Economics in Asia and the Pacific”. Bei der Lizenzierung berufen sich die Macher auf die Pariser OER-Erklärung der UNESCO von 2012 und gehen zugleich darüber hinaus: Standardlizenz ist Creative Commons Namensnennung (CC BY 3.0). Die Inhalte lassen sich also weiterverbreiten, bearbeiten und remixen; auch kommerzielle Nutzungen sind erlaubt. Zusätzliches Lehrmaterial oder Fachbücher müssten Kursteilnehmer nicht erwerben, so verspricht es die Online-Uni.

Die Kurse der OERu enthielten stets alles, was man zum Absolvieren des Inhalts benötigt, erklärt Wayne Mackintosh auf der Website, Geschäftsführer der federführenden Open Education Resource Foundation. Teilnehmer, die akademische „Credits“ oder Zertifikate erwerben wollen, müssen Bearbeitungsgebühren bezahlen. Das aber erst dann, wenn sie den Kurs komplett absolviert haben. Die OERu-Kurse dauern in der Regel zwischen 10 und 15 Wochen; darüber hinaus bietet die Online-Universität kürzere, sogenannte „micro Open Online Courses” (mOOC) an, die zu Kursreihen gehören, aber einzeln absolvierbar sind und über zwei bis drei Wochen laufen.

Stiftungsfinanzierte Plattform, Unis kooperieren

Die Open Education Resource Foundation, die hinter der OERu steht, operiert nach eigenen Angaben als unabhängige Non-Profit-Organisation mit Hauptsitz in Neuseeland. Zum Konsortium der OERu gehören etwa 30 Partner-Universitäten weltweit, deutsche Universitäten sind allerdings nicht dabei. Zugleich hat das „UNESCO-Commonwealth of Learning OER Chair network“ (COL)  das Projekt anerkannt und unterstützt es. Das COL ist eine zwischenstaatliche Organisation, die von Regierungen der Commonwealth-Staaten eingerichtet wurde und fördert neben Fernunterricht auch offenes Lernen und OER.

Die OERu richtet sich mit ihren kostenlosen Hochschul-Kursen explizit an ein internationales, breit gestreutes Publikum. Darin ähnelt es stark dem kürzlich gestarteten MOOC-Portal Iversity. Das gleichnamige Berliner Unternehmen startete vor rund zwei Wochen sein Kursprogramm. Auch Iversity steht unter dem Motto „Open Courses”, macht über den Einsatz freier Lizenzen aber keine weiteren Angaben.

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