Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

August 07 2012

Neue Website „Terms of Service; Didn’t Read” verspricht Überblick im AGB-Dickicht

Wer Webdienste nutzt, kommt nicht umhin, seitenlangen Nutzungsbedingungen – also Verträgen – zuzustimmen, die auch bei iRights.info immer mal wieder Thema waren (Musikdienste, FotodiensteFilme und E-Books). Amerikanische Wissenschaftler haben einmal berechnet, dass der durchschnittliche (US-)Nutzer immerhin 76 Arbeitstage im Jahr damit verbringen müsste, um die Nutzungsbedingungen der von ihm genutzten Webdienste zu lesen.

Weil das niemand macht, gab es schon einige Versuche, solche Verträge nutzerfreundlicher zu gestalten, zum Beispiel mit Kurzversionen ähnlich denen von Creative-Commons-Lizenzen. Die Website „Terms of Service; Didn’t Read” der Initiative Unhosted sammelt solche Klauseln nun für verschiedene Dienste und informiert mit einem Farbsystem über den Umgang mit persönlichen Daten, eingeräumten Nutzungsrechten, Transparenz über Anfragen von Behörden und mehr.

Im Moment sind noch wenige Dienste insgesamt bewertet, schlecht kommt schon jetzt Twitpic weg, gut dagegen zum Beispiel Soundcloud. Das Projekt richtet sich vor allem an amerikanische Nutzer und lässt damit die Frage außen vor, ob die bewerteten Klauseln nach deutschem Recht überhaupt zulässig sind. Und natürlich hängt jede Bewertung auch von den zugrunde gelegten Kriterien (und den Bewertenden) ab. Für einen ersten Überblick ist das Projekt aber auch hierzulande hilfreich. Mitmachen kann man momentan über eine Mailingliste und einen Chat, später soll es geöffnet werden.

[via]

May 09 2012

Kurz verlinkt: Fahrräder, Piraten, Geistiges Eigentum

Die Urheberrechtsdebatten drehen sich weiter – hier einige gesammelte Links der letzten Tage:

Wolfgang Michal beschäftigt sich bei Carta mit dem Urheberrechtsprogramm der Piraten und macht Ungereimtheiten und einen ungelösten Grundwiderspruch aus:

„Einerseits erkennen sie die Persönlichkeitsrechte der Urheber an ihren Werken „in vollem Umfang“ an, andererseits wollen sie das freie nicht-kommerzielle Kopieren von Werken im Sinne eines unbeschränkten Nutzerrechtes gesetzlich verankert wissen. Eine solche Begrenzung des Urheberrechts – etwa in Form einer Schrankenregelung – würde jedoch tief in das Urheber-Persönlichkeitsrecht eingreifen.”

Thierry Chervel nimmt im Perlentaucher-Redaktionsblog einen FAS-Artikel von Rainer Hank und Georg Meck zum Anlass für eine ausführliche Replik zum Begriff des „Geistigen Eigentums”:

Also Urheberrecht, ja: Die Urheber sollten sogar wieder gestärkt werden, wie das Beispiel der Buy-Out-Verträge in Zeitungen zeigen. Ein Diskurs des “Geistige Eigentums” aber, der in Wahrheit nur immer mehr von dem kapern will, was im emphatischen Sinne der Allgemeinheit gehört, nein.

Siegfried Kauder wiederum meinte, bei Geistigem Eigentum sei es wie mit Fahrrädern. Marcel-André Casasola Merkle hat das weitergesponnen und herausgekommen ist ein wunderbarer Text:

Vor dem ersten Losfahren musste ich den Hersteller anrufen und ihm erzählen, in welchen drei Stadtteilen ich das Fahrrad nutzen will. Wenn ich in einen unautorisierten Stadtteil fahre, schlägt automatisch die Bremse an. Da muss ich selbst gar nichts tun. Das ist Service.

Einer der klugen Texte aus der Urheberechtsdebatte in der FAZ stammt von Max Winde: „Es gibt kein Zurück ins echte Leben

Wie wollen wir mit denen umgehen, die unsere Meinungen erdenken, unsere Melodien erfinden, unsere Spiele gestalten, unser Web bauen, unsere Bilder malen? Und als ob das nicht kompliziert genug wäre, schwingt auch in dieser Diskussion mal wieder der immer noch nicht ausgetragene Konflikt mit, ob wir als Gesellschaft das Netz weiterhin behandeln wollen wie ein hochgefährliches Gerät oder uns endlich dazu durchringen können, es als zentralen Lebensraum zu betrachten, den ein moderner Mensch zum Leben braucht wie ein Fisch das Wasser.

Einen selten beachteten Aspekt (neben einem eher unpassenden Bücherverbrennungs-Vergleich) bringt der Beitrag von Musiker und Labelgründer Alec Empire im Rolling Stone in die aktuelle Urheberrechtsdebatte: ganze Musikgenres werden durch rigide Regelungen ausgebremst.

Verhindert nicht eine steife Musikindustrie, welche Armeen von Anwälten beauftragt, um zum Beispiel für eintaktige Samples im HipHop unrealistische Summen zu fordern, jegliche Innovation, Erneuerung von Musik in einer Zeit, in der die Industrie nun eindeutig in der Krise steckt? (…)

Im HipHop gilt seit langem: Hände weg, oder sprich mit deiner Plattenfirma, bevor du in deinem Song eine Snaredrum von der raren Vinylscheibe auftauchen lässt. Das ganze ist absurd geworden und hat eine konservative Musik hervorgebracht, die der gleicht, die es vor der Sample-Technologie gab. Ende 80iger und abwärts eben.

Stefan Krempl fasst bei Heise die Diskussionen über neue Vergütungs- und Finanzierungsmodelle auf der Konferenz „Kreatives Schaffen in der digitalen Welt” zusammen. Auch Ilja Braun berichtet.

Das WDR-Magazin „Politikum” hat sich mit Silke Helfrich darüber unterhalten, was das Konzept der Commons fürs Urheberrecht bedeutet (mehr dazu auch hier). Im Audio ab Minute 10′:

March 06 2012

Urteil: Facebook verstößt mit seinem Freundefinder gegen Geschäftsbedingungen und Verbraucherrechte

Der Freudefinder von Facebook verstößt gegen Geschäftsbedingungen und Verbraucherrechte. Das hat diese Woche das Landgericht Berlin entschieden.

Weiterlesen

January 20 2012

Ich schreibe, also bin ich

Paragraph 1 des Urheberrechtsgesetzes lautet: „Die Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst genießen für ihre Werke Schutz nach Maßgabe dieses Gesetze

Weiterlesen

January 09 2012

Finger weg von Twitpic, Twitter und Lockerz beim Foto-Upload, stattdessen Yfrog oder Mobypicture nutzen

http://twitpic.com/135xa - There's a plane in the Hudson. I'm on the ferry going to pick up the people. Crazy.
@jkrums
Janis Krums

There's a plane in the Hudson. I'm on the ferry going to pick... on Twitpic

Wer Twitpic, Twitter und Lockerz nutzt, um Fotos hochzuladen, gewährt ihnen alle Nutzungsrechte, ohne einen Anspruch auf Vergütung zu haben. Yfrog und Mobypicture dagegen sind fair zu den Urhebern.

Jon Boyes hat in einem sehr informativen Beitrag die Nutzungsbedingungen von Diensten untersucht, die es erlauben, Fotos bei Twitter zu veröffentlichen. (Der Beitrag ist schon im August 2011 erschienen, aber weiterhin aktuell.) Das besondere an diesen Diensten ist, dass sie es einem auf sehr einfache Art und Weise ermöglichen, Fotos so hochzuladen, dass sie direkt und automatisiert in einem Tweet verlinkt bzw. in vielen Twitter-Diensten (wie Seesmic oder Hootsuite) oder Twitter-Clients (wie Tweetdeck) sofort angezeigt werden, ohne dass der Nutzer in einen Browser wechseln muss.

Das macht die Angebote attraktiv für Nutzer, aber wer auf Twitpic, Lockerz oder den neuen Twitter-eigenen Service setzt, geht leer aus, sollte er einmal ein wertvolles Foto schießen. Das liegt daran, dass sich alle diese Dienste von den Nutzer sämtliche Nutzungsrechte übertragen lassen. Dass sie versichern, die Urheberrechte blieben bei den Fotografen, ist nur ein sehr schwacher Trost. Denn zum einen ist das Urheberrecht in Deutschland ohnehin nicht abtretbar. Zum anderen wäre die Chance, ein Foto, dass z.B. durch die Veröffentlichung auf Twitpic populär geworden ist, selbst an einen Verlag oder Fernsehsender lizenzieren zu können, verschwindend gering.

Natürlich ist die Frage, ob man sich über einen solchen Fall überhaupt Gedanken machen muss, wenn man kein Profi ist und nur mit seinem Funktelefon Schnappschüsse macht. Doch was, wenn einer dabei ist, der Geschichte schreibt? Dann hätte man schon gern das Recht, damit auch den einen oder anderen Euro zu verdienen.

Das erlauben Yfrog und Mobypicture, denn beide versichern, hochgeladene Fotos nicht ohne Zustimmung des Fotografen an andere zu lizenzieren.

Die Frage, ob die Bedingungen aller Dienste in Deutschland überhaupt Gültigkeit erlangen, lasse ich außen vor, da das zwar mit guten Gründen bezweifelt werden kann. Doch zum einen ist eine sehr komplexe Abwägung zu treffen, um dazu etwas Zuverlässiges sagen zu können. Zum anderen gibt es ja mit Yfrog und Mobypicture Anbieter, bei denen ein Konflikt erst gar nicht entstehen sollte (es sei denn, sie halten sich nicht an ihre eigenen Vorgaben, wofür es aber keine Anzeichen gibt). Also am besten einen der beiden als Standardanwendung einstellen, bevor man sensationelle Fotos macht…

via @japi999@mikko & @reppesgaard

September 19 2011

Was darf man mit digital gekaufter Musik machen?

Wie man Musikdateien aus Online-Shops nutzen darf, wird nicht nur durchs Urheberrecht, sondern auch durch seitenlange Geschäfts- und Nutzungsbedingungen geregelt.

Weiterlesen

April 27 2010

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl