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November 05 2013

Jeder fünfte Fernseher ist nur Second Screen

Ob Second Screen oder First Screen, Bildschirme und Displays sind in den Alltag fest eingebunden – Computer, Laptops, Tablet PCs und Smartphones sind in nahezu jedem Haushalt allgegenwärtig. Nur natürlich, dass diese Displays neben dem Griff zum Getränk oder Backwerk auch bei der beliebtesten Freizeitbeschäftigung der Deutschen, dem Fernsehen, nicht fehlen dürfen.

Auf die Frage, ob die deutschen Internet-Nutzer am gestrigen Tag ferngesehen haben, antworteten 82 % mit »Ja«. Die Mehrheit war durch mindestens einen weiteren Bildschirm abgelenkt, nur bei weniger als jedem Zweiten (43 %) kam dabei dem Fernsehgerät die ungeteilte Aufmerksamkeit zu.

57 % nutzen beim fernsehen einen Second Screen - Laptop und Smartphone am häufigsten

Insbesondere jüngere Internet-Nutzer schauen gleichzeitig zum Fernsehen immer wieder auf einen Zweitbildschirm. Sind es bei den 20- bis 29-Jährigen 80 %, so sinkt der Anteil der Second Screen-Nutzer mit steigendem Alter auffällig. Bei den über 60-Jährigen Internet-Nutzern sind es nur 34 %. Besonders die stark von der Werbung umworbene Gruppe der unter 35-Jährigen sind vor dem Fernseher online erreichbar.

Ein Second Screen wird gern von jungen Internet-Nutzern im Alter bis zu 30 Jahren genutzt

Bei 20 % der fernsehen guckenden Internet-Nutzer ist der Fernseher der Second Screen

Die Annahme liegt nahe, dass der Fernseher bei einer so hohen gleichzeitigen Nutzung anderer Displays nicht immer die Hauptrolle besetzt und in eine Statisten abgedrängt wird. Insgesamt sehen 20 % der befragten Internet-Nutzer eigentlich gar nicht fern, wenn das TV-Gerät eingeschaltet ist – sondern konzentrieren sich auf ihren Zweitbildschirm.

Betrachtet man nur die Second Screen-Nutzer, so geben 35 % der Befragten an, dass sie sich überwiegend auf den zweiten Bildschirm konzentriert haben. Bei 38 % teilten sich TV und der Zweitbildschirm die Aufmerksamkeit. Bloß 27 % sagten, dass der Fernseher im Mittelpunkt ihres Interesses stand.

Die Aufmerksamkeit beim fernsehen mit Second Screen liegt überwiegend auf dem Zweitbildschirm

Second Screen-Nutzer an Verbindung von TV-Programm und Internet-Nutzung interessiert

Die Second Screen-Nutzer sind grundsätzlich einer Verbindung von TV-Programm und Internet-Nutzung aufgeschlossen. So kann sich etwa jeder Vierte vorstellen, Informationen zu im TV gezeigten Produkten abzurufen und jeder Zehnte hält es für interessant, entsprechende Produkte gleich per Smartphone, Tablet oder Computer online zu kaufen. Besonders interessant ist, dass 7 % der Second Screen-Nutzer sowieso gerade mit einem Online-Einkauf beschäftigt sind.

Jeden vierten Second Screen-Nutzer interessieren im TV vorgestellte Produkte

Viele Nutzer von Zweitbildschirmen sind aktive Online-Einkäufer – sowohl im stationären Internet als auch im Mobile Web. In Anbetracht dessen, dass etwa jeder dritte Einkauf von Produkten mit dem Smartphone vom Sofa (Sofa-Commerce) – also potentiell während des Fernsehens stattfindet, ergeben sich hier neue Möglichkeiten interessierte anzusprechen.

Der W3B-Report Second Screen – Mediennutzung zwischen TV und Internet dokumentiert Nutzung und Nutzungsinteresse von Second Screens. Der W3B-Report Mobile Commerce zeigt den aktuellen Stand der Entwicklung aus Sicht der mobilen Einkäufer auf.

August 19 2013

Firefox bleibt der beliebteste Webbrowser

Der Verdrängungswettbewerb unter den »Benutzeroberflächen für Webanwendungen«, Browserwars oder Krieg der Webbrowser genannt, tobt von Beginn an im World Wide Web. Denn das Unternehmen, welches den am häufigsten genutzten Webbrowser anbietet, kann mit dessen Funktionen die Entwicklung der Websites steuern. In der Rückschau ist die Verbreitung der verschiedenen Browser in der Vergangenheit äußerst dynamisch gewesen – und bleibt vermutlich auch in der Zukunft in Bewegung. Im Folgenden ein paar aktuelle und »historische« Daten und Fakten zum Wettrennen der Webbrowser.

Firefox ist Webbrowser Nummer eins, Internet Explorer und Chrome fast gleichauf auf Platz zwei und drei

Aktuell steht Firefox auf Platz eins der Rangliste, mit großem Abstand folgen der Internet Explorer und Chrome. Es zeichnet sich ab, dass Google schon bald die Nummer zwei der Webbrowser stellen könnte. Nach kurzer Stagnation ist der Firefox-Anteil wieder gestiegen. Grund hierfür sind möglicherweise die Nutzer älterer Microsoft Windows Installationen (immerhin auf ca. einem Drittel aller Computer), auf denen kein neuerer Internet Explorer mehr installiert werden kann. Safari, Opera und weitere Browser spielen derzeit keine wichtige Rolle im Browser-Wettkampf.

Firefox ist der beliebteste Webbrowser im Internet

Der Blick zurück zeigt, dass in den früheren Jahren des Internet (1995/96) der Netscape Navigator, der erste kommerzielle Nachfolger des Ur-Webbrowsers NCSA Mosaic, eine monopolartige Stellung innehatte. Der Browser-Krieg begann, als Microsoft ansetzte, Netscape aus dem Markt zu verdrängen. Im Jahr 1999 überholte der Internet Explorer in Deutschland Netscape und war in den folgenden Jahren der meistgenutzte Browser. Da Microsoft nach Ansicht zahlreicher Webentwickler viele interessante Entwicklungen ignorierte und Sicherheitslöcher ungeflickt ließ, nahm das Non-Profit Mozilla-Projekt mit der Entwicklung von Firefox Fahrt auf. Ende 2004 gestartet, gelang es Firefox in der Version 3 im Jahr 2009 den Internet Explorer auf Platz zwei zu verweisen.

Im Jahr 2008 veröffentlichte Google die erste Version eines eigenen Webbrowsers: Chrome. Trotz zahlreicher Werbeaktivitäten on- wie offline stieg die Verbreitung langsamer als bei den drei Mitbewerbern zuvor.
Apples Safari hat es seit dem Start 2003 in Deutschland nie zu einem höherem Verbreitungsgrad als 6 % geschafft, was einerseits natürlich auf den relativ geringen Marktanteil der Apple Computer zurückzuführen ist. Andererseits gelang der 2008 veröffentlichten Windows-Version ein Durchbruch nicht.

Ein Drittel der Internet Explorer-Nutzer surft mit Version 8

Warum befindet sich der Internet Explorer trotz der technisch fortschrittlichsten Version 10 im konstanten Sinkflug? Weil die unterschiedlichen Windows-Betriebssysteme nicht alle den Internet Explorer 10 laufen lassen können. Viele Nutzer stehen vor der Wahl, einen alten Internet Explorer zu verwenden oder sich einen anderen Browser zu installieren.

Der Blick auf die Verteilung der unterschiedlichen Versionen zeigt: 29 % der Internet Explorer-Nutzer verwenden die Version 8 von 2009 – sogar knapp 7 % noch ältere Versionen.

Internet Explorer 9 in der Mehrheit, IE 10 nur knapp vor Version 8

Für Windows-Nutzer sieht die Verwendungmöglichkeit der Internet Explorer wie folgt aus: Windows XP-Nutzer können keine höhere Version als die 8 einsetzen. Auf Windows Vista läuft maximal der Internet-Explorer 9, auf Windows 7 laufen Version 9 und 10. Das aktuelle Windows 8 wird mit dem Internet Explorer 10 ausgeliefert.

Insgesamt liegt die Nutzung des Internet Explorer auf Windows PCs bei zwischen 28 und 29 %.

Windows XP wird mehr als dreimal öfter als Window 8 genutzt

Desktop-Computer und Laptops werden deutlich vom Betriebssystem Windows dominiert. Die Verwendung der Windows-Versionen ist jedoch bemerkenswert: so gibt es in Deutschland mehr als dreimal so viele Windows XP-Computer als welche mit Windows 8. Windows XP erschien 2001 – vor zwölf Jahren. Windows Vista von 2007 ist ebenfalls häufiger in Benutzung als das aktuelle System. Im Hinblick auf den Webbrowser ist es mehr als wahrscheinlich, dass die Anteile des Internet Explorer weiter sinken werden.

Microsoft Windows ist das dominante Betriebssystem, Windows XP dreimal häufiger installiert als Windows 8

Der Krieg der Webbrowser ist geschlagen

Stand heute: Der Krieg der Webbrowser für Desktops-PCs und Laptops scheint geschlagen zu sein. Wäre da nicht die Möglichkeit, einen Webbrowser zu einem einfachen Betriebssystem weiterzuentwicklen. Chrome OS existiert seit zwei Jahren als Betriebssytem für Notebooks, Firefox OS ist ein jüngst erschienenes Betriebssytem für Smartphones. Der Webbrowser dient jeweils als »Benutzeroberfläche für Webanwedungen«. Hier schließt sich auch wieder der Kreis und wir sind gespannt, ob diese Betriebssyteme zukünftig einen Einfluss bei Desktop und Laptop PCs haben werden.

Dass der Einfluss eines Webbrowsers auf Websites immer noch groß ist, zeigte Apples Safari für mobile Geräte. Von Beginn an wurden auf iPhone und iPad keine Flash-Anwendungen abgespielt, sehr zum Ärger der Nutzer. Da die mobile Internet-Nutzung jedoch hoch und die Bedeutung von iPhone/iPad stark zunahm, führte dies letztlich zu einer breiten Abkehr von Flash-Inhalten – zu Gunsten von offenen Standards (z. B. HTML5 und der Einbindung von Video/Audio/Schriften sowie Animationen via CSS).

Der Krieg der Webbrowser ist vorbei, der Kampf um das Dominante mobile Betriebssytem tobt – wir werden darüber berichten.

Diese Ergebnisse stammen aus einer Sonderauswertung der W3B-Studie, mit der sich Zielgruppen und Themen für individuelle Anforderungen passend analysieren lassen. Die Nutzung von Webbrowser und Betriebssystem wurden im Rahmen der W3B-Befragungen technisch ausgelesen und um die mobilen Geräte bereinigt.

July 31 2013

Auszeit vom Internet! Mehrheit der Onliner möchten im Urlaub weniger surfen

Endlich Urlaub! In Deutschland haben fast alle Bundesländer Sommerferien. Es herrscht Urlaubsstimmung. Das gilt natürlich auch für die deutschen Internet-Nutzer: Neun von zehn der im April/Mai befragten Online-Nutzer planten in naher Zukunft eine private Urlaubsreise, so ein Ergebnis des neuen W3B-Report »Reisen im Internet«.

Überraschend leicht fällt dabei den Onlinern der Abschied von »ihrem« Internet: Die große Mehrheit der Befragten (über drei Viertel) gibt an, das Netz während des Urlaubs weniger als sonst oder gar nicht nutzen zu wollen.

Geplante Internet-Nutzung während der nächsten privaten Urlaubsreise

Die meisten Internet-Nutzer (41 %) haben vor, deutlich weniger zu surfen als im Alltag, fast jeder Fünfte (17 %) will seine Online-Nutzung zumindest ein wenig einschränken. Fast ebenso viele geben an, das Internet im Urlaub überhaupt nicht nutzen zu wollen: Sie planen eine bewusste »Auszeit« vom Internet! Zu den Online-Nutzern, die in den Ferien Urlaub vom Internet machen möchten, zählen Personen fast aller Demographie- und Nutzergruppen. Vor allem Frauen und weniger technik-affine Nutzer tendieren zu einer Internet-Auszeit.

Nicht einmal jeder Zehnte beabsichtigt, seine Online-Nutzung während der Urlaubsreise gar nicht zu reduzieren und genauso viel zu surfen wie sonst auch. Und 16 % der Befragten machen im Urlaub gezwungenermaßen eine Online-Pause, da kein Internetzugang am Urlaubsort vorhanden ist.

Neben diesen Ergebnissen, zeigt der W3B-Report »Reisen im Internet«, dass Internet und Mobile Web bei der Urlaubsvorbereitung- und -buchung von großer Bedeutung sind. Zudem werden im neuen Best Practice Report »W3B Mobile Benchmarking« die mobilen Websites und Apps der Reiseanbieter Booking.com, Deutsche Bahn, Hotel.de, HRS und Lufthansa aus der Nutzerperspektive untersucht und bewertet.

June 18 2013

Internet-Nutzer bewerten Google Glass eher skeptisch als nützlich

Die Bedienung von Computern ist in einer Informationsgesellschaft von zentraler Wichtigkeit. Grafische Benutzeroberflächen, Sprach- und Schrifterkennung sowie Touch-Displays haben in den letzten Jahren die Verbreitung von PCs, Laptops, Tablets und Smartphones extrem beschleunigt. Nun soll die Datenbrille Google Glass eine neue Revolution lostreten und den Bildschirm gänzlich überflüssig machen. Geht die Rechnung auf? Nur bei entsprechender Nachfrage, wie die Ergebnisse der 36. W3B-Studie zeigen.

Demzufolge ist das Interesse an Google Glass seitens der deutschen Internet-Nutzerschaft eher verhalten. Immerhin 3 % der Befragten schätzen die Datenbrille als »ausgesprochen interessant« ein, wollen sie baldmöglichst erwerben. 29 % finden sie »interessant« und würden sie gern einmal ausprobieren. Diesem Drittel an Google Glass-Interessenten stehen insgesamt knapp 50 % gegenüber, die das Gerät »nicht besonders interessant« oder »überhaupt nicht interessant« finden. Jeder Fünfte ist über Google Glass nicht informiert und hat sich bislang noch keine Meinung gebildet.

Verhaltenes Interesse an Googles Datenbrille

Interesse an Googles Datenbrille ist verhalten

40 % der Befragten können sich nicht vorstellen, die Augmented-Reality-Brille mehrere Stunden am Tag zu tragen. Und auch die Anteile der Internet-Nutzer, die darin einen konkreten Nutzen erkennen, fallen relativ gering aus. Zwar bewerten immerhin über 20 % die Möglichkeit, die Datenbrille zur Routenplanung bzw. Navigation einzusetzen, als nützlich. Die Gruppen der Befragten, die Funktionen aus dem Bereich Location Based-Services oder die Gesichter-Erkennung interessant finden, sind jedoch kleiner als 15 %.

Interessante Funktionen von Google Glass

Google Glass schürt Bedenken beim Datenschutz

Wie schon oft in der Geschichte der Internet-Trends und -Hypes kommt auch bei Google Glass wieder das Datenschutzthema ins Spiel: Fast ein Drittel der befragten Internet-Nutzer äußert hier Bedenken. Zum einen, weil man von Google Glass-Trägern heimlich gefilmt oder fotografiert werden könnte. Aber auch den Datenschutz beim Tragen von Google Glass bewerten die deutschen Nutzer kritisch, da möglicherweise deren Bewegungsdaten beobachtet werden könnten.

Datenschutzbedenken gegenüber Google Glass.

Der W3B-Report »Trends im Nutzerverhalten« untersucht detailliert Verhalten und Präferenzen deutscher Internet-Nutzer und stellt dabei verschiedenen Nutzergruppen vergleichend gegenüber.

June 05 2013

Print goes digital – und welche Leser gehen bei Paid Content mit?

Viele deutsche Zeitungs- und Zeitschriftenverlage digitalisieren ihre Strategien mit aller Kraft – und manchmal auch mit dem Mut der Verzweiflung. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass bei der digitalen Wertschöpfung für redaktionelle Inhalte viel Fingerspitzengefühl gefragt ist. Längst haben sich die deutschen Internet-Nutzer an kostenfreien Content gewöhnt. Nun gilt es, zahlungsbereite Zielgruppen zu identifizieren und ihnen die »richtigen« digitalen Inhalte anzubieten.

Jeder dritte deutsche Internet-Nutzer liest die Zeitungen und Zeitschriften, die er regelmäßig konsumiert, inzwischen nur noch digital! Trotz »Mobile-Boom« kommt dabei stationären PCs sowie Laptops die größte Bedeutung zu: 28 % der befragten Internet-Nutzer lesen auf diesen Geräten »ihre« Zeitung bzw. Zeitschrift. Es folgen Smartphones bzw. Internet-Handys mit 15 % und Tablets (z. B. iPads) mit 13 %.

Lesen von redaktionellem Content auf digitalen Geräten

Trotz steigender Zahlungsbereitschaft gewinnt Paid Content keine Freunde

Ein positives Ergebnis ist, dass die Hälfte der befragten Internet-Nutzer nach eigenen Angaben bereit ist, für digitale Inhalte zu zahlen. Gut ein Viertel dagegen lehnt Paid Content grundsätzlich ab. Ungeachtet der öffentlich geführten Diskussionen über die Notwendigkeit, digitale Inhalte kostenpflichtig anzubieten, ist bei diesen Werten über die Jahre keine positive Tendenz zu verzeichnen – eher im Gegenteil. Innerhalb der letzten drei Jahre hat sich der Anteil der zahlungsbereiten Online-Nutzer rückläufig entwickelt.

Zahlungsbereitschaft von Paid Content im Zeitverlauf

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Der relativ hohe Anteil der zahlungsbereiten Internet-Nutzer ist größtenteils auf die aus Nutzersicht attraktiven multimedialen Inhalte zurückzuführen, so z. B. auf Musikdownloads sowie das Herunterladen, Streamen und Ausleihen von Filmen. Zahlungsbereitschaft für digitale redaktionelle Inhalte in Form von Nachrichten, Artikeln und Informationen signalisiert dagegen lediglich jeder sechste Befragte.

Zahlungsbereitschaft für Paid Content

Die Hoffnungsträger für kostenpflichtige Inhalte

Wie so oft kommt es auch bei der Zahlungsbereitschaft für Paid Content auf das Produkt und auch auf die Zielgruppe an. Hoffnungsbringer für die erfolgreiche Vermarktung digitaler Redaktionsprodukte sind den W3B-Befragungsergebnissen zufolge männliche Nutzer sowie die zahlungskräftigen Tablet-Besitzer. Unter ihnen würde gut jeder Fünfte für redaktionelle Online-Inhalte zahlen. Als besonders attraktiv wurde zudem die Altersgruppe der 30- bis 40-jährigen Internet-Nutzer identifiziert: Hier zeigt sich sogar fast jeder Vierte zahlungsbereit.

Zahlungsbereitschaft für Paid Content im Zielgruppenvergleich

Das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften auf digitalen Endgeräten ist bereits weit verbreitet und wird zukünftig weiter zunehmen. Nach wie vor steht jedoch dem steigenden Interesse, redaktionelle Inhalte digital zu lesen, nur eine überschaubare Gruppe zahlungsbereiter Nutzer gegenüber. Für Verlagshäuser gilt es, die für die eigenen Inhalte relevanten, zahlungsbereiten Zielgruppen zu identifizieren, ihre Bedürfnisse genau zu kennen und gezielt zu bedienen.

Der W3B-Report »Trends im Nutzerverhalten« befasst sich daher mit dem Thema digitaler Mediennutzung und Zahlungsbereitschaft für redaktionellen Content.

May 28 2013

Amazon, Google, Facebook, eBay und Apple aus Nutzersicht

Die marktführenden Positionen der mächtigen Technologie-Unternehmen Amazon, Google, Facebook, eBay und Apple werden von Marktteilnehmern bewundert – und von manchen gefürchtet. Wettbewerber, Kunden und Geschäftspartner verfolgen nicht immer ohne Bedenken die Expansionskurse der »AGFEA«-Unternehmen. Doch ist die zum Teil kritische Haltung auch auf Seiten der privaten Nachfrager feststellbar?

How Big is Beautiful? Im Rahmen der W3B-Studie vom April/Mai 2013 wurden deutsche Internet-Nutzer nach ihrer persönlichen Meinung über die fünf Internet-Riesen befragt. Das Ergebnis: Die Internet-Nutzer, die zu diesem Thema eine klare Position beziehen, sind in der deutlichen Mehrheit. Dabei zeigen sie gegenüber den einzelnen Unternehmen differenzierte Einstellungen. Nur wenige haben sich keine Meinung gebildet oder weisen eine neutrale Haltung auf.

»Überrascht hat uns die vorwiegend positive Einstellung der Internet-Nutzer gegenüber der Vormachtstellung der führenden Internet-Unternehmen«, so Holger Maaß von Fittkau & Maaß Consulting. Allein Facebook stellt eine Ausnahme dar. Hier polarisieren sich die Meinungen: Insgesamt 45 % der befragten Internet-Nutzer geben an, dass sie die führende Rolle Facebooks unter den sozialen Netzwerken als Besorgnis erregend empfinden (15 % nehmen sie als »bedenklich«, 30 % als »sehr bedenklich« wahr). Facebook führt somit ungeachtet der hohen Reichweite die Rangliste der untersuchten Unternehmen an, deren Führungsrolle aus Nutzersicht kritisch beurteilt wird. Lediglich ein Viertel der Befragten stuft die Machtposition des Netzwerks eher positiv ein.

Bewertung der Führungsrolle von Facebook, Apple, Google, Amazon und eBay

Mit deutlichem Abstand folgt auf Rang zwei Apple mit 29 % Kritikern. Anders als Facebook kann Apple jedoch einen fast ebenso großen Anteil Befürworter aufweisen. Den dritten Platz nimmt Google mit gut einem Viertel Skeptikern und 47 % positiv Gesinnten ein. Über die meisten »Fans« verfügt Amazon mit rund 50 %. Den geringsten Anteil an Kritikern kann eBay mit knapp 18 % aufweisen.

Insgesamt sind es relativ wenige Nutzer, welche die beherrschenden Stellungen der fünf Internet-Giganten kritisch bewerten. Insbesondere Männer mit gehobenem Bildungs- und Einkommensniveau tendieren dazu. So ist z. B. der typische »Facebook-Ablehner« männlich, zwischen 35 und 55 Jahre alt und hat das Abitur absolviert. Während seine Nutzung von Weblogs, Wikis und Twitter in etwa dem Internet-Durchschnitt entspricht, macht er mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Bogen um Facebook & Co.: 44 % der Facebook-Kritiker nutzen selbst keine sozialen Netzwerke; in der Internet-Gesamtnutzerschaft beträgt dieser Wert lediglich 25 %.

Die Ergebnisse zeigen, dass es zwar durchaus Internet-Anwender gibt, die sich mit den beherrschenden Stellungen der fünf Internet-Riesen auseinandersetzen. Der Anteil der Kritiker fällt dabei jedoch bei den meisten Unternehmen mit maximal 30 % eher gering aus. Allein bei Facebook beträgt er 45 %. Dass in der breiten Öffentlichkeit der Umgang Facebooks mit Nutzerdaten ausführlich thematisiert wurde, ist an den datenschutzsensiblen Internet-Nutzern offensichtlich nicht spurlos vorübergegangen. Es ist davon auszugehen, dass Internet-Nutzer auch in Zukunft das Verhalten von Internet-Anbietern (großen wie kleineren) im Fokus haben werden, wenn es darum geht, wie diese Nutzerdaten sammeln, damit umgehen und davon profitieren.

Der W3B-Report »Trends im Nutzerverhalten« befasst sich mit dem aktuellen Verhalten von Nutzern.

February 19 2013

Internet-Nutzung auf dem Smart TV: Kein Durchbruch in Sicht

Smart TVs bzw. internetfähige Fernseher sind heute in deutschen Wohnzimmern keine Seltenheit mehr. Doch die Rechnung, dass das Internet mit Hilfe von Smart TVs Einzug in die deutschen Wohnzimmer halten wird, ist nicht aufgegangen und nur die wenigsten werden tatsächlich für die Online-Nutzung eingesetzt.

Zwar steht heute bereits bei jedem dritten Online-Nutzer ein internetfähiges Fernsehgerät – ein sogenannter »Smart TV« – im Haushalt. Doch als Internet-Zugang werden die smarten Fernseher von der Mehrheit nur selten bis nie eingesetzt.

Lediglich 13 % der im Rahmen der W3B-Studie befragten deutschen Internet-Nutzer geben an, regelmäßig die Online-Anbindung ihres Smart TV zu nutzen. Weniger als ein Drittel tut dies zumindest gelegentlich. Die Internet-Funktion der smarten TV-Geräte bleibt somit zumeist ungenutzt.

Smart TV-Geräte: Online-Zugangsmöglichkeiten werden selten genutzt.

Hinzu kommt: Die wenigen Personen, die mit dem Smart TV online gehen, tun dies in den seltensten Fällen, um im Internet zu surfen bzw. Web-Inhalte und -Anwendungen zu nutzen. Nur 14 % der Smart TVs wurden im letzten halben Jahr eingesetzt, um damit per Browser durchs Web zu surfen. Und lediglich 4 % dienten als Plattform, um soziale Netzwerke wie Facebook zu nutzen.

Der wichtigste Einsatzbereich der vorhandenen Smart TVs ist heute – schlicht und einfach – das Ansehen von Filmen. Gut jeder fünfte Befragte hat im letzten Halbjahr mit dem Smart TV Sendungen aus dem Archiv eines Fernsehsenders angeschaut. Fast ebensoviele haben in diesem Zeitraum Filme aus kostenlosen Videoportalen wie YouTube gesehen. Das Musikhören via Smart TV ist mit knapp 15 % Nutzern im letzten halben Jahr ähnlich verbreitet wie das Internet-Surfen.

Online-Nutzung von Smart TVs: vorwiegend um Filme anzusehen.

Noch stellen Smart TVs trotz »smarter« Funktionen und Internetfähigkeit für die meisten ihrer Nutzer nicht viel mehr dar als ein ganz gewöhnliches Gerät zum Fernsehen. Den Weg in die deutschen Wohnzimmer findet das Internet somit weniger über Smart TVs als vielmehr über andere Endgeräte – allen voran Laptops und Tablet PCs. Diese sind aus Sicht der Nutzer offensichtlich für die Online-Nutzung im Wohnbereich weitaus besser geeignet.

Der W3B-Report »Smart TV – Fensehen der Zukunft?« bietet einen kompakten Einblick in den aktuellen Status der Smart TV-Nutzung und dokumentiert die Nutzung, genutzte Inhalte sowie die Profile von Smart TV-Usern.

February 04 2013

Mehrheit nutzt Second Screen beim Fernsehen

Es ist so weit: Mittlerweile gibt es mehr Internet-Nutzer, die während des Fernsehens einen Second Screen nutzen – z. B. in Form eines Laptops oder Smartphones – als solche, die sich allein auf das TV-Programm konzentrieren.

Vier Fünftel der Internet-User werden ihrem Ruf als aktive Medien-Nutzer gerecht: 81 % der Befragten haben am Vortag der Online-Umfrage ferngesehen. Doch bei den meisten von ihnen war dabei die Aufmerksamkeit für den TV-Bildschirm nicht ungeteilt: Mehr als 55 % hatten zusätzlich einen zweiten Bildschirm, einen Second Screen, vor Augen. Meist handelte es sich dabei um einen Laptop (52 %), aber auch mobile Devices wie Smartphones (37 %) und Tablets (12 %) spielen bereits eine wichtige Rolle. Und immerhin knapp 30 % hatten parallel zum Fernsehen noch einen stationären Computer laufen.

Mehrheit der Internet-User nutzt beim Fernsehen einen Second Screen.

Mit beachtlicher Geschwindigkeit hat sich das Phänomen Second Screen und damit ein im wahrsten Sinne des Wortes multimediales Mediennutzungsverhalten etabliert. Dass bei der Mehrheit der fernsehenden Internet-Nutzer parallel ein zweiter Bildschirm aktiv ist, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass das TV-Gerät zum bilderwerfenden Möbelstück verkommt – schließlich haben sich die Nutzer aktiv für das Einschalten des einen wie auch des anderen Gerätes entschieden.

Dessen ungeachtet ist die Aufmerksamkeit der Second Screen-User geteilt: 49 % sind nebenbei durch das Internet gesurft, 48 % haben E-Mails bearbeitet. Gut ein Drittel war in sozialen Netzwerken wie Facebook unterwegs. Und mehr als jeder Vierte hat parallel auf seinem Second Screen gespielt.

Im Vergleich dazu ist die Online-Nutzung von Inhalten und Anwendungen, die mit einer laufenden TV-Sendung oder -Werbung zu tun haben, noch wenig verbreitet. Immerhin jeder Zehnte hat mit seinem Second Screen etwas getan, was mit der gerade laufenden Fernsehsendung zu tun hatte. Knapp 2 % haben online etwas genutzt oder abgerufen, das mit einer TV-Werbung im Zusammenhang stand.

Parallel zum Fernsehen wird oft gesurft und die E-Mails gecheckt

Entscheidend ist die Frage, auf welchem Screen die Hauptaufmerksamkeit der Zuschauer bzw. Nutzer liegt. Viele der Second Screen-Aktivitäten eignen sich dazu, »nebenbei« zu laufen und sich hauptsächlich dem Fernsehprogramm zu widmen. Fakt ist aber auch: Häufig werden auch Dinge erledigt, die die volle Aufmerksamkeit des Nutzers fordern – so z. B. das Lesen und Schreiben von E-Mails oder das Arbeiten – und bei denen davon auszugehen ist, dass der Fernseher nur nebenbei läuft. Spätestens dann stellt sich die Frage: Was ist der First und was ist der Second Screen?

Was genau auf den parallel zum Fernsehen genutzten Second Screens stattfindet ist von vielen Faktoren abhängig: Von der Nutzergruppe, dem eingesetzten Endgerät – und nicht zuletzt vom Wochentag. Während Werktags z. B. besonders häufig Mails bearbeitet werden, wird am Wochenende auf den Second Screens öfter gesurft und auf Facebook & Co. zugegriffen.

Je nach Wochentag haben Second Screens unterschiedliche Nutzungsschwerpunkte.

Die Grenzen zwischen den verschiedenen Bildschirmen werden zukünftig immer mehr verschwimmen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass dem Fernsehen zukünftig noch so viel ungeteilte Aufmerksamkeit geschenkt wird, wie wir es in der Vergangenheit gewohnt waren und die Tendenz zum Second Screen wird dank Tablet, Smartphone & Co. nicht aufzuhalten sein.

Entscheidend für Medienanbieter wie Werbetreibende ist es, das spezifische Screen-Nutzungsverhalten ihrer Zielgruppen zu kennen und sich so gezielt zu Nutze zu machen. Dann bieten sich vielfältige Potentiale, mit dem veränderten Mediennutzungsverhalten mit gezielt zugeschnittenen Anwendungen, Services und nicht zuletzt werblichen Aktionen zu begegnen.

Der W3B-Report »Second Screen – Mediennutzung zwischen TV und Internet« dokumentiert den aktuellen Status von Second Screen aus der Perspektive deutscher Internet-Nutzer.

September 19 2012

Bremsen Datenschutzbedenken Location-based Services für Smartphones?

Unterwegs eine Route planen, schnell ein Restaurant in der Nähe ausfindig machen oder durch ein paar Klicks Schnäppchen-Angebote der umliegenden Geschäfte entdecken: Menge und Vielfalt der »Location-based Services« nehmen rasch zu. Dank der Möglichkeiten der Positionsbestimmung durch mobile Endgeräte wie Smartphones und GPS können potentiellen Kunden zu jeder Zeit am richtigen Ort passende Angebote offeriert werden. Standortbezogenen Diensten werden daher von Experten große Zunkunfschancen progostiziert.

Im Rahmen der 34. W3B-Studie wurden über 2.500 deutsche Internet-Nutzer, Smartphone- und Tablet-Besitzer zum Thema Location-based Services befragt. Die Studie zeigt, dass sich die Nutzung lokaler Dienste unter Smartphone-Besitzern in kurzer Zeit relativ weit verbreitet hat: Gut jeder Fünfte nutzt sie regelmäßig, ca. zwei Fünftel gelegentlich. Dabei macht die Routenplanung den mit Abstand größten Nutzungsanteil aus (84 %). Auf Platz zwei und drei des Nutzungsrankings folgt die Suche nach umliegenden Geschäften, Restaurants o. ä. (61 %). Nach günstigen Angeboten in der Nähe recherchiert immerhin jeder dritte Smartphone-Nutzer (34 %) zumindest gelegentlich. Gerade Preis- und Trendbewusste schätzen diese neue Art der Schnäppchen-Jagd.

Die Bedenken über Datenschutz über die GPS Standortbestimmung sind groß

Dennoch ist der Anteil der Skeptiker unter den potentiellen Location-based Service-Zielgruppen beachtlich: So sagen fast zwei Drittel der Smartphone-Besitzer aus, dass sie aus Datenschutzgründen Bedenken haben, den eigenen Standort bekanntzugeben. Vor allem Frauen und ältere Nutzer zeigen sich hier unsicher.

Noch mehr (rund drei Viertel) haben nach eigenen Angaben stets ein Auge darauf, welche Programme/Dienste ihres Smartphones die aktuelle Position auslesen. Dies trifft insbesondere auf männliche, junge und technisch versierte Smartphone-Besitzer zu. Lediglich jeder Sechste gibt an, dass er sich über die Standort-Einstellungen seines Smartphones keine Gedanken macht.

Smartphone-Besitzer lassen die GPS Standortbestimmung nur selten oder gar nicht zu

Die Folge: Längst nicht alle Smartphone-User haben ihre Geräte ständig »auf Empfang« für standortbezogene Dienste gestellt: Nur knapp 15 % geben an, die Ortung des GPS-Empfängers ihres Smartphones (fast) immer zuzulassen, etwa 19 % tun dies »häufig«. Die meisten Smaprtphone-Besitzer hingegen lassen die Ortung nur selten (23 %) oder sogar gar nicht (38 %) zu.

Insgesamt deuten die W3B-Studienergebnisse darauf hin, dass sich die Nutzung standortbezogener Dienste noch in einem frühen Marktstadium befindet. Eine wichtige Herausforderung für Anbieter standortbezogener Dienste besteht darin, diese nicht nur attraktiv und mit hohem Nutzwert, sondern auch so seriös zu gestalten, dass für potentielle Nutzer und Kunden Datenschutzbedenken möglichst minimiert werden.

Der W3B-Report »Location-based Services« mit umfangreichen aktuellen Studienergebnissen zum Thema der Location-based Services ist im September 2012 erschienen.

August 06 2012

Auf E-Mail und Online-Infosuche können viele Nutzer nicht verzichten

»Stellen Sie sich vor, das Internet würde für einen Monat komplett ausgeschaltet werden. Was würden Sie am allermeisten vermissen?«

Mit dieser Frage konfrontiert, geben die meisten Internet-Nutzer das Lesen und Schreiben von E-Mails (24 %) sowie die Online-Informationssuche (23 %) an. An dritter Stelle folgt mit 14 % Internet-Banking.
Die sozialen Netzwerke Facebook & Co. gelangen bei diesem Ranking »nur« auf Platz vier (12 %). Das Online-Einkaufen würden lediglich 7 % der Befragten am meisten vermissen – immerhin sind ja noch reichlich »Offline«-Alternativen verfügbar.

Im Verlauf der letzten zwei Jahre gehen die Werte für E-Mails kontinuierlich zurück – zugunsten von Social Networks wie Facebook. Das Verlagern der Online-Kommunikation von E-Mails auf Facebook liegt im Trend.

Der W3B-Report »Soziodemographie & Nutzerverhalten« mit umfangreichen aktuellen Studienergebnissen über die Internet-Nutzerschaft und ihr Online-Nutzungsverhalten ist im Juni 2012 erschienen.

February 02 2012

Zufriedene Besucher empfehlen Websites gern weiter

Neben Privatem werden auf Facebook & Co. auch Empfehlungen für Produkte, Websites und Webshops mit Freunden geteilt. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung des Social Web sind Empfehlungen via Social Networks für Betreiber von Websites bzw. Webshops zu einem wichtigen Faktor geworden. Hinzu kommen nach wie vor Nutzer-Empfehlungen, die außerhalb des Social Web weitergegeben werden, sei es per Mail oder persönlich.

Wenn der Besucher einer Website zufrieden mit dieser ist und sie regelmäßig nutzt, dann wird er diese auch gern an Freunde und Bekannte weiterempfehlen. Für die Betreiber von Websites und Webshops ist die Weiterempfehlungsbereitschaft folglich ein wichtiger Indikator der Zufriedenheit und Verbundenheit der Besucher. Je größer, desto besser.

Im Folgenden werden daher die Weiterempfehlungsbereitschaften der jeweiligen »Top 2-Websites« ausgewählter Branchen gezeigt. Insgesamt wurden im Rahmen der W3B-Benchmarkings mehr als 120 Webshops, Reise-, Medien- und Marken-Websites aus Sicht ihrer Besucher bewertet.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass der Anteil der Website-Besucher, die bereit sind, eine Empfehlung für den Besuch auszusprechen, von Branche zu Branche und von Website zu Website sehr stark variiert. So liegt er bei vielen Webshops über 60 %. Auch Marken-Websites wie z. B. oetker.de werden von fast jedem zweiten Besucher weiterempfohlen. Der Durchschnitt aller 120 untersuchten Websites liegt jedoch deutlich unter 40 %.

Höchste Weiterempfehlungswerte ausgewählter Branchen

Während die Weiterempfehlungsquoten von Nahrungsmittel-Websites häufig deutlich über dem Durchschnitt liegen, schneiden viele Websites aus den Bereichen Consumer Electronics und Online-Banking/-Broking unterdurchschnittlich ab.

Auffällig ist, dass die Weiterempfehlungsbereitschaft der Besucher von Webshops und Reise-Websites im Durchschnitt höher ausfällt als die der Besucher von Marken- und Medien-Websites. So erzielen Mode-Webshops unter allen betrachteten Branchen die höchsten Weiterempfehlungswerte: z. B. empfehlen fast drei Viertel der DaWanda-Nutzer den Webshop häufig weiter.

Höchste Weiterempfehlungswerte bei Webshops und Reisen

Für spezialisierte Websites mit kleineren, relativ homogenen Zielgruppen ist es häufig leichter, den Besuchern ein positives Besuchserlebnis zu vermitteln – und sie zu einer Weiterempfehlung zu bewegen. Größere Websites und Webshops mit breiteren, heterogenen Zielgruppen stehen hingegen vor der Herausforderung, den vielschichtigen Interessen ihrer Besucher Rechnung zu tragen.

Einen vollständigen Überblick der Bewertung aller 120 Websites und Webshops bietet das W3B-Reporting »Benchmarking Websites«. Spezielle Benchmarking-Reports sind zudem für Webshops und Reise-Websites verfügbar.
Der W3B-Report »Social Media Marketing: Die Nutzerperspektive« gibt einen Einblick in das Fan-sein von Marken und Unternehmen.

November 16 2011

Das Internet als Spieleplattform:Online-Games erfreuen sich großer Beliebtheit

Die Einsatzbereiche des Internet sind groß. Es dient seinen Nutzern vor allem zur Informationssuche, zum Online-Einkauf, zur Kontaktpflege – und auch zur Unterhaltung.
So spielt jeder dritte Internet-Nutzer bereits Online-Games (34 %). Im Alterssegment der unter 30-Jährigen liegt der Anteil an Online-Gamern sogar bei fast 50 %. Und immerhin: Fast jeder fünfte (17 %) Internet-Nutzer im Alter von 60 plus nutzt das Internet zum Spielen. Interessant ist die Tatsache, dass ein höherer Anteil der Frauen das Internet zum Spielen nutzt (37 %) als dies bei den männlichen Internet-Nutzern (32 %) der Fall ist.

Die beliebtesten Online-Games sind Unterhaltungsspiele, gefolgt von Denksportspielen und klassischen Spielen wie Karten-, Brett-, Würfelspielen. Und auch zum vernetzten Spielen wird das Internet genutzt: Jeder vierte Online-Gamer spielt mit anderen Internet-Nutzern gemeinsam.

Eine differenzierte Betrachtung des Spielverhaltens im Geschlechtervergleich zeigt, dass weibliche Internet-Nutzer eher Denksport-Spiele und klassische Spiele spielen und auch vergleichsweise häufig an Online-Gewinnspielen teilnehmen. Männliche Internet-Nutzer bevorzugen hingegen häufiger Unterhaltungsspiele und Multiplayer-Spiele und sind auch eher bei Glücks- und Casinospielen aktiv.

Auch in Social Networks wie Facebook gehen viele Spiele-Freunde ihrem Hobby nach. Der Spiele-Markt auf Facebook boomt. Insgesamt gibt jeder zehnte Social-Networker an, auf Social Networks zu spielen, was in Anbetracht der großen Zahl der Social Networker ein enormes Marktpotential darstellt. Interessant ist auch hier ein Geschlechtervergleich: So liegt der Frauenanteil unter den Gamern in Social Networks bei 61 % (Frauenanteil in Social Networks insgesamt liegt bei 45 %). Hierauf müssen sich Spiele-Entwickler und Marketer einstellen, wenn es um die Konzeption von Spielen und Marketingmaßnahmen in Social Networks geht.

Der W3B-Report »Spieler und Spiele im Internet« mit weiteren Auswertungen ist im Juni 2011 erschienen.

October 12 2011

Nicht aus allen Wolken gefallen: Internet-Nutzern ist »Cloud Computing« längst bekannt

Mit dem Thema »Cloud Computing« wissen die allermeisten deutschen Internet-Nutzer schon seit langem etwas anzufangen: Der Bekanntheitsgrad der via Internet nutzbaren, web-basierten Programme liegt bereits seit drei Jahren bei deutlich mehr als 90 %.
Auch die tatsächliche Nutzung von web-basierten Diensten hat sich auf hohem Niveau etabliert. Zwar lassen die Ergebnisse der W3B-Studie keine Wachstumstendenzen bei der Nutzung erkennen – dessen ungeachtet nutzt heute immerhin gut ein Drittel der Internet-Nutzerschaft (35 %) diese Services. Gut ein weiteres Viertel (27 %) setzt web-basierte Anwendungen zumindest gelegentlich ein.

Die meistgenutzten Cloud-Angebote sind dabei ganz klar die web-basierten E-Mail-Dienste (wie z. B. GMX FreeMail oder Yahoo! Mail). Sie werden von 41 % der deutschsprachigen Internet-Nutzer ca. einmal pro Woche eingesetzt. Es folgen web-basierte Officeanwendungen sowie Online-Virenscanner mit je ca. 12 % wöchentlichen Anwendern.
Keine herausragende Rolle spielt hingegen bislang die Online-Speicherung von Backups bzw. Daten in einer »Cloud«: Lediglich 5 % der befragten Internet-Nutzer machen von dieser Möglichkeit ca. einmal pro Woche Gebrauch. Weitere 5 % tun dies ca. einmal pro Monat.

Die Nutzerschaft der Online-Datenspeicherung ist somit heute (noch) eine sehr überschaubare Gruppe. Diese Woche stellt Apple offiziell seinen »iCloud«-Service vor, welcher in das Betriebssystem iOS 5 integriert ist. Wird es Apples iCloud gelingen, diesen Bereich zu revolutionieren? Wird das Cloud Computing durch Apple zum Massen-Phänomen? Gefragt sind hier nutzerorientierte Angebote: Was die Anwender heute an web-basierten Programmen schätzen, ist vor allem deren einfache Verfügbarkeit. Auch die leichte Bedienbarkeit sowie die geringen Kosten sind aus Nutzersicht attraktiv.

Der W3B-Report »Nutzungsverhalten« mit weiteren Auswertungen ist im Juni 2011 erschienen.

May 10 2011

Skype vor Window Live Messenger

Microsoft kauft Skype für 8,5 Milliarden US-Dollar. Grund genug, um die Marktanteile auf unserer Seite des Atlantiks zu betrachten. Skype führt vor Window Live Messenger, dritter ist icq. Die Angeboten von Yahoo und Google sind deutlich auf Platz 4 und 5.

March 08 2011

Reise-Websites und das Social Web

Das Social Media-Engagement ist auch für Reiseunternehmen eine wichtige Herausforderung. Doch während für bestimmte Reise-Websites die Präsenz in Social Networks durchaus vielversprechend erscheint, spielt es für andere eine deutlich untergeordnete Rolle. Während unter den Nutzern von ryanair.com fast jeder zweite mindestens einmal pro Woche »sein« Social Network aufsucht, sind bei sehr vielen Reise-Websites im Vergleich zum Internet-Durchschnitt nur verhältnismäßig wenige aktive Networker zu finden. Ein Großteil der Reise-Website-Besuchern zeigt sich eher unterdurchschnittlich Social Web-affin.

Ingesamt befindet sich die Nutzerzufriedenheit der führenden deutschen Reise-Websites auf einem ausgesprochen hohen Niveau. Doch ein Blick auf die Details ist sehr aufschlussreich. So fällt beispielsweise der Anteil der Nutzer, die besuchte Reise-Websites an Freunde oder Bekannte weiterempfehlen würden, je nach Website sehr unterschiedlich aus. Mit 64 % erzielt hier holidaycheck.de den mit Abstand höchsten Wert. Es folgen condor.com und hrs.de, die eine Weiterempfehlungsquote von 51 % bzw. 50 % erreichen. Der niedrigste Weiterempfehlungswert liegt bei nur 28 %.

Insgesamt honorieren die Nutzer von holidaycheck.de das Konzept, die Bewertungen der Reisenden in den Mittelpunkt zu stellen. Die Social Network-Aktivität der Besucher von holidaycheck.de liegt mit 31 % unter dem Durchschnitt.

Der W3B-Report »Benchmarking Reise-Websites« mit weiteren Auswertungen ist im März 2011 erschienen.

January 20 2011

Mobile Werbung, auffällig und interessant?

Fast 60 % der befragten Smartphone-Nutzer ist Werbung auf ihrem Mobiltelefon bereits aufgefallen. Mobile Banner und Co. sind auf den kleinen Displays der Telefone nicht minder auffällig.

Dennoch erzielt das Mobile Advertising bei den Smartphone-Nutzern derzeit nur eine geringe Wirkung: Über 90 % der befragten Smartphone-Nutzer geben an, dass sie bisher nicht auf interessante Produkte aufmerksam geworden sind. Dies gilt ebenso für die sie interessierende Informationen bzw. Inhalte. Aktuell spricht mobile Werbung die Nutzer inhaltlich zu selten an.

Bei iPhone-Nutzern sind die Ergebnisse leicht besser – sie nutzen das mobile Internet häufiger, das Angebot werbefinanzierter Apps ist umfangreicher im Vergleich zu Android, BlackBerry oder anderen Smartphones.
Mit der enormen und steigenden Verbreitung werbefinanzierter Apps sowie iPads/Tablet-PCs wächst auch weiterhin der Spielraum für mobile Werbung, welche bisher vorwiegend auf den Angeboten des mobilen Internet plaziert war.

Der W3B-Report »Das mobile Internet« mit weiteren Auswertungen ist im Dezember 2010 erschienen.

December 08 2010

Das iPhone beherrscht das mobile Internet

iPhones sind die am weitesten verbreiteten Smartphones

Die Hürde ist genommen: Jeder zweite deutschsprachige Online-User nutzt heute das mobile Internet, so die Ergebnisse des aktuellen W3B-Report »Das mobile Internet«.
Die Mehrheit der Mobile Web-Nutzer (58 %) besitzt mittlerweile ein Smartphone, also ein Mobiltelefon, das sich vom »herkömmlichen« internetfähigen Handy durch Merkmale wie einen großen bzw. hochauflösendes Display, einen Touchscreen oder eine alphanumerische Tastatur unterscheidet. Unter den aktiven Nutzern des mobilen Internet (die mindestens einmal pro Woche mobil ins Netz gehen) liegt der Anteil der Smartphone-Besitzer sogar bei 70 %.

Die größte Verbreitung hat dabei mit Abstand das iPhone von Apple: Unter den aktiven Mobile Web-Nutzern gibt fast jeder Zweite (48 %) an, Besitzer eines iPhones zu sein. Nur jeder Fünfte (20 %) nennt ein Android-Gerät sein eigen.

Als Kaufmotive für das iPhone werden am häufigsten die einfache, intuitive Bedienbarkeit (67 %) sowie das Design (66 %) genannt. Für mehr als jeden Dritten ist es ein absolutes »MustHave:«. 37 % der iPhone-Besitzer geben an, dass sie das Apple-Gerät »einfach haben wollten«. Anders bei den Android-Besitzern: Hier werden häufig die gute Qualität sowie ein großes Display (je 57 % der Nennungen) als Kaufgrund genannt. Die Begeisterung liegt hier jedoch auf deutlich niedrigerem Niveau als bei den iPhone-Kunden.

iPhone-Besitzer sind die aktivsten Nutzer des mobilen Internet

38 % der Mobile Web-Nutzer zählen heute »zum harten Kern« und wählen sich täglich mobil in das Internet ein. Deutlich aktiver als der Durchschnitt zeigen sich hierbei die Android-Besitzer: Unter ihnen sind 46 % täglich mobil im Netz. Doch mit den iPhone-Besitzern können sie bei weitem nicht mithalten: Mit einem Anteil von 56 % täglicher Mobile Web-Nutzer sind in der iPhone-Nutzergruppe mit Abstand die meisten aktivsten Anwender des mobilen Internet zu finden.

Kostenpflichtige Apps werden vor allem von iPhone-Besitzern gekauft

Fast alle Smartphone-Besitzer haben heute Apps auf ihrem Gerät, die kleinen, begehrten Anwendungen, die speziell für Smartphones programmiert werden und das Leben der Mobile Web-Nutzer angenehmer oder unterhaltsamer machen. Das gilt für iPhone-, wie auch für Android-Besitzer. Allerdings haben auch hier die iPhone-User ganz klar die Nase vorn – vor allem wenn es um kostenpflichtige Apps geht. Auf mehr als jedem dritten iPhone befinden sich nach Angaben der Besitzer über zehn kostenpflichtige Apps. Gleiches gilt jedoch nur für jedes zwanzigste Android-Handy.

Nicht ganz so deutlich ist der Abstand im Segment der kostenfreien Apps. Hier sind es immerhin rund 60 % der Android-Geräte, auf denen mehr als zehn kostenfreie Apps liegen. Bei den iPhones liegt dieser Anteil bei über 70 %.

Das Fazit: Die iPhone-Besitzer sind die Treiber des mobilen Internet. Die Ergebnisse des W3B-Report »Das mobile Internet« belegen, dass sie nicht nur bei der Nutzungshäufigkeit und beim Herunterladen kostenpflichtiger Apps am aktivsten sind, sondern auch in den meisten anderen Anwendungsbereichen des Mobile Web – vom Musik-Download bis zum mobilen Einkauf. Die iPhone-Besitzer sind heute mit Abstand die aktivste und ausgabefreudigste Zielgruppe im Mobile Web.

Der W3B-Report »Das mobile Internet« mit weiteren Auswertungen ist im Dezember 2010 erschienen.

August 10 2010

Firefox 3 dominiert Internet Explorer 8

Der Erfolg der Open-Source Software Firefox findet kein Ende, sondern weiterhin immer mehr neue Anwender. Der Vorsprung von Firefox 3 vor dem Internet Explorer 8 nimmt weiterhin zu, derzeit beträgt er 18,6%.


Doch nicht allein die Fans von Firefox werden mehr, sondern auch die von Safari, Chrome, Opera etc.. Der Marktanteil dieser Browser liegt mittlerweile bei knapp 12%. Google hat mit Werbung für Chrome den Marktanteil innerhalb eines Jahres von 1,3% auf 3,9% ausbauen können – allerdings sollten 3,9% für den massiven Werbedruck für Chrome als eher enttäuschend bewertet werden. Ebenso schafft Safari – der ehemals schnellste Browser überhaupt – den Sprung auf die Windows-Computer nicht, sondern bleibt die bevorzugte Wahl der Apple-Nutzer.

Der Browsermarkt bleibt weiter in Bewegung – der für Jahresende angekündigte Internet Explorer 9 scheint viel versprechend, kann fast alles, fügt sich den Standards und ist schnell. Allerdings wird er nur für Windows Vista und Windows 7 zu haben sein, was die Verbreitung auf derzeit maximal 37% begrenzt. Da auch die neue Version des Firefox zum Jahresende erwartet wird, bleibt es spannend. Für Microsoft ist der Internet Explorer 9 ein sehr, sehr wichtiges Projekt – sollen doch in Zukunft immer mehr Anwendungen browser- und cloud-basiert ablaufen.
Die Kampagne zur Aktualisierung vom Internet Explorer 6 scheint zu greifen: Aktuell sind nur noch 4,1% des Browsers im Internet unterwegs – oder auch immer noch. Firefox 1 und 2 kommen zusammen auf 0,6%.

July 26 2010

Das mobile Internet: Für die Klasse, nicht für die Masse?

Smartphone-Nutzer treiben das Wachstum des mobile Web

Die Erfolgsmeldungen über die rasant steigende Nachfrage nach »Apps« gilt als Indikator für die wachsende Bedeutung des mobilen Internet. Die speziell für Smartphones erstellten Programme, Anwendungen und Spiele stehen bei den Besitzern entsprechender Geräte ganz oben auf der Beliebtheitsskala.

So zeigt auch die neue W3B-Studie »Das mobile Internet«, dass allein zwei Drittel (66%) aller Smartphone-Besitzer Apps, Ovis & Co. nutzen – und zwar vorwiegend die kostenfreien (von 69%). Mobile Navigationsservices sind dabei aus Nutzersicht die allerwichtigste Anwendung, aber auch Spiele, Nachrichten und Wetterinformationsdienste haben es den Smartphone-Usern angetan.

Doch die W3B-Studienergebnisse zeigen auch etwas anderes: Sie weisen mit großer Deutlichkeit darauf hin, dass das mobile Internet die Masse noch nicht erreicht hat. Vielmehr ist und bleibt es vor allem ein Medium für die Besitzer der mobilen Premium-Geräte, der Smartphones. Unter Ihnen finden sich weitaus mehr aktive Nutzer des mobilen Internet als unter den Eigentümern »herkömmlicher« Internet-Handys. Sowohl bei der Nutzungsdauer als auch bei der Menge und Vielfalt der genutzten Online-Services und -Features sind die Smartphone-Besitzer den normalen Internet-Handy-Surfern weit voraus.

Ein zukünftiges Wachstum des mobilen Internet ist somit vornehmlich aus dem Bereich der Smartphones, allen voran dem iPhone, zu erwarten. Die Studienergebnisse zur Ausstattung der Internet-Nutzer mit mobilen Endgeräten zeigen, dass Smartphones die normalen Internet-Handys nach und nach ersetzen werden.

Anders als die Smartphoner steht die Masse der Internet-Nutzer dem mobilen Internet weiter kritisch gegenüber. Sie bemängeln einerseits zu hohe bzw. undurchsichtige Kosten, zum anderen den mangelnden Bedienungskomfort des mobilen Internet.

Der große Wachstumsschub für den mobilen Online-Markt steht den W3B-Studienergebnissen zufolge noch aus. Möglicherweise kann er durch neue Geräte aus der Welt der Surfpads und Tablet-PCs noch verstärkt werden. Fazit: Die Zukunft des mobilen Netz hat gerade erst begonnen.

February 09 2010

Nutzer halten Internet-Sperren für unwirksam

Die Bundesregierung will im Kampf gegen kinderpornographische Inhalte im Internet offensichtlich neue Wege einschlagen: Die Idee der im »Zugangserschwerungsgesetz« vorgesehenen Sperrung von Websites, die Kinderpornographie beinhalten, soll nicht weiter verfolgt werden. Vielmehr verfolgt das neue Konzept den Plan, entsprechende Inhalte auf den entsprechenden Webservern direkt zu löschen.

Die Abkehr vom Sperrkonzept erscheint grundsätzlich sinnvoll – nicht zuletzt aus Sicht der deutschen Internet-Nutzer: Unter ihnen hält die Mehrheit (über 95%) Internet-Sperren ohnehin für wenig sinnvoll, so das Ergebnis der Internet-Studie »WWW-Benutzer-Analyse W3B«, in deren Rahmen über 100.000 Nutzer befragt wurden. Die Nutzer finden eine Löschung der Inhalte sowie eine strafrechtliche Verfolgung der Website-Betreiber zielführender. Über 80% meinen, Sperren könnten viel zu leicht umgangen werden. Mehr als drei Viertel der Internet-Nutzer bewerten das Zugangserschwerungsgesetz lediglich als einen »ersten Schritt«.

Ob das Prinzip »Löschen statt Sperren« bei den Internet-Nutzern auf mehr Akzeptanz stoßen wird, bleibt abzuwarten. Immerhin sah schon bei den Sperren fast jeder dritte Nutzer die Meinungsfreiheit gefährdet – durch das direkte Löschen von Web-Inhalten würde dieser Effekt sicher nicht gemildert.

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