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July 04 2011

Unverständliche Berichterstattung zur Sitzung der Internet-Enquete

Die heutige Sitzung der Internet-Enquete endete bekanntlich mit einem Eklat. Der Abschluss des eigentlich abzustimmenden Zwischenberichts wurde auf nach die Sommerpause vertragt, weil – so die Mutmaßung – die Vertreter der Koalition beim Thema Netzneutralität eine Niederlage fürchteten.

Beschlossen wurde allerdings der Teil zum Urheberrecht. Insoweit ist die Berichterstattung, speziell die der taz und von Heise, gelinde gesagt, erstaunlich.

Der Antrag zur Kulturflatrate wurde – anders als der Bericht der taz suggeriert – nämlich abgelehnt.

Dass die Regierungsparteien einige Male überstimmt wurden, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Union und FDP dennoch in entscheidenden Punkten durchgesetzt haben.

Speziell der Bericht der taz erweckt den Eindruck, man hätte sich auf eine Neuausrichtung des Urheberrechts verständigt. Das Gegenteil ist allerdings zutreffend.

Die Handlungsempfehlung (Zeile: 655)

Die Enquête-Kommission empfiehlt daher, bei der Ausgestaltung des Urheberrechts den Interessenausgleich zwischen Urhebern, Nutzern und Verwertern als Zielformulierung in den Mittelpunkt zu stellen Sie empfiehlt zu prüfen, ob und wie, den Urheberinnen und Urhebern ein Recht auf wirtschaftliche Beteiligung unabhängig von den Urheberpersönlichkeitsrechten einzuräumen und eine Entkoppelung von Urheberpersönlichkeits- und Verwertungsrechten zu ermöglichen ist. Sie regt an, zu prüfen, welche Spielräume die Vorgaben der internationalen Verträge im Urheberrecht bieten.

die hierfür maßgeblich gewesen wäre wurde nämlich mit den Stimmen der Koalitionsvertreter abgelehnt.

Manchmal ist die Berichterstattung auch bei so etablierten Medien wie Heise und taz, denen man geneigt ist zu vertrauen, leider irreführend.

June 14 2011

Ole Wintermann: Das Recht droht seine Legitimation zu verlieren

Die Urheberrechtsdebatte wird sehr von juristischen Interpretationen und Sichtweisen geprägt und orientiert sich scheinbar weniger an realen Veränderungen gesellschaftlicher Verhältn

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June 09 2011

Netzneutralität gesetzlich verankern?

Anlässlich der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) wird aktuell die Diskussion geführt, ob man das Prinzip der Netzneutralität gesetzlich verankern sollte. Gefordert wird dies insbesondere von der SPD und den Grünen.

Mir fällt in der Diskussion, gerade auch mit Juristen, immer wieder auf, dass es zum Thema Netzneutralität zwei Diskussionsebenen gibt, die munter vermischt werden, was dazu führt, dass über ganz unterschiedliche Dinge diskutiert wird, obwohl alle von Netzneutralität reden.

Die einen verstehen Netzneutralität im rein wirtschaftlichen Sinne dahingehend, dass den Carriern und Providern aufgegeben werden soll, alle Daten gleichberechtigt zu behandeln und zu transportieren. Damit würde eine Priorisierung, die manchen Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen vorschwebt, gesetzlich unterbunden.

Die andere Diskussionsebene ist bürgerrechtlicher Natur und betriftt die Frage staatlicher Eingriffe in technische Abläufe. Beispielsweise Access-Sperren, wie sie in Diktaturen aber auch vereinzelt in europäischen Staaten zum Einsatz kommen, erfordern technische Maßnahmen, die eine Manipulation technischer Abläufe beinhalten. Die Palette reicht hier von der sog. DNS-Sperrung über Proxy-Server-Lösungen bis hin zum Konzept der Deep-Packet-Inspection. Der Staat verpflichtet hierbei technische Dienstleister dazu, bestimmte technische Standards zu manipulieren, um Datenströme bzw. Nutzeranfragen umzuleiten.

Die aktuelle Diskussion um die Novellierung des TKG betrifft letztlich nur den wirtschaftlichen Aspekt der Netzneutralität. Das wird leider aber auch in der politischen Diskussion vermischt, wie beispielsweise der Antrag der Fraktion der Grünen im Bundestag zeigt.

Aus meiner Sicht wäre vorrangig die bürgerrechtliche Diskussion zu führen, die mit der Forderung verbunden werden müsste, dass der Staat keine Maßnahmen – wie Netzsperren – anordnen darf, die technische Dienstleister verpflichten, Daten- oder Nutzerströme künstlich umzuleiten.

Ob allerdings die aktuell diskutierte Verankerung der wirtschaftlichen Netzneutralität im TKG wirklich sinnvoll und notwendig ist, halte ich zumindest für diskutabel. Es erscheint mir nachvollziehbar und entspricht auch gängiger Praxis, dass ein Provider für einen besonders schnellen Internetzugang von seinem Kunden höhere Entgelte verlangt. Aus dem gleichen Grund halte ich es für wirtschaftlich nachvollziehbar, wenn Provider für die Nutzung besonders traffic-intensiver Dienste höhere Entgelte beanspruchen. Eine Priorisierung stellt also nicht per se eine Diskriminierung dar, nur weil für eine intensivere Nutzung mehr Geld verlangt wird . Wenn man das bereits als diskriminierend betrachtet, dann würde das auf die früher durchaus übliche volumenabhängige Abrechnung auch zutreffen.

Wer Netzneutralität in einem solchen wirtschaftlichen Sinne gesetzlich festschreiben will, muss genau erklären, wie eine solche Regelung konkret ausgestaltet sein soll, um nicht über das Ziel hinaus zu schießen. Derzeit mangelt es vor allem an einer ausreichend klaren Definition des Begriffs der Netzneutralität. Die Kritik der SPD, dass im Gesetzestext das Wort Netzneutralität noch nicht einmal vorkommt, ist vor diesem Hintergrund schwer verständlich. Solange man keine exakte Legaldefinition gefunden hat, ist es sicherlich besser, den Begriff nicht als Rechtsbegriff zu etablieren, weil man damit wiederum nur Auslegungsspielraum in alle Richtungen schaffen würde.

April 27 2011

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Viddler.com - C-SPAN StudentCam 2011 First Prize Middle School - 'Net Neutrality: The Federal Government's Role in Our Online Community' - Uploaded by studentcam2011

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// oA:nth - recommendation

via twitter: https://twitter.com/dweinberger/status/62612517343608833

RT @dweinberger - Middle-schoolers produce outstanding, even-handed vid explaining Net neutrality http://bit.ly/ebs1JR #savetheinternet //

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Chosen entries / ausgewählte Einträge

(limited choice in EN-DE-FR)


- on net neutrality

- zur Netzneutralität

(generally tagged entries concerning the matter)


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April 13 2011

Neutralité du Net : un rapport parlementaire encourageant

Paris, 12 avril 2011 - La mission parlementaire trans-partisane menée par Laure de La Raudière et Corinne Erhel vient de présenter son rapport sur la neutralité du Net. Ce rapport courageux consacre l'universalité de l'Internet et la protection des libertés fondamentales de ses utilisateurs, et doit constituer un modèle au niveau européen. S'il engage une réflexion importante sur l'évolution de notre cadre juridique pour protéger les droits fondamentaux sur Internet et développer l'économie numérique, encore faut-il que ses recommandations soient suivies d'effets.

Au nom de la mission parlementaire mise en place par la Commission des Affaires économiques de l'Assemblée Nationale, Laure de La Raudière (UMP) et Corinne Erhel (SRC) ont présenté leur rapport sur la neutralité du Net.

Les principes énoncés et les propositions du rapport constituent un pas important vers la protection juridique de la neutralité, fondement essentiel d'Internet. Alors que les opérateurs télécoms prétendent que des atteintes à la neutralité (et donc à la concurrence et aux libertés de leurs utilisateurs) sont justifiées par le coût des investissements dans leurs réseaux, le rapport fait le choix pertinent de décorréler ces deux questions. Par ailleurs, la mission met opportunément en cause le bien fondé des mesures de filtrage (véritable censure du net mise en œuvre par les lois LOPPSI et ARJEL) « en dépit de leur légitimité apparente, du fait de leur inefficacité et des effets pervers qu’elles sont susceptibles d’engendrer »1.

Ce document doit servir de modèle à la Commission européenne, qui rendra prochainement un rapport sur le sujet. Il pourrait également orienter les États-membres de l'Union européenne dans leur transposition des directives du « Paquet Telecom » afin de protéger efficacement les libertés d'information et de communication sur Internet.

« Nous saluons la qualité des travaux de la mission trans-partisane de Laure de Raudière et de Corinne Erhel. Le rapport révèle une fine compréhension des réalités techniques, sociales, économiques et politiques d'Internet, et de l'intérêt capital de préserver son universalité. Les députées consacrent ainsi l'absolue nécessité de protéger la neutralité du Net, garantie des libertés, refusant de la sacrifier au nom de l'intérêt économique des opérateurs télécoms. » déclare Jérémie Zimmerman, co-fondateur et porte-parole de l'organisation citoyenne La Quadrature du Net.

« Si le rapport de la mission semble constituer un contrepoint à la politique répressive et népotique de Nicolas Sarkozy en matière d'Internet, il doit désormais être suivi d'actions. Les parlementaires soulignent que la neutralité du Net rend notre société plus démocratique et notre économie plus ouverte, mais encore faut-il que leurs conclusions soient rapidement mises en œuvre, indépendamment des considérations électoralistes des uns et des autres. » conclut Zimmermann.

  1. 1. Proposition 3 : « s’interroger plus avant sur la justification des mesures de blocage légales »

April 04 2011

Der Wochenrückblick: Uni-Kopien, Warnhinweise, TKG-Novelle

Die Bundesländer müssen für die Nutzung geschützter Texte an Hochschulen zahlen, das Wirtschaftsministerium lässt Warnhinweise bei Urheb

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March 03 2011

Netzneutralität mitdefinieren

Die Enquête-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” des Bundestages hat nach einigem Hin und Her mittlerweile ein Tool online gestellt, das es ermöglichen soll, den Bürger als 18. Sachverständigen an der Arbeit der Enquête zu beteiligen.

Zu einem der zentralen Thema “Netzneutralität” liegen jetzt eine Gliederung und erste Texte vor. Wer sich hier als Bürger beteiligen und die Netzneutralität und den daraus resultierenden politischen Handlungsbedarf mitdefinieren will, sollte sich für die Projektgruppe online anmelden und seine Ideen einbringen.

March 01 2011

February 26 2011

Gegen die Freiheit

Der Bundestag hat gestern über einen Antrag der Grünen diskutiert, der fordert, die Netzneutralität gesetzlich zu verankern und abzusichern.

Die Argumente von Union und FDP, die sich erwartungsgemäß gegen eine entsprechende Regelung aussprechen, erscheinen nahezu grotesk. Abgeordnete der FDP, u.a. Jimmy Schulz, sprachen von sozialistischer Gleichmacherei im Netz und von einem Sozialismus-Internet wie in China.

Das ist nicht nur populistisch, sondern auch freiheitsfeindlich und deshalb gerade aus dem Mund von Abgeordneten, die sich liberal nennen, mehr als erstaunlich.

Wer so “argumentiert” müsste letztlich auch die Freiheits- und Gleichheitsrechte des Grundgesetzes als sozialistischen Regulierungsansatz begreifen.

Netzneutralität soll garantieren, dass alle Daten im Netz gleichberechtigt transportiert werden und Provider und Netzbetreiber nicht diejenigen bevorzugt bedienen, die mehr bezahlen. Netzneutralität zu sichern und zu gewährleisten ist das Gegenteil von Regulierung. Denn durch eine gesetzliche Verpflichtung zur Netzneutralität werden die Provider lediglich dazu angehalten, die Manipulation derjenigen technischen Standards zu unterlassen, die die Funktionsfähigkeit des Netzes gewährleisten. Dieselbe Manipulation technischer Standards bildet übrigens auch die Grundlage von Netzsperren, wie sie im Zugangserschwerungsgesetz vorgesehen sind.

Der Gesetzgeber würde mit einer gesetzlichen Verankerung der Netzneutralität also lediglich eine Selbstverständlichkeit garantieren, die keine mehr zu sein scheint. Diese Selbstverständlichkeit ist allerdings unabdingbare Voraussetzung für die Sicherung der Meinungs- und Informationsfreiheit im Netz.

Gefragt ist an dieser Stelle mehr denn je ein politischer Liberalismus, der in der Tradition Ralf Dahrendorfs formulieren müsste: “Netzneutralität ist Bürgerrecht”.

Die FDP scheint in diese Frage aber eine Haltung eingenommen zu haben, die gegen die Freiheit gerichtet ist. Diese Haltung bricht mit liberalen Traditionen und Grundwerten.

Reposted bysixtus42 sixtus42

February 11 2011

Besser als die Kulturflatrate wäre eine Infrastruktur-Pauschalabgabe

Wovon sollen Kreative leben? Statt nach einem verschärften Urheberrecht sollte man nach der Einkommensverteilung auf kulturellen Märkten fragen.

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January 31 2011

Wochenrückblick: Autocomplete, Schleichwerbung, Vorratsdaten

Google filtert Tauschbörsen aus der Suchvervollständigung, Blogger streiten über Schleichwerbung, die Provider wenden sich gegen Vorratsdaten light.

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January 23 2011

Thesen der Medienanstalten zur Netzneutralität

Die Landesmedienanstalten haben ein Thesenpapier zum Thema Netzneutralität veröffentlicht. Interessant erscheint mir insbesondere folgende These:

Nach der Zugangs- und Plattformsatzung der Landesmedienanstalten ist für offene Netze kennzeichnend, dass keine Vorauswahl durch einen Plattformbetreiber erfolgt, so dass Anbieter von Rundfunk und vergleichbaren Telemedien ihre Angebote unmittelbar bereitstellen können. Verlangt ein Netzbetreiber ein Entgelt dafür, dass ein bestimmter Inhalt transportiert wird, oder dass dies schneller oder in besserer Qualität als bei anderen geschieht, ist diese Offenheit nicht mehr gegeben und es ist zu prüfen, inwieweit das Plattformregime des Rundfunkstaatsvertrages greift.

Wenn Provider also ein Entgelt dafür verlangen, dass ein bestimmter Inhalt überhaupt oder nur schneller transportiert wird, dann soll dies dazu führen, dass diese Dienste dem Regime der Rundfunkregulierung unterliegen. Präzisiert wird die Aussage dann noch durch u.a. folgende Ergänzung:

Offen ist das Internet nicht mehr, wenn für den Transport eines bestimmten Inhalts bezahlt wird, damit er schneller oder in besserer Qualität zum Nutzer kommt als ein anderer vergleichbarer Inhalt. Der Verzicht auf Regulierung setzt voraus, dass nicht die Verhandlungsmacht starker Inhalteanbieter oder auch von Plattformen wie Google, Facebook oder Apple den Zugang kleinerer Anbieter oder neuer Plattformen beeinträchtigen kann.

Dieser regulatorische Ansatz erscheint mir an sich konsequent. Die Frage ist aber wie so häufig die, ob sich die genannten US-Konzerne um die Ansicht deutscher Landesmedienanstalten kümmern oder wie bisher auf die Macht des Faktischen vertrauen.

December 22 2010

December 09 2010

November 26 2010

November 25 2010

LQDN et FDN entendus par la Commission des affaires économiques de l'Assemblée nationale

Ce matin, les représentants de La Quadrature du Net et de l'opérateur French Data Network ont été entendus conjointement par la mission d'information sur la neutralité de l'internet et des réseaux de la Commission des affaires économiques de l'Assemblée nationale, dont les travaux sont conduits par les députées Laure de La Raudière (UMP) et Corinne Erhel (groupe SRC).

Cette audition a été l'occasion pour eux de souligner l'importance de la protection la neutralité des réseaux pour l'exercice des droits fondamentaux et l'innovation, aussi bien sur les réseaux filaires que hertziens. Le risque de sous-investissement dans l'infrastructure en l'absence de garanties fortes du principe de neutralité, ou encore l'insuffisance des dispositions du Paquet télécom et la nécessité pour les États-membres d'aller plus loin, ont été évoqués.

Laure de La Raudière a par ailleurs indiqué que le projet de loi de transposition du Paquet Télécom serait examiné en Commission début décembre, avant un examen en hémicycle au courant du mois de janvier. Les travaux de la mission déboucheront selon elle sur une garantie législative du principe de neutralité, soit par voie d'amendements au projet de transposition, soit par une proposition de loi.

Pour rappel, les recommandations générales de La Quadrature quant à la protection législative de la neutralité du Net sont les suivantes:

  • Objectif général. Nous recommandons au législateur de modifier le point 15 du L-32-1 CPCE, tel que proposé par la DGCIS, pour s'assurer que les autorités compétentes veillent à « À garantir l’accès des utilisateurs finals à l’information et à préserver leur capacité à diffuser ainsi qu’à utiliser les applications et les services de leur choix. »
  • Définition du principe de neutralité. Au delà de cet article à caractère général, une autre disposition législative doit venir protéger les conditions de l'accès Internet tel que les a définies l'Arcep dans ses récentes propositions. Cet article consacré à la protection de la « neutralité du Net » pourrait être rédigé comme suit :
    « Les fournisseurs d'accès Internet sont tenu, dans le respect des dispositions législatives en vigueurs au principe de neutralité au regard de l'émetteur, du destinataire, et du contenu des messages transmis. À ce titre, ils offrent à l'utilisateur final la possibilité:
    - d’envoyer et de recevoir le contenu de son choix ;
    - d’utiliser les services ou faire fonctionner les applications de son choix ;
    - de connecter le matériel et d’utiliser les programmes de son choix, dès lors qu’ils ne nuisent pas au réseau
    ».
  • Exceptions. Cet article pourrait être utilement complété afin de préciser qu'il peut être fait entorse au principe de neutralité dans le but d'assurer le bon fonctionnement du réseau. L'enjeu est de définir des «pratique de gestion du trafic raisonnables» remplissant certains critères (ces pratiques doivent être non commerciales, répondre à des besoins techniques précis, telles que la congestion non-anticipée ou des menaces sur la sécurité des réseaux, être proportionnées à l'objectif poursuivi et prévenir tout risque de sous-investissement dans la bande passante).
  • Sanctions. Enfin, tout manquement aux règles ainsi définies doit pouvoir faire l'objet de recours de la part de n'importe quel abonné. Les opérateurs devraient encourir soit des sanctions administratives adaptées à la gravité de l'infraction (sanction pécuniaire, suspension ou même retrait de licence), soit des sanctions pénales prononcées par un juge judiciaire, garant des libertés fondamentales (en cas de mise en cause grave et délibérée de la liberté de communication).

November 24 2010

La Commission européenne doit agir pour protéger la Neutralité du Net

Paris, 24 novembre 2010 – Dans une lettre envoyée le 19 novembre à la Commissaire européenne Neelie Kroes, en charge de la Stratégie numérique, La Quadrature du Net demande à la Commission de prendre des mesures concrètes pour protéger la neutralité du Net dans l'Union européenne. Suite au discours de Mme Kroes lors du sommet européen sur la neutralité du Net, l'organisation citoyenne enjoint la Commission à travailler avec les autorités de régulation nationales pour faire en sorte que les bénéfices socio-économiques permis par Internet soient préservés. Il faut engager au plus vite un débat sur les pratiques de gestion de trafic Internet (quelles sont celles qui sont acceptables, celles qui ne le sont pas) ainsi que sur des lignes directrices claires en matière de neutralité des réseaux.

Le 11 novembre dernier, la Commission européenne et le Parlement européen ont organisé un sommet sur la neutralité du Net marquant la fin du processus de consultation initié en juin dernier. Si le discours1 de la Commissaire Kroes contenait des remarques encourageantes, il a dans l'ensemble déçu. Bien qu'elle ait insisté sur le fait qu'elle n'hésiterait pas à faire voter de nouvelles lois pour protéger la neutralité du Net, il n'y a aucune raison de remettre à plus tard une intervention publique aussi urgente.

« Au lieu d'un engagement ferme à protéger le principe fondamental de neutralité du Net par la loi, les citoyens européens se sont vu proposer une politique attentiste. La Commission semble vouloir afficher une foi aveugle dans les capacités du marché à empêcher les opérateurs de mettre en cause le caractère ouvert d'Internet, et avec lui la compétition, l'innovation et les droits fondamentaux », déclare Jérémie Zimmermann, porte-parole de Quadrature du Net, qui a pris part au sommet de la semaine passée2.

Les citoyens doivent continuer à faire entendre leur voix dans ce débat, à la fois au niveau européen et au sein des États membres. Il peuvent à cet effet utiliser l'outil Mémoire Politique3 afin d'entrer en contact avec leurs représentants au Parlement européen, et les exhorter à faire pression pour que la Commission prenne une position proactive sur ce sujet crucial.

« Lorsque les autorités européennes se décideront à agir, les pratiques discriminatoires seront peut-être devenues la norme, et l'Internet tel que nous le connaissons aujourd'hui ne sera plus qu'un lointain souvenir. Même s'il est compréhensible que la Commission ne souhaite pas engager dès à présent un long processus législatif, celle-ci doit agir de concert avec les régulateurs nationaux pour s'assurer que l'infrastructure de l'Internet restera neutre, tant sur les réseaux fixes que mobiles » conclut Jérémie Zimmermann.

Pour de plus amples informations, consultez notre réponse à la consultation de la Commission européenne sur le sujet4

Lettre ouverte à la Commissaire Kroes

Chère Commissaire Kroes,

Nous vous écrivons pour vous prier de prendre une approche pro-active en matière de protection de la neutralité du réseau dans les prochains mois. Lors de votre prise de poste de Commissaire européenne à la Stratégie numérique au début de l'année, vous affirmiez votre attachement à la protection de la neutralité du réseau, qui assure qu'Internet reste une plateforme de communication ouverte et "générative". La semaine dernière, durant le sommet de la Net neutralité co-organisé par la Commission et le Parlement européen, vous rappeliez à nouveau le besoin de s'assurer que les utilisateurs finaux puissent « facilement accéder et distribuer du contenu, des services, et applications de leur choix », ce faisant, montrant votre profonde compréhension de l'importance cruciale de ce principe pour la protection de la liberté de communication et de l'innovation.

Cependant, nous restons sceptiques quant à vos propos selon lesquels le cadre de régulation actuel - qui repose sur la compétition et un degré minimum de transparence - est en mesure de prévenir le développement de pratiques discriminatoires dans la gestion du trafic Internet (en particulier si l'on admet qu'il est très plausible que tous les acteurs dans un marché donné puisse s'engager dans de telles pratiques). Comme vous l'avez vous-même reconnu la semaine dernière, il existe déjà de nombreux cas où les opérateurs télécom brident sciemment des sites, des services ou des protocoles, ou s'engagent dans d'inadmissibles traitements différenciés des données. Et ce tout particulièrement au Royaume-Uni, en dépit des efforts répétés du régulateur national, Ofcom visant à limiter les pratiques discriminatoires en stimulant la compétition et augmentant la transparence pour les consommateurs. Clairement, cette approche a échoué, et nous regrettons que la Commission soit aujourd'hui disposée à en rester là. Les intérêts en jeu dans ce débat sont trop importants pour laisser le marché opérer librement et espérer que les consommateurs "voteront avec leurs pieds". Toutes les parties prenantes comprennent l'importance de préserver la neutralité du Net, et il faut désormais joindre les actes aux paroles avant qu'il ne soit trop tard.

Bien que le secteur des télécommunications européen subisse actuellement une importante réforme avec la transposition du Paquet Télécom, la Commission peut et doit s'assurer que les régulateurs nationaux se verront dotés des outils nécessaires pour faire face à des pratiques déraisonnables et discriminatoires au cours de ce processus de transposition. La Commission peut protéger l'intérêt du plus grand nombre en appelant à l'adoption de principes généraux, définissant les pratiques acceptables et celles qui ne le sont pas. Par exemple - comme suggeré par certaines autorités de régulation nationales - les régulateurs pourraient s'opposer à toute pratique de limitation de trafic ne correspondant pas à certains critères (que ces pratiques soient non commerciales, qu'elle répondent à des besoins techniques précis, telles que la congestion non-anticipée ou des menaces sur la sécurité des réseaux, et prévenir toute forme de limitation artificielle de la bande passante).

Il doit s'agir là d'un objectif à court terme, sans même que s'engage un difficile processus législatif pour garantir la neutralité du Net dans le droit communautaire (bien que cela puisse s'avérer nécessaire à l'avenir). À tout le moins, cela montrerait que la Commission est determinée à garantir qu'Internet restera ouvert et libre pour tous les citoyens et innovateurs, protégeant la contribution de l'Internet à nos démocraties et nos économies. Nous invitons également la Commission à clarifier que, au cas où les approches suggerées ci-dessus s'avéreraient insuffisantes pour protéger la neutralité du Net, celle-ci sera disposée à demander aux États membres de s'assurer qu'une offre garantissant la neutralité de bout-en-bout, à la fois sur les réseaux fixes et mobiles, soit accessible à tous les citoyens.

Nous restons disponibles pour toute demande d'information complémentaire.
Veuillez agréer nos salutations distinguées,

Philippe Aigrain, Gérald Sédrati-Dinet, Benjamin Sonntag et Jérémie Zimmermann, co-fondateurs de l'organisation citoyenne La Quadrature du Net.

  1. 1. http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=SPEECH/10/643&fo...
  2. 2. http://www.laquadrature.net/fr/la-quadrature-participe-au-sommet-europee...
  3. 3. http://www.laquadrature.net/wiki/Memoire_politique
  4. 4. http://www.laquadrature.net/fr/la-quadrature-repond-a-la-consultation-eu...
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Reposted bykrekk krekk

November 11 2010

02mydafsoup-01

MediaBerkman » Blog Archive » Barbara van Schewick on Internet Architecture and Innovation [AUDIO]

MediaBerkman

Berkman Center for Internet & Society Podcast

Barbara van Schewick on Internet Architecture and Innovation [AUDIO]


Barbara van Schewick—Associate Professor of Law at Stanford Law School, an Associate Professor (by courtesy) of Electrical Engineering at Stanford’s Department of Electrical Engineering and the Director of Stanford Law School’s Center for Internet and Society—discusses her new book, Internet Architecture and Innovation.

This book analyzes how the Internet’s internal structure, or architecture, has fostered innovation in the past; why this engine of innovation is under threat; why the “market” alone won’t protect Internet innovation; and which features of the Internet’s architecture we need to preserve so that the Internet continues to serve as an engine of innovation in the future. Whether you are tired of or confused by the network neutrality debate, or simply wondering what is at stake, van Schewick’s talk is refreshing and illuminating.

Download the MP3

…or download the OGG audio format!

Barbara Van Schewick On Internet Architecture And Innovation on Huffduffer

More information on the book, including an overview and excerpts, is available at http://netarchitecture.org/.

November 02 2010

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