Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

June 12 2013

02mydafsoup-01
Il y a un entré chez http://seenthis.net/messages/147185 - avec quelques chiffres et des arguments malheureusement assez connus comme stratégie de l'austérité guidant au chemin d'un état autoritatif qui sont bien caractéristiques pour des sociétés ex-socialistes depuis des années 1990, comme ainsi pour des états postdémocratiques autoritatifs.

March 01 2013

The trouble with austerity: Cutting is more about ideology than economics

Austerity fetishism is simply the latest expression of free market orthodoxy.


Reposted from02mysoup-aa 02mysoup-aa

February 24 2013

Les populations superflues

En Grèce, « forcée de fournir le portrait anticipé de ce à quoi vont devoir ressembler les sociétés occidentales, remaniées sous la férule du néolibéralisme déchaîné » se dessine « une nouvelle biopolitique de l’espèce », « chargée d’assainir le corps social de toutes les existences parasitaires ». Par Dimitris Vergetis, psychanalyste, directeur de la revue grecque αληthεια.

 

[...]

 

À cet égard, la réponse qui nous semble s’imposer est la suivante : les politiques appliquées à la Grèce sous prétexte de redressement économique visent à mettre en place un nouveau paradigme de société entièrement transitif aux automatismes du capital et aux lois du marché. La technicité de leur langage d’exposition ne fait qu’écran à leur objectif qui consiste à réterritorialiser l’ensemble du lien social sur la forme-marchandise. Le projet expérimenté en Grèce aspire à neutraliser, et à la limite à éradiquer, la politique comme instance de médiation entre l’économie et le social, à démanteler tendanciellement tous les dispositifs de protection sociale, à privatiser la prise en charge de tout risque de la vie et à abolir le droit du travail, pour créer des zones spéciales d’exploitation – formes dérivées des « camps », mais hautement rentabilisées, et charitablement humanisées. Ces zones de développement spéciales constituent une illustration paradigmatique de ce que Badiou a isolé sous le terme de « zonage ».

 

Les dirigeants européens répètent en chœur et à satiété que la Grèce est un cas particulier. En fait, loin d’être traité comme un cas particulier qui fait exception à la norme européenne qu’elle devrait impérativement intérioriser, la Grèce est forcée de fournir le portrait anticipé de ce à quoi vont devoir ressembler les sociétés occidentales, remaniées sous la férule du néolibéralisme déchaîné. Tout en restant dans le cadre du mode de production capitaliste, nous sommes donc au seuil d’un changement d’époque. Or celui-ci s’annonce sous des auspices littéralement macabres en tant qu’il couve une nouvelle biopolitique de l’espèce. Il importe d’en restituer la pente et les mécanismes d’accomplissement.

 

[...]

 

Avec la mondialisation et la mobilité forcée des travailleurs, les « ressources humaines » sont désormais renouvelables à vil prix. Il est facile et hautement profitable d’importer non seulement de la main-d’œuvre mais aussi du personnel très qualifié formé dans des contrées lointaines. Le coût de la formation d’un informaticien aux États-Unis, depuis sa naissance jusqu’à l’acquisition de ses compétences, est cent fois supérieur à celui de la formation de quelqu’un né aux Indes. Il est aussi hautement profitable de délocaliser pour aller capter sur place une force de travail privée de droits et à prix dérisoire. Bref, la machine capitaliste peut se procurer de la marchandise humaine à prix très avantageux, sans avoir à se soucier de sa formation et de sa reproduction. Le cas de la Grèce, de l’Espagne et du Portugal, pour rester dans le contexte actuel, qui voient leur jeunesse hautement qualifiée aspirée par l’Allemagne, pays en dépérissement démographique, fournit une démonstration exemplaire de ce processus.

 

[...]

 

l'article complet: http://blogs.mediapart.fr/edition/les-invites-de-mediapart/article/210213/les-populations-superflues



February 22 2013

TAFTA – eine weitere Hintertür für neoliberale Reformen

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU ist in aller Munde. US-Präsident Obama thematisierte die Transatlantic Free Trade Area (TAFTA) in seiner jüngsten Regierungserklärung und auch Angela Merkel und David Cameron konnten sich auf dem letzten EU-Gipfel kaum etwas Schöneres vorstellen, als mit den USA eine Freihandelszone zu gründen. Woher kommt dieser plötzliche Enthusiasmus? Die Idee einer transatlantischen Freihandelszone ist ein alter Hut und es ist mehr als unwahrscheinlich, dass die anstehenden Verhandlungen, die Mitte dieses Jahres beginnen sollen, je zu einem nennenswerten Ergebnis kommen. Die Verhandlungen zu TAFTA eignen sich jedoch hervorragend, um auf vielen politischen Ebenen sogenannte „Handelshemmnisse“ abzubauen. TAFTA ist somit wie eine Matroschka-Puppe. Man weiß nicht, was in ihr steckt. Von Jens Berger

Die Idee des Freihandels ist so alt wie der internationale Handel selbst. Teile der Wirtschaft haben kein Interesse daran, entweder im eigenen oder in einem anderen Land durch Zölle oder protektionistische Politik behindert zu werden. Andere Teile der Wirtschaft wollen hingegen durch Zölle und Protektionismus gegen die Konkurrenz aus dem Ausland geschützt werden – dazu zählt in Europa beispielsweise die Agrarwirtschaft. Freunde des Freihandels begründen den Abbau von Handelsschranken dabei immer wieder gerne mit dem Argument, Freihandel würde Wachstum schaffen. Doch dieses Argument ist in einer globalisierten Welt reichlich schräg und gilt streng genommen nur dann, wenn der Freihandel die eigene Seite deutlich gegenüber der anderen Seite bevorteilt. Bereits im ersten Semester lernt jeder Ökonomie-Student, dass sich das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen nach der Formel BIP = C (Konsum) + I (Investitionen) + G (Staatsausgaben) + Ex (Exporte) – Im (Importe) berechnet. Der Freihandel lässt zwar die Summe der Exporte steigen, gleichzeitig steigt jedoch auch die Summe der Importe. Ein „faires“ Freihandelsabkommen, von dem beide Seiten gleichzeitig profitieren, ist somit wachstumsneutral. In der Praxis geht es auch selten um die absoluten Zahlen, sondern meist nur um Handelsströme. Wer in einer Freihandelszone ist, hat deutliche Vorteile gegenüber Mitbewerbern, die außerhalb dieser Freihandelszone sind. Es wird globale dadurch kein Wachstum geschaffen, es werden lediglich Handelsströme umgelenkt.

Schon heute spielen die Zölle fast keine Rolle mehr

Meist wird Freihandel mit dem Wegfall von Zollschranken assoziiert. Das ist generell auch nicht falsch, bei der Diskussion rund um TAFTA spielen die Zölle jedoch eine sehr untergeordnete Rolle. Im Schnitt fallen beim transatlantischen Handel gerade einmal drei Prozent für die Zölle an. Viele technische Produkte sind bereits heute zollfrei, jedoch gibt es nennenswerte Zölle auf Agrarprodukte. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Freunde eines Freihandelsabkommens ihre Wachstumshoffnungen auf Exportüberschüsse im Agrarsektor setzen. In Deutschland zählen neben dem Außen- und Großhandel vor allem die Industrielobbys mit ihrem verlängerten Arm in die CDU, CSU, FDP und SPD zu den großen Befürwortern von TAFTA. Und dabei geht es nicht um ein paar Prozent Zollgebühren.

Diesseits und jenseits des Atlantiks erhofft man sich, durch TAFTA Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten aus anderen Regionen zu gewinnen – und hier spielt neben China auch Japan eine Rolle. Neben den eher geringen Vorteilen durch den Wegfall der Zollschranken geht es dabei vor allem um einheitliche Richtlinien. Für die europäische Pharma-Industrie wäre es beispielsweise ein großer Vorteil, wenn ihre Medikamente, die bereits nach der vergleichsweise laschen EU-Arzneimittelverordnung zugelassen wurden, ohne weitere Zulassungsverfahren durch die Food and Drug Administration auch in den USA vertrieben werden dürften. Es ist jedoch extrem unwahrscheinlich, dass die USA sich einem solchen Passus im Freihandelsabkommen beugen würden. Umgekehrt ist es kaum vorstellbar, dass die EU ihren Markt für Agrarprodukte aus den USA öffnet und beispielsweise ihre Richtlinien für „Genmais“, „Hormonrindfleisch“ und „Chlorhühner“ abschafft – nicht wegen des Verbraucherschutzes, der ohnehin nur klein geschrieben wird, sondern wegen der wirtschaftlichen Interessen der übermächtigen europäischen Agrarlobby.

USA und EU – in Freihandelsfragen chronisch uneins

Wer denkt, dass die USA und die EU in Sachen Freihandel auf einer Wellenlänge liegen, täuscht sich gewaltig. Seit Ewigkeiten streiten sich die Lobbyisten beider Wirtschaftsräume bereits in den Verhandlungen zu den GATT- und später den WTO-Runden. Die aktuelle WTO-Runde mit dem Namen „Doha-Runde“ läuft nun schon seit 2001 und es ist heute unwahrscheinlicher denn je, dass sie jemals zu einem Ergebnis kommt. Anders als TAFTA ist die Doha-Runde kein bilateraler Ansatz, sondern ein globaler, der für alle 158 WTO-Mitglieder gilt und daher auch von allen Mitgliedern verhandelt wird. Die EU war in der Doha-Runde stets ein treibender Part, während neben China vor allem auch die USA immer wieder auf die Bremse drückten. Und nun sollen die beiden Wirtschaftsräume, die bei der Doha-Runde in zahlreichen Punkten meilenweit auseinander liegen, einen „großen Wurf“ bei TAFTA hinlegen, wie es Bundeswirtschaftsminister Rösler eben so nassforsch wie kompetenzfrei verkündet? Nicht nur die EU und die US-Regierung müssten TAFTA zustimmen, sondern auch das Europaparlament und jedes der 27 nationalen EU-Parlamente. Wer weiß, mit welchen Mitteln sich alleine die verschiedenen nationalen Agrarlobbys auf EU-Ebene bekämpfen, kann sich schwerlich vorstellen, dass es diesseits des Atlantiks ein einstimmiges Votum zu einem „großen Wurf“ in Sachen TAFTA kommen könnte. Und auch die USA sind natürlich nicht frei von Lobbyinteressen. Es ist kaum vorstellbar, dass der US-Kongress seine Zustimmung zu einem Handelsabkommen geben wird, das die Zollschranken für hochsubventionierte EU-Agrarprodukte aufhebt und den US-Farmern ernsthafte Konkurrenz entstehen lässt.

Und das ist alles auch gut so. Ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU ist überflüssig wie ein Kropf. Da es, wie erwähnt, kaum Zollschranken gibt, wird es bei den Verhandlungen vor allem um den sogenannten „Bürokratieabbau“ gehen. Die Bürokratie, die abgebaut werden soll, ist aber zum Nutzen der Gesellschaft. Die Amerikaner wollen zu Recht keine schlecht getesteten europäischen Arzneimittel und die Europäer wollen ebenfalls zu Recht keinen Genmais und kein Hormonrindfleisch. Die entscheidende Frage ist daher: Warum verhandelt man, wenn man ohnehin zu keinem Ergebnis kommt?

TRIPS, SOPA, ACTA – was steckt in TAFTA?

Die TAFTA-Verhandlungen sind erst einmal auf zwei Jahre angelegt. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass solche Verhandlungen auch mehrere Jahrzehnte dauern können – erst Recht, wenn sie so komplex sind, wie es bei den TAFTA-Verhandlungen zu erwarten ist. Unter dem Vorwand, diese oder jene Gesetzgebung sei „alternativlos“, da sie eine Grundvoraussetzung für ein TAFTA-Abkommen sei, kann unpopulären Gesetzen so das Label des „Sachzwangs“ verpasst werden. Was gehört dazu?

Es ist zu erwarten, dass über die TAFTA-Verhandlungen auch die Themen Verschärfung des Urheberrechts und Schutz geistigen Eigentums wieder auf den Tisch kommen. Die USA haben großes Interesse daran, dass die amerikanischen Rechte und Patente für immaterielle Güter wie multimediale Inhalte und Software in der EU gestärkt werden. Das TRIPS-Abkommen geht vielen Lobbyisten hier nicht weit genug. Akronyme wie SOPA und ACTA lassen erahnen, wohin die Reise geht. Aber auch in der materiellen Wirtschaft könnte TAFTA als Vorwand für eine weitere Deregulierung und Privatisierung genutzt werden. Überall dort, wo amerikanischen Unternehmen der unbehinderte Zugang zu den europäischen Märkten fehlt, könnte im Rahmen der TAFTA-Verhandlungen eine Deregulierung gefordert werden. Dies reicht von der Wasserversorgung über das Gesundheitssystem (z.B. beim britischen NHS) bis zum breiten Feld der Finanzmarktprodukte. Und hier sind es wohlgemerkt nicht nur die US-Unternehmen, die sich steigende Profite versprechen. Es geht vor allem darum, den Staat aus möglichst vielen Bereichen heraus zu drängen, Märkte zu deregulieren und die Privatisierung voranzutreiben. Es ist daher auch gar kein Wunder, dass TAFTA vor allem von Angela Merkel und David Cameron vorangetrieben wird und „Fipsi“ Rösler laut applaudiert. TAFTA hat in letzter Konsequenz alleine schon wegen der geringen Wahrscheinlichkeit, dass es jemals umgesetzt wird, wenig mit dem transatlantischen Handel zu tun. Es geht vielmehr darum, unpopuläre marktliberale Maßnahmen gegen den Willen der eigenen Bevölkerung umzusetzen.

TAFTA ist momentan nicht mehr als eine leere Hülle. Was TAFTA überhaupt beinhalten soll, wird sich erst während der Verhandlungen zeigen, die im Juni dieses Jahres beginnen. Man muss jedoch kein Prophet sein, um zu erahnen, welche „Reformen“ die europäische Seite im Schlepptau von TAFTA anstrebt. Schreibt der Fiskalpakt den europäischen Ländern eine neoliberale Finanzpolitik vor, könnte TAFTA die von Merkel und Co. gewünschte Ergänzung darstellen, um auch den neoliberalen Deregulierungstraum europaweit umzusetzen.

February 18 2013

Amazon und Du – Macht und Ohnmacht des Verbrauchers

Die ARD-Dokumentation „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ hat vielen Menschen die Augen geöffnet. Für das Internet-Versandhaus ist die Reportage über ausländische Leiharbeiter, die in Deutschland wie Sklaven gehalten werden, ein PR-Gau. Der „Shitstorm“, der momentan in den sozialen Netzwerken über Amazon hinwegzieht, ist gewaltig. Amazon duckt sich weg und spielt auf Zeit – der Konzern weiß, schon morgen wird wahrscheinlich bereits die nächste Sau durchs virtuelle Dorf getrieben. Es ist an der Zeit, dass der Verbraucher seinen Kompass neu justiert und sich endlich der Macht bewusst wird, die er nicht nur in den Händen, sondern vor allem in seiner Brieftasche hält. Von Jens Berger.

Amazon ist ein Musterbeispiel für einen multinationalen Konzern, der sich schon längst der sozialer Verantwortung entzogen hat. Der aktuelle Skandal ist dabei nur ein weiteres Teil in einem großen Puzzle. Amazon zahlt seinen Mitarbeitern rund 20% weniger als seine Mitbewerber, die Mitarbeiter werden meist nur befristet eingestellt, es herrscht eine „Hire-and-Fire-Mentalität“, Leistungsdruck und ständige Kontrollen gehören zum Alltag. Bereits vor mehr als einem Jahr geriet Amazon in die Schlagzeilen, als herauskam, dass man großflächig Erwerbslose ohne Lohn in „Eingliederungsmaßnahmen“ für sich arbeiten ließ – selbstverständlich wurden die Erwerbslosen nicht übernommen und Amazon ließ sich so einen ordentlichen Teil der Lohnkosten direkt aus den Kassen der Bundesagentur für Arbeit zahlen. Dies brachte damals für die NachDenkSeiten das Fass zum Überlaufen, so dass wir uns gezwungen sahen, unsere Geschäftsbeziehungen zu Amazon einzustellen.

Eine lange Liste von Vergehen

In Deutschland kontrolliert Amazon zwischen einem Fünftel und einem Viertel des Online-Versandhandels und erwirtschaftete im letzten Jahr einen Erlös in Höhe von 6,5 Mrd. Euro. Diese Marktmacht nutzt Amazon, um Mitbewerber zu schädigen und Rendite auf Kosten der Anbieter und Verlage einzufahren. Über ein äußerst kreatives Firmenkonstrukt mit einem Pro-Forma-Firmensitz in Luxemburg schafft es Amazon zudem, nicht nur die Steuern auf die Gewinne auf nahezu null Prozent zu drücken, sondern unterläuft zudem die deutsche Umsatzsteuer – statt 19% an den deutschen Fiskus führt Amazon lediglich 3% an den luxemburgischen Fiskus ab. Die Liste der Vergehen Amazons ließe sich mühelos verlängern.

Die Verantwortung wird weitergereicht

Amazon-Verteidiger greifen bei derlei Anschuldigung stets zur Erklärung, Amazon nutze doch nur Lücken aus, die die Politik geschaffen habe. Nicht Amazon, sondern die Politik trage die Verantwortung für derlei Missstände. Und überhaupt – Amazon mache doch nur, was alle Anderen auch machen. In dieser Verteidigung zeigt sich bereits, wie tief das egoistische Weltbild, das Frank Schirrmacher in seinem neuen Buch „Ego“[*] kritisiert, in unsere Köpfe gedrungen ist. Sicher, man darf die Politik nicht aus der Verantwortung entlassen. Aber das befreit im Umkehrschluss nicht die Unternehmen aus der Verantwortung, die jede dieser „Lücken“ ausnutzen. Es gibt schließlich kein ökonomisches oder moralisches Gesetz, das besagt, dass man jede Gesetzeslücke ausnutzen muss. Auch wenn man die Gesetze befolgt und günstig für sich selbst auslegt, kann man sehr wohl unmoralisch handeln. Der gesetzliche Rahmen ist schließlich nicht der einzige ethische Kompass, an dem wir uns orientieren. Und warum sollte dieses Prinzip für Unternehmen nicht gelten?

Macht und Moral des Verbrauchers

Amazon ist eines dieser Unternehmen, die den Egoismus zum Grundprinzip erklärt haben und für die soziale Verantwortung nie ein Unternehmensziel war. In der Amazon-Welt zählt nur eine Zahl – die Rendite. Amazon ist dabei weder moralisch, noch unmoralisch – Moral und Ethik sind keine betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Amazon ist vielmehr amoralisch und überträgt dieses Prinzip auch auf seine Kunden. Der typische Amazon-Kunde ist demnach ein „Homo Oeconomicus“, ein Wesen, das rein nutzenmaximiert denkt und seine Kaufentscheidungen aus egoistischem Antrieb fällt. Weder der Buchhändler um die Ecke, noch der Leiharbeiter aus Polen spielen in diesem Modell eine Rolle.

Für den Verbraucher stellt sich an dieser Stelle nur eine Frage: Mache ich dieses Spiel mit, handele rein nutzenmaximiert und schiebe sämtliche Verantwortung auf den Staat ab, der die Leitplanken unternehmerischen Handelns setzt? Oder lege ich an meine Geschäftspartner (auch multinationale Konzerne sind auf dieser Ebene Geschäftspartner) moralische Ansprüche an und setze dabei mit meinem Konsumverhalten eigene Maßstäbe? Von der Politik ist diesbezüglich leider nicht viel zu erwarten, steckt sie doch selbst knietief im neoliberalen Ideologiesumpf. Wer will, dass die Unternehmen sich ändern, muss zu allererst sich selbst ändern und aufhören, sich so zu verhalten, als sein man ein „Homo Oeconomicus“, eine rein nutzenmaximiert orientierte, egoistische Konsummaschine.

Wer das Verhalten einiger Konzerne nicht länger tolerieren will, muss ihnen die rote Karte zeigen und sein Geld woanders ausgeben. Das ist die einzige Sprache, die das „System Amazon“ versteht. Amazon ist überall. Für ein amoralisches System wird Moral erst dann zu einer Kennzahl, wenn sie sich auf den Umsatz bemerkbar macht. Und dies liegt ausschließlich in der Macht des Verbrauchers.


[«*] Morgen folgt eine ausführliche Rezension auf den NachDenkSeiten

February 05 2013

Is a revolution in economic thinking under way?

Our current situation is conducive to revolutionary thinking, if not yet in politics, then maybe in economics.

 

The BoE has spent £50 billion over the past six months to support bond prices. That could instead have financed a cash handout of £830 for every man, woman and child in Britain, or £3,300 for a typical family of four. In the United States, the $40 billion the Fed has promised to transfer monthly, with no time limit, to banks and bond funds, could instead finance a monthly cash payment of $500 per family – to be continued indefinitely until full employment is restored.


// oAnth: What sounds on a first glance quite marvelous, needs in my opinion to consider who is paying here to whom by which kind of interests and conditions.  The question where these huge amounts of money are coming from seems to be not even noteworthy.

The states' fiscal sovereignty is completely questioned. It's an open revolution not in economic thinking, but in the foundations of the state's authority. In so far this discussion continues the neoliberal agenda on a less hidden manner as a clear opening to the area of neofeudalism and proves an ongoing obvious power shift.

It has IMHO nothing to do with a P2P decentralized economy.


// oAnth: I would like to correct my latest entry in so far, as I have misunderstood the source of the money, which is to spend. If I understand well now, it would be a more or less indirect debt cut by spending money, created by the central bank, directly to the population, but - but as I would instantly like to add,  the incentive to the exploitation circle would nevertheless in a long run only be to tame by additional much higher top income taxes.

    

Reposted from02mysoup-aa 02mysoup-aa

January 25 2013

Pakt für Wettbewerbsfähigkeit – Merkels Agenda des Schreckens

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos redete die Kanzlerin endlich einmal Klartext und stellte die Grundzüge ihrer Agenda für Europa vor. Die Kanzlerin hat nichts, aber auch gar nichts, verstanden und will nun die Gunst der Stunde nutzen, um Europa bereits in diesem Jahr von Grund auf umzukrempeln. Durch die Blume gab sie dabei auch zu, dass ihr die Eurokrise keineswegs ungelegen kommt, um ganz Europa einer neoliberalen Agenda zu unterwerfen. Wer sich die Mühe macht, Merkels Rede durchzulesen, kommt selbst als abgeklärter Kritiker neoliberaler Politik aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Versuch einer Analyse. Von Jens Berger

Wenn Angela Merkel „große“ Reden hält, bedient sie sich meist immer der gleicher Textbausteine. Vieler der Bausteine, die in Merkels Rede auf dem Weltwirtschaftsforum auftauchen, haben die NachDenkSeiten bereits in der Vergangenheit kritisch gewürdigt.

Siehe dazu:

In Davos ist Merkel jedoch ein Stück weiter gegangen. Auch wenn ihre Rede – wie stets – sprachlich höchst manipulativ und durch Euphemismus und Neusprech gekennzeichnet ist, wurde sie gestern ausnahmsweise einmal etwas konkreter bei der Skizzierung ihrer europäischen Agenda. Ihre Kernforderung fasst Merkel wie folgt zusammen:

“Wir wollen in Europa – und darüber sind wir uns in der Europäischen Union auch einig – die Wirtschafts- und Währungsunion zu einer Stabilitätsunion fortentwickeln. Das ist das Gegenteil von einer kurzfristigen Notoperation. Es ist vielmehr ein dauerhaft angelegter Weg – ein Weg, dessen Leitplanken Strukturreformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit auf der einen Seite und Konsolidierung der Staatsfinanzen auf der anderen Seite sind. Ich will hier noch einmal betonen, dass für mich beides sehr eng zusammenhängt. Konsolidierung und Wachstum sind im Grunde zwei Seiten ein- und derselben Medaille, wenn es darum geht, Vertrauen zurückzugewinnen.”

Da stellt sich freilich die Frage, um wessen Vertrauen es Merkel geht. Geht es ihr um das Vertrauen der Menschen? Oder geht es ihr um das Vertrauen der Märkte? Natürlich geht es ihr um letzteres, ist sie doch auch die Kanzlerin, die die „marktkonforme Demokratie“ zum Leitbild politischen Handelns ausgerufen hat. Aus ökonomischer Perspektive ist Merkels Formel, Wachstum und Konsolidierung der Staatsfinanzen gingen Hand in Hand, eine glatte und zudem vorsätzliche Lüge. Dies hat erst zuletzt der IWF bei der Diskussion um den Fiskalmultiplikator klipp und klar festgestellt – und der IWF ist jeglicher Form der Sozialromantik nun wahrlich nicht verdächtig. Frau Merkel weiß das. Ihr geht es jedoch auch gar nicht primär um die Konsolidierung der Staatsfinanzen, diese stellt für sie vielmehr den Hebel dar, um anderen souveränen Staaten überhaupt ihre Agenda aufzuzwingen:

“Es kommt aber auch auf die Frage an, wie stark der politische Wille ist, den Euroraum zusammenzuhalten, wie groß die Reformbereitschaft ist, wie groß die Solidarität im Euroraum ist. Ich glaube, in den letzten zwölf Monaten sind wir an dieser Stelle doch deutlich vorangekommen. [...]
Die Situation, in der wir uns im Augenblick befinden, ist eigentlich dadurch gekennzeichnet, dass der Faktor Zeit eine bestimmte Rolle spielt. Wir haben Konsolidierungsmaßnahmen [...] und eine Vielzahl von Strukturreformen auf den Weg gebracht. [...]
Jetzt gilt es sozusagen, diesen Faktor Zeit zu nutzen, damit die politische Situation nicht so eskaliert, dass daraus wieder Instabilitäten entstehen.”

Die Eurokrise ist für die Kanzlerin demnach eine zeitlich begrenzte Gelegenheit (window of opportunity), in der die „Reformbereitschaft“ unserer europäischen Nachbarn aufrechterhalten werden kann. Wen wundert es da, dass Merkel sich vehement dagegen zu Wehr setzt, den Teil der Eurokrise, der etwas mit Staatsanleihen und Staatsverschuldung zu tun hat, durch eine aktivere Politik der EZB zu entschärfen? Nein, Angela Merkels Strategie ist das, was Naomi Klein in ihrem gleichnamigen Buch als „Schock-Strategie“ bezeichnet hat – das Ausnutzen einer Katastrophe, um Reformen durchzudrücken, die weder vom Volk noch von den Volksvertretern so gewollt sind. In Davos spricht sie diesbezüglich ausnahmsweise sogar einmal Klartext:

“Auf der anderen Seite ist die politische Erfahrung, dass für politische Strukturreformen oft Druck gebraucht wird. Zum Beispiel war auch in Deutschland die Arbeitslosigkeit auf eine Zahl von fünf Millionen Arbeitslosen angestiegen, bevor die Bereitschaft vorhanden war, Strukturreformen durchzusetzen. Meine Schlussfolgerung ist also: Wenn Europa heute in einer schwierigen Situation ist, müssen wir heute Strukturreformen durchführen, damit wir morgen besser leben können.”

Ob Angela Merkel und ihre Zuhörer in Davos durch die „Strukturreformen“ besser leben können, ist offen. Millionen Deutsche, die von Hartz IV leben und/oder im Niedriglohnsektor beschäftigt sind, sehen dies sicherlich fundamental anders. Wenn man die negative Sogwirkung des Niedriglohnsektors auf das gesamte Lohngefüge hinzuzählt, kann man vielmehr sagen, dass diese Reformen dazu geführt haben, dass es heute sehr wenigen sehr viel besser und sehr vielen sehr viel schlechter geht. Vertreter dieser Mehrheit waren in Davos jedoch nicht vor Ort. Welch´ Ironie der Geschichte, dass Merkel-Vorgänger Schröder die Motive für seine „Strukturreformen“ am selben Ort acht Jahre zuvor ebenfalls freimütig vorgetragen hat:

„Wir müssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.“
Gerhard Schröder in seiner Rede [PDF - 23 KB] vom 28.01.2005 vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos

Schröder kann wirklich stolz auf seine Nachfolgerin und Schwester im Geiste sein. Was Schröder in Deutschland umgesetzt hat, setzt Merkel nun in ganz Europa um:

“Wie können wir sicherstellen, dass wir in den nächsten Jahren auch eine Kohärenz in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der gemeinsamen Währungsunion erreichen? Und damit meine ich nicht eine Kohärenz in der Wettbewerbsfähigkeit irgendwo im Mittelmaß der europäischen Länder, sondern eine Wettbewerbsfähigkeit, die sich daran bemisst, ob sie uns Zugang zu globalen Märkten ermöglicht. [...]
Ich stelle mir das so vor – und darüber sprechen wir jetzt in der Europäischen Union –, dass wir analog zum Fiskalpakt einen Pakt für Wettbewerbsfähigkeit beschließen, in dem die Nationalstaaten Abkommen und Verträge mit der EU-Kommission schließen, in denen sie sich jeweils verpflichten, Elemente der Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, die in diesen Ländern noch nicht dem notwendigen Stand der Wettbewerbsfähigkeit entsprechen. Dabei wird es oft um Dinge wie Lohnzusatzkosten, Lohnstückkosten, Forschungsausgaben, Infrastrukturen und Effizienz der Verwaltungen gehen.”

Europa soll also dem deutschen Modell folgen, die Axt an den Sozialstaat legen und dabei die Lohnkosten drücken. Dass sich Europa damit als Markt desavouiert und stattdessen darauf schielt, den offenen Standortwettbewerb mit Schwellen- und Entwicklungsländern auch über die Löhne zu eröffnen, ist eine Sache. Nebenbei erklärt die Kanzlerin aber auch frank und frei, was sie von einer europäischen Harmonisierung der Lohnstückkosten hält – nämlich nichts. Deutschland, so Merkels Botschaft, habe alles richtig gemacht. Daher wurde Merkels Rede vom Kanzleramt auch unter der provokanten Überschrift „Die Besten als Vorbild“ ins Netz gestellt. Wir sind also die Besten, nun ja.

Es ist erstaunlich, wie lernresistent die Kanzlerin doch ist. Eigentlich ist es selbst unter merkelfreundlichen Ökonomen unstrittig, dass die Eurozone nur dann eine Zukunft hat, wenn sich die Lohnstückkosten und somit die Produktivität innerhalb der Eurozone angleicht. Zum Angleichen gehören jedoch zwingend zwei Seiten. Deutschland müsste sich ebenfalls auf seine Nachbarn zubewegen und beispielsweise durch höhere Löhne für einen ökonomischen Ausgleich sorgen. Doch davon will die Kanzlerin nichts wissen. Ginge es nach ihr, gibt es für die Eurozone nur einen Weg – den Weg nach unten, den Weg der Lohnzurückhaltung, des Abbaus der Arbeitnehmerrechte und des Sozialstaats. Von Deutschland lernen, heißt siegen lernen, die Besten als Vorbild.

Wie diese Botschaft bei unseren Nachbarn ankommt, dürfte klar sein. Einen zentralen Blick sollte man zudem auf die Frage werfen, welches Recht Angela Merkel überhaupt beansprucht. Schon Brecht wusste, dass nur die dümmsten Kälber ihre Metzger selber wählen. Die deutschen Kälber mögen ziemlich dumm sein, anders lässt sich der fortwährende Erfolg Merkels nicht erklären. Aber dafür können unsere Nachbarn ja nichts. Europa ist kein deutsches Protektorat, sondern ein Zusammenschluss souveräner Staaten und die deutsche Kanzlerin hat kein Mandat, anderen souveränen Staaten ihre Politik zu diktieren – Eurokrise hin, Eurokrise her. Wenn sie jedoch den Anspruch erhebt, in Europa eine „sehr proaktive Rolle zu spielen“, wie es als Zeichen der Kapitulation des Verstandes vor der sprachlichen Verwirrung auf den Internetseiten der Kanzlerin geschrieben steht, hat die deutsche Kanzlerin nicht einmal im Ansatz verstanden, was Demokratie eigentlich heißt.

Um ihre Ziele umzusetzen, spielt sie Hand in Hand mit der Europäischen Kommission. Wer soll sich da denn noch wundern, wenn die Europäer europamüde werden? Ein Europa, dass nur dazu dient, die Demokratie, Souveränität und Mitbestimmung der Europäer auszuhebeln, hat keine Zukunft und auch keine Daseinsberechtigung. Wollen die Europäer Europa und den europäischen Gedanken retten, müssen sie sich von diesem Missbrauch befreien. Sie müssen Merkel die Stirn bieten. Es ist an der Zeit, trotz alledem!

January 20 2013

02mydafsoup-01

[...]

In 2009, the global eco­nomic crisis began to affect Slov­e­nia not only due to shrink­ing European exports, but also because of mis­guided policies taken dur­ing the years of eco­nomic expan­sion (most dur­ing Janez Janša’s first man­date). In 2009, the Slov­e­nian eco­nomy shrunk by 8% and the over­heated con­struc­tion sec­tor dis­in­teg­rated. The Slov­e­nian eco­nomy entered a second reces­sion in the last quarter. Pro­test­ers blame this new reces­sion not only on the auto­cratic, neo­lib­eral, cor­rupt and incom­pet­ent policies of the cur­rent gov­ern­ment, but on a recent suc­ces­sion of cor­rupt self-​serving gov­ern­ments. This is why pro­test­ers have recently deman­ded the replace­ment of the entire polit­ical elite.

The gov­ern­ment has respon­ded with arrog­ance to the raised voices of its own cit­izens. The ostens­ibly rep­res­ent­at­ive gov­ern­ment has con­sist­ently refused to enter into dia­logue with pro­test­ers and had instead dis­cred­ited and ridiculed their legit­im­ate demands. This shame­ful response has only helped the protest move­ment to grow. The gov­ern­ment has also respon­ded to the protests by clos­ing down the centre of the cap­ital city of Ljubljana, by using riot police, horses, armoured vehicles, water can­nons, anti­riot fences and heli­copters in what can only be char­ac­ter­ized as a gross over­re­ac­tion to the largely peace­ful gath­er­ings of Slov­e­nian cit­izens. The police has imprisoned large num­ber of young­sters, mis­streat­ing them, hold­ing them host­ages, black­mail­ing their parants to stop protest­ing, if they want to see their kids lib­er­ated. Prime Min­is­ter Janez Janša has described the pro­test­ers as “extrem­ist left zom­bies” and char­ac­ter­ized them as rad­ical “neo-​socialists” in an effort to bal­ance out the actual pres­ence of neo-​Nazis (pos­sibly organ­ised by the rul­ing gov­ern­ment itself in an effort to dis­credit the protests at the begin­ning of the move­ment). Again this insult­ing gov­ern­ment response has back­fired, draw­ing more and more angry cit­izens into the streets.

[...]

Slovenians Demand Radical Change | Critical Legal Thinking 2013-01-15
02mydafsoup-01
[...]

The protests were triggered by an appar­ently insig­ni­fic­ant and mar­ginal issue in local polit­ics. In Mari­bor, the second largest city of Slov­e­nia, the city mayor com­mit­ted a private com­pany to install cam­eras across the city, in order to con­trol the traffic and pen­al­ize the viol­a­tions of speed lim­its. The main prob­lem was that the pen­al­ties would be paid to the same private com­pany. This then added fuel to the already foun­ded accus­a­tions of cor­rup­tion in the city coun­cil and not­ably in the mayor’s office. The occa­sional protests cul­min­ated in what became known as the “Mari­bor upris­ing”, where, for the first time in the short his­tory of Slov­e­nian inde­pend­ency, the police used excess­ive viol­ence, water can­nons, heli­copters etc. The com­bin­a­tion of local issues and cyn­ical polit­ical reac­tions from the gov­ern­ing parties lead to the situ­ation in which a vast major­ity could recog­nize their own dis­sat­is­fac­tion and frus­tra­tion with the gov­ern­ing polit­ics, and more broadly with the prob­lem­atic polit­ical tra­di­tion in Slov­e­nia. The ini­ti­at­ives for protests spread across the coun­try and the major­ity of organ­ising was con­duc­ted through the social networks.

[...]
The People Returns: A footnote to protests in Slovenia | Critical Legal Thinking 2013-01-16

December 14 2012

02mydafsoup-01

December 02 2012

02mydafsoup-01

[...]

Der Innsbrucker Wissenschaftler, der den Skandal um die Tiroler Kinderheime aufdeckte, spricht gegenüber dem KURIER nicht nur von einer „ökonomisch völlig unvernünftigen Privatisierung, die die Republik Österreich, das Unternehmen und die Mitarbeiter schädigte“. Sondern auch über Missachtung des Aktienrechts, politische Interessen, Ideologie, Budgetnöte und „extrem viele Ungereimtheiten“. Nachzulesen im dieser Tage erschienenen Buch „Ohne Filter“ (StudienVerlag).

Der Anfang vom Ende begann in den 90er-Jahren, als die Austria Tabak (AT) den Sportartikelkonzern HTM, einen Sanierungsfall, übernahm. Dem Vorstand unter Beppo Mauhart war klar, dass das Tabakmonopol auf Dauer nicht zu halten war, man suchte wie die Big Player der Branche nach Diversifizierungen. Als die AT aufgrund hoher Wertberichtigungen für HTM erstmals vorübergehend in die roten Zahlen rutschte, überschlugen sich die Ereignisse. Innerhalb von nur sechs Wochen, nachdem der AT-Aufsichtsrat das Sanierungskonzept beschloss, wurden Mauhart und der gesamte Vorstand zum Rückzug gezwungen und HTM an den schwedischen Investor Johan Eliasch verschenkt. Der zahlte einen symbolischen Kaufpreis von 727.000 Euro und erhielt als Draufgabe das Sanierungskonzept sowie 87 Mio. Euro, die von der AT für die HTM vorgesehen waren. Rechnungshof und EU-Kommission attestierten, dass dieser Deal „nicht die kostengünstigste Alternative“ war.

„Stark auffällig, da darf man sich was denken“, kommentiert Schreiber dabei die Rolle des Investmentbankers Michael Treichl. Der Bruder von Erste-Group-Chef Andreas Treichl war für Warburg als Berater beim Kauf der HTM tätig. Dann arbeitete er am Sanierungskonzept mit, fädelte den Verkauf an seinen Freund Eliasch ein und zog schlussendlich in den Aufsichtsrat von HTM ein.

[...]

Austria Tabak – in Rauch aufgelöst | KURIER.AT 2012-12-01

November 10 2012

02mydafsoup-01
Play fullscreen
Wege aus der Euro-Krise - Prof. Dr. H. Flassbeck - YouTube

Veröffentlicht am 20.03.2012 von Videodokumente

Professor Dr. Heiner Flassbeck
Direktor der Abteilung für Globalisierung und Entwicklungsstrategien, UNCTAD
Vortrag vom 7. März 2012, Düsseldorf

Sehr unterhaltsam auch die anschliessende Diskussion:
http://www.youtube.com/watch?v=soEjCDnhyHc

Warum gibt es eine Euro-Krise? Sind "die Griechen" Schuld? Sind es die "Probleme einiger kleiner Länder an der Peripherie Europas"? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Zinsniveau und Staatsschulden? Wird Inflation erzeugt, wenn die EZB Geld in "den Markt" pumpt? Wer genau profitiert von den Entwicklungen der letzten Jahre? Und gibt es möglicherweise auf all diese Fragen zu viele falsche Antworten?
Prof. Dr. Heiner Flassbeck verhilft dem interessierten Euro-Krisen-Beobachter mit seiner erfrischenden Art zu Einsichten, die auch bei vielen Talk-Show-Experten scheinbar noch nicht angekommen sind.

Zum besserem Verständnis des Vortrags und zur Wahrnehmung der kleingedruckten Quellenangaben empfiehlt sich der Download der Folien:
http://www.videodokumente.com/2012-03-07_FLASSBECK_EUROKRISE/FLASSBECK-EUROKR...

Links:
http://www.flassbeck.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/UNCTAD
http://de.wikipedia.org/wiki/Lohnst%C3%BCckkosten

Elektronische Produktion:
http://www.videodokumente.com
http://flattr.com/thing/204923/videodokumente-com

Veröffentlicht am 20.03.2012 von Videodokumente

Professor Dr. Heiner Flassbeck
Direktor der Abteilung für Globalisierung und Entwicklungsstrategien, UNCTAD
Vortrag vom 7. März 2012, Düsseldorf

Sehr unterhaltsam auch die anschliessende Diskussion:
http://www.youtube.com/watch?v=soEjCDnhyHc

Warum gibt es eine Euro-Krise? Sind "die Griechen" Schuld? Sind es die "Probleme einiger kleiner Länder an der Peripherie Europas"? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Zinsniveau und Staatsschulden? Wird Inflation erzeugt, wenn die EZB Geld in "den Markt" pumpt? Wer genau profitiert von den Entwicklungen der letzten Jahre? Und gibt es möglicherweise auf all diese Fragen zu viele falsche Antworten?
Prof. Dr. Heiner Flassbeck verhilft dem interessierten Euro-Krisen-Beobachter mit seiner erfrischenden Art zu Einsichten, die auch bei vielen Talk-Show-Experten scheinbar noch nicht angekommen sind.

Zum besserem Verständnis des Vortrags und zur Wahrnehmung der kleingedruckten Quellenangaben empfiehlt sich der Download der Folien:
http://www.videodokumente.com/2012-03-07_FLASSBECK_EUROKRISE/FLASSBECK-EUROKR...

Links:
http://www.flassbeck.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/UNCTAD
http://de.wikipedia.org/wiki/Lohnst%C3%BCckkosten

Elektronische Produktion:
http://www.videodokumente.com

November 09 2012

02mydafsoup-01

August 31 2012

02mydafsoup-01

David Graeber had with Charlie Rose, on the origins of money, markets, and the state

-----------------------------------------------

David Graeber in Conversation with Rebecca Solnit. This excerpted conversation, worth reading in full, took place on January 26th, 2012, at City Lights Books in San Francisco.

via soup.io, here

August 28 2012

Grand Old Marxists

Timothy Snyder

Friedrich Hayek, Paul Ryan, Ayn Rand

A specter is haunting the Republican National Convention—the specter of ideology. The novelist Ayn Rand (1905–1982) and the economist Friedrich von Hayek (1899–1992) are the house deities of many American libertarians, much of the Tea Party, and Paul Ryan in particular. The two thinkers were quite different, subject to much misunderstanding, and, in Hayek’s case, more often cited than read. Yet, in popularized form, their arguments together provide the intellectual touchstone for Ryan and many others on the right wing of the Republican Party, people whose enthusiasm Mitt Romney needs.

The irony of today is that these two thinkers, in their struggle against the Marxist left of the mid-twentieth century, relied on some of the same underlying assumptions as Marxism itself: that politics is a matter of one simple truth, that the state will eventually cease to matter, and that a vanguard of intellectuals is needed to bring about a utopia that can be known in advance. The paradoxical result is a Republican Party ticket that embraces outdated ideology, taking some of the worst from the twentieth century and presenting it as a plan for the twenty-first.

Romney’s choice of an ideologist as his running mate made a kind of sense. Romney the financier made hundreds of millions of dollars in an apparent single-minded pursuit of returns on investment; but as a politician he has been less noted for deep principles then for expediently changing his positions. Romney’s biography was in need of a plot and his worldview was in need of a moral. Insofar as he is a man of principle, the principle seems to be is that rich people should not pay taxes. His fidelity to this principle is beyond reproach, which raises certain moral questions. Paying taxes, after all, is one of our very few civic obligations. By refusing to release his tax returns, Romney is likely trying to keep embarrassing tax dodges out of public view; he is certainly communicating to like-minded wealthy people that he shares their commitment to doing nothing that could possibly help the United States government. The rationale that Ryan’s ideology provides for this unpatriotic behavior is that taxing rich people hinders the market. Rather than engaging in activist politics, such as bailing out General Motors or public schools, our primary responsibility as American citizens is to give way to the magic of the marketplace, and applaud any associated injustices as necessary and therefore good.

This is where Ryan comes in. Romney provides the practice, Ryan the theory. Romney has lots of money, but has never managed to present the storyline of his career as a moral triumph. Ryan, with his credibility as an ideas politician, seems to solve that problem. In the right-wing anarchism that arises from the marriage of Rand and Hayek, Romney’s wealth is proof that all is well for the rest of us, since the laws of economics are such that the unhindered capitalism represented by chop-shops such as Bain must in the end be good for everyone.

The problem with this sort of economic determinism is that it is Marxism in reverse, with the problems of the original kind. Planning by finance capitalists replaces planning by the party elite. Marx’s old dream, the “withering away” of the state, is the centerpiece of the Ryan budget: cut taxes on the rich, claim that cutting government functions and the closing of unspecified loopholes will balance budgets, and thereby make the state shrink. Just like the Marxists of another era, the Republican ticket substitutes mythical thinking about the economy for loyalty to the nation.

The attempt to add intellectual ballast to Romney’s career pulls the ticket downward into the slog of twentieth-century ideology. Hayek’s Road to Serfdom, which in its better passages is a paean to modesty in economics, is read by leading Republicans as the formula that intervention in the free market must lead to totalitarianism. This is a nice confident story, with a more than superficial resemblance to the nice confident Marxist story that a free market without intervention would bring revolution. Like Marxism, the Hayekian ideology is a theory of everything, which has an answer for everything. Like Marxism, it allows politicians who accept the theory to predict the future, using their purported total knowledge to create and to justify suffering among those who do not hold power. Ayn Rand is appealing in a more private way because she celebrates unbridled anarchic capitalism: it magnifies inequality and brings pleasure to the wealthy, who deserve it for being so wonderful, and pain to the masses, who deserve it for being so stupid. Hayek thought that we should hesitate to intervene in the market because certainty about economic matters was impossible; Rand thought that the law of the jungle was itself a rather good (and sexy) thing.

Though he now prefers discussing Hayek, Ryan seems to have been more deeply affected by Rand, whom he credits for inspiring his political career. It is likely the combination of the two—the theory of everything and the glorification of inequality—that gives him his cheery, and eerie, confidence. Hayek and Rand are comfortable intellectual company not because they explain reality, but because, like all effective ideologists, they remove the need for any actual contact with it. They were reacting to real historical experience, Hayek with National Socialism and Rand with Soviet communism. But precisely because they were reacting, they flew to extreme interpretations. Just as untethered capitalism did not bring proletarian utopia, as the Marxists thought, intervention and redistribution did not bring totalitarianism, as anti-Marxists such as Hayek claimed.

Hayek’s native Austria was vulnerable to radicalism from the right in the 1930s precisely because it followed the very policies that he recommended. It was one of the least interventionist states in Europe, which left its population hugely vulnerable to the Great Depression—and to Hitler. Austria became a prosperous democracy after World War II because its governments ignored Hayek’s advice and created a welfare state. As Americans at the time understood, making provisions for citizens in need was an effective way to defend democracy from the extreme right and left.

Rich Republicans such as Romney are of course a small minority of the party. Not much of the Republican electorate has any economic interest in voting for a ticket whose platform is to show that government does not work. As Ryan understands, they must be instructed that their troubles are not simply a pointless contrast to the gilded pleasures of the man at the top of the Republican ticket, but rather part of the same story, a historical drama in which good will triumph and evil will be vanquished. Hayek provides the rules of the game: anything the government does to interfere in the economy will just make matters worse; therefore the market, left to its own devices, must give us the best of all possible worlds. Rand supplies the discrete but titillating elitism: this distribution of pleasure and pain is good in and of itself, because (and this will not be said aloud) people like Romney are bright and people who will vote for him are not. Rand understood that her ideology can only work as sadomasochism. In her novels, the suffering of ordinary Americans (“parasites,” as they are called in Atlas Shrugged) provides the counterpoint to the extraordinary pleasures of the heroic captains of industry (which she describes in weird sexual terms). A bridge between the pain of the people and the pleasure of the elite which mollifies the former and empowers the latter is the achievement of an effective ideology.

In the Romney/Ryan presidential campaign, Americans who are vulnerable and isolated are told that they are independent and strong, so that they will vote for policies that will leave them more vulnerable and more isolated. Ryan is a good enough communicator and a smart enough man to make reverse Marxism work as a stump speech or a television interview. But as national policy it would be self-destructive tragedy. The self-destructive part is that no nation can long survive that places stories about historical necessity above the palpable needs of its citizens. The tragic part is that the argument against ideology has already been won. The defenses of freedom against Marxism, above all the defense of the individual against those who claim to enact the future, also apply to the reverse Marxism of the Republican ticket.

The great political thinkers of the twentieth century have discredited ideological systems that claim perfect knowledge of what is to come and present politicians as scientists of the future (remember, Ryan’s budget plan tells us what will happen in 2083). The way to national prosperity in the twenty-first century is surely to think non-ideologically, to recognize that politics is a choice among constraints and goods rather than a story about a single good that would triumph if only evil people would allow it to function without constraints. The market works very well for some things, the government is desperately needed for others, and stories that dismiss either one are nothing more than ideology.

Reposted fromsigaloninspired sigaloninspired

August 24 2012

02mydafsoup-01

August 23 2012

02mydafsoup-01

July 20 2012

02mydafsoup-01
[...]

Der Bamberger Student Daniel Stahl initiierte eine Unterschriftenaktion, bei der er innerhalb einer Woche über 1.700 Unterstützerinnen und Unterstützer fand. In seinem offenen Brief an die Verleger schrieb er: "Wir haben schlecht bezahlte Praktika in Ihren Verlagen gemacht und jahrelang für Zeilengeld gearbeitet. (…) Wir können schreiben, Videos drehen, kennen uns mit den Techniken des Web 2.0 aus. Wir sollen in den Verlagen Wochenenddienste schieben, Abendtermine wahrnehmen, uns tief in gesellschaftliche Probleme einarbeiten und Überstunden machen, die wir natürlich niemals bezahlt bekommen. Und jetzt soll auch noch das Einstiegsgehalt für junge Journalisten um 30 Prozent gekürzt werden?“ Zu den Unterzeichnern gehörten keineswegs nur Nachwuchsjournalisten.

[...]

Es schien, als habe man erkannt, dass es sich bei dem Streit um ein generationenübergreifendes Problem mit Folgen für den Journalismus insgesamt handelte.[29] Doch bei dieser Initiative zeigte sich auch, wie weit die Verunsicherung unter Journalisten schon reicht: Zahlreiche Unterstützer trauten sich nicht, mit ihrem Namen öffentlich für die Forderungen einzustehen. Unter dem Brief steht hundertfach das gleiche Wort: "Anonym“.
Gezwungen, sich zu verkaufen? Zur sozialen Lage von Journalistinnen und Journalisten | bpb 2012-07-10
Reposted bysantaprecariaurfinekeliasrandomuserkrekkyouamrenana

July 19 2012

02mydafsoup-01
[...]

Die Prekarisierung des Journalistenberufs hat mehrere Ursachen. Eine davon ist die Erosion des klassischen Geschäftsmodells der Presse: Anzeigen wandern zu digitalen Werbeträgern ab (von denen längst nicht alle Online-Medien sind), und auch die Vertriebsumsätze sinken infolge von Abonnenten- und Leserverlusten. Diese Faktoren werden von Verlagen gern zur Begründung ihrer Sparmaßnahmen angeführt. Daran ist so viel wahr, als dass die Prekarisierung auch Folge eines mangelnden Wertbewussteins in unserer Gesellschaft für journalistische Arbeit ist. Journalismus wird immer weniger als die anspruchsvolle geistige Arbeit anerkannt, die er ist. Die Qualitätszeitung für 2,20 Euro empfinden viel [...]e als zu teuer, den Latte Macchiato nicht. Obwohl er oft mehr kostet und rascher verbraucht ist als eine reichhaltige Zeitung.

Eine weitere wichtige Ursache benennt die WDR-Journalistin Sonia Seymour Mikich, wenn sie den Einzug eines neuen Denkens und einer neuen Sprache in den Verlagen und Sendern beschreibt: "Wir machten es uns gemütlich, als 'benchmarking‘, 'audience-flow‘, 'controlling‘, 'usabilty‘, 'look and feel‘, 'performance‘ in unserem Handwerkskasten auftauchten und die 'tools‘ eines angesagten Superprofessionalismus wurden. Als hätten wir ’nen kleinen McKinsey im Ohr, lernten wir Neusprech.“[19] Und der damalige "Handelsblatt“-Chef Bernd Ziesemer warnte in einer Rede, bevor er in die Corporate-Publishing-Branche wechselte, seine Kollegen in den Redaktionen: "In den Verlagen haben oft kulturelle Analphabeten das Sagen, die schon lange keine Zeitung mehr lesen, aber sich berufen fühlen, uns Journalisten zu erklären, wie man eine Zeitung macht. Sie behandeln uns wie die Bandarbeiter der Lückenfüllproduktion zwischen den Anzeigen. In solche Hände dürfen wir uns nicht begeben!“

[...]
Gezwungen, sich zu verkaufen? Zur sozialen Lage von Journalistinnen und Journalisten | bpb 2012-07-10

June 20 2012

Sehenswerter Film Catastroika mit deutschen Untertiteln

Es sei ein „Lehrfilm der Extraklasse“, schreibt ein NDS-Nutzer. So ist es. Bitte weitersagen, weiter mailen. Laden Sie Ihre Freunde und Nachbarn ein, um diesen Film zusammen anzuschauen und darüber zu diskutieren. Die Krise in Griechenland wird eingeordnet in eine Skizze des Wirkens der neoliberalen Strategen von Chile über Russland und die DDR bis nach Griechenland. Auf der Linie des Grundgedankens von Naomi Kleins Schock-Strategie, dass solche Umbrüche genutzt oder sogar inszeniert werden, um billig an Schnäppchen aus öffentlichem Eigentum zu kommen – bis zu „Griechenlands komplettem Ausverkauf“, wie es zu Beginn des Films in einem Untertitel heißt. Albrecht Müller.

Manches wird auf Widerspruch stoßen. Zum Beispiel die filmische Assoziation von Nazi-Deutschland und Bundesfinanzministerium. Das ändert nichts daran, dass der Film interessante Informationen bietet und Anstöße zum Nachdenken gibt, zum Beispiel:

  • Zu den Hintergründen und den Folgen der neoliberalen Ideologie.
  • Zur Unvereinbarkeit von neoliberaler Ideologie und Demokratie, zum Krieg der Finanzwirtschaft gegen demokratische Verhältnisse.
  • Zum „Krieg“ Thatchers und ihrer Nachahmer gegen Werktätige und Gewerkschaften.
  • Zum Wirken der Treuhand und zur Einsicht, dass dieses Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte auch nicht annäherungsweise aufgearbeitet ist.
  • Zur Rolle der Verschuldung als Einstieg zum räuberischen Ausverkauf.
  • Zum systematischen Kampf gegen den öffentlichen Sektor.
  • Zum Begreifen des Geschehens in Griechenland

Im Film kommen Beobachter des Geschehens aus aller Welt zu Wort. Naomi Klein begleitet einen größeren Teil des Films.

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl