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September 26 2014

July 21 2014

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January 24 2012

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Serdar Somuncu liest aus dem Tagebuch eines Massenmörders - Mein Kampf (Komplett) [HD]erdar Somuncu liest aus dem Tagebuch eines Massenmörders - Mein Kampf (Komplett) [HD]
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January 20 2012

"Durchführung der Endlösung" – der Protokollfund

30 Exemplare verteilte Adolf Eichmann von der Mitschrift der Wannseekonferenz. Nur eines davon hat den Untergang des Dritten Reiches überstanden. Durch Zufall.

 

// oAnth - original URL (Welt.de)

--------------------------------

http://www.ghwk.de/deut/proto.htm

 Protokoll der Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942

 Gesamtprotokoll als *pdf-Datei (2,9 MB)

(Dank an http://m68k.soup.io/post/223862963/ )



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September 11 2011

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Hannah Arendt, penser passionnément - Denken und Leidenschaft - Arte 2006 - version FR(DE) | oAnth-miscellaneous at Scoop.it
biographic documentary (~65 min) - yt permalink
 

Documentaire de Jochen Kölsch Allemagne, 2006, 1h06mn

Taken from the text to the yt video.

// S'étant toujours effacée derrière son oeuvre, Hannah Arendt demeure l'une des philosophes les plus mystérieuses du XXe siècle. Nombre de ses amis eux-mêmes ne connaissaient que l'une ou l'autre des facettes de sa personnalité. De cette femme dont la vie a été marquée par de nombreuses ruptures et recommencements, ce documentaire dresse un portrait à partir de tous les témoignages disponibles dans son oeuvre, dans les images d'archives de ses interventions publiques mais aussi dans les souvenirs de ses proches dont certains racontent pour la première fois "leur" Hannah Arendt.

De l'adolescente qui découvrait Kant à l'âge de 14 ans à l'essayiste de réputation mondiale, professeure de théorie politique dans les universités américaines, en passant par les années d'études auprès de Heidegger et Jaspers, les activités dans la résistance juive au nazisme et les années d'exil à Paris et à Lisbonne, la vie de Hannah Arendt qui nous est ici racontée est celle d'une femme passionnée, autant dans ses amours que dans son désir de comprendre le monde et dans son engagement social et politique. Les étapes de son parcours personnel et intellectuel sont éclairées par des extraits de sa correspondance avec les trois hommes qui ont le plus marqué sa vie : Heidegger, qui fut un temps son professeur et avec qui elle eut une liaison tumultueuse, Karl Jaspers, qui dirigea sa thèse de doctorat et demeura son mentor et ami toute sa vie, et Heinrich Blücher, son second mari, avec qui elle vécut pendant trente ans. //

Die deutschsprachige ARTE Dokumentation in 7 Teilen

http://www.youtube.com/watch?v=3XSaoBgqDMI

Hier gibt es das Gespräch Arendt / Gaus (1964) in voller Länge!!
http://www.youtube.com/watch?v=Ts4IQ2gQ4TQ


June 05 2011

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[...]

Das Wort „Sinti und Roma“ ist eine deutsche Erfindung. Fast überall in Europa wird „Rom“ – Mensch – als Oberbegriff verwendet, entstanden aus den Bürgerrechtsbewegungen der europäischen Roma in den siebziger Jahren. Das Wort ist vor allem ein politisches Konzept. Stéphane Laederich, Autor des Standardwerkes „The Rroma“ schreibt: „Die Familie ist das Zentrum im Leben eines Roms. Die erste Loyalität gilt immer den Verwandten.“ Man sei Angehöriger einer Großfamilie, dann eines Verbundes von Großfamilien, dann einer Sub-Ethnie – wie der Kalderara, der Lovara oder der Sinti. Zuletzt gelte die Identifikation allenfalls der Weltgemeinschaft der Roma.

Die meisten empfänden „Zigeuner“ als diskriminierend, sagt Herbert Heuß vom Zentralrat. „An dem Begriff hängt der Rassenhass der Hitler-Zeit und die vielen alten Vorurteile, über angeblichen Dreck, Kriminalität, Faulheit, dass alle nomadisch leben und am Lagerfeuer sitzen.“ 68 Prozent der Deutschen wollten nichts mit Sinti und Roma zu tun haben, zitiert Heuß aus einer älteren Umfrage, und das habe mit eben diesen Bildern zu tun.

Abseits der beiden Dachverbände wird weniger emotional diskutiert. Manuel Trollmann macht Öffentlichkeitsarbeit für den Sinti Verband Niedersachsen mit 5.000 Mitgliedern, in keinem der verstrittenen Dachverbände organisiert, „weil wir hier ganz praktische Arbeit machen.“ „Ich selbst habe kein Problem damit, wenn mich jemand Zigeuner nennt“, sagt Trollmann. „Es kommt darauf an, wie das gemeint ist – und es ist nicht grundsätzlich diskriminierend gemeint.“ Die Älteren in seiner Familie könnten das Wort aber in keinem Fall aushalten. „Wer mit dem eintätowierten Z im KZ leben musste, verbindet unfassbares Leid mit dem Wort.“ Trollmanns Großonkel – Johann Rukeli Trollmann – war 1933 Boxweltmeister im Halbschwergewicht. Weil er Sinto war, wurde ihm dieser Titel nach acht Tagen aberkannt, er starb 1944 im KZ. „Nach 600 Jahren Sinti-Geschichte in Deutschland ist mein Großonkel der erste, nach dem eine Straße benannt wurde“, sagt Manuel Trollmann.

[...]

Identität: Mehr als ein Streit um Worte — Vielleicht ist „Sinti und Roma“ doch keine gute Bezeichnung für jene, die ­„Zigeuner“ heißen wollen. Die Debatte zeigt, wie viel ­Politik im Namen steckt | freitag.de - Miriam Bunjes - 2011-06-02

May 10 2011

BELLACIAO - Handicap et nazisme - MARTINE LOZANO | 2011-05-02

Le 7 avril 2011 à Clermont de l'Oise se tenait une commémoration sur Le sort des 48000 malades mentaux morts de faim, de froid et de maltraitance entre 1940 et 1944dans les hôpitaux psychiatriques en France. ....

via: www.scoop.it/t/resistances
http://www.scoop.it/t/resistances/p/103502143/handicap-et-nazisme-martine-lozano

April 22 2011

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Die Entführungslegende oder - Wie kam Eichmann nach Jerusalem? | Dossier - Deutschlandfunk - 2011-03-04

 

04.03.2011 · 19:15 Uhr
Adolf eichmann in jerusalem (bild: ap archiv) Adolf Eichmann in Jerusalem (Bild: AP Archiv)

Die Entführungslegende oder:

Wie kam Eichmann nach Jerusalem?

Von Gaby Weber

Am 11. April 1961 begann in Jerusalem der Prozess gegen den Kriegsverbrecher Adolf Eichmann. Der israelische Geheimdienst Mossad hat ihn in Argentinien aufgespürt und entführt, so wird es seit Jahrzehnten berichtet. Der Eichmann-Prozess beherrschte dann monatelang die Schlagzeilen der Weltpresse.

Endlich sollte der Cheforganisator der Deportationen in die Todeslager seine gerechte Strafe finden, sollte einer der Hauptverantwortlichen für den Massenmord an den europäischen Juden im jüdischen Staat gerichtet werden.

Nach jahrelangen Recherchen entpuppt sich allerdings die bisher kolportierte Geschichte mehr und mehr als eine konstruierte Legende. CIA, BND und Nachrichtendienste der sozialistischen Staaten wussten spätestens seit Ende der 50er-Jahre, wo Eichmann war und was er und seine Nazi-Kameraden in Argentinien trieben.

Die israelische Regierung führte zu dieser Zeit gerade mit dem bundesdeutschen Kanzler Konrad Adenauer Geheimverhandlungen über eine Unterstützung für das israelische Atomprogramm. Wurde Israels Justiz der Kriegsverbrecher Eichmann eher aufgenötigt? Gab es zwischen dem israelischen Staatspräsidenten David Ben Gurion und der Bonner Führung Absprachen über Eichmanns Aussagen im Jerusalemer Verfahren, um Ex-Nazis in bundesdeutschen Diensten zu schützen?

Die Autorin hat in jahrelangen Recherchen versucht, der Wahrheit über die Eichmann-Entführung und ihre politischen Hintergründe auf die Spur zu kommen.

DLF 2011

 

 

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March 07 2011

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Kein sanfter Tod für eine Schüchterne | Kultur, Aktuell, NZZ Online - 2011-03-07

Frieda Roth, die Frau des Dichters Joseph Roth, starb in der NS-Gaskammer von Schloss Hartheim

«Sie war ein hübsches mädchen. schlank, mit einem feingeschnittenen gesicht.» - friedl roth um 1920. (bild: pd)Zoom

«Sie war ein hübsches Mädchen. Schlank, mit einem feingeschnittenen Gesicht.» - Friedl Roth um 1920. (Bild: pd)

Ein Teil der Tragik im tragischen Leben des österreichischen Schriftstellers Joseph Roth war die psychische Erkrankung seiner Ehefrau, für die er sich selbst verantwortlich machte. 1930 wurde Frieda Roth ins Sanatorium eingeliefert. Sie fiel, wie hier erstmals belegt wird, am Ende dem NS-Euthanasieprogramm zum Opfer.

                       

 [...]

  

January 24 2011

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Nahm er Dada ernst?
- via Adolf Hitler looking at things. : Adolf Hitler looking at contemporary art.

______________________________

// Aufnahme von 1936 anlässlich der in diffamierender Absicht inszenierten Austellung "Enartete Kunst" im Haus [der Deutschen - Nazijargon] Kunst in München -  oanth.
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November 08 2010

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Gedenken an Reichsprogromnacht: Unbehagen an Alfred Grosser

Friedenspreis des deutschen buchhandels, frank rumpenhorst / dpa

"Wenn er mit einer Tirade gegen Israel beginnt, gehen wir raus": Der deutsche-französische Politologe und Publizist Alfred Grosser wird in der Frankfurter Paulskirche zur Reichpogromnacht reden - die jüdische Gemeinde droht mit einem Eklat. Grosser, der selber Jude ist, meint, Israels Politik gegenüber den Palästinensern provoziere Antisemitismus.

Reposted fromZaphod Zaphod

November 07 2010

May 14 2010

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Stefan M. Seydel vom mit mehreren Preisen9 ausgezeichneten Internet-Projekt "Rebell-TV"10 führte am 18.5.2007 ein Interview mit Michael von Cranach11 .
Seydel: Heute beschäftigst Du Dich noch eher mit, wie sagt man, Romas, Sintis?
Cranach: (...) in Kaufbeuren, in dieser Klinik, die eine der schlimmsten Kliniken in der Nazizeit war (...) haben wir dann sehr intensiv versucht, die Nazivergangenheit der Psychiatrie in Kaufbeuren zu erforschen und daraus wurde dann ein grosses Projekt, [so] dass wir die ganze Psychiatrie in der Nazizeit in Bayern dokumentiert haben und darüber einiges geschrieben haben und Gedenkstätten eingerichtet haben. Diese Arbeit lässt mich nicht los, so dass ich mich jetzt noch um manche Aspekte kümmere. Da gibt es zwei Aspekte. Das eine ist ein bisschen das Schicksal der jüdischen Patienten und, ganz aktuell im Augenblick, das Schicksal der jenischen Patienten.
Seydel: Jenische sagst Du?
Cranach: Der Jenischen, ja, oder "das fahrende Volk" heissen sie auch in Deutschland. Darüber ist gar nichts [publiziert], da gibt es gar keine Literatur. Eine Doktorarbeit gibt es, die aber die psychiatrische Seite überhaupt nicht sieht. Wir haben einen Bub gefunden, Ernst Lossa, der in Kaufbeuren mit 14 Jahren getötet wurde von den Nazis. Der war gar nicht mal psychisch krank, sondern der ist nur in die Psychiatrie gekommen, der Vater, der war jenisch, und sein Onkel sind ins KZ gekommen und der Vater ist dort umgebracht worden. Die Kinder hat man in ein Waisenhaus getan und in dem Waisenhaus war unser Patient sozusagen, Ernst, so aufmüpfig und vielleicht ein schwieriges Kind auf Grund der Umstände, dass man ihn begutachtet hat als Zwölfjährigen und nach Kaufbeuren geschickt hat. Und in Kaufbeuren, das ist ja das Eindrucksvolle, wissen wir ganz viel über ihn, weil wir ganz viele Zeugen noch gefunden haben und auch weil die Amerikaner kurzfristig nach 45 sehr gut recherchiert haben. Dieser hat noch, das ist unglaublich, Widerstand geleistet, weil in der Klinik gab es eine Kinderabteilung und da gab es Hungerkuren. Man liess ja Patienten verhungern. Und dieser Bub ist in die Speisekammer eingebrochen, häufig, hat Lebensmittel geklaut und an die hungernden Kinder verteilt. Und deshalb hat der Direktor gefordert, dass er umgebracht wurde, der Verwaltungsdirektor. Und der ärztliche Direktor, der ein Schlimmer war, hatte aber Bedenken, weil dieses Kind nicht wirklich psychisch krank war. Aber schliesslich hat er unter dem Druck des Verwaltungsdirektors auch den umgebracht. Wir haben jetzt die Schwester von diesem Bub, die überlebt hat, gefunden und ich habe ganz viel recherchiert und so bin ich drauf gekommen, dass die Jenischen in Deutschland auch systematisch verfolgt wurden. Und jetzt versuche ich halt in die Archive zu gehen. Die Jenischen hiessen in der Naziterminologie "Zigeunermischlinge".
Seydel: Warum Mischlinge?
Cranach: Sie haben mit "Zigeunern" eigentlich gar nichts zu tun. Sie leben vielleicht ähnlich oder nomadisch oder so (...) in der Naziideologie waren sie arisch. Aber um sie umbringen zu können, brauchte es einen andern Namen, brauchte es eine diskriminierende Zugehörigkeit.


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Nachtrag (1) von oanth


Ernst lossa
Ernst Lossa, ein jenischer Junge als Opfer der nationalsozialistischen Psychiatrie

Bemerkungen zur Aufarbeitungsgeschichte der jenischen Opfergruppe

von Venanz Nobel
Basel, 4.12.2007
Die Jenischen „wurden und werden bis in die Gegenwart ausgegrenzt und diskriminiert und gehörten – wie Roma und Sinti – zu den aus „rassischen“ Gründen Verfolgten des Nationalsozialismus.“A
Alfred Ploetz stellt die „Rasse“ als mögliches Objekt der Eugenik in den Mittelpunkt und nennt in seiner Definition explizit die „Ausschaltung von ..... Unterrassen ... aus dem Rasseprozess“, also die „Reinigung“ einer bestehenden Rasse von „rassefremden“ Elementen als Dimension der Rassenhygiene.B
Die Jenischen in Deutschland wurden auch systematisch verfolgt. Die Jenischen hiessen in der Naziterminologie "Zigeunermischlinge". Um sie umbringen zu können, brauchte es einen andern Namen, brauchte es eine diskriminierende Zugehörigkeit.C
Es liegt vielmehr ein für die Gemeinschaft besonders gefährlicher Erbtypus vor, der ausgemerzt werden muß.D
[...]

weiterlesen auf http://home.balcab.ch/


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Schäft qwant: Ernst Lossa
danke für die transkription
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Nachtrag (2) von oanth - Podcast auf rebell.tv vom 18.05.2007 mit Michael von Cranach 

March 21 2010

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Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat den Medien in Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen eine Kampagne gegen die Kirche vorgeworfen. Der Bischof rückte die laufende Berichterstattung in die Nähe der kirchenfeindlichen Haltung der Nationalsozialisten. "Jetzt erleben wir wieder eine Kampagne gegen die Kirche", sagte Müller am Samstagabend nach Informationen des Bayerischen Rundfunks in einer Predigt im Regensburger Dom.
Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche - Regensburger Bischof hetzt gegen Medien - Politik - sueddeutsche.de
Reposted fromkellerabteil kellerabteil

January 09 2010

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[...]

Warum ist Erika Steinbach für Polen ein rotes Tuch?

Es handelt sich dabei nicht um eine fixe Idee, wie man uns heute oft glauben machen will. Erika Steinbach hat eine ganze Reihe von politischen Positionen vertreten, die viele in Polen aufgebracht haben. Zentral ist ihre geschichtspolitische Absicht, Polen und Deutsche in Sachen Zweiter Weltkrieg und Vertreibung praktisch auf dieselbe Ebene zu stellen: als Opfer. Für Erika Steinbach ist nicht der Nationalsozialismus die Ursache der Vertreibung, sondern nur der Anlass für Polen gewesen, den lange gehegten Wunsch zu verwirklichen, die Deutschen aus dem Land zu vertreiben. Diese unhaltbare geschichtspolitische Umdeutung gipfelt in dem Vorwurf, die Polen müssten sich endlich ihrer Schuld stellen – dabei haben sie damit früher begonnen als die Deutschen.

Woraus leitet Erika Steinbach ihre Macht ab, selbst der Kanzlerin und Parteifreundin Merkel die Stirn zu bieten?

Angela Merkel fürchtet offensichtlich innerparteilich in Schwierigkeiten zu geraten und scheut deshalb den Machtkampf. Außerhalb der Union möchte doch niemand Frau Steinbach ernsthaft im Stiftungsrat sitzen sehen. Und selbst in den Reihen von CDU/CSU kenne ich genügend Leute, die erhebliche Vorbehalte gegen sie haben. Aber Frau Steinbach verfügt in der Union....

[...]
Interview mit Gesine Schwan in der Frankfurter Rundschau, 2010-01-07 - Causa Steinbach: "Merkel fürchtet den Machtkampf"

November 07 2009

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Hans Wallow: Der stille Held (via Nachdenkseiten)

"... Die Schergen des Regimes, SS und Gestapo, hielten Elser für einen primitiven Wichtigtuer ohne weltanschauliche Basis. Hitler aber hatte – wie häufig bei Bossen von Gangstersyndikaten – ein gut entwickeltes Gespür für Charaktere. Nach den Erinnerungen seines Kammerdieners Heinz Linge deutete er gegenüber Himmler ein Foto des Attentäters: 'Sehen Sie sich einmal die Physiognomie an, die Augen, die intelligenten Gesichtszüge, das ist kein Blender, kein Schwätzer. Der weiß, was er will. Stellen Sie fest, welche politischen Kreise hinter ihm stehen. Er ist vielleicht ein Einzelgänger; aber ohne Weltanschauung ist er nicht.' ....

.... Der mit dem militärischen Widerstand um Admiral Canaris verbundene Konservative Hans-Bernd Gesevius zitiert Dr. Arthur Nebe, der zwar ein Kriegsverbrecher war, aber lose Verbindungen zum Widerstand unterhielt: 'Nimm diesen Elser – das ist ein Kerl. Das ist der Einzige unter uns, der es erfaßt hatte und dem gemäß handelte. Das ist ein Held unserer Zeit und deswegen werden die Nazis, nein, gerade deine feinen Leute alles tun, um jede Erinnerung an ihn auszulöschen… Dieser Mann aus dem Volke liebte das einfache Volk. Er legte mit leidenschaftlich und in simplen Sätzen dar, Krieg bedeute für die Massen aller Länder Hunger, Elend und millionenfachen Tod.' ....

....Auch in der Nachkriegszeit blieb dem stillen Helden die Anerkennung für seine Tat bis heute versagt. Darum schlug der Dramatiker Rolf Hochhuth dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, vor, zum 70. Jahrestag des Attentats im Regierungsviertel ein Denkmal für Georg Elser zu errichten. Obwohl der Zigarettenerbe Philipp Reemtsma sofort anbot, das Projekt zu finanzieren, wurde Hochhuths Vorschlag bis jetzt ignoriert."

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