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December 11 2012

Veranstaltungen in Berlin: Geist, Eigentum und Urhebervertragsrecht

Wer über’s Urheberrecht debattieren will, hat auch im Dezember die Chance dazu: Zwei Veranstaltungen stehen in Berlin bevor.

Für Kurzentschlossene: Heute Abend um 20 Uhr ist ein Gespräch mit dem Autoren, Journalisten und Verleger André Thiele im Literaturforum im Brecht-Haus angekündigt. In der Ankündigung heißt es unter dem Titel „Geist & Eigentum”:

Schon der frühe Urheberrechts-Diskurs beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie die Entäußerung von Sprache und Gedanken mit einem materiellen Eigentumsbegriff in Einklang zu bringen ist. Wo Eigentum als Konzept auftaucht, besitzt es eine bedrohliche Tendenz zur Ausdehnung. Was bedeutet dies für das „geistige“ Eigentum? Steht uns eine Welt bevor, die alles mit Eigentumsvermerken belegt? Sind die derzeitigen Konflikte um das Urheberrecht Teil eines Freiheitskampfes?

Mehr darüber auf der Seite des Literaturforums.

Am kommenden Montag (17.12.) geht es dann ab 20 Uhr im Grünen Salon der Volksbühne um das Dauerbrenner-Thema Urhebervertragsrecht. Auf Einladung der Linksfraktion im Bundestag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung diskutieren Matthias Hornschuh vom Berufsverband Mediamusic, Eva Kiltz vom VUT, Benno Pöppelmann (DJV). Luis Ruby (Verband Deutschsprachiger Literaturübersetzer) und Katharina Winter (Börsenverein). In der Einladung zur Podiumsdiskussion „10 Jahre Urhebervertragsrecht” heißt es:

Warum ist der Anspruch auf eine angemessene Vergütung für die Nutzung kreativer Leistungen so schwer durchzusetzen? Wie ist der Stand der Verhandlungen in den unterschiedlichen Branchen? Und nicht zuletzt: Wie definiert man eigentlich eine »angemessene« Vergütung? Wir bringen die Betroffenen an einen Tisch. Literaturübersetzer, Musiker, Journalisten und ihre Vertragspartner erklären, wo in der Praxis die Probleme mit ihren Verträgen liegen und was sie von der Politik erwarten.

Mehr darüber bei Digitale Linke. Ein Livestream ist angekündigt.

Veranstaltungen in Berlin: Geist, Eigentum und Urhebervertragsrecht

Wer über’s Urheberrecht debattieren will, hat auch im Dezember die Chance dazu: Zwei Veranstaltungen stehen in Berlin bevor.

Für Kurzentschlossene: Heute Abend um 20 Uhr ist ein Gespräch mit dem Autoren, Journalisten und Verleger André Thiele im Literaturforum im Brecht-Haus angekündigt. In der Ankündigung heißt es unter dem Titel „Geist & Eigentum”:

Schon der frühe Urheberrechts-Diskurs beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie die Entäußerung von Sprache und Gedanken mit einem materiellen Eigentumsbegriff in Einklang zu bringen ist. Wo Eigentum als Konzept auftaucht, besitzt es eine bedrohliche Tendenz zur Ausdehnung. Was bedeutet dies für das „geistige“ Eigentum? Steht uns eine Welt bevor, die alles mit Eigentumsvermerken belegt? Sind die derzeitigen Konflikte um das Urheberrecht Teil eines Freiheitskampfes?

Mehr darüber auf der Seite des Literaturforums.

Am kommenden Montag (17.12.) geht es dann ab 20 Uhr im Grünen Salon der Volksbühne um das Dauerbrenner-Thema Urhebervertragsrecht. Auf Einladung der Linksfraktion im Bundestag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung diskutieren Matthias Hornschuh vom Berufsverband Mediamusic, Eva Kiltz vom VUT, Benno Pöppelmann (DJV). Luis Ruby (Verband Deutschsprachiger Literaturübersetzer) und Katharina Winter (Börsenverein). In der Einladung zur Podiumsdiskussion „10 Jahre Urhebervertragsrecht” heißt es:

Warum ist der Anspruch auf eine angemessene Vergütung für die Nutzung kreativer Leistungen so schwer durchzusetzen? Wie ist der Stand der Verhandlungen in den unterschiedlichen Branchen? Und nicht zuletzt: Wie definiert man eigentlich eine »angemessene« Vergütung? Wir bringen die Betroffenen an einen Tisch. Literaturübersetzer, Musiker, Journalisten und ihre Vertragspartner erklären, wo in der Praxis die Probleme mit ihren Verträgen liegen und was sie von der Politik erwarten.

Mehr darüber bei Digitale Linke. Ein Livestream ist angekündigt.

December 04 2012

November 07 2012

Eine neue Version ist verfügbar: Ein Interview mit Dirk von Gehlen

Der Journalist und Autor Dirk von Gehlen hat im letzten Jahr das vielbeachtete Buch “Mash Up – Lob der Kopie” veröffentlicht, eine Lektüre die ich im Kontext der Diskussion um den Begriff des geistigen Eigentums gerade auch Juristen empfehlen kann, die bereit sind, sich mit den Grundannahmen auf denen unsere Idee vom Urheberrecht fußt, kritisch auseinanderzusetzen.

Als Nachfolgeprojekt stellt von Gehlen derzeit “Eine neue Version ist verfügbar” vor. Es handelt sich um ein Buchprojekt, das die Leser und Unterstützer im Wege des Crowdfunding mitfinanzieren und vor allen Dingen auch mitgestalten sollen. In thematischer Hinsicht wird von Gehlen der Frage nachgehen, wie die Digitalisierung unsere Vorstellung von Büchern, von Kunst und Kultur verändert.

Was man sich unter dem Projekt “Eine neue Version ist verfügbar” genau vorzustellen hat, erläutert Dirk von Gehlen in dem ersten Interview, das dieses Blog überhaupt geführt hat.

Herr von Gehlen, Sie haben unter dem Titel “Eine neue Version ist verfügbar” ein neuartiges Buchprojekt angekündigt, für das Sie im Netz um Unterstützung bitten. Was muss ein Unterstützer tun, was erwarten Sie von Ihm und auf was lässt er sich ein, wenn er Ihr Projekt unterstützt?

Die Unterstützer kaufen ein Buch, das noch nicht geschrieben ist. Gemeinsam stellen wir damit die gelernte Art, Bücher zu schreiben (und auch jede andere Form, Kultur zu produzieren) auf den Kopf: Bisher ist es üblich, dass der kreative Schöpfer in seiner Denkerstube sitzt und den Entstehungsprozess seines Werks geheim hält. Durch die Digitalisierung und die Vernetzung ist es möglich, diesen Prozess zu öffnen und transparent zu machen. So entsteht nicht bloß ein singuläres, unveränderliches Kunstwerk wie bisher, es entstehen Versionen. Ich vergleiche das mit der Art wie wir Software denken, eben auch nicht in einem festen unveränderlichen Gegenstand, sondern in flüssigen Varianten. Ich glaube, dass die Digitalisierung es möglich und vielleicht auch nötig macht, auch Kultur als Software zu denken. Deshalb heißt das Buch “Eine neue Version ist verfügbar” und deshalb handelt dieses Buchexperiment nicht nur von der Verflüssigung von Inhalten, es probiert diese auch selber aus – übrigens mit einem erstaunlichen Erfolg, der mich sehr freut. Das Projekt läuft seit rund zwei Wochen und hat schon fast 7000 Euro eingesammelt.

Was wird den Leser voraussichtlich erwarten, wenn er irgendwann im nächsten Jahr das Buch in Händen hält? Das Thema haben Sie mit der Frage “Wie verändert die Digitalisierung Kunst und Kultur?” schon umschrieben. Können Sie den Lesern meines Blogs bereits eine grobe inhaltliche Vorschau bieten?

Bis es dazu kommt, wird der Leser – so er oder sie das will – Bestandteil des Entstehungsprozesses des Buchs. Ich werde ab Ende Dezember wenn die so genannte Fundingphase auf Startnext endet, Versionen des Buches  veröffentlichen, also transparent machen wie das Buch entsteht. Ziel dessen ist, die Leser, die das wollen, miteinzubinden, ihnen Versionen des Buches zu zeigen und so – wenn das gewünscht ist – auch in Diskussionen einzusteigen. Ich weiß nicht, ob das funktionieren kann, ich will es aber ausprobieren, weil ich glaube, dass wir das Netz eher wie einen Raum denken müssen als wie eine reine Transportrampe. Dieser Raum ist für mich ein wenig wie ein Künstlersalon, in dem der Rezipient auch zum aktiveren Teilnehmer werden kann, in dem er Links, Hinweise oder Anmerkungen beisteuert. Vielleicht will er aber auch einfach nur beobachten, wie wirr ich anfange zu schreiben, wie ich Tippfehler mache und wie aus all dem dann ein fertiges Buch lektoriert wird, das dann – so ist es geplant – im Mai 2013 verschickt wird.

Wer wird das Buch letztlich schreiben? Wird es vollständig von Ihnen verfasst werden oder wollen Sie (nur) die Fragmente zusammensetzen, die Ihnen andere liefern? 

Nach meiner derzeitigen Annahme bin ich der Verfasser, allerdings weniger im Sinne eines göttliche Schöpfers als mehr wie ein Gastgeber in einem Künstlersalon. Ich weiß nicht, wie sich das entwickelt und ob das klappen kann, aber das primäre Ziel ist es, meinen Gedanken von Kultur als Software (hier mal für den BR notiert: http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/netz-kultur/netz/von_gehlen102.html) auszuformulieren. Ich bleibe also der Autor, will diese Rolle aber digitaler interpretieren. Denn nach meinen ersten Buch “Mashup – Lob der Kopie” habe ich gemerkt, dass wir als Gesellschaft noch recht ratlos vor den Möglichkeiten der digitalen Kopie stehen und eher darüber nachdenken, wie man sie einschränken kann als in ihre eine Chance zu sehen, die man nutzen kann für eine veränderte Form der Kunstproduktion.

September 12 2012

Verlag, Leser, Autor: Wer hat Angst wovor - und warum?

Ist Piraterie ein Problem für die Buchbranche? Bekommen die Nutzer, was sie sich wünschen, wenn sie ein E-Book kaufen? Welche Zukunft haben Buchhändler und -verlage?

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July 31 2012

Philippe Agrain mit 14 Thesen zu Urheberrecht und digitaler Kultur

Grafik: P. Agrain, CC BY-SA.

Der Informatiker, Autor und Mitbegründer der Initiative „La Quadrature du Net”, Philippe Agrain, hat einen interessanten programmatischen Eckpunkte-Text unter dem Titel „Elements for the reform of copyright and related cultural policies” (auch hier) veröffentlicht, der viele Stränge der aktuellen Debatten zusammenführt. Er soll die Diskussion um eine Urheberrechtsreform nach dem Scheitern von ACTA wohl auch auf eine konstruktivere Ebene führen:

The stubborn efforts to impose the scarcity of copies and the control of use in the digital sphere have diverted us away from addressing the real challenges of digital culture. The main one comes precisely from the positive effects of IT and the Internet: more and more people engage into creative and expressive activities. (…) However, our social environment deprives many individuals from this potential development, and limits the others to some degree.

Es lohnt sich, den Text als Ganzes zu lesen, auch wenn man nicht mit seiner Position oder allen Forderungen übereinstimmt. Denn er zeigt auch gut auf, wie hinter den Urheberrechtsdebatten Konfliktlinien stehen, die die Politik gerade erst anfängt, zu erkennen.

March 20 2012

Piraten-Studie zu Musiker-Einkommen: Widersprüchliche Zahlen

Das Internet hat nicht dazu beigetragen, dass Musiker weniger Geld verdienen als zuvor. Es hat vielmehr dazu geführt, dass Musiker im Durchschnitt heute mehr Geld einnehmen als 1995.

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September 15 2011

What Vaclav Havel Didn't Bargain For: Central Europe's Loss Of Interest In Ideas - The Economy, Stupid | thesmartset.com - 2011-09-13 |

"The artistic and literary scene that flourished paradoxically under censorship and repression has died off. ... The people of Central Europe traded in ideas for groceries and for not being beaten to death by the police.
 

Source: www.artsjournal.com, via ArtsJournal: Daily Arts News


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quotation by oAnth:



[...]


Twenty years after the Velvet Revolution, Havel gave a public speech in which he assessed the current state of the free Czech Republic. “On the one hand everything is getting better — a new generation of mobile phones is being released every week,” he said. “But in order to make use of them, you need to follow new instructions. So you end up reading instruction manuals instead of books and in your free time you watch TV where handsome tanned guys scream from advertisements about how happy they are to have new swimming trunks... The new consumer society is accomplished by a growing number of people who do not create anything of value.”

The artistic and literary scene that flourished paradoxically under censorship and repression has died off. The public intellectual is, for the most part, no longer invited to the most important parties. Anna Porter writes, “Now that everyone can publish what they want, what is the role of the intellectuals?” and she can’t find an answer. It’s no longer the police state that’s attacking the intelligentsia — it’s disinterest and boredom. It’s distraction. It’s a trade off. And it’s one that we should be able to acknowledge and be allowed to mourn. When the historian Timothy Garton Ash visited Poland in the 1980s, he admitted to an envy for the environment there. “Here is a place where people care, passionately, about ideas.” The people of Central Europe traded in ideas for groceries and for not being beaten to death by the police. No one could possibly blame them, but at the same time, Havel and the other leaders had no sense of the true cost of democracy.

[...]

As F. S. Michaels writes in Monoculture: How One Story Is Changing Everything, “When you’re inside a master story at a particular time in history, you tend to accept its definition of reality. You unconsciously believe and act on certain things, and disbelieve and fail to act on other things... Over time, the monoculture evolves into a nearly invisible foundation that structures and shapes our lives, giving us our sense of how the world works.”

[...]


Michaels’s book has its faults. Her summations of how the world once work — meant to both show how much we’ve devoted to this economic story today and remind us that things can be different — are tinged with the hue that colors Ostalgie: the backward-looking amnesia that infects those Central Europeans who have decided things were so much better under communism, or, if you’re in the right country, under the Habsburgs. “Back in the 1950s, the relationship between employees and their companies involved commitment and reciprocity; workers were committed to the job in return for wages and promotions, and the company was committed to its workers in return for their hard work and loyalty.” Well, maybe. But admittance to the wider workforce was restricted at best. Such a point is like looking back on the days of incredibly low unemployment in communist Poland... without mentioning that if anyone protested for safer working conditions, the police might just shoot him in the head. Every monoculture will have its downsides, and trading one for another will always lead to unexpected deficits. But maybe if we acknowledge that the economic story looks like it’s coming to an unhappy ending of environmental degradation, widespread poverty, and hunger as resources become scarce, we can see what we might get in return.

Leaving the economic monoculture, particularly now that it’s a worldwide system, is not going to be any less of a dramatic act than Havel’s Velvet Revolution. Michaels makes a strong case that this story is stripping us of our environment, our creativity, and our personal happiness. We are, for the most part, bogged down in the daily struggle for survival, too worried about losing our fragile position within a corporation to envision an entirely different way of being. It’s going to take another Havel, someone who can see the world for what it is and find a better story to tell.

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oAnth:

 

The problem with thatkind of books is quite obviously, that they describe rather well the status quo, but don't give sufficient answers by lack of an adequate analysis of the socio-economic impact into the cultural and academic sphere, which is causing the observed depletion.

 


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November 07 2010

"How To Survive the Age of Egoism?" by Rene Cuperus


Young people have become increasingly obsessed by looks, status, comfort and money. Individualism and hedonism are gaining ground.  The youngsters of the new ’Selfish Generation’ are materialistic thrill seekers who have a declining interest in society at large.

In a Dutch research survey by Motivaction, 50 per cent of young people agree with the statement: ‘’Buying something new is one of the things I enjoy most in life.” A similar number (51 percent) feels they are “mostly happy when able to spend money.”

The analysts see their findings as part of a “growing tide of self-satisfaction”. Instant gratification of one’s own needs and a certain apathy towards those of others are typical of the youngest generation.

What is driving this trend? According to the researchers, no generation has ever grown up with so much freedom and independence. “School offers young people less and less structure. And exerting authority has become taboo for parents”.  Even worse: many of today’s parents embrace the mentality of the youth culture. They want to be seen as youthful themselves.

 In Dutch society we witness a gradual shift in the set of values. The baby boom generation of the 1960s changed their parents’ values – modesty, patience, soberness, and a sense of duty – for individualism and freedom. And they passed on those newfound values to their children.

Some flourish, others suffer.  A large group  of ambitious, enterprising, mostly highly educated young people are masters in networking and multitasking, and cope well with today’s high paced society, full of opportunity. But a big group of less privileged “outsiders” are less self-sufficient and have trouble dealing with today’s societal complexity.

Here again, we encounter the polarisation along lines of education and social and cultural capital, which is so typical of today’s society at large. The cleavage between higher and lower educated, between those who feel connected to the modern world, and those who feel threatened by the global world is gradually undermining the value system and solidary consensus of the European welfare societies.

Last week in Helsinki, Finland, the Kalevi Sorsa Foundation (the social-democratic think tank) and the Brussels-based Foundation for European Progressive Studies (FEPS), organised their Research and Policy Days under the title ‘’Culture and Politics in the Age of Egoism’’.    

Very refreshing that in Finland, a country characterised by its high quality of living, not economic issues, but cultural and moral issues were on top of the agenda. ‘’It’s not only the economy, stupid!’’ In contemporary affluent societies, indeed, the danger is not so much coming from economic insecurities, but from cultural, social and moral anxieties and trends. (See the European Revolt of Populism.)  

The Helsinki debate came up with some original causes for the age of egoism and the crisis of societal involvement. Fingers were pointed at the loss of historical memory, the decline of social and historical awareness. What is the relevance of historical and cultural knowledge in contemporary European societies? Is our historical and cultural knowledge declining as a result of a more hectic and market oriented environment which has penetrated into the fields of politics and culture? Is there still time for critical thinking and for contemplating the ‘bigger picture’, in a culture characterised by trends such as short-term perspectives, immediacy and discontinuity?

To what extent are the short-sightedness in culture, politics and economy related to the age of egoism, of which the Selfish Generation of the contemporary youngsters are such an unhappy symbol? These existential questions raised in Helsinki are worth a debate within the European progressive family at large.

                                                                                                    (Source: Motivaction & NRC Handelsblad)

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May 18 2010

Les pratiques culturelles des Français

Français qui lisent au moins un livre par mois. La situation s’est sensiblement dégradée depuis 1997. En 1997, 35% des hommes lisaient au moins 10 livres par an, et seulement 26% en 2008, soit une baisse de 9 points, presque un point par an. Pour les femmes: 41% en 1997, et 34% en 2008. La différence entre hommes et femmes s’est donc accrue. Le père ne lit plus. Les tests de lecture de la journée d’appel de préparation à la défense permettent d’évaluer la maîtrise de la lecture, tous les ans, chez près de 800 000 jeunes, hommes et femmes, de plus de 17 ans. Chaque année, « 5 % de jeunes connaissent des difficultés sévères avec la lecture, dont la moitié sont en situation d’illettrisme », « 6% ont de très faibles capacités de lecture »; « 10% supplémentaires sont des lecteurs médiocres qui risquent de connaïtre à terme des difficultés réelles avec la lecture »; « le pourcentage ... des jeunes ne connaissant vraiment aucune difficulté est quand à lui d’environ 65% ». Le résultat est meilleur chez les filles: 70% ne rencontrent aucune difficulté pour 60% chez les garçons. D’après l’enquête « Information et vie quotidienne » de l’INSEE de 2004, qui comporte notamment des tests de lecture, 7% des personnes sondées, de tout âge, « avaient de graves difficultés avec l’écrit » et 5% supplémentaires des « difficultés suffisamment fortes pour mettre en doute leur capacité à utiliser un écrit », soit 12%, dont 9% pour les seules personnes scolarisées en France. On a beaucoup commenté les résultats du programme international pour le suivi des acquis des élèves (PISA) de l’OCDE, qui mesure notamment la compréhension de l’écrit, dans une perspective pragmatique. La France, légèrement au dessus de la moyenne des pays dans l’enquête de 2000, passait en effet légèrement au dessous dans celle de 2006. Mais ce point doit nécessairement être rattaché à la baisse de cette moyenne pour l’ensemble des pays. Chute de la note française: 17 points (sur 500); chute moyenne: 6 points. Le pourcentage des élèves français classés au niveau 1, le plus bas, est passé de 11 à 13,3%, et celui des élèves « au dessous du niveau 1 » (!) de 4,2% à 8,5%. Seule l'enquête du National Endowment for Arts américain fait état, pour l'enquête de 2008, d'un redressement de la lecture littéraire qui ne contrarie pas cependant une baisse générale de la lecture du livre imprimée, continue depuis une vingtaine d’années.

Olivier Donnat
, Les pratiques culturelles des Français à l'ère numérique, enquête 2008, La Découverte, Ministère de la Culture et de la Communication, 2009.
Alain Béreau, Les tests de maîtrise de la lecture. Des résultats convergents et préoccupants pour la France, in Luc Ferry, Combattre l'illettrisme, Odile Jacob, 2009.
National Endowment for the Arts, Reading on the rise. A new chapter in american literacy, pref. De Dana Gioia. Janvier 2009.

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