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December 02 2012

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Der Innsbrucker Wissenschaftler, der den Skandal um die Tiroler Kinderheime aufdeckte, spricht gegenüber dem KURIER nicht nur von einer „ökonomisch völlig unvernünftigen Privatisierung, die die Republik Österreich, das Unternehmen und die Mitarbeiter schädigte“. Sondern auch über Missachtung des Aktienrechts, politische Interessen, Ideologie, Budgetnöte und „extrem viele Ungereimtheiten“. Nachzulesen im dieser Tage erschienenen Buch „Ohne Filter“ (StudienVerlag).

Der Anfang vom Ende begann in den 90er-Jahren, als die Austria Tabak (AT) den Sportartikelkonzern HTM, einen Sanierungsfall, übernahm. Dem Vorstand unter Beppo Mauhart war klar, dass das Tabakmonopol auf Dauer nicht zu halten war, man suchte wie die Big Player der Branche nach Diversifizierungen. Als die AT aufgrund hoher Wertberichtigungen für HTM erstmals vorübergehend in die roten Zahlen rutschte, überschlugen sich die Ereignisse. Innerhalb von nur sechs Wochen, nachdem der AT-Aufsichtsrat das Sanierungskonzept beschloss, wurden Mauhart und der gesamte Vorstand zum Rückzug gezwungen und HTM an den schwedischen Investor Johan Eliasch verschenkt. Der zahlte einen symbolischen Kaufpreis von 727.000 Euro und erhielt als Draufgabe das Sanierungskonzept sowie 87 Mio. Euro, die von der AT für die HTM vorgesehen waren. Rechnungshof und EU-Kommission attestierten, dass dieser Deal „nicht die kostengünstigste Alternative“ war.

„Stark auffällig, da darf man sich was denken“, kommentiert Schreiber dabei die Rolle des Investmentbankers Michael Treichl. Der Bruder von Erste-Group-Chef Andreas Treichl war für Warburg als Berater beim Kauf der HTM tätig. Dann arbeitete er am Sanierungskonzept mit, fädelte den Verkauf an seinen Freund Eliasch ein und zog schlussendlich in den Aufsichtsrat von HTM ein.

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Austria Tabak – in Rauch aufgelöst | KURIER.AT 2012-12-01

November 04 2011

Von wegen rechtsfreier Raum Internet

Der AK Vorratsdatenspeicherung weist auf die unlängst veröffentlichte ausführliche Fassung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2010 hin.

Die PKS ist ohnehin nur in sehr beschränktem Maße aussagekräftig und stellt letztlich eher ein Instrument politischer Stimmungsmache dar als einen zuverlässigen Gradmesser der Kriminalitätsentwicklung. Gerade das wird leider in der Berichterstattung so gut wie nie thematisiert.

Aber selbst für innenpolitische Stimmungsmache taugt die PKS gerade nicht wirklich, jedenfalls dann nicht, wenn es um die Schimäre vom rechtsfreien Raum Internet geht. Die Behauptung des BKA und zahlreicher Innenpolitiker, man könne schwere Straftaten im Internet mit klassischen polizeilichen Ermittlungsmethoden nicht mehr aufklären, weshalb u.a. eine Vorratsdatenspeicherung zwingend nötig sei, ist auch durch die aktuelle PKS einmal mehr falsifiziert worden. Die Aufklärungsquote beträgt bei Internetdelikten nach der PKS immer noch beachtliche 72 %, gegenüber mageren 56 % durchschnittlicher allgemeiner Aufklärungsquote. Wer da von einem rechtsfreien Raum spricht, ist ein Demagoge.

Der AK Vorrat weist zudem zu Recht darauf hin, dass laut der PKS die Fälle der Verbreitung pornographischer Schriften, zu denen nach der Statistik auch kinderpornographische Schriften zählen, deutlich rückläufig sind und zwar ganz ohne Netzsperren und Vorratsdatenspeicherung.

Die Statistik belegt einmal mehr, dass mehr als 80% der Internetstraftaten Betrugsdelikte sind. Und das wäre dann in diesem Bereich auch der Hauptanwendungsfall einer Vorratsdatenspeicherung und keineswegs die in der öffentlichen Diskussion immer wieder ins Feld geführte Schwerstkriminalität.

 

August 18 2011

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In the West, the failure of the putsch is still considered to be the heroic victory of Boris Yeltsin and the Russian people over the last guard of the Soviet evil empire in the West. And there is no question that the coup touched off the peaceful collapse of one of the most heavily armed superpowers in the history of the world.  It also signalled the end of the Cold War and a period of US hyperpower status. But triumph of good over evil?  Well...

The Russian people certainly do not think so. A recent poll in Russia by the Levada center (July 15-19, 2011) reveals that an increasing number of Russians now view the failure of the August coup as "tragic news having disastrous consequences for the country." (up to 39% from 36% last year). The majority of others surveyed saw the coup as simply "a struggle for power at the highest levels of Russian government." Only 10% see the news as a victory for democratic revolution. 

As we approach the 20th anniversary of the Putsch, how should we understand these poll numbers?  Would the coup plotters have instigated the same reforms as Yeltsin and the other republic leaders?  Would they have spared Russia and the other Soviet republics the hyperflation and turmoil of the 1990s?

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You find other entries in occasion of the 20th anniversary from the End of the Soviet Union on, here.
Putin Watcher: 20 Years Since the Fatal Blow to the Soviet Union | 2011-08-16
Reposted bycheg00 cheg00
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August 17 2011

November 24 2010

May 18 2010

Anstieg der Computerkriminalität?

Bundesinnenminister de Maiziere hat heute die polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2009 vorgestellt und weist u.a. darauf hin, dass die Computerkriminalität deutlich zugenommen habe und hierbei der größte Anstieg beim Ausspähen und Abfangen von Daten zu verzeichnen gewesen sei. Das berichtet die FTD Deutschland.

Wenn der Staat neue Straftatbestände schafft, wie das beim sog. Abfangen von Daten (§ 202b StGB) geschehen ist, dann ist ein Anstieg der statistischen Kriminalitätsrate allerdings kaum zu vermeiden, denn schließlich wird ein Verhalten unter Strafe gestellt, das bislang straffrei war. Es wäre ein Gebot der Seriosität, solche Umstände auch bei der Präsentation der Statistik nicht unerwähnt zu lassen.

Die deutsche Kriminalitätsstatistik ist ohnehin ein Problemfall, der leider in der Presse als solcher nie thematisiert wird. Denn die Statistik erfasst keineswegs nur die Fälle erwiesener bzw. verurteilter Straftaten, sondern vielmehr alle polizeilichen Verdachtsfälle. Hier fließen deshalb auch “Taten” ein, die keine sind. Selbst dann, wenn kein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet wird oder ein solches bereits nach kurzer Zeit wegen des Fehlens eines Tatverdachts eingestellt wird,  erscheinen diese “Taten” in der Statistik.

Es wäre sicherlich auch möglich, aussagekräftige Kriminalitätsstatistiken zu führen. Aber gerade das ist nicht erwünscht, denn die Kriminalitätsstatistik ist seit jeher ein Instrument der Innenpolitik. Liebe Qualitätsjournalisten da draußen, wäre das nicht vielleicht mal ein Thema für eine kritische Berichterstattung?

March 30 2010

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Robert Reich: Don't Wait for Reform
There's already a law on the books that holds Wall Street CEOs and executives to account -- now it needs to be enforced.


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Banks fear genuine financial reform would cost them a bundle....

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So even as Wall Street sheds crocodile tears about the terrible things it's done, it is throwing money at Capitol Hill to thwart reforms that would prevent it from continuing to do terrible things. The political payoffs seem to be working. Proposed legislation from Treasury and the House (at this writing, the Senate Banking Committee hasn't reported out) has loopholes big enough to allow bankers to drive their Ferraris through them. Specifically, they permit secret derivative trading in foreign-exchange swaps (similar to what Goldman used to help Greece hide its debt) and in transactions between big banks and many of their corporate clients (as with AIG). Before you wallow in hopeless cynicism, though, it's worth noting that we already have a law against this. It's called the Sarbanes Oxley Act of 2002. It just needs to be enforced..."

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(Summarized on http://delong.typepad.com 20100329 | likewise on soup.io )

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Think back to the corporate looting scandals that came to light almost a decade ago when the balance sheets of Enron, WorldCom, and others were shown to be fake, causing their investors to lose their shirts. Nearly every major investment bank played a part in the fraud -- not only advising the companies but also urging investors to buy their stocks when the banks' own analysts privately described them as junk.

Sarbox, as it's come to be known, was designed to stop this. It requires CEOs and other senior executives to take personal responsibility for the accuracy and completeness of their companies' financial reports and to set up internal controls to assure the accuracy and completeness of the reports. If they don't, they're subject to fines and criminal penalties.

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— read the complete article on http://prospect.org | 20103029
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