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July 19 2013

Urheberkongress 2013 am 6. September in Berlin: Jetzt anmelden!

Aktuelle Fragen des Urheberrechts haben in den letzten Monaten für sehr viel Diskussionsstoff gesorgt. Für die einen ist es eine Glaubensfrage, für die anderen die Frage nach der ökonomischen Relevanz, für die Dritten geht es um die Frage, wieviel Zugang zu Werken und Wissen eine Gesellschaft ihren Bürgern bieten sollte. Die aktuelle Legislaturperiode der schwarz-gelben Bundesregierung neigt sich dem Ende entgegen, ab Herbst wird es eine neue Regierung geben. Das Urheberrecht wird auf der Tagesordnung bleiben. Doch welches sind die wichtigsten Bereiche in denen es neue Regelungen braucht?

Dieser Frage wollen wir am 6. September auf dem Urheberkongress 2013 in Berlin nachgehen. Organisiert wird diese Veranstaltung gemeinsam vom Think Tank iRights.Lab und der Initiative Urheberrecht. Ziel ist es, ein Forum zu bilden, auf dem alle Beteiligten der Debatte ihre Stimme erheben und kontrovers diskutieren können. Nicht in unergiebigem Streit, sondern konstruktiv und nach vorne gerichtet.

Wir wollen ermöglichen, dass weniger scheinheilige Argumente und Schutzbehauptungen die Debatte bestimmen, sondern konkrete konstruktive Ideen und Vorschläge, die auf Grundlage einer sorgfältigen Abwägung der Interessen entstehen. Dies ist ein Experiment, von dem wir uns erhoffen, dass die Diskussion voran kommt und nicht nur die alten ausgetretenen Wege ein weiteres Mal begangen werden.

Alle Informationen finden sich auf der fortlaufend aktualisierten Kongressseite urheberkongress2013.de.

Hier kann man sich verbindlich anmelden. Es wird einen Livestream für die Veranstaltung geben. Hier findet sich ein Überblick auf das Programm.

February 13 2013

Angriffe auf urheber.info: „Krimineller Teil der Netzgemeinde” soll schuld sein

Seit einigen Tagen ist die Website der Initative Urheberrecht, ein Zusammenschluss von Urheberverbänden, nicht mehr zu erreichen. Wer genau hinter dem Denial-of-Service-Angriff steckt, kann niemand mit Sicherheit sagen. Auf Twitter jedenfalls verkündete als erstes das „Team Medusa”, dass die Seite nicht erreichbar sei. Kurze Rückblende: Dabei handelt es sich um jenes bis vor kurzem völlig unbekannte, angebliche „Team”, das auch das „Peerblog” angegriffen haben soll. Diverse Anonymous-Accounts leiteten die Nachricht weiter. So weit, so unklar und so überflüssig.

Leider führt der Vorfall auch vor Augen, dass jeder ihn so interpretiert, wie es gerade ins Weltbild passt. Dass in der DAPD-Meldung die Beteiligten zu „Hackern” geadelt werden, daran hat man sich schon gewöhnt. Immerhin erklärt die Meldung knapp und verständlich, was ein solcher Angriff eigentlich ist (eine „Unmenge sinnloser Anfragen”).

Gleichsam als Kollateralschaden war auch Mediafon vom Angriff betroffen, eine nützliche und gut informierte Selbständigen-Beratung von Verdi. Der Dienst lief auf dem gleichen Server. In einer Rundmail informierte Mediafon darüber, dass „mit Verlaub – Arschlöcher” daran schuld seien. Der Ärger über den Ausfall ist verständlich. Während man „Anonymous”-Aktionen in den frühen Tagen noch wohlwollend als virtuelle Sitzblockade ansehen konnte, ist das von jedermann verwendbare Label inzwischen wohl völlig verbrannt. Es reicht offenbar schon aus, dass irgendwo „Urheberrecht” drauf steht, damit jemand die DDoS-Kanonen anwirft.

Ärgerlich ist aber auch, dass die Erklärung von Mediafon nun ebenso alles in einen Topf wirft – DDoS-Kids, die ominöse „Netzgemeinde” – die nun sogar über einen kriminellen Arm verfügen soll – am Ende selbst Parteien und Politiker, die für Urheberrechtsreformen stehen. In dem Rundbrief – hier dokumentiert – heißt es:

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

leider hat sich der kriminelle Teil der selbsternannten Netzgemeinde entschlossen, den Server zu attackieren, auf dem auch mediafon läuft.

(…) Wir nehmen an – und so hat der ganze Ärger vielleicht auch was Gutes -, dass dies für Euch Anlass sein wird, in Diskussionen, Web-Foren und Wahlentscheidungen genauer hinzuschauen, wer Eure Interessen tatsächlich vertritt und entsprechend Stellung zu beziehen.

Von anonymen „Hackern” über die „Netzgemeinde” bis zu Parteien, die für Urheberrechtsreformen werben – die ganze Welt hat sich wieder einmal gegen die Urheber verschworen, so jedenfalls der Eindruck beim Lesen der Erklärung. Ob eine solche „Analyse” eine Grundlage für Interessenvertretung sein kann, kann wohl jeder selbst beurteilen.

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Schweinderl