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June 26 2015

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[...]

Die formale Demütigung des Schuldners in den „Verhandlungen“ (man sollte statt Verhandlungen eher davon sprechen, dass hier übermächtige Gläubiger einen Schuldner fünf Monate lang am ausgestreckten Arm haben verhungern lassen) wird nur noch überboten von der materiellen Demütigung. Inhaltlich hat die Athener Regierung das genau nicht erreicht, was der Kern der Forderungen von SYRIZA war, nämlich die Möglichkeit, dem Land und der Wirtschaft neue Impulse zu geben. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es werden Steuern erhöht, Ausgaben gekürzt und die „Flexibilisierung“ des Arbeitsmarktes wird weiter vorangetrieben. In einer Situation, wo der Einzelhandel eines Landes so am Boden liegt wie in Griechenland (siehe die unten stehende Abbildung aus unserem Konjunkturbericht von dieser Woche), ist schon der Gedanke an eine Mehrwertsteuererhöhung absurd.

Picture4

[...]

Insgesamt gibt es wiederum – wie schon von 2010 bis heute – keinen Hauch einer Vorstellung davon, wie man die griechische Wirtschaft so anregen könnte, dass sie in der Lage wäre, ohne weitere Katastrophe bei den sozialen Bedingungen im Land die Primärüberschüsse (also Überschüsse der staatlichen Ausgaben über die Einnahmen ohne Zins- und Tilgungszahlungen), die jetzt angestrebt werden (von ein Prozent 2015 bis zu vier Prozent in vier Jahren), zu erreichen. Nicht eine Maßnahme in dem Papier kann eine depressionsgeschüttelte Wirtschaft wieder zu einem normalen Leben erwecken.

Damit haben sich, jenseits aller kleinteiligen Kompromisse, die Gläubiger und vorneweg Deutschland vollständig durchgesetzt. Sie haben ihre Ideologie von der Flexibilisierung, der Privatisierung und dem Rückzug des Staates ohne Rücksicht auf die konkrete Lage und die schlimmen Folgen der seit 2010 verschriebenen Flexibilisierungsmaßnahmen durchgedrückt. Das ist ein Ausmaß an Borniertheit, Ignoranz und Arroganz, das seinesgleichen sucht. Es ist das Ende des Europas, das einsichtige Politiker einst suchten, als sie nach den Wirren des Krieges den Menschen Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Welt machen wollten. Die Folgen werden verheerend sein, und das ganz sicher nicht nur für Griechenland.

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http://www.flassbeck-economics.de/das-katastrophale-ende-des-griechisch-europaeischen-trauerspiels/
— Das katastrophale Ende des griechisch-europäischen Trauerspiels | Heiner Flassbeck - 2015-06-26
Reposted byiggy iggy
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Es ist ein hartes Erwachen, wie nach einer durchwachten Nacht. "Die Isolierung von Tsipras auf dem Gipfel" titelt die konservative griechische Zeitung Kathimerini am Freitag. Auch die linken Blätter sehen den griechischen Premier mehr denn je in der Enge. Noch am Donnerstagabend hatte der griechische Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis gehofft, die EU-Regierungschefs würden den Knoten in Brüssel durchschlagen. Nun wissen Alexis Tsipras und seine Mitstreiter: Angela Merkel und die anderen EU-Chefs werden es nicht richten. Der Ball ist zurück bei den Finanzministern. Das ist bitter für Tsipras.

Was der Premier auf dem nächtlichen Gipfel in Brüssel erlebt hat, das lässt sich nach griechischen Quellen nun in etwa so rekonstruieren: Heftige Kritik an Athen kam ausgerechnet von den Iren und den Portugiesen. Die mussten selbst schon harte Sparauflagen erfüllen, ohne dass es überhaupt ausführliche Debatten auf EU-Gipfeln gab, wie der irische Regierungschef Enda Kenny anmerkte. Früher habe Tsipras beklagt, Athen sei nie dieselbe Flexibilität bei den Reformen gewährt worden wie Irland und Portugal. Aber, so fragte Kenny den Griechen: Wo sind eure Strukturreformen?

Auch mit EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte Tsipras einen Zusammenstoß. Als Tusk auf Englisch sagte: "The Game is over" (das Spiel ist aus), explodierte Tsipras, wie die Zeitung Ta Nea schreibt. "Das ist kein Spiel", sagte Tsipras und betonte, hinter ihm stünden "1,5 Millionen Arbeitslose, drei Millionen Arme und Tausende Familien ohne Einkommen, die von der Rente ihrer Großeltern leben". Tusk, so drohte Tsipras, sollte nicht unterschätzen, zu was ein "gedemütigtes Volk" fähig sei. "Künftige Historiker" würden nicht verstehen, "dass wir mit unserem Vorschlag zu keiner Einigung kamen".

Besonders hart ging der bulgarische Premier Bojko Borissow mit Tsipras ins Gericht. In seinem Land betrage die Durchschnittsrente nur 180 Euro, weil man sich nicht mehr leisten könne. Borissow zeigte sich auch verärgert, dass Griechenland es schon seit Jahren nicht schaffe, eine gemeinsame Zollfahnder-Einheit mit Bulgarien aufzustellen, um den Grenzschmuggel zu bekämpfen.

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http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/griechenland-bittere-stunden-fuer-tsipras-1.2539155
— Bittere Stunden für Tsipras | SZ - 2015-06-26
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STANDARD: Was braucht es neben einer kräftigen Lohnentwicklung in Deutschland noch, damit Europa wieder aus der Rezession kommt?

Flassbeck: Es braucht wieder einen makroökonomischen Dialog, bei dem die Lohnentwicklung in Europa koordiniert wird. Da muss entschieden werden, wie sich Länder an ihre Produktivität anzupassen haben – und sie müssen sich anpassen, das ist das entscheidende.

STANDARD: Politisch schwer machbar.

Flassbeck: Tja, dann gibt's halt keine Währungsunion mehr. Eine Währungsunion bedeutet, dass ich entsprechend meinen Verhältnissen lebe. Ich kann weder systematisch über noch unter meinen Verhältnissen leben, und beides ist aber der Fall. Griechenland hat über seinen Verhältnissen gelebt und Deutschland unter seinen Verhältnissen. Österreich ist auch ein wenig darunter.

STANDARD: Ist Deutschland zu mächtig für diese EU?

Flassbeck: Das Problem ist, dass in einer Finanzkrise Gläubiger unheimlich mächtig werden und Deutschland ist der größte Gläubiger. Und die Sache ist, dass Deutschland nicht begreift, dass diese Macht des Gläubigers nicht eine gottgegebene Macht ist, sondern ein reiner Finanzmarkteffekt. Kluge Politiker würden mit dieser Macht sehr behutsam umgehen, aber kluge Politiker sind in Deutschland weit und breit nicht zu sehen.


http://derstandard.at/2000018011161/Oekonom-Flassbeck-Ich-halte-es-fuer-eine-Absurditaet

— Ökonom Flassbeck: "Es ist nicht nur Griechenland" | derstandard.at - 2015-06-26
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Sollte Griechenland aus der Eurozone ausscheiden, wäre ein Domino-Effekt zu befürchten: Griechische Banken drohten bei einem Bankrott ihre Tochtergesellschaften in den südosteuropäischen Staaten mit in den Abgrund zu reißen. "Wir schließen die Möglichkeit staatlicher Unterstützung für Banken nicht aus", erklärte die Agentur. Sollten diese Hilfen dann die Staatsfinanzen deutlich schwächen, könnte das negative Folgen für die Kreditwürdigkeit der Länder haben.

Der Marktanteil von Ablegern griechischer Geldhäuser wie der Alpha Bank, der Piraeus Bank und Eurobank Ergasias reicht laut S&P von 15 Prozent in Rumänien und Serbien bis hin zu mehr als 20 Prozent in Bulgarien und Mazedonien. S&P hatte zuvor erklärt, die Agentur gehe weiterhin davon aus, dass Griechenland in der Eurozone bleibt. Der langsame Fortschritt der Gespräche sei dennoch ein Zeichen, dass ein Ausscheiden des Landes aus der Währungsgemeinschaft möglich ist.
Angst um Zypern

Innerhalb der EU werden auf politischer Ebene und innerhalb den Notenbanken bereits seit Wochen Notfallpläne für den Fall diskutiert, dass Griechenland aus dem Euro ausscheidet. Bisher im Fokus standen dabei Bulgarien und Zypern. Für beide Länder gibt es nach Angaben von Euronotenbankern bereits konkrete Überlegungen, um eine Ausbreitung der Schockwellen bei einem Grexit zu verhindern.

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http://derstandard.at/2000017981501/SP-warnt-vor-Dominoeffekt-in-Suedosteuropa
— S&P warnt vor Dominoeffekt in Südosteuropa | derstandard.at - 2015-06-24

June 25 2015

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Erfrischend präzise moderiertes Interview im ORF (24.06.2015) von Johanna Jaufer mit Heiner Flassbeck

Euro, Griechenland, Deutschland, Europa
Itlien, Frankreich, Spanien

Merkantilismus, Monetarismus, Austerität,

Einkommen, Inlandsnachfrage, Ausfuhren,
Wohlstand, Lohndumping, Neuverschuldung,

Rechtsruck, Populismus

June 21 2015

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Eine ehrliche Politik hätte Angela Merkel womöglich das Amt gekostet. (...)

Der «Spiegel»-Kolumnist Wolfgang Münchau hatte völlig recht, als er nach dem Wahlsieg der Syriza im Januar 2015 schrieb: «In den vergangenen fünf Tagen ist das Ausmass von Angela Merkels katastrophaler Antikrisenpolitik so deutlich geworden wie nie zuvor. Die von ihr erzwungene Sparpolitik führte zu Deflation im Euroraum und zu Dauerrezession in Südeuropa.»

Gescheitert ist vor allem Merkels Idee, dass man die Krise aussitzen könne. Bei vielen politischen Themen mag das möglich sein. Skandale kommen und gehen, Konflikte lassen sich eindämmen, wenn man sich mehr Zeit zur Kompromissfindung lässt. Aber bei der Europäischen Währungsunion ist dies genau der falsche Ansatz. Die Probleme werden grösser, nicht kleiner, wenn man zuwartet.

Wie schlimm die Situation in Griechenland geworden ist, zeigt ein Blick auf die Gesundheitsversorgung. Die Ausgaben wurden seit Ausbruch der Krise um 50 Prozent gekürzt. In den ersten vier Monaten dieses Jahres erhielten die 140 Staatsspitäler mehr als 90 Prozent weniger als letztes Jahr, weil der Staat kein Geld mehr hat. Griechenland steckt seit längerem in einer humanitären Krise. Ein griechischer Arzt, der ein Gratisspital betreibt, gab kürzlich ein erschütterndes Interview mit dem Berliner «Tagesspiegel». Das Fazit: «Wer kein Geld hat, stirbt.»

Die verheerende Wirtschaftspolitik wäre nicht nötig gewesen, wenn die Weichen beim Ausbruch der Krise 2010 richtig gestellt worden wären. Jeder einigermassen gut informierte Beobachter wusste, dass das Austeritätsprogramm die Schulden nicht reduzieren, sondern erhöhen würde. Das ganze Programm war ökonomisch sinnlos. Griechenland war bereits bankrott, es hätte einen schnellen Schuldenschnitt gebraucht, nicht eine Verschiebung der Probleme.

Als Joe Ackermann 2010 öffentlich zu bezweifeln wagte, «ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen», reagierte die Bundeskanzlerin unwirsch. Sie liess über ihre Sprecherin ausrichten: «Es ist nicht an der Bundesregierung, die Meinungsäusserung von Herrn Ackermann zu kommentieren oder zu bewerten.» Es gebe «keinen Anlass und keinen Nutzen, darüber zu spekulieren, ob Griechenland fähig sein werde, seine Schulden zurückzuzahlen». Die Bundesregierung halte das Anpassungsprogramm von Griechenland «für realistisch» und habe «keinen Zweifel an der Entschlossenheit der griechischen Regierung, das in den nächsten Jahren umzusetzen».

Als der Bundestag im Mai 2010 die erste Kredithilfe an Griechenland verabschiedete, erklärte Merkel:

   "... Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der jetzt vorgeschlagene Lösungsweg einschliesslich der vierteljährlichen Überprüfungen der Umsetzung des griechischen Programms bietet mehr Chancen als jede andere Alternative. Er bietet die bestmögliche Gewähr dafür, dass der deutsche Steuerzahler, der über den Bund für die Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau bürgt, von einer Inanspruchnahme verschont bleibt. ..."

Möglicherweise hätte sie eine ehrliche Politik bald das Amt gekostet. Dann hätte sie aber wenigstens für sich in Anspruch nehmen können, dass sie das Richtige tun wollte. Ein Ehrenplatz in der Geschichte wäre ihr sicher gewesen. Nun wird die Nachwelt eher ungnädig urteilen: Machterhalt statt Problemlösung.

Zudem gibt es Vorbilder, die eine politische Kehrtwende vorgenommen haben, ohne dass sie aus dem Amt gedrängt worden sind. Ein Beispiel ist Charles de Gaulle. Am 1. Juni 1958 wurde er zum Ministerpräsidenten Frankreichs gewählt und machte sich sogleich auf nach Algerien, um den dort lebenden Franzosen seine Unterstützung im Algerienkrieg zu versichern. Auf dem Balkon des Regierungssitzes in Algier sprach er den berühmt gewordenen Satz: «Je vous ai compris.» Die Algerien-Franzosen jubelten und hofften, er werde die Aufständischen besiegen (hier ein kurzes Video).

Wenige Jahre später beendete de Gaulle den Krieg, weil er sah, wie sinnlos es war, sich der Unabhängigkeit Algeriens zu widersetzen.

[...]

http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/37350/ausgemerkelt/

— Ausgemerkelt | tagesanzeiger.ch 2015-06-17
Reposted byschaafdarksideofthemoonSirenensang

September 24 2014

„Philosophische Unterschiede“ in den G 20 und die deutsche Schuldenphobie

Offensichtlich hat es beim Treffen der G 20 Finanzminister in Australien am vergangenen Wochenende heftigen Streit gegeben (vgl. dazu den Bericht der Financial Times hier und den Text des Kommuniqués hier). Anders kann man es nicht interpretieren, wenn der amerikanische Finanzminister in aller Öffentlichkeit von „philosophischen Unterschieden“ spricht. Die USA und andere haben zum wiederholten […]
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Germany’s Economic Mirage

For 60 years, successive German governments sought a more European Germany; but now, Chancellor Angela Merkel’s administration wants to reshape Europe's economies in Germany’s image. This would be a disaster: Far from being Europe’s most successful economy – as German officials boast – Germany’s economy is dysfunctional.

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February 14 2014

“Another Face of Africa”: Call for Photos, Stories

Addis Ababa, Ethiopia

A group of young volunteers from southern Germany, many of whom have lived in Africa, are calling for photos, essays, videos, blog posts or poems by locals of five major African cities: Lagos, Addis Ababa, Gaborone, Kigali and Kinshasa.

With a forthcoming exhibition called “Sichtwechsel,” their goal is to show another face of Africa than what typically appears in German media — modern, urban, rapidly developing societies.

See their website at Missing-Images.com in English, French and German. The deadline for submissions is March 31, 2014.

February 12 2014

VIDEOS: Argentina's Melting Pot of Culinary Traditions

[All links lead to Spanish-language sites unless otherwise noted.]

The diverse migratory flows that have reached Argentina from the 1880′s and until now contributed to the richness and variety of the typical [en] cuisine in the country.

The various ‘ferias de colectividades’ (cultural fairs) that take place throughout Argentina are good illustrations of this. In these fairs we can witness not only a display of each community's traditions, folkloric dances, beauty pageants and souvenirs but also their traditional dishes. For instance, during the Fiesta de Colectividades in the city of Rosario that takes place every year, a varied menu is offered representing the multiple communities (Latin, European and Asian) that compose the Argentinian society. In this video, we can see how typical Paraguayan food is prepared and sold during that same fair in Rosario.


On Facebook, the page Encuentro Anual de Colectividades (Annual Gathering of Communities) shows some dishes that will be sold during the 2014 program in the city of Alta Gracia [es]. The city, located in the Córdoba province, is quite famous because it is where the revolutionary Che Guevara [en] lived for 12 years.

Imagen de la página de facebook Encuentro Anual de Colectividades

Photo posted on the Facebook Page of the Encuentro Anual de Colectividades event

Every September, the Misiones province [en] also celebrates its traditional Fiesta Nacional del Inmigrante (National Feast of the Immigrant). For the occasion, the Polish community, among other migrant groups, cooks Kursak Polski na Royezaj, better known as Polish chicken.

Ingredientes
1 pollo
1 cebolla grande
2 ajo puerro
1 morrón rojo mediano
1 morrón verde mediano
200 gramos crema de leche
200 gramos champiñones
sal y pimienta

Preparación de la salsa
Picar la cebolla bien fina, rehogar con una cucharada de aceite, agregar los morrones cortados en daditos, agregar el ajo puerro picado muy fino. Revolver muy bien, agregar crema de leche y los champignones.
Cocinar durante cinco minutos, agregar sal y pimienta a gusto.
Optativo nuez moscada.
Si queda muy espesa la salsa agregar leche para suavizar. Servir acompañado con pollo a la parrilla o al horno

Ingredients

1 Chicken

1 Large Onion

2 Leeks

1 Medium Red Pepper

1 Medium Green Pepper

200 g. Cream

200 g. Mushrooms

Salt and Pepper

Preparation of the sauce

Chop the onions very finely. Fry lightly with one tbsp of oil. Add the peppers after they've been diced followed by the leeks finely cut. Stir well. Add the cream and mushrooms.

Cook for 5 minutes. Add salt and pepper to taste. You can also add some nutmeg if you wish. If sauce gets too thick, add some milk. Serve with grilled or roast chicken.

In addition there are community-specific celebrations, such as the one by the Volga Germans [en], who settled mostly in the province of Entre Ríos. The Volga Germans lived in the region of southeastern European Russia, close to the Volga river [en]. They came to Argentina in 1878 and preserved their traditions as well as their language. Cuisine is naturally at the heart of these traditions. This video produced by the Asociación Argentina de Descendientes de Alemanes del Volga (Argentinian Association of the Volga Germans Descendants) demonstrates how to prepare a Kreppel:


There also many restaurants serving foreign food. The Croatian community in Argentina, for instance, keeps its culinary traditions with restaurants like Dobar Tek, offering a rich Croatian menu. This video shows the “art” of preparing an apple strudel.


The Armenian community is also quite influential in Argentina. Romina Boyadjian suggests the 5 best dishes in Armenian cuisine while pointing out that the Community in the diaspora has reinvented the typical dishes:

Algo curioso es que la comida armenia que se come en Argentina es muy distinta a la que se consume en Armenia. Esto tiene que ver con las reinvenciones que hacen los diferentes pueblos al partir de su tierra natal, las costumbres que traen consigo y lo que termina siendo valorado en la nueva comunidad. Hay comidas que acá se consideran típicas y que allá apenas se conocen.

It's quite intriguing that the Armenian cuisine we eat in Argentina is quite different from the one actually consumed in Armenia. This has to do with the reinventions done by the different populations based on their homeland, the traditions that they bring and what ends up being valued in the new community.  Some dishes are considered traditional yet they are barely known there (in Armenia).

One of the cities symbolizing the Jewish immigration to Argentina is Moisés Ville [en], established by the first immigrants who reached the country. On the YouTube account of the initiative Señal Santa Fe we can see the city and get to know how traditions are preserved through well-known dishes such as the strudel or the Knish [en] among others:


But which dish was quickly adopted by immigrants upon their arrival to the country? The asado [en] without any doubt, especially because the majority of the newcomers were peasants and meat was quite cheap. The Club Argentino de Asadores a la Estaca (Argetinian Club of Rotisseurs) has some photos for you to enjoy.

Asado a la Estaca - Imagen. Laura Schneider

Asado – Photo by Laura Schneider

February 07 2014

Last Chance to Submit Papers for Re:Publica 2014

re:publica 14 - INTO THE WILD

The organizers of Re:Publica in Berlin, Germany have extended the deadline for submission of papers for speaking topics to February 7, 2014. The topic for this year's conference, which typically attracts around 5,000 people, is INTO THE WILD, exploring the unknowns of a post-Snowden era. Submit your papers today! The event will be held on May 6-8. Expect to see Global Voices there too. #RP14

January 28 2014

INNOVATION: Containers as Student Housing at European Universities

“Containers” at DTU Campus Village in Kongens Lyngby, Denmark via wikipedia CC-BY-SA-3.0

In order to alleviate the lack of student housing available across Europe, a few universities in Denmark, Germany, France (Le Havre) [fr] and Spain have tried to turn containers into student dorms. Containers appear to be the structure of choice because they are less costly and readily adaptable to include the necessary amenities. However, a few associations have already raised a few issues [fr] regarding thermal isolation and safety in the containers. 

January 26 2014

‘AFTER 25 Conference': Tokyo and Berlin Discuss Creative Culture

As Berlin and Tokyo mark 20 years of friendship as sister cities, representatives of two creative industries, including Chairman of the Club Commission of Berlin Marc Wohlrabe and Takahiro Saito, a lawyer and member of Let's Dance, a consortium that fights against Japan's dance regulations, will come together for the AFTER 25 conference on March 1, 2014 in Tokyo to discuss how creative culture can contribute to the socio-economic development of both cities: 

After the fall of the Berlin wall, extreme social, cultural and economic changes transformed the city into a unique playground. Today, 25 years later, it attracts creatives, tech startups, social entrepreneurs, and investors from all over the world.

Berlin recognized its creative sub-cultures as part of its identity and history, which now act as key drivers for tourism and economy. This transformed Berlin into a unique, successful city demonstrating how supporting creativity can grow into key economic and social factors fueling innovation and growth.

This dramatic yet positive change that Berlin went through leads us to the question: what role can Tokyo’s creative cultures play in laying the foundations for the city’s next phase? How can we paint a brighter future by aligning the creative potential of these two cities?

January 22 2014

As Darkness Falls – Berlin Conference

As Darkness Falls - Berlin conference

Berlin is welcoming the digital intelligentsia to a conference this weekend (January 25-26) on “self-empowerment in the age of digital control”. Speakers at the event, As Darkness Falls, include Jacob Appelbaum, Bruce Sterling, Micah Sifry, Evgeny Morozov and from Global Voices, Asteris Masouras (@asteris).

See program in English and German. The meeting is hosted by the German Federal Cultural Foundation in cooperation with Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin.

January 20 2014

European Citizens Call for the Protection of Media Pluralism

For updates follow @MediaECI on Twitter and 'like' the Facebook page European Initiative for Media Pluralism.

Website: MediaInitiative.eu. For updates follow @MediaECI on Twitter and ‘like’ the Facebook page European Initiative for Media Pluralism.

“European institutions should safeguard the right to free, independent and pluralistic information”. The quote, from the Media Initiative website, summarizes the main idea behind a pan-European campaign that aims at urging the European Commission to draft a Directive to protect Media Pluralism and Press Freedom.

The Media Initiative is running a European Citizens’ Initiative - a tool of participatory democracy “which allows civil society coalitions to collect online and offline one million signatures in at least 7 EU member states to present directly to the European Commission a proposal forming the base of an EU Directive, initiating a legislative process”. The petition is available in 15 languages and can be signed online:

Protecting media pluralism through partial harmonization of national rules on media ownership and transparency, conflicts of interest with political office and independence of media supervisory bodies.

A short video presents the campaign:

Reposted bycheg00 cheg00

January 10 2014

‘Abita', Animated Short Film About Fukushima Children


“Abita”, an animated short film about Fukushima children who can't play outside because of the radiation risk, delicately illustrates their dreams and realities. The film, produced by Shoko Hara and Paul Brenner, won the award for Best Animated Film at the International Uranium Film Festival in 2013.

Shoko Hara, a student in Germany who was born in Okayama in the western part of Japan, wrote about the metaphor she used in the film.

We used Japanese symbolism in our film. The Dragonfly represents the Japanese island, because of its form. It also symbolizes hope, perspective, dream, energy in Japan and it unites all the natural elements like water, earth and air. These were destroyed with the Fukushima disaster, they don't have any perspectives for their future. Furthermore dragonflies in japan are carriers of fertility. The Dragonfly represents the inner world of the child, that it wants to be free in the nature, but it can't. Dragonfly is a popular symbol in japan and we often use it in arts, poems and in literature. 

Despite scarce media coverage in Japan, the film has been shared widely on social media.

Radiation remains a serious problem for residents in the area surrounding the Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant since the plant suffered a meltdown following the 2011 Tohoku earthquake and tsunami.

December 23 2013

#Lobbytweet, a Push for More Transparency in Germany's Politics

In many countries, growing numbers of users have made Twitter the second most important social network, just behind Facebook. Yet Twitter’s popularity in Germany doesn't even come close to the levels it enjoys in countries like Brazil, the United States, Spain or Turkey.

Die Wirtschaftswundertüte. Ein Geschenk der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft an die gründe Bundestagsabgeordnete Tabes Rößner.

The Economic Miracle Bag. A gift from the Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (New Social Market Economy Initiative) to Green Party MP Tabes Rößner. Photo published on Tabes Rößner’s Facebook page.

In Germany, the number of Twitter users is similar to that of the considerably smaller Netherlands—despite having a population almost five times the size. An Economist magazine blog has already raised the question “Why Do Germans Shun Twitter” and comes to the conclusion that the transparency of Twitter comes in conflict with the German need for privacy.

Now the transparency of Twitter could provide a way to shed more light on the darkness of lobbying in German politics. In his blog Hamburger Wahlbeobachter [de], political advisor and blogger Martin Fuchs recently called on German politicians to publicize their meetings with lobbyists on Twitter using the hashtag #Lobbytweet. Some politicians already post these meetings on their websites; Green Party MP Tabea Rößner posts a selection of bizarre lobbyist presents on her Facebook page [de]. The posting of lobby tweets would aggregate these types of meetings and give citizens, journalists, and NGOs a peek—if not a window—into the extent of lobbying in Germany.

The initiative proposed by Hamburger Wahlbeobachter originates with a tweet by Green Party MP Agnieszka Brugger, who routeinly returns gifts from lobbyists to their senders. In October, Brugger sent back one particular gift from the Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), or New Social Market Economy Initiative in English, and tweeted:

#INSM, your gift is going back.

Hamburger Wahlbeobachter keeps a running list on his blog with all MPs at the state and national level who agreed to use #Lobbytweet to report on their meetings with lobbyists. So far, seven parlamentarians have signed on to the initaitive, some from the national parliament, Bundestag, and some from state parliaments. It remains to be seen if more politicians will follow.

The first politicians who expressed interest in using #Lobbytweet were given a euphoric greeting from Fuchs, the man behind the initiative:

Terrific, with MP @marcobuelow & State Parliamentarians @netnrd @mmarsching the first politicians are using #LobbyTweet http://t.co/Ke26ZF1w1c #PIRATEN #SPD

Reactions on Twitter have so far been very positive. Jona Hölderle tweeted, mentioning Fuchs (@wahl_beobachter):

Just tweet transparency: http://t.co/q4pjQMgP4R Nice #LobbyTweet suggestion from @wahl_beobachter!

Yannick Dillinger appears to be excited about the #Lobbytweet initiative:

Nice move! MT @wahl_beobachter: “It kicked off with a photo from@agnieszka_mdb.Transparency in lobbying.-> http://t.co/Hnu5Ukaze7 #LobbyTweet

Journalist Claus Hesseling (@the_claus) also found the idea worth recommending:

The #Lobbytweet initiative does not exonerate politics from its obligation to pass legislation for greater transparency. The nonprofit organization LobbyControl and other organizations have long put pressure on politicians to create a mandatory lobby register and to pass a law to prevent bribery among parliamentarians. Still, the #Lobbytweets could be a small step in the right direction.

December 21 2013

“Beyond Brazil”: European Journalists Wanted for Reporting Trips

Coolpolitics in Portugal announces [pt] an open call for European journalists who want to go on a reporting trip to Brazil in 2014. Twenty-one young reporters from Portugal, The Netherlands, Belgium, Germany, United Kingdom and Bulgaria will be selected to take part of three different groups that will cover events in Brazil, before and after the World Cup, while collaborating with Brazilian peers.

The Beyond Your World website explains the application process and the expected outcomes of this international reporting and training opportunity:

Ongoing demonstrations, the upcoming World Cup, preparations for the Olympic Games and approaching elections; 2014 is considered to be a very important year for Brazil. Consequently, many beautiful stories are out there and are waiting to be covered. Beyond Your World would likes to make a big contribution with this special project. We want to take this incredible opportunity to explore and tell stories in and from Brazil, not only by giving young journalists the chance to gain experience overseas, but also enabling them to work together with colleagues from different countries. 

Deadline for applications is on January 10, 2014. This project - a cooperation between Lokaalmondiaal and the Brazilian media organisation Canal Futura - is part of the training program Beyond Your World which “seeks to inspire and enable the next generation of journalists to cover international development issues”.

December 03 2013

“I Am a German Street Vendor in Dakar”

Being a street vendor is not an easy job, especially in Senegal. Yet this is the choice that Sebastian Prothmann, a native of Germany, made after he arrived in Dakar, Senegal a few months ago. The following video shows Prothmann at work [fr]:

Prothmann explains in an interview for the Dakaroiseries blog how he came to this unusual job [fr] in a western African country :

Au début de mon séjour j’ai rencontré un jeune homme qui a lors de notre premier contact manifesté son désir ardent de quitter le Sénégal. J’étais curieux de comprendre son ‘’monde vécu’’ pour aboutir à des interprétations socio-culturelles sur  son envie  d’émigrer. Il était marchand ambulant. Donc, un jour je lui ai demandé si je pouvais l’accompagner dans sa routine quotidienne. Ce qu’il a accepté. Il m’a donc fait faire un premier tour, soi-disant pour mon apprentissage.  Il en  était réjoui, car on a fait de bons bénéfices [..] Avec cet engagement, j’ai eu plus des prises de conscience dans le secteur informel, communément appelé aussi « Dóor waar », qui joue un rôle fondamental pour la jeunesse sénégalaise. [..] j’étais souvent confronté à une incrédulité frappante quant à mes origines. La plupart des personnes n’ont pas cru qu’un homme blanc peut s’investir dans un tel travail. Plusieurs fois j’étais aussi confronté à une confiance plus élaboré á mon égard. Il y avait des considérations selon lesquels moi en tant que Blanc devait vendre des produits de bonne qualité.

At the beginning of my stay (in Senegal), I met a young man who at our first meeting expressed his longing to leave Senegal. I wanted to understand why he wanted to leave and how his everyday life was so I could comprehend the socio-cultural interpretations of his desire to leave. He was a peddler. So one day I asked if I could accompany him in his daily routine hhich he accepted. After he made ​​me do a round as a vendor, supposedly for my training. He was glad because he made some good profits [ ..] With this new work, I had a better understanding of the informal sector here, commonly known as “door waar ” which plays a fundamental role in the lives of Senegalese youth . [ ..] I was often faced with disbelief when it came to my origins. Most people did not believe that a white man can get involved in such work here. Several times I was also granted more trust about my products than the other street vendors. There was a prevailing line of thinking that suggested that a white person must be selling good quality products .

 

November 21 2013

Reengineer the News! Global Voices Partners with Oximity

Oximity team

Oximity's team pose for a group photo in Berlin, Germany.

Oximity is a new website with the modest goal of “reengineering the news industry”. It's neither an aggregator nor a citizen journalism site, but something that encompasses both.

Behind the bravado is the site's co-founder Sanjay Goel who together with a Berlin-based team has developed a technically sophisticated and ambitious tool for news reading and writing.

The goal is to offer “news from the source” as an alternative to traditional mainstream news providers. Any organization or individual can use the site as a publishing platform with their own name and branding. And readers can easily sort through vast amounts of content (in any language) by creating “Playlists” of sources or keywords (Tags) on a personalized homepage.

Partnership

Global Voices stories in all languages are now available on Oximity, where readers can choose to follow specific variations of language or topic (say, Spanish and French stories about Ethiopia).

As a feature of our partnership Oximity has given Global Voices stories special status on their homepage as a “recommended playlist”.

The list of publishers is quickly growing as Oximity focusses on expansion and honing in on a business model. The site is still in beta and Oximity pride themselves on adapting quickly to feedback.

Oximity's homepage

Oximity's homepage (Nov 19, 2013)

Interview with Oximity's Sanjay Goel

Sanjay Goel

Sanjay Goel, Co-Founder

What motivated you to launch Oximity?

The news industry's fundamental model has not changed since its invention more than 400 years ago. It's time to make a fresh start.

Serious lack of trust in the media is a problem in most countries thanks in part to media consolidation and vested interests. On Oximity all news will come from the source, because the source is by definition the expert.

Journalists are skilled in news writing and storytelling, but most fall short when it comes to reporting that really requires expertise.

Doesn't relying on “sources” like organizations or individuals introduce problems with quality or issues with bias?

Yes, that can be a problem. Our solution is to enable our users to proofread, translate, and offer public feedback on stories, a bit like on Wikipedia. Oximity also provides tools to allow users to contextualize, refute or add to published articles, allowing the reader to see multiple perspectives in one place.

Companies like eBay and LinkedIn create online trust through ratings, public scrutiny and feedback systems. We are applying these learnings to the news industry.

What are your long-term goals?

We want Oximity to be a non-partisan, secular, mainstream news platform that offers solutions to the flaws of the current news model. Our agenda is to promote objective reality — or what some people call ‘the truth'.

We want Oximity to be financially self-sustainable. We are learning from the revenue models of large internet companies that are not primarily in the news business, including eBay, LinkedIn, Facebook, Twitter and Google.

What are some of the technical features of Oximity you are excited about?

Thanks to extremely versatile technology anyone can plug their content into Oximity, and organizations can also display news from Oximity on their own websites. This creates a two-way flow of news for a critical mass of self-empowered and interconnected writers and readers.

Instead of organizing news under just a few broad categories like most other sites, we sort vast amounts of information using automatic and semi-automatic tagging that helps ensure Oximity is relevant to each individual.

Additionally, behind the scenes, we use a technical standard for our articles (rNews) that makes them easily discoverable in search engines.

We solved the need for verification of writers with a unique peer-to-peer authentication system. Oximity can approve writers we know, and approved writers can approve other writers they know. We were inspired by similar ‘web of trust’ models used in open-source software development.

Also, we have implemented special algorithms for scoring of articles that help the best rise to the top, and an advanced search for article recommendations and discovery.

Why did you chose to make your website multi-lingual?

As our world comes together via technology, language differences can still be a barrier to information sharing and mutual understanding. No part of the world should be left behind because they don't use English. Technology should adapt to people, not vice-versa. Therefore, we facilitate writing and reading news in more than 200 languages.

Users can manually translate any article to increase awareness of an issue in their own community, and we also have an automated translation feature in 40 languages.

Our readers can set up Playlists to follow topics of interest through Tags, even in languages they don't understand – that is a major breakthrough for news consumption.

Why do you wish to share Global Voices stories?

We believe that each human being is equal – in absolute terms, with no exceptions. One would expect the mainstream media to reflect the issues of everyone. But most of the media that has global reach and impact is from the ‘rich world', so we end up focusing on issues relevant to only a few countries disproportionally.

Global Voices helps correct this imbalance by bringing news from the entire world. You have built an amazing and dedicated community over many years, and it is a privilege to share this content with Oximity's users.

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