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March 19 2013

EuGH - Bouygues: auch nicht angenommenes Anbot einer staatlichen "Kreditlinie" (Aktionärsvorschuss) ist Beihilfe

Mit dem heutigen Urteil in den Rechtssachen C-399/10 P und C-401/10 P, Bouygues, (Pressemitteilung des EuGH) hat der EuGH das Urteil des EuG vom 21.05.2010 in den Rechtssachen T-425/04, T-444/04, T-450/04 und T-456/04, Frankreich ua/Kommission (im Blog dazu hier), aufgehoben. Allein das Anbot einer staatlichen Kreditlinie kann demnach bereits einen dem Beihilfenrecht unterliegenden Vorteil für das solcherart begünstigte Unternehmen darstellen.

Im Verfahren ging es um eine Beihilfenentscheidung der Kommission (C(2004)3060), wonach der "Aktionärsvorschuss, den Frankreich France Télécom im Dezember 2002 in Form einer Kreditlinie von 9 Mrd. EUR gewährt hat, [...] vor dem Hintergrund der ab Juli 2002 abgegebenen Erklärungen eine staatliche Beihilfe dar[stellt], die mit dem Gemeinsamen Markt unvereinbar ist." Das EuG hatte diese Kommissionsentscheidung für nichtig erklärt (bzw, um genau zu sein: das EuG hatte Art 1 der Entscheidung für nichtig erklärt und die Anträge, Art 2 der streitigen Entscheidung - die Beihilfe nicht zurückzufordern - für nichtig zu erklären, als erledigt beurteilt).

Zur Vorgeschichte: 
France Télécom (FT), im Jahr 2002 noch zu 56,45 % im Eigentum des französischen Staates, wies für 2001 einen Verlust von 8,3 Mrd Euro aus und hatte Nettoschulden von 63,5 Mrd Euro. Die Ratingagenturen stuften das Rating für FT herab, der Aktienkurs fiel erheblich. Daraufhin erklärte der Wirtschaftsminister im Juli 2002 in einem Interview, dass der Staat, sollte FT Finanzprobleme haben, die für die Überwindung erforderlichen Entscheidungen treffen werde. Ähnliche Erklärungen wurden im September und Oktober wiederholt. Die Ratingagenturen berücksichtigten diese Erklärungen bei ihren Einstufungen als positiv. Am 04.12.2002 stellte der neue Vorstand von FT den Plan "Ambition 2005" vor, der eine Kapitalerhöhung uim 15 Mrd Euro vorsah. Am selben Tag wurde eine Pressemitteilung des Wirtschaftsministers veröffentlicht, in der die Unterstützung des Staates für den Plan "Ambition 2005" bekräftigt wurde. Der Staat werde sich an der Kapitalerhöhung mit 9 Mrd Euro beteiligen und sei bereit, seine Beteiligung an der Kapitalerhöhung in Form eines befristeten Aktionärsvorschusses vorwegzunehmen. (Der Plan Ambition 2005 einschließlich des Aktionärsvorschusses wurde ebenfalls am 04.12.2002 der Kommission notifiziert.)

Mehrere aufeinanderfolgende Maßnahmen als eine einzige Maßnahme?
Der EuGH sieht einen Rechtsfehler des EuG zunächst in dessen Ansicht, die Kommission sei verpflichtet, bei jedem staatlichen Eingriff einzeln zu prüfen, ob damit ein spezifischer Vorteil aus staatlichen Mitteln gewährt wurde. Er hält dazu fest:
103   Da die staatlichen Maßnahmen unterschiedliche Formen annehmen und nach ihren Wirkungen zu untersuchen sind, kann nicht ausgeschlossen werden, wie die Unternehmen Bouygues und die Kommission zutreffend ausführen, dass mehrere aufeinanderfolgende Maßnahmen des Staates für die Zwecke der Anwendung von Art. 107 Abs. 1 AEUV als eine einzige Maßnahme zu betrachten sind.
104   Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn aufeinanderfolgende Maßnahmen insbesondere in Anbetracht ihrer zeitlichen Abfolge, ihres Zwecks und der Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt dieser Maßnahmen derart eng miteinander verknüpft sind, dass sie sich unmöglich voneinander trennen lassen (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 24. April 1980, Kommission/Italien, 72/79, Slg. 1980, 1411, Randnr. 24).
Im konkreten Fall ist die Lage für den EuGH jedenfalls hinsichtlich der Erklärung vom 04.12.2002 und dem darin auch erwähnten Aktionärsvorschuss klar:
131   Es ist offensichtlich, dass die Ankündigung vom 4. Dezember 2002 nicht von dem in Form einer Kreditlinie von 9 Mrd. Euro angebotenen Aktionärsvorschuss, der in dieser Ankündigung ausdrücklich erwähnt wird, getrennt werden kann. Außerdem erfolgte die Ankündigung vom 4. Dezember 2002 am selben Tag wie die Anmeldung des Aktionärsvorschusses bei der Kommission.
Verringerung eines Postens im Staatshaushalt muss nicht dem gewährten Vorteil für das begünstigte Unternehmen entsprechen
Der EuGH teilt auch die Auffassung des EuG nicht, wonach nur eine Verringerung eines Postens im Staatshaushalt oder ein hinreichend konkretes, diesen Haushalt belastendes wirtschaftliches Risiko, das eng mit einem auf diese Weise festgestellten Vorteil verknüpft ist und ihm entspricht, der Voraussetzung der Finanzierung aus staatlichen Mitteln im Sinne von Art 107 Abs 1 AEUV genüge:
109   Die Kommission muss daher zum Zweck der Feststellung des Vorliegens einer staatlichen Beihilfe einen hinreichend engen Zusammenhang zwischen dem Vorteil, der dem Begünstigten gewährt wird, einerseits und der Verringerung eines Postens des Staatshaushalts oder einem hinreichend konkreten wirtschaftlichen Risiko für dessen Belastung andererseits dartun [...].
110   Entgegen der Ansicht des Gerichts ist dagegen weder erforderlich, dass eine solche Verringerung oder ein solches Risiko diesem Vorteil entspricht oder ihm gleichwertig ist, noch dass diesem Vorteil eine solche Verringerung oder ein solches Risiko gegenübersteht, noch dass er von gleicher Art wie die Bindung staatlicher Mittel ist, denen er entspringt.
Auch in diesem Punkt kommt der EuGH daher zu einem anderen Ergebnis als das EuG und bestätigt die Vorgangsweise der Kommission. Dass die mit dem angebotenen Aktionärsvorschuss eröffnete "Kreditlinie" schließlich von FT nicht angenommen wurde (weil die Kapitalerhöhung schon bald darauf durchgezogen wurde und wohl auch weil allein die Ankündigung die Ratingagenturen schon beruhigt hatte), schadet dabei nicht:
137   In Bezug auf die Voraussetzung der Bindung staatlicher Mittel, die ebenfalls in Art. 107 Abs. 1 AEUV aufgestellt wird, ist festzustellen, dass der Aktionärsvorschuss die Eröffnung einer Kreditlinie von 9 Mrd. Euro bedeutet. Zwar hat FT die ihr vorgelegte Vorschussvereinbarung nicht unterzeichnet, doch hätte sie [...] sie jederzeit unterzeichnen können und damit Anspruch auf sofortige Überweisung des Betrags von 9 Mrd. Euro gehabt.
138   Ferner hat die Kommission in Fn. 116 der streitigen Entscheidung angeführt, dass FT am 5. Dezember 2002 in einer Präsentation für die Investoren die „Kreditlinie“ des französischen Staates als sofort verfügbar beschrieben habe, S & P am selben Tag angekündigt habe, dass der französische Staat sofort einen Aktionärsvorschuss gewähren werde, dass dem Finanzausschuss der französischen Nationalversammlung mitgeteilt worden sei, dass FT „bereits ein Aktionärsvorschuss zur Verfügung gestellt“ worden sei, und dass Moody’s am 9. Dezember 2002 erklärt habe, es sei bestätigt, dass „eine Kreditlinie von 9 Mrd. EUR zur Verfügung gestellt wurde“.
139   In Anbetracht zum einen der potenziellen zusätzlichen Belastung der staatlichen Mittel in Höhe von 9 Mrd. Euro und zum anderen der in Randnr. 107 des vorliegenden Urteils angeführten Rechtsprechung hat die Kommission zutreffend festgestellt, dass der in Randnr. 132 des vorliegenden Urteils beschriebene Vorteil aus staatlichen Mitteln im Sinne von Art. 107 Abs. 1 AEUV gewährt wurde.

March 14 2013

EGMR: Weshalb man zu Ex-Präsident Sarkozy "Hau ab, Idiot!" sagen durfte

 
Politiker müssen mehr an Kritik aushalten als Personen, die nicht im öffentlichen Leben stehen. Das hat der EGMR mit seinem heutigen Urteil im Fall Eon gegen Frankreich wieder einmal betont (siehe zuletzt zum türkischen Premier hier). Betroffen war diesmal Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy.

Sarkozy handelte bekanntlich selbst nicht immer ruhig und überlegt - wie man im oben eingebundenen Video sehen kann: bei einem Besuch der Agrarmesse drängte Sarkozy händeschüttelnd durch die Menge, aber ein Bauer wollte sich von ihm nicht berühren lassen. Sarkozy darauf: "Casse toi alors pauvre con" (etwa: "Hau ab, armer Idiot"; der EGMR übersetzt es ins Englische mit "Get lost, you sad prick"). Wenige Monate später, bei einem Besuch Sarkozys in Laval, stand Hervé Eon zum Empfang des Präsidenten mit einem Schild bereit, auf dem er "casse toi pov'con" geschrieben hatte. Herr Eon wurde festgenommen, aufs Kommissariat gebracht und schließlich gerichtlich wegen Beleidung des Präsidenten der Republik zu einer bedingten Geldstrafe von 30 € verurteilt. Das Gericht (auch in zweiter Instanz) sah den Beleidigungsvorsatz gegeben, zumal Herr Eon ein Aktivist und früherer sozialistischer Bürgermeister war, der das Plakat auch vorbereitet hatte. Ein Verfahrenshilfeantrag für ein weiteres Rechtsmittel blieb erfolglos, die - daraufhin nicht weiter ausgeführte - Kassationsbeschwerde wurde vom Kassationsgerichtshof zurückgewiesen.

Zur Zulässigkeit:
Der EGMR ließ die Beschwerde zu: er sieht zunächst den innerstaatlichen Instanzenzug als erschöpft an (was eher zielorientiert im Wesentlichen mit dem Erfodernis begründet wird, das Zulässigkeitskriterium "mit einer gewissen Flexibilität und ohne übertriebenen Formalismus" anzuwenden). Zweitens sei auch das - mit dem 14. Zusatzprotokoll zur EMRK eingeführte - Zulässigkeitskriterium des erheblichen Nachteils gegeben. Zwar geht es nur um eine minimale und noch dazu bedingte Geldstrafe, doch bei der Beurteilung der Schwere einer Verletzung muss auch die subjektive Wahrnehmung und der objektive Streitgegenstand ("l’enjeu objectif d’une affaire donnée") berücksichtigt werden. Die subjektive Bedeutung war hier offenkundig, zur objektiven Bedeutung der Angelegenheit verweist der EGMR darauf, dass die Angelegenheit große mediale Aufmerksamkeit erhalten hatte und die im Parlament häufig erörterte Frage betraf, ob das Delikt der Präsidentenbeleidigung aufrecht erhalten werden sollte. Die Zulässigkeit wurde daher - mit 6:1 Stimmen - bejaht; der tschechische Richter Pejchal sprach sich in einer teilweise abweichenden Meinung gegen die Zulässigkeit aus, da dem Beschwerdeführer kein erheblicher Nachteil entstanden sei. 

In der Sache:
Die Verurteilung stellte einen Eingriff in das Recht auf freie Meinungsäußerung dar, beruhte auf einem Gesetz und diente dem Schutz legitimer Interessen, konkret des guten Rufs anderer. Damit bleibt nur die Frage, ob der Eingriff in einer demokratischen Gesellschaft notwendig war.

Der EGMR hält fest, dass die Aufschrift auf dem Schild zwar nach ihrem Wortlaut beleidigend war, aber im Lichte der gesamten Umstände beurteilt werden muss, im besonderen der Art des Adressaten (des Präsidenten) wie auch des Beschwerdeführers, und ihrer Form und dem Kontext ihrer Präsentation. 

Die Wiederholung der vom Präsidenten selbst verwendeten Worte sieht der EGMR nicht als Verletzung der Privatsphäre oder der Ehre des Präsidenten oder als grundlosen persönlichen Angriff gegen seine Person. Er erinnert an die "Lingens-Rechtsprechung", wonach die Grenzen zulässiger Kritik bei Politikern weiter gezogen sind als bei Privatpersonen. Politiker setzen sich unvermeidlich und wissentlich der eingehenden Kontrolle aller ihrer Worte und Taten durch die Presse und die allgemeine Öffentlichkeit aus und müssen daher ein größeres Maß an Toleranz zeigen.

Zudem habe der Beschwerdeführer durch die Verwendung des schroffen Ausdrucks ("formule abrupte"), den der Präsident selbst verwendet hatte und der durch die Medien weit verbreitet und von einem großen Publikum oft humorvoll kommentiert worden war, seine Kritik satirisch vorgetragen. Satire - das hat der EGMR schon öfter festgehalten - ist eine Form des künstlerischen Ausdrucks bzw des gesellschaftlichen Kommentars, die durch Übertreibung und Verzerrung der von ihr charakterisierten Wirklichkeit ihrer Natur nach darauf abzielt, zu provozieren und aufzurütteln. Deshalb muss jeder Eingriff in das Recht eines Künstlers - oder einer anderen Person -, sich dadurch auszudrücken, mit besonderer Sorgfalt geprüft werden ["il faut examiner avec une attention particulière toute ingérence dans le droit d’un artiste – ou de toute autre personne – à s’exprimer par ce biais (Vereinigung Bildender Künstler c. Autriche, no 8354/01, § 33, 25 janvier 2007 [dazu hier], Alves da Silva c. Portugal, no 41665/07, § 27, 20 octobre 2009, et mutatis mutandis, Tuşalp c. Turquie, nos 32131/08 et 41617/08, § 48, 21 février 2012 [dazu hier])."]

Der EGMR kommt daher zum Schluss, dass die Kriminalisierung eines Verhaltens wie im vorliegenden Fall geeignet ist, eine abschreckende Wirkung auf satirische Interventionen zu gesellschaftlichen Themen zu haben, die auch eine sehr wichtige Rolle in einer freien Debatte über Fragen des allgemeinen Interesses spielen können, ohne die es keine demokratische Gesellschaft gibt. Die strafrechtliche Verurteilung des Beschwerdeführers war daher unverhältnismäßig zum damit verfolgten Ziel und somit in einer demokratischen Gesellschaft nicht notwendig.

Der EGMR stellte daher (mit 6:1 Stimmen) eine Verletzung des Art 10 EMRK fest und sprach (mit 5:2 Stimmen) zum beantragten Schadenersatz von 5.000 Euro aus, dass die Feststellung der Verletzung eine ausreichende Genugtuung darstellt (dagegen sprach sich die irische Richterin Power-Forde in einem Sondervotum aus, dem sich die ukrainische Richterin Yudkivska anschloss).

Update 14.03.2013: siehe zu diesem Urteil auch Beiträge im Verfassungsblog und im UK Human Rights Blog; siehe weiters auch die Pressemitteilung des EGMR.

March 01 2013

La nature est-elle impersonnelle ? Une typologie des singularités chez Deleuze – par Didier Debaise | Entre-là

In « L’Impersonnel », colloque international organisé par le Laboratoire ERRAPHIS (Equipe de Recherches sur les Rationalités Philosophiques et les Savoirs) et EuroPhilosophie dans le cadre du programme ANR “Subjectivité et aliénation. Université Toulouse II-Le Mirail, 24-25 juin 2010.



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February 13 2013

Destins d’exilés. Fremd bin ich den Menschen dort

En 2013, la Maison des Buddenbrooks de Lübeck consacre deux grandes expositions au thème de l’exil. L’une d’entre elles, intitulée « Traumland und Zuflucht. Heinrich Mann und Frankreich » (« Pays de rêve et refuge. Heinrich Mann et la France »), le rapport de l’écrivain Heinrich Mann à la France. Elle sera présentée du 14 juin au 3 novembre 2013, et s’inscrira dans le cadre des célébrations du 50e anniversaire du traité franco-allemand de l’Élysée.

 

Éminente figure de la littérature allemande du début du XXe siècle et frère aîné du Prix Nobel de littérature, Thomas Mann, Heinrich Mann aimait profondément la France. Artistiquement, politiquement, intellectuellement. Avant la Première Guerre mondiale, il y voyait ainsi l’antithèse démocratique du régime autoritaire de l’Allemagne impériale.

 

Heinrich Mann et la France

Lorsqu’Hitler devint chancelier, en 1933, Heinrich Mann prit immédiatement le chemin de l’exil en traversant le Rhin. Il devint l’une des figures de l’émigration allemande en France dans les années 1930. La situation perdura jusqu’en 1940. Heinrich Mann dut alors quitter la France occupée pour rejoindre sa famille et son frère Thomas, installés depuis 1938 aux États-Unis. Jamais cependant, il ne devint comme ce dernier une figure de l’émigration allemande outre-Atlantique. Son intégration fut plus difficile.

Comme Heinrich et Thomas Mann, beaucoup d’Allemands de cette époque virent leur destin basculer à l’arrivée au pouvoir des nazis. Juifs, opposants communistes ou socialistes, artistes « dégénérés » : l’exil fut leur seul refuge. France, États-Unis, mais aussi Suisse, Brésil, Grande-Bretagne, Palestine, Turquie : leurs destinations furent multiples. Mais tous, firent l’expérience existentielle de l’exil, marquée par les difficultés à s’intégrer, par la nécessité de se fondre dans une autre culture, une autre langue, de refaire sa vie…

 

Expérience existentielle

Ces destins d’exilés sont le sujet d’une autre exposition de la Maison des Buddenbrooks. Jusqu’au 26 mai, celle-ci retrace 16 destins d’artistes, de chercheurs, de juristes ou encore d’artisans contraints de quitter l’Allemagne entre 1933 et 1945. L’exposition est parrainée par l’écrivain germanophone d’origine roumaine et Prix Nobel de littérature, Hertha Müller, elle-même figure de l’exil imposé par la dictature communiste.

 

Rund eine halbe Million Menschen verloren nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ihre bisherige Heimat. Sie wurden verfolgt und entrechtet, weil sie Juden waren, politisch oder kulturell unliebsam oder als »Volks- und Reichsfeinde« betrachtet wurden. Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Deutschen Nationalbibliothek wurden von dem dort angesiedelten Exilarchiv Biografien von 16 Persönlichkeiten zu einer inszenierten Ausstellung zusammengestellt, die exklusiv im Buddenbrookhaus zu Gast ist. Vorgestellt werden nicht die prominenten Exilanten, zu denen auch Familie Mann gehörte, sondern weniger bekannte Künstler, Wissenschaftler, Juristen oder Handwerker, denen allen gemein ist, dass ihr weiterer Lebensweg durch die erzwungene Flucht aus dem deutschen Machtbereich geprägt wurde.



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February 03 2013

Prison et cinéma. Créteil le 8 février

Le rapport d’activité de décembre 2012 du Contrôleur général des lieux privatifs de liberté et plusieurs reportages ont particulièrement attiré l’attention sur les conditions matérielles dans les prisons en France aujourd’hui. Plusieurs films ont été réalisés spécifiquement sur les prisons, en particulier depuis quelques années, dont "Prisons, la honte de la république", "Nos jours absolument doivent être illuminés" de Jean-Gabriel Périot, "A l’ombre de la république" de Stéphane Mercurio… et, dans le cadre du Festival international du Film des droits de l’Homme, est projeté le 8 février 2013 à Créteil (94), au cinéma du Palais (www.lepalais.com) le film réalisé en 2012 par Catherine Rechard, "Le déménagement "  [1], suivi d’un débat avec la réalisatrice et Augustin Rosenstiehl, architecte et spécialiste de l’architecture pénitentiaire.

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October 29 2012

May 06 2012

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April 20 2012

April 18 2012

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April 12 2012

April 05 2012

March 30 2012

March 18 2012

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3150 297f
1930: (left to right, back row) Paul Eluard, Jean Arp, Yves Tanguy, Rene Crevel ; (front row) Tristan Tzara, Andre Breton, Salvador Dali, Max Ernst, Man Ray
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February 23 2012

Heine, histoire de la religion et de la philosophie en Allemagne (Les apports de MBK)



via philosophyandtheory.tumblr


// OAnth:

(oAnth: the chosen quotes give a good insight of Heine's stringent analytical - towards Hegel orientated - romanticism, which results in a competent nevertheless highly ironic approach to Schelling's transcendental philosophy.)

 

[...]

Ce que je suggère ici permet de comprendre que dans la partie de sa philosophie qui n'est qu'idéalisme transcendental, Monsieur Schelling 'nest resté et ne pouvait rester qu'un psalmodieur de la parole de Fichte, mais que dans la philosophie de la nature, où il avait à besogner parmi les fleurs et les étoiles, il n pouvait que fleurir et rayonner magnifiquement. C'est pourquoi aussi c'est cette direction qui a été prise de préférence, non seulement par lui, mais tous les amis de même inspiration, et et le tumulte, qui se fit jour alors n'était en quelque sorte qu'un réaction poétaillonique à l'abstraite philosophie de l'esprit qui avait cours avant eux. Tels des potachez libérés après avoir dû passer toute la journée à gémir dans les salles étriquées sous la charge accablante des voyelles et des chiffres, les élèves de Monsieur Schelling se sont précipités dans la nature, dans le réel ensoleillé et plein d'odeurs, en criant leur joie à tue-tête, en faisant des galipettes et tout un joyeux tapage. (p.193-194)

"Monsieur Schelling ne pouvait plus loin que Spinoza sur le chemin de la philosophie, étant donné que l'Absolu n'est concevable que sous la forme de ces deux atributs, la pensée et l'étendue. Mais Monsieur Schelling abanadonne maintenant la voie philosophique pour tenter de parvenir à la contemplation de l'absolu par une espère d'intuition mystique, il tente de le contempler en son centre, en son essentialité, là où il n'est ni quelque chose d'idéel, ni quelque chose de réel, ni pensée, ni étendue, ni sujet, ni objet, ni esprit, ni matière, mais au contraire...qu'est ce que j'en sais!

Ici s'arrête la philosophie chez Monsieur Schelling et commence la poésie, je veux dire, la folie." (p.197)

[...]

-------------------

http://german.utoronto.ca/~goetschel/heine_history.pdf

http://gutenberg.spiegel.de/buch/378/1

https://de.wikipedia.org/wiki/Zur_Geschichte_der_Religion_und_Philosophie_in_Deutschland

http://www.heinrich-heine-denkmal.de/werke.shtml

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February 06 2012

02mydafsoup-01




Vous avez dit tz quoi ?




Stoppt ACTA!
Informationsveranstaltung am 9. Februar und Protestkundgebung am 11. Februar
Am Donnerstag, den 9. Februar 2012 findet um 20 Uhr im Bistro ›Das Sofa‹ [1] eine parteiübergreifende Informationsveranstaltung zu ACTA statt. Wir wollen mit möglichst vielen Leuten und Initiativen über ACTA sprechen und anschließend die gemeinsame Fahrt zur Protestkundgebung in Rostock [2] am Samstag 





nach Protesten nun auch #Tschechien: Regierung setzt #ACTA -Ratifizierung aus http://j.mp/zkftLV nach #Polen schon Nr.2 via #Diaspora




Telepolis: Internationaler Gerichtshof soll über Klimawandel verhandeln
Vom Untergang bedrohte Inselstaaten wollen die Verantwortlichen vor Gericht stellen
Die kleinen Inselstaaten haben die Schnauze voll. Nach mehr als 20 Jahren ziemlich unbefriedigender Verhandlungen über die Eindämmung des globalen Klimawandels planen einige von ihnen nun, die Sache vor den Internationalen Gerichtshof zu Mehr zeigen




einer von vielen gründen, nie wieder eine @faz oder @sz zu kaufen … http://www.3sat.de/page/?source=%2Fkulturzeit%2Fthemen%2F160212%2Findex.html









ALG II und #Datenschutz: Datenlöschung? Leider technisch unmöglich - offenbar gar nicht erst vorgesehen!?! http://j.mp/z9vqbl #hartz4



On February 18, 2012, Axel Honneth speaks at the University of #Munich:
http://philosophy.columbia.edu/directories/faculty/axel-honneth
"Negativität in einer revidierten Psychoanalyse"
See the program here [pdf] [partly EN, DE, FR] - http://www.ls1.soziologie.uni-muenchen.de/download/plakat_0112-progr.pdf






YouTube: Die großen Vordenker des Grundeinkommens
Das Bedingunglose Grundeinkommen ist in meinen Augen das richtige Mittel um der Ungleichverteilung der Mittleln in unserer Gesellschaft zu begegnen und jeden ein lebenswürdiges Leben und ein Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.
http://www.youtube.com/watch?v=wcCdyRmalZs
Tags: #German #Deutsch #Video #BGE #BedingungslosesGrundeinkommen #Grundeinkommen #Gesellschaft











  • Organizational Development 2012 - link
  • Co-Creating Open Source Ecology - link



  • Converting Urban and Suburban Lands for Growing Food - link
  • Something's fishy in urban backyards - link
  • The Lexicon of sustainability - link
  • Status quo bias and what to do about it - link
  • New site: ResilientCommunities.com - link
#sustainability #urbanfarming #permaculture #aquaponics


  • Revenu garanti pour tous : quand la réalité devance l’utopie - link
  • La bataille de l’emploi est perdue d’avance - link
  • En nous piquant nos boulots, les robots nous obligeront à changer de modèle économique - link




#Greece #Europe #EU #ECB - financial #crisis

ONE MILLION SIGNATURES FOR “A EUROPE OF SOLIDARITY” http://www.1millionsignatures.eu/?a=en
To: Mr José Manuel Barroso, President of the European Commission 1049 Brussels, Belgium.
Mr President, I. It is hard to accept that Europe has established a usurious relationship Mehr zeigen



Goodbye democracy :( Journalists arrested at #fracking hearing, thanks to Andy Harris (R-Md) http://bit.ly/wuSHO8 #environment #ows #occupy




OAPEN (Open Access Publishing in European Networks) is a collaborative initiative to develop and implement a sustainable Open Access publication model for academic books in the Humanities and Social Sciences.
from Diaspora* via oAnth 2012-02-05&06

January 22 2012

Le Verger n°1 (site Cornucopia): Rabelais | Fabula

Le premier numéro du Verger, la revue du site Cornucopia, vient de paraître. Intégralement consacré à Rabelais et plus particulièrement à Gargantua et au Quart Livre, voici les articles qu'il propose :

 

Sommaire du premier bouquet

* INTRODUCTION, par Claire Sicard (U. Paris-Diderot), Adeline Lionetto-Hesters (U. Paris-Sorbonne), Anne Debrosse (U. Paris-Sorbonne) & Aurélia Tamburini (U. Paris-Sorbonne).

 

Section 1 / Gargantua

* Claude La Charité (UQAR - Université du Québec à Rimouski), "Rabelais lecteur de Politien dans le Gargantua".
* Nathalie Hervé (U. Nantes - U. Besançon), "Insertions et inscriptions : une étude métrique des poémes du Gargantua".
* Nancy Frelick (University of British Columbia - Canada), "Gargantua et les leurres du discours alchimique". (à venir)
* Maria Proshina (U. Tours François-Rabelais), "La contribution des régionalismes à l'effet réaliste dans Gargantua".

 

Section 2 / Le Quart Livre

* André Tournon (U. de Provence), "Dérapages ludiques dans le Quart Livre".
* Aya Kajiro (Société japonaise pour la promotion de la science), "Décrire l'invisible dans l'épisode des paroles gelées du Quart Livre".
* Louise Millon (U. Paris-Sorbonne Nouvelle), "Voyage et bêtes curieuses dans le Quart livre".
* Pascale Mounier (U. Lyon 2), "Le pronom relatif 'qui' et ses emplois dans le Quart Livre".
* Nicolas Correard (U. Nantes), "Les « Histoires vraies » du « Lucien français » : de la poétique de l’incredulité au regard moraliste du Quart Livre".

 

Section 3 / Gargantua et le Quart Livre

* Bérengère Basset (U. Toulouse le Mirail), "Les anecdotes plutarquiennes dans l’oeuvre de Rabelais : quelques propositions de lectures".
* Barbara Bowen (Vanderbilt University - Nashville, Tennessee, Etats-Unis), "Women in Rabelais's 'Chronicles'".
* Julien Verger (U. Bordeaux 3), "Réflexion comparatiste sur l'écriture digressive de Rabelais".

 

Section 4 / Ouverture & prolongements

* Aline Strebler (médecin, U. Paris-Descartes) et Adeline Lionetto-Hesters (U. Paris-Sorbonne), "Rabelais médecin dans le Gargantua". (à venir)
* Ivana Velimirac (poète, traductrice, U. Paris-Sorbonne), "Sur Stanislav Vinaver, traducteur de Rabelais ou quand Gargantua et Pantagruel se mettent à parler serbe". (à venir)

 

Articles issus de communications prononcées lors de la matinée d'étude Gargantua à destination des élèves de Terminale L et de leurs professeurs, le 3 décembre 2011 à l'Université Paris-Diderot :

* Franck Bauer (U. Caen), "Rabelais humoriste ?" (sous réserve - à venir)
* Chantal Liaroutzos (U. Paris-Diderot), "Rabelais et le vulgaire". (à venir)
* Claire Sicard (U. Paris-Diderot), "Picrochole au miroir de Charles Quint". (à venir)
* Alice Vintenon (U. Paris-Ouest Nanterre), "Vrais et faux hiéroglyphes dans Gargantua".

Responsable : Numéro dirigé par Claire Sicard, Adeline Lionetto-Hesters, Anne Debrosse et Aurélia Tamburini

 

 

// oAnth - original URL -


January 12 2012

Les socialistes français et l’Iran (1975-1985) - Les essais - Publications - Fondation Jean-Jaurès

Si, au cours des années 1970, l’Iran est regardé, depuis l’Europe, avec une certaine méfiance, le Parti socialiste français s’engage très tôt aux côtés de l’opposition iranienne. Témoin privilégié par ses responsabilités au sein du Parti socialiste, Alain Chenal offre un regard personnel sur une décennie d’histoire mouvementée de l’Iran...

 >>>> Synthèse à télécharger

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 // oAnth - original URL -- http://www.jean-jaures.org/Publications/Les-essais/Les-socialistes-francais-et-l-Iran-1975-1985

 

See it on Scoop.it, via manually by oAnth - from my scoop.it contacts
Reposted byiranelection iranelection

December 08 2011

November 10 2011

02mydafsoup-01
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ARTE Doku über Libyen die einige der Aspekte des vorherigen Artikels aufgreift.

------------------------------

added by oAnth:

Uploaded by desperodair on Aug 18, 2011

zitiert vom Video-Begleittext:


// Eine von ARTE produzierte Dokumentation über Libyen aus dem Jahr 2008 von Guy Seligmann

Die Dokumentation gibt einen Überblick über das Leben von Muammar al-Gaddafi und ein Land, das in der internationalen Politik oft von sich reden macht und über das dennoch nur wenig bekannt ist.

Es gibt nur wenige Männer, die in so hohem Maße und seit so langer Zeit ihr Land verkörpern wie Muammar al-Gaddafi. Der libysche Staatschef ist seit 1969 an der Macht und damit länger als jeder andere Staatschef eines arabischen Landes. Zugleich ist er mit 66 Jahren der Jüngste von ihnen.

Die Dokumentation, gesendet von ARTE France, beleuchtet die Politik der westlichen Länder gegenüber Libyen während der letzten Jahrzehnte - Terrorismusvorwürfe, Attentate und Annäherungen. Der libysche Regierungschef wird als vorausschauender Pragmatiker vorgestellt im Gegensatz zu den Bezeichnungen als Dogmatiker oder Egozentriker in anderen Berichten. Er ist überzeugter Moslem, widersetzt sich jedoch den libyschen Imamen und verlieh den libyschen Frauen einen in der arabischen Welt einmaligen gleichberechtigten Status.

Gaddafi setzte sich als Anhänger Nassers für die arabische Einheit ein und wandte sich nach deren Scheitern Afrika zu, wo er heute als Vermittler auftritt. Während des Embargos wurde der libysche Staatschef vom Westen einhellig geächtet, während er in jüngerer Zeit sowohl Sarkozy als auch Blair, Schröder und Prodi in Tripolis empfing. All diesen Widersprüchen ist das Filmteam mit drei Spezialisten - den Journalisten Antoine Sfeir und Samir Sobh sowie dem Politologen Moncef Djaziri - während der einmonatigen Dreharbeiten in Libyen nachgegangen. //
Reposted fromphr33k phr33k

October 31 2011

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