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December 15 2011

Creative Commons: Öffentliche Diskussion zu Version 4.0 startet

Im kommenden Jahr wird es eine neue Version der Creative Commons Public Licenses (CCPL), also der sechs Creative-Commons-Kernlizenzen geben (siehe Blog-Post auf creativecommons.org). Damit soll auf die Veränderungen des Netzes und seiner Protagonisten gegenüber dem Jahr 2007 reagiert werden, dem Geburtsjahr der aktuellen Version 3.0. Der Zeitabstand zwischen den Versionen hat sich jeweils rund verdoppelt. Mit der kommenden Version 4.0 versucht Creative Commons, einen Standard zu schaffen, der für eine Dekade oder länger tauglich sein soll – in der Zeitrechnung des Internet eine Ewigkeit.


Noch mehr wisdom of the crowd noch früher

Anders als bei allen vorherigen Versionierungen steht kein im kleinen Kreise geschriebener Entwurf am Anfang des Prozesses, sondern die offene und öffentliche Diskussion, die beim CC Global Summit im September in Warschau bereits angelaufen ist. Erst daraus wird Ende Februar 2012 der erste Entwurf entstehen, der dann noch einmal zur öffentlichen Überprüfung ins Netz gestellt werden wird. In der ersten Phase sollen vor allem Wünsche und Vorschläge gesammelt werden, was die Version 4.0 leisten oder anders angehen soll als die 3.0.

Die Diskussion dazu wird auf drei verschiedenen Kanälen ablaufen, vor allem über die Mailingliste cc-licenses@lists.ibiblio.org, aber auch im CC Wiki und dort noch einmal gesondert in Form einer Sand Box. Die Sand Box hat bereits die grobe Struktur einer CC-Lizenz und soll es ermöglichen, an dieser Struktur entlang Vorschläge zu sammeln, wie die Version 4.0 am besten aufgebaut und formuliert sein sollte.

Neuer Umgang mit Open Data? Feintuning bei kommerziell versus nicht-kommerziell?

Inhaltlich steht tatsächlich alles zur Diskussion. Sogar eine sprachliche Komplettüberholung in Richtung besserer Verständlichkeit des für Juristen gedachten rechtsverbindlichen Lizenztextes ist im Gespräch. Dass hier vieles möglich ist, hat das australische CC-Projekt bei der Portierung der Version 3.0 gezeigt.

Ein Hauptantrieb, überhaupt in die Versionierung einzusteigen, ist jedoch die rasant steigende Wichtigkeit von Open-Data-Initiativen. Gerade die europäischen Hüter großer Datenbestände tun sich oft schwer mit der Art und Weise, wie die CCPL 3.0 mit dem Sui-Generis-Datenbankenrecht umgeht. Dies hat schon wiederholt verhindert, dass Datenbestände freigegeben wurden, bzw. hat zu Insellösungen mit lediglich an den CCPL orientierten aber rechtlich nicht kompatiblen Lizenzen geführt.

Auch sonst ist die Kompatibilität verschiedener Lizenzsysteme untereinander eines der Top-Themen rund um 4.0. Oft steht und fällt die Kombinierbarkeit von Content im Netz mit der Frage, ob es um eine kommerzielle oder eine nicht-kommerzielle Nutzung geht. Hier enthalten die bisherigen Versionen der CC-Lizenzen eine Definition, die vielen zu ungenau ist. Ob es bei Version 4.0 eine Präzisierung geben wird, ist offen. Sowohl dafür als auch dagegen gibt es gute Argumente.

Mitmachen ist die Mühe wert

Noch nie war die Konstruktionsarbeit bei Creative Commons so partizipativ angelegt wie jetzt. Wer also Ideen oder auch nur vage Vorstellungen hat, was man an den CCPL wie und wofür verbessern könnte, sollte das jetzt in die Diskussion einbringen. Die CCPL 4.0 wird dadurch noch einmal besser sein und für noch mehr kreative Bewegung im Netz sorgen, von der letztlich alle etwas haben. Bis Ende Februar 2012 kann jede/r an den Grundfesten der zukünftigen CCPL mitarbeiten.

December 07 2011

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May 05 2011

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May 03 2011

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Wired for Change: Hacking Our Way Back to Democracy on Vimeo |

// 2011-03-03 Ford Foundation- panel discussion moderated by Ethan Zimmermann, Harvard University and one of the leading figures of Global Voices - oAnth

March 31 2011

« Là-bas si j'y suis » : avril 2011

Mercredi 30 mars, dans « Là-bas si j'y suis », à 15 heures, sur France Inter, Daniel Mermet s'entretenait avec l'équipe du Monde diplomatique autour du numéro d'avril. A propos de l'intervention en Libye, Serge Halimi rappelle que la décision d'entrée en guerre, suite à la prise de la résolution 1973 (...) / Amérique latine, Libye, Syrie, Agro-alimentaire, Monde arabe, Mouvement de contestation, Relations Nord-Sud, Relations internationales - La valise diplomatique

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jeudi 31 mars 2011

« Là-bas si j’y suis » : avril 2011  - Le monde diplomatique

Mercredi 30 mars, dans « Là-bas si j’y suis », à 15 heures, sur France Inter, Daniel Mermet s’entretenait avec l’équipe du Monde diplomatique autour du numéro d’avril.

A propos de l’intervention en Libye, Serge Halimi rappelle que la décision d’entrée en guerre, suite à la prise de la résolution 1973 du conseil de sécurité des Nations unies, s’est effectuée « sans consultation des partis, des opinions, des parlements ». Alain Gresh ajoutera qu’il aurait fallu ne pas attendre l’impasse [de Benghazi] pour intervenir sous d’autres formes et trouver des solutions.

Daniel Mermet mentionne alors l’article de George Corm, dans lequel l’auteur signale le risque de « l’accompagnement occidental », et s’interroge sur la sincérité de ce soutien. A ce propos, Alain Gresh évoque l’évidente situation problématique de pays occidentaux ayant soutenu pendant trente ans des dictatures aujourd’hui renversées, et qui tentent aujourd’hui d’orienter le mouvement dans un sens qui leur est favorable. « Nous sommes au tout début d’un processus qui va durer des années », souligne-t-il.

Renaud Lambert apporte des précisions sur la grille de lecture des événements en Libye utilisée par les pays d’Amérique Latine et notamment au Venezuela : selon lui, Hugo Chávez transpose – de manière erronée – son analyse géopolitique et historique de la situation latino-américaine au nord de l’Afrique.

La question du pétrole est abordée ensuite. Alain Gresh rappelle que le pétrole libyen, « à la veille de l’insurrection, est aux mains des Occidentaux », et que des accords historiques ont donné priorité aux compagnies américaines (voir l’article de Jean-Pierre Séréni).

Guillaume Pitron termine l’émission en présentant les usages et enjeux de la production de gomme arabique, sève très utilisée par l’industrie agro-alimentaire dont il a d’ailleurs apporté sur le plateau un échantillon.

March 04 2011

March 03 2011

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The Doha Debates: This House believes the world is better off with Wikileaks
Panelists clash frequently over the rights and wrongs of leaking secret State Department cables.
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August 12 2010

Nachdenkseiten: Diskussions ums Renteneintrittsalter - Wolfgang Lieb

“… Wie sähe heute die Arbeitslosenstatistik in Deutschland aus, wenn sich die geburtenstarken Jahrgänge der sechziger Jahre konstant fortgesetzt hätten. Wir hätten gut 40 Jahre 1,3 Millionen statt 700.000 Menschen mehr, das wären rund 24 Millionen Menschen mehr, davon würden vielleicht 16 Millionen mehr Arbeit nachfragen und das bei einer Arbeitslosigkeit von weit über 3 Millionen…”

11. August 2010 um 9:04 Uhr

Der kollektive Aufstand der Medien gegen die Diskussion um eine Aussetzung der Rente mit 67

Verantwortlich: Wolfgang Lieb | Druckversion | Beitrag versenden | < zurück
Kaum gibt es in der SPD eine Diskussion über eine Anpassung des Renteneintrittsalters an die Wirklichkeit des Arbeitsmarktes und der physischen und psychischen Arbeitsfähigkeit, schon baut sich der geballte Widerstand der Medien auf. Gestern Abend um 22.55 Uhr wies Google News 531 Artikel zur Rente mit 67 aus. In nahezu allen Beiträgen wird ausschließlich auf die demografischen Entwicklungsmodelle abgestellt und die vom Bundesarbeitsministerium eingespeiste Beschönigung, dass in den letzten Jahren die Beschäftigungsquote leicht angestiegen sei, wird als Annahme in die Zukunft fortgeschrieben.
Es ist erschreckend, eine derartige freiwillige Gleichschaltung des Denkens festzustellen. Wolfgang Lieb

Es ist so, wie George Orwell in seiner negativen Utopie im Roman 1984 schrieb: „Und wenn alle anderen die von der Partei verbreiteter Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit“.

Die „Lüge“ beginnt schon mit der mit der Unterstellung der demografischen Entwicklung als unumstößliche Wahrheit.

Wir haben auf den NachDenkSeiten immer wieder belegt, dass solche demografischen Prognosen über mehrere Jahrzehnte nichts anderes als „moderne Kaffeesatzleserei“ [PDF - 183 KB] sind, die für die Durchsetzung durchsichtiger wirtschaftlicher Interessen für eine private Vorsorge instrumentalisiert wurden und werden. Konnten wir etwa vor 50 Jahren abschätzen, wie sich die Antibabypille auf die Bevölkerungsentwicklung auswirken würde? Hatten wir den Baby-Boom erwartet, der Anfang der 60er einsetzte? Oder die Migrationsströme aus südlichen Ländern? Konnten wird den Zusammenbruch des Ostblocks vorhersehen und die Zuwanderung der Aussiedler?

Diese Modellrechnungen über die „Vergreisung“ sind nicht nur in sich inkonsistent [PDF - 118 KB], sondern sie vernachlässigen systematisch eine Vielzahl von politischen Stellschrauben, mit denen die Dramatik der Alterung der Gesellschaft entdramatisiert werden könnte. Die Modellrechnungen können z.B. beim besten Willen nicht die Arbeitsmarktsituation über Jahrzehnte vorhersagen, und sie blenden vor allem komplett aus, dass aufgrund des technischen Fortschritts ein einzelner Arbeitnehmer immer mehr leisten kann, so dass jeder Beschäftigte in 10, 20, 30 oder gar 40 Jahren in der Lage wäre, etwas mehr für die Rentner in der fernen Zukunft abzugeben, ohne selbst Verzicht leisten zu müssen. Aber wenn man auf diesen größer werdenden „Kuchen“ abstellt, berührt man ja die Frage, wie der Kuchen verteilt werden soll, und diese Frage ist für das neoliberale Denken natürlich ein Tabu.

Es ist ein unumstößliches Faktum dass der Generationenvertrag immer trägt, die entscheidende Frage ist, was die Gesellschaft zum jeweiligen Zeitpunkt leistet und sich leisten kann. Die Leistungsfähigkeit des Generationenvertrags hängt aber nicht zu aller erst von der Zahl der Alten und der Arbeitsfähigen oder der Kinder ab, sondern viel mehr davon, ob die Menschen Arbeit haben, wie hoch die Erwerbsquote (von Männern und Frauen) ist und wie produktiv die Menschen arbeiten. Wenn heute die Unternehmen ihre Gewinne in effizientere Technik investieren würden, statt auf dem Finanzmarkt zu spekulieren, dann wüchse die Produktivität. Bei steigender Produktivität brauchte man sich ziemlich wenig Sorgen darüber zu machen, ob in Zukunft für alle genügend zur Verfügung steht.

Grafik zur Entwicklung des BIP, 1870 - 1992
Quelle: Deutschland 1870-1992, Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in 1990 Geary-Khamis Dollar, Quelle: Maddison, A. 1995, nach Historische Datenbank (2009), Quelle: Thünen Institut [PDF - 1.4 MB]

Die Verschiebung des Renteneintrittsalters um zwei Jahre ist gegenüber all diesen anderen beeinflussbaren Faktoren ein lächerlich kleiner Faktor. Der nicht einmal wirkte, wenn die Menschen tatsächlich gar nicht bis 67 arbeiten könnten. Dann ist die Rente mit 67 nämlich ein reines Rentenkürzungsprogramm.

Schlussbemerkung nebenbei:

Einige der Artikel beziehen sich auch auf eine Äußerung der Sozialministerin Ursula von der Leyen: Die Ministerin sagte der Rheinischen Post: “Es stimmt nicht, wie die SPD behauptet, dass wir eine anhaltend schlechte Situation für Ältere auf dem Arbeitsmarkt haben.” Genau das Gegenteil sei der Fall. “In den letzten fünf Jahren ist der Anteil der 60- bis 64-Jährigen in Arbeit um zwölf Prozentpunkte auf inzwischen 40 Prozent gestiegen”. Angesichts der großen Zahl gut ausgebildeter Älterer und des zunehmenden Fachkräftemangels müsse man “kein Prophet sein, um zu sagen: Dieser deutliche Trend wird anhalten.” (Quelle: SZ)

Das ist reine Schönfärberei: Aus der Antwort der Bundesregierung über die Beschäftigungssituation Älterer [PDF - 1.1 MB] geht auch noch ganz Anderes hervor:

  • Nicht einmal zehn Prozent der 64-Jährigen waren 2008 sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
  • Gerade ein Fünftel der 60-jährigen schafft den Übergang aus der Erwerbslosigkeit in Erwerbstätigkeit. Von den 64-jährigen schaffen es nicht einmal mehr zehn Prozent.
  • Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) geht aus Erwerbslosigkeit (Leistungen SGB III/SGB II) und weniger als ein Fünftel (18 Prozent) geht aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in die wohlverdiente Altersrente.

Diese Zahlen hätten sich die journalistischen Kämpfer für die Rente mit 67 einmal anschauen sollen, bevor sie der dauergrinsenden Sozialministerin mit ihrer ziemlich willkürlich herausgegriffenen statistischen Angabe auf den Leim gekrochen sind.

www.NachDenkSeiten.de - die kritische Website
See more at www.nachdenkseiten.de
 

Nachdenkseiten: Diskussions ums Renteneintrittsalter - Wolfgang Lieb

“… Wie sähe heute die Arbeitslosenstatistik in Deutschland aus, wenn sich die geburtenstarken Jahrgänge der sechziger Jahre konstant fortgesetzt hätten. Wir hätten gut 40 Jahre 1,3 Millionen statt 700.000 Menschen mehr, das wären rund 24 Millionen Menschen mehr, davon würden vielleicht 16 Millionen mehr Arbeit nachfragen und das bei einer Arbeitslosigkeit von weit über 3 Millionen…”

11. August 2010 um 9:04 Uhr

Der kollektive Aufstand der Medien gegen die Diskussion um eine Aussetzung der Rente mit 67

Verantwortlich: Wolfgang Lieb | Druckversion | Beitrag versenden | < zurück
Kaum gibt es in der SPD eine Diskussion über eine Anpassung des Renteneintrittsalters an die Wirklichkeit des Arbeitsmarktes und der physischen und psychischen Arbeitsfähigkeit, schon baut sich der geballte Widerstand der Medien auf. Gestern Abend um 22.55 Uhr wies Google News 531 Artikel zur Rente mit 67 aus. In nahezu allen Beiträgen wird ausschließlich auf die demografischen Entwicklungsmodelle abgestellt und die vom Bundesarbeitsministerium eingespeiste Beschönigung, dass in den letzten Jahren die Beschäftigungsquote leicht angestiegen sei, wird als Annahme in die Zukunft fortgeschrieben.
Es ist erschreckend, eine derartige freiwillige Gleichschaltung des Denkens festzustellen. Wolfgang Lieb

Es ist so, wie George Orwell in seiner negativen Utopie im Roman 1984 schrieb: „Und wenn alle anderen die von der Partei verbreiteter Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit“.

Die „Lüge“ beginnt schon mit der mit der Unterstellung der demografischen Entwicklung als unumstößliche Wahrheit.

Wir haben auf den NachDenkSeiten immer wieder belegt, dass solche demografischen Prognosen über mehrere Jahrzehnte nichts anderes als „moderne Kaffeesatzleserei“ [PDF - 183 KB] sind, die für die Durchsetzung durchsichtiger wirtschaftlicher Interessen für eine private Vorsorge instrumentalisiert wurden und werden. Konnten wir etwa vor 50 Jahren abschätzen, wie sich die Antibabypille auf die Bevölkerungsentwicklung auswirken würde? Hatten wir den Baby-Boom erwartet, der Anfang der 60er einsetzte? Oder die Migrationsströme aus südlichen Ländern? Konnten wird den Zusammenbruch des Ostblocks vorhersehen und die Zuwanderung der Aussiedler?

Diese Modellrechnungen über die „Vergreisung“ sind nicht nur in sich inkonsistent [PDF - 118 KB], sondern sie vernachlässigen systematisch eine Vielzahl von politischen Stellschrauben, mit denen die Dramatik der Alterung der Gesellschaft entdramatisiert werden könnte. Die Modellrechnungen können z.B. beim besten Willen nicht die Arbeitsmarktsituation über Jahrzehnte vorhersagen, und sie blenden vor allem komplett aus, dass aufgrund des technischen Fortschritts ein einzelner Arbeitnehmer immer mehr leisten kann, so dass jeder Beschäftigte in 10, 20, 30 oder gar 40 Jahren in der Lage wäre, etwas mehr für die Rentner in der fernen Zukunft abzugeben, ohne selbst Verzicht leisten zu müssen. Aber wenn man auf diesen größer werdenden „Kuchen“ abstellt, berührt man ja die Frage, wie der Kuchen verteilt werden soll, und diese Frage ist für das neoliberale Denken natürlich ein Tabu.

Es ist ein unumstößliches Faktum dass der Generationenvertrag immer trägt, die entscheidende Frage ist, was die Gesellschaft zum jeweiligen Zeitpunkt leistet und sich leisten kann. Die Leistungsfähigkeit des Generationenvertrags hängt aber nicht zu aller erst von der Zahl der Alten und der Arbeitsfähigen oder der Kinder ab, sondern viel mehr davon, ob die Menschen Arbeit haben, wie hoch die Erwerbsquote (von Männern und Frauen) ist und wie produktiv die Menschen arbeiten. Wenn heute die Unternehmen ihre Gewinne in effizientere Technik investieren würden, statt auf dem Finanzmarkt zu spekulieren, dann wüchse die Produktivität. Bei steigender Produktivität brauchte man sich ziemlich wenig Sorgen darüber zu machen, ob in Zukunft für alle genügend zur Verfügung steht.

Grafik zur Entwicklung des BIP, 1870 - 1992
Quelle: Deutschland 1870-1992, Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in 1990 Geary-Khamis Dollar, Quelle: Maddison, A. 1995, nach Historische Datenbank (2009), Quelle: Thünen Institut [PDF - 1.4 MB]

Die Verschiebung des Renteneintrittsalters um zwei Jahre ist gegenüber all diesen anderen beeinflussbaren Faktoren ein lächerlich kleiner Faktor. Der nicht einmal wirkte, wenn die Menschen tatsächlich gar nicht bis 67 arbeiten könnten. Dann ist die Rente mit 67 nämlich ein reines Rentenkürzungsprogramm.

Schlussbemerkung nebenbei:

Einige der Artikel beziehen sich auch auf eine Äußerung der Sozialministerin Ursula von der Leyen: Die Ministerin sagte der Rheinischen Post: “Es stimmt nicht, wie die SPD behauptet, dass wir eine anhaltend schlechte Situation für Ältere auf dem Arbeitsmarkt haben.” Genau das Gegenteil sei der Fall. “In den letzten fünf Jahren ist der Anteil der 60- bis 64-Jährigen in Arbeit um zwölf Prozentpunkte auf inzwischen 40 Prozent gestiegen”. Angesichts der großen Zahl gut ausgebildeter Älterer und des zunehmenden Fachkräftemangels müsse man “kein Prophet sein, um zu sagen: Dieser deutliche Trend wird anhalten.” (Quelle: SZ)

Das ist reine Schönfärberei: Aus der Antwort der Bundesregierung über die Beschäftigungssituation Älterer [PDF - 1.1 MB] geht auch noch ganz Anderes hervor:

  • Nicht einmal zehn Prozent der 64-Jährigen waren 2008 sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
  • Gerade ein Fünftel der 60-jährigen schafft den Übergang aus der Erwerbslosigkeit in Erwerbstätigkeit. Von den 64-jährigen schaffen es nicht einmal mehr zehn Prozent.
  • Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) geht aus Erwerbslosigkeit (Leistungen SGB III/SGB II) und weniger als ein Fünftel (18 Prozent) geht aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in die wohlverdiente Altersrente.

Diese Zahlen hätten sich die journalistischen Kämpfer für die Rente mit 67 einmal anschauen sollen, bevor sie der dauergrinsenden Sozialministerin mit ihrer ziemlich willkürlich herausgegriffenen statistischen Angabe auf den Leim gekrochen sind.

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July 26 2010

Journalism.nyu.edu blog - PressThink: Jay Rosen’s remarks on Wikileaks’ releases - History and Overflow

Journalism.nyu.edu blog -PressThink - Permalink: Jay Rosen’s remarks on Wikileaks’ releases - The last two Paragraphs 8 & 9


[...]


8. I’ve been trying to write about this observation for a while, but haven’t found the means to express it. So I am just going to state it, in what I admit is speculative form. Here’s what I said on Twitter Sunday: “We tend to think: big revelations mean big reactions. But if the story is too big and crashes too many illusions, the exact opposite occurs.” My fear is that this will happen with the Afghanistan logs. Reaction will be unbearably lighter than we have a right to expect— not because the story isn’t sensational or troubling enough, but because it’s too troubling, a mess we cannot fix and therefore prefer to forget. Last week, it was the Washington Post’s big series, Top Secret America, two years in the making. It reported on the massive security shadowland that has arisen since 09/11. The Post basically showed that there is no accountability, no knowledge at the center of what the system as a whole is doing, and too much “product” to make intelligent use of. We’re wasting billions upon billions of dollars on an intelligence system that does not work. It’s an explosive finding but the explosive reactions haven’t followed, not because the series didn’t do its job, but rather: the job of fixing what is broken would break the system responsible for such fixes. The mental model on which most investigative journalism is based states that explosive revelations lead to public outcry; elites get the message and reform the system. But what if elites believe that reform is impossible because the problems are too big, the sacrifices too great, the public too distractible? What if cognitive dissonance has been insufficiently accounted for in our theories of how great journalism works… and often fails to work? I don’t have the answer; I don’t even know if I have framed the right problem. But the comment bar is open, so help me out.


9. Few people realize how important leaking has been to the rise of the political press since the mid-18th century. Leaks were actually “present at the creation” of political reporting. I’m moving quickly this morning, so I only have time for a capsule version. Those with a richer knowledge of the British Parliament’s history can confirm or correct this outline. Once upon a time, Parliament’s debates were off limits to newspapers. But eventually, through a long period of contestation, the right to report on what was said in Parliament was securely won (though not constitutionally guaranteed.) John Wilkes is the pivotal figure and 1770 the date when the practice became institutionalized. A factor in that struggle was the practice of leaking. The way it worked then is essentially the same as it works today. There’s a bitter dispute in Parliament and people line up on one side or the other. Unable or unwilling to accept defeat, the losing faction decides to widen the battlefield by leaking confidential information, thus bringing the force of public opinion into play. It’s a risky maneuver, of course, but the calculation is that fighting it out in public may alter the balance of forces and lead to a re-decision. Each time the cycle is repeated, the press becomes a bigger factor in politics. And internal struggles for power remain to this day a major trigger for leaks. Conscience, of course, is a different trigger. Whistleblowers can be of either type: calculating advantage-seekers, or men and women with a troubled conscience. We don’t know which type provided the logs to Wikileaks. What we do know is that a centuries-old dynamic is now empowering new media, just as it once empowered the ink-on-paper press.

May 28 2010

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The Geopolitical Implications of the Financial Crisis with keynote address by Paul Krugman

April 10 2010

GRITtv 20100402 » Blog Archive » Creative Movements for Change in Palestine (~13 min)



by admin - This week was the 34th anniversary of Palestinian Land Day, and also a day for awareness of the growing boycott, divestment, sanctions movement. Land Day commemorates the deaths of six peaceful activists in a demonstration, and today we talk about activism and its ability to make change. - Remi Kanazi, a poet and activist, and Phyllis Bennis of the Insitute for Policy Studies join us in studio to discuss the ways that art, nonviolent protest, and pushes for creative boycotts are changing the way Americans look at Israel and Palestine.

April 09 2010

WikiLeaks Video: Exception or Example? Grit.tv (~13 min) 20100408



Monday's revelation of a videotape of U.S. soldiers shooting unarmed Iraqi civilians is still reverberating around the country. The Wikileaks video is raising questions about procedure, the rules of engagement, and even freedom of speech and of the press. Most importantly, though, people seem to be asking whether this is an aberration in behavior, a few soldiers overreacting or misbehaving, or the normal procedure for action in Iraq. Joining us to discuss are Rick Rowley of Big Noise Films, who was in Iraq and visited the scene of the shootings just the day after they happened, and senior fellow at Peace Action, Raed Jarrar.

January 22 2009

Hillary Rodham Clinton, now Secretary of State, two years ago - FORA.tv

Council on Foreign Relations New York, NY Oct 31st, 2006 Senator Hillary Rodham Clinton of New York (D) discusses the foreign policy challenges facing the United States, including the war in Iraq, the situation in Afghanistan, Iran's nuclear ambitions, and how to deal with North Korea. Peter G. Peterson, chairman of the Council on Foreign Relations, presides.
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