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August 10 2013

02mydafsoup-01
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Colossus The Forbin Project, 1970 - youtube

via  D*


A highly convincing scenario: the US computer is conspiring with its partner unit from the Soviet side: both merge and blackmail the leaders of the world: whatever you will do against our common super brain, will be punished - no chance just to switch off the energy supply, or to betray cunningly the system; what's against its optimised intentions will be immediately detected, advised by its interface to be corrected, even with merciless instructions to kill people without delay, in case they conspired against it - otherwise its lethal menaces for the society as a whole are increasingly worse; consequently it controls also the decisions what locations as nuclear targets are to become part of the programme (international urban centres) - the political message for our days is incredible challenging, for the closed system is de facto reality by the leading political and financial-economic unit of corresponding interests against the people's constitutional guaranteed rights and the states' sovereignty; the traditional executive, judicial and legislative powers are no longer under control by the state's sovereign, the people, but have shifted to the leading function of the executive; the legislative and judicial powers remain obliged to follow the interests of the unit, which seizes by this all executive power and the world's digitised capacities to blackmail every state, administrative or economic organisation and individuum in every aspect of its existence; the menace via the executive power threatens self-evidently also the legislative and judicial powers in case they wouldn't apply to the demands of the unit. This is the most striking lesson coming out of this picture - it explains very well the systemic motivation behind the still growing right wing ideology, privatized police, militia and mercenary business. A further lesson is the replacement of human deciders by algorithms as one step further towards a digitised totalitarian grip of a new kind of dictatorship: a 21st century cyber neo-fascism with data-colonial governance by mass surveillance meta-data, insurance and income patterns as socio-psychological catalysts of classification and segregation : whoever wouldn't  fit into the given categories is politically a potential threat - whether you will then be psychologically stigmatized as an incalculable risk for your family and your neighbourhood, your car will be manipulated, or a drone will be sent, this may be considered mainly as a question of your social status and of some more sophisticated circumstances, but science and technical progress are to be suspected completely under the top down line in the digitised and hierarchical means of an anonymised and blindly operating executive.

oAnth - Muc, 2013-08-10 (CC BY-SA 3.0)

February 13 2013

Reorganizing a vast Archive: ITS - SPIEGEL ONLINE

By David Crossland in Bad Arolsen, Germany

 

Global Web of Memory

Reorganizing the database is one of the tasks of Susanne Urban, the ITS head of research, who joined the archive in 2009 after working in Yad Vashem, Israel's official memorial to the Holocaust. She says she expects the archive to reveal a plethora of "mosaic stones" to complete the picture of the genocide rather than alter it.

"Here you keep getting confronted with the global aspect of the Holocaust and survival, you see how it started in Germany, spread across Europe and with the documents about the survivors we see how a web of memory has spread across the whole world. Here you get an overview over everything. What makes it so harrowing is that you don't just get one aspect, you get them all. You sense this monolith that was built of pain and sorrow."

The work may be fascinating, but it can also be exhausting and saddening. Urban has only two research assistants on temporary contracts, which she says isn't enough.



Reposted from02mysoup-aa 02mysoup-aa

October 22 2012

October 11 2012

Digitalisierung des Kulturguts - Konferenz in Berlin

Wie machen Museen und Archive das kulturelle Erbe im digitalen Zeitalter zugänglich?

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October 10 2012

Kulturelles Erbe: „Die Digitalisierung ist ein Meilenstein“

Museen und Archive könnten ihre Sammlungen komplett digitalisieren und online stellen.

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September 13 2012

Wem gehört das Werk? Diskussion in Hannover

“Die Möglichkeit grenzenlosen Kopierens, Mischens und Verbreitens von Medien ohne Qualitätsverlust kann nicht ohne Folgen für das deutsche Urheberrecht bleiben”, heißt es in der Einladung. Welche das sind diskutieren Joerg Heidrich, Justiziar des Heise-Verlages und Fachanwalt für IT-Recht, und Matthias Spielkamp, Projektleiter iRights.info, am kommenden Dienstag in Hannover. Ebenfalls interessant: Welche Position nehmen die Gewerkschaften der Urheber in der Debatte ein? Aufreger gibt es genug – vom Urhebervertragsrecht (Stichort Total-Buy-Out-Verträge) bis zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger.

Veranstalter sind ver.di – Fachbereich 8 (Medien, Kunst und Industrie) in Zusammenarbeit mit dju – Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di, Freie und Selbständige in ver.di, Linke Medienakademie e.V..

Moderation: Hendrik de Boer, Journalist ehrenamtlicher Bezirksvorsitzender ver.di-Fachbereich 8 (Medien, Kunst und Industrie).

Termin:

“Wem gehört das Werk? Die Kreativen, das Urheberrecht und der Mehrwert”
Dienstag, 18. September 2012 ♦ 18 Uhr ♦ ver.di-Höfe (Rotation) ♦ Goseriede 10 ♦ 30159 Hannover

July 25 2012

July 03 2012

Digitale Bibliothek – Stiefkind der Informationsgesellschaft?

Wie speichern wir das Internet? Was bleibt von heutigen Online-Publikationen in 300 Jahren noch übrig? Inwieweit stehen digitale Inhalte künftigen Generationen als historische Quelle zur Verfügung? Diese Fragen treiben die deutschen Gedächtnisinstitutionen zunehmend um. Denn es geht nicht nur um die Haltbarkeit und Lesbarkeit von Datenträgern, sondern viel prinzipieller um die rechtlichen Grundlagen der digitalen Archivierung – und die sind umstritten.

Die Aufbewahrung eines Buches bereitet Bibliotheken keine urheberrechtlichen Schwierigkeiten, die Archivierung von Internetseiten schon – allein schon wegen des Vervielfältigungsvorgangs. Droht also aus rechtlichen Gründen sogar eine “Amnesie des Digitalen”?

Die Tagung „Die digitale Bibliothek und ihr Recht“ (Infos und Programm) am 6. und 7. September 2012  in Köln will die rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchten, die beim Aufbau eines “digitalen kulturellen Speichergedächtnisses” zu beachten sind.  iRights-Mitbegründer und -Redakteur Till Kreutzer wird an der Podiumsdiskussion “Die Digitale Bibliothek als Zukunftsaufgabe und rechtliche Herausforderung” teilnehmen und den Standpunkt der Urheberrechtswissenschaft darstellen.

Organisiert wird das Treffen von Prof. Dr. Karl-Nikolaus Peifer, Ass. jur. Oliver Hinte (beide Universität zu Köln) und Dr. Eric W. Steinhauer (FernUniversität in Hagen).

“Eine vollkommen groteske Situation”

Steinhauer  zeichnete die rechtlichen Schwierigkeiten der digitalen Langzeitarchivierung jüngst im Interview mit iRights.info nach. Der Gesetzgeber erwarte etwa von der Deutschen Nationalbibliothek, in regelmäßigen Abständen das deutsche Internet zu kopieren. Doch, so Steinhauer: “Wird die Bibliothek dieser Erwartung gerecht, dann verstößt sie (…) nach derzeitiger Rechtslage gegen geltendes Urheberrecht. Eine vollkommen groteske Situation.”

May 27 2012

Deutschland braucht digitale Lehrmittelfreiheit

In der deutschsprachigen Wikipedia heißt es zur Begrifflichkeit: “Lernmittelfreiheit oder auch Lehrmittelfreiheit heißt, dass Gegenstände in Bildungseinrichtungen, vor allem Schulbücher, aber auch andere Dinge wie Übungshefte kostenlos bereitgestellt werden.” Diese allgemeine Beschreibung fußt nach der Enzyklopädie auf Forderungen aus der Revolution von 1848. Damals wurde das erste Mal der Ruf nach einkommensunabhängiger Verfügbarkeit von Lehr- und Lernunterlagen laut. In der Folge wurde der Zugang zu Lehrmitteln in Bildungseinrichtungen in Deutschland auf verschiedene Art und Weise geregelt. Heute hat sich eine starke Marktkonzentration weniger Anbieter herausgebildet. So werden in Deutschland beispielsweise 90 Prozent aller Schulbücher von den drei großen Verlagen Klett, Westermann und Cornelsen bereitgestellt.

Durch die Digitalisierung wird aber auch diese Branche nun reagieren müssen. Und nicht nur die, der Ruf nach einer grundsätzlichen Neustrukturierung der Angebotspalette bei Übungs- und Lehrmaterialien wird wieder lauter. Wir stehen am Beginn einer Lehrmittel-Revolution. Diese Revolution beinhaltet drei Freiheiten: Die Freiheit kostenlos auf Lehrmaterialien zugreifen zu können, der flächendeckende Einsatz von freien Lizenzen und der zwingende Einsatz von freien Formaten. Allen die Angst vor allzuviel Freiheit haben, alle die den Text ab jetzt in das Reich der Phantasterei abschieben wollen sei dringend empfohlen weiter zu lesen. Der technische Fortschritt und die Möglichkeiten der Digitalisierung werden die Kultusministerin und die gesamte Gesellschaft zum Umdenken zwingen. Der Widerstand gegen diese Veränderungen bestehender Verlage und Interessensgruppen wird den technischen Fortschritt nicht aufhalten. Deswegen gilt es, diesen zu gestalten. Deutschland verliert hierbei gerade schon wieder den Anschluß. Und dies als selbsternannte Bildungs- und Wissenschaftsnation.

Der Wissenschaftler Dr. Leonhard Dobusch hat nun für das “Zentrum für digitalen Fortschritt – D64″ das White Paper “Digitale Lehrmittelfreiheit – mehr als digitale Schulbücher” (PDF) geschrieben. Tablet PC`s und E-Book-Reader werden die Art und Weise wie in Zukunft gelernt wird grundsätzlich verändern, so Dobusch. Die bisherigen Konzepte zum Einsatz dieser technischer Hilfsmittel beruhten bislang aber alleine auf den alten Konzepten der analogen Welt und schreibe die bestehenden Verhältnisse linear fort. Ein Paradigmenwechsel finde nicht statt. Dobusch entwirft eine Landkarte der bestehenden Konzepte und benennt die aktuellen Einsatzformen. Ein Beispiel ist dabei die Geburt neuer Player wie Apple die in den USA mit proprietären Formaten auf den Schulbuchmarkt drängen.

Dobusch konstatiert:

Lehrmittelfreiheit war immer schon mehr als der kostenlose Zugang zu Lehr- und Lernunterlagen. Es war auch das klare Bekenntnis, dass die möglichst umfassende Bereitstellung von Lehr- und Lernunterlagen eine öffentliche Aufgabe zur Verbesserung der Bildungs- und damit Chancengleichheit in einer Gesellschaft darstellt. Diese Ziele von Lehrmittelfreiheit gilt es in der digitalen Gesellschaft weiterhin anzustreben. Die Bandbreite an Mitteln und Wegen, mit denen sich eine Gesellschaft diesen Zielen annähern kann, ist dank neuer digitaler Technologien allerdings in den letzten Jahren deutlich größer geworden.

Er wirft auch einen Blick auf die internationalen Entwicklungen. Diese können für Deutschland Vorbildcharakter haben. Hinter den Grenzen von Deutschland firmiert die digitale Lehrmittelfreiheit unter dem Begriff “Open Educational Ressources”. Wegweisende Programme hat beispielsweise das Massachusstes Institute of Technology (MIT) in Boston (USA) mit dem Open-Courseware-Program aufgelegt.

Die Relevanz des Thema wird gerade erst bekannt. Dobusch identifiziert die USA, China und Südafrika als Vorreiter der Entwicklungen. Private Stiftungen in den USA wie die Hewlett Foundation oder die Bill & Melinda Gates Foundation haben bereits Millionenbeträge zur Entwicklung von freien Lehrinhalten bereitgestellt. Auch die US-Regierung hat die Relevanz erkannt und Anfang 2011 zwei Milliarden US-Dollar zur Entwicklung von freien Lehrmaterialien zur Verfügung gestellt. Deutschland und der deutschrachige Raum sind bei diesen Veränderungen Entwicklungsland und es droht, dass der Anschluß verloren wird.

Als größte Probleme in Deutschland identifiziert Dobusch:

1. Geringe Bekanntheit unter Lernenden, Lehrenden und Bildungseinrichtungen sowohl von freien Lizenzen im Allgemeinen als auch von OER-Ansätzen im Speziellen.
2. Bislang keine nennenswerten Investitionen der öffentlichen Hand in den Aufbau eines Pools an frei lizenzierten Lehr- und Lernunterlagen, sowie keine Reform von Beschaffungsprozessen in Ländern mit Lehrmittelfreiheit
3. Kaum private Fördergelder für OER im Vergleich mit den USA sowie mit ärmeren Ländern, in denen Einrichtungen wie die Open Society Foundation in diesem Bereich aktiv sind.
4. Hinzu kommt der deutsche Bildungsföderalismus, der es erschwert, Größenvorteile zu nutzen sowie zentrale Initiativen im Bereich OER voranzutreiben.

Der Staat und die Gesellschaft stehen also vor drängenden Herausforderungen. Dobusch definiert drei aufeinander aufbauende konkrete Maßnahmen. Zunächst müsse in allen Bundesländern eine Machbarkeitsstudie angefertigt werden. Im Fokus stehen dabei folgende Fragen:

1. Welche Schritte in Richtung Open Educational Resources (OER) sind unter den gegebenen gesetzlichen Rahmenbedingungen möglich?
2. Welche gesetzlichen Hürden bestehen für OER und wie können sie abgebaut werden?

Als zweiten Schritt schlägt Dobusch eine Reihe von Pilotprojekten an Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen vor. Auf die Pilotprojekte sollen sich die Einrichtungen im Sinne eines Wettbewerbs bewerben können. Die Pilotprojekte sollen auf den Erkenntnissen der Machbarkeitsstudien aufbauen. Zudem soll begleitend ein Kompetenzzentrum für offene Bildungsressourcen unter Federführung des Bundesministerium für Bildung und Forschung eingerichtet werden. Dieses solle insbesondere die zentrale Vergabe von Fördermitteln betreuen.

Das White Paper von Dobusch stellt einen Aufschlag für ein Umdenken in Deutschland dar. Gesellschaftliche, wirtschaftliche, bildungspolitische und soziale Gründe sprechen dafür, dass sich die Politik intensiv mit diesem Komplex beschäftigen sollte. Insbesondere muss dabei auch die Frage beantwortet werden, ob man aus Kostenersparnisgründen privaten Unternehmen, inklusive Einsatz von Geräten mit proprietären Systemen, den Erstzugriff auf die Ressource Bildungssystem und Wissenschaftslandschaft geben will oder ob der Staat diesen hochsensiblen Bereich nicht unter seine Obhut nehmen will.

Hier noch einmal der Link zu Dobusch` White Paper (PDF).

March 09 2012

Prof. Holznagel: Medienpolitik ungleich Netzpolitik, Urheberrecht reformieren

Das Urheberrechtsgesetz wird zu restriktiv ausgelegt und ist damit kaum geeignet, die Interessen der Öffentlichkeit angemessen abzubilden. Zu diesem Ergebnis kommen die beiden Münsteraner Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Bernd Holznagel, Direktor des dortigen Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht, sowie sein Kollege Dr. Pascal Schumacher.

In ihrem Blog “digital constitution” haben sie einen spannenden Beitrag veröffentlicht, der auch in der Zeitschrift Funkkorrespondenz erschienen ist. In diesem schildern die beiden Autoren, wie eine zeitgemäße Medienordnung aussehen könnte. Sie berücksichtigen dabei den grundlegenden Strukturwandel der Medien durch das Internet, der eine klare Trennung von Medien- und Netzpolitik zur Folge hat. Ziel der Neuordnung muss laut den Autoren die Ausbalancierung dieser beiden gegensätzlichen Bewegungen sein. Dabei behandeln sie in einem Abschnitt ihres Artikels auch den Bereich des Urheberrechts.

Kritik üben Prof. Dr. Bernd Holznagel und Dr. Pascal Schumacher vor allem an der Ausgestaltung des Urheberrecht in seiner jetzigen Form. Besonders die Interessen der Nutzer würden dabei nicht ausreichend berücksichtigt. Grund dafür sei die dominierende Rolle der Verwertungsindustrie in der Medienlandschaft. Als besondere Konfliktfelder nennen die Rechtswissenschaftler die Ausweitung des Schutzumfanges auf Software und Datenbanken, das Rechte-Buyout bei Urhebern durch Verlage und die Ausdehnung von Schutzfristen.

Dieser medienpolitische Zustand stehe im Konflikt zum an Bedeutung gewinnenden Politikfeld der Netzpolitik. Das Internet spiele dabei eine besondere Rolle. Durch die Möglichkeit der schnellen Interaktion untereinander, verlören klassische Medien an Bedeutung. Internet-Dienste wie Blogs, Facebook oder Twitter sind heutzutage maßgebend für die eigene Meinungsbildung. Klassische Medien können mit den Vorteilen der direkten Kommunikation und der schnellen Verbreitungsgeschwindigkeit von Nachrichten über das Internet, nicht mehr mithalten, so die Autoren.

Mumbai und New York seien dafür Musterbeispiele. Via Twitter informierten Augenzeugen die Weltöffentlichkeit über den Terroranschlag von Mumbai am 26.11.2008 und die Notlandung eines Airbus auf dem Hudson River in New York im Januar 2009. Bevor auch nur die erste Nachrichten-Agentur über einen der beiden Vorfälle berichtete, gab es schon Tausende von Tweets auf Twitter, die erste Fotos und Videos von den Ereignissen zeigten.

Die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung, verändern nicht nur unsere Verhaltensweisen, sondern auch die Bedingungen und Voraussetzungen, in denen das Urheberrecht in unserer Gesellschaft wirkt. Die Folge ist dem Artikel nach ein Konflikt der Netzpolitik mit der Medienpolitik, um den Schutzumfang eines moderneren Urheberrechts. Dies erkläre auch, warum die ARD und das ZDF sich für ACTA ausgesprochen haben und eine Privatisierung der Rechtsdurchsetzung fordern, wie Markus Beckedahl auf Netzpolitik.org kritisierte.

Die ARD-Vorsitzende Monika Piel, sowie ZDF-Intendant Prof. Markus Schächter und weitere Vertreter der Deutschen Content Allianz forderten in einer Pressemitteilung „die Bundesregierung gemeinsam dazu auf, das ACTA-Abkommen zum Schutz vor Internetpiraterie ohne weitere Verzögerung wie bereits beschlossen zu unterzeichnen und mit größerem Nachdruck als bisher eine zukunftsorientierte Reform des Urheberrechtes sowie dessen Schutz im digitalen Zeitalter in Angriff zu nehmen.“ Die Forderungen des öffentlichen Rundfunks sind für die meisten Netzpolitiker nicht akzeptabel, bedeutet ACTA für sie nicht den Schutz von Werken im digitalen Zeitalter, sondern die Einschränkungen der Freiheit im Internet.

Prof. Dr. Holznagel und Dr. Schumacher sind sich sicher, dass es ohne einen Dialog zwischen den beiden Parteien keine Lösung für den Konflikt geben wird. Eine Neuordnung der jetztigen Verhältnisse sei aber zwangsläufig notwendig. Ein Kompromiss scheint aber nicht zum Greifen nah zu sein. Die Proteste gegen ACTA und für ein modernes Urheberrecht, sowie die drastischen Reaktionen der Verlegerverbände auf Kritik am Koalitionsbeschluss über das Leistungsschutzrecht und Forderungen zeigen, wie verhärtet die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern einer Modernisierung des Urheberrechts sind.

February 29 2012

Bibliotheksverband veröffentlicht Positionspapier zu verwaisten Werken

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) hat ein aktuelles Positionspapier zum Umgang mit verwaisten Werken veröffentlicht. Das Papier wurde an alle deutschen Abgeordneten des Europäischen Parlamentes (EP) versandt. Anlass des Papieres sind die aktuellen Entwicklungen rund um die Verständigung für eine neue europäische Richtlinie. Das Positionspapier des Verbandes ist ein Warnsignal an die Beteiligten, eine praxisgerechte und sinnvolle Lösung für die Art und Weise wie verwaiste Werke einerseits registriert und andererseits genutzt werden können, zu finden. Im Papier heißt es zur aktuell diskutierten Fassung der Richtlinie:

Die Richtlinie würde in der Praxis dafür sorgen, dass die angestrebte Massendigitalisierung des europäischen Kulturerbes nur eingeschränkt umgesetzt werden könnte. Wesentliche Teile des kulturellen Erbes des 20. Jahrhunderts blieben von der Digitalisierung ausgeschlossen.

Und weiter, direkt an die Abgeordneten gerichtet:

Wir bitten Sie, bei Ihren weiteren Beratungen noch stärker zu bedenken, dass in aller Regel bei verwaisten Werken kein Verwertungsinteresse und auch gar kein relevanter Markt besteht – denn sonst hätten die Rechteinhaber diese Rechte schon längst ausgeübt.

Konkret äußert der Verband Kritik an der bisherigen Ausgestaltung der “nicht praxistauglichen sorgfältigen Suche” und dem Problem der gegenseitigen Anerkennung von Lizenzmodellen zwischen den beteiligten Staaten. Zudem setzt sich der Verband mit der Frage der Dokumentationspflicht für verwaiste Werke auseinander.

November 22 2011

5. DACH-Branchenforum: GVU verkündet neue Strategie – vielleicht?

Heute und morgen findet in der Berliner Kalkscheune das “5.DACH-Branchenforum 2011” von GVU, VAP und SAFE statt. Die selbsternannte “Antipiraterieallianz” sieht durch “parasitäre Geschäftsmodelle zentrale Werte des Gemeinwesens massiv bedroht”. Denn: “Dies steht im Widerspruch zur Ignoranz dieses Problems in weiten Teilen der Bevölkerung und der Politik. Nunmehr wächst allerdings das Bewusstsein für die Notwendigkeit von regulierenden Maßnahmen im Internet, wie sie die Kreativwirtschaft schon lange fordert. Erst durch die Schaffung einer sicheren Umgebung im Netz können reale Marktchancen für legale Angebote entstehen. Erst dann kann Konsumenten verstärkt ein, zu Recht gefordertes, legales Onlineangebot geliefert werden.”

Zentrale Herausforderung des Forums wird es sein, ob es den Anwesenden gelingt, ihre von Feinden umlagerte Trutzburg zu verlassen, und sich auf einen Dialog mit den “Ignoranten aus Bevölkerung und Politik”, wie es oben so schön heißt, einzulassen. Ein Dialog der auch voraussetzt, dass die Nutzerinnen und Nutzer nicht pauschal unter Ignoranz- und Kriminalitätsverdacht gestellt werden, der voraussetzt, die von den Veranstaltern seit Jahren eingeübte Rhetorik der Scharfmacherei durch Kampagnen wie beispielsweise “Raubkopierer sind Verbrecher” zu beenden, die voraussetzt, dass man Nutzer als Konsumenten und Kunden und nicht als Gefährder und potentielle “Raubkopierer” wahrnimmt.

Dazu ein kleines sehr einfaches Beispiel: Nehmen wir einen Raum in dem sich 100 Personen befinden. Die Stimmung ist gelöst, man trifft alte Freunde, lernt neue Menschen kennen, ein Stimmengewirr, Lounge-Musik im Hintergrund. Am Rande des Raumes befinden sich lauter Tische auf denen analoge und digitale Medien beworben und zum Verkauf angeboten werden. Hin- und wieder stöbern die Personen in den Angeboten. Manche legen sie zurück, andere kaufen etwas. Nun betritt Mister X mit einer Pauke den Raum. Er schlägt kräftig drauf. Das Stimmengewirr versiegt, alle wenden sich erwartungsfroh in seine Richtung und sind gespannt, was er zu verkünden hat.

Variante 1: Mister X: Liebe Anwesende, nach unseren Untersuchungen begeht ein Großteil von Ihnen unverantwortliche Urheberrechtsverletzungen. Sie unterstützen parasitäre Geschäftsmodelle. Sie sind persönlich dafür verantwortlich, dass den Mittlern zwischen Kreativen und Konsumenten massive Einnahmen entgehen. Sie schlagen den Kreativen dabei ins Gesicht. Ich warne sie, wir werden jeden Rechtsverstoß kompromisslos verfolgen. Wir werden die Durchsetzung unserer Ansprüche ohne Rücksicht auf die Umstände, ihr Alter, ihre Beweggründe und ihre Ausreden vorantreiben. Vergessen sie niemals: Raubkopierer sind Verbrecher, als solche werden wir sie behandeln. Sehen sie sich vor. Gehen sie jetzt zu den Tischen mit den Angeboten am Rande des Raumes und kaufen sie diese leer. Egal was ihnen da angeboten wird. Dies ist schließlich Angebot genug. Mister X verlässt den Raum. Die Stimmung ist, nehmen wir mal die gut erzogene Variante, im Keller.

Variante 2: Mister X: Liebe Anwesende, darf ich mich kurz vorstellen, ich bin Mister X, und habe ein Problem. Es geht um die Frage, wie ich in einer modernen Medienwelt, bedingt durch die großartige Digitalisierung meine Angebote verbessern und weiter verkaufen kann, so diese denn ihren Geschmack treffen. Es ist schwierig für uns, auf alles gleich die richtige Antwort zu haben. Wir testen und probieren aber, und wir brauchen Sie! Sagen Sie uns, wie wir besser werden können. Denn Ihre Freunde am Mediengenuss ist auch unser Vorteil. Was fehlt Ihnen also? Woran müssen wir arbeiten? Sie sind unsere Kunden, und unsere Kunden sind für uns König und Königin. Ja, es ist auch richtig, dass nicht erlaubte Kopien aus unserer Sicht ein Problem darstellen. Wir nehmen es aber sportlich, denn wenn Sie kopieren, dann schätzen Sie immerhin den Inhalt, den wir vertreiben. Ich glaube wir sind uns alle einig, dass Kreativität und auch der Vertrieb von Kreativität einen Wert hat.

Wir wollen Ihnen deswegen eine Performance bieten, die Sie begeistert. Lassen Sie uns gemeinsam in die Zukunft gehen und gemeinsam nach Wegen schauen, Ihre und unsere Interessen unter einen Hut zu bringen. Ich würde mich freuen, wenn Sie noch einen Blick auf die Stände mit den Büchern, unseren neuen Plattformen für eBooks und die neuen Film-DVDs am Rande des Raumes werfen. Hier haben wir bereits einiges ausprobiert, testen Sie uns. Passt der Preis, sind die Nutzungsmöglichkeiten interoperabel, ist es ein Genuss die Kompilationen und Zusammenstellungen zu nutzen? Geben Sie uns Ihr feedback. Ich wünsche Ihnen noch einen wunderbaren Abend. Unterlegt mit Musik von Linda Leonardy und dem Drücke Orchestra of Vision. Herzlichen Dank. Mister X verlässt den Raum. Überrascht und neugierig applaudieren die Leute. Die Stimmung ist, gelöst.

Variante 1 und Variante 2 unterscheiden sich also geringfügig. Die Geringfügigkeit ist aber eine Weltanschauung und mündet in der Kernfrage: Wie begegne ich meinem Gegenüber. Ich will mit ihm etwas verdienen, er will etwas von mir haben und konsumieren. Lassen Sie uns spekulieren, in welcher Variante und in welcher Stimmung, mit welcher Neugier und mit welchen Konsumwillen werden die Gäste jeweils an die Tische herantreten. Kaufe ich lieber etwas wenn ich den Atem des Ladendetektivs im Nacken spüre, oder wenn ich ernst genommen und um meine Wertung gebeten werde. Ohne ein grundsätzliches Umdenken im Verhältnis der Anbieter und der “Antipiraterieallianz” wird sich nichts ändern. Wenn dies gewünscht ist, so bleiben wir einfach beim status quo. Wenn man aber das Interesse hat, auch im digitalen Zeitalter ein erfolgreiches Geschäftsmodell anzubieten, wenn das Interesse besteht kreative Werke einer möglichst breiten Kundenöffentlichkeit zugänglich zu machen, dann sollten die Hemden von gestern im Schrank gelassen werden. Das ist nicht leicht, der Mensch tappt gerne in ausgetretenen Pfaden. Bequem ist es auch, erfolgreich nicht.

Ich werde bei der heutigen Podiumsdiskussion “Verantwortlichkeit im Internet: Wer muss was dazu beitragen?” auf dem Podium sitzen.

August 24 2011

Dirk von Gehlen: Warum ich die Kopie lobe

Dirk von Gehlen, Journalist und Chefredakteur von jetzt.de, beschäftigt sich in seinem jetzt erschienenen Buch „Mashup: Lob der Kopie” mit den kulturellen Folgen

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June 01 2011

May 23 2011

May 18 2011

May 13 2011

Gutachten „Verbraucherschutz im Urheberrecht“ vorgestellt

iRights.info-Redakteur Till Kreutzer hat für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ein umfangreiches Gutachten zu verbraucherrechtlichen Aspekten und notwendigen Reformschritten

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May 09 2011

May 04 2011

April 25 2011

Ein Vorschlag zur Güte – die Kulturwertmark

Die aktuelle Debatte um die Zukunft der Finanzierung von Kunst und Kultur im digitalen Zeitalter ist derzeit festgefahren.

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